Nicole Joens Maria sucht Josef

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Inhaltsangabe zu „Maria sucht Josef“ von Nicole Joens

Der Taxifahrer traut seinen Augen nicht, als sich im Schneematsch eine Hochschwangere mit zwei Kindern zu ihm ins Taxi quetscht. Dabei wollte er eigentlich gerade nach Hause fahren und in Ruhe eine seiner Country-CDs anhören. Miriam dagegen ist unsagbar erleichtert, endlich einen Taxifahrer gefunden zu haben, der sie zur Hebamme bringt. Ist das vielleicht ein Zeichen, dass in ihrem Leben nun alles besser wird? Nur wie soll sie ihm beibringen, dass sie gar kein Geld hat? Eine märchenhafte Geschichte, die Wunder wahr werden lässt.

Eine märchenhafte Geschichte, die an Wunder glauben lässt! Wunderschön zum träumen in der Vorweihnachtszeit !

— Marlee3007

Eine sehr bewegende Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt. Eine andere Seite von Nicole Hower, die man auch als Noemi Jordan kenn.

— zauberblume

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Gut geschrieben, regt zum Nachdenken an, berührt mich persönlich aber nicht genug.

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  • Maria sucht Josef

    Maria sucht Josef

    CarmenM

    22. October 2013 um 17:01

    Miriam ist schwanger, völlig mittellos und lebt seit fast einem Jahr in München. Die gebürtige Dresdnerin hat die beiden Kinder ihrer Schwester aufgenommen, die mit ihrem Mann tödlich verunglückte. In ihrer ausweglosen Situation trifft Miriam auf dem Münchner Weihnachtsmarkt auf den Taxifahrer Joe, der ihr und den Kindern nach einigem Zaudern hilft. Es beginnt eine Geschichte, die wie ein Märchen klingt und zu einem weihnachtlichen Wunder wird. Da treffen zwei verschiedene Welten aufeinander, beide vorbelastet und mit einer Menge Probleme. Da ist einerseits die Armut und andererseits die deutsche Bürokratie, unter der vor allem die Kinder zu leiden haben. Aber auch die Vergangenheit von Joe und Miriam hindert sie erst einmal daran ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dass die Geschichte im kalten Winter, in der Vorweihnachtszeit stattfindet, macht das Ganze noch emotionaler. Und so hofft der Leser die ganze Zeit, dass Maria ihren Josef auch findet. Eine schöne Lektüre für die Weihnachtszeit, die das Herz berührt, aber auch kritisch und nachdenklich macht.

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  • Die schönsten Weihnachtsbücher und Winterbücher 2013 - welche lest ihr in diesem Jahr?

    Daniliesing

    Ich persönlich liebe ja den Winter, weil es eine wunderbare Zeit zum Lesen ist. Man kann es sich dann so toll mit einem Buch und einem Kakako eingekuschelt gemütlich machen. Jedes Jahr lese ich auch ein paar Weihnachts- und Winterbücher und wollte einfach mal fragen, wer das noch so macht? Habt ihr Lust, hier einfach mal zu erzählen, welche Bücher ihr dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit lesen möchtet? Habt ihr schon welche im Blick? Ich fände es klasse, wenn wir uns hier bis Weihnachten über unsere Entdeckungen austauschen und damit natürlich auch tolle neue weihnachtliche Bücher entdecken können. Ich habe gerade mal meine Bücher zusammengesucht (Foto angehängt), die ich dieses Jahr zus Auswahl hätte. Teilweise sind es Neuerscheinungen aber auch schon ältere Bücher, die ich leider noch nicht geschafft habe zu lesen. Was lest ihr gern in der Weihnachtszeit - was wollt ihr 2013 lesen? Ich bin neugierig :-)

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  • Leserunde zu "Weihnachtsglitzern" von Mary Kay Andrews

    Weihnachtsglitzern

    muchobooklove

    Das Fest der Liebe mit der Autorin des Bestsellers ›Die Sommerfrauen‹ Man mag es kaum glauben, aber bald ist es schon wieder soweit: Das Fest der Liebe und der Familie steht vor der Tür! Das ist die perfekte Gelegenheit, um es sich mit dem neuen Buch von Mary Kay Andrews gemütlich zu machen und in Weihnachtsstimmung zu bringen. Bei "Weihnachtsglitzern" ist Sternenfunkeln inklusive! Mehr zum Buch: Eloise Foley liebt Weihnachten. Für sie ist es eine Zeit der Wunder und Träume, die schönsten Tage des Jahres. Sie freut sich auf gemütliche Abende im Kreise der Familie und mit ihrem Freund Daniel. Der sieht Weihnachten allerdings in einem ganz andern Licht, denn Daniel besitzt ein Restaurant und hat im Dezember kaum Zeit für Eloise. Nun bleibt ihr umso mehr Zeit bleibt, sich um ihr kleines Antiquitätengeschäft zu kümmern. Ganz besonders freut sich Eloise auf den alljährlichen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration in den Läden von Savannah, und sie dekoriert liebevoll ihr Antiquitätengeschäft. In einer alten Kiste findet sie eine blaue, glitzernde Brosche in Form eines Weihnachtsbaums. Davon inspiriert erschafft sie die Weihnachtswunderwelt »Blue Christmas«, passend zum berühmten Elvis-Presley-Song. Doch an einem chaotischen Verkaufstag verschwindet die Brosche – und eine geheimnisvolle Fremde hinterlässt Eloise Geschenke an den seltsamsten Orten. Purer Zufall oder wahre Weihnachtsmagie? Leseprobe Mehr über Mary Kay Andrews: Mary Kay Andrews wuchs in Florida auf, studierte in Georgia Journalismus und arbeitete dann einige Jahre als Redakteurin. Inzwischen hat sie mehrere Romane veröffentlicht und unterrichtet Kreatives Schreiben. Mary Kay Andrews lebt mit ihrer Familie in Atlanta, aber in ihrer Freizeit zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, eine wunderschöne Insel vor der Küste Georgias, USA. Ihre in Deutschland erschienenen Romane ›Die Sommerfrauen‹ und ›Sommerprickeln‹ sind große Bestseller. Möchtest du dich schon in Weihnachtsstimmung bringen und eine berührende Geschichte über die Familie, die Liebe und eine Menge Überraschungen lesen? Dann bewirb dich jetzt für eins von 20 Leseexemplaren, die wir gemeinsam mit dem Fischer Verlag für diese Leserunde* vergeben! Verfasse dazu hier einen Beitrag und verrate uns bis einschließlich 13. Oktober die Antwort auf folgende Frage: Wie sieht deine perfekte Weihnachtsdekoration aus und in welcher Farbe würdest du sie gestalten? *Im Gewinnfall sind eine Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten sowie das Verfassen einer abschließenden Rezension notwendig!

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Cappuccino-Mama

    Nachdem ich schon einige historische Romane der Autorin gelesen habe, die sie unter ihrem Pseudonym Noemi Jordan veröffentlicht hat, und die mich begeistert haben, habe ich in der Weihnachtszeit MARIA SUCHT JOSEF gelesen. Bei dem Buch soll es sich, so steht es auf dem Cover, um „Eine weihnachtliche Liebesgeschichte“ handeln. Das Cover: Ein hübsches Hellblau bildet bei diesem Cover den Hintergrund, auf dem sich weiße Wolken und verschieden große Punkte, die Schneeflocken symbolisieren, abheben. Im Vordergrund sieht man eine lächelnde, junge Frau, den Blick nach unten gerichtet, die eine rot-grau gemusterte Strickmütze trägt und eine dicke, graue Strickjacke. Zudem sieht man eine Hand auf dem Cover, das einen goldenen Weihnachtsbaumanhänger in Form eines Herzens hält. Die Handlung: Taxifahrer Josef Stadler, genannt Joe, ein Mann mittleren Alters, ist mit seinem Taxi Molly unterwegs. Es könnte eine Fahrt wie jede andere sein, hätte er diesmal nicht diese ungewöhnlichen Fahrgäste: eine hochschwangere Frau mit zwei Kindern steigt ein. Schon bald stellt sich heraus, dass die drei Fahrgäste völlig pleite sind und die Taxirechnung nicht begleichen können. Die schwangere Miriam Bechow hat nach dem Unfalltod ihrer Schwester und ihres Schwagers vor zehn Monaten ihre Heimat in Sachsen verlassen, nachdem ihr Lebensgefährte und sie sich getrennt hatten. Im fernen München wollte sie sich nun um ihren Neffen Bene und die kleine Nichte Anna-Sophie kümmern. Doch damit begann für Miriam der soziale Abstieg – ohne Arbeit und in ständiger Geldnot kämpft sich die alleinstehende Frau mit den beiden Kindern nun mehr schlecht als recht durch. Und zu allem Übel droht das Jugendamt auch noch damit, Miriam die Kinder wegzunehmen und damit die kleine Familie auseinander zu reißen. Und dann verlieren die Drei auch noch ihre Wohnung – und das kurz vor Weihnachten. Aber auch Joe musste bereits mehrere Schicksalsschläge verkraften, Und da er das einzige Kind seiner Eltern ist, lastet alle Hoffnung seiner Eltern auf Joes Schultern – der Wunsch, dass der Sohn endlich eine Frau findet, die mit ihm eine Familie gründet, ist groß bei den alten Leuten. Werden Miriam und Joe zusammenfinden? Meine Meinung: Sozialkritisch, bedrückend und dennoch romantisch – so würde ich die Handlung beschreiben. Es ist eine gelungene Mischung verschiedener Themen, die uns die Autorin Nicole Joens in dieser modernen Weihnachtsgeschichte präsentiert. Die Autorin konfrontiert die Leser mit Themen, wie den Verlust geliebter Menschen – seien es Eltern, Geschwister, Ehepartner oder Kinder. Aber auch das Thema Armut spielt hier eine zentrale Rolle: im eigentlich reichen Deutschland irrt eine schwangere, wohnungslose Frau mit zwei Kindern durch die Kälte, weiß nicht, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll, woher sie die nächste Mahlzeit nehmen soll. Da wird der Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten. Und man sieht, dass die, die eigentlich Hilfe leisten sollten, in diesem Fall die Ämter, eher zu Feinden mutieren. Um des lieben Geldes willen soll hier eine Familie auseinander gerissen werden. Es hat mich zwar nicht verwundert, aber dennoch geärgert, wie die Ämter sachlich, ohne eine Spur menschlicher Wärme handelten. Statt der jungen Familie zu helfen, legte man ihr Steine in den Weg, statt Unterstützungen hagelte es nur Drohungen. Dennoch – Miriam ist kein einfacher Mensch. Sie ist verbittert, das merkt man schnell, und sie ist stur und auch nicht gerade kooperativ im Umgang mit den Ämtern – mitunter ist sie richtig uneinsichtig, fast schon unreif. So richtig sympathisch kam Miriam leider nicht herüber – verständlich, wenn man sieht, was für Probleme sie hat, und was sie alles erdulden musste – die Mutter seit vielen Jahren tot, die Schwester und der Schwager ebenfalls und der eigene Vater ist auch weg. Sie, die keine eigene Familie hatte, musste sich in einer fremden Stadt von heute auf morgen um die traumatisierten Kinder kümmern, und mit ihrer Arbeit auch ihre eigentlich gesicherte Zukunft aufgeben. Fast schon ist man, angesichts Miriams Situation, versucht zu sagen, dass Kinder arm machen (können). Schnell merkt man: ist in unserer Gesellschaft jemand mittellos, dann kann es schnell geschehen, dass er mangels Geld zum Außenseiter wird. Diese Ausgrenzung muss in dieser Geschichte schon die Jüngste erfahren – weil die Kindergartenbeiträge nicht mehr gezahlt wurden, darf Anna-Sophie beim Krippenspiel nicht mehr in die Rolle der Maria schlüpfen. Und die Kindergärtnerin hat nicht einmal Mitleid mit dem kleinen Mädchen. Da ist es nur allzu verständlich, dass das kleine Mädchen die Welt nicht mehr versteht, ist es doch doppelt gestraft – es muss ohne Eltern aufwachsen und wird dann auch noch ausgegrenzt, weil es in Armut lebt. Aber einen kleinen Trost hat auch Anna-Sophie: ihre Puppe, mit der sie spricht und der sie ihre Sorgen anvertraut. Doch da ist die Zuflucht in der scheinbar auswegslosen Situation: Ein Taxifahrer, der selbst einige Schicksalsschläge hinnehmen musste (was dies ist, verrate ich an dieser Stelle nicht) und noch nach vielen Jahren sehr darunter leidet, könnte der Retter in (oder aus) der tiefsten Not sein. Doch eigentlich ist der Mann nicht so, wie er wirkt. Er ist durch die Geschehnisse in der Vergangenheit regelrecht kraftlos geworden. In Rückblenden, die fast über das gesamte Buch ins Geschehen eingearbeitet wurden, erfährt man, was es ist, das Joe so sehr zusetzt, ihm fast schon die Lebenskraft raubt. Aber in seinem Umfeld gibt es ebenfalls Personen, die es nicht leicht haben, die zu den Ausgegrenzten gehören: die Musiker aus Joes Band. Vielleicht fühlt er sich deshalb verpflichtet, Miriam zu helfen, damit sie nicht so endet, wie seine Freunde. Schade, dass Miriam ab und zu Joe gegenüber so launisch war, manchmal sogar regelrecht überheblich, z.B. wenn es um Musik ging. Da hätte sie sich doch besser etwas zurückgehalten. Benedikt, genannt Bene, finde ich für sein Alter schon (erschreckend) erwachsen. Nicht verwunderlich, hat er doch beide Elternteile verloren und fühlt sich als „Mann im Haus“ für seine kleine Schwester Anna-Sophie und „Tante Miri“ verantwortlich. Und so versucht er auch „seine beiden Frauen“ zu (be)schützen. Anna-Sophie ist die sensible, schon alleine aufgrund ihres Alters. Ganz klar – sie ist mit der gesamten Situation vollkommen überfordert, versteht oft die Welt nicht (mehr). - So verliert sie nicht nur ihr Zuhause, ihre Zuflucht, sondern erlebt auch noch im Kindergarten eine Ausgrenzung, der sie verständlicherweise nicht gewachsen ist. Und seine Tante bedarf schon deshalb seines Schutzes, weil sie sich aufgrund der Schwangerschaft in einer Ausnahmesituation befindet. Immer wieder entdeckt man in diesem Buch Parallelen zur Weihnachtsgeschichte: Maria, die vor mehr als 2000 Jahren hochschwanger, am Ende ihrer Kräfte, nach einer Unterkunft suchte – Miriam, die 2000 Jahre später nicht weiß, wohin sie mit „ihren“ Kindern soll. Aber auch Engel haben in dieser Weihnachtsgeschichte ihren Platz – sei es die Hebamme, die Miriam auch zur Seite steht, obwohl diese sie nicht bezahlen kann, oder die Eltern von Joe, die Miriam und den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln und ihnen herzlich gegenübertreten. Auf dem Bauernhof am Chiemsee findet Miriam all das, was sie und die Kinder lange vermisst haben – Wärme und sozusagen ein Shambala – dort wo Miriam bislang immer ihre Zuflucht gesucht hat. Immer wieder sind aber ins Buch mystische, bzw. spirituelle, Elemente eingebaut: da ist Shambala – der Ort, an dem Miriam immer wieder mit ihrem Geist Zuflucht sucht. Und am Ende, soviel sei verraten, tauchen immer wieder mystische Begebenheiten in der Handlung auf. Eigentlich ein guter Weg, den die Autorin hier beschritten hat, denn auf diese Art und Weise wird das erzählt, das ansonsten im Verborgenen geblieben wäre – schlimme Geschehnisse, die lange zurückliegen, die aber noch nach Jahrzehnten belasten und noch immer ihre dunklen Schatten werfen.. Musik scheint eine wichtige Rolle im Leben der Autorin zu spielen, spielt sie doch das gesamte Buch hindurch auch stets im Leben der Protagonisten eine wichtige Rolle – sowohl bei Joe, der ja in einer Band spielt, als auch bei der musikbegeisterten Miriam und den Kindern, deren Eltern Carola und Wassili ebenfalls Musiker waren – Musik verbindet ja bekanntlich und soll wohl auch als Bindeglied zwischen den ungleichen Protagonisten Miriam und Joe dienen. Der Schreibstil gefiel mir gut. Passend fand ich Joes bayrischen Dialekt, der dazu beitrug, das Ganze authentisch wirken zu lassen. Die mystischen, bzw. spirituellen, Elemente sind wohl eher Geschmacksache, gestört haben sie mich allerdings wenig bis gar nicht, nahmen sie doch nur relativ wenig Platz im Geschehen ein. Häppchenweise erfährt man erst im Verlauf der Handlung, was sich in Joes Vergangenheit zugetragen hatte, als Leser wird man hier auf die Folter gespannt und man stellt seine eigenen Vermutungen an. Das Cover ist wunderschön, ohne Frage, doch vermittelt es ein Bild der Harmonie und Unbekümmertheit – ein Stück „heile Welt“. Die junge Frau entspricht nicht meiner Vorstellung von Miriam, die ja schon fast vierzig Jahre alt ist. Dennoch finde ich das Cover zu einem kleinen Teil dennoch passend, denn letztendlich ist die Geschichte doch eine wunderschöne – voll Hoffnung und Zuversicht und hier gilt: Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Aber eines ist klar – ein anderes Cover wäre vielleicht passender gewesen – beispielsweise eines, das eine Frau mit zwei Kindern in der Dunkelheit zeigt, die in kaputten und fleckigen Kleidern durch den Schnee laufen, aber dieses hier ist optisch eben ansprechender. Fazit: Wer DIE typische, romantische Liebesgeschichte sucht, der ist hier falsch. Wer jedoch auf keinen Fall einen Heile-Welt-Roman sucht, ist mit diesem Buch sicherlich gut beraten. Ich gebe diesem Buch, das nicht sonderlich romantisch ist, sondern vielmehr sozialkritisch, aber das das Herz berührt, 5 Sterne.

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  • Leserunde zu "Maria sucht Josef" von Noemi Jordan

    Maria sucht Josef

    nicole_houwer

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. January 2013 um 15:53

    Weihnachts-Wundergeschichte * Miriam hat nach dem Unfalltod ihrer Schwester das Sorgerecht für ihre beiden Kinder bekommen und nun ist sie selbst auch noch hochschwanger und hat keinen Pfennig mehr in der Tasche. Glücklicherweise nimmt sie der Taxifahrer Joe trotzdem mit und damit beginnt für alle eine spannende und wunderliche Reise.... * "Maria sucht Josef" ist mein erstes Buch von Nicole Joens und es hat mir sehr gut gefallen. Aber als erstes möchte ich sagen, dass das Cover für mich nicht zur Thematik passt, damit sich Leser, die eine eher seichte Geschichte suchen, sich hier nicht "vergreifen", denn "Maria sucht Josef" mag einiges sein, aber es ist kein seichtes Buch für zwischendurch. * Nicole Joens Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Sie beschreibt die Situation in der sich Miriam mit ihren "Kindern" befindet sehr detailliert und schönt nicht - aber was sollte man auch an solch einer Situation schön reden können. Zwei Kinder, eines ungeboren im Leib und keinen Plan davon wie es weitergehen soll. jetzt fragt ihr euch bestimmt wieso, es dann eine "weihnachtliche Liebesgeschichte" oder aber eine "Weihnachts-Wundergeschichte" sein soll. Und da ist die Antwort wieder etwas einfacher, zwischenmenschliche Beziehungen und vor allen Dingen das Schicksal sorgen hier für ein Wunder und zeigen auf, dass Geld zwar wichtig ist, es aber noch viel viel wichtigere Dinge gibt, die man zum Leben braucht. * Aber machen wir und nichts vor, trotz allem ist der Großteil dieser Geschichte schon sehr traurig und stimmt den Leser nachdenklich. Miriram, die natürlich auch mit dem Tod ihrer Schwester und deren Mann zu kämpfen hat, hat plötzlich auch noch so viel Verantwortung zu tragen für die Kinder, sich und das Ungeborene. Und sie scheint nicht immer fähig dies so anzunehmen und so zu handeln, sie driftet in Traumwelten ab und die Kinder müssen viel mehr Verantwortung übernehmen, als gut ist und schon viel zu früh erwachsen werden. Eine Geschichte, wie sie sich ähnlich vielleicht in vielen deutschen Haushalten abspielen könnte und dennoch gibt diese Geschichte uns Hoffnung und zeigt, dass sich alles verändern kann und dass jeder Mensch auch mal einen Glücksgriff hat! * "Maria sucht Josef" ist eine nachdenklich stimmende Weihnachtslektüre, die mich fast komplett von sich überzeugt hat. Das einzige was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende und dafür gibt es auch einen Stern bzw. Herz Abzug - dennoch möchte ich euch dieses Buch für die Vorweihnachtszeit gerne ans Herz legen!

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    chaosprinzessin

    21. January 2013 um 01:10

    Der Inhalt: Miriam befindet sich momentan mitten im Chaos: Verantwortlich für die zwei Kinder ihrer verstorbenen Schwester, hochschwanger, Schulden, kein Job und gefühlte tausend andere Probleme. Wenn sich nicht schnell etwas ändert, werden die Kinder in Pflegefamilien gegeben und das ist wirklich das Letzte was wie will. Doch wie soll sie nur aus dem ganzen herauskommen? Ein ewiger Teufelskreis in dem sich vieles (aber nicht alles) um Geld und verschiedene Ämter dreht. Dann lernt Miriam den Taxifahrer Joe kennen und ihre gemeinsame Geschichte beginnt… Meine Meinung: Zunächst muss ich sagen, dass ich so ein Buch noch nie gelesen habe – eine echte Premiere. Nicole Joens hat eine interessante Geschichte geschrieben, die meiner Meinung nach leider viel zu gut in Deutschland passieren könnte. Man wird quasi zum Nachdenken gezwungen und muss ich mit der Thematik auseinandersetzen, sehr gut! Der Schreibstil ist sehr bildhaft und ausführlich, das Buch lässt sich gut lesen und nimmt einen richtig mit, sowohl in den fröhlichen Szenen als auch in den traurigen oder depressiven. Man fühlt richtig mit Miriam mit, kann auch gut verstehen warum Joe sich so verhält wie er es tut, bemitleidet die armen Kinder, die viel zu schnell erwachsen werden müssen etc. Sehr packend! Nach und nach werden immer Rückblenden eingebaut, in denen man mehr über die Leben der Protagonisten erfährt. Manchmal etwas langatmig aber immer sehr aufschlussreich. Nicht gefallen haben mir einige Textstellen / Stellen in der Geschichte, die irgendwie ins „Mystische“ abgeglitten sind – aber das ist wohl Geschmackssache. Miriam selber, als Hauptprotagonistin, löst in mir eher zwiespältige Gefühle aus. Auf der einen Seite setzt sie sich so wunderbar für die Kinder ein, auf der anderen Seite handelt sie manchmal so unverständlich und mir unbegreiflich und driftet oft in eine Art Traumwelt ab. Als weiteren Kritikpunkt muss ich definitiv das Cover anbringen. Es passt nach meinem Empfinden leider überhaupt nicht zum Buch und lässt ein völlig falsches Bild entstehen. Wenn man es sieht, denkt man an eine lockere Liebesgeschichte zu Weihnachten – und das ist „Maria sucht Josef“ nun wirklich nicht. Es gab also einige Dinge die mir nicht gefallen haben, aber auch einiges was mir gut gefallen hat. Auch wegen des Themas würde ich es dennoch weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Zauberdesregenbogens

    19. January 2013 um 14:38

    Die schwangere Dresdnerin Miriam hat sich nach dem Unfalltod ihrer Schwester und Schwagers deren beiden Kindern Bene und Anna-Sophie angenommen. Um die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen, ist sie zu ihnen nach München gezogen. Doch ohne Job werden die Ersparnisse sehr schnell aufgebraucht. Finanzielle Unterstützung hat sie keine. In der Vorweihnachtszeit spitzt sich die Situation zu. Miriam mittlerweile hochschwanger, ohne einen Cent in der Tasche, die Schulden wachsen ihr über den Kopf, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Auch den Behörden bleibt dies nicht verborgen. Zudem ist nun das Sorgerecht für die Kinder in Gefahr. Als sie vom Münchner Weihnachtsmarkt zu ihrer Hebamme fahren möchte trifft sie auf den Taxifahrer Joe. Wird er ihr rettender Engel sein? Sie wieder in die richtige Bahn lenken? Die Autorin hat die biblische Weihnachtsgeschichte der heutigen Zeit angepasst. Vor allem ihr unterhaltsamer flüssiger und bildlicher Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Dadurch konnte ich mich sofort in die Geschichte hineinfallen lassen. Ein Buch, das einen mitfühlen und mitfiebern lässt.

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2013 um 09:13

    Miriam steht das Wasser bis zum Hals! Nach dem Unfalltod ihrer Schwester und ihres Schwagers muss sie sich um ihre Nichte und ihren Neffen kümmern. Das allein wäre schon eine große Aufgabe, aber zu allem Überfluss ist Miriam hochschwanger, hat keinen Job, keinen Mann und vor allem kein Geld. Einen Plan aus der total verfahrenen Situation herauszukommen, gibt es für sie auch nicht, da sie weder von Behörden noch von irgendeiner anderen Stelle Unterstützung erfährt. Ein Wunder müsste her, sonst werden die Kinder wohl in einer Pflegefamilie landen. Kleinere gute Fügungen sind jedoch in Sicht. So findet Miriam eine Hebamme, die sich ohne Bezahlung um sie kümmert und sie lernt den Taxifahrer Joe kennen. Diesem spielt sie vor ihn bezahlen zu wollen, die Kinder verraten sich dann jedoch…aber es kommt noch schlimmer. Da sich unheimliche Mietrückstände angesammelt haben, wird die Wohnung der jungen Familie zwangsgeräumt. Mitten im Winter würde die Hochschwangere mit zwei Waisenkindern auf der Straße stehen, wäre da nicht Joe… Nicole Joens hat es mal wieder geschafft mich mit ihrer Geschichte und ihrem bildhaften Schreibstil in ihren Bann zu ziehen. Sofort kann man die Verzweiflung der Protagonistin nachfühlen und ihr am liebsten eine helfende Hand reichen. Die Behörden, die Miriam teils herablassend behandeln und letztlich allein lassen, machen wütend. Dabei versucht Miriam doch alles in ihrer Macht stehende. Sie kümmert sich liebevoll um die Vollwaisen, hat den Tod ihrer Schwester und eine unschöne Trennung zu verarbeiten, neben einer sehr überraschenden Schwangerschaft. Der Taxifahrer Joe wirkt zunächst recht hart, doch der Leser erkennt schnell, dass er einen weichen Kern hat, aber auch eine schwierige Vergangenheit, wie die teils etwas langatmigen Rückblenden deutlich machen. Alle ihre Erfahrungen führen zu teils überraschenden Momenten, die einen gelegentlich mit dem Kopf schütteln lassen, aber so bleibt die Handlung spannend. Fazit: Wer eine emotionale Geschichte sucht, die häufig traurig ist, aber Lichtblicke bietet, sollte auf jeden Fall„Maria sucht Josef“ lesen!

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    claudia_seidel

    15. January 2013 um 19:03

    „Maria sucht Josef“ ist der erste Roman von Nicole Joens, die in München geboren wurde und nach einigen Jahren in New York wieder in München und im Chiemgau, den beiden Schauplätzen dieses Romans lebt. Der Roman spielt in der Vorweihnachtszeit. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die hochschwangere Miriam, ihre Nichte Anna-Sophie, die im Kindergartenalter ist, und ihr Neffe Bene, der schon in die Schule geht. Miriam stammt eigentlich aus Dresden und arbeitete dort an der Musikhochschule und als freischaffende Künstlerin, liiert war sie mit dem Vater ihres ungeborenen Kindes, einem Lehrer. Nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Schwester und deren Mannes ist sie die nächste Verwandte der beiden Kinder und so ziehen diese zunächst aus München zu ihr nach Dresden. Nachdem ihr Lebensgefährte aber kein Interesse an Kindern und bereits eine neue Geliebte hat, und die Kinder sich nach München sehnen, zieht Miriam mit ihnen zurück in die alte Heimat der Geschwister. Allerdings stellt sie bald fest, dass sie schwanger ist und somit nicht in der Lage in der neuen Stadt freiberuflich genug Geld für sich und die Kinder zu verdienen. Die Schulden werden immer mehr und auch das Jugendamt bereitet Probleme und droht, ihr die Kleinen wegzunehmen. Schließlich hat sie nur noch wenige Cents einstecken, kann sich nicht erlauben, mit den Kindern beim Schwarzfahren erwischt zu werden, aber muss zu ihrer Hebamme. So landet sie mit den Geschwistern im Taxi von Joe, der zunächst nichts von der finanziellen Misere seiner Kundin ahnt. Auch er hat in der Vergangenheit einige unschöne Dinge erlebt, wie man im Verlauf der Geschichte erfährt. Er nimmt sich den Dreien zunächst eher unfreiwillig und aus Mitleid mit den Kindern an, mit der Zeit findet er aber auch Miriam auf eine gewisse Weise anziehend. An sich ist die Idee zum Buch gut. Es zeigt, wie leicht man auch bei uns in Deutschland unverschuldet in Not geraten kann und verdeutlicht sehr anschaulich, wie vor allem die Kinder darunter leider. Besonders Bene, kann nicht mehr Kind sein, sondern wirkt oft wie ein kleiner Erwachsener. Auch zum Trauern bleibt durch die schlimme finanzielle Situation nicht genug Raum. Hier leidet man in verschiedenen Situationen sehr mit den beiden Kleinen mit. Miriam wuchs mir dagegen wenig ans Herz, da ich mich kaum mit ihr identifizieren konnte. Sie scheint vor dem Ärger mit den Behörden davonzurennen, anstatt sich den Problemen zu stellen, belügt diejenigen, die ihr helfen wollen oder verletzt sie sogar, indem sie sie arrogant von oben herab behandelt. Und sie flüchtet sich häufiger in eine Traumwelt und überlässt die verstörten Kinder sich selbst. Die Leidtragenden dabei sind die beiden Geschwister und natürlich auch Miriam selbst, die zudem noch hochschwanger und ohne irgendeine Perspektive ist. Aus ihrer Sicht sind aber an allem andere Schuld, die Behörden oder auch Menschen, die einer „spießigen“ normalen Arbeit nachgehen und nicht genug Verständnis für Künstler haben. Was mich zudem gestört hat, sind die immer wieder vorkommenden mystischen Stellen und teilweise zu ausführlich geratene Rückblicke in Miriams und Joes Vergangenheit, die nicht alle unbedingt für den Verlauf der Handlung notwendig gewesen wären. Auch der Schreibstil trägt in gewisser Weise dazu bei, dass man Miriam mit einer gewissen Distanz gegenübersteht und sich nicht richtig in sie hineinversetzen kann. Auf Joes bayerischen Dialekt hätte ich beim Lesen ebenfalls verzichten können, auch wenn er kein Hindernis für das Verständnis darstellte. Ungünstig finde ich zudem die Covergestaltung des Buches. Diese schürt ganz andere Erwartungen beim Leser, indem sie mit ihren Pastellfarben und dem verliebten Blick der jungen Frau mit Weihnachtsmannmütze eine romantisch-leichte Liebesgeschichte suggeriert. Auch der Titel könnte besser gewählt sein, da er für mich in mehreren Hinsichten nicht ganz passend ist. Zunächst unterscheidet sich Miriams Situation doch sehr von der von Maria aus der Weihnachtsgeschichte, sodass die Schwangerschaft eigentlich die einzige Parallele darstellt. Zudem hat Miriam auch wenig mit der Kirche am Hut, wie im Buch deutlich wird, weshalb mir der biblische Vergleich irgendwie störend erscheint. Außerdem denke ich, dass es genauso gereicht hätte, das Buch im kalten Winter spielen zu lassen und den Verweis auf die weihnachtliche Liebesgeschichte und die weihnachtliche Gestaltung des Covers wegzulassen. Dadurch wäre der ernste Hintergrund mehr ins Blickfeld gerückt und es hätte zudem den Vorteil, dass es keine Käufer verschreckt, die so annehmen, es handle sich um einen Roman, den man besser um die Weihnachtszeit liest.

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Henriette

    14. January 2013 um 16:14

    Miriam, hochschwanger, kümmert sich um die Waisen Benedikt und Anna-Sophie. Die Beiden sind die Kinder Miriams tödlich verunglückten Schwester. Nun hat aber Miriam das Problem, dass sie keine Arbeit und keinen Partner hat. Somit ist die Versorgung der Kinder nicht gesichert. Kurz bevor ihre gesamte Welt einzustürzen droht, lernt sie den Taxifahrer Joe kennen. Da Miriam kein Geld hat und doch irgendwie mobil sein muss, versuchen sie es mit Joe. Joe ist hin und her gerissen zwischen Hilfsbereitschaft und Nichtakzeptanz der ausweglosen Situation von Miriam und den Kindern. Es entwickelt sich zusehends eine Verbindung zwischen allen. Und doch versuchen Miriam und Joe sich dagegen zu wehren. Und kommen in eine verzweifelte Lage. Ich gebe zu, dass dieses Thema mich schon sehr getroffen hat. Doch ich muss sagen, dass es mir zu geballt war. Armut bei Alleinerziehenden ist ein sehr ernst zu nehmendes Thema. Und es sind bestimmt tausende von Windmühlen, gegen die man gegenankämpfen muss. Doch ich bin mit der Voraussetzung einer weihnachtlichen Liebesgeschichte an das Buch herangegangen. Und wurde mit derart vielen Problemen traktiert, dass ich absolut unmotiviert war, dass Buch zu Ende zu lesen. Die gesamte Geschichte war voll mit negativer Stimmung, und sehr langatmig geschrieben. Der Schreibstil an sich war schon gut zu lesen, bis auf den bayrischen Dialekt. Ich mag grundsätzlich keine Dialekte in Büchern. [B]Fazit:[/B] Ich vergebe für diese Liebesgeschichte nur drei von fünf Sternen, da ich für mich persönlich etwas anderes erwartet habe.

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Nefertari35

    Maria sucht Josef - Nicole Joens Kurze Inhaltsangabe: Miriam ist finaziell am Ende. Ihre Schwester und deren Mann sind bei einem schweren Autounfall tödlich verunglückt und haben zwei Kinder zurückgelassen, die nun bei Miri aufwachsen sollen. Zu allem Überfluß wird sie von ihrem Lebensgefährten schwanger,, der sie aber noch aus der gemeinsamen Wohnung wirft, bevor sie ihm dies sagen kann. Sie bezieht die Wohnung ihrer verstorbenen Schwester und versucht für die Kinder dazusein, so gut es geht. Aber dann gerät sie in die Mühlen der Verwaltung, des Jugendamtes usw. Ihr werden keine Gelder zugesprochen, es wird gedroht ihr die Kinder wegzunehmen und dann läßt der Vermieter auch noch die Wohnung zwangsräumen. In all diesem Chaos taucht der Taxifahrer Joe auf, der die drei zu Miris Hebamme fahren soll, ohne zu wissen, das die Schwangere ihn gar nicht bezahlen kann. Nach vielen Kilometern und vielen Fahrten kommt es raus und Joe ist zuerst stinksauer, aber irgendetwas reizt in an der Frau und er nimmt sie und die Kinder, die ihm schon ans Herz gewachsen sind, wieder mit. Letztendlich bringt er die drei sogar zu seinen Eltern auf den heimatlichen Bauernhof. Ob Miri ihre Probleme wohl in den Griff bekommt? Ist Joe wohl ihr Josef oder kommt gar alles ganz anders? Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und doch aufwühlend geschrieben. Man kann gar nicht glauben, das einen die Ämter so im Stich lassen können. Das ist doch reine Willkür. Traurig, wirklich traurig. Die Charaktere sind sehr schön beschrieben, wobei die Miriam manchmal etwas zu verrückt rüberkommt. Die Kinder Bene und Anna-Sophie können einem echt leidtun. Das sie in ihren jungen Jahren schon soviel mitmachen müssen. Joe ist ein echter Cowboy. Er hat das herz am rechten Fleck, genauso wie seine Eltern. Seine kumpels lassen sich nicht so leicht einordnen, aber der Miri Geld geben, damit sie nach Dresden verschwindet, ist nicht in Ordnung. Die Handlung ist manchmal richtig zauberhaft, bis einen die Realität gnadenlos wieder einholt, in Form eines nicht verstehenden Jugendamtes oder Vermieters. Eigene Meinung: Mir hat die Story ganz gut gefallen. Miri war mir persönlich oft zu daseinsfremd. Das hat mich schln gestört, weil sie da die Kinder immer sich selber überlassen hat. Joe hat mir sehr imponiert. Er ist über seinen eigenen Schatten gesprungen und hat trotz seiner Geschichte, geholfen, auch wenn er eigentlich erst nicht wollte. Ich hätte die drei am liebsten oft eingesammelt und ihnen geholfen. Es ist wirklich schlimm, das bei uns Menschen unverschuldet so in Not geraten können und die Ämter nix, aber auch gar nix tun. Ich bin selber Mutter von drei Kindern und ich weiß, wie es ist, wenn man vom Staat maö was braucht - kopschüttel, aber ich bin nicht alleinerziehend. Es ist wirklich schlimm, das man Menschen einfach die Armut abschiebt und hinterher war dann keiner Schuld. Ein paar Szenen in der Geschichte fand ich jetzt nicht so toll oder übertrieben dargestellt, aber alles in allem war sie, gerade jetzt zu Weihnachten, wirklich schön zu lesen. Ich gebe vier Sterne.

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Gela_HK

    Inhalt: Kurz vor Weihnachten versucht die hochschwangere Miriam zusammen mit den beiden Kindern ihrer verstorbenen Schwester ein Taxi für eine Fahrt aufs Land zu einer Hebamme zu bekommen. Nach mehreren grantigen Abfuhren verschiedener Taxifahrer, erklärt sich Joe bereit, die kleine Gruppe zu fahren. Doch aus einer scheinbar normalen Taxifahrt wird eine Odyssee durch München bis hinaus ins Allgäu zu Joes Eltern, in deren Verlauf einiges aus der Vergangenheit sowohl bei Joe wie auch bei Miriam verarbeitet werden muss. In der längsten Nacht des Jahres zu Santa Lucia spitzen sich die Ereignisse dann zu. Meine Meinung: Nach dem Cover und Titel des Buches "Maria sucht Josef - Eine weihnachtliche Liebesgeschichte" erwartet man im ersten Moment eine romantische weihnachtliche Geschichte. Ganz im Gegensatz dazu wird man mit dem Schicksal einer plötzlich alleinerziehenden hochschwangeren Frau konfrontiert, die gegen den Paragraphendschungel der Ämter verloren hat und jetzt zusammen mit zwei Kindern auf der Flucht vor den Behörden ist. Besonders ergreifend sind die Gefühle und Seelenschmerzen der Kinder beschrieben, die ihre toten Eltern vermissen und gleichzeitig versuchen, stark und erwachsen mit der Situation umzugehen. Alle Hauptpersonen der Geschichte, versuchen für sich einen Weg aus der Trauer zu finden und spüren gleichzeitig das Leid der anderen. Dabei spielt auch die Kraft der Musik eine große Rolle. Es geht aber auch um das selbstlose Handeln des Taxifahrers Joe, der drei ihm völlig unbekannte Personen unterstützt ohne nach dem Grund ihrer Armut und Hilflosigkeit zu fragen. Fazit: Eine tiefgründige und betroffen machende Erzählung, die einem deutlich macht, wie schnell man in der heutigen Gesellschaft zum Aussenseiter werden kann. Mir hat das Buch gut gefallen. Lediglich die leicht mystischen Phantasien von Miriam konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, deshalb gebe ich gern 3,5 Sterne.

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Anni1609

    Ende gut, Alles gut? Miriam steht der Ärger bis zum Halse: sie ist hochschwanger, der Geburtstermin steht kurz bevor, sie ist verantwortlich für Nichte, Anna-Sophie, und Neffe, Bene, die durch den Unfalltod der Eltern zu Vollwaisen wurden, sie hat keinerlei Geld mehr und das Schlimmste, sie hat keine Ahnung, wie sie diese Situation noch ändern kann. Sie braucht ein Wunder. Solch eines scheint aber nicht kommen zu wollen. Allerdings gibt es zum Glück kleine Lichtblicke: sie findet eine Hebamme, die sie auch ohne Bezahlung behandelt und die Geburt begleiten wird und sie lernt den Taxifahrer Joe kennen, der sie zur Hebamme fährt und auch wieder abholt. Dieses macht er allerdings nur, da Miriam ihm falsche Tatsachen vorspielt. Leider kann es aber auch noch schlimmer kommen: die Wohnung von Miriam, Anna-Sophie und Bene wird von Polizisten geräumt, da sie die Miete nicht mehr zahlen konnten. Wie wird Miriam diese ganzen Probleme lösen? Nicole Joens hat mit ihrem Roman „Maria sucht Josef“ eine wunderschöne, aber auch dramatische Geschichte herausgebracht, die gerade in der Weihnachtszeit sehr passend ist. Gleich am Anfang der Handlung zieht die Protagonistin Miriam den Leser in ihren Bann und lässt ihn mitfühlen. Der Leser fühlt die Verzweiflung von Miriam hautnah und möchte ihr am liebsten zur Hilfe eilen. Diese Figur ist von der Autorin liebenswert und vor allem stark dargestellt. Mit ihr kann sich der Leser identifizieren. Sie setzt sich über die Maßen für ihre Nichte und Neffen ein, für die sie die Fürsorge nach dem Tod derer Eltern übernommen hat. Sie selbst wollte niemals eigene Kinder bekommen, ist aber nun von ihrem Ex-Freund schwanger. Als Gegenpart zu dieser verzweifelten Frau setzt Joens den etwas brummigen Taxifahrer Joe. Seine liebenswerten Seiten versteckt er zu Beginn geschickt, allerdings ist dem Leser von Anfang an klar, dass sich seine Art durchaus noch ändern kann. Beiden Hauptdarstellern dichtet die Autorin eine umfassende, von vielen Tiefschlägen durchzogene, Vergangenheit an. Der Handlungsablauf des Romans ist zeitlich nicht chronologisch aufeinander abfolgend. Der Haupthandlungsstrang ist zeitlich korrekt und spielt sich in der Gegenwart ab. Allerdings ist die Handlung gespickt mit vielen Informationen aus der Vergangenheit der Personen der Handlung. Erst nach und nach werden dem Leser die Inhalte aus Vergangenem präsentiert, die ein tieferes Verständnis der Gegenwart ermöglichen. Sowohl Miriam als auch Joe haben viel in früheren Zeiten erlebt. Dem Leser erklärt sich durch diese Einschübe das Verhalten der Einzelnen. Allerdings sind diese umfassenden Rückblenden ab und zu ein wenig zu langatmig und ausführlich. Dieses Gefühl überkommt den Leser zum Glück nicht all zu häufig. Während der Handlung kommt es häufiger zu überraschenden Wendungen, die der Leser nicht vorhersehen kann. Darüber hinaus bietet die Handlung stets ein Auf und Ab der Gefühle. Das Ende ist nicht frühzeitig erkennbar. Nicole Joens hat eine wunderbare Art zu Schreiben und zu Beschreiben. Der Roman liest sich wahnsinnig flüssig, die Handlung zieht den Leser in den Bann. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, so dass es dem Leser möglich ist, gedanklich die Handlungsplätze zu konstruieren. Die Kapitel sind ab und zu etwas zu lang gehalten. Eine Lesepause muss frühzeitig geplant werden, da zudem auch wenige Absätze vorhanden sind. Der Schreibstil ist leicht verständlich. Der Roman ist im Piper-Verlag erschienen. Mir lag er im Taschenbuchformat vor, die Covergestaltung halte ich für gelungen und ansprechend. Der Roman besteht aus 352 Seiten. Mein Fazit zum Roman „Maria sucht Josef“ von Nicole Joens fällt überaus positiv aus. Die Handlung hat mich von Beginn an fasziniert und begeistert. Die Geschichte ist zwar häufig sehr traurig, aber für ausreichend Lichtblicke ist gesorgt. Gerade in der Vorweihnachtszeit hat mir die Stimmung des Romans sehr zugesagt. Ich kann diesen Roman nur empfehlen! Sehr gut gelungen.

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  • Rezension zu "Maria sucht Josef" von Nicole Joens

    Maria sucht Josef

    Linny

    Maria sucht Josef eine heitere Liebesgeschichte die in der Weihnachtszeit spielt. Miriam hochschwanger und zwei kleine Kinder am Arm. Steigt in ein Taxi ein. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Aber weit gefällt. Miriam kennt ihr Fahrziel eigentlich nicht. Sie weiß nicht wohin. Und der Taxifahrer mit seinem ruhigen Leben zufrieden und auf den Weg nach Hause in seinem verdienten Feierabend. Und mit Weihnachten hat er nun gar nichts am Hut. Er ist ein richtiger Weihnachtsmuffel. Hält er doch an. Und mit dieser ungewöhnlichen Fracht nimmt sein Leben richtig fährt auf.

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