Niemand

von Nicole Rensmann 
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Niemand
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Lustig und voller Mehrdeutigkeit. Einfach genial

RolandBs avatar

Eine Geschichte wie eine warme Decken an einem kalten Winterabend.

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Inhaltsangabe zu "Niemand"

Neben unserer liegt eine Welt voller Mehrdeutigkeiten. Eine Welt, in der alles wörtlich genommen wird, in der Drecksäcke, Wurzelmännchen, Trauerklöße oder Laberköppe leben.
Dorthin verirrt sich Nina und begegnet – Niemand.
Niemand ist der künftige Herrscher von Niemandsland, doch sein eigener Vater – Niemand Sonst – will ihm den Thron streitig machen. Der Böse glaubt seinen Sieg sicher, wäre da nicht dieser leckerlieblichzuckersüße Erdbeerduft des Menschenmädchens, der alles durcheinanderbringt. Nina und Niemand finden Verbündete, die ihnen beim Kampf gegen Niemand Sonst helfen: eine ABK, Fräulein Klimper, den Nikolaus und viele mehr.
Nur auf eine Weise kann das Niemandsland vor der Vernichtung gerettet werden: Niemand muss seinen Namen erhalten. Aber welcher Name ist passend für einen jungen Herrscher? Auf der Suche nach dem perfekten Namen stößt Nina auf ein düsteres Geheimnis.

Klappenbroschur mit farbigen Illustrationen und vielen schwarz-weiß-Illustrationen im Innenteil!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783927071964
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:296 Seiten
Verlag:Fabylon
Erscheinungsdatum:29.07.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Denise_Langeheineckevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lustig und voller Mehrdeutigkeit. Einfach genial
    Märchen mal anders

    Mit "Niemand" bringt Nicole Rensmann ihr eigenes Märchen aufs Papier. Ich muss sagen, ich bewundere sie, denn Niemand ist echt ein Buch der Extraklasse. Und ich finde es total klasse, dass sie IHR Märchen mit uns allen teilt.

    Niemand ist der Herrscher des Niemandslandes. Eigentlich möchte er dies aber gar nicht sein. Dafür versuchen sein Vater und sein Onkel selbst die Herrschaft zu übernehmen und dabei ist ihnen jedes Mittel recht.. Sie haben Niemand sogar schon eingesperrt.

    Eines Tages verirrt sich Nina über die Grenze ins Niemandsland. Als Niemand sie findet, wird alles anders. Nina ist die einzige Person im Niemandsland, die Namen vergeben kann. So wie damals Niemands Mutter. Gemeinsam mit Nina erlebt er einige Abenteuer, sie durchstreifen gemeinsam das Niemandsland, von dem übrigens eine Karte ganz vorn im Buch abgebildet ist. Das finde ich total klasse, somit kann man sich die Fantasie-Welt von Nicole Rensmann noch besser vorstellen und nachvollziehen. Niemand möchte Nina den Thron zeigen. Der Thron des Niemandslandes ist besetzt mit vielen Edelsteinen. Nur dem wahren Herrscher ist es vorbestimmt, auf dem Thron zu sitzen und nicht in Edelstein verwandelt zu werden. Im Niemandsland gibt es tagaktive und nachtaktive Gesellen. Am Ende müssen aber alle Niemandsländer zusammenhalten um das Niemandsland zu retten. Da sind dann echt alle füreinander da und dabei wandeln sich ihre "Aufgaben", so ist der Drecksack kein Drecksack mehr, die dummen Hunde sind nicht mehr dumm.....

    Auf dem Weg durchs Niemandsland begegnen Niemand und Nina ganz vielen "alten Bekannten", denen mit Sicherheit jeder von uns auch begegnet ist: Stromschwimmer, Arschkriecher, Drecksäcke, Dumme Hunde, dem Nikolaus, dem Heilgen Geist, besseren Häften, E-Mann-Zehen und vielen anderen.... Sie werden immer wieder auf die Probe gestellt und müssen zeigen, was man gemeinsam so alles erreichen kann.

    Niemand ist ein Buch voller Fantasie, voller Mehrdeutigkeiten und der Geschichte von Niemand und Nina. Witzig, skuril und echt liebenswert.

    Wenn ihr nun auch neugierig geworden seid, dann tut es! Holt euch "Niemand" und geniesst eine leckerlieblichzuckersüße Geschichte, die noch dazu nach Erdbeeren riecht. Mehr möchte ich nicht verraten, denn ich denke, jeder sollte seine eigenen Erfahrungen im Niemandsland sammeln.

    Dank den liebevollen Illustrationen von Timo Kümmel im Buch, den genauen Beschreibungen der Niemandsländer und der Karte im Buch kann man sich die Bewohner des Niemandslandes und auch das Niemandsland selbst sehr gut vorstellen.

    Allerdings sei eins vorab gesagt: Vorsicht, Suchtgefahr!!!!!!!!!! Aber auch dagegen gibt es ein Mittel.... Die Autorin macht schon wieder viele Ausflüge ins Niemandsland und arbeitet bereits an einer Fortsetzung....

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    Denise_Langeheineckevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lustig und voller Mehrdeutigkeit. Einfach genial
    Märchen mal anders

    Mit "Niemand" bringt Nicole Rensmann ihr eigenes Märchen aufs Papier. Ich muss sagen, ich bewundere sie, denn Niemand ist echt ein Buch der Extraklasse. Und ich finde es total klasse, dass sie IHR Märchen mit uns allen teilt.

    Niemand ist der Herrscher des Niemandslandes. Eigentlich möchte er dies aber gar nicht sein. Dafür versuchen sein Vater und sein Onkel selbst die Herrschaft zu übernehmen und dabei ist ihnen jedes Mittel recht.. Sie haben Niemand sogar schon eingesperrt.

    Eines Tages verirrt sich Nina über die Grenze ins Niemandsland. Als Niemand sie findet, wird alles anders. Nina ist die einzige Person im Niemandsland, die Namen vergeben kann. So wie damals Niemands Mutter. Gemeinsam mit Nina erlebt er einige Abenteuer, sie durchstreifen gemeinsam das Niemandsland, von dem übrigens eine Karte ganz vorn im Buch abgebildet ist. Das finde ich total klasse, somit kann man sich die Fantasie-Welt von Nicole Rensmann noch besser vorstellen und nachvollziehen. Niemand möchte Nina den Thron zeigen. Der Thron des Niemandslandes ist besetzt mit vielen Edelsteinen. Nur dem wahren Herrscher ist es vorbestimmt, auf dem Thron zu sitzen und nicht in Edelstein verwandelt zu werden. Im Niemandsland gibt es tagaktive und nachtaktive Gesellen. Am Ende müssen aber alle Niemandsländer zusammenhalten um das Niemandsland zu retten. Da sind dann echt alle füreinander da und dabei wandeln sich ihre "Aufgaben", so ist der Drecksack kein Drecksack mehr, die dummen Hunde sind nicht mehr dumm.....

    Auf dem Weg durchs Niemandsland begegnen Niemand und Nina ganz vielen "alten Bekannten", denen mit Sicherheit jeder von uns auch begegnet ist: Stromschwimmer, Arschkriecher, Drecksäcke, Dumme Hunde, dem Nikolaus, dem Heilgen Geist, besseren Häften, E-Mann-Zehen und vielen anderen.... Sie werden immer wieder auf die Probe gestellt und müssen zeigen, was man gemeinsam so alles erreichen kann.

    Niemand ist ein Buch voller Fantasie, voller Mehrdeutigkeiten und der Geschichte von Niemand und Nina. Witzig, skuril und echt liebenswert.

    Wenn ihr nun auch neugierig geworden seid, dann tut es! Holt euch "Niemand" und geniesst eine leckerlieblichzuckersüße Geschichte, die noch dazu nach Erdbeeren riecht. Mehr möchte ich nicht verraten, denn ich denke, jeder sollte seine eigenen Erfahrungen im Niemandsland sammeln.

    Dank den liebevollen Illustrationen von Timo Kümmel im Buch, den genauen Beschreibungen der Niemandsländer und der Karte im Buch kann man sich die Bewohner des Niemandslandes und auch das Niemandsland selbst sehr gut vorstellen.

    Allerdings sei eins vorab gesagt: Vorsicht, Suchtgefahr!!!!!!!!!! Aber auch dagegen gibt es ein Mittel.... Die Autorin macht schon wieder viele Ausflüge ins Niemandsland und arbeitet bereits an einer Fortsetzung....

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor einem Jahr
    Verzaubernd


    Cover
    Selten hab ich ein Buch, das eher für jüngere Leser gemacht ist mit so einem Erwachsenen Cover gesehen. Aber ich muss sagen es gefällt mir sehr gut. Ich mag die Ornamente in den Ecken sehr gerne und auch die Farbe und das leicht verschwommene passen irgendwie perfekt.


    Protagonistin
    Nina ist 14 Jahre alt und ich finde sie verhält sich eher wie eine 12jährige. Sie ist noch nicht ganz so reif, wie das in anderen Büchern vorkommt, was der Geschichte aber nichts abtut. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne, sie ist sehr wissbegierig und freut sich auch über kleine Dinge. Sie schließt sehr schnell Freundschaft mit Niemand, Fräulein Klimper (einer wunscherfüllenden Fee) und vielen anderen tollen Charakteren im Buch. 


    Schreibstil
    Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Allein die ganzen Ideen zum Niemandsland fand ich grandios und haben mich sehr oft zum lachen gebracht. Nicht umsonst habe ich das Buch an einem Nachmittag verschlungen. Die Charaktere sind alle so schön ausgearbeitet und man bekommt immer wieder Überraschungen, die man so nicht erwartet hat. So zum Beispiel das der Nikolaus im Niemandsland ein Restaurant führt und Jesus um die Ecke wohnt. Auch viele andere Charaktere haben mich verzaubert und träumen lassen. Es ist einfach eine wundervolle Geschichte, die die Autorin kreiert hat.


    Autorin
    Nicole Rensmann, geboren 1970 in Remscheid, arbeitet seit 2000 als freie Schriftstellerin. Seit 2002 führt sie - unter der Redaktion von Klaus Bollhöfener - im 'Print-Magazin phantastisch!' Interviews mit international und national bekannten Autoren.




    Einzelbewertungen
    Schreibstil 5/5
    Charaktere 5/5
    Spannung 2/5
    Ende 5/5
    Cover 4/5


    Fazit
    Eines der schönsten Bücher für junge Menschen, das ich je gelesen habe. Die Geschichte hat mich total verzaubert

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    Meine_Magische_Buchwelts avatar
    Meine_Magische_Buchweltvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein außergewöhnliches Märchen mit skurrilen Charakteren
    Außergewöhnlich und faszinierend

    Neben unserer liegt eine Welt voller Mehrdeutigkeiten. Eine Welt, in der alles wörtlich genommen wird, in der Drecksäcke, Wurzelmännchen, Trauerklöße und Laberköppe leben. 
    Und genau dorthin verirrt sich Nina und begegnet – Niemand. 
    Niemand ist der künftige Herrscher von Niemandsland, doch sein eigener Vater – Niemand Sonst – will ihm den Thron streitig machen. Der Böse glaubt seinen Sieg sicher, wäre da nicht dieser leckerlieblichzuckersüße Erdbeerduft des Menschenmädchens, der alles durcheinander bringt. 
    Nina und Niemand finden Verbündete, die ihnen beim Kampf gegen Niemand Sonst helfen.
    Nur auf eine Weise kann das Niemandsland vor der Vernichtung gerettet werden: Niemand braucht einen Namen. 
    Doch welcher Name ist passend für einen jungen Herrscher? Auf der Suche nach einem Namen stößt Nina auf ein düsteres Geheimnis. 

    Meine Meinung: 

    Hier hat sich die Autorin ein ganz außergewöhnliches Märchen ausgedacht. Eine Welt, in der es die seltsamsten Bewohner gibt und selbst Schimpfwörter zum Leben erwachen. Wahrlich besonders und mit keinem anderen Märchen vergleichbar. 

    Der Schreibstil ist sehr Eigen, aber absolut nicht schlecht. Jedoch gibt es hier so viele fremde Wörter, die einen hin und wieder stocken lassen und ich mich darin auch erst zurechtfinden musste. 
    Aber der Lesespaß wurde dabei keinesfalls beeinträchtigt.

    Dieses Buch regt die Fantasie an und zieht einen in seinen Bann. Bildhafte Beschreibungen, tolle und vor allem außergewöhnliche Charaktere und eine teils amüsante und teils spannende Handlung machen diese Geschichte zu etwas Besonderem. Ein echtes Abenteuer in einer skurrilen Welt. 

    Hier haben nicht nur der Nikolaus und der Teufel einen Auftritt, nein, hier bekommen sogar Arschkriecher, Schaumschläger und Drecksäcke ein Aussehen. 

    Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, so dass man einen guten Überblick über das gesamte Geschehen erhält. Wobei das Menschenmädchen Nina und Niemand die Hauptprotagonisten bleiben. Beide sehr liebenswert und kindlich naiv. 

    Ein modernes Märchen für Groß und Klein. Entweder liebt man es oder man hasst es. Mir hat es richtig gut gefallen.

    Fazit:

    Ein Lesespaß der ganz besonderen Art. Außergewöhnlich und skurril, sowie amüsant und spannend. 

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    Annejas avatar
    Annejavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: einfach nur bezaubernd, fantasiereich und wahnsinnig witzig
    Das Märchen vom Niemand, der ein Jemand wurde

    Ein Land in dem Niemand herrscht. Wer sich jetzt fragt wer denn dann herrscht, dem kann ich mit einem Lächeln auf den Lippen sagen: Niemand. 
    Das Buch ist wie ein modernes Märchen, an dem sich Kleine als auch Große hervorragend erfreuen können. Die Kinder ehr weil sie den Nikolaus einmal kennen lernen wollen und wir Erwachsenen suchen unseren ,seit langen vermissten, Kampfgeist. Wer jetzt denn Kopf schüttelt, der sollte bedenken das im Niemandsland viele Bezeichnungen ein wahres Aussehen haben. Man trifft Arschkriecher, Trauerklösse oder auch den berüchtigten schwarzen Mann. 
    Die Geschichte erlesen wir aus vielen Perspektiven die in regelmäßigen Abständen wechseln und uns so einen guten Überblick über das gesamte Geschehen vermitteln. Die beiden Hauptpersonen des Buches bleiben aber Nina, die es geschafft ins Niemandsland zu kommen und Niemand, der unsichtbare Herrscher des Niemandslandes. Beide fand ich einfach herzallerliebst, teilweise naiv aber trotzdem einfach niedlich. 
    Die Geschichte von Niemand machte mich sehr nachdenklich. Denn wie oft im Leben denken wir ein Niemand zu sein? Nicht wahrgenommen zu werden ? Hier können wir erlesen wie es ist ein Niemand zu sein, der unsichtbar ist und deswegen sehr an sich zweifelt. Daher hatte das Buch für mich auch einen pädagogischen Wert der klar sagt, du bist kein Niemand. Irgendwo auf der Welt gibt es auch für dich eine Nina. 
    Ansonsten wurde ich auf hohen Niveau amüsiert. Die Verkörperung so mancher Begriffe, brachte mich einfach zum Lachen. Oder habt ihr schon mal Bessere Hälften gesehen? Oder wurdet ins Bockshorn gejagt? 
    Die Schreibweise des Buches ist sehr eigen und es dauerte etwas bis ich mich damit zurecht fand, danach allerdings hatte ich einen großen Lesespaß. 
    Was mich am meisten faszinierte war die Fantasie die Frau Rensmann in ihr Buch brachte. Die verkörperten Begriffe, die Namen jener und der Ort selbst an dem sie leben, alles sprüht nur so vor Ideenreichtum.
    Frau Rensmann hat es geschafft aus einen Niemand einen Jemand zu machen und das mit Witz, tollen Ideen und einen Hauch Dramatik. 

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    Lessayrs avatar
    Lessayrvor 2 Jahren
    Ein Niemandslands was doch ein Jemandsland ist

    Das Buch "Niemand" von Nicole Rensmann erschien im Juli 2016 im Fabylon Verlag. Es ist der Erste von aktuell 2 Bänden der Niemandreihe.

    Es erzählt die Geschichte von Nina, die ins Niemandsland kommt. Und damit beginnt auch die Zweideutigkeit des Romans schon. Denn Nina kommt nicht in ein Land das Niemand für sich beansprucht, sondern es ist "NIEMAND´s" Land. Diese Idee, Wörter aus dem Alltag zu entführen und die Kreativität diesen Wörtern Formen zu verleihen gelingt der Autorin sehr gut. Stellt man sich einmal bildlich Dreckssäcke, Trauerklöße, Laberköppe oder einfach NIEMAND vor, kommen dabei wirklich interessante Sachen heraus.

    Dieses Buch weckt die Fantasie in jedem einzelnen Leser. Die fantastischen Orte wie zum Beispiel, das Bockshorn oder das Haus vom Nikolaus untermauern die Kreativität und Mühe, die hier hinein gesteckt wurde. Es macht sehr viel Spaß sich in diesen Bann ziehen zu lassen. Und die Idee, diese Fabelwesen zu gestalten und in eine Geschichte einzubauen sowie den einzelnen Wesen eine Aufgabe bzw. Eigenschaft zuzusprechen, spricht für sich.

    Mehr möchte ich auch gar nicht von der Geschichte verraten. Für mich selbst war dieses Buch eine tolle Erfahrung. Ich habe viel gelacht, nachgedacht und am Ende ein tolles, fantasievolles Buch gelesen.

    Daher kann ich jedem Fantasieleser dieses Buch empfehlen, wenn man einfach mal die etwas andere unbekannte Fantasiewelt kennenlernen möchte.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach anders, einfach ganz speziell und wundervoll!
    NIEMAND (Band 1) von NICOLE RENSMANN

    Inhalt:
    >>Neben unserer liegt eine Welt voller Mehrdeutigkeiten. Eine Welt, in der alles wörtlich genommen wird, in der Drecksäcke, Wurzelmännchen, Trauerklöße oder Laberköppe leben.

    Dorthin verirrt sich Nina und begegnet – Niemand.
    Niemand ist der künftige Herrscher von Niemandsland, doch sein eigener Vater – Niemand Sonst – will ihm den Thron streitig machen. Der Böse glaubt seinen Sieg sicher, wäre da nicht dieser leckerlieblichzuckersüße Erdbeerduft des Menschenmädchens, der alles durcheinanderbringt. Nina und Niemand finden Verbündete, die ihnen beim Kampf gegen Niemand Sonst helfen: eine ABK, Fräulein Klimper, den Nikolaus und viele mehr.
    Nur auf eine Weise kann das Niemandsland vor der Vernichtung gerettet werden: Niemand muss seinen Namen erhalten. Aber welcher Name ist passend für einen jungen Herrscher? Auf der Suche nach dem perfekten Namen stößt Nina auf ein düsteres Geheimnis...<<

    Der erste Band der Niemands-Märchen >NIEMAND (Band 1)< hat mir sehr gefallen! Das Buch ist definitiv so ganz anders, als man denkt und hebt sich sehr von üblichen Geschichten etc. dieses Genremixes aus Fantasy & Märchen ab. Schon der Klapptext lässt vermuten, dass es hier einfach anders wird und das ist wirklich so. Das Buch ist sicher keins, was man mal eben liest, denn man muss sich wirklich darauf einlassen. Jeder Charakter trägt einen besonderen Namen und irgendwie stellt man sogar fest warum es gerade dieser Name ist etc. Es steckt hier unheimlich viel zwischen den Zeilen, dass zum Nachdenken anregt und gleichzeitig ein wichtiger Baustein der eigentlichen Geschichte ist. NIEMAND war für ein echtes Leseerlebnis und ich bin schon sehr gespannt, wie es wohl in Band 2 weitergehen wird und wie sich schließlich alles noch entwickeln wird in dieser einzigartigen und phantastischen Welt!


    http://lisakatharinabechter.jimdo.com/2016/11/16/buchblog-niemand-band-1-von-nicole-rensmann/

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    annlus avatar
    annluvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: märchenhaft fantastische Geschichte, die mit Sprich- und Schimpfwörtern spielt und sie zum Leben erweckt
    So nah war ich einem Drecksack, einer Klimper Fee und dem Nikolaus noch nie

    „Nun zu dir, Niemand!“

    Alle lachten über ihn. Der Teufel hatte eine Macke. Aber das war das kleinste Problem, hier im Niemandsland. Denn Überhaupt Niemand und Niemand Sonst kämpften um den Thron. Sie stritten nicht laut wie die Laberköppe und beschwerten sich nicht über die eigene Dummheit wie der Teufel. Über ihre hinterhältige und in aller Stille ausgefochtene Zwietracht vergaßen sie den, der wirklich wichtig war: Niemand!

    Klappentext: Neben unserer liegt eine Welt voller Mehrdeutigkeiten. Eine Welt, in der alles wörtlich genommen wird, in der Drecksäcke, Wurzelmännchen, Trauerklöße oder Laberköppe leben. Dorthin verirrt sich Nina und begegnet – Niemand. Niemand ist der künftige Herrscher von Niemandsland, doch sein eigener Vater – Niemand Sonst – will ihm den Thron streitig machen. Der Böse glaubt seinen Sieg sicher, wäre da nicht dieser leckerlieblichzuckersüße Erdbeerduft des Menschenmädchens, der alles durcheinanderbringt. Nina und Niemand finden Verbündete, die ihnen beim Kampf gegen Niemand Sonst helfen: eine ABK, Fräulein Klimper, den Nikolaus und viele mehr. Nur auf eine Weise kann das Niemandsland vor der Vernichtung gerettet werden: Niemand muss seinen Namen erhalten. Aber welcher Name ist passend für einen jungen Herrscher? Auf der Suche nach dem perfekten Namen stößt Nina auf ein düsteres Geheimnis.


    Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, habe ich hier auf den Klappentext zurückgegriffen, da ich ihn sehr aussagekräftig fand – eine Zusammenfassung, die auch den Stil des Buches wiedergibt, hätte ich nicht so passend hinbekommen.

    Die Geschichte ist in kurze Kapitel eingeteilt und sehr sprachbetont. Sie erinnert an ein Märchen und ist etwas Besonderes durch ihre fantasievollen Wesen - Redewendungen und wörtlich genommene Ausdrücke werden hier lebendig. Manche davon konnte ich mir gleich vorstellen, andere brauchten mehr Fantasie. So kommen neben dem unsichtbaren Herrscher bekannte Gesichter, wie der Teufel (der Probleme beim Scheren hat), Jesus, der Nikolaus und der kopflose Reiter vor, aber auch die Labberköppe, eine klimpernde Fee, der Trauerkloß und ein Schaumschläger... Würde ich alle hier aufzählen, wäre die Liste bei weitem länger. Manchmal hatte ich das Gefühl, auf jeder Seite einem neuen Wesen zu begegnen. Bei einigen, wie dem Drecksack und den Schleimschießern, bin ich erst einmal zusammengezuckt – man liest die Wörter ja nicht unbedingt in Märchen. Sie haben hier aber die gleiche Existenzberechtigung, wie alle anderen Niemandsländer, sind genau das, was ihr Namen beschreibt und nicht irgendwelche Schimpfwörter oder schlechte Wesen.

    Wie in einem Märchen erscheint die Handlung auf den ersten Blick geradlinig und durchschaubar. Sie wechselt sehr rasch, der gemeinsame Weg von Niemand und Nina ist von vielen Begegnungen – einige davon auch gefährlicher Art – geprägt. Auf den zweiten Blick enthält die Geschichte aber neben ihrer humorvollen Art, Wörter und Mehrdeutigkeiten zu betrachten, auch – typisch Märchen – tiefgründigere Aussagen. So begegnen sie den Stromschwimmern, die alle in eine Richtung gehen, ohne darüber nachzudenken. Diese Szene wird mit den Worten kommentiert: „Wenn du das erste Mal gegen den Strom schwimmst, ist es anstrengend. Aber mit der Zeit wirst du daraus deine Lehren ziehen. Nur so erlangst du deine Weisheit und sammelst Erfahrungen.“ Das Zitat stellt nur eine Kostprobe dar, da immer wieder passend zu den Wesen (und damit den von uns benutzen Namen und Ausdrücken) auch kritische Anmerkungen herausgelesen werden können.

    Neben der Reise und den fantastischen Wesen werden Nina und Niemands Gefühle füreinander beschrieben, die sich immer besser verstehen. Dass sie beide einige Probleme mit ihren Familien haben, scheint sie noch mehr zueinander zu bringen. Eine Besonderheit des Niemandslandes ist es, dass Gefühle als Gerüche wahrgenommen werden können. So fand ich die Beschreibungen des Verliebtseins nicht kitschig oder störend, sondern leckerlieblichzuckersüß nach Erdbeer duftend.

    Erwähnen muss man bei diesem Buch auch die Aufmachung. Schon das Cover der neuen Auflage finde ich sehr geschmackvoll, dezent aber doch ansprechend. Der Umschlag ist aus einem glänzenden Material gefertigt. Hinter den Klappen – von denen eine das mir sehr sympathische Wurzelmännchen zeigt, das in der Geschichte eine Nebenrolle spielt – liegt vorne eine detaillierte Karte des Niemandslandes. Im Buch selbst werden einige Kapitel von Illustrationen abgeschlossen, die die Geschichte lebendiger machen.

    Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch, die der Klappentext und die Beschreibung ausgelöst haben. Sie wurden anders erfüllt, als ich mir das vorgestellt hatte. Hatte ich mit mehr Humor gerechnet, so wurde ich hier durch die Sprachgewandtheit und die eher zurückhaltende Kritik überrascht. Das Buch ist keines, das sich leicht nebenbei dahinlesen lässt, es braucht etwas Konzentration, um all die Doppeldeutigkeiten herauszulesen. Wenn man sich dafür aber die Zeit nimmt, so wird man mit einer netten Geschichte und einer einzigartigen Idee belohnt.

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    misery3103s avatar
    misery3103vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Fantastische Reise ins Niemandsland
    Das Niemandsland

    Es gibt ein Land neben unserem Land. Das Niemandsland mit seinem Herrscher Niemand. Als sich das Mädchen Nina in das Niemandsland verirrt, geht es drunter und drüber. Niemands Vater Niemand Sonst und sein Onkel Überhaupt Niemand wollen den Thron besteigen. Werden die Niemandsländer mit Ninas Hilfe das Niemandsland retten?

    Eine fantastische Reise in ein Land, in dem all die Geschöpfe leben, deren Namen wir alle viel zu oft in den Mund nehmen. Hier leben Trauerklößchen und Laberköppe genau wie Drecksäcke und Speichellecker ... und in dieser Welt sind ihre Namen durchaus wörtlich gemeint.

    Die Geschichte fesselt und zieht einen in den Bann, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Ein Abenteuer in einer skurrilen Welt voller fantastischer Geschöpfe ... und eine Liebesgeschichte, die nach einer Fortsetzung schreit, auf die ich sehr gespannt bin!

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    tintenmaedchens avatar
    tintenmaedchenvor 5 Jahren
    Ein Fantasyroman der etwas anderen Art

    Inhalt
    Was passiert wenn der Herrscher des Niemandslandes auf ein Mädchen aus dem Land hinter der Grenze trifft? Ein Mädchen das eigentlich gar nicht unbemerkt über die Grenze gelangen sollte und in die sich der Herrscher auch noch verliebt? Ganz klar, sie müssen zusammen einige Abenteuer bestehen und treffen dabei auf die merkwürdigsten und doch alltäglichsten Gestalten: Drecksäcke, den Nikolaus, Jesus, Schaumschläger, Trauerklöße, den heiligen Geist und noch vielen anderen Niemandsländern deren Bezeichnungen von den Menschen jenseits der Grenze aus Unwissenheit verwendet werden. Und sie nehmen einen mit auf eine abenteuerliche Reise voller Skurilitäten, Witz, Charme und viel Erdbeerduft.

    Meinung

    Eigentlich sind doch die Bücher die einen positiv überraschen immer am schönsten. Nicht dass ich etwas grundlegend schlechtes bei diesem Buch erwartet habe aber dass es mich dann so mitreissen und fesseln würde habe dann doch nicht erwartet. Niemand ist ein Buch dass man mit nur einem Wort beschreiben könnte – anders. Doch schnell muss man dann feststellen dass man ein zweites Wort voranstellen müsste. Positiv anders.

    “Kein Mensch hatte diesen Ort jemals betreten.
    Das Niemandsland.
    Quelle der Fantasie.
    Hier wurden Worte erfunden, Träume gesponnen und Lügen gestrickt, Sprüche geklopft, Zitate gestanzt, Weisheiten geformt und Ideen geboren.” Seite 11


    Der Leser wird kurz in die Welt des Buches eingeführt und dann ist man auch schon schnell mitten im Geschehen als Niemand auf das Mädchen Nina trifft. Denn damit beginnt nicht nur ihre gemeinsame Geschichte sondern ein besonderes Abenteuer der Extraklasse.
    Niemand, ist noch ein Junge und trotzdem bereits der eigentliche Herrscher des Niemandslandes. Nur ist er mit dieser Position alles andere als glücklich. Die Verantwortung dieses Titels verunsichert ihn zutiefst und macht ihm eher Angst. Sein machtgieriger Vater ist ihm keine Hilfe und seine Mutter ist schon lange tot. Nina bringt endlich Licht in sein Leben und nicht nur das, sie gibt ihm immer mehr das Gefühl ein Jemand zu sein.
    Nina ist ein “normales” Mädchen das zufällig ins Niemandsland gerät. Anfangs ist sie verzweifelt da sie nicht weiß wie sie den Weg zurück finden soll als Niemand sich jedoch ihrer annimmt fast sie schnell Vertrauen und entwickelt ein großes Interesse an diesem seltsamen Land. Im Laufe der Geschichte wird sie zu einer wichtigen Schlüsselfigur nicht nur für Niemand sondern für alle Bewohner des Niemandlandes.
    Zu den anderen Charakteren des Buches braucht man nicht viel sagen ausser jeder kennt sie. Mindestens einen von ihnen hat man schon oft um sich gehabt, belächelt oder den Kopf über ihn geschüttelt. Es sind die Menschen des Alltags für die man Bezeichnungen wie Arschkriecher, Trauerkloß und Schaumschläger benutzt.

    “Was ist das?”
    “Das ist ein Schaumschläger. Komm schnell. Wenn wir in seinen Sog geraten, haben wir keine Chance. Es sind schon andere an seiner Schaumschlägerei zugrunde gegangen.”
    Nina erschrak. “Was meinst du damit? Hat er sie erschlagen?”
    “Nein, zu Tode gelangweilt.” Seite 36-37


    Wer sich in die Welt von Niemand begibt der darf sich neben diesen bekannten Alltagspersonen auf eine abenteuerreiche Geschichte freuen. Mit viel Witz und Charme gelingt es der Autorin den Leser völlig zu fesseln und sich mit Nina und Niemand nicht nur gemeinsam auf die Reise zu begeben sondern stark mit den Protagonisten zu verwachsen. Man entdeckt, wie Nina, neugierig und faszniert das Niemandsland und deren Bewohner. Man lacht, erkennt wieder, hofft und bangt und ist fast traurig wenn man wieder an die Oberfläche der Realität zurückkehren muss.
    Leider zieht sich der große Showdown aber sehr in die Länge so dass das Buch stellenweise langatmig wirkt und man sich als Leser ein wenig zu sehr hingehalten fühlt. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht nur überzeugen sondern sehr für sich gewinnen und ich bin gespannt welche Abenteuer noch auf Nina und Niemand warten.

    Fazit

    Niemand ist ein Fantasyroman der etwas anderen Art und schafft es mit viel Skurrilität, Witz und Charme sich in das Herz des Lesers zu schmuggeln. Ein gelungenes Buch mit kleinen Schönheitsfehlern die den Lesespaß jedoch nicht nachhaltig beeinträchtigen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Nicole_Rensmanns avatar

    »Niemand – Mehr!«
    ist da! Der zweite Band rund um Niemand, Nina und die skurrilsten Typen, seit es Bücher gibt will von dir entdeckt werden.

    »Niemand – Mehr!«  hat alle leckerlieblichzuckersüßen Moment durch das Land verstreut. Das Schlimmste ist eingetroffen. Und Niemand weiß, was dagegen zu unternehmen ist...

    »NIEMAND - Mehr!« ist ein düsteres Fantasymärchen mit verschrobenen Typen, einer erwachsen gewordenen Nina, einem Niemand ohne Herz und - nicht zu vergessen - zerstreuter Interpunktion.

    Du möchtest wissen, was aus Nina, Niemand, dem Nikolaus, Lilly und Fräulein Klimper geworden ist? Das ist eine lange Geschichte, die du nur nachlesen kannst.


    Leseprobe (Band 2)

    (aus Kapitel 2)

    Eine Ahnung, stärker als der Wind, der sie hierher gedrängt hatte, und wärmer als die Sonnenstrahlen, die ihr Gesicht neugierig abtasteten, explodierte in ihrer Brust. Nina weinte und kostete das Gefühl aus, das die Furcht verdrängte, nachdem sie die mit bodendeckenden Beeren mannigfacher Art bewachsene Grenze übertreten hatte. Sie drehte sich auf den Rücken, spürte keine Schmerzen, fühlte nur Glück.
    Das Déjà-vu. Sie wischte die Tränen fort, ihr Bauch zuckte vor Lachen.
    Das Glück verweilte viel zu kurz. Niemand kam. Falsch. Niemand kam nicht.

    Die Wiese, auf der sie sich das erste Mal getroffen hatten, existierte nicht mehr. Grashalme – einst saftig und grün – lagen in trockenen, braunen Lagen auf dem Boden, eingestampft von einem Riesen mit heißen Sohlen. Nina stand auf, zupfte sich zwei Blätter von der Jeans und ging ein Stück zurück. Nur eine Handbreit von der Grenze entfernt lag ihre Tasche. Ein Wall aus toten Ästen ragte aus dem mit Rissen durchzogenen Boden. Keine Sträucher mehr, keine Beeren. Doch die Grenze zeichnete sich deutlich ab. Auf der anderen Seite lockte die Kühle der Nacht zwischen den eng aneinander stehenden Baumreihen – Nina musste nur den Arm ausstrecken und die Nacht würde ihre Hand verschlingen. Ein dunkler Schatten – ein Mann, ein schwarzer Mann – stand zwischen zwei Birken. Er nickte ihr zu, bevor er mit der Dunkelheit verschmolz.
    Nina hob ihre Tasche auf und entfernte sich von der Grenze. Ein Zurück gab es nicht mehr.
    Im Niemandsland sandte die Sonne Strahlen vom Himmel, als wolle sie alles, was hier lebte, in Flammen aufgehen lassen. Der Wind setzte ihr nichts entgegen.

    Ein dünner Schweißfilm überzog Ninas Nase, die Stirn. Sie legte die Tasche auf den Boden und zog sich die Strickjacke aus, die sie vor der Kühle der Nacht geschützt hatte. Nun schien jeder Fetzen Stoff zu viel auf der Haut. Wärme kroch in das engmaschige Gewebe von Jeans und Top. Nina band sich die Jacke um die Hüften. Irgendwann würde die Nacht die Hitze vertreiben. Nein. Hereinbrechen, lautete die richtige Bezeichnung, das hatte Lilly gesagt. Die Abrissbirnenkatze lebte nicht als Gespinst in ihrem Hirn, sondern in diesem Land. Lilly. Nina war nicht verrückt; hätte sie doch nur früher auf ihr Herz gehört.

    Nina schirmte die Augen mit den Händen ab und betrachtete das wüstengleich aussehende Land. Wenige Grasbüschel, braun und ausgedorrt, trotzten standhaft der Hitze.
    Sie leckte sich über die Lippen. Durst. Die nackte Haut kribbelte von der Sonne.

    In der Tasche, in die zwei Notebooks passten – sie besaß keins – bewahrte sie ein Portemonnaie und Taschentücher auf. Zwei oder drei Kugelschreiber würde sie in den Falten und Fächern ebenso finden wie einen kleinen Notizblock und unzählige Lippenpflegestifte; verlegte sie den einen, kaufte sie sich einen neuen und fand kurz darauf den verloren gegangenen wieder. Die Marke erschien ihr dabei nie wichtig, nur der Geschmack musste immer der gleiche sein: Erdbeere.

    Dazwischen steckten Visitenkarten und Bierdeckel mit Telefonnummern, die ihr von Verehrern – oft betrunkenen, immer überheblichen – zugesteckt worden waren. Vermutlich würde sie in der Tasche noch einige andere verloren geglaubte Dinge finden. Ihre Schatzkiste. Aufräumen verboten, nur entdecken war erlaubt. Eine Flasche Wasser würde sie darin jedoch nicht finden.
    Nina lauschte. Die Stimmen von Pin und Nöckel, die einst nach dem Befehl von Niemand Sonst Eindringlinge aus dem Niemandsland vertreiben sollten, vernahm sie dieses Mal nicht. Stille. Nur das. Mehr nicht. Nina zählte nicht als Eindringling. Sie wurde zur Herrscherin des Niemandslandes, nachdem all das Unfassbare geschehen war.

    Alles entsprach der Wahrheit! Die Erinnerung – wahr. Die Träume – wahr. Niemand. Wahr! Nina biss sich auf die Unterlippe und unterdrückte Tränen.

    Bei Verstand. Die Nina.
    Ein leises Summen durchbrach die Stille.
    Wenige Meter von ihr entfernt kämpften eine Handvoll Grasbüschel gegen die Hitze. Hoch gewachsen wie ein Mensch, braungebrannt, mit kohlrabenschwarzen Enden. Ein Regenguss würde aus den Wurzeln neues Leben treiben. Nina schob verdorrte Grashalme zur Seite, die unter ihrer Berührung zerbröselten, und entdeckte ein –
    Was?

    BEWIRB dich und mach mit!


    Bist du dabei?

    Der Verlag spendiert 10 Exemplare »Niemand – Mehr!«

    Es ist sinnvoll den ersten Band bereits zu kennen.

    Du kennst Niemand schon?

    Super. Dann erzähl allen von deiner Erfahrung mit NIEMAND. Hier darf Jeder mitmachen.

    Du kennst Niemand noch nicht?

    Unter www.wer-hat-angst-vorm-schwarzen-mann.de findest du viele Informationen: Leserstimmen, Aktionen, Klappentexte und Leseproben.

    Du willst mitmachen?

    Dann bewirb dich für Band 2, stell dich kurz vor und erzähl Niemand, warum du ein Buch für die Leserunde gewinnen möchtest.

    Deine Aufgabe / Meine Bitte

    Ich möchte dich bitten, deinen Lesestatus zu aktualisieren und dich an der Leserunde zu beteiligen, damit alle von dir und deiner Meinung profitieren können. Deine Rezension zum Schluss ist die Krönung deiner Teilnahme. Vielen Dank.

    Ich freue mich auf einen Austausch mit dir!
    Zur Leserunde
    Nicole_Rensmanns avatar

    Aktualisierte Änderungen für die Leserunde - Teil 2, Stand 09.12.2016

    Die ungeplante Leserunde zu Band 1 ist beendet. Wir werden einen neuen Leserunden-Aufruf im neuen Jahr starten. Dann hat jeder noch einmal die Möglichkeit sich Band 2 nicht entgehen zu lassen.

    Niemand und Niemand Mehr sind anders, sind besonders, sind - Zitat Verlag - Literarische Fantasy.

    Wer ein Fantasymärchen fernab des Mainstreams lesen möchte, wer Lust auf Sprache, Fabuliererei und verrückte Gestalten hat, wer sich auf Experimente in einer Geschichte einlassen will, wer das Einzigartige sucht - der ist hier und dann richtig.


    Bis bald! Alles Gute!



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    Nachdem sich zunächst alle für NIEMAND (Band 1) interessierten, haben wir schon einmal mit der Leserunde für den ersten Teil begonnen.

    Parallel darf und soll sich gerne für Band 2 (bis 30.11.2016) neu beworben werden.
    Jeder kann jederzeit einsteigen.
    Wir freuen uns auf jeden neuen Niemandsländer.


    »Niemand – Mehr!«
    ist da! Der zweite Band rund um Niemand, Nina und die skurrilsten Typen, seit es Bücher gibt, ist im Handel erhältlich. Zeit für eine Leserunde.

    »NIEMAND - Mehr!«
    ist ein düsteres Fantasymärchen mit verschrobenen Typen, einer erwachsen gewordenen Nina, einem Niemand ohne Herz und - nicht zu vergessen - zerstreuter Interpunktion.
    Du möchtest wissen, was aus Nina, Niemand, dem Nikolaus, Lilly und Fräulein Klimper geworden ist? Das ist eine lange Geschichte, die du nur nachlesen kannst.

    Leseprobe (Band 2)

    (aus Kapitel 2)

    Eine Ahnung, stärker als der Wind, der sie hierher gedrängt hatte, und wärmer als die Sonnenstrahlen, die ihr Gesicht neugierig abtasteten, explodierte in ihrer Brust. Nina weinte und kostete das Gefühl aus, das die Furcht verdrängte, nachdem sie die mit bodendeckenden Beeren mannigfacher Art bewachsene Grenze übertreten hatte. Sie drehte sich auf den Rücken, spürte keine Schmerzen, fühlte nur Glück.
    Das Déjà-vu. Sie wischte die Tränen fort, ihr Bauch zuckte vor Lachen.
    Das Glück verweilte viel zu kurz. Niemand kam. Falsch. Niemand kam nicht.

    Die Wiese, auf der sie sich das erste Mal getroffen hatten, existierte nicht mehr. Grashalme – einst saftig und grün – lagen in trockenen, braunen Lagen auf dem Boden, eingestampft von einem Riesen mit heißen Sohlen. Nina stand auf, zupfte sich zwei Blätter von der Jeans und ging ein Stück zurück. Nur eine Handbreit von der Grenze entfernt lag ihre Tasche. Ein Wall aus toten Ästen ragte aus dem mit Rissen durchzogenen Boden. Keine Sträucher mehr, keine Beeren. Doch die Grenze zeichnete sich deutlich ab. Auf der anderen Seite lockte die Kühle der Nacht zwischen den eng aneinander stehenden Baumreihen – Nina musste nur den Arm ausstrecken und die Nacht würde ihre Hand verschlingen. Ein dunkler Schatten – ein Mann, ein schwarzer Mann – stand zwischen zwei Birken. Er nickte ihr zu, bevor er mit der Dunkelheit verschmolz.
    Nina hob ihre Tasche auf und entfernte sich von der Grenze. Ein Zurück gab es nicht mehr.
    Im Niemandsland sandte die Sonne Strahlen vom Himmel, als wolle sie alles, was hier lebte, in Flammen aufgehen lassen. Der Wind setzte ihr nichts entgegen.

    Ein dünner Schweißfilm überzog Ninas Nase, die Stirn. Sie legte die Tasche auf den Boden und zog sich die Strickjacke aus, die sie vor der Kühle der Nacht geschützt hatte. Nun schien jeder Fetzen Stoff zu viel auf der Haut. Wärme kroch in das engmaschige Gewebe von Jeans und Top. Nina band sich die Jacke um die Hüften. Irgendwann würde die Nacht die Hitze vertreiben. Nein. Hereinbrechen, lautete die richtige Bezeichnung, das hatte Lilly gesagt. Die Abrissbirnenkatze lebte nicht als Gespinst in ihrem Hirn, sondern in diesem Land. Lilly. Nina war nicht verrückt; hätte sie doch nur früher auf ihr Herz gehört.

    Nina schirmte die Augen mit den Händen ab und betrachtete das wüstengleich aussehende Land. Wenige Grasbüschel, braun und ausgedorrt, trotzten standhaft der Hitze.
    Sie leckte sich über die Lippen. Durst. Die nackte Haut kribbelte von der Sonne.

    In der Tasche, in die zwei Notebooks passten – sie besaß keins – bewahrte sie ein Portemonnaie und Taschentücher auf. Zwei oder drei Kugelschreiber würde sie in den Falten und Fächern ebenso finden wie einen kleinen Notizblock und unzählige Lippenpflegestifte; verlegte sie den einen, kaufte sie sich einen neuen und fand kurz darauf den verloren gegangenen wieder. Die Marke erschien ihr dabei nie wichtig, nur der Geschmack musste immer der gleiche sein: Erdbeere.

    Dazwischen steckten Visitenkarten und Bierdeckel mit Telefonnummern, die ihr von Verehrern – oft betrunkenen, immer überheblichen – zugesteckt worden waren. Vermutlich würde sie in der Tasche noch einige andere verloren geglaubte Dinge finden. Ihre Schatzkiste. Aufräumen verboten, nur entdecken war erlaubt. Eine Flasche Wasser würde sie darin jedoch nicht finden.
    Nina lauschte. Die Stimmen von Pin und Nöckel, die einst nach dem Befehl von Niemand Sonst Eindringlinge aus dem Niemandsland vertreiben sollten, vernahm sie dieses Mal nicht. Stille. Nur das. Mehr nicht. Nina zählte nicht als Eindringling. Sie wurde zur Herrscherin des Niemandslandes, nachdem all das Unfassbare geschehen war.

    Alles entsprach der Wahrheit! Die Erinnerung – wahr. Die Träume – wahr. Niemand. Wahr! Nina biss sich auf die Unterlippe und unterdrückte Tränen.

    Bei Verstand. Die Nina.
    Ein leises Summen durchbrach die Stille.
    Wenige Meter von ihr entfernt kämpften eine Handvoll Grasbüschel gegen die Hitze. Hoch gewachsen wie ein Mensch, braungebrannt, mit kohlrabenschwarzen Enden. Ein Regenguss würde aus den Wurzeln neues Leben treiben. Nina schob verdorrte Grashalme zur Seite, die unter ihrer Berührung zerbröselten, und entdeckte ein –
    Was?

    BEWIRB dich!


    Bist du dabei?

    Der Verlag spendiert 10 Exemplare »Niemand – Mehr!«
    Die 5 Bücher von »Niemand« sind bereits vergeben.

    Du kennst Niemand schon?

    Super. Dann erzähl allen von deiner Erfahrung mit NIEMAND. Hier darf Jeder mitmachen.

    Du kennst Niemand noch nicht?

    Unter www.wer-hat-angst-vorm-schwarzen-mann.de findest du viele Informationen: Leserstimmen, Aktionen, Klappentexte und Leseproben.

    Du willst mitmachen?

    Dann bewirb dich für Band 2, stell dich vor und erzähl Niemand, warum du ein Buch für die Leserunde gewinnen möchtest.

    Deine Aufgabe / Meine Bitte

    Wenn du ausgewählt wurdest, benötigt der Verlag deine Adresse.
    Ich möchte dich bitten, deinen Lesestatus zu aktualisieren und dich an der Leserunde zu beteiligen, damit alle von dir und deiner Meinung profitieren können. Deine Rezension zum Schluss ist die Krönung deiner Teilnahme.

    Ich freue mich auf dich!

    Zur Leserunde
    Nicole_Rensmanns avatar
    LASST es mich herausrufen: NIEMAND ist zurück! 
    Erinnerst du dich noch an Nina? Das Mädchen, das über eine Grenze stolperte und im Gras auf Niemand stieß? Weißt du noch wie diese beiden gemeinsam gegen Niemand Sonst und die Goldgelockten-Giganten-Greislinge gekämpft haben? Natürlich nicht ohne die ABK - Lilly, die Abrissbirnenkatze, den Nikolaus und das Wurzelmännchen. 

    Zehn Jahre später stolpert Nina nicht, sie rennt in ihr Land zurück und findet nichts vor, wie es einst war. 

    »Glücksgeflügeltes flieg, dein Vater starb im Krieg, deine Mutter lebt im Niemandsland. Niemandsland ist abgebrannt. Glücksgeflügeltes flieg.« 

    Fliegst du mit? 
    Treffe das Klingelmäuschen, die Knalltüte und ein dementes Zeichenfrauchen - das einziger seiner Art. 
    Besuche schon jetzt online das Niemandsland. 
    "Niemand - Mehr!" erscheint am 10.08.2016 und bringt "Niemand" in neuem Gewand mit. 

    Ich freue mich, wenn du wieder dabei bist. Aktionen, Leserunden und MEHR! :-)
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