Der Fluch der Sommervögel

von Nicole Steyer 
4,8 Sterne bei35 Bewertungen
Der Fluch der Sommervögel
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Cawes avatar

Die Leseprobe hatte mich zum Kauf verleitet.

Tulpe29s avatar

Unterhaltsame Stunden erwarten den Leser, der in die Traumwelt der Schmetterlinge geführt wird und in die grausame Realität des 17. Jh.

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Inhaltsangabe zu "Der Fluch der Sommervögel"

Frankfurt im 17. Jahrhundert. Maria Merian ist Malerin, und vor allem Schmetterlinge, die sie liebevoll „Sommervögel“ nennt, sind ihre Leidenschaft. Sie beobachtet sie genau, erforscht ihre Verwandlung, zeichnet jedes Detail, auch wenn ihre Familie und ihre Umgebung ihr mit Unverständnis begegnen, denn Schmetterlinge gelten zu ihrer Zeit als Unheilsbringer und Vorboten des Todes. Eines Tages lernt sie auf dem Friedhof den eigenwilligen Totengräber Christian kennen. Die beiden schließen Freundschaft, aus der Liebe wird. Doch Christian hat eine dunkle Vergangenheit, die auch Maria in Lebensgefahr bringt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426515846
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 10 Monaten
    Über die Schmetterlingsmalerin Maria Sibylla Merian

    Frankfurt am Main, 17. Jahrhundert. Die junge Maria Sibylla Merian lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Halbbrüdern Matthäus und Caspar bei ihrem Stiefvater Jacob Marrell, einem Künstler und Maler. Auch sie selbst zeichnet und mal für ihr Leben gern, am liebsten Schmetterlinge. Aber ihre Leidenschaft für die "Sommervögel", wie sie sie liebevoll nennt, stößt nicht bei jedem auf Verständnis. Zur damaligen Zeit nennt man Schmetterlinge Butterfliegen. Sie gelten als Unheilsbringer und Vorboten des Todes. Man glaubt sogar, es seien verwandelte Hexen, die so den Rahm und die Butter stehlen. Über ein Mädchen, das sich für Raupen und ihre Verwandlung interessiert, sie studiert und zeichnet, redet man natürlich. Aber Maria lässt sich dadurch nicht beirren. 
    Einzig der Totengräber Christian scheint sie zu verstehen. Er meißelt auf dem Friedhof Sommervögel in die Grabsteine und sieht Schmetterlinge nicht als "Teufelsgeziefer" und Unglücksboten, sondern als Symbol für die Freiheit der Seele, die sich aus der sterblichen Hülle des Menschen befreit. Aber er scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und als ihn seine Vergangenheit einholt, gerät auch Maria in Gefahr...

    Ich habe mich schon immer gefragt, warum Schmetterlinge in der englischen Sprache Butterfly heißen, also Butterfliege. Nun weiß ich es. Der Begriff Sommervogel gefällt mir aber auch. 
    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, die Geschichte über die Schmetterlingsmalerin Maria Sibylla Merian fand ich sehr interessant. Der Schreibstil ist sehr anschaulich und bildhaft, das damalige Frankfurt mit der geschäftigen Atmosphäre in den Straßen und Gassen wird beim Lesen regelrecht lebendig. 
    Die Figuren, allen voran Maria, sind wunderbar gezeichnet. Bis in die Nebenfiguren bleibt keine farblos, jede bekommt eine kleine Geschichte, es gibt nicht nur Gut und nur Böse. 
    Maria mochte ich gleich, eine mutige junge Frau für die damalige Zeit, die sich nicht vorschreiben lassen wollte, wie sie zu leben hat. 
    Auch Christian war mir gleich sympathisch, ebenso wie der Buchhändler Valentin. Auch wenn die Autorin im Nachwort schreibt, dass beide von ihr erfunden sind, wäre es schön, wenn Maria Menschen wie sie um sich gehabt hätte. 

    Fazit: Ein wunderbar geschriebener, historischer Roman über die frühen Jahre einer interessanten Frau, über die ich bisher leider kaum etwas wusste. Und von nun an, werde ich Schmetterlinge mit anderen Augen sehen....oder Sommervögel, wie Maria Sibylla Merian sie nannte. 

    Kommentare: 5
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    Tulpe29s avatar
    Tulpe29vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Stunden erwarten den Leser, der in die Traumwelt der Schmetterlinge geführt wird und in die grausame Realität des 17. Jh.
    Herrliche Schmetterlinge

    Dieses packende, fesselnde und sehr gut recherchierte Buch führt den Leser in die Welt der Maria Sybilla Merian. Die begabte junge Frau musste im 17. Jahrhundert hart gegen viele Widerstände kämpfen, denn ihr seltenes Talent wurde von Neidern und Ungebildeten als Hexenwerk verteufelt. Auch in der eigenen Familie fand sie kaum den Rückhalt, den sie dringend gebraucht hätte. Aber sie setzt sich letztendlich tapfer durch und lebt ihren Traum.
    In beeindruckender Weise beschreibt die Autorin Marias langen, steinigen Weg, der trotz allem zum Erfolg führt. Die Lebensgeschichte dieser talentierten und gebildeten Frau ist sehr berührend. Viele hätten an ihrer Stelle unter solch widrigen Umständen sicher aufgegeben, nicht so Maria. Gut, dass es in der deutschen Geschichte so starke weibliche Persönlichkeiten gab.
    Ich kann den interessanten, echt tollen Roman nur empfehlen.

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    Marianne451s avatar
    Marianne451vor 3 Jahren
    Malerisches Frankfurt

    Mich haben schon seit meiner Jugendzeit die herrlichen Arbeiten von Maria Sibylla Merian fasziniert. Ein Grund mehr mich in die wundervoll und sehr einfühlsam erzählte Geschichte zu vertiefen. Ich hatte die bunten Sommervögel und die Stadt ganz deutlich vor meinem inneren Auge. 
    Als gebürtige Offenbacherin war ich auch oft in Frankfurt unterwegs und kenne einige der beschriebenen Örtlichkeiten.  Das verstärkte natürlich den Lesespass; Ortskenntnis ist jedoch gar nicht notwendig,  da Frau Steyer viele Details so bildhaft beschrieben hat.  Es war ein absoluter Hochgenuss dieses Buch zu lesen, konnte es oft nicht aus der Hand legen und hatte so manche Nacht etwas Schlafmangel. 
    Für alle Fans historischer Romane mit realem Hintergrund sehr zu empfehlen.  
    Seit ich erfahren hatte, dass Phipp Vandenberg keine neuen Bücher mehr schreiben will,  war ich sehr traurig - doch die Sommervögel haben mich wieder aufgemuntert und ich werde mir die bisherigen Werke von Steyer auf jeden Fall noch besorgen und freue mich auf mehr. 

    Auf jeden Fall eine weitere Lieblingsautorin im History-Bereich! 

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: wunderbar gelungerer, emotional bewegender und gut recherchierter historischer Roman
    Der Fluch der Sommervögel

    "Der Fluch der Sommervögel" ist ein sehr bewegender und gut recherchierter historischer Roman von Nicole Steyer.

    Inhalt:

    Die Autorin greift hier die Jugendjahre der Malerin Maria Sibylla Merian auf und führt den Leser nach Frankfurt in 17. Jahrhundert. Maria war schon sehr für eine talentierte Malerin, ihre Leidenschaft waren dabei die Schmetterlinge, die sie bis ins kleinste Detail zeichnete. Leider galten diese zur damaligen Zeit als Unheilsbringer udn Vorboten des Todes. So hatte es Maria mit ihren noch sehr jungen Jahren schwer Verständnis für ihre Leidenschaft bei ihren Mitmenschen zu bekommen.

    Da lernt sie den Totengräber Christian kennen, der selber eine dunkle Vergangenheit zu haben scheint. Beide schließen Freundschaft, erfahren aber sehr viel Neid und Missgunst ihrer Mitmenschen, die ihnen immer wieder Steine in den Weg legen. Auch ihre zarte, aufflammende Liebe, die nicht standesgemäß ist, steht somit unter keinen gutem Stern.

    historischer Hintergrund:

    Maria Sibylla Merian wurde 1647 in Frankfurt am Main geboren. Ihr Vater war ein berühmter Kupferstecher und Verleger in Frankfurt. Leider ist er bereits 1650, als Maria noch sehr jung war gestorben.

    Ein Jahr darauf heiratete ihre Mutter den Blumenmaler Jacob Marrell, einen Schüler der flandrischen Malerschule. Dieser errichtete sich ein Atellier in Frankfurt.

    Schon früh bemerkte er Marias künstlerisches Talent, die immer wieder heimlich auf den Dachboden Kopien von Kunstplättern anfertigte und so begann er sie zu fördern. Bereits mit 11 Jahren übertraf Maria ihren Lehrmeister, fertigte Küpferstiche an und entwickelte dabei ihren ganz eigenen Stil.

    Ihre Lieblingsobjekte waren Schmetterlinge, die sie liebevoll Sommervögel nannte. Noch heute kann man ihre Werke bewundern.

    Meinung:

    Schreibstil:
    leicht und unkompliziert, so das sich das Buch trotz seiner über 500 Seiten sehr schell und flüssig liest

    Charaktere:
    neben tatsächlich existierenden Hauptfiguren gibt es in diesem Roman auch fiktive, alle wirken jedoch real und sehr glaubwürdig


    Handlung:
    Thematik und Ausarbeitung ist hier sehr gut gelungen und auch die Spannung lies zu keinem Zeitpunkt nach.

    Sehr schön und wissenswert ist dazu das Personenregister mit den historischen Fakten am Ende des Buches.

    Abschließen kann man sagen, die Autorin hat hier wahre Elemente mit Fiktionen gemischt und heraus gekommen ist ein wunderbar gelungener historischer Roman mit einigen Krimielementen.

    Die Handlung ist geprägt von einer ganzen Menge überraschender und unvorhersehbaren Wendungen, die mich als Leser emotional sehr berührt haben.

    Fazit:
    wunderbar gelungerer, emotional bewegender und gut recherchierter historischer Roman


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    Lerchies avatar
    Lerchievor 3 Jahren
    Der Sohn des Pastors

    Maria Merian ist eine begnadete Malerin. Sie hat zwei ältere Brüder, die den gleichen Vater hatten, der jedoch gestorben ist. Ihre Mutter heiratete dann den Blumenmaler Jacob Marrell, der Marias Talent erkannte und förderte. Sie malte mit Vorliebe Schmetterlinge, oder Butterfliegen wie es damals hieß. Sie selbst nannte sie Sommervögel.  Zu Hause verstehen sie nur die Magd Bärbel und ihr Halbbruder Caspar. Und in Frankfurt nannte man Maria das Raupenmädchen…

    In dem Totengräber Christian findet sie einen Gleichgesinnten, nur dass er nicht malt, sondern die Butterfliegen in Stein meißelt. Christian zeigt ihr den Garten von Sara. Für Sara malt Maria diesen Garten, denn Sara selbst kann ihn nicht mehr sehen….

    Conrad Waldschmid ist der Sohn von Bernhard und soll ihm ins Pastorenamt nachfolgen. Er sagt Maria teuflische Machenschaften nach, eben weil sie sich mit Raupen bzw. Butterfliegen beschäftigt, die für ihn Teufelswerk sind….

    Christian hat erfahren, wer sein Vater ist doch der will von ihm nichts wissen…

    Christian wird auf der Straße von drei Kerlen überfallen. Maria ist bei ihm und geht dazwischen, und bekommt dabei eine schwere Verletzung ab…

    Und dann wird sie auch noch zu Hause im Bett überfallen, denn die drei haben Angst, sie habe sie erkannt.  Und dieser Überfall hat traurige Folgen für Maria…

    Und Conrad ist so voller Hass, dass er die beiden anklagen will, sobald er Pastor ist.  Garantiert wird er einen Grund finden auch wenn er noch so hirnrissig ist….

    Warum nennt man Maria Raupenmädchen? Weshalb kann Sara ihren Garten nicht mehr sehen? Wieso waren Butterfliegen damals Teufelswerk? Wer war Christians Vater? Was passierte mit Maria, als sie Christian gegen die drei half? Welche Folgen hat der Überfall auf Maria? Warum ist Conrad so voller Hass? Findet er wirklich einen Grund die beiden anzuklagen? Alle diese Fragen und noch viel mehr beantwortet dieses Buch.

    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Am Anfang zog es sich etwas, doch spätestens als Christian erfuhr, wer sein Vater ist, wurde es spannend. In die Geschichte bin ich trotzdem gut hineingekommen, und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen.  Der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert, keine langen Überlegungen was die Autorin mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Dass Maria relativ selbstständig war, war zur damaligen Zeit absolut nicht selbstverständlich. Frauen hatten sich unterzuordnen. Aus diesem Grund konnte sie eben auch nicht offiziell malen. Auch wenn ihr Stiefvater ihr den Unterricht ermöglicht hat. Das Buch hat leider kein wirkliches Happy-End auch wenn Maria letztendlich heiratet.  Was mir gefällt ist, dass die Autorin eine Liste der historischen Personen angehängt hat.  Allerdings wäre ein vollständiges Personenregister noch besser gewesen. Ich muss aber sagen, dass mich dieses Buch so in seinem Bann gezogen hat, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe, und es mir sehr gut gefallen hat.

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 3 Jahren
    Maria und ihre Sommervögel ♥

    Frankfurt 1664: Maria ist 17 Jahre alt und fasziniert von Schmetterlingen und Raupen. Sie malt und erforscht sie und nennt sie "Sommervögel", was zumeist bei ihren Mitmenschen Unverständnis und Argwohn hervorruft. Maria kümmert sich nicht um das Gerede. Als sie den Totengräber Christian trifft, lernt sie endlich einen Menschen kennen, der ihre Vorlieben nicht verurteilt. Sie freundet sich mit Christian an, doch er hat ein Geheimnis...

    Mein Leseeindruck:

    Das Buch handelt von Maria Sibylla Merian, und es ist der Autorin Nicole Steyer meiner Meinung nach sehr gut gelungen, die fiktive Handlung und die historische Persönlichkeit der "Schmetterlingsmalerin" zusammenzubringen. Das Buch hat über 500 Seiten, und doch ist die Geschichte auf keiner Seite langweilig oder uninteressant. Ich habe sehr gerne gelesen, wie Maria sich mit Christian anfreundet, und was die beiden jungen Menschen durch ihre Andersartigkeit aushalten und erleiden müssen.

    Die Autorin hat einen sehr leichten und unkomplizierten Schreibstil, so dass ich das Buch schnell und flüssig lesen konnte. Es passiert auf über 500 Seiten eine ganze Menge, und immer wieder konnte die Handlung mich überraschen mit unvorhersehbaren Wendungen.

    Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, und nun freue ich mich darauf, auch andere Bücher der Autorin kennenzulernen.  

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 3 Jahren
    Der Fluch der Sommervögel

    Es ist schon mein 3. Roman, nach „Der Hexe von Nassau „ und „ Das Pestkind“, den ich von dieser großartigen Schriftstellerin gelesen habe.
    Maria Sibylla Merian hatte ihre künstlerische Begabung vom Vater geerbt. Als dieser starb, war sie gerade mal drei Jahre alt. Die Mutter heiratet neu und der Stiefvater, Jacob Marrell, ein Blumenmaler, fördert das Talent und lässt sie unterrichten. Doch schon bald zeichnet sie besser als ihr Lehrer. Sie will natürlich mehr, doch in der damaligen Zeit galt, Frauen heiraten früh und bekommen Kinder.
    Die Handlung spielt im 17. Jahrhundert. Leute wie Maria, die anders dachten, Frauen wurden schnell als Hexe abgestempelt, Juden und andersgläubige Menschen hatten einen schweren Stand. Für die Juden gab es ein eigenes Viertel.
    Maria Sibylla zieht es immer wieder nach draußen, in die Natur. Schon sehr früh war sie von Schmetterlingen fasziniert. Angefangen von ihrem Leben als Raupe, bis schließlich daraus ein wunderschöner Falter kam.
    Sommervögel - Schmetterlinge. Es hat viel Spaß gemacht diesen Roman zu lesen, in der eine Frau zu Zeiten als Frauen keine andere Aufgabe hatten, außer ihrem Mann Gehorsam zu leisten und für die Familie zu sorgen, einer Begabung und einer Wissenschaft nachgeht, die nur als Teufelswerk bezeichnet werden kann, vor allem von den Männern. Man kann nachfühlen, wie einsam sich Maria fühlt, weil kaum einer sie versteht, bis sie Christian begegnet, der selbst einem künstlerischen Beruf als Steinmetz nachgehen möchte und aufgrund seiner Herkunft und des mangelnden Geldes nicht dazu in der Lage ist. Zwei verwandte Seelen treffen sich und fühlen sich zueinander hingezogen, was von manchem nicht gern gesehen wird. Hinzu kommt die Sprache mit der Nicole Steyer ausgezeichnet umgehen kann. Die Personen der damaligen Zeit sind im Kontext des 17. Jahrhunderts hervorragend getroffen und werden dem Leser durch ihre Authentizität sehr nah gebracht.
    Mir hat der Roman sowohl von der Thematik als auch von seiner Ausarbeitung sehr gut gefallen. Die Dichte an Geschehnissen ließ für mich den Spannungsfaden zu keiner Zeit abreißen.
    Meine Fazit ich bin begeistert (tolles Buch)und traurig zugleich( leider schon zu Ende), eine Autorin die ich gerne weiterempfehle und selbst ungemein gern lese. Freue mich schon auf neue Werke.

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    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender historischer Roman um die Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian
    Für immer verbunden

    Nicole Steyer lehnt sich in ihrem historischen Roman „Der Fluch der Sommervögel“ an die Lebensgeschichte von Maria Sybilla Merian an.
    Der Roman spielt im 17.Jahrhundert, überwiegend in Frankfurt. Das Leben von Maria als 17jährige im Jahr 1664 wird in die Handlung eingewebt. Sie ist Malerin und Kupferstecherin, erforsch die Verwandlung von Sommervögeln und zeichnet sie. Sie lernt den Totengräber Christian kennen, der ihre Interessen teilt. Er verziert Grabsteine mit Sommervögeln um den Seelen der Verstorbenen den Aufstieg in den Himmel zu erleichtern. Die beiden verlieben sich, doch durch diese Liebe geraten sie in tödliche Gefahr. Conrad, der Sohn des Pfarrers, ist voller Hass gegenüber Christian. Er ist grausam, geht über Leichen und klagt Maria und Christian wegen teuflischer Wissenschaften und Hexerei an.
    Dieser Roman ist eine Reise in die Vergangenheit, in eine Zeit voll Aberglaube und in eine Zeit, in der Frauen keine Wissenschaftlerinnen sein durften. Nicole Steyer beschreibt sehr gut die historischen Hintergründe, die Gepflogenheiten der Zeit, die Wohnsituationen und die Natur. Hier ist der Sprachstil klar und bildhaft. Die Haupt- und Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet.
    Die Handlung ist spannend und hat mich als Leserin gefesselt, allerdings gab es für mich zu viele Tötungsdelikte. Gerne hätte ich noch mehr vom Leben und der Arbeit von Maria Sybilla Merian erfahren. Der Roman bezieht sich leider nur auf einen kurzen Zeitraum. Die Erläuterungen zu den historischen Personen finde ich gut und hilfreich. Wie im Nachwort angesprochen sehe ich Schmetterlinge jetzt auch mit etwas anderen Augen. 

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    Leprechaun67vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Fantastisches spannendes Werk vor einer heute leider nicht mehr existenten historischen Kulisse
    Der Fluch der Sommervögel - unbedingt empehlenswert!

    Der Fluch der Sommervögel ist ein fantastisches, kurzweiliges aber dennoch spannendes Lesevergnügen, dass mich nicht mehr losließ! Da standen sonstige private Dinge schonmal hinten an, weil ich dringend wissen musste wie das Buch endet. Am Ende angelangt, hätte ich noch endlos weiterlesen können, war ich doch völlig abgetaucht in eine Welt, die mit so viel Liebe zum Detail aufgezogen und recherchiert wurde, dass ich sie beinahe fühlen konnte. Wenn ein Buch derart mitreißt, dann kann seine Qualität nicht hoch genug angesiedelt werden. War mein Wissen über Maria Sibylla Merian bisher darauf beschränkt, dass ihr die Ehre zuteil wurde auf einem der letzten DM-Scheine verewigt zu werden und dass es die berühmte Künstler-Familie Merian gab, so überraschter war ich zu erfahren, welch starke Persönlichkeit und für ihre Zeit in allen Belangen ungewöhnliche Frau sie war. Diese historischen Tatsachen werden auf wundervolle sensible Weise eingebettet in eine Romanhandlung, bei der für mich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion schnell verschwammen. Ich wurde mitgerissen vom Strom der Handlung in einer historischen Stadt, die so heute leider nicht mehr existiert. Was für eine Arbeit muss es gewesen sein all die feinen Details herauszuarbeiten. Ich fühlte mich beinahe wie im Film und habe noch immer imaginär den Geruch von Valentins Buchladen in der Nase. Die Handlung ist höchst spannend angelegt, schlägt immer wieder überraschende Haken und hat für mich das Zeug zum Drehbuch.
    Spannend, mitreißend gut gemacht, dabei aber immer glaubwürdig und echt. Einfach ein tolles Buch, dass ich immer wieder gerne auch verschenke.
    Ich kann die Autorin nur beglückwünschen und ihr meinen Respekt aussprechen. Hoffentlich werden wir noch viel von ihr lesen!

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    ClaudisGedankenwelts avatar
    ClaudisGedankenweltvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine für ihre Zeit ungewöhnliche Frau und ihr Weg....
    Ein berührender und spannender Roman

    Das Buch beginnt 1664 in Frankfurt am Main. Die junge Maria ist eine ungewöhnliche junge Frau für die damalige Zeit. Sie verbringt ihre Freizeit damit Schmetterlinge, die sie liebevoll Sommervögel nennt, zu erforschen und zu zeichnen. Die Menschen damals nannten die Schmetterlinge Butterfliegen und waren überzeugt davon, dass diese Wesen Unglück bringen und mit dem Teufel zu tun haben. Maria sieht die Tierchen als Wunder Gottes an. Auch fertigt sie Kupferstiche an. Die Ausbildung dazu hat ihr der Vater ermöglicht. Doch Maria wird nur Raupenmädchen genannt und ausgegrenzt. Matthäus ihr Bruder sieht ihre Begabung ähnlich skeptisch. Ihr anderer Bruder Conrad ist auf Marias Seite. Eines Tages begegnet Maria dem Totengräber Christian. Beide scheinen füreinander geschaffen, doch es kann keine Zukunft für sie geben, da Christian nicht standesgemäß als Ehemann wäre. Und Christian hütet ein Geheimnis, das bald zur Gefahr für ihn und Maria werden wird…..

    Die Autorin hatte mich bereits auf den ersten Seiten gefesselt. Die Umschreibung von Maria und ihrer Liebe und Faszination zu den kleinen Tierchen. Ihre Begabung für das Zeichnen und ihr großes Herz haben mich sogleich beeindruckt. Die Art und Weise wie eine Frau zum damaligen Zeitpunkt sein sollte und auch wie Maria versucht sich anzupassen, aber sehr bald merkt, dass Haushalt und Kochen ihr einfach nicht gelingen will. So zieht sie sich immer mehr zurück und hat zu ihrer Mutter kaum eine Verbindung. Die Mutter bringt im Gegensatz zum Vater nämlich kein Verständnis für Marias Hobby auf. Doch Maria hat auch noch das Hausmädchen Bärbel, die ihr immer zur Seite steht und fast so etwas wie ein Mutterersatz für sie geworden ist.

    Die Reise durch Frankfurts Straßen und Plätze fand ich auch sehr spannend, da ich aus der Nähe von Frankfurt komme und die eine oder andere der Gassen auch schon entlanggelaufen bin.

    Das Buch entwickelt sich von der kleinen Liebesgeschichte immer mehr zu einem Krimi. Ich verrate euch auch nur, dass es spannend wird und die beiden mit einigen Widerständen zu kämpfen haben. Jedenfalls war es mir bei diesem Spannungsbogen bald nicht mehr möglich das Buch wegzulegen. Und das Ende ist definitiv ein anderes als erwartet.

    Ganz am Ende des Buches steht dann auch noch einmal die wahre Geschichte der Protagonisten, soweit überliefert.

    Fazit:
    Das Leben der Maria Merian ist auf jeden Fall in diesem Roman gut umgesetzt. Wer Lust auf einen historischen Roman mit Krimi-Elementen hat, der wird hier gute Unterhaltung finden.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    nicole_steyers avatar
    Hallo Ihr Lovleybooker,

    heute möchte ich Euch eine ganz besondere Frau vorstellen, die in Frankfurt am Main geboren ist. Maria Sibylla Merian war eine Malerin, eine Künstlerin, eine Naturforscherin. Sie studierte die Verwandlung (Metamorphose) der Schmetterlinge, die sie liebvoll Somervögel nannte. Sie war eine großartige Persönlichkeit, die trotz aller Widerstände an ihrer Leidenschaft festgehalten hat.

    Begleitet mich in eine Zeit, in der es das Wort Schmetterling nicht gab. In eine Zeit, in der die Menschen glaubten, Schmetterlinge wären verzauberte Hexen, die den Rahm stehlen. Als Butter- oder Schmandfliegen wurden sie beschimpft. Daher stammt auch heute noch das englische Wort für Schmetterling. "Butterfly".


    Begleitet mich in eine Zeit des Aberglaubens, in der eine Frau keine Naturforscherin sein durfte, in der die Menschen glaubten, Raupen wären Teufelsgeziefer.

    Begleitet mich in das Frankfurt des 17. Jahrhunderts. In eine Stadt, fernab von Hochhäusern und Bankentürmen. In die größte zusammenhängende Fachwerkaltstadt Deutschlands, in der Marias Geschichte begann ...

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    nicole_steyers avatar
    Heute möchte ich Euch ins Frankfurt des 17. Jahrhunderts entführen und Euch eine ganz besondere junge Frau vorstellen. Maria Sibylla Merian war eine großartige Künstlerin und Naturforscherin. Sie erforschte die Metamorphose der Schmetterlinge, die sie liebevoll Sommervögel nannte.

    Begleitet mich in eine Zeit, in der es das Wort Schmetterling noch nicht gab. In der die Menschen glaubten, Schmetterlinge wären verzauberte Hexen, die den Rahm stehlen, weshalb sie abfällig als Butter- oder Schmandfliegen bezeichnet wurden. Daher kommt noch immer das englische Wort "Butterfly"
    Begleitet mich in eine Zeit, in der Frauen keine Naturforscher sein, sie kein Latein lernen durften. In eine von starkem Aberglauben geprägte Zeit.
    Begleitet mich in die Welt einer faszinierenden Künstlerin, die sogar auf dem 500 Mark Schein abgebildet war.

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