Nicole Joens Tanz der Zitronen

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Inhaltsangabe zu „Tanz der Zitronen“ von Nicole Joens

Ein erhellender und teils humorvoller Insiderbericht über eine anfängliche Traumkarriere als Drehbuchautorin, die nach und nach von Skandalen, Korruption, Zensur, einem jahrelangen Gerichtsverfahren und dem frühen Tod einer ZDF-Redakteurin überschattet wird.

Danke für die vielen hilfreichen Kommentare!!!! Die Autorin.

— nicole_houwer

aufschlußreich

— wandablue

Erschreckender und ernüchternder Blick hinter die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten! Modernes Sklaventum??

— mabuerele

Erstaunt, erschüttert, ernüchtert bin ich jetzt .. danke!

— Fabella

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  • Hinter die Kulissen

    Tanz der Zitronen

    LolitaBuettner

    09. October 2016 um 16:14

    Ernst und doch mit Humor erzählt die Drehbuchautorin Nicole Joens in ihrem Buch "Tanz der Zitronen" von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen im Filmgeschäft. Sie gewährt Einblicke, die dem Leser nicht gefallen werden.Mehr als 20 Jahre arbeitet die Autorin für gute Unterhaltung und scheitert immer wieder an Redakteuren von ARD und ZDF. Diese nutzen ihre Machtstellung gern zu ihren Gunsten, nicht aber für die Qualität. "Redakteure sind keine Urheber, versuchen aber stets die kreative Kontrolle an sich zu reißen", schreibt Joens und weiter: "In den Redaktionen heißt es gerne, intelligente Geschichten seien zu anstrengend. Kann man seichte Volksverdummung schreiben, bekommt man heutzutage als Autor viele Aufträge."Das kann ich so unterschreiben. Ich selbst habe versucht, für ein Doku-Soap-Format zu schreiben. Es lockte mich die gute Bezahlung. Ich bin kläglich gescheitert. Schon beim Schreiben hatte ich Probleme. Dabei habe ich sonst immer eine blühende Fantasie. Es ging um Geheimnisse. Ich saß tagelang vor meinem Laptop und starrte auf die Zeilen, die nicht plakativ oder übertrieben genug sein wollten. Am Ende gab ich auf.Auslöser für das Buch "Tanz der Zitronen" war der Tod einer machtvollen Redakteurin. Im Buch heißt sie Annika. Der Leser erfährt von Schleichwerbung, Korruption, Skandalen und Missgunst. Aber auch von der Respektlosigkeit gegenüber den Menschen, welche die Geschichten schreiben, die wir uns abends gemütlich auf dem Sofa ansehen. Eine Passage gefiel mir besonders. ARD und ZDF, die immer wieder im Klinsch miteinander stehen, begegnen sich personifiziert bei der Tanztherapie. Sehr unterhaltsam. Das sollte man auch mal verfilmen. Ein wahrhaftiges Buch, das für Ernüchterung sorgt.

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  • Sauer macht nicht immer lustig.

    Tanz der Zitronen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Autorin hat dieses Buch basierend auf der Tatsache zwanzigjähriger Tätigkeit als freischaffende TV-Autorin für öffentlich-rechtliche Sender geschrieben. Sie prangert vor allen Dingen die unlauteren Machenschaften an, nach denen dort - unter Vertuschung der wirklichen Gegebenheiten - die Ellbogenpraktik, die allgemein in der freien Marktwirtschaft üblich ist, noch weitaus skrupelloser betrieben wird. Sie zeigt uns den Zuschauer dort postiert, wo ihn die Verantwortlichen abgestellt haben - in der Ecke des gebührenzahlenden, arglosen, ja dummen Konsumenten, der nicht mehr großartig hinterfragen sollte, was eigentlich mit seinen Geldern geschieht, die monatlich so ordentlich und rechtmäßig eingezogen werden. Er soll möglichst keinen negativen Kommentar abgeben, aus dem hervorgeht, dass die servierten Programme schlechter werden, man alte, ausgeleierte Sendungen wiederholt, um die Zeit zu füllen oder begabte Talente mit ihren Werken nicht zum Zuge kommen läßt, weil korrupte Vorteilsgabe eben nicht von schriftstellerischer Überzeugung besiegt werden kann. Erschreckend auch ist der Einfluss, den politische Gremien auf die Programmgestaltung nehmen, die damit ihrer ursprünglichen Verpflichtung nicht mehr ausreichend nachkommen, ja nahezu vertragsbrüchig werden, wenn man die Statuten heranzieht, denen sie gerecht werden sollten. Der Leser ist sprachlos im Angesicht der Details, die von einer Insiderin öffentlich gemacht werden und fragt sich ernsthaft, ob solche Dinge wirklich möglich sind. Es ist das erste Sachbuch - im weitesten Sinne möchte ich es als ein solches bezeichnen -, dass ich von Nicole Joens in Händen halte. Die Autorin ist eine Persönlichkeit mit vielen schriftstellerischen Facetten. Ob in ihrer anrührenden Weihnachtsgeschichte "Maria sucht Josef" auch unter dem Pseudonym Joens oder als Noemi Jordan in ihren Romanen "Insel der schwarzen Perlen" und "Tal der tausend Nebel", hat sie jedes Mal auf ganz unterschiedliche Weise verstanden, ihre Leser zu faszinieren. In diesem Schriftwerk offenbart sie unerschrocken und mutig desolate Zustände, die eine Reihe von Verantwortlichen lieber im Dunkel gelassen hätten, und dafür sollte man ihr Anerkennung zollen, in der Hoffnung, dass ihr Beispiel Schule macht.

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  • Ihr wolltet immer schon wissen, was die GEZ mit eurem Geld macht? Dann liest dieses Buch!

    Tanz der Zitronen

    AddictedToBooks

    01. January 2014 um 20:21

    Klappentext: Ein erhellender und teils humorvoller Insiderbericht über eine anfängliche Traumkarriere als Drehbuchautorin, die nach und nach von Skandalen, Korruption, Zensur, einem jahrelangen Gerichtsverfahren und dem frühen Tod einer ZDF-Redakteurin überschattet wird. Nicole Joens erzählt in ihrem Sachbuch "Tanz der Zitronen - Insidergeschichte einer Drehbuchautorin oder warum der Boxkampf unsere neue Kultur ist" über ihre Zeit als Drehbuchautorin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD + ZDF) und was sie währenddessen alles mitbekommen hat. Sie erzählt, dass Korruption und Bestechung fast alltäglich sind. Nicole Joens selbst musste das miterleben, denn sie musste ihr geschriebenes Drehbuch ändern. Nachdem sie aber ablehnte, wurde sie angezeigt. Neben ihrer Geschichte erklärt die Autorin auch, wie mit unserem Geld für die GEZ umgegangen wird, was damit bezahlt wird, etc. Wen also dieses Thema interessiert, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Es ist nicht leicht, in der heutigen Zeit seine Meinung zu sagen bzw. die Wahrheit zu verbreiten, vor allem, wenn es um sehr bekannte Firmen, Personen oder in diesem Fall dem Fernsehen geht. Da Nicole Joens den Mut erbracht hat, uns ehrlich zu erklären, wie die Welt in und um ARD und ZDF funktioniert, erhält sie von mir zusammen mit einem großen DANKE 4 Sterne.

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  • Tanz der Zitronen

    Tanz der Zitronen

    Blaustern

    ARD und ZDF, die öffentlich-rechtlichen Sender. Wofür stehen sie eigentlich? Für die Versorgung der Bürger unseres Landes mit freischaffender Kultur, aktuellem Weltgeschehen, Wissen und Aufklärung ohne staatliche Zensur? Weit gefehlt. Nicole Joens beschreibt in ihrem Buch, was sich wirklich hinter den ach so seriösen Kulissen abspielt. 20 Jahre war sie als Drehbuchautorin bei ARD und ZDF tätig. Taumjob? Keinesfalls. Was sie dort erlebt hat, entwickelte sich zu einem Albtraum. Skandale, Korruption, Zensur, jahrelange Gerichtsverfahren gegen aufdeckende Künstler bzw. Journalisten, die Politik entscheidet die Auswahl der Programme, Forderung sexueller Gefügigkeit, überarbeitete Drehbücher, die die Autoren nicht wiedererkennen, Verschwendung und Veruntreuung der Gelder in Millionenhöhe bis hin zum mysteriösen Tod einer beliebten ZDF-Redakteurin. Da fragt man sich doch, mit welchem Recht sie die Bürger zwingen, GEZ-Gebühren zu zahlen, zumal man ARD und ZDF sowieso äußerst selten guckt. Hut ab vor Nicole Joens, die mutig alle Machenschaften aufdeckt und an die Öffentlichkeit bringt, denn wer weiß, was ihr nach diesem Buch blüht. Auch ist es nicht nur ein Sachbuch, denn viele persönliche Erlebnisse werden hier dargestellt, die natürlich sehr emotional sind. Sie macht in ihrem Buch auch Vorschläge, wie es in Zukunft besser gemacht werden kann. Hoffen wir, dass dieses Buch etwas bewirkt für Deutschland. 

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  • Leserunde zu "Tanz der Zitronen" von Nicole Joens

    Tanz der Zitronen

    nicole_houwer

    Würde mich sehr über eine Leserunde freuen, die ich als Autorin - und in diesem Fall auch Verlegerin auch sehr gerne begleiten werde. Unter dem Namen Noemi Jordan schreibe ich auch Romane. "Tanz der Zitronen" ist mein erstes Sachbuch und gleichzeitig mein Erfahrungsbericht über mein langjähriges Drehbuchschreiben bei ZDF und ARD. Gerne verschicke ich bei ernstem Interesse 25 Rezensionsexemplare - wenn ihr mir einen guten Satz schreibt: WARUM INTERESSIERT DIESES THEMA?

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  • Tanz der Zitronen

    Tanz der Zitronen

    conneling

    Inhalt\Klappentext: Nicole Joens arbeitete mehr als 20 Jahre lang für ARD und ZDF als Drehbuchautorin. In ihrem Sachbuch erzählt sie eine erhellende und teilweise humorvolle Insider-Geschichte : Wie aus einer anfänglichen Traumkarriere als Drehbuchautorin für ARD und ZDF ein Alptraum wurde: Skandale, Korruption, ein jahrelanges Gerichtsverfahren und der mysteriöse Tod einer beliebten ZDF-Redakteurin. Man bekommt Einblicke in eine unbekannte Welt und erfährt was mit unseren gezahlten GEZ-Gebühren passiert. Dieses Sachbuch hat eine sehr persönliche Note, man merkt, dass die Autorin Nicole Joens davon selbst betroffen ist. Ein sehr lesenswertes und auch mutiges Sachbuch von Nicole Joens was mich wirklich überrascht hat.

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  • Eine Drehbuchautorin packt aus

    Tanz der Zitronen

    Gurke

    25. October 2013 um 20:32

    „GEZ – dafür zahl' ich nicht“ Das war jahrelang die Parole von einem unzufriedenen und meist jungen Publikum, welches sich mit dem Fernsehprogramm von ARD und ZDF so gar nicht identifizieren konnte. Die Sonntagsfilme habe ich selbst (Jahrgang 1989) gar nicht erst für einen gemütlichen Ausklang vom Wochenende in Erwägung gezogen, weil diese eintönig und häufig mit den selben Schauspieler/innen besetzt wurden, sodass ein Krimi oder Drama schon auf dem ersten Blick der gleiche Einheitsquark war und damit frei von jeglicher kreativen Inspiration und schlichtweg uncool. Bei den zahlreichen Ärzteserien und Seifenopern hatte man irgendwann auch das Gefühl, die Handlung weit voraus schon zu kennen und sich nur berieseln zu lassen, weil die Charaktere viel zu flach gezeichnet wurden und die Umsetzung ohne künstlerische Qualität gedreht wurde. Doch wozu dient dann eine Zwangsabgabe, wenn die Mattscheibe nicht zwangsweise einen neuen Glanz erhält? Wo bleibt mein Rundfunkbeitrag und bin nur ich ein Verweigerer der öffentlich rechtlichen Sender? Umso neugieriger war ich, als ich die Möglichkeit bekam durch Nicole Joens einmal hinter die Kulissen der großen Deutschen TV-Fabrik zu schauen – ungeschönt und in all ihrer Hässlichkeit. Nachdem die Autorin nämlich ihre Ausbildung in den USA abgeschlossen hat, war sie selbst zwei Jahrzehnte als freie Drehbuchautorin für die Fernsehriesen in München unterwegs, was aber urplötzlich einen tiefen Riss bekam, als sie für einen Vierteiler vor Gericht gezerrt wurde, da sie an ihrem eigenen Konzept festhalten wollte – ein Unding im politisch geprägten Korruptionsdschungel. An dieser Stelle muss man ihr auch einfach für den Mut danken, sich trotz aller Widrigkeiten nicht zu verkriechen, sondern wie ein Phönix aus der Asche zu steigen und die Verantwortlichen in den Fokus zu rücken.Es dauert auch nicht lange, um vollkommen desillusioniert zu werden, was ein faires Miteinander in diesem Berufsbild angeht. Da werden Freunde zu Feinden und Verträge an denjenigen verteilt, der sich am besten verstellen und bestechen kann. Natürlich herrscht in der freien Marktwirtschaft ein rauer Ton, doch die Ausmaße, die von Nicole Joens beschrieben werden, gehen weit über mein Verständnis von Fleiß und Gerechtigkeit hinaus. Die Kreativen werden möglichst klein gehalten und um ihren verdienten Lohn gebracht, um dann auf der anderen Seite das Geld (UNSER Geld!) in Massen in zum Scheitern verurteilte Projekte fließen zu lassen. Es ist wirklich erschreckend und lässt uns beim Lesen nur beschämt mit dem Kopf schütteln, weil so viel vertuscht wird und kaum die Chance besteht eine ehrliche Antwort auf kritische Fragen zu erhalten. Inhaltlich beschränkt sich die Autorin allerdings nicht nur auf diesen Schwerpunkt, sondern liefert einen bunten Mix aus Eckdaten ihrer ganzen Lebensgeschichte ab, was mich leider immer wieder zu Pausen gezwungen hat, weil die Sprünge für mein Empfinden zu ruckartig waren und dadurch ein stetiger roter Faden in der Erzählung fehlte, was für ein Sachbuch aber eigentlich Voraussetzung sein sollte und mir vom Stil gar nicht gefiel.Einige Szenen, wie eine gedankliche Therapiestunde von ARD und ZDF (in drei Kapiteln) waren für mich auch unnötig und haben von dem Wesentlichen abgelenkt, obwohl man einen kreativen und gekränkten Kopf vielleicht auch nicht in die starren Formen eines nüchtern erzählten Berichts zwängen sollte, denn dafür waren einige Passagen eindeutig zu emotional. Der Vierteiler „Herzblutlinde“ klingt nichtsdestotrotz (in der Urfassung) vielversprechend und ich hoffe, dass er schon bald verfilmt wird, denn intelligentes Fernsehen kommt in der Gegenwart leider viel zu kurz. „Tanz der Zitronen“ sollte deshalb die größte mögliche Aufmerksamkeit bekommen, damit die Verschwendung ein Ende hat und endlich wieder gutes Fernsehen im Rundfunk laufen kann – nicht nur für Senioren, denn wir sind die Zuschauer von morgen bzw. eigentlich schon von heute, das haben die ARD und das ZDF nur noch nicht begriffen!

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  • Halt die Hand auf, Amigo!

    Tanz der Zitronen

    progue

    24. October 2013 um 16:17

    Als TV-Autorin hat Nicole Joens 20 Jahre für die öffentlich-rechtlichen Sender gearbeitet. Sie hat sich vorgenommen, über die Korruption, Geldveruntreuung und Skandale zu schreiben und legt dieses Buch vor. Sie beschreibt die Arbeit und die Verbindungen zwischen den Autoren, Redakteuren, Produzenten und Regisseuren, erläutert, wie die Vergabe von Drehbuchaufträgen abläuft und gewährt Einblicke in die öffentlich-rechtlichen Sender. Dass es dabei nur selten mit rechten Dingen zugeht, ist ernüchternd, manchmal erschütternd und gelegentlich (oder auch öfter) stellt man sich die Frage: Und dafür muss ich meine Gebühren abdrücken? Das hätte eigentlich ein sehr interessantes, informatives Sachbuch sein können. Wenn man sich die Informationen rausfiltert, ist es das auch. Sicher ist es auch mutig, sich als Drehbuchautorin hinzustellen und öffentlich Missstände anzuprangern, das will ich gar nicht abstreiten. Das Problem, das ich mit diesem Buch hatte, war die Tatsache, dass sich Nicole Joens nicht entscheiden konnte, wohin sie mit dem Buch wollte. Sich Frust von der Seele schreiben? Aufklären, Missstände aufdecken? Biografie? Sie springt von einem Punkt zum nächsten, kehrt wieder zum Ausgangspunkt zurück, ohne manche Sachen ausreichend erläutert zu haben, beschwert sich über Ungerechtigkeiten, die ihr zugestoßen sind. Zweifellos hat man ihr übel mitgespielt, aber das wäre besser angekommen, wenn sie sachlicher darüber geschrieben hätte. So kam sie einige Male wie ein trotziges Kind rüber, das mit dem Fuß austampft und "Menno!" ruft. Auch der Erzählstrang mit der toten Redakteurin ließ ratlos zurück. Was genau wollte sie damit sagen? Von einer erfahrenen Autorin hätte ich einfach mehr Konzentration auf das Wesentliche erwartet. Vielleicht hätte sie sich mit dem Buch mehr Zeit nehmen und mit einem Lektor das Ganze stimmig zusammenklopfen sollen. Man sollte es lesen, wenn man sich für die Machenschaften der Sender interessiert, aber man muss in Kauf nehmen, mit vielen Nebenschauplätzen konfrontiert zu werden, die nicht zwingend nötig waren.

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  • Leserunde zu "Making News" von Gerald Groß

    Making News

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Stories aus dem Newsroom: vergnüglich, spannend, informativ Worum geht's? Warum sind Christa Kummers High Heels ein nationaler Aufreger? Warum verdankt Peter Filzmaier seine TV-Karriere Monika Lewinsky? Was sind „Nekrotheken“ und „Edelreserven“? Gerald Groß, langjähriger ZIB-Moderator, kennt das TV-Nachrichten-Business aus dem FF. Mit Witz und Charme erzählt er in launigen Anekdoten, wie TV-News entstehen, was dabei alles schiefgehen kann, wie man gegen „Interventionitis“ immun bleibt, wie man mit dem Stress bei Sondersendungen umgeht und vieles mehr. Aus dem Inhalt: Autostoppen oder Assessment-Center: Wie man den Traum-Job beim Fernsehen findet. Volles Gehalt für 20 Minuten? Was Moderatoren tun, wenn sie nicht auf Sendung sind. Fraktion „Eiserner Hintern“: Redaktionssitzungen als tägliches Ritual. Bewundert, beneidet, angefeindet: Wie man TV-Experte wird – und bleibt. Eingeladen oder vorgeladen? Der Umgang mit Studiogästen vor, während und nach der Sendung. Wenn das Abenteuer Pause macht: Was Korrespondenten und Krisenreporter machen, wenn draußen nichts los ist. Die Suche nach der Kuh Yvonne: Wie TV-Journalisten Sommerloch und Sauregurkenzeit überwinden. Gerald Groß Jahrgang 1964, war ein Vierteljahrhundert lang Journalist. 23 Jahre davon verbrachte er in verschiedenen Redaktionen des ORF, die letzten zehn als Leitender Redakteur und Moderator in der ZIB 2 und der ZIB 1. Er moderierte aber auch Modern Times und die Pressestunde. 2011 verließ er auf eigenen Wunsch den ORF und ist seither als Medientrainer, Berater, Moderator und Autor tätig. >> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde für österreichische LeserInnen: Die TeilnehmerInnen dieser Leserunde stehen bereits fest, einige Exemplare stehen allerdings noch zur Verfügung. Bewerbungen sind noch bis 2. Oktober möglich. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Folgt uns auf Facebook, Twitter und Pinterest und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Die dunkle Seite der Mainzelmännchen

    Tanz der Zitronen

    nicigirl85

    10. October 2013 um 17:32

    Bevor ich mich zum Buch selbst äußere, möchte ich hier noch einmal betonen wie überaus mutig ich es seitens der Autorin finde, dass sie sich diesem Thema gewidmet hat. Dafür hat sie meinen vollen Respekt und ich danke ihr sehr dafür. Doch nun zum Inhalt: Nicole Joens hat für die öffentlich- rechtlichen Sender 20 Jahre lang als Drehbuchautorin gearbeitet und das mit großem Erfolg. Doch dann hat sie eine Geschichte entwickelt, die ihr sehr am Herzen lag, nur passte diese Geschichte nicht in das Sendeschema und ein Drama begann. Die Autorin gibt uns als ahnungslose Gebührenzahler Einblicke in eine Welt, die keiner von uns kennt und wo niemand gedacht hätte, dass mit unserem Geld so etwas gemacht wird. Da braucht man sich dann auch nicht wundern, dass im TV nichts Spannendes und Ansprechendes mehr läuft. Das Sachbuch erfährt hier eine sehr persönliche Note, denn die Autorin schildert wahre Ereignisse, die sie selbst betroffen haben. Das Buch öffnet einem die Augen und regt zum Nachdenken an. Gelungen finde ich, dass Frau Joens aufzählt, was sich ändern muss, damit der Zuschauer und Gebührenzahler wieder etwas für sein Geld und sein Gemüt bekommt. Nicht so gefallen hat mir, dass das Geschriebene etwas unkoordiniert daher kommt, denn die Autorin springt in der Zeit stetig hin und her. Mal ist man in ihrer Jugend, mal nach ihrem Prozess mit dem ZDF, mal davor usw. das kann beim Lesen des Buches ganz schön verwirren und wirkt auf Dauer ermüdend. Auch treten einige Wiederholungen auf, die man sich hätte sparen können. Zudem ist mir beim Lesen immer wieder aufgefallen, dass Buchstaben in Wörtern fehlen, verdreht sind oder zusätzlich dran gebastelt sind, was einen ein wenig am Niveau des Lektorats zweifeln lässt. Hier sollte bei einer neuen Auflage auf jeden Fall nochmal drüber geschaut und korrigiert werden. Fazit: Alles in allem ein Buch, das mich positiv überrascht hat, denn ich hatte nicht geahnt, dass Korruption in Deutschland so gängig ist. Aber wie gesagt muss man sich dann auch nicht über das Niveau des heutigen Fernsehens wundern. Durchaus lesenswert!

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  • Tanz der Zitronen oder was machen die öffentlich-rechtlichen TV-Sender mit unseren Gebühren?

    Tanz der Zitronen

    bookgirl

    08. October 2013 um 15:39

    Inhalt Nicole Joens arbeitete mehr als 20 Jahre lang für ARD und ZDF als Drehbuchautorin. In ihrem Sachbuch erzählt sie eine Geschichte, die einem packenden Polit-Thriller alle Ehre machen würde. Denn es geht um Korruption, Zensur, Skandale und nicht zu letzt auch den Tod einer ZDF-Redakteurin. Meine Meinung Man spürt auf jeder Seite, dass Nicole Joens nicht nur ein Sachbuch geschrieben hat, sondern auch persönlich betroffen ist. Ihr vermeintlicher Traumberuf Drehbuchautorin ist alles andere als ein Traum. Manchmal entpuppte er sich sogar eher zum Albtraum. Denn oft bleibt das geschriebene Drehbuch nicht so, wie es der Autor geschrieben hat, sondern wird von einem Redaktuer fast bis zur Unkenntlichkeit überarbeitet. Und besonders erschreckend ist, dass der Zuschauer für so dumm verkauft wird, dass manche Film- und Serienstoffe nach Schema F produziert werden. Während des Lesens fragt man sich immer wieder, wofür man eigentlich jeden Monat seine Rundfunkgebühren bezahlt. Anscheinend werden für einige Produktionen wohl wissentlich Gelder verschleudert und Millionen aus dem Fenster geworfen, auch wenn man vorher den Mißerfolg schon absehen kann. Gerade während des Lesens ist mir wieder bewusst geworden, wie selten ich ARD und ZDF sehe. Wo landen also all unsere Gelder? Von der Besetzungscouch hat wohl schon jeder gehört. Aber, dass die Politik sogar bei der Programmauswahl mitbestimmt war mir neu und auch, dass das Thema Korruption nicht gerade selten an der Tagesordnung ist. Fazit Nach der Lektüre bleibe ich zurück mit dem Gedanken "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" und ob privat oder öffentlich-rechtlicher Sender - scheinbar tut sich da nicht sonderlich viel, außer dass dem Zuschauer bei ARD und ZDF eine Seriosität vorgespielt wird, die es so offentlich nicht gibt

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  • Tanz der Zitronen Tanz der Zitronen

    Tanz der Zitronen

    katze102

    08. October 2013 um 08:54

    Die Autorin, die 20 Jahre lang als TV-Autorin für die öffentlich-rechtlichen Sender arbeitete, schreibt in ihrer Insider-Geschichte über Skandale, Amigos, Verschwendung.... und zeigt auf, wie durch geringere Rundfunkgebühren ein besseres Fernsehprogramm bei den Öffentlich-Rechtlichen entstehen kann. Ich habe hier zum ersten Mal über den Klüngel und das Veruntreuen der Zwangsabgage GEZ gelesen, verstehe jetzt aber um einiges besser, warum das Programm von ARD / ZDF so eintönig und unansprechend ist. Zum Schluß des Buches wird es sachlicher: Der Forderungskatalog zur Novellierung der Arbeit von ARD / ZDF; im Großen und Ganzen sehr erfreulich! Die Möglichkeit nur einzelne Sparten zu buchen wünschen wir uns auch schon seit vielen Jahren. Uns ärgert immer das rausgeschmissene Geld für Sportübertragungsrechte, z.B. Fußball - dafür hätten wir gerne mehr sachliche und kritische Information. Fazit: Die Abrechnung der Fernsehgebühren muß sich ändern!

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  • Die öffentlich-rechtlichen Sender - Halbgötter in Color

    Tanz der Zitronen

    wandablue

    06. October 2013 um 17:16

    Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bieten den freien Kulturschaffenden unseres Landes einen geschützten Raum, in dem sie ihre Ideen, unabhängig von jedweder, besonders staatlicher Bevormundung entwickeln können, ihre Beobachtungen über unsere Welt und unsere Kultur mitteilen, die Bürger bilden und aufklären und der künstlerischen Kreativität (fast) freien Lauf lassen können und sollen. Wir wissen alle, dass diese Idealvorstellung nicht ganz der Wirklichkeit entspricht, aber wie weit das Ideal hinter der Realität zurückbleibt, und wie sehr ARD und ZDF ihre Vormachtstellung zu Ungunsten des Zuschauers und der Künstler ausnutzen, muss doch erschüttern. Nicht nur das „normale“, immer hilfreiche Vitamin B und Vetternwirtschaft prangert Nicole Joens, gelernte Dramaturgin mit Auslandserfahrung, 20jähriger Beschäftigung bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und inzwischen eigener Produktionsfirma an. Es gibt ausgeklügelte, legale, aber menschenverachtende Mechanismen, die künstlerische Freiheit auszuhebeln, politisch korrektes Fernsehen von den Kulturschaffenden einzufordern, d.h. vor allem ein braves Frauenbild zu vermitteln; im Sinne der Quote alles Mißliebige, Schwere und Fragwürdige des Lebens vom für dumm verkauften Zuschauer fernzuhalten. Selbst die Nachrichten, wie ich jeden Tag mit immer grösserem Erstaunen feststelle, ergreifen Partei für bestimmte Filme und Werke. Ein Künstler, der aufmuckt, Journalisten, die aufdecken, werden mit existenzbedrohenden jahrelangen Prozessen überzogen. Und damit nicht genug: von mehr oder weniger offen praktizierter Korruption, dem Verlangen sexuellen Entgegenkommens, überwachungs- und somit sanktionsfreier Verschwendung bis hin zur Veruntreuung von Millonen und Milliardengeldern ist die Rede. Positiv an diesem Buch ist, dass alle diese Dinge einer immer noch zu schmalen Öffentlichkeit zu Ohren kommen und die Autorin konkrete, eindeutige und praktikable Vorschläge zur Behebung der ärgsten Mängel zur Diskussion stellt, wobei die Forderung nach finanzieller und personeller Transparenz sowie ein verändertes System zur Budgetierung die wichtigsten sind. Negativ ist allerdings die Gemengelage zwischen dem Anspruch, Sachbuch zu sein, der am ehesten im letzten Drittel verwirklicht wird, und doch hauptsächlich Betroffenheitsbericht darstellt. Ein bisschen Reportage, ein bisschen Autobiografie und viel Erlebnisbericht zudem mit hohem emotionalen Charakter, diese Zutaten sind der Qualität des Buches nicht zuträglich gewesen, von zahlreichen Druckfehlern, die in dieser Häufigkeit einfach nicht vorkommen dürfen, einmal abgesehen. Da die Autorin befürchten muß, bei weiterem Klartext belangt zu werden, war auch die Darlegung von Sachverhalten notwendigerweise oft lückenhaft und für mich unbefriedigend. Fazit: Die Aufklärung in Sachen Fernsehen war ein Gewinn. Doch die Autorin wollte zuviel auf einmal. Daher ist „Der Tanz der Zitronen“ für mich ein Buch, das ich zwar relativ gern gelesen habe, jedoch meinem Anspruch an Literatur, Geschriebenes i.w.S. gleich welchen Genres, nicht gerecht wurde.

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  • Einfach nur erschreckend!

    Tanz der Zitronen

    danzlmoidl

    06. October 2013 um 11:58

    Inhalt: Eine erhellende und teilweise humorvolle Insider-Geschichte: Wie aus einer anfänglichen Traumkarriere als Drehbuchautorin für ARD und ZDF ein Alptraum wurde: Skandale, Korruption, ein jahrelanges Gerichtsverfahren und der mysteriöse Tod einer beliebten ZDF-Redakteurin. Meine Meinung: Nicole Joens beweist mit ihrem Buch "Tanz der Zitronen" Mut zur Wahrheit.  Sie beschreibt auf ehrliche und teilweise lustige Art und Weise, was sich hinter den Kulissen des ZDF abspielt. Auch Korruption ist dabei ein alltägliches Instrument. Aber auch anzügliche Angebote sind mit von der Party.  Man muss Joens danken, dass sie Details so klar und ohne Angst aufdeckt. Dadurch wachsen allerdings auch die Zweifel, die man sowieso vorher schon hatte. Mit diesem Buch werden sie bestätigt. Wieso soll ich denn noch Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender zahlen, wenn ich für Geld auch z.B. Sky haben kann??? Hier werde ich wenigstens mit allem versorgt, was ich mir vorstelle! Spielfilme, hochwertiger Sport und auch Dokumentationen.  Es ist einfach nur noch traurig, wie weit Deutschland mittlerweile gekommen ist.  Sehr interessant oder auch sehr gut gelungen finde ich auch, dass Nicole Joens sich ganz genau Gedanken gemacht hat, wie es in Zukunft besser gemacht werden könnte. Jetzt fehlt nur noch, dass die richtigen Leute auch diese Zeilen lesen.  Danke an die Autorin. Ohne sie, würden wir keine detaillierten Hintergründe kennen lernen.  Fazit: Für alle, die Zweifel an den Machenschaften von ARD und ZDF haben, ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert. 

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  • Was geschieht mit unseren Fernsehgebühren?

    Tanz der Zitronen

    mabuerele

    05. October 2013 um 20:51

    Die Autorin ist freischaffende Drehbuchautorin. Sie hat lange beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen gearbeitet. Der Tod der Redakteurin Annika ist einer der Gründe für die Entstehung des Buches. Das Buch wird innen als „Literarisches Sachbuch“ bezeichnet. In meinen Augen genügt diese Bezeichnung nicht, ist es eine Kombination aus Sachbuch und Familiengeschichte. Akribisch beschreibt die Autorin die Veränderung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in den letzten Jahren. Obwohl immer mehr Geld in die Kassen fließt, lässt die Qualität der Programme nach. Das kann ich als Fernsehzuschauer nur bestätigen. Doch die Autorin bleibt nicht bei den Fakten stehen. Sie nennt Ursachen. Sie bemängelt, dass es kaum eine Kontrolle für den Umgang mit den Gebühren gibt. Ich möchte nicht auf konkrete Vorwürfe eingehen, doch die Aussagen waren für mich logisch nachvollziehbar. Durch persönliche Erfahrungen und Auszüge aus Presseveröffentlichungen wurden sie belegt. Es ist erschreckend, was hinter den Kulissen läuft und welchen Einfluss mittlerweile die Parteipolitik auf das Programm nimmt. Das widerspricht dem Rundfunkstaatsvertrag und den Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Sender. Das Recht auf geistiges Eigentum wird bei den freien Autoren regelrecht ausgehebelt. Ihr Anliegen hat die Autorin mir zusätzlich in drei Abschnitten auf humorvolle Art nahegebracht. Sie nenne sich „Tanz der Zitronen“ und beinhalten Dialoge zwischen ARD und ZDF in einer Psychiatriepraxis. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin ihr persönliches Leben mit politischen Entwicklungen in der Bundesrepublik und speziell in Bayern in Zusammenhang bringt. Nicht alle Ereignisse, die sie erwähnt, waren mir noch gegenwärtig. Nachdem ich das Buch gelesen habe, frage ich mich, wie sich viele Dingen mit den Gesetzen in unserem Land vereinbaren lassen. Am Ende des Buches äußert die Autorin mehrere konkrete Vorschläge, was sich wie ändern müsste. Sie sind gut durchdacht und sicher realisierbar, wenn der Wille dafür vorhanden ist. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es legt die Finger auf eine Wunde unserer Gesellschaft. Ich bewundere ihren Mut. Bewusste Manipulation der Meinung, seichte Unterhaltung und Verschwendung von Gebühren dürfen im öffentlich-rechtlichen Anstalten keinen Platz haben.

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