Nicole Riess Familienmythen, Familiengeheimnisse, Familiengesetze

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Inhaltsangabe zu „Familienmythen, Familiengeheimnisse, Familiengesetze“ von Nicole Riess

Dies ist eine ungewöhnliche wissenschaftliche Arbeit. Es ist die Dokumentation einer Spurensuche, eines Versuchs, in der eigenen Familie ein ehernes Familiengesetz außer Kraft zu setzen. Die Autorin setzt sich über das ungeschriebene Gesetz hinweg "Darüber wird bei uns nicht geredet", versucht es zu verwandeln, bzw. aufzulösen und die daraus resultierenden Widerstände zu überwinden.

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  • Rezension zu "Familienmythen, Familiengeheimnisse, Familiengesetze" von Nicole Riess

    Familienmythen, Familiengeheimnisse, Familiengesetze

    michael_lehmann-pape

    02. March 2012 um 15:11

    Eltern verstehen „Forschungsarbeiten in der Psychologie unterliegen derzeit Entwicklungen der Wandlung. Sie gehen näher an das Lebensgeschehen von Personen heran“. Im Zuge dieser Tendenz ist die vorliegende Forschungsarbeit ein beredtes Beispiel und verbindet in sich wissenschaftliche Theorie und wissenschaftliches Arbeiten mit einem der Grundthemen menschlichen Seins. Das Verhältnis zu den Eltern, die oft inhärenten und unbewussten Abläufe, Strategien und Prägungen in der Familie selbst, die eigene Kindheit der Eltern, die deren Strategien und Familienbilder mit beeinflusst haben, all dieses ist Gegenstand der Betrachtung dieser sehr fundiert und sauber dargelegten Forschungsarbeit. Um so mehr noch zu würdigen, als Nicole Riess sich im Buch nicht mit eher anonymen oder ihr fremden „Lebensgeschichten“ auseinandersetzt, sondern, auf der Basis der „Familienrekonstruktion“, den Lebensweg der eigenen Eltern rekonstruiert. Die Ergebnisse ihrer Gespräche, die Fäden, die sich durch die Leben ihrer Eltern ziehen, die persönlichen Prägungen setzt Riess im Rahmen ihrer Arbeit in Verbindung mit Familienmodellen und Entwicklungsforschungen der Psychologie, womit ihr die zumindest teilweise die Objektivierung der subjektiven Lebenswege in ihrer Darstellung gelingt. Und selbstverständlich ist es auch, wenn naturgemäß eher am Rande, ein Thema des Buches, wie die Autorin selber in diesen gewachsenen Bezügen ihren Platz reflektierte und andere Wege mit einschlug. Von besonderem Augenmerk dieser speziellen „Lebensgeschichten“ ist zudem noch die Prägung durch die Zeit in, um und nach de, zweiten Weltkrieg. Die Arbeit beinhaltet daher auch Indizien für eine Verarbeitung (oder eben nicht-Verarbeitung) persönlich traumatischer Erlebnisse. Nicole Riess gelingt so im Gesamten exemplarisch eine „Versprachlichung“ von innen liegenden Prägungen, unbewussten Haltungen und selten spezifisch benennbaren „Gefühlen“ einer ganzen Generation. Einhergehend mit diesen Betrachtungen vollzieht sich eine Erweiterung des systemischen Betrachtungsrahmens. Auch kulturelle und historische Einflüsse können (und sollten) zukünftig systemisch mit einbezogen werden. Aber auch in praktischer Hinsicht bietet diese Forschungsarbeit hohen Wert. Durch die Öffnung eines intensiven Verständnisses für das „Sein“ der konkreten Eltern, durch die Möglichkeit, die Prägungen dieses Seins lebensgeschichtlich nachzuvollziehen und einzuordnen, bieten sich auch dem Leser selbst umgehend vielfache Assoziationen im Blick auf seine „Altvorderen“, lassen persönliche Eigenschaften der Vorgeneration in anderem Licht erscheinen und ermuntern geradezu zu einem verstehenden Zugehen auf diese Personen und ihre Lebensgeschichte. In der Form legt Nicole Riess nach einem ausführlichem Blick auf die systemische Theorie einen nachvollziehbar formulierten und ebenso strukturierten inhaltlichen Teil vor, in dem sie ihre Methode und die beteiligten Personen zunächst vorstellt, bevor Gesprächsprotokolle in verdichteter Form mitsamt entsprechender Auswertung breiten Raum einnehmen. Eine Darstellung der Gesamtergebnisse und eine Diskussion derselben runden die gesamte wissenschaftliche Arbeit ab. Nicole Riess legt ein wichtiges und sowohl für das Verständnis des Problems wie auch für die zukünftige Forschungsarbeit bedeutsames Buch vor, in dem das „System Geschichte und Kultur“ eine deutliche Erweiterung systemischer zu beachtender Komponenten mit sich bringt. Zudem berührt das Buch durch die persönlich gefärbten Inhalte den Leser auch in ganz direkter Form und öffnet eigene Wege zur Umsetzung eines tieferen Verständnisses des „So Seins“ der Elterngeneration.

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