Die Magie der Namen

von Nicole Gozdek 
4,2 Sterne bei271 Bewertungen
Die Magie der Namen
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Positiv (212):
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Ich war anfangs nicht ganz überzeugt von dem Buch, doch als ich dann begonnen hatte, habe ich es innerhalb von wenigen Stunden verschlungen.

Kritisch (14):
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Eine coole Idee wurde mit Vollgas gegen die Wand gefahren. Das Thema der Namen wurde katastrophal schlecht umgesetzt.

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Inhaltsangabe zu "Die Magie der Namen"

In Mirabortas bestimmt allein dein Name, wer du bist. Er entscheidet, welchen Beruf du ausübst, ob du Vermögen hast, ja, sogar wie du aussiehst. Denn jedem Namen wohnt eine einzigartige, unsterbliche Magie inne. Der 16-jährige Nummer 19 wünscht sich nichts sehnlicher, als einen großen Namen zu erhalten, der sein Leben als Außenseiter beendet. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Sein Name, Tirasan Passario, ist den Gelehrten gänzlich unbekannt. Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm jetzt noch Auskunft über seine Identität geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492281294
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.06.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.03.2016 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Sombralunas avatar
    Sombralunavor 2 Monaten
    Die Magie der Namen

    Meinung: Zu meiner Schande und auch durch private Probleme und Ereignisse lag dieses Buch fast 2 Jahre ungelesen in meinem Regal. Nun konnte ich es endlich lesen und ich muss sagen mich hat diese Geschichte sehr erfrischt. Ganz anders wie die ganzen klassischen Fantasy-Bücher im High-Fantasy Bereich, ist es einfach mal etwas ganz anderes wie das Klischee. 

    Der Schreibstil ist sehr locker und einfach und durch große Buchstaben kommt man schnell voran mit der Geschichte. Ganz toll finde ich auch die verschiedenen kleinen Vorsätze vor jedem Kapitel die quasi kurz den Inhalt des Kapitels aussagen. 
    Es wird hauptsächlich aus der Sicht des jungen Tirasan geschrieben, was mir hier auch gefällt ist das Tirasan (Nummer 19) auch nicht der typische Protagonist ist, sondern erst alles noch lernt und auch sich noch entwickelt. Die Neben-Charaktere und Freunde von ihm sind ebenfalls sehr interessant, vor allem da auch aus früheren Rivalen Freunde entstehen können. Es muss ja nicht alles immer bei Feind bleiben. 
    Auch sehr schön ist die Karte vorne und hinten im Buch, sowas mag ich ja immer sehr gerne, hier kann man sehr schön die Reise von Tirasan und seinen Freunden nachverfolgen. Das Cover finde ich ebenfalls sehr schön gewählt mit den verschiedenen Namen die ineinander verlaufen. 
    Die Handlung an sich war wie gesagt sehr interessant, nur etwas zäh, ich kam zwar schnell voran mit der Geschichte, aber es zwar jetzt nicht unbedingt so das pure Action herrschte. Sie lief halt so dahin, es gab zwar das ein oder andere womit man am Anfang echt nicht rechnen würde. Viele Wendungen und auch die Vorgeschichte lässt ein "Aha" da, aber speziell das Ende muss ich sagen war mir persönlich ein wenig zu schwach. Es hat einen gegen ende schon ein wenig angestachelt, das gleich was großes passiert. Man wartet und wartet drauf und dann schlägt man das Buch zu und denkt sich... "das wars schon?". Also aus meiner persönlichen Meinung, hätte man aus dem Ende noch bisschen mehr raus holen können. 
    Anfangs dachte ich jedoch, dieses Buch wäre ein Einteiler, aber ich wurde eines besseren belehrt, denn ich habe den zweiten Teil "Die Magie der Lügen" bereits im Handel gesehen und werde mir diesen Teil natürlich auch bald noch zu Gemüt führen. Besonders interessiert es mich ja wie nach diesem Ende sich die Welt von Mirabortas verändern wird und was das für Auswirkungen haben wird. Ob es denn so gut ist wie es endet..?    

    Fazit: Alles in Allem fand ich es eine sehr schöne Idee, die ich auf jeden Fall noch weiter verfolgen werde.  Sehr abwechslungsreich und erfrischend. Auch wenn mir das Ende nicht ganz so zusagte, bzw. nicht ausreichte, bin ich doch gespannt wie die Geschichte um Tirasan und seine Gefährten weitergeht. Wird wohl aber erst mal um eine andere Person gehen, trotzdem bin ich schon sehr gespannt. 
    Wer also gerne mal bisschen von die Klischee der High-Fantasybücher weg möchte und es etwas ruhiger hat, der ist mit "Die Magie der Namen" ganz gut bedient. Es zeigt einem auch mal eine andere Version der Magie und eine Welt wie wir sie noch nicht kennen. Eine Empfehlung ist von mir auf jeden Fall da und dafür gibt es dann auch... 

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    Vilyas avatar
    Vilyavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Die Atmosphäre die diese Story kreiert ist absolut magisch
    Trotz einiger Schwächen, mein Buch des Jahres 2017

    Ich liebe dieses Buchs sehr. Kaum eine Geschichte hatte mich so fangen können wie diese die Nicole Gozdek mir so wunderschön präsentiert hat. Meine Empfehlung: Lest es am Abend im Bett, mit nichts als Kerzenschein der die Seiten auf zauberhafte Art und Weise beleuchtet! ;)

    Ich muss sagen, der Schreibstil ist schwierig. Das Problem ist, dass die Autorin viel zu schnell von Szene zu Szene springt. Es fällt nicht zu gross auf, da die Geschichte einem zu sehr fesselt, aber manchmal stört es dann doch. Verbessern hätte man es können, in dem man weichere Übergänge  geformt hätte und die Situationen ein bisschen länger hätte ausklingen lassen. Allerdings kann ich da gerne ein Auge zudrücken, da die Story wirklich entschädigt.

    Die Charaktere allerdings waren nicht unbedingt die aussergewöhnlichsten. Keiner von ihnen ist mir jetzt aus einem speziellen Grund aufgefallen und allgemein wirkte alles ein bisschen schwammig.

    Für alle Fantasy/ Jugendbücher fans muss ich sagen: Es ist es wert. Ich finde es ist ein sehr gutes Beispiel einer Welt mit einem so komplexen System, dass es überrascht, dass sich jemand so etwas ausdenken konnte. Props!

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    Chucksters avatar
    Chuckstervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Idee, doch mit einigen Schwächen.
    Interessante Idee, doch mit einigen Schwächen.

    Alles in allem finde ich die Idee zu dem Buch echt super, aber mir fehlt die Ausarbeitung, alles in allem wirkt es auch sehr konstruiert und man fragt sich, ob das wirklich funktionieren kann bzw. dass es so nicht funktionieren kann (einjährige  Kinder liegen zu  hunderten in einem Raum und werden minimal betreut, ohne große Zuwednung, dass diese das nicht mit einem Schaden davon kommen können, ist eigentlich klar, aber hier wachsen alle Kinder ganz normal auf, auch wenn sie im weiteren nicht wirkliche Zuwendung bekommen).

    Was mir gut gefallen haben, waren die kleine Abschnitte vor dem Kapitel, die ein wenig die Namensmagie und die Gesetzte erklären sollte, auch sind die Beschreibungen des Systems gut in die Beschreibung miteingeflossen. Dennoch fand ich alles sehr oberflächlich und stellenweise etwas widersprüchlich. Es gab Bestimmungen zu Ein- /Zwei- Dreigliedrigen usw. Namen und ihren Stand in der Gesellschaft, eingliedriger Namen sind bedeutend während 5 gliedrige eigentlich nichts bedeuten und froh sein müssen, dass sie irgendwo unterkommen. Allerdings habe ich an keinem Namen erkannt, was an diesem jetzt Eingliedrig z.B. an Rustan sein soll oder Zweigliedrig an Tirasan. Auch die Namen mit mehr Gliedern haben sich nicht wirklich von den anderen abgehoben. Es wurde gesagt das Nummern keinen Besitz haben dürfen, dennoch besitzt Tirasan schon eigene Kleidung, als er die Schule verlässt.

    Die Beziehungen sind für mich nicht nachvollziehbar und verändern sich nach der Namensgebung von jetzt auf gleich, ohne erkennbaren Grund. Die Nebencharaktere bleiben oberflächlich und dafür dass sie so bedeutend sind, bleiben sie Mittel zum Zweck.

    Spannung hat sich während des Buches eigentlich nicht wirklich aufgebaut, Gefahren waren sehr schnell aufgelöst, oder als es spannend wurde, wird auf einmal abgebrochen und die Geschehnisse werden nacherzählt, was dem ganzen sehr viel Wind aus den Segeln nimmt.

    Im Laufe der Geschichte gab es ein paar Wendungen, die ich nicht auf dem Schirm hatte, aber einiges war doch eher vorhersehbar. Was mir nicht gefallen hat, das sehr vielversprechende Stränge mit den Namenlosen sich einfach im Sand verlaufen.

    Das Ende gefällt mir nicht, das war mir zu einfach "plopp" und so war es halt, zudem sich das meiner Meinung nach auch mit vorhergeschriebenen über Fähigkeiten und ihre Auswirkungen beißt. Nach der Auflösung fand ich es auch sehr unlogisch, dass wirklich niemand was mit dem Namen anfangen konnte.

    Alles in Allem ist es ein Buch, welches sich sehr schnell lesen lässt, aber so wirklich überzeugt hat es mich nicht. Aber da ich den zweiten Teil schon zu Hause habe, werde ich diesen auch noch lesen.

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    Lesemama1970s avatar
    Lesemama1970vor 7 Monaten
    Magie die einen Namen hat

    Die Magie der Namen: Roman ist im Juni 2017 von Nicole Gozdek beim Piper Taschenbuch Verlag erschienen.

     

    Inhalt:

    Es ist der große Tag für Nr. 19. Heute erhält er seinen Namen. Nichts wünscht er sich mehr, als ein bedeutender Name zu sein. Sein Erzfeind Nr. 2 kann es auch an diesem Tag nicht lassen Nr. 19 zu beleidigen. Als bei der Namensgebung alle Nummer sich durch die Namensmagie verändern, bleibt bei Tirasan Passario, ehemals Nr. 19, alles beim alten. Ist der Namensfinderin ein Fehler unterlaufen, und wer ist Tirasan Passarion dessen Namen niemand zu kennen scheint?

     

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch von einer Bekannten ausgeliehen bekommen. Es ist ganz sicher nicht mein letztes Buch welches ich von Nicole Gozdek gelesen habe. Teil zwei wird bald den Weg zu mir antreten. Zuerst empfand ich das Cover nicht spektakulär. Jetzt wo ich das Buch gelesen habe, passt das Cover zu 100% zum Inhalt der Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, spannend und fesselnd. Von Beginn an war ich von dem Buch begeistert. Es ist alles so wahnsinnig gut beschrieben. Sei es die Schule in der die Nummern aufwachsen, die Zeremonie der Namensgebung, die Reise nach Himmelstor oder Himmelstor selbst. Ich hatte beim lesen richtig das Gefühl dabei zu sein. Die Charaktere, ob als Nummer oder als Name, werden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Nr. 1 später Rustan Polliander mit seiner ruhige aber doch respekteinflößenden Art, Nr. 2, Baro Derada, der nie ein gutes Haar an Nr. 19 gelassen hat und es als Name auch nicht lassen kann, Nr. 5, Nelia Wabloo, die geheimnisvolle und Nr. 9, Allira Varianda, die berühmte Sängerin, könnten nicht unterschiedlicher sein. Und doch werden sie die Reise nach Himmelstor gemeinsam unternehmen. Die gefahren denen sie sich auf ihrer Reise stellen müssen, sind nicht ohne. In Himmelstor angekommen denkt Tirasan das schlimmste überstanden zu haben, er sollte sich gewaltig irren. Wer ist er, was hat sein früheres ich getan? Diese und noch viel mehr Fragen die im laufe der Zeit auftreten hat die Autorin alle Beantwortet. Am liebsten würde ich in Mirabortas bleiben und den Protagonisten weiter zuschauen was sie noch erleben. Es gab auch Dinge die mir in dem Buch nicht so gefallen haben. Das waren unter anderem die komplizierten Namen und Dynastien. Auch das Ende lies mich etwas ratlos zurück. Da wird ja hoffentlich mit dem zweiten Band Klarheit geschaffen.

     

    Fazit:

    Ein wahnsinnig beeindruckendes Buch welches Nicole Gozdek hier geschrieben hat. Die Magie in der Geschichte ist so anders als in vielen Fantasy-Geschichten. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas Ähnliches schon mal gelesen zu haben. Jeder der eine Fantasy-Geschichte fern ab von Elfen, Trollen und Co. lesen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Ich bin mir sicher, ihr werdet es nicht bereuen. 5* sind nicht genug um mein Lesevergnügen anzugeben.

     

    Produktinformation

    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 2943 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 368 Seiten

    Verlag: Piper ebooks (1. März 2016)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B01860TR2C

    Preis: 8.99 Euro

    Taschenbuch: 368 Seiten

    Verlag: Piper Taschenbuch (2. Juni 2017)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 349228129X

    ISBN-13: 978-3492281294

    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

    Preis: 9.99 Euro

    Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

    Verlag: ivi (1. März 2016)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3492703879

    ISBN-13: 978-3492703871

    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre

    Preis: 16.99 Euro

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    Der_Buchdraches avatar
    Der_Buchdrachevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine coole Idee wurde mit Vollgas gegen die Wand gefahren. Das Thema der Namen wurde katastrophal schlecht umgesetzt.
    Eine onomastische Katastrophe

    Mit seinem Namen wurde einem Menschen auch seine Seele gegeben, sagten sich bereits die alten Germanen. Und den Spruch »Nomen est omen« kennt sicher jeder. Namen haben eine Bedeutung, vielleicht auch eine gewisse Macht. Nicole Gozdek hat das in ihrem Jugendfantasy-Roman »Die Magie der Namen« auf die Spitze getrieben und Namen mächtige Magie zugeschrieben.

    Zu Beginn ihres Lebens sind alle Menschen bloße Nummern. Wenn sie sechzehn Jahre alt werden, wird ihnen ihr Name verliehen, der ihr ganzes weiteres Leben bestimmt. Denn wer einen Namen bekommt, wird durch die Namenmagie erst wirklich zu einer Persönlichkeit. Nummer 19 träumt davon, ein großer Name zu werden. Als seine Namenzeremonie kommt und er den Namen Tirasan Passario bekommt, ist er jedoch enttäuscht. Niemand scheint den Namen zu kennen und wirklich etwas hat sich durch die Namenmagie auch nicht verändert. Wer also ist Tirasan Passario? Tir und seine Freunde brechen also zum großen Namensarchiv auf, um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen.

    Der Roman schreit förmlich danach, unter onomastischen, das heißt namenkundlichen Aspekten gelesen zu werden. Und ja, Namenkunde und nicht NamenSkunde, da fängt es ja schon an mit den Dingen, die mich fuchsig gemacht haben …

    Die Leseprobe hatte sehr vielversprechend geklungen, und die Grundidee des Romans ist noch immer sehr cool. Die Umsetzung ist dagegen eher semispektakulär, fast schon ordinär und langweilig im Vergleich zu dem, was versprochen wurde.

    Das Hauptproblem, das ich sehe, ist, dass der Roman nur an der Oberfläche der Namenthematik kratzt. Wir finden hier nichts Namenkundliches, das über das hinaus geht, das jeder Laie sich auch so, ohne sich jemals mit Onomastik beschäftigt zu haben, zusammenreimen kann, was ausgesprochen schade ist. Man hätte so viel mehr da raus holen können! 

    Das Namensystem ist schlicht, fast schon arm, da die Namengebungsmotivik ausschließlich aus Berufsnamen besteht. Die Vornamen sind nicht gegliedert, eine Bedeutung ist nicht gegeben. Man erfährt nur, dass Vornamen mit weniger Gliedern bedeutsamer sind – was auch immer das heißen mag. Zumal das anscheinend nicht konsequent durchgezogen ist. Tirasan ist angeblich ein zweigliedriger Name, wenn sich die Glieder aber nicht nach dem Augenscheinlichen, den Silben, richtet, so wurde das nie angesprochen und Tirasan ist demnach eigentlich doch ein dreigliedriger Name. Wie die Vornamengebung motiviert ist, wird also schon einmal absolut nicht ersichtlich, was im Angesicht der Thematik schwach ist.

    Und dann liest man noch Aussagen wie diese: »Spitznamen, die keine Namen sind«. Ja, was denn sonst? Käsekuchen? Natürlich sind Spitznamen Namen, selbst wenn man jemanden »Hinkebein« oder dergleichen nennt! Sie sind sogar so sehr Namen, das das eine der Quellen für unsere heutige Familiennamenmotivik ist.

    Die Charaktere bleiben eher flach. Nachdem sie ihren Namen bekommen haben, werden sie ausschließlich von der Namenmagie bestimmt, ihre vorigen Charakterzüge scheinen nicht mehr die allergrößte Rolle zu spielen. Auch das hätte man vertiefen können, ebenso den Umstand, dass Kinder spätestens ein Jahr nach ihrer Geburt in Schulen gegeben werden. Das wird gemacht, damit ihre Eltern nicht in Versuchung geraten, ihnen einen Namen zu geben und vorzeitig die Namenmagie zu erwecken, was tödliche Folgen haben kann und daher verboten ist. Aber was macht es mit einem Kind, wenn es in einer fast schon sterilen Umgebung eines Internats aufwächst, ohne elterliche oder andere Fürsorge (denn es wirkte nicht so, als würden die Pfleger groß eine Bindung zu den Kindern aufbauen wollen) und nur mit einer Nummer, mit der ihnen jegliche Individualität abgesprochen wird. Ganz ehrlich: Warum zeigt niemand Spuren dieser Behandlung? Das prägt einen doch, selbst wenn man es nicht anders kennt! 

    Nebst den Charakteren können auch die Dialoge nicht immer überzeugen. Im Rahmen eines Jugendbuches finden sich hier keine völlig hochgestochenen Formulierungen, was also durchaus angemessen ist. Allerdings wirken die Dialoge streckenweise sehr aufgesetzt und gekünstelt und lesen sich nicht immer wie ein tatsächliches Gespräch.

    Abgesehen von der Grundidee, die trotz der gescheiterten Umsetzung schon sehr cool bleibt, kann man dem Roman zumindest zugutehalten, dass er sich sehr schnell liest. Man ist durchaus an einem Nachmittag damit durch.

    Der Roman verspricht viel und hält wenig davon. Sehr schade, denn die Grundidee hat auf jeden Fall etwas. Der Gewinner des #erzaehlesuns Awards 2016 von Piper auf Wattpad hat auf jeden Fall extrem viel Luft nach oben und nur wenig nach unten. Man sollte den Roman also auf keinen Fall unter onomastischen Gesichtspunkten lesen, denn dem kann er nicht standhalten.

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    O
    OffenSchreibenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe mich in diese Geschichte verliebt.
    Magische, lesenswerte Welt

    Die Geschichte wird aus der ersten Person von Nummer 19 oder später Tir erzählt. Er hat seine eigene Stimme, di super entwickelt ist. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, dass er mit mir redet. Dass er wirklich erzählt und ich nicht ein Buch in der Hand halte, dass jemand anderes geschrieben hat. Er schildert die Welt vollkommen aus seiner Sicht, was so toll umgesetzt ist, dass es mich inspiriert hat.
    Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich leicht lesen, wenn man sich an ihn gewöhnt hat. Wie gesagt ist Tir sein eigener Mensch und für jeden Menschen braucht man erst einmal eine Sekunde, um sich an seine Sprache zu gewöhnen. Was, wenn ihr mich fragt, Tir noch mehr Fleisch auf die Rippen zaubert. Und einmal im Schreibstil drin, hat es mich eingefangen und ich musste mich zwingen das Buch wieder aus der Hand zu legen. Was ich auch nur tat, um länger etwas von dem Buch zu haben.
    Der Klappentext verspricht ein Abenteuer, auf das man mit Tir geht. Und er lügt nicht. Es ist ein Abenteuer mit Ecken und Kanten. Eine Reise, die immer wieder überrascht und in sich selbst schlüssig ist. Mit ein paar Dingen habe ich so nicht gerechnet. Sie kommen wie aus dem Nichts, aber auch nicht ohne Berechtigung. Sie haben ihr Fundament in der Geschichte und konnten mich doch „on the edge of my seat“ halten.
    Die Welt ist magisch und wundervoll. Sie ist reich an Details und doch nicht übermäßig beschrieben. Ich konnte mir selbst einen Kopf machen und wurde dennoch nicht im Regen stehen gelassen. Ja ich möchte sogar sagen, dass ich mich etwas in Miabortas verliebt habe. Ich wäre gern bei Tir in Tummersberg gewesen und hätte mir die Reise durch den Holzwald angesehen. Gott, wie gern würde ich die Terrassen von Himmelstor mit eigenen Augen sehen können.
    Schon allein, wie viele Namen jemand hat, zeigt an, wie mächtig er ist. Leute, die nur einen Vor-und einen Nachnamen haben sind die mächtigsten. Kommt noch ein Name dazu ist seine Stellung geringer und noch ein weiterer Name gehört zu der untersten Kategorie. So zeigt sich auch die Stellung in der jeweiligen Dynastie (Beruf).
    Auch das System, wie Kinder behandelt werden wird absolut schlüssig erklärt. Warum sie nicht von ihren Eltern aufgezogen werden und keinen Namen sondern nur eine Nummer bekommen ist nachvollziehbar und lässt die Welt noch reicher sein. Dies wird noch durch den Fakt unterstrichen, dass nicht jeder mit dem System einverstanden ist. Es gibt Ausbrecher und Andersdenker, was beim Worldbuilding verdammt wichtig sein kann. Und das wird hier eindrucksvoll gezeigt.
    „Das Gesetz?“ Sie lachte. „Eine treffliche Antwort! Das ist kein Grund! Wenn Namensmagie so stark ist, dass sie jeden jungen Erwachsenen am Tag der Namensgebung verändert, was schadet es denn, wenn mein Sohn bei mir aufwächst?! Verratet es mir!“ -Seite 170
    Die ganze Sache mit den Namen ist wundervoll geschildert. Es ist ein wenig wie Wiedergeburt mit Magie. Magie in den verschiedensten Ausführungen. Es gibt Leute, die andere bezirzen, Menschen, die die Elemente unter sich haben und auch Heiler. Und dann gibt es Namen, die von allem ein wenig können, aber nichts perfekt Nicht zu vergessen legendäre Krieger, die auf einmal in die gerade volljährig gewordenen fahren, oder Verwalter, Diener, Händler. Die ganze Weisheit eines Menschen fährt in einen Jugendlichen, ohne sich an sein vorangegangenes Leben zu erinnern. Und das wird einfach wundervoll rübergebracht.
    Die Charaktere in der Geschichte sind rund. Sie haben ihre Eigenheiten und fallen nie aus ihrem eigenen Rahmen. Auch hier steckte so nglaublich viel Herzblut drin. Und darf ich sagen, wie sehr mir Rustan ans Herz gewachsen ist. Die Autorin hat mich, mit meiner Vorliebe für loyale Charaktere voll erwischt. Er war super und immer für seine Freunde da, auch, wenn er sich selbst in Gefahr gebracht hat.
    Die Gruppe um Tir begann mehr als Feinde. Da Tir nur eine zweistellige Nummer war, wurde er eher aufgezogen. Erst, als Rustan ihn aufspürt, folgt auch der Rest. Doch mit der Reise und ihren Ereignissen wachsen sie zusammen und das fühlt sich absolut natürlich an. Sie werden Freunde Stück für Stück. Alles vollkommen gerechtfertigt und nachvollziehbar. 
    Die Gefühlswelt von Tir wird so toll beschrieben, dass ich nicht anders konnte, als mit ihm zu leiden, mich zu freuen und insgesamt einfach bei ihm zu sein. Er ist so wundervoll ausgearbeitet. 
    Die Ellusan, die Tir seinen Namen gibt, ist zwar „nur“ ein zweitrangiger Charakter, aber immer wenn sie auftaucht, erfüllt sie den Raum. Sie hat eine Präsenz, die durch die Zeilen blutet, als wäre sie da. 
    „Ihr verbohrten Narren! Ihr glaubt zu wissen, was Namensmagie ist? Was einen Namen ausmacht? Schall, Rauch und Knalleffekte? Je größer der Name, desto mehr knallt es? Ihr irrt euch! Je größer der Name, desto mehr blitzt Wissen, Vertrauen. Die Seele, die sich entfaltet! Alles andere ist unwichtig...“ -Seite 36
    Und dann sind da noch diese unglaublich schönen Moment im Buch. Diese kleinen Lichtblicke im Dunkel, die alles ein wenig auflockern und greifbarer machen. Momente in denen die reiche Sprache, die verwendet wird, einfach nur so unglaublich schön sind.
    „Habt ihr schon mal den Klang der Sonne gehört, der Melodie von Zuhause gelauscht?“ –Seite 119
    Fazit:
    Es ist nicht nur, wie von Michael Peinkofer auf dem Einband geschildert „ein magisches Debüt“. Nein, es hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Diese Geschichte war so toll, so voller unerwarteter Wendungen, Überraschungen, Magie, Freundschaft, Sehnsucht und Suche nach einem Zuhause, dass ich schockverliebt bin. Dieses Debüt fühlt sich für mich so nach mehr an, dass ich diese Autorin garantiert nicht mehr aus den Augen lassen werde. Ich will einfach wissen, was sie sich als nächstes wunderbares einfallen lässt.

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    Tintenklexs avatar
    Tintenklexvor 9 Monaten
    Wunderbare Idee!

    "Die Magie der Namen" hat mich sofort angesprochen, weil es ein Thema anspricht, das einem täglichen über den Weg läuft: Unsere Namen. Mit bestimmten Namen assoziiert man gleich bestimmte Charaktereigenschaften - ob das nun stimmt, oder nicht.
    In diesem Buch ist diese Idee sehr gut umgesetzt. Denn hier bestimmt der Name einfach alles über dich - aber manchmal birgt ein einzelner Name auch eine Macht, mit der niemand gerechnet hat ...
    Nach einem rasanten Anfang ebbte die Geschichte leider für ein paar Kapitel etwas ab, um dann wieder an Fahrt aufzunehmen. Es hat mir gut gefallen, wie der Protagonist "begleitet" wurde. Man konnte seine Entwicklung förmlich vor sich sehen und hat mit ihm gezittert und gehofft. Und am Ende war man ebenso überrascht wie er - auf eine gute Weise.
    Ja, es gibt eine Fortsetzung, aber meiner Meinung nach kann man dieses Buch auch für sich allein lesen. Es bleiben zwar ein paar Fragen offen, aber insgesamt ist die Geschichte sehr rund.
    Ein Buch für alle, die Fantasy mögen und sich schon immer gefragt haben, wie viel Macht ein Name wirklich hat;)

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Originelle und unterhaltsame Geschichte über magische Namen, aber mit einigen Schwächen
    Magisch-originelle Geschichte mit einigen Schwächen

    "Namensmagie ist Erkenntnis, Wissen, Vertrauen. Die Seele, die sich entfaltet." (S. 36)

    Alles, wovon Nr. 19 träumt, ist ein großer und bedeutender Name. Denn im Lande Mirabortas sind Namen der Schlüssel zur Seele und versprechen einzigartige Magie. Doch die Namensgebung verläuft anders als gedacht. Nr. 19 erhält einen völlig unbekannten Namen: Tirasan Passario. Von Magie auch keine Spur. Noch weiß Tirasan nicht, wer er wirklich ist und erhofft sich nähere Auskünfte im Namensarchiv der Hauptstadt Himmelstor. Dort müssen sich alle neuen Namen registrieren. Eine schicksalhafte und gefährliche Reise beginnt.

    "Die Magie der Namen" stammt aus der Feder von Nicole Gozdek. Ein unterhaltsames Fantasydebüt, das aber auch einige Schwächen aufweist.

    Die Grundidee finde ich auf jeden Fall originell. Alles dreht sich hier um Namen, die das Schicksal jedes Einzelnen entscheiden. Namen werden vererbt und ohne Namen ist man ein Nichts. Polliander steht beispielsweise für einen großer Krieger, Derada ist ein gerissener Händler, Wabloo ein Magier und Ellusan ein Namensfinder. Doch was bedeutet Passario? Niemand hat je davon gehört, sehr zum Leidwesen von Tirasan. Doch es steckt mehr dahinter als gedacht. Auf der Reise nach Himmelstor erleben Tirasan und seine Freunde so manch böse Überraschung. Mächtige Gegenspieler sind am Werk und schon bald geht es um Leben und Tod.

    Ich-Erzähler Tirasan ist ein sympathischer 16jähriger Junge, der mal nicht dem typischen Heldenbild entspricht. Er ist klein, schwächlich, unsicher und zweifelt an sich selbst. Doch die Reise wird ihn verändern. Er wird über sich hinauswachsen, im wahrsten Sinne des Wortes. Dagegen sind die Nebenfiguren recht blass und eindimensional gestaltet. Tirasans Erzfeinde aus Schulzeiten mutieren plötzlich zu seinen besten Freunden - eine Wandlung, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Des Weiteren hätte sich die Autorin ruhig etwas mehr Zeit für einzelne Dinge nehmen können. Es fehlt an Tiefe und Gefühl und auch die Welt von Mirabortas & Co ist noch ausbaufähig, obwohl die Karte im Buch sehr schön gezeichnet ist. Zudem hatte ich ein paar Probleme mit der Flut an Namen und Dynastien. Zwar gibt es ein ausführliches Verzeichnis, doch es war mühselig, immer nach hinten zu blättern. Nur manchmal konnte man gleich aus dem Kontext herauslesen, was nun jeder Name bedeutet.

    Dennoch liest sich die Geschichte recht flüssig und besticht durch ihren locker-leichten Schreibstil. Spannung ist durchaus vorhanden und es gibt einige überraschende Wendungen. Was hält das Schicksal für Tirasan Passario bereit? Ist die herrschende Gesetzgebung wirklich gerecht? Das Ende hatte ich so nicht erwartet. Ein runder und gelungener Abschluss, wobei eine Sache etwas zu einfach aufgelöst wird.

    Insgesamt kann ich daher "Die Magie der Namen" nur eingeschränkt empfehlen. Eine originelle und unterhaltsame Geschichte über magische Namen, die aber noch viel Luft nach oben besitzt. Ich bin trotzdem auf die Fortsetzung gespannt und hoffe auf eine Steigerung. Gute 3 Sterne von mir.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Nicole hat eine komplett neue Welt mit tollen Fähigkeiten geschaffen. Außerdem hat mich der Protagonist gefreut, der sehr authentisch war.
    Auch dieses Buch war eigentlich nicht geplant...

    ... und doch ist es mir in der Jugendbuchabteilung meiner Bücherei sofort ins Auge gefallen. Bisher habe ich es zwar hin und wieder mal auf YouTube gesehen, aber es hat mich irgendwie nicht angesprochen. Ich habe jedoch vor kurzem "Murphy" von Nicole Gozdek gelesen, welches mich alleine schon der Kreativität der Geschichte wegen absolut begeistert hat. Da ich jetzt weiß, wie außergewöhnlich Nicoles Geschichten sind, wollte ich nun auch "Die Magie der Namen" lesen und habe zugegriffen. Ich habe mit einer lockeren Fantasygeschichte gerechnet, aber etwas ganz Besonderes bekommen.



    Nummer 19, wie der 16-jährige Tirasan vor seiner Namensgebung hieß, ist ein schüchterner, bescheidener Bursche, der auch noch mit einer schlechten Kondition gesegnet ist, weil er seine Nase lieber in Bücher steckt, als Gewichte zu stemmen. Sein Traum, einen berühmten Namen zu erhalten, hat sich ins Nichts aufgelöst, denn niemand kennt seinen Namen. Außerdem verwandelt sich sein Äußeres nicht, so wie es bei allen Anderen der Fall ist, die gerade ihren Namen erhalten haben, und nun keine Nummern mehr sind. Deprimiert macht er sich auf den Weg nach Himmelstor, denn im dortigen Namensarchiv wird er erfahren, wer er ist und was es mit seinem "unbekannten" Namen auf sich hat.



    "Ihr verbohrten Narren! Ihr glaubt zu wissen, was Namensmagie ist? Was einen Namen ausmacht? Schall, Rauch und Knalleffekte? Je größer der Name, desto mehr blitzt und knallt es? Ihr irrt Euch! Namensmagie ist Erkenntnis, Wissen, Vertrauen. Die Seele, die sich entfaltet! Alles andere ist unwichtig! ..."

    (Seite 36)



    Nicole Gozdek hat mit der Geschichte um Tirasan ein großartiges High-Fantasy-Werk erschaffen. Sie kreirte dafür eine eigene Welt, die aus den Ländern Mirabortas und Wohnspiel besteht. Damit man als Leser die Reise der Figuren detailliert mitverfolgen kann, gibt es zu Anfang eine liebevoll gestaltete Karte. Außerdem gibt es zum Schluss ein umfangreiches Namensverzeichnis, welches ich jedoch nicht gebraucht habe, denn die Autorin versteht sich gut darin, jeder Figur eine unverwechselbare Wortwahl und Eigenheiten zu schenken. So kann man sich die Figuren sehr gut merken und verwechselt sie nicht. Nach dem Namensverzeichnis werden die verschiedenen Titel der Herrscher erklärt, und die Tätigkeiten der verschiedenen Dynastien aufgezählt. Das hört sich jetzt schwieriger an, als es ist, denn das alles erklärt sich bereits innerhalb der Geschichte.



    Die Figuren der Geschichte um Tirasan sind sehr detailliert ausgearbeitet, gerade seine Freunde, die ihn auf seinem Weg nach Himmelstor begleiten. Alle machen eine Entwicklung durch, und zwar nicht nur auf ihre Fähigkeiten, sondern auch persönlich entwickeln sie sich weiter. Das war für mich als Leser gut zu verfolgen und hat mir sehr viel Freude bereitet. Natürlich gibt es auch den ein oder anderen, dem man ganz gerne mal den Kopf zurecht rücken würde, und natürlich dürfen Bösewichte auch nicht fehlen.



    Die Geschichte wird aus der Sicht von Tirasan erzählt, so bekommt man als Leser nicht nur seine Sicht auf die Ereignisse mit, sondern erfahren auch einiges aus seiner Gefühlswelt. Das hat dazu beigetragen, dass ich mit gut mit Tirasan als dem Protagonisten identifizieren konnte. Der Plot ist wahnsinnig gut ausgearbeitet, für mich gab es keine unnötigen Längen, sondern der Spannungsbogen war konstant hoch. Dafür haben die vielen Wendungen im Laufe der Reise gesorgt, von denen für mich keine vorhersehbar waren. Der Schluss hat mir richtig gut gefallen, die Botschaft, die Nicole Gozdek damit überbringen wollte, ist bei mir angekommen und hat mich zum Nachdenken gebracht.



    Nicole Gozdek schreibt sehr flüssig, zugleich aber auch sehr bildgewaltig, was gerade in der Welt, in der Tirasan sich bewegt, wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Ich bin komplett in die Geschichte abgetaucht, und habe alles um mich herum vergessen. Die Kombination der Lanschaftsbeschreibungen mit der Möglichkeit, auf der Karte nachzuschauen, hat mir ein tolles Leseerlebnis ermöglicht.



    Dieser Roman ist für alle Fantasy-Fans geeignet, die sich eine originelle Welt, mit einer besonderen Regierung und speziellen Fähigkeiten wünschen.



    Informationen:

    Die gebundene Ausgabe mit 368 Seiten kostet 16,99€, das Taschenbuch 9,99€, die Kindle Edition 8,99€. Außerdem ist ein Hörbuch für 9,95€ bzw. ein Audible-Guthaben erhältlich. Veröffentlicht wurde der Roman am 01.03.2016 im ivi-Verlag (Piper).

    Mittlerweile ist auch der Folgeband "Die Magie der Lüge" erhältlich.



    In Buxtehude, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, nahm auch Nicole Gozdeks Leidenschaft für phantastische Geschichten ihren Anfang. Bereits in der Schulzeit schrieb sie ihre ersten Geschichten, bevor sie die Klassiker der deutschen und französischen Literatur studierte und eine Zeitlang in der Buchbranche arbeitete. Sowohl als Autorin als auch als Buchbloggerin gehört ihre ganze Leidenschaft jedoch der Fantasyliteratur. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman "Die Magie der Namen" gewann sie den ersten #erzaehlesuns-Award des Piper Verlags, den Deutschen Phantastik Preis als "Bestes deutschsprachiges Romandebüt" und die Ulmer Unke. Wenn sie einmal nicht schreibt oder bloggt, greift sie gerne zu Bleistift oder Pinsel, um die Landschaften aus ihrem Kopf aufs Papier zu bannen.

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein schönes modernes Märchen
    Ein schönes modernes Märchen

    Dieses Debüt von Nicole Gozdek hab ich auf der Buchmesse gesehen und mich sofort in Cover und Klappentext verguckt. 


    Das Thema des Buches, dass Bestimmung durch Namensgebung gefunden wird, find ich sehr interessant. Gott sei Dank gibt es hinten im Buch ein Glossar der Namen, ohne den das Lesen fast unmöglich geworden wäre. 


    Die Geschichte ist gut ausgearbeitet, spannend erzählt und wirklich interessant. Es sind kleine Logikfehler drin,  die aber den Fluss der Geschichte nicht stören.  Manche wirklich interessanten Aspekte scheinen mir nicht ganz zu Ende gedacht und irgendwie hätte ich mir das Ende etwas ausführlicher gewünscht. 
     Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.  Ich würde das Buch jederzeit weiterempfehlen 

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