Nicole Henneberg

Lebenslauf von Nicole Henneberg

Nicole Henneberg, geboren 1955 in Hof, Studium der Komparatistik und Philosophie in Berlin und Paris, schreibt als freie Autorin und Literaturkritikerin für Zeitungen und Zeitschriften, u. a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Berliner Tagesspiegel. Außerdem verfasste sie mit Fred Oberhauser den 'Literarischen Führer Berlin'.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nicole Henneberg

Cover des Buches So war's eben (ISBN: 9783895614743)

So war's eben

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Erschienen am 24.08.2021
Cover des Buches Etwas Seltenes überhaupt (ISBN: 9783895614927)

Etwas Seltenes überhaupt

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Erschienen am 22.05.2018
Cover des Buches Etwas Seltenes überhaupt (ISBN: 9783442719204)

Etwas Seltenes überhaupt

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Erschienen am 13.12.2021
Cover des Buches Vom Frühling und von der Einsamkeit (ISBN: 9783895614941)

Vom Frühling und von der Einsamkeit

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Erschienen am 18.08.2020

Neue Rezensionen zu Nicole Henneberg

Cover des Buches So war's eben (ISBN: 9783895614743)M

Rezension zu "So war's eben" von Gabriele Tergit

Die Generationen der Vertriebenen und Emigranten
Maria_21vor einem Jahr

Dieser Roman »So war's eben«, der jetzt erstmals aus dem Nachlass der Autorin Gabriele Tergit erscheint, erzählt das Durchschnittsleben von reichen und bescheidenen Familien in der Zeit von 1898 bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Inhalt:
Noch einmal einen großen Roman schreiben - das war, nach den »Effingers«, Gabriele Tergits größter Wunsch. Dieser Roman »So war's eben«, der jetzt erstmals aus dem Nachlass der Autorin erscheint, erzählt das Durchschnittsleben von reichen und bescheidenen Familien in der Zeit von 1898 bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Während die Geschicke der Familien ihren Lauf nehmen, tobt der Erste Weltkrieg, die Weimarer Republik mit ihren Wirrnissen und Kämpfen zwischen Rechten und Linken findet ihren Widerhall in den Zeitungsredaktionen, dem Milieu von Gabriele Tergits Zeit als Journalistin. Nach einer Familienfeier am 30. Januar 1933, die fast alle Figuren des Romans versammelt, beginnt die Emigration nach Prag und Paris, später nach London und in die USA; erzählt wird von den immer größeren Problemen der Emigranten und der zurückgebliebenen Juden, den Selbstmorden, Deportationen und der Vernichtung einer Mischehe. Gabriele Tergit wollte das Leben ihrer Generation, mit allen Hoffnungen, Enttäuschungen und Lebensbrüchen schildern, »unsere ganze blödsinnige Welt von 1932« wollte sie einfangen, die Generationen von Vertriebenen, bis hin zu den jüdischen Flüchtlingen in New York, die Grete, Tergits Alter Ego, Anfang der fünfziger Jahre besucht.

Meine Meinung:
Dieser Generationenroman ist ein authentisches Zeitbild der Geschichte Deutschlands zwischen 1890 und den fünfziger Jahren, der erzählt von dem Leben und der Schicksale der Menschen, die damals gelebt haben.

Die Handlung ist in fünf Abschnitte eingeteilt, die der Chronologie der geschichtlichen Abläufe entsprechen: Kaiserreich, Krieg, Weimarer Republik, Drittes Reich, Nachkriegszeit. Erstaunlicherweise, werden die Ereignisse und Handlungen, in langen Gesprächen zwischen den vielen unterschiedlichen Personen geschildert und somit erzählt. Während die politischen, gesellschaftskritischen und tagesaktuellen Dialoge durch ausführliche Beschreibungen des Lebensumfelds, des alltäglichen Lebens der verschiedenen Gesellschaftsschichten in einer Zeit der Kriege, politischen Umstürze, der Wohnungsnot, der Arbeitslosigkeit, des Hungers und der Verfolgung, hervorragend ergänzt werden.

Besonders hervorheben möchte ich das gut gelungene Lesezeichen, welches alle Namen der handelnden Personen auflistet um jederzeit zu sehen, aus welcher Schicht die gerade erzählenden Charaktere stammen.

Fazit:
Wunderbar packend und chronologisch gelungen sind die historischen Details auch wenn durch die ungekürzte Fassung, der Text mit den langen Dialogen, mitunter etwas langatmig wirkt. Dieses Buch ist ein umfassendes Zeitbild, geschrieben als Generationenroman und lässt ein lebendiges Bild dieser Zeit entstehen.
Von mir eine klare Leseempfehlung!

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Cover des Buches So war's eben (ISBN: 9783895614743)M

Rezension zu "So war's eben" von Gabriele Tergit

So war´s eben
Magnus_Banevor einem Jahr

So war´s eben ist ein großartiger Roman. Es handelt sich um einen Roman der die deutsche Gesellschaft von 1898 bis in die fünfziger Jahre beschreibt, und dabei das Leben verschiedener Charaktere verfolgt. Wie schon bei Effingers bin ich sehr froh, dass dieses Werk von Gabriele Tergit neu aufgelegt wurde. Trotz seines Alters lässt es sich sehr gut lesen. Gabriele Tergit wollte das Leben ihrer Generation mit allen Hoffnungen, Enttäuschungen und Lebensbrüchen schildern. Es ist ein großartiger Roman. der mich restlos begeistert hat. Gabriele Tergit ist eine meisterhafte Schriftstellerin.

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Cover des Buches So war's eben (ISBN: 9783895614743)Magicsunsets avatar

Rezension zu "So war's eben" von Gabriele Tergit

Eindrücklicher Roman einer Zeitzeugin
Magicsunsetvor einem Jahr

„Der Bürger erlebte den Zusammenbruch seiner Ideale, Besitz und Bildung, und fand im Felde seinen Kameraden, den Arbeiter. Das Nationale löste sich aus seiner Verflechtung mit dem Kapitalismus, der Sozialismus entschied sich für die nationale Idee.“ (Zitat Seite 346)

 

Inhalt

Sie treffen einander zum Damentee, die Frauen der jüdischen Familien, die im Zentrum dieses Generationenromans stehen. Ende der 1890 Jahre sind dies die Gastgeberin Franziska Stern, geborene Kollmann, Roserl, die Frau von Amtsrichter Julius Mayer, Sabine Gutmann, die Schwester des Amtsrichters, Adelina Markus, die Frau des Fabrikanten Manfred Markus. Immer wieder treffen sie einander in diesen Jahren, später sind es ihre Kinder und Enkelkinder. Ihre Schicksale und Beziehungen verbinden sich mit weiteren Familien und Personen, mit der reichen Familie Jacoby und der Bankiersfamilie Beer, aber auch mit der Familie v. Rumke, die zur militärischen deutschen Oberschicht gehört, und mit überzeugten Kommunisten, Künstlern und Journalisten. Am 30. Januar 1933 treffen sie alle nochmals bei einer Wohnungseinweihungsfeier zusammen, dann trennen sich ihre Wege. Mehr als zwanzig Jahre später besucht Grete Jacoby, geborene Mayer, die nun in London lebt, die früheren Freunde und Bekannten in New York, nun ein sehr kleiner Kreis von Menschen, die überlebt haben. „ … und langsam würde dieser Kinderkreis von fünf Menschen aufhören.“ (Zitat Seite 558)

 

Thema und Genre

Dieser Generationenroman ist ein authentisches Zeitbild der Geschichte Deutschlands zwischen 1890 und den fünfziger Jahren, erzählt durch das Leben und Schicksal der Menschen, die damals gelebt haben.

 

Charaktere

Es sind die Personen mit ihren Eigenheiten, ihrer Zugehörigkeit, ihrer Erziehung, Tradition, Gefühlen, Träumen und Schicksalen, deren Geschichte erzählt wird, ihr Alltag in diesen für immer die Geschichte prägenden Jahren Deutschlands. Eine der wichtigsten Romanfiguren, Grete Jacoby, ist autobiografisch geprägt.

 

Handlung und Schreibstil

Die Handlung ist in fünf Abschnitte eingeteilt, die der Chronologie der geschichtlichen Abläufe entsprechen: Kaiserreich, Krieg, Weimarer Republik, Drittes Reich, Nachkrieg. Die Ereignisse werden nicht erzählt, sondern in langen Gesprächen zwischen den vielen unterschiedlichen Personen der Handlung  geschildert. Ergänzt werden diese politischen, gesellschaftskritischen und tagesaktuellen Dialoge durch ausführliche Beschreibungen des Lebensumfeldes, des alltäglichen Lebens der verschiedenen Gesellschaftsschichten in einer Zeit der Kriege, politischen Umstürze, der Wohnungsnot, der Arbeitslosigkeit, des Hungers, der Verfolgung. Hilfreich ist die Aufstellung aller Personen als entnehmbare Liste in Form eines Lesezeichens, denn es sind insgesamt über siebzig Personen, die einander bei unterschiedlichen Ereignissen treffen bzw. familiär verbunden sind. Die Sprache der auktorialen Erzählform entspricht der Zeit, in der dieser Roman geschrieben wurde. Verlegt wurde nun die ursprüngliche, ungekürzte Fassung, wodurch der Text mit den langen Dialogen und sich wiederholenden Schilderungen der persönlichen Lebens- und Wohnumstände manchmal etwas langatmig wirkt. Andererseits ergibt sich gerade daraus ein lebendiges Bild dieser Zeit, lässt uns nachempfinden, wie es damals eben war.

 

Fazit

Dieses Buch ist ein umfassendes Zeitbild, geschrieben als Generationenroman, in dessen Mittelpunkt Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stehen und ihr Leben in Deutschland in den Jahren zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

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Gespräche aus der Community

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

wir verlosen 5 Exemplare von »So war's eben« von der Autorin Gabriele Tergit. Ihr könnt Euch bis zum 3. Oktober bewerben, indem Ihr unsere Frage beantwortet.

Wir sind auf Eure Antworten gespannt!

  

Liebe Grüße und viel Glück wünscht Euch Euer

 

Verlag Schöffling & Co

 


Liebe Leserinnen und Leser,

wir laden Euch herzlich ein, an unserer Leserunde zu Gabriele Tergits Roman »So war's eben« teilzunehmen. Damit Ihr Euch von dem Buch einen Eindruck machen könnt, ist hier ein kleiner Vorgeschmack:


Noch einmal einen großen Roman schreiben – das war, nach den »Effingers«, Gabriele Tergits größter Wunsch.
Dieser Roman »So war’s eben«, der jetzt erstmals aus dem Nachlass der Autorin erscheint, erzählt das Durchschnittsleben von reichen und bescheidenen Familien in der Zeit von 1898 bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Während die Geschicke der Familien ihren Lauf nehmen, tobt der Erste Weltkrieg, die Weimarer Republik mit ihren Wirrnissen und Kämpfen zwischen Rechten und Linken findet ihren Widerhall in den Zeitungsredaktionen, dem Milieu von Gabriele Tergits Zeit als Journalistin.
Nach einer Familienfeier am 30. Januar 1933, die fast alle Figuren des Romans versammelt, beginnt die Emigration nach Prag und Paris, später nach London und in die USA; erzählt wird von den immer größeren Problemen der Emigranten und der zurückgebliebenen Juden, den Selbstmorden, Deportationen und der Vernichtung einer Mischehe.
Gabriele Tergit wollte das Leben ihrer Generation, mit allen Hoffnungen, Enttäuschungen und Lebensbrüchen schildern, »unsere ganze blödsinnige Welt von 1932« wollte sie einfangen, die Generationen von Vertriebenen, bis hin zu den jüdischen Flüchtlingen in New York, die Grete, Tergits Alter Ego, Anfang der fünfziger Jahre besucht.

  

Falls dieser Auszug des Klappentextes Eure Neugierde geweckt hat, könnt Ihr Euch für die Leserunde und ein Leseexemplar bewerben. Dazu müsst Ihr nur eine Frage beantworten: Wie stellt Ihr Euch den Alltag einer jungen Journalistin in der Weimarer Republik vor?

 

Hier geht es zur Leseprobe! https://www.schoeffling.de/book2look/1035

32 BeiträgeVerlosung beendet
M
Letzter Beitrag von  Maria_21vor einem Jahr

Mein Buch ist auch angekommen. Herzlichen Dank dafür 🌼

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