Nicole Joens Glycinien Mord

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Inhaltsangabe zu „Glycinien Mord“ von Nicole Joens

'Willst du Mord oder Liebe?' 'Könnte ich nicht beides haben.?' Kurz vor ihrem Tod schreibt Gisela in Niederbayern das Wort 'Glycinie' mit Blut auf ihre Bettdecke im Hospiz. In New York bekommt der erfolgreiche Ermittler und Dozent Dr. Jens Hauser eine kryptische Nachricht über illegale Machenschaften in seiner niederbayerischen Heimat. Nach Kelheim zurück zu kehren ist er nicht nur seiner Kindheitsfreundin Gisela schuldig, sondern vor allem sich selbst. Die Polizeipsychologin Lilian Blank verliebt sich bereits am Flughafen in den brillanten Kriminalisten. Dr. Jens Hauser genießt in Amerika einen untadeligen Ruf. In Bayern hat man Bedenken. Zunächst bekommt Jens für zwei Jahre einen Spezialauftrag vom Innenministerium. Mit Lilian und seiner New Yorker Assistentin Olivia arbeitet Jens an ungelösten Morden der bayerischen Nachkriegszeit. Was den Kriminalisten jedoch am meisten beschäftig ist seine eigene Vergangenheit. Zu viele Spuren, unter anderem der ungeklärte Tod seiner Freundin Gisela, führen zurück in das Jahr 1969. Schon bald ermitteln sie zu dritt in dem düsteren Glycinien-Mordfall, dessen zerstörerische Tentakeln bis in höchste Regierungskreise weisen. Nach dem erfolgreichen Weihnachtsroman 'Maria sucht Josef' schrieb die in Bayern geborene Autorin Nicole Joens einen raffinierten Kriminalroman - ein Lesevergnügen ersten Ranges.

Absolut nicht mein Fall! Ich habe das Buch abgebrochen, weil ich es so schlecht fand.

— sonjastevens
sonjastevens

Die Vereinigung einer Familiengeschichte mit einem Krimi - ein Mann zwischen 2 Frauen, eine tote Freundin und ein berechnender Unternehmer

— Cappuccino-Mama
Cappuccino-Mama

In Erwartung eines Krimis

— kassandra1010
kassandra1010

Ein klasse geschriebener Krimi der mich so richtig gefesselt und überzeugt hat. Bin schon auf Band 2 gespannt

— Kerstin_Lohde
Kerstin_Lohde

Nach einem spannenden Auftakt konnte mich dieses Buch nicht richtig fesseln!

— sommerlese
sommerlese

Ein Krimi mit verschiedenen Erzählsträngen

— Fabella
Fabella

Leider hält das Buch nicht, was der Anfang verspricht.

— gst
gst

Zum Krimi noch stark ausbaubar, als Familientragödie nicht schlecht.

— DeansImpala
DeansImpala

Nicht unbedingt das, was man erwartet.

— Wolfhound
Wolfhound

Eine Mischung, die sehr gewöhnungsbedürftig ist

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

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.Steffi.

  • Rezensionen
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  • Die Schatten der Vergangenheit

    Glycinien Mord
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    Wer liebt ihn nicht – üppig blühenden Blauregen mit seinem betörenden Duft, der Insekten anlockt. Doch eine Glycinie kann auch ganz schnell zur tödlichen Gefahr werden... Das Cover / Die Gestaltung: Die Blütenstände des Blauregens, traubenähnlich herabhängend, bilden den Vordergrund des Buchcovers. Im leicht verschwommenen Hintergrund befindet sich eine gepflasterte Fläche, der ockerfarbene Steinboden wirkt warm, nicht zuletzt Dank der Sonnenstrahlen, die auf ihn fallen. Eine grün gestrichenen Bank, umgeben von Blumenbeeten, lädt zum Verweilen ein. Der Name der Autorin Nicole Joens ist in einem zarten Violett gehalten – farblich passend zum Blauregen. Das Buch ist eine hochwertige Klappenbroschur, was ich einem herkömmlichen Taschenbuch vorziehe, da es für mich hochwertiger und stabiler wirkt. Die Innenklappen sind in einem violetten Farbton gehalten, so wie auch die Buchrückseite, was einen harmonischen Gesamteindruck hinterlässt. Auf der vorderen Innenklappe befindet sich die Buchbeschreibung, auf der hinteren ein Autorenporträt, samt Farbfoto. Hinter den Innenklappen befinden sich Fotos von üppig blühendem Blauregen, dazu Zitate von William Faulkner, sowie von Sappho, einer griechischen Dichterin. Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Die Handlung: Gisela Martin hinterlässt kurz vor ihrem Tod in einem niederbayrischen Hospiz eine geheimnisvolle Botschaft. GLYCINIE – dieses Wort hat sie mit ihrem eigenen Blut auf ihre Bettdecke geschrieben. Dr. Jens Hauser, der als erfolgreicher Dozent in New York tätig ist, erhält von der bayrischen Regierung einen Auftrag, der ihn nach zwanzig Jahren zurück in seine deutsche Heimat führt. Seine Assistentin Olivia, die unsterblich in ihn verliebt ist, begleitet ihn in seine alte Heimat. Dort angekommen erfährt Jens von Giselas plötzlichem Tod. Die Schatten der Vergangenheit lassen Jens nicht los, er erinnert sich an seine Kindheit zurück, und ein Erlebnis, das einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterließ: Im Mai 1969 entdeckte der kleine Jens eine in der Donau treibende Leiche eines Mannes. Gisela, noch ein kleines Kind, kannte den Toten. Doch wo ist Giselas Mutter geblieben? Und wer hat den Mann ermordet? Doch da sind noch weitere ungeklärte Mordfälle aus der Nachkriegszeit, die Jens nun mit Hilfe der modernen Forensik untersuchen soll. Schnell stellt sich heraus, dass einige der Fälle absichtlich vertuscht wurden. Die Spuren führen bis in die Regierungskreise. Was und wer steckt hinter dem Geflecht aus Korruption und Vertuschung?... Meine Meinung: Dr. Jens Hauser wuchs in einem Frauenhaushalt auf – zusammen mit seiner Mutter und der Zwillingsschwester von Anna Hauser, seiner Tante Hildegard. Doch auch als Erwachsener spielen Frauen eine wichtige Rolle für ihn. Da ist seine amerikanische Assistentin, die unsterblich in ihn verliebt ist, die ihn zwar reizt, zu der er aber, aufgrund ihres Alters, eher auf Distanz geht. Kaum in Deutschland angekommen trifft er auf die Berliner Polizeipsychologin Dr. Lilian Kämmerer, die ihn magisch anzieht. Aber auch mit der Vergangenheit seiner alten Jugendfreundin Gisela Martin, die ein ausschweifendes Leben führte, wird er konfrontiert. Der Kontakt zu Gisela brach nie ab – immer wieder schickte sie ihm in der letzten Zeit vermehrt Mails, vor allem mit diversen Anschuldigung gegen ihren eigenen Vater. Ich fand Jens anfangs noch sympathisch, er hatte schon viel Pech in seinem Leben – sowohl beruflich, als auch privat. Er verlor früh seinen Vater, seit dem Leichenfund in der Donau war sein geliebter Hund spurlos verschwunden. Später dann, nach einem schweren Fehler, wurde er nach New York in die „Verbannung“ geschickt, wo er dann allerdings eine steile Karriere hinlegte. In Sachen Liebe entschied er sich, statt für seine große Liebe Gisela, für die falsche Frau. Nun ist er ungebunden, kann sich allerdings nicht für eine bestimmte Frau entscheiden – es scheint, als sei er außerstande, eine feste Bindung einzugehen – letztendlich büßte Jens durch sein Beziehungschaos einiges an Sympathie bei mir ein. Aber wie üblich ist eben auch er ein Ermittler mit Ecken und Kanten und kein aalglatter, langweiliger Typ. Rolf Martin, Giselas Vater, der einst dem schlesischen Flüchtlingstrupp angehörte, hat es durch viel Geschick vom einfachen Schrotthändler zu einem wohlhabenden Geschäftsmann auf dem Gebiet der Müllentsorgung gebracht, baute sich sogar ein richtiges Imperium auf. Mir war dieser Mann mehr als suspekt, ich vermutete, dass er, um seine Ziele zu erreichen, auch über Leichen gehen würde – vielleicht sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich mochte Giselas Vater gar nicht, fand ihn berechnend, überheblich und unnahbar – ein Mann, der wohl dachte, man könne alle Menschen kaufen. Eines verbindet Rolf Martin dennoch mit der Familie Hauser, denn alle waren sie Heimatvertriebene und kamen im tiefsten Winter des Jahres 1945 aus Breslau nach Niederbayern. Aber schon zu der Zeit, als die Leiche im Fluss gefunden wurde, wirkte Rolf Martin sehr unsympathisch auf mich – ein Mann, der schon damals bestimmend und dominant wirkte und der keinen Widerspruch duldete. Dass Rolf Martin – RM – sein Vermögen nicht auf ganz legalen Wegen erwirtschaftet hat, das dürfte klar sein. Auch mit Müll lässt sich Geld scheffeln – und wie groß ist da die Versuchung, dies nicht fachgerecht zu erledigen!? Jens erhält Nachrichten über illegale Machenschaften von Giselas Vater, unter anderem ist von nicht sachgerechten Giftmüllentsorgungen die Rede, ebenso aber von anderen Delikten. Ich fand das interessant, denn kann man gegen den Vater seiner Freundin aus der Kinder- und Jugendzeit ermitteln – wie objektiv kann man da urteilen, wie professionell ermitteln? RM ist ein einflussreicher Mann, zudem mit einem großen Wirkungskreis. Und man sagt ja, jeder wäre käuflich, es wäre lediglich eine Sache des Preises. Alte Fälle, neu aufgerollt – die moderne Forensik hilft dabei – werden einige der bislang ungeklärte Todesfälle nun endlich aufgeklärt werden? Und in wie weit ist Rolf Martin involviert? Erschreckend fand ich, dass RM so kalt und berechnend ist – von der Milde des Alters keine Spur, ebensowenig zeigt er Reue für sein Verhalten in der Vergangenheit. Gisela Martin war für mich eine sehr geheimnisvolle Frau. Sie wuchs nach dem rätselhaften Verschwinden der Mutter bei ihrem Vater auf, war mit Jens Hauser schon seit früher Kindheit befreundet. Das Verhältnis zum Vater war eher schlecht als recht. Sie führte ein turbulentes, temporeiches Leben – wohl auch deshalb, weil sie einiges aus der Vergangenheit zu verarbeiten hatte. Eines steht fest: Gisela führte zwar ein umtriebiges Leben, war geradezu „mannstoll“ was ihren Umgang mit der Männerwelt betrifft, war aber zugleich auch sehr intelligent – eine Planerin bis ins letzte Detail. Doch es bleibt die Frage nach den Todesumständen von Gisela – wurde sie ermordet – vielleicht um sie zum Schweigen zu bringen, oder starb sie eines natürlichen Todes als Folge ihrer schweren Krankheit? Oder setzte sie ihrem Leben gar selbst ein Ende? Rosalie und Annabel sind die einzigen Verwandten, die Rolf Martin nach Giselas Tod noch hat. Rosalie, die in der Firma ihres Großvaters arbeitet, deren Mann Brian aber bei einem Unglücksfall ums Leben kam, wird ein schweres Erbe antreten. Nun muss Rosalie ihre kleine Tochter alleine großziehen. Doch eines ist klar: Rolf Martin wird seinen Einfluss auf die Enkelin und ihre Tochter haben. Und wer denkt, zu Enkeln und Urenkeln wären Großeltern nachsichtiger, der wird hier eines besseren belehrt. Rolf duldet keinerlei Widerspruch, sondern verlangt absoluten Gehorsam. Anna Hauser, die Mutter von Jens, ist zwar betagt, aber nichtsdestotrotz neugierig – scheinbar fließt durch ihre Adern Ermittlerblut. Und durch den Tod von Gisela ist ihr Ermittlergeist geweckt. Ich fand Anna sehr sympathisch. Und obwohl sie es im Leben alles andere als leicht hatte, erst die Flucht und die Erlebnisse, die damit verbunden waren , dann starb ihr Mann früh, so verlor sie dennoch nicht ihren Lebensmut. Anna brachte mich mit ihrer Art immer wieder mal zum Schmunzeln. Die Schatten der Vergangenheit – dagegen kämpft nicht nur Jens. Auch die anderen Heimatvertriebenen werden von diesen Schatten immer wieder heimgesucht, haben teilweise ein regelrechtes Trauma erlitten, das ihr weiteres Leben geprägt hat. Doch jeder von ihnen geht anders damit um, um das Erlebte zu verarbeiten. Lilian und Olivia – zwei unterschiedliche Frauen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Jens zu erobern. Während Olivia, die junge Amerikanerin eher zaghafte Annäherungsversuche startet, geht die ältere Dr.Lilian Kämmerer weniger zimperlich auf Männerjagd. Dennoch bekriegen sich die Frauen nicht, sondern finden einen Weg, sich miteinander zu arrangieren – ansonsten könnte aus den beiden Frauen und Jens Hauser kaum ein dauerhaftes Team werden – sie werden auch im nächsten Fall wieder gemeinsam ermitteln. Mir war Olivia weitaus sympathischer als die berechnende Lilian, mit ihren Hintergedanken. Doch gerade die Gegensätze lassen die beiden Charaktere besonders reizvoll erscheinen. Auch wenn der Krimi nicht sehr temporeich, sondern eher gemächlich war, dafür aber tiefgründig, so nahm die Handlung im letzten Teil des Buches richtig an Tempo auf. Der Schluss brachte einiges an den Tag, die Szenen waren spannend, man fieberte mit. Die Glycinie spielte eine wichtige Rolle in diesem Roman – auf der einen Seite als üppig blühende Pflanze im Garten der Familie Martin, auf der anderen Seite in Form eines Giftes, das die schlesischen Flüchtlinge für den Notfall in einem Giftfläschchen mit sich führten. Familienroman, Schicksalsroman oder Krimi? Ich persönlich mag es, wenn man in einem Krimi auch noch etwas über den Ermittler selbst erfährt. In diesem Fall ist er in den Fall selbst involviert. Krimileser, bei denen Action im Vordergrund steht, werden von diesem Krimi vielleicht enttäuscht sein, Leser, die stattdessen Wert auf Tiefgang legen, werden hingegen sicherlich die familiären Hintergründe, welche eine Rolle spielen, zu schätzen wissen. Den große Anteil des Buches, der das Privatleben des Ermittlers durchleuchtet, finde ich von daher gerechtfertigt, dass dieses Buch der Auftakt einer mehrteiligen Krimiserie mit dem Titel FRAUEN MORDEN BESSER ist. So erhält der Leser hier im ersten Band bereits einen recht umfangreichen Einblick in das Familien- und auch Gefühlsleben der Hauptpersonen. Ein Mann zwischen mehreren Frauen ist immer ein beliebtes Thema. Die Autorin machte dies zu einem Hauptthema, mitunter recht ausführlich, aber durchaus (noch) akzeptabel. Dadurch, dass so sehr auf die Beziehungen untereinander eingegangen wird, kann man in den Folgebänden die Entwicklung der Beziehungen untereinander mitverfolgen. Interessant fand ich, dass hier das Leben der Flüchtlinge geschildert wurde, die nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten, sich ein neues Leben aufzubauen. Die Stadt Kelheim, an der Donau gelegen, war einer der Zufluchtsorte für die Heimatvertriebenen. Sehr glaubhaft wird dargelegt, dass diejenigen, die schweren Herzens ihre Heimat verlassen mussten, es schwer hatten, an ihrem Zielort Akzeptanz zu erlangen – sie blieben für die Einheimischen meist „die Flüchtlinge“. Lokalkolorit ist in diesem Buch reichlich vorhanden. Das niederbayrische Städtchen, an der Donau gelegene Kelheim, ist ein gut gewählter Handlungsort. Katholisch geprägt, nach dem Krieg Zufluchtsort vieler Menschen. Die Donau – mal ruhig dahinfließend, dann wieder zum gefährlichen Gewässer anschwellend. Die prächtige Befreiungshalle mit all ihren Statuen, auf einer Anhöhe, dem Michelsberg errichtet, findet ebenfalls recht ausführlich Erwähnung, und wird sogar zum Schauplatz einer Szene. Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen. Durch die Unterteilung in zwanzig Kapitel las sich das Buch auch recht flott. Statt die Kapitel lediglich mit Zahlen zu versehen, bekam jedes Kapitel eine gut gewählte, aussagekräftige Überschrift zugeteilt, was mir sehr gut gefiel. Ein Buch, das mit einer Rückblende beginnt – ein beliebtes Mittel der Autoren, den Leser bereits von der ersten Seite an zu fesseln – auch Nicole Joens gelang dies hervorragend, denn die Neugier wurde geweckt und ich fragte mich, was wohl damals wirklich geschah. Was anfangs im Dunkeln lag – zum Schluss blieben bei mir keine (oder zumindest kaum) Fragen mehr offen – so wie es bei einem Krimi der Fall sein sollte. Bereits im November soll der zweite Band dieser Krimiserie mit dem Titel HOPFENKÖNIGIN erscheinen, und ich bin gespannt, ob hier der Krimi-Anteil etwas größer sein wird, nachdem man bereits in diesem ersten Teil die Hauptpersonen sehr ausführlich kennenlernen durfte. Von Nicole Joens bin ich eine solide Arbeit gewohnt. Auch hier, in ihrem ersten Krimi, hat sie mich überzeugen können, so wie in den drei Büchern, die ich bislang von ihr gelesen hatte – eine Familiensaga, die auf Hawaii spielt (geschrieben unter dem Pseudonym Noemi Jordan), sowie eine moderne, sozialkritische Weihnachtsgeschichte. Fazit: Nein, dieser Krimi ist etwas anders als die üblichen Krimis. Doch dies ist ja nicht negativ zu bewerten. So spricht dieser Roman sicherlich auch Leser an, die ansonsten eher nicht zu Kriminalromanen greifen, sondern einen Familien- oder Schicksalsroman bevorzugen. Meine Erwartungen hat der Roman erfüllt und ich empfehle ihn daher gerne weiter. Wer jedoch eine temporeiche, actiongeladene Handlung erwartet, der könnte von diesem Krimi (zumindest teilweise) enttäuscht sein. Von mir erhält der Roman trotz kleiner Abstriche 5 Sterne (da es keine halben Sterne gibt – ansonsten hätte ich das Buch mit 4,5 Sternen bewertet). Manche Themen (Jens und seine Beziehung zu Frauen) standen sehr im Vordergrund, jedoch gerade noch in einem akzeptablen Rahmen – letztendlich ist dies eine Geschmacks- bzw. Ansichtssache. Der grandiose, wirklich atemberaubende Schluss macht jedenfalls alles wieder wett, ebenso wie das Coverfoto, das so hervorragend zu dem Sitzplatz passt, welcher im Buch beschrieben wurde. Und die Neugier auf die Fortsetzung wurde bei mir auf jeden Fall geweckt, wobei ich hoffe, dass die private Dreiecksgeschichte Lilian – Jens – Olivia zumindest ein klein wenig in den Hintergrund rückt. Jedenfalls freue ich mich auf ein Wiederlesen.

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    • 3
  • Leserunde zu "Glycinien Mord" von Nicole Joens

    Glycinien Mord
    nicole_houwer

    nicole_houwer

    Liebe LB-Rezensenten -  Endlich ist Glycinienmord bei uns in München angekommen! Meinen ersten Kriminalroman zu schreiben war spannend, vor allem wegen der männlichen Hauptfigur Jens.  Noch einmal zwanzig Bücher gäbe es an Rezensenten per Los zu vergeben. Die anderen 60 (!) Rezensionsexemplare gingen gestern zur Post, zum Teil mit Signatur und in hibbeliger Erwartung, ob die glücklichen Erstgewinner und Erstrezensenten dann auch noch ein wenig Zeit für die Leserunde finden...? Ich möchte gerne am 15. Mai beginnen und bin schon ganz gespannt auf mehr Feedback! Dieses Mal würde ich gerne auch auf schon vorhandene Rezensionen eingehen. Es gibt bereits 15 Bewertungen (PDF-Leser), zum Teil wirklich großartig geschrieben. Das ist echte Autoren-Hilfe und auch ein großes Glück. DANKESCHÖN!  Gerne würde ich als Autorin (und Verlegerin) euer Feedback auch zum Buch selber und zum Cover hören. Es gibt bei den Unterthemen eine extra Kategorie.  Manche von euch kennen mich als »Noemi Jordan« - mein Pseudonym bei PIPER - und wissen bereits, dass ich immer aus meinen Charakteren heraus auch die jeweilige Geschichte entwickle. Da ich gerade am zweiten Krimi-Band um Jens, Lilian und Olivia arbeite - erscheint bereits im November - würde ich gerne wissen, ob ich etwas verbessern kann.  Natürlich habe ich mich inzwischen in Jens verliebt. Der geheimnisvolle Mann aus New York ist sozusagen bei meiner Familie mit eingezogen ;-)) Aber so eine Liebe ja bisweilen auch blind machen... Wie immer freue mich mich SEHR auf euch, werde alle Anfragen an mich beantworten und freue mich auch immer über eine PN in meinem Postfach. Manchmal dauert es nur ein wenig, weil ich abgelenkt bin. Das ist dann aber nur die Schreib-Krankheit... ich bin ja ziemlich schwer infiziert damit. Mein dritter Band Hawaii (Noemi Jordan) erscheint im Juli.  Herzlichen Gruß aus dem Dauer-Schreibstübchen, eure Nicole Joens

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    • 529
  • Glycinienmord- ein etwas anderer Krimi

    Glycinien Mord
    milchkaffee

    milchkaffee

    Glycinienmord ist das erste Buch einer Kriminalreihe der Autorin Nicole Jones. Besonders ansprechend finde ich das Cover des Buches. Eine Bank steht inmitten der giftigen Glycinie, den bereits hier zeigt sich das der erste Eindruck von Harmonie nicht immer stimmt. Zum Inhalt: Dr. Jens Hauser ist Kriminologe und Dozent in Amerika. Er erhält einen Auftrag der bayerischen Regierung ungeklärte Mordfälle während der Zeit des 2. Weltkrieges aufzuklären. Deshalb kehrt er nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt Kehlheim. Dort wuchs er mit seinen Eltern nach ihrer Flucht aus Schlesien auf. Aber auch die Frage, ob Gisela, mit der er einen Großteil seiner Kindheit verbracht hatte, Selbstmord beging oder ermordet wurde wird zu einer Ermittlung, die es eigentlich gar nicht geben darf… Dieses Buch schneidet viele Themen an. Gesellschaftskritik wird von der Autorin gekonnt verpackt. Allerdings finde ich hier wäre weniger mehr gewesen. Auch wurden der Hauptfigur Jens Hauser zu viel Platz für seine Liebschaften eingeräumt. Ich hätte mir stattdessen, mehr forensische Ermittlungsmethoden, für die er ja bekannt sein soll gewünscht. Mich hat das Buch sprachlich begeistert, alle Personen wurden sehr anschaulich beschrieben. Besonders nett fand ich Jens Mutter Anna Hauser. Nicht alle angeschnittenen Themen werden in dem Buch aufgeklärt. Für mich ist dies jedoch nicht nachteilig, da es vielleicht ja in den Folgebänden geklärt wird, Oder es ist wie im wahren Leben, nicht jedes Problem und jeder Fall werden auch wirklich gelöst. Dies ist ein etwas anderer Krimi, der mir gut gefallen hat, aber auch sicher gewöhnungsbedürftig ist.

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    • 2
    Floh

    Floh

    01. August 2014 um 07:45
  • Dr. Hauser und seine Frauen

    Glycinien Mord
    Wolfhound

    Wolfhound

    Die Geschichte beginnt im Jahr 1969, als der kleine Junge Jens zusammen mit seiner Spielgefährtin die Leiche eines männlichen Roma finden und am gleichen Tag auch noch Jens' Hund und die Mutter von Gisela, seiner Spielgefährtin, verschwinden.   Danach gibt es einen Cut und wir sind im heutigen New York. Jens Hauser ist inzwischen Polizist geworden und wurde nach einem unglücklichen Vorfall in Deutschland nach Amerika strafversetzt. Dort machte er eine steile Karriere als Kriminalist in einer ominösen Geheimeinheit und hat sich  zwei Doktortitel erarbeitet. Während seiner Dienstzeit in Amerika hat er auf Befehl insgesamt SIEBEN Menschen getötet, durfte aber bleiben. Nun arbeitet er an einem nicht näher benannten Institut. Ihm zur Seite gestellt ist seine Assistentin Olivia, die sich in ihren Professor verliebt hat und sich ihm auch penetrant anbiedert. Nun wird Jens vom bayerischen Ministerium nach Deutschland zurückbeordert um alte, ungeklärte Morde mit neuesten forensischen Methoden aufzuklären. Er scheint der perfekte Kandidat, da diese Morde hauptsächlich geflohene Schlesier aus dem Zweiten Weltkrieg betrafen und seine Familie ebenfalls zu den Flüchtlingen damals gehörte.   So reist Jens nach Deutschland in seinen Heimatort Kehlheim und lässt seine unglückliche Assistentin zurück um am Flughafen in München direkt die nächste Frau in seinen Bann zu ziehen, seine neue Mitarbeiterin Lillian. So nimmt Jens Hauser also seine Arbeit auf, bringt es aber nicht wirklich über sich, seine alte Spielkameradin und erste Liebe Gisela im Hospiz zu besuchen als sie im Sterben liegt. Nach Giselas Tod bleibt ihm aber nichts anderes übrig, als an ihr Totenbett zu eilen, da sie mit ihrem eigenen Blut das Wort Glycinie auf ihre Bettdecke geschrieben hat. Der Ermittlerinstinkt des Dr. Dr. Jens Hauser ist geweckt.     Bevor ich jetzt mit der Schilderung meiner Eindrücke beginne,  muss ich erwähnen, dass ich mich mit dieser Rezension wirklich schwer getan und sogar lange überlegt habe, ob ich überhaupt eine Rezension dazu schreiben soll.   Leider hat mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugt. Ich dachte, es handele sich um einen Kriminalroman in dem mit neuesten forensischen Möglichkeiten Verbrechen aufgeklärt werden. Aber es handelt sich hierbei eher um eine Familientragödie mit leicht kriminalistischem Anstrich - schließlich sind tatsächlich Morde geschehen. Daswars aber auch schon. Es geht hier eher um das Liebesleben des Herrn Hauser, der seitenweise "Gedankenmasturbation" betreibt, wie er es selbst nennt, und sich mit gleich drei Frauen rumschlagen muss, die sich unerklärlicherweise nicht gegen seinen Charme wehren können (den ich übrigens in keiner Weise erkennen konnte) und dazu durchschaut ihn keine der Frauen. Jens Hauser wird als Mann dargestellt, der sich nicht wirklich entscheiden kann und erst recht kein Freund von klaren und offenen Worten ist, sondern eher den angenehmen Weg des geringsten Widerstandes geht. Äußerst untypisch für einen  Kriminalisten. Weiter geht es mit dem eigentlich nicht vorhandenen Kriminalfall: Von forensischen Erkenntnissen und Ermittlungsvorgängen ist kein Wort zu lesen. Eigentlich geht es um Telefon-, Zeitungs- und Internetrecherche. Könnte so ziemlich jeder eigentlich machen, dafür braucht man keine zwei Doktortitel. Auch wird so ziemlich alles angesprochen, was momentan die Menschen interessieren könnte - Vetternwirtschaft in Politik und bei der Polizei, Giftmüll, Betrug, Untreue, Kinderhandel, Kindesmissbrauch. Und natürlich durfte von der Münchner Autorin auch der Seitenhieb auf den Flughafen BER in Berlin nicht fehlen.   Frau Joens hat es geschafft, mir einen Roman, der am Anfang so vielversprechend begann, absolut zu vermiesen. Auch wenn der Schreibstil angenehm war und die Figuren gut beschrieben wurden, so ist dieser Roman absolut am Thema vorbeigeschlittert. In der Thematik der Flucht der Schlesier steckt so viel Potential, das absolut nicht genutzt wurde, im Gegenteil. Ich weiß dank dieses Romans nur darüber, dass es beschwerlich war, Frauen und Mädchen von Soldaten vergewaltigt wurden, die Toten am Wegesrand vergraben wurden und dass alle Schlesier eine kleine Phiole mit dem Gift der Glycinie dabei hatten. Das wars. Mehr bekommt man über das Schicksal der Schlesier nicht mitgeteilt.   Dass Gisela am Ende ihren Vater aus dem Tod heraus zur Rechenschaft zieht, war schon sehr vorhersehbar. Die Art und Weise ist doch sehr weit hergeholt, zumal in Deutschland selbst  mit noch so viel Schmiergeld und Vetternwirtschaft absolut unmöglich.   Vielleicht hätte Frau Joens dieses Buch lieber über einen etablierten Verlag veröffentlichen lassen sollen und nicht im Selbstverlag Cindigo, dann hätte es vielleicht auch ein Lektorat gegeben, das auf die vielen Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und vergessenen Wörter aufmerksam gemacht hätte. Ich bin absolut enttäuscht von diesem Roman und leider auch von der menschlichen Seite der Autorin im Umgang mit ihren Rezensenten und Rezensentinnen.

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    • 11
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    25. June 2014 um 23:26
    nicole_houwer schreibt Last not Least: Die 1 Stern - Rezension für mein Buch hat mich auf Werke von Herrn Fitzek neugierig gemacht. Eine weitere 1-Sterne-Rezension hat mich daran erinnert, dass ich den ...

    Warum sollte es keine 1-Stern-Rezensionen geben? Wenn das Spektrum von 1-5 geht, dann sollte man auch alle diese Abstufungen verwenden. Habe ich schon 1-Stern-Renzensionen geschrieben? Ja. Warum? ...

  • Das Gift der Glycinie

    Glycinien Mord
    sommerlese

    sommerlese

    "*Glycinienmord*" ist ein Kriminalroman der Autorin "*Nicole Joens*" aus dem CINDIGO Verlag und war ein Geburtstagsgeschenk einer lieben Freundin hier auf LB. Jens Hauser ist erfolgricher Ermittler und Dozent in New York. Vor 20 Jahren musster er seine Heimat verlassen, weil als junger Polizist jemanden tötete. Seine Jugendfreundin Gisela liegt im Sterben und bittet ihn um einen Besuch. Sie beschuldigt ihren Vater Rolf mehrerer Verbrechen. Da auch die bayerische Regierung ihm einen Auftrag um ungeklärte Todesfälle aus der Nachkriegszeit anbietet, kehrt er zurück nach Kehlheim. Gisela stirbt und hinterläßt das mit Blut geschriebene Wort Glycinie auf ihrer Bettdecke. Gemeinsam mit der deutschen Polizeipsychologin Lilian und seiner amerikanischen Assistentin Olivia geht er der Vergangenheit auf den Grund. Schnell ist er verstrickt in ein Ränkespiel aus Geheimnissen um schlesische Heimatvertriebene nach dem Kriegsende. Das Cover ziert ein wunderschönes Bild mit einer Glycinie, das mir sehr gut gefällt und den Bezug zum Buch ausgezeichnet herstellt. Gleich vorab: viele Schreibfehler und falsche oder vergessene Wörter haben meinen Lesespaß gemindert. Die Charaktere sind relativ oberflächlich geschildert: Heimat- und Liebesgefühle, Aussehen und Geruch der Personen werden gut beschrieben, wecken bei mir aber zu keiner Person echte Sympathie. Ein spannender Auftakt versprach ein aufregendes Buch. Im Mittelteil wurde es mir dann zu zäh und regelrecht klischeehaft, dort wurden die Frauengeschichten von Jens Hauser ausgiebig beschrieben. Erst zum Ende hin rückte wieder die Ermittlung mit Krimihandlung in den Blickpunkt des Geschehens. Insgesamt gesehen ist das Ganze nicht so sehr ein Krimi, sondern eher die Geschichte einer Familientragödie vor dem Hintergrund von schlesischen Heimatvertriebenen. Der angewandte Erzählstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die abwechslungsreiche Sprache unterhält und hinterläßt bildhafte Eindrücke. Die Handlung hingegen ist übertrieben: nicht nur um Mord geht es in diesem Roman. Von Korruption, Umweltzerstörung mit Personenschaden durch Giftmüll über Erpressung und Kindesmissbrauch sind Verbrechen aller Art hier vertreten. Das ist wirklich zu viel des Guten bzw. Schlechten und wirkt dadurch unglaubwürdig. Ebenso wie die per Flugzeug verstreute Asche der Toten. Das ist in Deutschland nicht erlaubt und auch mit künstlerischer Freiheit nicht zu begründen, es wirkt in einem Krimi eher unlogisch. Die posthume Rache Giselas an ihrem Vater ist schriftstellerisch ein guter Einfall, doch wollte sie damit das Leben anderer Menschen und ihrer geliebten Tochter und Enkelin ebenfalls gefährden? Die Antwort bleibt uns der Roman schuldig. Nach einem super Auftakt konnte mich das Buch nicht richtig fesseln. Die Frauengeschichten waren mir in einem Krimi zu ausführlich und interessierten mich nicht. Die Grundidee dagegen ist durchaus einfallsreich und neuartig. Daher kann ich nur 2 Sterne vergeben.

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    • 5
  • Ein gelungenes Debüt mit leichten Schwächen, die man getrost vernachlässigen kann...

    Glycinien Mord
    unclethom

    unclethom

    22. June 2014 um 16:38

    Der Klappentext: Kurz vor ihrem Tod schreibt Gisela in Niederbayern das Wort »Glycinie« mit Blut auf ihre Bettdecke im Hospiz. In New York bekommt der erfolgreiche Ermittler und Dozent Dr. Jens Hauser eine kryptische Nachricht über illegale Machenschaften in seiner niederbayerischen Heimat. Nach Kelheim zurück zu kehren ist er nicht nur seiner Kindheitsfreundin Gisela schuldig, sondern vor allem sich selbst. Die Polizeipsychologin Lilian Blank verliebt sich bereits am Flughafen in den brillanten Kriminalisten. Dr. Jens Hauser genießt in Amerika einen untadeligen Ruf. In Bayern hat man Bedenken. Zunächst bekommt Jens für zwei Jahre einen Spezialauftrag vom Innenministerium. Mit Lilian und seiner New Yorker Assistentin Olivia arbeitet Jens an ungelösten Morden der bayerischen Nachkriegszeit. Was den Kriminalisten jedoch am meisten beschäftig ist seine eigene Vergangenheit. Zu viele Spuren, unter anderem der ungeklärte Tod seiner Freundin Gisela, führen zurück in das Jahr 1969. Schon bald ermitteln sie zu dritt in dem düsteren Glycinien-Mordfall, dessen zerstörerische Tentakeln bis in höchste Regierungskreise weisen. Nach dem erfolgreichen Weihnachtsroman »Maria sucht Josef« schrieb die in Bayern geborene Autorin Nicole Joens einen raffinierten Kriminalroman - ein Lesevergnügen ersten Ranges. Quelle: http://www.cindigofilm.de/bereich/verlag/ Die Autorin: Nicole Joens, geboren 1961 als Nicole Houwer in München, lebt seit zwanzig Jahren als Drehbuchautorin in Deutschland. Davor hat sie sieben Jahre lang in New York gelebt, um dort Film-, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft zu studieren. Nebenbei hat sie als Cutterin für Dokumentarfilme gearbeitet, um in der teuren Stadt zu überleben. "Maria sucht Josef" war ihr Erstlingswerk. Beim Piper-Verlag folgten unter dem Pseudonym Noemi Jordan zwei Liebesromane in einem spannenden historischen Kontext. In den Anthologien "Schneegeflüster", 2010 erschienen im Dianaverlag, und "Gelegenheit macht Liebe" 2012 erschienen beim Piper-Verlag, wurden zwei ihrer New Yorker Kurzgeschichten veröffentlicht. In zweiter Ehe glücklich verheiratet zieht sie mit ihrem Mann zwei Söhne in München groß. Ihre Produktionsfirma und den Verlag CINDIGO haben sie als Paar gemeinsam gegründet. Quelle: http://www.cindigofilm.de/bereich/verlag/ Die Rezension: Die Autorin war mir bisher nicht als Krimiautorin bekannt. Glycinienmord ist ein Krimi mit dem es ihr gelungen ist einen Ermittler zu schaffen der Kultpotential hat. Es ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der obendrein noch Schlag bei den Frauen hat. Die ersten Seiten noch recht beschaulich nimmt der Roman doch recht schnell Fahrt auf und es fällt nicht leicht das Buch aus den Händen zu legen. Sprachlich ist es zweifellos kein Pulitzerpreis verdächtiges Buch, aber das solle es auch nicht sein, es soll unterhalten und dies ist sehr gut gelungen. Sehr plastisch werden die Figuren und Schauplätze beschrieben, so dass sie sich in meinem Kopf zu materialisieren scheinen. Insbesondere die Mutter und die Tante des Ermittlers haben es mir angetan, leicht schrullig haben die beiden mir viel Freude bereitet und mich auch schmunzeln lassen. Entfernt konnten sie mich an Miss Marple und Mr. Stinger erinnern. Ich vergebe für das gelungene Krimidebüt, 4 von 5 Sternen.

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  • Ein gelungenes Debüt mit leichten Schwächen, die man getrost vernachlässigen kann...

    Glycinien Mord
    unclethom

    unclethom

    22. June 2014 um 16:37

    Der Klappentext: Kurz vor ihrem Tod schreibt Gisela in Niederbayern das Wort »Glycinie« mit Blut auf ihre Bettdecke im Hospiz. In New York bekommt der erfolgreiche Ermittler und Dozent Dr. Jens Hauser eine kryptische Nachricht über illegale Machenschaften in seiner niederbayerischen Heimat. Nach Kelheim zurück zu kehren ist er nicht nur seiner Kindheitsfreundin Gisela schuldig, sondern vor allem sich selbst. Die Polizeipsychologin Lilian Blank verliebt sich bereits am Flughafen in den brillanten Kriminalisten. Dr. Jens Hauser genießt in Amerika einen untadeligen Ruf. In Bayern hat man Bedenken. Zunächst bekommt Jens für zwei Jahre einen Spezialauftrag vom Innenministerium. Mit Lilian und seiner New Yorker Assistentin Olivia arbeitet Jens an ungelösten Morden der bayerischen Nachkriegszeit. Was den Kriminalisten jedoch am meisten beschäftig ist seine eigene Vergangenheit. Zu viele Spuren, unter anderem der ungeklärte Tod seiner Freundin Gisela, führen zurück in das Jahr 1969. Schon bald ermitteln sie zu dritt in dem düsteren Glycinien-Mordfall, dessen zerstörerische Tentakeln bis in höchste Regierungskreise weisen. Nach dem erfolgreichen Weihnachtsroman »Maria sucht Josef« schrieb die in Bayern geborene Autorin Nicole Joens einen raffinierten Kriminalroman - ein Lesevergnügen ersten Ranges. Quelle: http://www.cindigofilm.de/bereich/verlag/ Die Autorin: Nicole Joens, geboren 1961 als Nicole Houwer in München, lebt seit zwanzig Jahren als Drehbuchautorin in Deutschland. Davor hat sie sieben Jahre lang in New York gelebt, um dort Film-, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft zu studieren. Nebenbei hat sie als Cutterin für Dokumentarfilme gearbeitet, um in der teuren Stadt zu überleben. "Maria sucht Josef" war ihr Erstlingswerk. Beim Piper-Verlag folgten unter dem Pseudonym Noemi Jordan zwei Liebesromane in einem spannenden historischen Kontext. In den Anthologien "Schneegeflüster", 2010 erschienen im Dianaverlag, und "Gelegenheit macht Liebe" 2012 erschienen beim Piper-Verlag, wurden zwei ihrer New Yorker Kurzgeschichten veröffentlicht. In zweiter Ehe glücklich verheiratet zieht sie mit ihrem Mann zwei Söhne in München groß. Ihre Produktionsfirma und den Verlag CINDIGO haben sie als Paar gemeinsam gegründet. Quelle: http://www.cindigofilm.de/bereich/verlag/ Die Rezension: Die Autorin war mir bisher nicht als Krimiautorin bekannt. Glycinienmord ist ein Krimi mit dem es ihr gelungen ist einen Ermittler zu schaffen der Kultpotential hat. Es ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der obendrein noch Schlag bei den Frauen hat. Die ersten Seiten noch recht beschaulich nimmt der Roman doch recht schnell Fahrt auf und es fällt nicht leicht das Buch aus den Händen zu legen. Sprachlich ist es zweifellos kein Pulitzerpreis verdächtiges Buch, aber das solle es auch nicht sein, es soll unterhalten und dies ist sehr gut gelungen. Sehr plastisch werden die Figuren und Schauplätze beschrieben, so dass sie sich in meinem Kopf zu materialisieren scheinen. Insbesondere die Mutter und die Tante des Ermittlers haben es mir angetan, leicht schrullig haben die beiden mir viel Freude bereitet und mich auch schmunzeln lassen. Entfernt konnten sie mich an Miss Marple und Mr. Stinger erinnern. Ich vergebe für das gelungene Krimidebüt, 4 von 5 Sternen.

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  • Eine gute Geschichte, jedoch für mich kein Kriminalroman!

    Glycinien Mord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. June 2014 um 22:03

    Rückentext: Kurz vor ihrem Tod schreibt Gisela Martin in einem Hospiz in Niederbayern mit Blut das Wort Glycinie auf ihre Bettdecke. In New York erhält der erfolgreiche Ermittler und Dozent Dr. Jens Hauser kryptische Nachrichten über zwielichtige Machenschaften in seiner Heimat und nimmt daraufhin einen Auftrag der bayerischen Regierung an. Gemeinsam mit der gewieften Berliner Polizeipsychologin Dr. Lilian Kämmerer und seiner attraktiven New Yorker Assistentin Olivia untersucht er schon bald in Bayern ungeklärte Todesfälle der Nachkriegszeit mit modernen forensischen Methoden. Dem Team wird schnell klar, dass bestimmte Fälle mit Absicht vetuscht werden. Eine Spur führt bis in Regierungskreise... Meinung: Der Schreibstil ist flüssig, angenehm und der Leser ist auch gleich in der Geschichte drin. Die Handlungsorte werden sehr bildhaft und detailliert wiedergegeben, so dass der Leser sich diese Gegenden sehr gut vorstellen kann. Die Informationen der Schlesierflüchtlinge sind gut recherchiert, sehr interessant und zum richtigen Zeitpunkt in die Geschichte eingefügt. Die Charaktere sind facettenreich und gut beschrieben. Jens war mir mit seinen Gefühlsschwankungen, was Frauen betraf, nicht sehr sympathisch. Für mich hätte Jens mit seinem „Liebeskarusell“ auch etwas weniger Platz in Anspruch nehmen können. Olivia und Lilian hingegen sind sehr sympathische Charaktere. Obwohl beide an Jens interessiert sind, kommen sie miteinander recht gut klar und wirken erwachsener als er. Die Spannung fehlte in dieser Geschichte leider komplett und ich würde dieses Buch nicht als Kriminalroman sehen. Fazit: Wer hier einen spannenden Krimi erwartet, wird leider etwas enttäuscht werden. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und kann ich auch empfehlen.

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  • Ein gelungener Krimi Auftakt

    Glycinien Mord
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    Das Buch ist schon vom Cover her ein Buch das man in der Buchhandlung zumindest in die Hand nimmt. Nachdem ich es angelesen hatte, wurde ich in meinen Erwartungen nicht enttäuscht und es lies sich gut lesen. Es hatte genau die Spannung die ich gerne habe und wurde trotzdem nicht langweilig. Ein gut geschriebenes Buch in dem die Liebesgeschichten des Ermittlers nicht so sehr ausufern das sie den Hauptteil bilden sondern sie laufen nur nebenher. Das Buch würde ich jedem empfehlen der einen gut geschriebenen Krimi mag aber auch die Spannung liebt.

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    • 2
  • Vergangenheit bringt Leid mit sich....

    Glycinien Mord
    kassandra1010

    kassandra1010

    18. June 2014 um 14:17

    Ein Roman über den Tod, die schwere Vergangenheit und eine offene Zukunft. Nicht unbedingt ein Krimi erwartet einen die Geschichte um Jens, seine Frauen und den Tod seiner besten Freundin.   Gisela Martin scheint in der letzten Phase ihrer Krebskrankheit Selbstmord begangen zu haben, aber Jens wird von New York nach Bayern abberufen um dort ungeklärte Mordfälle aufzuklären.   Seine ehemalige beste Freundin hat nach ihrem Tod eine To Do Liste hinterlassen und dank dieser taucht eine Leiche nach der anderen auf….

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  • Familienschicksal über die Zeiten hinweg

    Glycinien Mord
    EuleDorli

    EuleDorli

    16. June 2014 um 08:54

    Kurz vor ihrem Tod schreibt Gisela mit ihrem Blut das Wort "Glycinie" auf ihre Bettdecke. - In seinem New Yorker Büro bekommt Jens eine kryptische Nachricht über illegale Machenschaften von Giselas Vater. - Die Berliner Polizeipsychologin Lilian Blank verliebt sich auf Anhieb in den deutschen Kriminalisten Dr. Jens Hauser, als dieser nach 20 Jahren Aufklärungsarbeit in den USA in seinen Heimatort zurückkehrt. Schon bald ermitteln sie gemeinsam in dem düsteren Glycinien-Mordfall, der bereits in den 60er-Jahren erste Opfer forderte... (Klappentext) Die Autorin Nicole Jones hat mit dem ersten Band zur Ermittler-Reihe "Frauen morden besser" einen leicht lesbaren, flüssigen Roman (aber leider keinen Krimi) geschrieben. Die Protagonisten werden gut beschrieben und man findet sich leicht zurecht. Eine richtige Verbindung konnte ich zu den Personen nicht aufbauen, das liegt aber an mir und nicht am Roman. Jens Hauser wird als Ermittler eher vernachlässig. Sein Liebesleben steht hier im Vordergrund. Das Familienschicksal ist der Dreh- und Angelpunkt der Handlung, die vom Krieg bis zur Gegenwart führt. Ich hatte mich mehr auf einen Krimi eingestellt und bin deshalb ein wenig enttäuscht. Wer einen Roman lesen möchte, ist hier sicherlich gut aufgehoben.

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  • Leseprobe-Rezi

    Glycinien Mord
    SABO

    SABO

    Nicole Joens - "Glycinienmord" - CINDIGObook Das Cover ist einfach und stimmig, hinter schönen Glycinien, steht eine grüne Bank und ein schmaler Steinweg, der ins Verborgene führt. "Glycinienmord" - Der Name ist Programm, ein Duft, den 2 Kinder bis ins Erwachsenenalter nicht vergessen sollen.. Ein kleiner Junge findet einen toten Mann, er liegt in der Donau, der Junge ist neugieriger als ihm gut tut und so gehört die in der Flussbett treibende und steckengebliebene Leiche erst mal ihm ganz alleine, als er sich zu ihr durchgekämpft hat und sich das glänzende Medaillon, was dem Toten aus dem Hemdkragen blitzt, genauer ansehen will, löst sie sich und treibt zum nächsten Wassergebüsch, wo sie hängen bleibt. Krähengeschrei lässt ihn erschaudern, ohne einen weiteren Gedanken an seine Schuhe zu verschwenden, fängt er an zu rennen, die Stille die ihn umgibt, ist ihm zu laut, sein Herz rast, der Hund ist nicht zu finden, allein der Blick auf das Familienhaus der Martins beruhigt ihn ein wenig, dort findet er die völlig verängstigte kleine Gisela vor, ihr Vater kommt auf ihn zu und befiehlt ihm, auf sie aufzupassen, sie fragt nach ihrer Mutter. Inzwischen ist klar, das es sich um Mord handelt, die Menschen sind verunsichert, weil der Täter sich noch in der Gegend herumtreiben könnte. --------- Der Duft der Glyzinien transportiert noch viele Jahre später, eine grausige Erinnerung an den Mord von damals. Die vergebliche Suche nach Jens´ Hund und Giselas Mutter prägten seinen späteren Berugsweg als Ermittler. ------ Schon die Leseprobe von Nicole Joens´ "Glycinienmord" ist sehr spannend und um ein Weiterlesen kommt man nicht herum, man kann gespannt sein, auf das Buch und ich freue mich, den Ermittler Jens kennengelernt zu haben, wahrscheinlich wird danach, keine Glycinie mehr die Gleiche sein, wie sie es vorher war. ƸӜƷ。.✷¨¯`*✿。❀

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    • 3
    Wolfhound

    Wolfhound

    14. June 2014 um 16:13
    Arun schreibt Klingt gut.

    Klingt leider besser als es ist...

  • Ein Krimi mit verschiedenen Erzählsträngen

    Glycinien Mord
    Fabella

    Fabella

    Inhalt: 20 Jahre ist es her, dass er seine Heimat verlassen musste, weil er als junger Polizist jemanden tötete. Inzwischen ist er in Amerika ein erfolgreicher Ermittler und Dozent. Jetzt liegt seine Jugendfreundin im Sterben und bittet ihn, noch einmal nach Hause zu kommen, da sie ihren Vater beschuldigt, ein Mörder zu sein. Da auch die bayerische Regierung ihm einen Auftrag anbietet, kehrt er zurück. Doch die Schatten der Vergangenheit lassen sich nicht abschütteln. Viel zu schnell ist er verstrickt in ein Ränkespiel aus Geheimnissen, Anschuldigungen und ungeklärten Morden. Doch ist wirklich Giselas Vater darin verstrickt, oder leidet seine Jugendfreundin unter den Wirkungen des Morphiums? Gut, dass er bei seinen Ermittlungen direkt zwei tatkräftige Frauen zur Seite hat - Lilian, eine deutsche Polizeipsychologin und Olivia, seine New Yorker Assistentin. Erschwert wird das ganze allerdings durch die chaotischen Gefühle, die ihn hin und her reißen zwischen den Frauen. Meine Meinung: Krimis und ich, das wird nie eine große Liebe. Und leider musste ich das bei diesem Buch auch wieder feststellen. Zum einen reizte mich die wirklich verzwickte Geschichte sehr - wenn man so ein Buch anfängt, möchte man natürlich auch wissen, was dahinter steckt. Oder wer. Der Start war interessant, abwechslungsreich, doch hier und da auch etwas verwirrend, da unterschiedliche Erzählstränge zu unterschiedlichen Zeiten sich abwechselten. Natürlich hatte dies am Ende alles einen Sinn, aber hier und da erschwerte es mir das flüssige Lesen doch sehr. Den Hauptcharakter Jens fand ich im großen und ganzen sympathisch, auch wenn er mir mit seinen wechselhaften Gefühlen ein bisschen auf den Geist ging .. erst dies, dann doch jenes und dann noch was ganz anderes und am Ende .. tja, man weiß es nicht, das blieb irgendwie im Raum stehen ... aber wie ich gesehen habe, wird es um das dreier-Ermittler-Team ein weiteres Buch geben, man darf also gespannt sein. Die beiden Frauen an Jens Seite - Olivia und Lilian könnten unterschiedlicher nicht sein, doch kam mir Lilian zu verbittert und Olivia zu künstlich vor. Warm werden konnte ich mit keiner von Beiden. Und das ist es wohl auch, was mich dann im Mittelteil des Buches etwas langweilte und wo es mir nicht so schwer fiel, das Buch auch mal zur Seite zu legen. Ich konnte mich nicht fallen lassen, war nicht gefesselt, konnte mich nicht in eine der Personen hineinversetzen. Gut, ist vielleicht bei einem Krimi auch nicht unbedingt passend, sich fallenzulassen, aber das sind Sachen, die mich nun mal bei einem Buch begeistern. Hier ist es halt ein echter Krimi und von Krimi-Fans vielleicht damit auch mehr geschätzt, als ich das könnte. Für mich persönlich nahm das Buch dann am Ende noch einmal Fahrt auf und konnte mich wieder ein bisschen mitreißen. Fazit: Ein Krimi mit verschiedenen Erzählsträngen und verschiedenen Zeiten, die notwendig sind, um die ganze Geschichte zusammenlaufen zu lassen. Im Mittelteil war er mir ein bisschen zu langatmig, nahm dann aber wieder Fahrt auf und belohnte mit einem für mich nicht so vorhersehbaren Ende. Meine Wertung: Ich gebe zu, ich schwankte zwischen 3 und 4 - sprich 3,5 - da es das nicht gibt, runde ich auf, da mir 3 dann doch zu wenig waren.

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    • 3
  • Der Duft des Blauregens ....

    Glycinien Mord
    esposa1969

    esposa1969

    Hallo liebe Leser, ich durfte per PDF diesen Krimi vorab lesen und berichte nun über: == Glycinienmord - Kriminalroman == Autorin: Nicol Joens == Inhaltsangabe: == Kurz vor ihrem Tod schreibt Gisela in Niederbayern das Wort »Glycinie« mit Blut auf ihre Bettdecke im Hospiz. In New York bekommt der erfolgreiche Ermittler und Dozent Dr. Jens Hauser eine kryptische Nachricht über illegale Machenschaften in seiner niederbayerischen Heimat. Nach Kelheim zurück zu kehren ist er nicht nur seiner Kindheitsfreundin Gisela schuldig, sondern vor allem sich selbst. Die Polizeipsychologin Lilian Blank verliebt sich bereits am Flughafen in den brillanten Kriminalisten. Dr. Jens Hauser genießt in Amerika einen untadeligen Ruf. In Bayern hat man Bedenken. Zunächst bekommt Jens für zwei Jahre einen Spezialauftrag vom Innenministerium. Mit Lilian und seiner New Yorker Assistentin Olivia arbeitet Jens an ungelösten Morden der bayerischen Nachkriegszeit. Was den Kriminalisten jedoch am meisten beschäftig ist seine eigene Vergangenheit. Zu viele Spuren, unter anderem der ungeklärte Tod seiner Freundin Gisela, führen zurück in das Jahr 1969. Schon bald ermitteln sie zu dritt in dem düsteren Glycinien-Mordfall, dessen zerstörerische Tentakeln bis in höchste Regierungskreise weisen. == Das Cover: == Das Cover zeigt einen idyllischen Garten mit Bank und der Blauregen - Glyzinien - der wie Stalagmiten von den Zweigen hängt. Die toxischen Inhaltsstoffe des Blauregens lassen dem aufmerksamen Leser diese sofort mit einem Mord in Verbindung bringen, auch wenn man die Inhaltsangabe nicht gelesen hätte. == Leseeindrücke: == Das 169-starke Taschenbuch ist in einem Rutsch lesbar. Die 20 Kapitel sind allesamt recht kurz gehalten, so dass man - nimmt man sich vor kapitelweise zu lesen - diese gut einteilen kann. Vor eines jeden Kapitels erkenn wir anhand des Datums, zu welcher Zeit wir uns beim Lesen gerade befinden. Die Handlung beginnt anno 1969, als Jens (jetzt Ermittler, damals noch ein Bub) einen toten Mann, der in der Donau liegt, sich unbedingt ansehen möchte. Seine Kindheitsfreundin Gisela ist bei ihm, starr vor Angst und weinend. Sie kennt die Donauleiche: Es ist Jojo, der Freund der Mutter, der sie und die Mutter mit nach Italien holen möchte. Jens muss seiner Freundin versprechen, dies als sein Geheimnis zu bewahren, was ihn viele Jahrzehnte noch in seinen Träumen verfolgt, was er im Jahre 1969 gesehen hat. Dann macht die Handlung einen Zeitsprung von 40 Jahren nach vorne: Jens ist inzwischen erwachsen und lebt in Nw York. Mit Gisela sprach er nie wieder über diesen Tag, aber immer, wenn Jens später eine Glycinie blühen sah - so wie an diesem Tag - , wurde ihm leicht übel. Später in der Handlung kommt Dr. Jens Hauser wieder als Ermittlern zurück in seine Heimat. Hier soll er ungeklärte Morde ermitteln. Zur Seite stehen soll ihm hierbei die Polizeipsychologin Lilian Blank. Die dritte im Ermittlerbunde wird dann seine ehem. Kollegin Olivia aus New York. Seine Kindheitsfreundin Gisela ist inzwischen verstorben und schreibt im Hospiz das Wort »Glycinie« mit Blut auf ihre Bettdecke. Dieser "Fall" bringt ihn zurück in die Vergangenheit, die er sich mit Gisela teilte und dieser Fall wird ihm noch schwer zu schaffen machen und ihm nicht nur Sympathien entgegen bringen…. Der Roman hat mich von der ersten Seite an komplett gefesselt und ein wenig an Stand-by-me erinnert. Die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben. Ich konnte die Glycinien förmlich beim Lesen riechen. Keine allzu verzwickten Handlungsstränge, keine unlogischen Ungereimtheiten, alles schlüssig und das Ende perfekt gewählt. Dieser Kriminalroman hat mich bestens unterhalten und mit Bauchkribbeln von der ersten Leseminute an verschafft. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen für diesen fesselnden Krimi ! Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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    • 3
    esposa1969

    esposa1969

    10. June 2014 um 08:11
    sommerlese schreibt Da haben wir wohl verschiedene Bücher gelesen! Meine Ausgabe hat nicht 169 Seiten, sondern 334, die Kapitel beginnen nur einmal mit einem Datum und der Inhalt war für einen Krimi sehr unlogisch. ...

    Die Rezension hatte ich aufgrund der Vorablese-Zusendung verfasst, weil das die Aufgabe seinerzeit war und hinterher erst das Buch als gedrucktes erhalten, vllt. erklärt sich daher die ...

  • Ein Krimi mit einem Ermittler zwischen drei Frauen für 3,5 Sterne

    Glycinien Mord
    Jashrin

    Jashrin

    Als Kinder finden Jens Hauser und seine Freundin Gisela Martin eine Wasserleiche, doch damals wurden die Ermittlungen schnell eingestellt. Nach vielen Jahren in den USA kehrt Jens nun zurück in sein bayrisches Heimatdorf. Dort soll der erfolgreiche Ermittler ungeklärte Fälle der Nachkriegszeit bearbeiten. Unterstützt wird er dabei durch seine amerikanische Assistentin Olivia und Polizeipsychologin Lilian. Gisela, mit der er all die Jahre in Kontakt stand, stirbt kurz nach seiner Rückkehr an ihrer schweren Krankheit. Doch ihr Ableben scheint nicht ganz natürlich gewesen zu sein. Somit haben Jens und sein Team nicht nur die alten Todesfälle zu untersuchen, sondern auch Giselas Tod und die Machenschaften von Giselas Vater, den sie über Jahre immer wieder beschuldigt hatte. Nicole Joens Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Besonders die Protagonisten werden  facettenreich und detailliert geschildert, doch auch viele Nebenfiguren, besonders Jens‘ Mutter Anna, kann man sich sehr gut vorstellen. Einzig Lilian bleibt für mich etwas blass. „Glycinienmord“ ist der erste Krimi einer neuen um Jens Hauser und seine Assistentinnen, so dass es passend ist, gerade die Protagonisten so ausführlich darzustellen. Die geschichtlichen Aspekte - wie vor allem die Schlesier und ihre Flucht - sind gut recherchiert und geschickt in den Roman eingebunden. Manches wird zwar nur angedeutet und ich hätte mir ein wenig mehr Information gewünscht, aber insgesamt denke ich ist es in dieser Form sowohl passend für LerserInnen, die dieses Thema genauer interessiert, als auch für Leute, die gar keinen Bezug dazu haben. Auch wenn es sich bei dem vorliegenden Roman um einen Krimi handelt, so gibt es nur wenig Spannung und noch weniger Action. Letztere ist mir nicht so wichtig, die manchmal aufkeimende Spannung wurde für mich allerdings oft dadurch unterbrochen, dass Jens Hausers Liebes- und Privatleben doch einen sehr großen Teil des Romans einnimmt. In diesem Umfang für mich in einem Krimi nicht ganz passend platziert. Zudem kommt Jens leider nicht allzu sympathisch rüber, denn er verhält sich bezüglich Frauen eher wie ein pubertierender Siebzehnjähriger als wie der Mann über fünfzig, der er eigentlich ist. Zudem muss ich sagen, dass für mich seine Lebensgeschichte sehr konstruiert und unglaubwürdig ist. Die Frauengeschichten und seine eigenartige Vita haben mich leider den ganzen Roman hindurch gestört. Dennoch, ich habe den Roman nicht ungern gelesen und kann mir gut vorstellen auch den nächsten Band der Reihe „Frauen morden besser“ zu lesen. Dies liegt zum einen daran, dass ich nun viele Figuren kenne und es mich interessiert wie es mit ihnen weitergeht, und nicht zuletzt am wirklich angenehmen Schreibstil der Autorin.

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