Zeit der wilden Orchideen

von Nicole C. Vosseler 
4,4 Sterne bei68 Bewertungen
Zeit der wilden Orchideen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (58):
Birkel78s avatar

Zwei Liebende, die nicht zusammen leben können und jeder für sich einen anderen Weg einschlägt. Doch die Liebe bleibt. Schön und traurig.

Kritisch (2):
fredi111s avatar

Nach anderen Büchern der Autorin, war ich leider etwas enttäuscht. Mich hat die Geschichte gar nicht gefesselt.

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Inhaltsangabe zu "Zeit der wilden Orchideen"

Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442480067
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:550 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:18.08.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Steffi_the_bookworms avatar
    Steffi_the_bookwormvor 2 Jahren
    Zähe Geschichte in wunderschöner Umgebung

    2.5

    Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich zum einen schon ein paar Bücher der Autorin gelesen habe und mir diese auch sehr gut gefallen haben, zum anderen lese ich historische Geschichten in exotischen settings immer wieder gerne. Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen und das Cover ist ein absoluter Traum.

    Leider war der Einstieg direkt sehr zäh und ich musste das Buch erstmal wieder zur Seite legen. Als ich mir das Buch dann wieder geschnappt habe, bin ich sehr schnell vorangekommen. Es hat mich leider immer noch nicht überzeugt, aber es wurden stellenweise besser.

    Die Geschichte wird sehr sprunghaft erzählt, oft vergehen viele Jahre zwischen den einzelnen Absätzen. Dadurch fand ich es sehr schwierig in die Geschichte reinzufinden oder irgendeine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen und somit ist mir alles sehr fremd geblieben.

    Der Beschreibungen sind sehr detailliert und bildhaft, ebenso erfährt man viel über die Geschichte von Singapur. Eigentlich mag ich sowas sehr gerne, aber in Verbindung mit der für mich eh schon sehr zähen Geschichte, war mir das manchmal zu viel.

    Die Geschichte wurde für mich irgendwann besser und unterhaltsamer, aber komplett erreichen konnte sie mich leider nie.

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    Pagina86s avatar
    Pagina86vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schöne Geschichte über Singapur im 19. Jahrhundert. gefühlvolle Liebesgeschichte zweier Liebenden, die nicht sein darf! Wunderschönes Cover!
    Zeit der wilden Orchideen

    "Das Herz ist sein eigenes Schicksal."      Philip James Bailey

    Meine Meinung:

    Von Nicole C. Vosseler habe ich schon gehört und gelesen. Dies hier ist mein zweites Buch von ihr. Ich wurde absolut nicht enttäuscht.

    Singapur um 1840. Wir lernen Georgina, auch Nilam genannt kennen, die 10-jährige Träumerin, die schon viel durchmachen musste. Sie findet einen verletzten Jungen namens  Raharjo in ihren Garten am Meer und kümmerte sich um ihn. Dabei verliebten sie sich ineinander. Eine Liebe, die nicht sein darf. Ihre Wege trennen sich auf schmerzvoller Weise.

    Die Geschichte um Georgina und Raharjo wurde sehr gut beschrieben, die Liebe und den Hass. Über Jahrzehnte dürfen wir mit Georgina und Raharjo mitleiden, mit leben und hoffen.  Die Familienkonstellationen der beiden Hauptprotagonisten wurde sehr gut miteinander verbunden. Das Schicksal lenkte sie! Großartig! Die Nebencharaktere lernten wir auch gut kennen und ich mochte sie alle.

    Der Schreibstil war flüssig und ausdrucksstark. Die Bilder in meinem Kopf waren lebendig.

    Das historische Leben in Singapur um 1840 bis 1889 fand ich richtig interessant. Ich mag solche Erzählungen, die die echten Schauplätzen darstellen.

    Wunderschönes Cover, das zum Träumen und Verweilen einlädt.

    Fazit

    interessant, ausdrucksstark, wunderschön, liebenswert

     

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    Becky_loves_bookss avatar
    Becky_loves_booksvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Unbeschreiblich schön!
    Einfach nur schön!

    Cover: Ich liebe dieses Cover! Der Himmel, das Meer, die Blüten, der Vogel - alles ist farblich so strahlend und leuchtend. Das Gesamtbild entfacht das Fernweh und lädt zum Träumen ein. Wunderschön!

    Meinung: "Zeit der wilden Orchideen" ist nicht das erste Buch, das ich von Nicole C. Vosseler gelesen habe, aber es ist mit Sicherheit bisher eines der Schönsten!
    Die Autorin schafft es in ihren Romanen immer wieder, atemberaubende Schauplätze, historische Fakten und emotionale Liebesgeschichten miteinander zu verbinden. So auch hier. Singapur dient als Kulisse. Ein Singapur, wie es zu Anfang ausgesehen haben mag und sich über die Jahre weiterentwickelt hat. Die Autorin zaubert dem Leser mit ihren sehr detaillierten Beschreibungen ein wunderbares Bild in den Kopf. Ich konnte mir dadurch alles sehr genau vorstellen - fast sogar fühlen, schmecken und riechen.
    Die Charaktere sind wieder einmal sehr vielschichtig. Nicht nur die Hauptprotagonisten Georgina (Nilam) und Raharjo gingen mir unter die Haut. Auch die vielen anderen Personen bewegten und rührten an.
    Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte, so dass man quasi im Zeitraffer ein ganzes Leben miterlebt. Es gibt schöne und weniger schöne Szenen voller Liebe, Hass und Leben.

    Fazit:
    Nicole C. Vosseler erzählt diese Geschichte mit viel Liebe zum Detail und ihrem unverkennbar schönen Schreibstil. Ein Buch bestückt mit vielen Emotionen, das mich absolut begeistert hat.
    Wer sich gern in einer anderen Zeit, an magischen Orten und in einer gefühlvollen Liebesgeschichte verlieren will, kann mit diesem Roman rein gar nichts falsch machen.
    Klare Leseempfehlung!

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    Svanvithes avatar
    Svanvithevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte vor exotischer Kulisse, üppig, sinnlich, poetisch und mit viel Spürsinn für Atmosphäre...
    Meeresbuch

    "Stramm und wie frisch gewaschen spannte sich der Himmel über die Insel; nur in der Ferne waren ein paar weiße Wolken zu sehen, schaumig wie aufgeschlagene Sahne."

    Meeresbuch nennt Nicole C. Vosseler ihren Roman "Zeit der wilden Orchideen" und führt den Leser in das Singapur des 19. Jahrhunderts. Vor der Kulisse des Südchinesischen Meeres am Rande des Pazifischen Ozeans erzählt die Autorin eine Geschichte von Liebe und Verlust...

    1819 gründet Sir Thomas Stamford Raffles, seines Zeichens Handelsagent der Britischen Ostindien-Kompanie in Singapur die erste britische Niederlassung und weckt damit das sumpfige Dschungelland aus dem Dornröschenschlaf, in dem es jahrzehntelang gelegen hat. Denn zuvor lebten auf der Insel lediglich zwanzig malaiischen Fischerfamilien und ab und an ein paar Seeräuber. Bis 1824 vereinnahmt die Kompanie die gesamte Insel, nachdem sie dem Sultan von Johor abgekauft hat. Singapur dient als Handelsstützpunkt und entwickelt sich zu einem wichtigen Warenumschlagplatz. Da es zunächst kein kultiviertes Hinterland gibt, das Produkte und Lebensmittel liefern kann und zudem der Boden, die Topografie und Verteilung des Regenfalls für den Reisanbau ungünstig sind, eine Siedlung also andere Feldfrüchte anbauen oder das Meer als Nahrungsquelle nutzen müsste, wird die schwierige Ausgangssituation der Insel entschärft, indem viele Lebensmittel importiert werden. Sir Raffles führt stadtplanerische Maßnahmen durch, um einen optimalen Erfolg der Siedlung zu gewährleisten. Und 1867 wird Singapur zur britischen Kronkolonie. Bald wächst die Bedeutung von Singapur als Umschlaghafen wegen seiner geographischen Lage entlang der verkehrsträchtigen Schifffahrtswege zwischen China und Europa, nachdem 1869 der Suezkanal gebaut wird, der schnellere Überfahrten nach Europa ermöglicht. Dadurch steigen das Handelsvolumen und die Zahl der Einwohner beständig an.

    Hier lebt Georgina mit ihrem Vater in einem Haus direkt am Meer. Das kleine Mädchen ist seit dem Tod der Mutter sich selbst überlassen, der Vater, ein Kaufmann, verhält sich ihr gegenüber aus unerklärlichen Gründen gleichgültig. Georgina ist sensibel und hat sich eine eigene Traumwelt geschaffen, die anderen verschlossen bleibt. Erst in dem Jungen Raharjo, einem Angehörigen der Orang Laut, der verletzt Zuflucht in ihrem Pavillon sucht, findet das kleine Mädchen einen Menschen, der sie zu verstehen scheint. An seiner Seite wird sie zu Nilam und Jahre später zur Frau...

    Allerdings ist Raharjo ein Meeresmensch und wird vom Meer angezogen. Immer wieder hört er den Ruf und lässt Georgina für Wochen und Monate allein. Als sie feststellt, dass sie ein Kind erwartet, fühlt sie sich völlig hilflos. So nimmt sie das Angebot von Paul, einem Angestellten ihres Vaters, an und heiratet ihn. Am Tag der Hochzeit kehrt Raharjo zurück. Als er erkennt, dass er Nilam verloren hat, schwört er Rache...

    Nicole C. Vosseler erzählt eine bewegende Geschichte vor exotischer Kulisse, die mit exakt recherchiertem Hintergrund aufwartet. Die Autorin versteht ihr Handwerk und fügt gekonnt den historischen Kontext ein, ohne den Leser zu strapazieren.

    Überdies zeigt die Autorin, was sie aus der wunderbaren Sprache Deutsch komponieren kann. Denn oft liest sich der Text wie Musik.

    "Eine Ahnung von Wasser lag in der Luft, wusch sie klar, füllte sie mit einem Wellenklang, der nicht zu hören, nur zu spüren war, ein Flüstern auf der Haut."

    Ihre Schreibkunst ist von einer Üppigkeit und Sinnlichkeit, die insbesondere hinsichtlich der poetischen und Naturbeschreibungen hervorzuheben ist. Diese sind in ihrer bemerkenswerten Art und Weise geeignet, atmosphärische Stimmungen wiederzugeben und ein berauschendes Bild einer fremden Welt zu zeichnen.

    "Die ersten Wolkenbänke fingen Feuer, und unter der Glut, die von ihren Säumen hinabtroff, färbte sich das Meer rot... Die über Nacht frisch gewaschenen Wolken... waren inzwischen verrußt. Schwerfällig drückten sie sich gegen die Insel, und der vorhin noch lichtblaue Himmel schwitzte milchiggrau."

    "Wolkenschlieren maserten einen Himmel aus duftiger puderblauer Seide. Behäbig schmiegten sich ihre üppigen Schwestern an die Hügel, die sich wie weiche Moospolster an der Küste ausbreiteten."

    "Das Indigo der Nacht blutete zu einem fahlen Blau aus, verlor weiter an Kraft und wich schließlich dem zarten Gold, das das Aufgehen der Sonne verkündet."

    Der bildschönen Lyrik der Geschichte ist das Cover ausgezeichnet angepasst.

    Doch der Autorin gelingt es daneben auch, die Schattenseiten im Paradies aufzuzeigen.

    Die wachsende Wirtschaft in der Inselstadt benötigt Arbeitskräfte, zumeist sind es männliche Junggesellen, die einreisen, wodurch sich ein Ungleichgewicht von Männern und Frauen entwickelt. Wegen des geringen Frauenanteils in Singapur entstehen viele Bordelle. Prostitution ist ein florierendes Geschäft mit einem verzweigten Netzwerk nach China und Japan. Besonders bei den Chinesinnen handelt es sich in der Regel um gekaufte Frauen, die ohne Familie oder Freunde in Zeiten der Not ohne Hilfe ihr Dasein fristen müssen und kaum Geld für ihre oft erzwungenen Dienste erhalten.

    Durch die facettenreiche Darstellung der historischen Örtlichkeiten und Gegebenheiten bekommt das Geschehen eine Tiefe, die sich ebenfalls in der Ausarbeitung der Protagonisten widerspiegelt. Denn die Autorin hat Figuren mit außergewöhnlicher Präsens geschaffen. Sie sind voller Leben und empfinden neben Liebe, Zuneigung und Glück, Begehren, Mitleid, Bedauern auch Schmerz, Hass, Stolz, Rache, Wut, Schuld, Reue, Trauer... Ihre Gestaltung ist im höchsten Maße überzeugend.

    Im Mittelpunkt steht vor allem Georgina. Sie ist wie ein Diamant, hart und unbeugsam und so scharfkantig, dass man sich daran bis auf die Knochen hinunter blutig ritzen kann. Frauen wie sie sind selten, und sie sind kostbar. Man ist ein reicher Mann, wenn man das Glück einer solchen Frau erleben darf. Da lohnt es sich, Geduld zu haben. Zu kämpfen. Und doch ist dies nicht leicht, wie Paul erfahren muss. Denn irgendetwas im Wesen von Georgina trübt ihre Sicht auf das Naheliegende, Greifbare. Oftmals ist sie blind für die Wirklichkeit, lebt in einer Traumwelt, wie sie sie als Kind gesehen hat.

    Paul dagegen ist ein stiller Held. Einer, der zur Stelle ist, als er gebraucht wird und die Chance ergreift, die Frau, die er begehrt, zu heiraten. Einer, der nicht frei von Fehlern durchaus auch die eine oder andere falsche Entscheidungen trifft. Einer, der sich in seiner weitherzigen Art aufrichtig, beständig und beharrlich um die Liebe von Georgina bemüht.

    Im Gegensatz dazu ist Raharjo zwiegespalten. Bereits bei der ersten Begegnung knüpfen er und Nilam ein inneres Band, das lange, vielleicht sogar das ganze Leben halten wird. Ein Band, das nicht immer von Liebe geprägt ist. Denn obwohl die beiden sich behutsam einander nähern, ihre Gefühle füreinander vertiefen und dann sehr vertraut miteinander umgehen und ihre Wesen zu ergründen versuchen, ändert sich alles, als Raharjo Nilam verloren glaubt. Es kommt für eine lange Zeit Raharjos dunkle Seite zum Vorschein, die hart und ungerecht ist und hassen und verletzen und positive Gefühle nicht mehr zulassen will. Diese Wandlung ist nachvollziehbar geschildert.

    Mit beeindruckender Sicherheit ist der Autorin außerdem die Charakterisierung sämtlicher Nebenfiguren gelungen. Sie alle beleben den Roman in einer Weise, die die Geschichte zu einem einzigartigen Leseerlebnis macht.

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    claude20s avatar
    claude20vor 4 Jahren
    Einfach toll geschrieben

    Diese Geschichte spielt im 19. Jh. in Singapur. Einwanderer haben sich hier niedergelassen, denn hier befindet sich das Tor zu den Schätzen Asiens. Auch die kleine Georgina lebt hier mit ihrem Vater.  Aber seit dem Tod ihrer Mutter ist sie weitgehend sich selbst überlassen. Niemand übernimmt ihre Erziehung, sie ist den ganzen Tag allein und so kommt es, dass sie ihre Tage im üppig wuchernden Garten am Meer verbringt. Hier streift sie umher und findet eines Tages den verletzten Jungen Raharjo. Er gehört zum Volk der Orang Laut, den „Meeresmenschen“.  Die beiden Kinder freunden sich an. Doch eines Tages ist Raharjo einfach verschwunden, ohne einen Abschiedsgruß hinterlassen zu haben. Georgina verfällt wieder in ihre Einsamkeit, aber das Schicksal hat andere Pläne. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder in den nächsten Jahrzehnten und ihre Liebe, die aber nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer ...

     

    Mein erster Roman von Nicole C. Vosseler und ich hatte Anfangs einige Schwierigkeiten in die Geschichte und den Schreibstil der Autorin hineinzufinden. Doch glücklicherweise haben sich meine Anfangsschwierigkeiten schnell gelegt, denn ich hätte einen wirklich tollen historischen Roman vor der Kulisse von Singapur verpasst. 

     

    Im den letzten Monaten habe ich einige historische Geschichten gelesen und so langsam könnten Vermutungen laut werden, dass mich die ganzen historischen Fakten erschlagen, aber weit gefehlt. Meine Leidenschaft für diese Art von Roman ist weiterhin vorhanden, denn sie alle sind unterschiedlich, ich habe viel gelernt und ich bin sehr begeistert, wie viele tolle Schriftsteller/innen wir in Deutschland haben, die sich diesem Genre verschrieben haben. 

     

    Mit Nicole C. Vosseler habe ich wieder eine Autorin für mich entdeckt, die erstens sehr sympathisch ist, zweitens tolle und wirklich lesenswerte Bücher schreibt und die ich wahrscheinlich ohne die Plattform Leserunden.de gar nicht wahrgenommen hätte. Jetzt da ich ein Buch der Autorin gelesen und ihren Erzählstil kennengelernt und für gut befunden habe, werde ich sie so schnell nicht aus den Augen verlieren, ganz fest versprochen.


    Tolles Buch, schöne, aber nicht unkomplizierte Familien- und Liebesgeschichte, die ich natürlich gerne zum Lesen weiterempfehle. Dieser Roman hat 9 von 10 Punkte verdient.

     

    © claude

    Kommentare: 6
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    LunasLeseeckes avatar
    LunasLeseeckevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Geschichte einer unmöglichen Liebe vor der faszinierenden Kulisse Singapurs.
    Ein Rausch für alle Sinne

    Inhalt
    Die kleine Georgina wächst in Singapur auf, ihre Mutter starb, als sie noch klein war, und ihr Vater kümmert sich kaum um sie. So tobt das Kind durch den Garten und entdeckt in seinem verwilderten Teil, nahe am Meer einen alten Pavillon, wo sie Raharjo, dem Jungen aus dem Meer, zum ersten Mal begegnet. Als Georginas Vater beschließt, seine Tochter zur Erziehung nach England zu schicken, ist die Kleine am Boden zerstört. Jahre später kehrt sie als junge Blume, und sie und Raharjo begegnen sich erneut. Doch ihre Beziehung steht unter keinem günstigen Stern…

    Über das Buch

    „Zeit der wilden Orchideen“ ist mein erster Roman von Nicole Vosseler gewesen, und ich war von ihrem tollen Schreibstil und ihrer bildhaften Sprache absolut begeistert. Man konnte förmlich die Vögel zwitschern hören, die schwüle Luft auf der Haut spüren, und die Farben der Tropen vor sich sehen. Ein Fest für die Sinne in Buchform.

    Auch die Charaktere haben mir gefallen. Neben den Hauptprotagonisten Georgina und Raharjo hatten auch diverse andere Protagonisten wichtige Rollen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir der Ah Tong, der alte Gärtner der Familie, der immer eine Weisheit auf Lager hatte, und nahezu der einzige war, der Georgina in ihrer einsamen Kindheit so etwas wie Liebe entgegengebracht hat. Doch auch der Angestellte von Georginas Vater, Paul Bigelow, und die Inderin Leelavati waren wichtige Rollen, und für mich absolute Sympathieträger der Geschichte.

    Die Story spielt nicht nur in einer sehr faszinierenden Kulisse, sondern schafft es auch, neben der eigentlichen Geschichte, die Geschichte Singapurs zu erzählen. Eines kleinen Ortes, im indischen Ozean, gegründet, um Handel zu treiben, mit einem ständigen Gefühl der Unbeständigkeit, bis es sein Wesen änderte, wuchs, und zu etwas anderem wurde. Und auch die Geschichte an sich ist mit ihren Entwicklungen sehr stimmig, und hat nach dem Lesen ein sehr angenehmes Gefühl in meinem Bauch hinterlassen.

    Fazit

    “Zeit der wilden Orchideen“ ist ein ganz fantastischer Roman, der mit einer wunderbar poetischen Sprache die Geschichte zweier Menschen erzählt, die ein Band verbindet, welches in Kindertagen geschmiedet wurde. Zwischen Liebe und Hass vor dem Hintergrund des historischen Singapur. Dieser Roman konnte mich einfach begeistern, und zwar so sehr, das diverse andere Romane der Autorin direkt in mein Regal einziehen mussten. Für Fans von Liebes- und Familiengeschichten eine absolute Leseempfehlung. 

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Liebesgeschichte mit einer ungewöhnlichen Entwicklung. Lesenswert!
    Singapur im 19. Jahrhundert

    1840 in Singapur: Hier wächst die junge Georgina auf, deren Mutter schon früh gestorben und deren Vater mit seinem Geschäft beschäftigt ist. So ist Georgina oft alleine und streift im Garten am Meer umher, wo sie eines Tages auf Raharjo trifft. Er ist verletzt und wird von Georgina gesund gepflegt. Von nun an scheinen ihre Lebenswege miteinander verbunden zu sein, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn sie darf nicht sein.

    Mein Leseeindruck:

    Mir hat es viel Freude gemacht, dieses schöne Buch zu lesen. Die Sprache ist sehr blumig und poetisch, was gut zur Geschichte passt. Die Figuren sind gut beschrieben, so dass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Auch machen sie eine Entwicklung durch - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Einen der Protagonisten, den ich am Anfang noch sehr gerne hatte, mochte ich am Ende gar nicht mehr. Dafür wurde mir ein anderer Protagonist immer sympathischer.

    Auch die Kulisse - Singapur im 19. Jahrhundert - ist unglaublich interessant und faszinierend. Ich habe mich zuvor nie wirklich mit Singapur beschäftigt, dabei ist es wirklich spannend zu lesen, wie es sich entwickelt hat.

    Sehr gut gefallen hat mir auch das Nachwort der Autorin. Gerade in Historischen Romanen mag ich es sehr, solche abschließenden Worte zu lesen.

    Insgesamt gesehen ist das Buch unbedingt lesens- und empfehlenswert!  

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Spannende Liebes, Familien- und Stadtgeschichte

    Singapur, um 1840. Georgina wächst hier auf und liebt das Leben in Singapur. Ihr Vater führt ein Handelskontor, ihre Mutter ist schon vor einigen Jahren gestorben. Die Angestellten kümmern sich um das Mädchen, aber insgesamt führt Georgina ein recht freies, aber auch einsames Leben. Das Wäldchen in ihrem Garten zieht sie magisch an und dort träumt sie sich in Geschichten hinein. Eines Tages findet sie dort einen schwerverletzten Jungen und kümmert sich heimlich um ihn. Es gelingt ihr, seine Verletzungen zu behandeln und die beiden freunden sich an, obwohl Raharjo ein Einheimischer ist und sie die Tochter eines wohlhabenden Weißen.

    Ihre Lebenswege kreuzen sich in den folgenden Jahrzehnten immer wieder, sowohl im Guten wie auch im Bösen. Sie stoßen aufeinander, ziehen sich an und stoßen sich ab, doch immer besteht zwischen ihnen etwas ganz Besonderes. Dennoch führen sie beide auch ein anderes Leben und für die Menschen an ihrer Seite ist es nicht immer einfach.

    Der Zufall (oder das Schicksal?) spielt eine große Rolle in diesem Buch und das: was wäre wenn? Wie wäre das Leben der Protagonisten verlaufen, wenn sie an manch einer Stelle anders gehandelt, etwas gesagt oder lieber geschwiegen hätten? Hätten sie ihr Leben anders führen können und hätten sie das im Nachhinein überhaupt gewollt? Wer kann das schon sagen?

    Im Nachwort erzählt die Autorin, wie sie bei ihrem ersten Besuch in Singapur völlig überfordert von dieser riesigen Stadt war, wie Singapur sich dann aber doch nach und nach in ihr Herz gestohlen hat und somit den Weg für diese Geschichte bereitet hat. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei besonderen Menschen, sondern vielmehr die Geschichte über die Entwicklung Singapurs. Immer wieder streut die Autorin Zahlen und Fakten ein, die das imposante Wachstum und die Entwicklung dieser Stadt veranschaulichen.

    All dies geschieht in einer sehr blumigen Sprache, in die ich mich auf den ersten Seiten erst einmal hineinfinden musste, die für mich dann aber wunderbar zur Handlung und Geschichte passte.

    Das Ende ist ungewöhnlich und lässt in manch einer Beziehung Raum für eigene Gedanken, insgesamt aber ist es ein versöhnlicher Abschluss einer spannenden Liebes, Familien- und Stadtgeschichte!

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    Imlammenienvor 4 Jahren
    Spannende Liebes- und Familiengeschichte vor einem exotischen Hintergrund

    Singapur in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Mutter wächst die kleine Georgina halbwild und von ihrem Vater unbeachtet auf. Als sie eines Tages einen schwerverletzten Jungen findet und diesen gesundpflegt, ändert sich ihr Leben für immer. Raharjo, der Junge aus dem Meer, und die einsame, phantasiebegabte Georgina knüpfen ein magisches Band, dass auch nicht reißt, als sie sich Jahre später wieder gegenüberstehen und das sie auch in den nächsten Jahrzehnten immer wieder aneinanderfesseln wird…

    In einer sehr poetischen, bildgewaltigen Sprache beschreibt Nicole C. Vosseler die Geschichte von Raharjo und Georgina, die auch gleichzeitig die Geschichte ihrer Familien, die Geschichte verschiedener Kulturen und die Geschichte Singapurs im 19. Jahrhundert ist. Viel Unausgesprochenes bestimmt die Geschicke der Figuren und führt schließlich zu einem dramatischen Höhepunkt, bei dem die Familiengeheimnisse mehrerer Generationen endlich ihre Auflösung erhalten.

    Zunächst musste ich mich an die blumige Sprache gewöhnen, die auf den ersten Seiten meinem Empfinden nach die Handlung zur erdrücken drohte. Allerdings überdauerte dieser Eindruck nur die ersten Seiten, dann nahm mich die Geschichte gefangen. Georgina und (besonders) Raharjo habe ich als sehr sperrige Hauptfiguren empfunden, was aber der Freude an der Geschichte keinen Abbruch tat, weil sie stets glaubhaft und nachvollziehbar handelten. Dazu kamen eine Vielzahl interessanter und zum Teil liebenswerter Nebenfiguren, die auf sehr angenehme Weise zu Kolorit der Geschichte beigetragen haben.

    FAZIT: Eine wirklich empfehlenswerte Liebes- und Familiengeschichte mit einem unerwarteten Ende in einem exotischen Setting!

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    JanaBabsis avatar
    JanaBabsivor 4 Jahren
    Alles wäre anders gekommen wenn .......

    Die kleine Georgina lebt seit dem Tod ihrer Mutter in ihrer eigenen Welt. Ihr Vater versteckt sich hinter seiner Trauer und investiert jede freie Minute in die Firma. So bleibt Georgina den ganzen Tag sich selbst überlassen und verbringt ihre Zeit überwiegend in einem kleinen Pavillon der in einer verwucherten Ecke des Grundstücks steht.

    Eines Tages spült das Meer einen verletzten Jungen an den Strand. Georgina findet ihn und versteckt ihn in ihrem Pavillon und trotz ihrer 9 Jahre schafft sie es den jungen Raharjo gesund zu pflegen. Sie werden in diesen Tagen so etwas wie Freunde aber dann trennen sich ihre Wege.

    7 Jahre später treffen sie sich zufällig wieder und dieses Zusammentreffen verändert das Leben vieler Menschen, nicht nur das von Raharjo und Georgina.

    Fazit:

    Das Buch „Zeit der wilden Orchideen“ ist mein erstes Buch das ich von Nicole C. Vosseler lese und ich habe mich am Anfang seeeeehr schwer getan mit dieser Lektüre. Ich empfand den Schreibstil als anstrengend am Anfang, überaus bildhaft und man bekommt als Leser viele Informationen – manchmal waren mir die Informationen so viel, dass ich den eigentlichen Erzählstrang aus den Augen verloren habe.

    Aber hier zeigte es sich für mich wieder einmal, dass es sich durchaus lohnen kann einem Buch eine Chance zu geben. Entweder hat sich der Stil im Verlauf des Buches verändert oder es störte mich nicht mehr, was mich auf den ersten Seiten so sehr genervt hat.

    Nicole C. Vosseler hat es tatsächlich geschafft mich mit der Geschichte von Georgina und Raharjo einzufangen und zu verzaubern. Ich konnte eintauchen in ein Singapur des 19. Jahrhunderts und fast 50 Jahre Familiengeschichte miterleben. Liebe und Hass, Eifersucht und Vergeltung .... alles ist vorhanden und macht das Buch spannend und abwechslungsreich.

    Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und verändern sich im Laufe der Gesichte immer wieder – zum Vorteil, zum Nachteil .... je nach Schicksalsschlag. Mein anfänglicher Unsympath hat sich bis zum Ende des Buches zum äußerst liebenswerten Menschen gewandelt.

    Georgina ist aufgrund ihrer Kindheit sehr zerrissen in ihrem Tun und Handeln. Sie wandelt sich am häufigsten im Laufe der Jahre. Raharjo ist recht beständig in seinem Charakter und er geht seinen eingeschlagenen Weg oftmals ohne nach rechts oder links zu schauen. Beide sind aber genau deswegen sehr interessant und nicht langweilig.

    Bei der Beschreibung der Schauplätze spürt man, daß die Autorin diese Plätze selbst besucht hat um sie dem Leser schriftlich nahe zu bringen.

    Auch wenn ich es am Anfang nicht hätte glauben wollen – ein wunderschönes Buch, das mir viele schöne Lesestunden beschert hat. Und zum Ende hin hätte das Buch gerne noch mehr Seiten haben dürfen. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Goldmann_Verlags avatar

    "Meine Bücher entstehen aus Liebesgeschichten. Aus der Liebe zu einem Schauplatz, einem Kulturraum. Zu einer historischen Persönlichkeit oder einer Romanfigur, zu einem bestimmten Thema oder auch nur einer Idee. (...) Bei diesem Buch war alles anders", so Nicole Vosseler.  Aus ihrer Faszination für Singapur, einer Stadt, die im Sturm ihr Herz eroberte, entstand ihr neuer Roman "Zeit der wilden Orchideen".

    Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens und ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer ...

    Wer eines der 25 Verlosungsexemplare gewinnen und mit der Autorin über ihren Roman diskutieren möchte, beantwortet uns bitte folgende Frage: Welches Land / welche Stadt / welcher Ort hat euch tief beeindruckt und würdet ihr als euren Sehnsuchtsort bezeichnen - und warum?

    Wir freuen uns über eure Teilnahme, die Leserunde endet am Sonntag, 21.9.2014 um 24 Uhr.

    Eine Leseprobe, in die ihr schon mal hinein schnuppern könnt, findet ihr auf unserer Homepage unter http://bit.ly/1oIOK9M

    Nicole_C_Vosselers avatar
    Letzter Beitrag von  Nicole_C_Vosselervor 4 Jahren
    Danke, Phini, fürs Lesen und für Deine Rezension! :0)
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