Nicole Krauss Das große Haus

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Inhaltsangabe zu „Das große Haus“ von Nicole Krauss

Eine Odyssee rund um die Welt – weise und voll zärtlichem Humor
25 Jahre lang arbeitet die New Yorker Schriftstellerin Nadia an einem Schreibtisch, den sie von einem in den Folterkellern Pinochets gestorbenen Chilenen geschenkt bekam. Eines Tages kommt ein junges Mädchen, das behauptet, die Tochter des Chilenen zu sein, und holt ihn ab. Von da an klappt nichts mehr in Nadias Leben. Sie macht sich auf, das Möbel zu suchen, und trifft im fernen Israel auf einen Mann, der das Arbeitszimmer seines von den Nazis umgebrachten Onkels rekonstruiert.
'Untröstlich sieht man sich irgendwann gezwungen, die letzten Seiten umzublättern. Und staunt darüber, wie ein hölzernes Möbel zur Metapher des Lebens werden kann.' Elle

Endlich wieder mal ein Buch, dass ich am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen will. Toller Schreibstil, tolle Handlung, tolle Charakteren...ich wusste ja auf was neues von Nicole Krauss kann man sich nur freuen!

— kofler_sonja

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    Das große Haus

    dominona

    23. October 2014 um 19:56

    Alles rankt sich um einen Schreibtisch, den ein Kunsthändler sucht, um das Zimmer seiner Kindheit nachzustellen. Die Möbelstücke wurden von den Nazis gestohlen und alles bis auf den Schreibtisch, der mittlerweile durch verschiedene Hände ging, hat wieder zu seinem Besitzer zurückgefunden. Um diese Menschen, ihre Beziehungen und die Einstellung zur jüdischen Geschichte geht es im Grunde. Mich hat das Buch bis zum Schluss nicht richtig gepackt, was aber nicht am Thema sondern an der Schreibe liegt. Immer wieder springt man zwischen Figuren hin und her, muss sich alles selbst zusammenpuzzeln und darf nicht verweilen. Soetwas stört mich, wenn dann der "Kleber" zwischen den einzelnen Teilen und Absätzen fehlt. So wie die Figuren im Buch Schwierigkeiten haben Beziehungen aufzubauen, ging es mir mit den Figuren selbst.

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  • Rezension zu "Das große Haus" von Nicole Krauss

    Das große Haus

    The iron butterfly

    16. February 2011 um 18:50

    Was haben die New Yorker Schriftstellerin Nadia, der chilenische Student Daniel, die Holocaustüberlebende Lotte und der Kunsthändler Georg gemeinsam? Sie alle waren einmal im Besitz eines klobigen Möbelungetüms, haben es weitergegeben oder suchen mit verzweifelter Dringlichkeit danach. Ein Schreibtisch...was soll so besonders an diesem Schreibtisch sein? Der jüdische Kunsthändler Georg Weisz hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Arbeitszimmer seines im Holocaust umgekommenen Vaters nun in seinem eigenen Haus in Jerusalem wieder aufzubauen. In der ganzen Welt recherchiert er fanatisch nach dem Verbleib der Habseligkeiten seiner Familie. Für die Holocaustüberlebende Schriftstellerin Lotte war der Schreibtisch jahrelanger Begleiter und Arbeitsplatz. Ebenso für Nadia, die New Yorker Schriftstellerin, die weder mit ihrer Kunst noch mit ihren Beziehungen richtig zufrieden ist. Und da ist Daniel, der chilenische Student, der trotz der drohenden Verfolgung wieder in sein von Pinochets Regierung gebeuteltes Land zurückkehren will. Sie allen besaßen den Tisch, haben ihn zu schätzen gelernt, trotz seiner Dominanz. Und alle haben ihn eines Tages jemandem anvertraut, haben sich von ihm getrennt und lernten mit der Lücke, die er in ihrem Leben hinterlassen hat, zu leben. Im ersten Moment konnte ich mir noch schwer vorstellen, wie das alles unter einen Hut zu bringen ist, aber Nicole Krauss schafft dies auf ihre ganz besondere Art. Wieder einmal hat sie eine große Portion Zärtlichkeit, Menschenkenntnis und für mich auch ganz klar Weisheit mit eingebracht. Das Buch hat mehrere Erzählstränge, denen man sich mit der gebührenden Aufmerksamkeit hingeben muss. An manchen Stellen bleibt man fragend zurück, dieser „Schreibtisch“ hat dann zu viele verschlossene Fächer, aber die Auflösung, alle Anknüpfpunkte, die Gemeinsamkeiten bauen sich sehr schlüssig auf. Zum Ende hin wurde mir klar, dass "Das große Haus" diese Schicksale wie Bewohner beheimatet und manche Tür bleibt darin eben verschlossen. Ich will betonen, dass es in Krauss' Geschichte nicht um die reine Vergangenheitsbewältigung oder den Holocaust geht. Mit ihrer ganz speziellen Art hat sie wieder menschliche Schicksale erschaffen, die mir ans Herz gehen, weil Krauss' den Focus stetig auf Mitgefühl, Verständnis, Respekt und Liebe hält. Alle Protagonisten stellen für mich lebensfähige Figuren dar. Ihre Fehler begingen sie aus purer Menschlichkeit. Schmerz, Trauer, Sehnsucht, Begierde, ihre Pflichten, das Überleben schlechthin. Sind wir nicht alle wie dieser Schreibtisch mit seinen vielen Fächern und Schubladen. Manche sind offen, jeder darf hineinblicken, andere bleiben auch für unsere „Besitzer“ für immer verschlossen. Ein wehmütig stimmender Roman, für mich ein mittlerweile typischer Krauss' Roman, den ich mit Sicherheit gerne wieder einmal lesen werde. Absolut zu empfehlen!

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  • Frage zu "Das große Haus" von Nicole Krauss

    Das große Haus

    Tanja

    Ich habe gehört, dass von Nicole Krauss bald ein neues Buch erscheint „Das große Haus“. Hat jemand von Euch das Buch vielleicht schon auf englisch (Great House) gelesen und kann mir sagen wie es ist? Ich fand ihr Buch „Die Geschichte der Liebe“ ziemlich gut, von dem Buch „Kommt ein Mann ins Zimmerr“ war ich allerdings sehr enttäuscht.

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