Scherbennacht

von Nicole Neubauer 
4,4 Sterne bei44 Bewertungen
Scherbennacht
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mareikealbrachts avatar

Spannender Polizeikrimi aus München

Anis avatar

Spannender Krimi, der zum Nachdenken anregt

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Inhaltsangabe zu "Scherbennacht"

Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle ...
Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734104510
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:18.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    mareikealbrachts avatar
    mareikealbrachtvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannender Polizeikrimi aus München
    Waechter, Hannes, Elli und HDS - Ein tolles Team!

    Scherbennacht ist das dritte Buch von Nicole Neubauer und es geht mit bekanntem und bewährtem Personal weiter.

    Da ist Hauptkommissar Waechter mit seiner Messi-Wohnung und dem großen Herzen. Hannes Brandl, der Bad-Boy des Teams: Er vereint viele Widersprüche in sich: Aggressivität und Verletzlichkeit, Veganer, schleppt alte und neue Familienlasten mit sich herum. Der letzte Fall (Moorfeuer) hat ihn schwer mitgenommen und er ist noch nicht bereit für den Dienst, als er zurückkehren muss.

    Elli ist mein Lieblingscharakter. Sie ist die Frau im Team. Eine Powerfrau, ein wenig übergewichtig, humorvoll und herzensgut, für mich die Seele des Teams. Die eine, die die schwierigen Männer zusammenhält. Eigentlich eine ganz normale Frau.

    Der Hüter des Schweigens. Der Name sagt alles.

    Der Fall, der die kleine Mordkommission dieses Mal an ihre Grenzen bringt, ist ein Polizistenmord im aufgeheizten München. Dort herrscht ausnahmezustand. Kriegsschauplatz ist der Wohnungsmarkt. Ein Haus muss geräumt werden. Es gibt Proteste und eine Demonstration, die aus dem Ruder läuft. Hier kommt eine Spezialeinheit der Polizei zum Einsatz, die auch in den Mordermittlungen des Krimis immer wieder eine Rolle spielt.

    Zu Beginn des Buches wird Leo Talhammer erschossen. Er war Drogenfahnder und einem Mann mit mafiösem Background auf der Spur. Immer wieder aber führen die Spuren des Verbrechens in die eigenen Reihen der Polizei. Und eine alte Schuld wird aufgedeckt.

    Mir hat Scherbennacht sehr gut gefallen, was zum größten Teil an dem bemerkenswerten Schreibstil von Nicole Neubauer liegt. Er ist oft lakonisch, manchmal rotzig, ohne je niveaulos zu werden. Ihre Stärke sind treffende Vergleiche und Beobachtungen. So viel, was zwischen den Zeilen steht. Das ist Erzählkunst und macht Freude!

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es weiter!

    Wer die Reihe noch nicht kennt, dem würde ich vorher Kellerkind und Moorfeuer ans Herz legen. Der Erstling ist immer noch mein Lieblingswerk, auch wenn Scherbennacht dicht heranreicht. Moorfeuer war auch nicht schlecht, hat mich aber vom Thema nicht so angesprochen wie die anderen. Um den Lesegenuss abzurunden, sollte man es natürlich auch lesen.

    Ich freue mich schon auf den vierten Band! 

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 7 Monaten
    Scherbennacht

    Sandra Benkow von der Spezialeinheit USK findet beim Joggen den toten Drogenfahnder Leo Thalhammer. Erschossen mit seiner Dienstwaffe in seinem Auto. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, noch dazu ist Not an Mann, sodass Kommissar Hannes Brandl zur Hilfe gerufen wird, der aber selbst noch nicht fit von seinem letzten gefährlichen Einsatz ist. In München herrschen Hitze, Demos und Straßenschlachten, und wo ist die einzige lebende Zeugin? Außerdem führt die Spur immer wieder zurück zur Spezialeinheit der USK. Was wissen sie, und was ist in Thalhammers Vergangenheit passiert.
    „Scherbennacht“ ist der 3. Band rum Kommissar Wächter und sein Team. Man kann diesen gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Um aber das Privatleben der Figuren gleich ganz zu erfassen, ist es schon von Vorteil, sie gelesen zu haben. Man erfährt hier einiges über deren privates Umfeld, wobei die Kommissare Wächter und Brandl da einiges an Problemen haben. Dazu kommt, dass Brandl seinen letzten Einsatz fast mit dem Leben bezahlt hätte und sich nun eigentlich auskurieren sollte. Der Fall ist realistisch geschildert, und man kann bis zum Ende miträtseln, wer der Täter sein könnte. Und doch ist man zu guter Letzt überrascht, denn damit hätte man nicht gerechnet. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, und nach diesem verwickelten Fall ist man doch vollends überzeugt.

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    blaues-herzblatts avatar
    blaues-herzblattvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, prickelnd auf den Punkt.
    Interne Ermittlungen

    Nicole Neubauer skizziert hier einen Fall, der mir egal ob fantasiert oder in der Realität, durch die reine Vorstellung Gänsehaut verursacht. Was ist, wenn man sich auf die Polizei, den Freund und Helfer, nicht verlassen kann? Noch schlimmer, wenn ein Polizist bei Demonstrationen und Ausschweifungen gerne mal härter als nötig reagiert oder gleich ganz unbegründet? Genau um einen solchen moralischen Grenzfall geht es in diesem Buch.

    Gefallen hat mir dabei besonders das Einzelleben der verschiedenen Figuren, das echt und natürlich wirkte. Einen solchen Konflikt glaubhaft darzustellen ohne dabei die Protagonisten untergehen zu lassen, stelle ich mir nicht unbedingt leicht vor. Hier gut gelungen.

    Apropos Protagonisten, davon hat die Story einige Typen zu bieten. Dazu kommen Konflikte, zwischen den Ermittlern, die sich teils noch aus dem vorherigen Teil der Reihe (wir haben es hier mit dem 3. Teil zu tun) entranken. Als einer der Schwerpunkte hat mir hier noch ein wenig mehr Tiefgang gefehlt und es war für meinen Geschmack teilweise zu viel „Über-Mensch“-Charakter bei Brandl. Besser gefallen hat mir da die Rolle Waechters, der mit seiner Katze und seinen Schwächen positiv auftrumpft.

    Durch das Thema ist dieser Krimi dennoch etwas anders aufgebaut. Das wird beispielsweise deutlich bei den herunterzählenden Kapiteln. Dieser Aufbau hat mich nicht gestört, mich aber auch nicht völlig umgehauen, oder einen besonderen Effekt erzielt.

    Die Auflösung des Krimis war für mich plausibel und logisch und der Weg dahin durchaus spannungsgeladen, gerade durch die vielen Steine die den Weg erst zu versperren scheinen.

    Am Ende ein Krimi mit gutem Themenschwerpunkt, interessanten Protagonisten und viel Stoff zum Nachdenken. Viel Nervenkitzel, aber für meine persönlichen Interessen zu wenig Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 8 Monaten
    Ein empfehlenswerter Kriminalroman, dem man sein Tempo auf den ersten Blick nicht ansieht.

    Was zu Beginn bayrisch-gemütlich  wie die „Polizeiinspektion 1" daherkommt, wird von Seite zu Seite immer rasanter, kniffliger bis hin zu atemberaubend. Im Umfeld einer Demonstration wurde ein Polizist ermordet. Seine Kollegen haben verschiedene Gruppen zu ermitteln: linke Demonstranten, eine Sondereinheit speziell für Demos, sogar der Staatsschutz  tritt auf den Plan. Hinzukommt, dass das Opfer vor Monaten bei einem Einsatz ein Mädchen erschossen hat.

    Neubauer hat ein enges Beziehungsgeflecht der Figuren geschafft. Traumatisierte Kollegen im Polizeiumfeld, die sich vor lauter privaten Problemen nicht auf die Ermittlungen konzentrieren können. Nahezu jede Figur trägt ihr besonderes Päckchen mit sich herum. Falsche Verdächtigungen, die das Engagement der Ermittler ausbremsen. Das zieht den Leser in den Roman hinein. In diesem Beziehungstrudel bleibt vieles offen. Gerne möchte man zur einen oder anderen Figur mehr erfahren. Doch die Autorin bleibt es dem Leser schuldig, hält sich dies für eine mögliche Fortsetzung warm. Aus Sicht der Spannung liebenden Leser ist dies klasse gemacht, aus Sicht der abschließend befriedigten Leser ein klein wenig enttäuschend.

    Das Lokalkolorit ist angemessen, nicht zu sehr regio, aber ausreichend, um dem Leser erkennen zu lassen, das es nicht in Hamburg oder Berlin spielt. Was mich fasziniert hat, war das sofortige Gefühl, dass ich es mit einem Münchner Krimi zu tun hatte. Das eingangs erwähnte „bayrisch-gemütlich" empfand ich sehr schnell. Ob es an einzelnen Floskeln, an den Namen der Orte und Plätze, oder nur an der Erwähnung in den Beschreibungen lag, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe mich trotz der ersten schnellen Leiche sofort wohlgefühlt in dem Stoff.

    Ein empfehlenswerter Kriminalroman, dem man sein Tempo auf den ersten Blick nicht ansieht.


    © Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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    JanaBabsis avatar
    JanaBabsivor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Das ist die Art Krimi, die ich mag – spannend aber nicht allzu blutig.
    Polizistenmord

    Sandra Benkow (Sunny) verbringt jede freie Minute mit Laufen. Früher war sie Leichtathletik-Juniorenmeisterin, heute ist sie Polizeiobermeisterin und die einzige Frau in der Eliteeinheit „Unterstützungskommando Bayern“ (USK). Grund genug, sich fit zu halten. Nach einem Lauf wollte sie sich auf einem ehemaligen Sportplatz – der heute Schuttabladeplatz einer Baufirma ist - mit jemandem treffen. Ihre Verabredung erscheint leider nicht und außer einem abgestellten PKW und ihr selbst, ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Ein parkender PKW aus dessen leicht geöffnetem Fenster leise Musik zu hören ist, ist eigentlich keine große Sache – wäre da nicht die Straße aus Ameisen, die sowohl in als auch aus dem dunkelblauen BMW führt. Mit einem Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, öffnet Sunny die Autotüre. Im Inneren des Wagens findet sie eine durch Kopfschuss hingerichtete männliche Person.

    Ein Fall für die Kripo München.

    Knapp 20 Monate nach ihrem letzten Fall „Moorfeuer“ ermitteln KHK Michael Waechter, sein Kollege Hannes Brandl und Kommissarin Elli Schuster wieder.

    Bei dem Toten handelt es sich um Kriminalhauptkommissar Leo Thalhammer, 29 Jahre alt, Drogenfahnder beim Rauschgiftdezernat München. Sein Tod wirft einige Fragen auf. Ist Leo einem Drogenboss zu dicht auf die Füße gestiegen, ist auf der Demo vor wenigen Tagen etwas passiert oder hat es mit einem Vorfall zu tun, der schon Jahre zurückliegt? Waechter und sein Team stoßen auf einige Ungereimtheiten und Mauern des Schweigens bei ihren Ermittlungen innerhalb der Polizei.

    Um den Fall zu klären, wird Hannes Brandl aus dem Krankenstand zurück in den Dienst beordert. Sein Alleingang im letzten Fall hatte ihn in Lebensgefahr gebracht, er wäre beinahe verbrannt und hatte sich den Arm gebrochen, weswegen er psychisch noch nicht vollkommen auf der Höhe ist um uneingeschränkt dienstfähig zu sein. Sein Vorgesetzter sieht das jedoch anders. Brandl wurde in meiner Rezension zu „Moorfeuer“ schon als „sperriger Typ“ beschrieben und das setzt sich in diesem Buch durchaus fort. Seine private Situation ist aber auch wirklich alles andere als entspannt. Im Gegensatz zum vorherigen Fall macht er hier keine Alleingänge, aber so ganz ohne Katastrophe kommt er trotzdem nicht aus. In diesem Buch kann er bei mir aber tatsächlich einige Sympathiepunkte mehr abstauben als im Vorgängerband.

    Michael Waechter, der Leiter der Einsatzgruppe, hat sich seit dem letzten Fall nicht verändert. Sein privates Umfeld ist gleich geblieben, er mag noch immer keine Besucher in seiner Wohnung, teilt sein Leben mit einer Katze namens Katze. Er führt das Team auf seine ganz eigene Art und Weise und ein Lob von ihm ist selten aber wenn, dann kommt es von ganzem Herzen. So lobt er Hannes Brandl mit den Worten "Bist scho a Sauhund, a verreckter …. „

    Kommissarin Elli Schuster agiert auch hier wieder eher hinter Waechter und Brandl, aber ich glaube sie ist es, die das Ermittlerteam zusammenhält. Gegenüber Zeugen besitzt sie großes Einfühlungsvermögen und legt oftmals den Finger in die richtige Wunde, um zu einer Aussage zu kommen.

    „Der Hüter des Schweigens“, der seinen Namen vollkommen zurecht trägt und „Die Chefin“ sind ebenfalls wichtige Charaktere in diesem Team, sie kommen aber ohne viele Worte aus.

    „Scherbennacht“ ist der 3. Band der Autorin Nicole Neubauer, in dem Waechter & Co. auf Spurensuche gehen. Man muss die beiden vorhergehenden Bücher nicht gelesen haben, es empfiehlt sich jedoch die Bücher in Reihenfolge zu lesen; einfach um die Ermittler besser kennen zu lernen und die Hintergründe zu ihren privaten Situationen zu verstehen.

    Der Krimi befasst sich natürlich in erster Linie mit dem Mord an Leo Thalhammer und seiner Aufklärung, die Autorin bringt aber auch Themen zur Sprache, bei denen es sich ganz sicher nicht um fiktive Geschehnisse handelt → ungerechtfertigte/überzogene Gewalt von Polizisten gegenüber Zivilpersonen und Gewalt von Polizisten gegen Polizisten, hier insbesondere gegenüber der einzigen weiblichen Polizistin in der Eliteeinheit USK.

    Der Schreibstil von Nicole Neubauer ist auch hier wieder gewohnt locker und humorvoll, die Beschreibungen sind sehr bildhaft und entlocken einem ab und an schon mal ein Grinsen.

    „Er holte seine Aufmerksamkeit zurück in den gebärmutterartigen Keller...“ (S. 12)
    oder
    „Er trank einen Schluck Kaffee und wusste, er würde nie wieder schlafen“ (S. 36)

    Der Täter bleibt bis fast zum Ende des Buches im Dunkel verborgen und mit dem „Wer“ und „warum“ hat die Autorin mich tatsächlich überraschen können. Zu keiner Zeit hatte ich diese Person auch nur ansatzweise in Verdacht.

    Das ist die Art Krimi, die ich mag – spannend aber nicht allzu blutig. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Michael Waechter und seinen Kollegen. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein fesselnder Krimi mit sehr sympathischen Ermittlern.
    Kleiner Einblick in Polizeikreise

    Inhalt: Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wird ermordet aufgefunden. Erschossen mit seiner eigenen Dienstwaffe. Gefunden hat ihn eine Kollegin - Sandra „Sunny“ Benkow von der Spezialeinheit USK. Die Ermittlungen sind schwierig, sogar der krank geschriebene Kollege Hannes Brandl muss hinzugezogen werden. Die Kollegen der USK sind nicht besonders kooperativ. Haben sie etwas zu verbergen? Waechter und sein Team werden von dem Fall abgezogen, was sie aber nicht daran hindert, weiter zu ermitteln. Meine Meinung: Man muss die Vorgängerbände nicht gelesen haben, es hilft aber dabei, schneller in die Geschichte hineinzufinden. Und die vielen Anspielungen auf vorangegangene Fälle und private Erlebnisse versteht man besser. Der Kommissar Hannes Brandl ist bei seinem letzten Fall knapp dem Tod entkommen und deswegen immer noch krank geschrieben. Trotzdem wird er zu diesem brisanten Fall hinzugezogen. Er war ja vorher schon ein „sperriger“ Mitarbeiter, seine jetzige Situation verhilft diesem Umstand nicht gerade zum Besseren. Dazu kommt, dass er in seinem Privatleben Probleme hat und zu allem Überfluss wird er auch noch von einer „Jugendsünde“ eingeholt. Der Chef des Teams, Michael Waechter, ist ein sehr eigenwilliger Ermittler. Seine Methoden sind - gelinde gesagt - unkonventionell. Was mir allerdings sehr gut gefällt, ist sein herrlich trockener Humor. Der hat mich an vielen Stellen zum Lachen gebracht. Sein Privatleben ist eher traurig. Wenn ich mir die Wohnung vorstelle, in der er haust, kommt mir nur das Wort „Messie“ in den Sinn. Seine einzige Bezugs“person“ ist seine Katze namens Katze. Kollegin Ellie ist so ein bisschen die gute Seele des Teams. Sie hat auch ihre eigenen Ermittlungsmethoden. Durch ihre herzliche Art hat sie die Fähigkeit, sich in Verdächtige oder Zeugen hineinzuversetzen und ihnen so Manches aus der Nase zu kitzeln. Die Handlung des Krimis ist äußerst spannend und fesselnd! Wäre ich nicht durch eine Leserunde „ausgebremst“ worden, hätte ich das Buch sicherlich in einem Rutsch gelesen. Bis zum Ende weiß man nicht, wer der/die Täter ist/sind, es gibt reichlich Raum für Spekulationen. Das Ende hat mich überrascht. Meine Spekulationen waren allesamt falsch. Dadurch, dass die Ermittlungen in Polizeikreisen stattfinden, erhält man einen kleinen Einblick in die Atmosphäre dort. Geschockt hat mich die brutale, teilweise völlig unnötige Gewalt, die gegenüber Zivilisten aber auch gegenüber Kollegen angewandt wird. Ich befürchte, dass das durchaus der Realität entspricht. Interessant ist auch die Kapitelbezeichnung. Es beginnt bei Kapitel zehn und endet bei Null. Am Schluss wird die Bedeutung klar. Fazit: Ein gelungener dritter Fall für Waechter und Co., der neugierig macht auf den vierten Fall. Absolute Leseempfehlung!

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    Tanzmausvor 9 Monaten
    Skandal und Dämonen

    München-Schwabing, auf einem ehemaligen Sportplatz wird der Kriminalhauptkommissar Leo Thalhammer in seinem Wagen tot aufgefunden. Die Polizeiobermeisterin und einzige Frau im Unterstützungskommando Bayern USK, Sandra Benkow findet den durch Kopfschuss getöteten eher zufällig.

     

    Hauptkommissar Michael Waechter und sein Team übernehmen den Fall und stoßen bei den Ermittlungen nicht nur auf einige Ungereimtheiten, sondern auch auf eine Mauer des Schweigens. Wer ist alles in den Fall verwickelt? Gibt es einen Maulwurf in den eigenen Reihen?

     

    Und als wäre dies nicht schon genug, wird Hannes aus dem Krankenstand wieder zurück beordert. Doch ist er überhaupt schon wieder einsatzfähig?

     

    Für mich war es das erste Buch von Nele Neubauer und ihrem Kommissar Waechter mit seinem Team. Bereits in ihrem dritten Fall darf Waechter hier ermitteln und ich muss gestehen, dass ich mich erst einmal an die ganzen Protagonisten gewöhnen musste. Aber nach und nach kam ich rein in die Geschichte und fand ich in einem Netz aus Informationen und deren Verknüpfungen zu den Personen wieder.

     

    Waechter hat eine sehr eigenwillige Art, sein Team zu führen und die Ermittlungen voranzutreiben. Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist seine Art von Humor. Knochentrocken mit einem Hauch Sarkasmus konnte er mich immer wieder zum Schmunzeln oder gar Lachen reizen. Sehr sympathisch war mir gleich Hannes Brandl, der ein Trauma von seinem letzten Fall verarbeiten muss und in diesem Buch buchstäblich ins kalte Wasser geworfen wird.

     

    Sehr anschaulich und nachvollziehbar treibt die Autorin nicht nur die Ermittlungen mit ihren ganzen Verstrickungen voran, sondern gibt dem Leser zudem noch die Möglichkeit, sich in die Psyche der Protagonisten einzufühlen. Jeder hat auf seine Weise ein Päckchen mit sich herumzutragen.

     

    Eine aktuelle Thematik spannend eingebettet in einen Krimi, bei dem Höhen und Tiefen gibt, der facettenreich nicht nur die Ermittlungsergebnisse präsentiert, sondern auch die beteiligten Menschen nicht außer Acht lässt, machte das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem.

     

    Fazit:

    Der Einstieg war für mich schwer, doch es lohnte sich am Ball zu bleiben und so Waechter und seinem Team bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen zu können.

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Realistisch, informativ und spannend ist der neue Fall vom Münchner Ermittlerteam. Absolut Lesenswert!!!!
    Die Vergangenheit ruht nicht!

    "Dumm ist, wer glaubt, Geschehenes durch Worte ungeschehen zu machen." (Titus Maccius Plautus)
    Der Mord am Drogenfahnder Leo Thalhammer erschüttert die Münchner Mordkommission. Von der eigenen Dienstwaffe erschossen, findet man den Ermittler in seinem Auto auf einem abgelegenen Kiesplatz vor. Sandra Benkow (Sunny) eine junge Polizistin der Spezialeinheit USK, hat ihn dort vorgefunden. Das Team von Hauptkommissar Michael Waechter wird an den Tatort gerufen und hat einiges zu tun, um diesen Polizistenmord zu lösen. Da sie alle Hände voll zu tun haben muss auch Kommissar Hannes Brandl, der seinen letzten Einsatz fast mit dem Leben bezahlt hat, ebenfalls wieder ermitteln. Seiner Kollegin Elli ist nicht wohl dabei, das ausgerechnet er jetzt schon eingesetzt werden soll. Die einzige Zeugin ist eine illegale, drogenabhängige Frau doch niemand weiß, ob sie noch lebt oder nur abgetaucht ist. Im aufgewühlten München, zwischen Demonstration, Straßenschlachten und brennenden Polizeiautos eskaliert die Lage. Doch die Spur führt immer wieder in die eigenen Reihen der Polizei zurück. Was verheimlichen die Ermittler der Spezialeinheit der USK vor ihnen? Hat Thalhammers Vergangenheit etwas mit dem Mord zu tun?

    Meine Meinung:
    Nach dem mich das letzte Buch "Moorfeuer" doch ein wenig enttäuscht zurückgelassen hatte, hat mich die Autorin mit diesem Band total überrascht. Die Ermittlungen waren informativ, realitätsnah, spannend und ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt. Im Gegenteil gebannt hing ich an den Seiten und war fasziniert von dem interessanten Plot. Auch die Ermittler, von denen der Leser wieder sehr viel aus ihrem Privatleben erfährt, konnten mich diesmal überzeugen. Der Fall schlängelt sich für mich wie eine Achterbahnfahrt durch das Buch und habe bis zum Ende mitgefiebert wer der Täter ist und wie alles ausgeht. Der Schreibstil ist flüssig, sehr gut und das Cover passt mal wieder sehr gut zum Inhalt. Von Vorteil ist sicher, wen man den Vorband schon vorab kennt, um sich besser in den noch immer leicht traumatisierten Hannes Brandl zu versetzen. Diesmal hatte ich wirklich das Gefühl einen spannenden Krimi zu lesen und mitten im Geschehen dabei zu sein. Ein wirklich überzeugender Krimi, den Nicole Neubauer hier inszeniert hat und den ich den Lesern nur weiterempfehlen kann. Nach diesem fesselnden Fall freue ich mich nun auf eine Fortsetzung, danke dem Blanvalet Verlag für das Leseexemplar und vergebe 5 von 5 Sterne.

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    S
    Streiflichtvor 9 Monaten
    Spannung bis zur letzten Seite


    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich über die beiden Vorgänger sehr viel Positives gehört hatte. Normalerweise lese ich lieber in der richtigen Reihenfolge, wenn es sich um Serien handelt, aber in diesem Fall war ich so neugierig, dass ich mit dem dritten Teil, also Scherbennacht, angefangen habe. Ich finde, man kann dieses Buch auch hervorragend ohne Vorkenntnisse lesen, aber man ist vermutlich gespoilert, wenn man dann im Nachhinein Teil 1 und 2 liest.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da es sympathisch und spannend zugleich ist. Weil der Fall des Polizistenmordes so unergründlich ist, ist das Buch bis zur letzten Seite spannend und unterhaltsam. Gleichzeitig sind die Figuren so sympathisch, natürlich und authentisch beschrieben, dass das Lesen einfach Spaß macht. Man fiebert mit den Ermittlern mit und fragt sich, was mit dem toten Kollegen passiert ist. Was er wohl entdeckt haben mag, dass er dafür sterben musste. Und was wusste Sunny, die ebenfalls eine Kollegin ist und den Toten gefunden hat?

    Der Autorin gelingt es auf hervorragende Weise, dem Leser nicht nur einen spannenden Krimi zu bieten, sondern auch ganz viel Einblick in die menschliche Seele und deren Abgründe! Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung, die hoffentlich bald kommt, und jetzt bald auf die Lektüre der beiden ersten Teile dieser unterhaltsamen und interessanten Serie.

     

     

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    JoLeos avatar
    JoLeovor 9 Monaten
    Spannende Fortsetzung

    Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle...

    Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Die Mordkommission ermittelt in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen ...

    Im nun schon 3. Teil stösst man wieder auf das bekannte Ermittlerteam rund um Kommissar Waechter. Hannes, Elli und der Hüter des Schweigens - schön in diesen München-Krimis ist, dass man auch mal was über die Protagonisten erfährt. Das erschwert zwar diesbezüglich den Einstieg im 3. Teil, schadet aber der Spannung und Geschichte nicht. Also auch für Neuleser geeignet.

    Nach einem für mich zäheren Einstieg, als das ich bisher von Nicole Neubauer gewohnt bin, konnte mich aber auch dieses Buch wieder voll überzeugen!

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    NicoleNeubauers avatar
    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser, viele kennen mich ja noch von der Leserunde zu "Moorfeuer", ich begrüße auch herzlich alle "Neuen" in der Welt meiner Ermittlertruppe. Auch für meinen dritten Kriminalroman "Scherbennacht" möchte ich eine Leserunde bei Lovelybooks starten und mein Verlag Blanvalet unterstützt mich mit 25 Freiexemplaren, die ich hier verlosen werde. 


    Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle ...


    Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen ...


    Ich freue mich auf zahlreiche Leser und Kommentare und natürlich besonders über Rezensionen - die sind ja bekanntlich auch das Brot des Künstlers. Es macht nichts, wenn Ihr die Vorgängerbände nicht kennt, die Geschichte ist in sich abgeschlossen und mein Ermittlerteam freut sich über neue Gesichter. Geht mit auf die Ermittlung, folgt den Spuren, lasst die Handschellen klicken.
    Wundert Euch nicht, dass der Countdown der Kapitel nach unten zählt. Ihr werdet lesen, warum.


     Wenn Ihr also teilnehmen und bei der Verlosung mitmachen möchtet, drückt auf "Bewerben" - mein Glücksschwein wartet voller Vorfreude.


    Herzliche Grüße, Nicole
    Zur Leserunde

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