Der Gaukler und die Tänzerin

von Nicole Steyer 
4,0 Sterne bei23 Bewertungen
Der Gaukler und die Tänzerin
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Neue Kurzmeinungen

winterdreams avatar

Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen und es wurde auch nie langweilig.

tinstamps avatar

Ein bildgewaltiger historischer Roman über das Thema Andersartigkeit und Diskriminierung. Toll recherchiert, aber mit kleinen Schwächen.

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Inhaltsangabe zu "Der Gaukler und die Tänzerin"

Ein praller historischer Roman über eine Frau, die sich im Hessen des 18. Jahrhunderts ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen muss, von der Erfolgsautorin Nicole Steyer und ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Diskriminierung.

Einst trug die Zigeunerin Suni einen anderen Namen. Einst wohnte sie in einem Schloss und nicht in Zelten. Aber das war in einem anderen Leben, vor jener Nacht, in der der dunkelhäutige Mathis, den man den "Schokoladen-Jungen" nennt, dem kleinen Mädchen das Leben rettete und die Freunde getrennt wurden.
Als Suni Jahre später nach Darmstadt zurückkehrt, weckt die vertraute Umgebung verdrängte Erinnerungen. Damit wird Suni erneut zur Gefahr für die Frau, die ihr schon einmal nach dem Leben trachtete … Wird ihr Lebensretter von einst ihr noch einmal helfen können?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426520000
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 8 Monaten
    Meine Empfehlung...

    Dieses Mal entführt Nicole Steyer den Leser ins Hessen des 18. Jahrhunderts.
    Die Protagonistin Suni, eine Zigeunerin, trug einst einen anderen Namen. Wie es dazu kam und was sie dabei erlebte, davon erzählt dieses Buch.
    Wie man es von Nicole Steyer gewohnt ist sind die Figuren sehr plastisch beschrieben. So fällt es natürlich leicht sich diese gut vorzustellen. Es ist Nicole Steyers besonderes Talent ihren Figuren Leben einzuhauchen und sie real wirken zu lassen.
    Ebenfalls sehr schön und bildhaft beschrieben sind die Schauplätze die man sich so natürlich sehr gut vorstellen kann.
    Die Story beginnt gleich sehr spannend und kann sich im Verlauf auch noch steigern um dann in einem grandiosen Finale zu enden.
    In der Hauptsache dreht sich alles um Roma und Gaukler und ihre Stellung in der damaligen Gesellschaft. Am Rande angemerkt, kann auch ich mich noch an die Ablehnung gegenüber den Roma in meiner Kindheit erinnern, also so lange ist das nicht vorüber. Auch ich erinnere mich noch daran wie wenn in der Gegend Zigeuner waren alles von draußen reingeräumt wurde und vor allem wir Kinder nicht vor die Tür durften. Wenn ich mir jetzt überlege, dass diese Angst noch vor 50 Jahren so in der Gesellschaft vorhanden war, wie tief die Angst im 18. Jahrhundert sitzen musste.
    So gesehen hat Nicole Steyer es geschafft dem Leser das Leben der Roma näherzubringen.
    Der Schreibstil ist wie gemacht dafür, dass das Kopfkino des Lesers zum Rattern zu bringen, so auch bei mir. Irgendwann hat man beim Buch den Punkt erreicht, wo man das Buch nicht wieder aus den Händen legen möchte oder kann.
    Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten, wie die meisten Bücher der Autorin.
    Alles in allem sind das für mich 5 von 5 Sternen und natürlich auch eine Leseempfehlung!

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    Eliza08s avatar
    Eliza08vor 8 Monaten
    Appell an die Menschlichkeit

    Nicole Steyer hat mich bisher als Linda Winterberg (die Autorin schreibt unter diesem Pseudonym Familiensagas) begeistert, sodass ich nun unbedingt einen historischen Roman von ihr lesen wollte. Das Cover ist leider überhaupt nicht mein Geschmack, aber davon habe ich mich nicht abschrecken lassen, da mich der Klappentext sehr neugierig machte.

    Der Roman spielt im 18. Jhd. in Hessen, im Fokus stehen die Tänzerin Suni und der Gaukler Mathis. Beide haben eine bewegte Vergangenheit, Suni ist eigentlich Magdalene, die Tochter des Landgrafen Ernst-Ludwig von Hessen-Darmstadt (1667-1739) und seiner Mätresse Charlotte von Forstner (gestorben 1727). Somit sind Magdalenes Eltern historische Persönlichkeiten, sie selbst aber eine erfundene Figur, belegt ist ein Sohn. Durch Magdalene schafft sich die Autorin somit die schriftstellerische Freiheit einen Roman um diese Personen zu spinnen. Auch weitere Personen, die im Roman auftauchen sind historisch verbürgt, so z.B. die Antoniter Chorherren, dies alles erklärt die Autorin ausführlich in einem Nachwort. Mathis ist auch eine erfundene Figur, dennoch war es üblich sich „Schokoladen-Jungen“ zu halten, die in Diensten von wohlhabenden Familien standen.

    Der Roman wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei hauptsächlich Magdalene/Suni bzw. Mathis erzählen. Wenige Passagen werden von Lorenz (Chef der Gauklertruppe) oder Luise von Spiegel (Ehefrau des Landgrafen) erzählt. Die Autorin besticht in ihrem Roman mit sehr bildhaften Beschreibungen. Wer eher ein Fan von guten und vielen Dialogen ist, wird sich mit diesem Roman eher schwer tun.

    Schwer getan habe ich mir aber vor allen Dingen mit der Odyssee, die Magdalene und Mathis zurücklegen müssen. Sie war mir schlichtweg zu lang und zu dramatisch. Jedes Mal wenn man meinte, jetzt ist es aber gut, schlug das Schicksal wieder zu, sodass ich diesen Vorfällen nur schwer Glauben schenken kann. Sicherlich waren die Straßen zur damaligen Zeit nicht so sicher wie heute und Räuberbanden haben ihr Unwesen getrieben, dennoch war es mir eine zu dichte Verkettung von unglücklichen Umständen.

    Sehr gut herausgearbeitet ist hingegen die Botschaft des Romans: die Toleranz von Randgruppen in unserer Gesellschaft. Nur weil Menschen sich dazu entscheiden anders zu leben, als der Großteil unserer Gesellschaft, muss diese Lebensform nicht per se schlecht sein. Dieser Apell gelingt der Autorin eindrucksvoll. Ein Roman der leisen Töne, für eingefleischte Histo-Fans sicherlich gutes Futter, dennoch der große Wurf ist dieser Roman leider nicht. Der Spannungsbogen hat bei mir einfach nicht gezündet und ich wurde zum Schluss recht ungedulig. Ein trauriger Roman der zum Nachdenken anregt und sicherlich nicht einfach zu verarbeiten ist.

    Einsteiger in Genre des historischen Romans empfehle ich diesen Roman weniger, da er schon eine gewisse Kenntnis der Sachverhalte  / Thematik voraussetzt.

    Vielen Dank an Nicole Steyer für diese Botschaft, gerade auch in unseren Zeiten und an die Verlagsgruppe Droemer – Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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    winterdreams avatar
    winterdreamvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen und es wurde auch nie langweilig.
    Ein guter historischer Roman

    Inhalt/Klappentext:

    Darmstadt und Umgebung im 18. Jahrhundert: Einst trug die Zigeunerin Suni einen anderen Namen. Einst wohnte sie in einem Schloss und nicht in Zelten. Aber das war in einem anderen Leben, vor jener Nacht, in der der dunkelhäutige Mathis, den man den "Schokoladen-Jungen" nennt, dem kleinen Mädchen das Leben rettete und die Freunde getrennt wurden.
    Als Suni Jahre später nach Darmstadt zurückkehrt, weckt die vertraute Umgebung verdrängte Erinnerungen. Damit wird Suni erneut zur Gefahr für die Frau, die ihr schon einmal nach dem Leben trachtete … Wird ihr Lebensretter von einst ihr noch einmal helfen können?


    Cover:

    Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es passt wirklich sehr gut zu dem Buch und auch zu dem Genre.


    Mein Fazit:

    Mir hat das Buch gut gefallen. Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen und es wurde auch nie langweilig. Die Geschichte fand ich gut erzählt und in die Charaktere konnte ich mich auch gut hineinversetzen. Der Schluss des Buches war ein wenig schnell, als Magdalene wieder zurück zu Mathis gegangen ist. Da hätte man vielleicht noch ein wenig mehr erzählen können, aber so kann der Leser sich die Geschichte weiter selbst ausdenken, wie es mit Mathis und Magdalene weiter geht. Ich kkonnte das Buch auf jeden Fall gut und flüssig lesen und mir hat es gut gefallen. Ich vergebe gerne 5 von 5 Punkten.

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    jackdeckvor einem Jahr
    Der Gaukler und die Tänzerin

    Sommerurlaub und ein gutes Buch, mittlerweile ersehne ich schon vorm Ferienbeginn einen neuen, historischen Roman von Nicole Steyer. So auch hier, das Buch verschönerte mir den Urlaub auf spannende Art und Weise. In ihrem neuen Roman „ Der Gaukler und die Tänzerin“ erzählt die Autorin Nicole Steyer die Geschichte des Zigeunermädchens Suni und ihrem Jugendfreund Mathis, einem dunkelhäutigen „Schokoladenjungen“. Magdalene wächst behütet im Hause ihres Vaters dem Landgrafen von Hessen Darmstadt auf. Als 6-jährige musste sie den Mord an ihrer Mutter durch die zukünftige Ehefrau des Landgrafen, Luise von Spiegel, mitansehen und vor Angst flüchtet sie. Magdalene landet bei einer Zigeunergruppe und findet hier eine neue Heimat, wird Tänzerin und bekommt sogar den neuen Namen Suni. Mathis, der Schokoladenmohr aus Kindheitstagen, rettet sie, muss aber auch mit seinen Geistern der Vergangenheit kämpfen. In Magdalenes Leben treten immer wieder Menschen, die ihr helfen aber sie ist auch immer wieder in Gefahr durch Lorenz, der aus Liebe zu Luise von Spiegel, immer perfidere Aufträge annimmt und so Suni/Magdalene durchs Land verfolgt. Im Laufe der Geschichte wird aus dem unsicheren jungen Mädchen eine mutige, selbstsichere Frau, die ihre Zukunft selbst in die Hand nimmt
    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Geschichte ist durchgängig spannend und hat keine Längen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht.
    Die Charaktere Suni / Magdalene und Mathis haben mir sehr gut gefallen. Die beiden Protagonisten aber auch sämtliche Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mir alle bildlich vorstellen.
    Die sehr gute Recherchearbeit der Autorin, die ihrem Roman durch reale Vorbilder Authentizität eingehaucht hat, macht die Geschichte besonders. Besonders möchte ich die Vielfalt der historischen Charaktere hervorheben die in Nicoles Büchern immer wieder zu Wort kommen. Diesmal hat mich der Hintergrund der Sinti/Zigeuner besonders interessiert, davon habe ich bis dato nicht viel gelesen.  So gefiel mir fast am meisten der Part der alten Geschichte, wie aus den Sinti ein ruheloses Volk wurde. Dies ist aber nur eine Impression eines wirklich empfehlenswerten Buches, was ich mit Freude und Interesse gelesen habe. Nicole Steyer versteht ihr Handwerk und ist für mich eine feste Größe geworden.

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    Hopeandlives avatar
    Hopeandlivevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr gut recherchierter, historischer Roman, der einem die Welt der Roma näherbringt und ein Zeichen gegen Diskrimierung! LESEN!!
    Roma...Tanzen... Schokolade! Und alles in Hessen!!

    Darmstadt und Umgebung im 18. Jahrhundert:
    Die kleine Magdalene wächst als tanzbegeistertes Töchterchen der Lieblingsmätresse des Landgrafen in dessen Schloss auf. Mit ihrem Kinderfreund Mathis, der als Schokoladenmohr auch auf dem Schloss lebt, teilt sie alle Geheimnisse und schon als Kinder spürt der Leser die tiefe, geheimnisvolle Bindung der beiden.
    Durch ein fürchterliches, traumatisches Erlebnis und eine mörderische Intrige muss Magdalene in einer bitterkalten Winternacht aus dem Schloss fliehen. Zuflucht findet sie bei umherziehenden Zigeunern, die sie durchgefroren finden und in ihrem Clan aufnehmen. Dort wird sie zu Suni, der Zigeunerin, die tanzend die Menschen auf den Märkten bezaubert und mit den Zigeunern Jahr um Jahr durch die Lande zieht, immer auf der Flucht vor den Häschern des Landgrafen, der die "böse Rotte" vogelfrei erklärt hat.
    Nach Jahren kehrt Suni mit ihrem Clan wieder nach Darmstadt zurück und die vertraute Umgebung weckt verdrängte Erinnerungen an erlittenes Leid und erneut wird sie zur Gefahr für die Frau, die ihr schon einmal nach dem Leben trachtete.....
    Auch Mathis musste in der Nacht fliehen und fand Zuflucht bei Lorenz, dem grausamen Leiter einer Gauklergruppe. Er ist auch der Liebhaber der Frau, die bis zuletzt versucht, Suni ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen.
    Suni alias Magdalene und Mathis stehen auf verschiedenen Seiten und doch zieht es sie wie magnetisch immer wieder zueinander.
    Wird es ihnen gelingen, die Intrige aufzuklären?

    Nicole Steyer ist wirklich ein außergewöhnlich gut recherchierter, flüssig zu lesender, historischer Roman über das Leber der Roma gelungen und setzt ein deutlichese Zeichen der Wertschätzung für dieses Volk!
    Auch ich bin noch mit solchen Sätzen wie....."hol schnell die Wäsche rein, die Zigeuner kommen" aufgewachsen, die mich unbewusst geprägt haben und die ich als Kind nicht einschätzen konnte.
    Es lohnt sich, auch mal auf die eigene Geschichte zu schauen und mit solchen negativen Sätzen aufzuräumen.

    Die Protagonisten Magdalene und Mathis fand ich schon sehr symphatisch und ihre Entwicklung während des Romans gefällt mir sehr gut.
    Doch mein Herz hab ich eindeutig an Dora verloren, eine Zwergin, die mit Mathis in der Gauklergruppe gelebt hat. Sie hat eine innere Größe gezeigt, die ich oftmals bei "normal" großen Menschen vermisse.
    Auch Johann, der Buchhändler, den Suni bei ihren zahlreichen Fluchten trifft, mochte ich sehr. Er liebt Bücher und hat das Herz auf dem rechten Fleck.
    Einige Zitate gefallen mir sehr gut, geben sie doch dem Roman eine Tiefe, die bei so flüssig zu lesenden Büchern nicht selbstverständlich ist.
    Ich kann jetzt nur die Empfehlung aussprechen:
    LESEN!!

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    StephaniePs avatar
    StephaniePvor einem Jahr
    Der Gaukler und die Tänzerin

    Suni ist eine junge Frau, welche von Zigeunern aufgezogen wurde. Als sie mit ihrer Gruppe nach Darmstadt reist kommen in ihr Erinnerungen an die Vergangenheit hoch. Suni hieß eigentlich Magdalene und war die Tochter des Landgrafen. Eines Tages hat sie die Ermordung ihrer Mutter beobachtet und ist ebenfalls ins Visier der Täterin geraten. Nur mit der Hilfe ihres damaligen Freundes Mathis gelang ihr die Flucht zu den Zigeunern. Allerdings wurde sie von Mathis getrennt. Jahre später begegnet Suni erneut der Mörderin ihrer Mutter und gerät in große Schwierigkeiten.

    Nicole Steyer hat einen bildlichen und flüssigen Schreibstil, womit es ihr gelungen ist einen gelungenen historischen Roman zu verfassen. Es wechseln sich immer wieder die Geschichten um Suni, Mathis und Lorenz ab, wobei die einzelnen Handlungsstränge geschickt miteinander verknüpft weden. Die Spannung wird schnell aufgebaut und das gesamte Buch hindurch gehalten. Zudem machen die bildlichen Beschreibungen der Autorin beim Lesen besonders viel Spaß, da man sich die Orte und Charaktere sehr gut vorstellen kann.

    Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Die Handlung ist gut durchdacht, aber teilweise passiert auf wenigen Seiten zu viel. Die Zufälle im Buch waren zum Teil auch zu viel und ließen die Handlung manchmal etwas unglaubwürdig erscheinen.

    Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich somit schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten machen und Sympathie/Antipathie entwickeln. Vor allem Suni, Mathis und Dora waren mir sofort sympathisch, was zur Folge hatte, dass ich das ganze Buch mit ihnen mitgefiebert habe.

    „Der Gaukler und die Tänzerin“ wirkt geschichtlich sehr gut recherchiert, was die Handlung besonders authentisch macht. Sowohl das Nachwort als auch das Kapitel über die Hintergründe/Persönlichkeiten belegen, dass sich Nicole Steyer mit den geschichtlichen Fakten sehr gut beschäftigt und viel recherchiert hat.

    FAZIT:

    „Der Gaukler und die Tänzerin“ kann durch eine bildliche und fesselnde Schreibweise wirklich überzeugen. Aufgrund kleiner Schwächen in der Handlung vergebe ich 4 Sterne!

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    tinstamps avatar
    tinstampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein bildgewaltiger historischer Roman über das Thema Andersartigkeit und Diskriminierung. Toll recherchiert, aber mit kleinen Schwächen.
    Der Mohr hat seine Schuld getan

    Der neue historische Roman von Nicole Steyer entführt den Leser diesmal in die Welt der Roma. Doch bevor unsere Hauptprotagonistin Magdalene ihr Leben in einem Zeltlager verbringt, lebt sie gemeinsam mit ihrer Mutter wohlbehütet und geliebt als uneheliche Tochter des hessischen Landgrafen in seiner Villa. Als sie mit sechs Jahren Zeuge am Mord ihrer Mutter wird, flieht sie bei Sturm und Schnee kopflos hinaus in die Kälte. Dort wird sie von einer Zigeunerin aufgelesen und mit ins Zeltlager genommen, wo sie eine neue Familie findet.
    1737. Als Suni lebt Magdalene nun schon zehn Jahre bei den Roma, wo sie als Tänzerin auftritt. Ihre Roma Mutter Rosina und ihre kleinen Schwester Cikni, die kurz vor der Hochzeit steht, sind ihr sehr ans Herz gewachsen. An ihre frühere Kindheit erinnert sich Suni kaum noch. Als sie eines Tages mit Sorlo einen Ausflug in ein Jagdschlösschen im Wald macht, sieht sie ein Bild von ihrem Vater und ihr als kleines Mädchen an der Wand hängen und es kommen einige Erinnerungen wieder. Kurz darauf trifft sie auch noch auf die Frau, die ihre Mutter ermordet hat, und erkennt die Gefahr in der sie, und alle die bei ihr leben, schwebt. Als ihr Clan überfallen und alle ermordet werden, rettet sie Mathis, der Schokoladenmohr aus Kindheitstagen. Beide wissen, dass nur eine Frau bzw. ihr Handlanger hinter den Überfall stecken kann.
    Ab nun heißt es Flucht.....

    Das Leben bei den Roma und die Ausgrenzung, die diese Menschen erleben, hat die Autorin wunderbar beschrieben. Auch das "Kuriosenkabinett" von Lorenz, bei dem Mathis Zuflucht gefunden hat, kann man sich bildhaft vorstellen. Er behandelt die armen Menschen, die teilweise sogar von ihren eigenen Familien ausgestoßen wurden, weil sie kleinwüchsig oder als siamesische Zwillinge geboren wurden, schlimmer als Tiere und zeigt wie grausam Menschen gegenüber andersartig aussehenden Menschen waren. Das hat sich sicher nicht bis heute geändert, doch war diese Zurschaustellung und Erniedrigung damals noch viel schlimmer. Auch der Aberglaube hatte einen fixen Platz in dieser Zeit und so wird der Mohr Mathis immer wieder mit dem Teufel und der Hölle in Verbindung gebracht.
    Gut beschrieben wird auch das Leben der Antoniter - der Unterschied zwischen den geldgierigen Kirchenmännern, die selbst noch Kranken das letzte Hemd ausziehen, und dem freundlichen Laienbruder Adam, der seinen Glauben so lebt, wie es sein sollte - durch Nächstenliebe. Er ist es auch, der Suni und Mathis immer wieder hilft und unter die Arme greift.

    Leider war der Handlungsablauf diesmal an vielen Stellen sehr ähnlich. Magdalene ist auf der Flucht, es gibt einen Unfall oder einen Überfall und sie entkommt gerade noch. Dies wiederholt sich des öfteren und wirkt beim x-ten Male etwas unglaubwürdig. Die Zufälle häufen sich, was aber nicht zu Lasten der Spannung geht. Die tiefe Freundschaft zwischen Suni und Mathis wirkte für mich allerdings manchmal etwas unglaubwürdig. Zu dieser Zeit wäre eine Liebe zwischen Schwarz und Weiß nie möglich gewesen.
    Die Zerissenheit von Magdalene, die die ersten sechs Jahre als Adelige aufgezogen wurde, aber danach die Freiheit der Roma erlebt, wird von der Autorin hingegen sehr eingehend und überzeugend beschrieben. Ist sie Suni oder Magdalene? Diese Frage wird sich die junge Frau bis zum Ende stellen...

    Die historischen Romane der Autorin sind immer ein absolutes Muss für mich, denn Nicole Steyer bringt in ihren Büchern immer wieder andere Themen zur Sprache, die absolut fasznierend sind. Hier sind es die Roma oder die Andersartigkeit der Menschen. In "Der Fluch der Sommervögel" widmete sie sich der Zeichenkunst und dem Studium der Schmetterlinge. Auch Aberglaube spielt in ihren Romanen immer eine große Rolle.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil von Nicole Steyer ist sehr einnehmend, lässt sich sehr gut lesen und lässt Bilder im Kopf entstehen. Die Autorin hat großartig recherchiert und ein bleibendes Bild der Roma mit ihren Eigenheiten gemalt. Im Nachwort gibt es noch einen kleinen Einblick zur Recherche über die Roma, ebenso gibt es noch eine Aufzählung historischer Persönlichkeiten und Hintergründe zum Buch.

    Fazit:
    Ein bildgewaltiger historischer Roman über das Thema Andersartigkeit und Diskriminierung von Menschen, verpackt in einer Geschichte voller Intrigen, Mord, Aberglaube, Zerrissenheit, aber auch Hoffnung und Freundschaft. Toll recherchiert, aber mit kleinen Schwächen.

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    flieders avatar
    fliedervor einem Jahr
    Ein Leben bei den Roma

    Die kleine Magdalene, eine Tochter der Mätresse des Landgrafen Ernst- Ludwig, bangt um das Leben ihrer Mutter, die sehr geschwächt auf die Geburt ihres 2. Kindes wartet. Als die Tage vergehen, beschließt sie sich heimlich in das Schlafzimmer ihrer Mutter zu schleichen. Was sie dort sieht wird ihr ganzes Leben ändern, denn ihre Mutter wird gerade von Luise von Spiegel, die selbst gerne mit dem Landgrafen verheiratet wäre, umgebracht. Voller Angst flieht sie in die eisige Winternacht und findet Schutz unter einem Zigeunerwagen. Der Klan nimmt sie liebevoll auf und sie bekommt den Namen Suni. Jahre später, Suni ist mittlerweile eine hervorragende Tänzerin, läuft ihr die ehemalige Konkurrentin ihrer Mutter wieder über den Weg und es beginnt eine lebensgefährliche Jagd auf Leben und Tod.
    Es gibt Autoren, wo man die Bücher unbesehen kaufen kann. Nicole Steyer gehört für mich da definitiv dazu. Ihr toller Schreibstil, die stets hochgehaltene Spannung und die bildhaften Beschreibungen lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Man möchte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn es in Der Gaukler und die Tänzerin einige Längen gab, so hat es für mich den Lesegenuss nicht wesentlich geschmälert. Ein gut gelungener Roman rund um die damalige schwierige Zeit der Roma, den man guten Gewissens weiterempfehlen kann

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor einem Jahr
    Zwei Herzen schlagen in einer Brust

    1737 Landgrafschaft Hessen Darmstadt. Magdalene ist der uneheliche Bastard des Landgrafen von Hessen Darmstadt und wächst behütet im Hause ihres Vaters auf. Als 6-jährige musse sie den Mord an ihrer Mutter durch die zukünftige Ehefrau des Landgrafen, Luise von Spiegel, mitansehen und vor Angst flüchtet sie. Magdalene landet bei einer Zigeunergruppe und findet hier eine neue Heimat, wird Tänzerin und bekommt sogar den neuen Namen Suni, während sie nach und nach das schlimme Ereignis verdrängt. Doch nach und nach kommen die Erinnerungen durch Ausflüge und Begegnungen zurück und machen ihr die Gefahr bewusst, in der sie schwebt, besonders, als sie zufällig Luise von Spiegel gegenüber steht, der Mörderin ihrer Mutter. Den Schokoladenmohr Mathis, ihr Freund aus Jugendtagen, hat es ebenfalls schlecht getroffen. Er ist Teil des Kuriositätenkabinetts von Lorenz, dem Liebhaber Luises, und muss dessen Befehlen gehorchen. Lorenz, der sich bei Luise lieb Kind machen will, setzt Mathis darauf an, Magdalene aufzuspüren, denn er will sie töten. Doch Mathis macht da nicht mit und versucht, Magdalenes Leben und auch seins zu retten. Ob es den beiden gelingen wird, endlich Frieden und Sicherheit zu finden?

    Nicole Steyer hat mit ihrem Buch „Der Gaukler und die Tänzerin“ einen sehr fesselnden und unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, schnell wird der Leser in ein anderes Zeitalter entführt und nimmt als stiller Beobachter an den Geschehnissen im 18. Jahrhundert teil. Der Spannungsbogen wurde schnell hoch angelegt und steigert sich noch während der Geschichte immer weiter in die Höhe durch die ständigen Verfolgungen und Unglücksfälle, die dem Leser oftmals die Luft anhalten lassen. Sehr detailliert beschreibt die Autorin die Jagd auf Magdalene, hier hätte man sich vielleicht etwas kürzer fassen können. Auch gab es einige Zufälle zu viel, doch dies tut der spannenden Handlung keinen Abbruch. Die sehr gute Recherchearbeit der Autorin, die ihrem Roman durch reale Vorbilder Authentizität eingehaucht hat, macht die Geschichte besonders. Das Thema „menschliche Andersartigkeit“ kommt hier besonders zum Ausdruck, denn die meisten Charaktere sind entweder Zigeuner oder Kleinwüchsige oder Farbige, und diese Menschen wurden zur damaligen Zeit ausgegrenzt, verachtet oder zur Schau gestellt, damit sich das gemeine Volk darüber amüsieren konnte. Ebenfalls gibt die Autorin Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen der damaligen Zeit und kann dem Leser so ein reales Bild vermitteln.

    Die Charaktere wurden von der Autorin sehr schön ausgestaltet und platziert. Sie wirken wirklichkeitsgetreu, individuell und sehr authentisch und gerade deswegen wachsen einige von ihnen dem Leser besonders ans Herz. Magdalene ist eine mutige und starke junge Frau, die bereits einiges in ihrem Leben meistern musste. Der Mord an ihrer Mutter hat sie geprägt und sie bisher zu einem Leben im „Untergrund“ und auf der Flucht verdammt. Bei den Zigeunern fühlt sich Magdalene heimisch und verstanden. Sie sind ihr eine neue Familie geworden, die sie schützt. Aber leider kann sie sich nie sicher fühlen. Mathis ist ein lieber Kerl, der durch seine Hautfarbe zu leiden hat. Er dient als Amüsement der Obrigkeit und wird in einer Truppe von Andersartigen mit zur Schau gestellt, um den Menschen eine Gänsehaut zu bescheren. Mathis ist ein ehrlicher und hilfsbereiter Mann, der sich gegen Unrecht wehrt und seinen Freunden jederzeit Hilfe angedeihen lässt. Louise ist eine hartherzige Frau, die nur an sich selbst denkt und durch Lügen, Betrügen und Morden ihre Ziele verfolgt. Lorenz ist ein eiskalter Mann, der über Leichen geht, um seine Ziele zu erreichen. Auch die übrigen Protagonisten wissen durch ihr Auftreten und ihre Handlungen zu überzeugen und verhelfen der Geschichte zu weiterer Spannung und Lebhaftigkeit.

    „Der Gaukler und die Tänzerin“ ist ein spannender historischer Roman, der Intrigen, Geheimnisse, Mord, Liebe und Freundschaft in sich vereint. Absolute Leseempfehlung für ein sehr unterhaltsames Buch, das ein wunderbares Kopfkino entstehen lässt!

     

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    zessi79s avatar
    zessi79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Toller historischer Roman mit einer wichtigen Message
    Toller historischer Roman mit einer wichtigen Message

    Inhaltsangabe:

    Ein praller historischer Roman über eine Frau, die sich im Hessen des 18. Jahrhunderts ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen muss, von der Erfolgsautorin Nicole Steyer und ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Diskriminierung. Einst trug die Zigeunerin Suni einen anderen Namen. Einst wohnte sie in einem Schloss und nicht in Zelten. Aber das war in einem anderen Leben, vor jener Nacht, in der der dunkelhäutige Mathis, den man den "Schokoladen-Jungen" nennt, dem kleinen Mädchen das Leben rettete und die Freunde getrennt wurden. Als Suni Jahre später nach Darmstadt zurückkehrt, weckt die vertraute Umgebung verdrängte Erinnerungen. Damit wird Suni erneut zur Gefahr für die Frau, die ihr schon einmal nach dem Leben trachtete… Wird ihr Lebensretter von einst ihr noch einmal helfen können?

     

    Meinung:

    Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich bisher eigentlich keine historischen Romane gelesen habe, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass das etwas für mich ist. Bei diesem Buch hat mich aber die Inhaltsangabe sofort angesprochen und ich wusste, dass ich dieses Buch lesen muss.

    Und ich muss sagen, dass mir dieses Buch richtig, richtig gut gefallen hat. Ich wurde absolut nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Geschichte ist durchgängig spannend und hat keine Längen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht.

    Die Charaktere Suni / Magdalene und Mathis haben mir sehr gut gefallen. Die beiden Protagonisten aber auch sämtliche Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mir alle bildlich vorstellen.

    Besonders gefallen hat mir die Message des Buches, dass jeder Mensch gleich ist, egal ob schwarz oder weiss, dick oder dünn, groß oder klein. Mit Diskriminierung zu kämpfen musste im Laufe des Buches sowohl Suni, da sie eine Zigeunerin ist, als auch Mathis, da er dunkelhäutig ist. Wie auch heute noch, gab es Leute, die das überhaupt nicht interessiert hat, andere haben sich geweigert, mit "so jemandem" im gleichen Raum zu sein.

    Auch der geschichtliche Hintergrund und die Erklärungen dazu im Buch fand ich sehr interessant und auch informativ. Hat mir gut gefallen.

    Dieses Buch konnte mich auf jeden Fall für das Genre "Historischer Roman" begeistern und ich werde in Zukunft auf jeden Fall weitere historische Romane lesen.

     

    Fazit:

    Toller historischer Roman mit einer wichtigen Message gegen Diskriminierung. Kann ich absolut weiterempfehlen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    nicole_steyers avatar
    Hallo Ihr Lieben,

    heute möchte ich Euch gerne ins 18. Jahrhundert entführen. Genauer gesagt in das Jahr 1737 in die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die damals von dem Grafen Ernst-Ludwig regiert wurde. Begleitet mich in die Welt der Zigeuner, wo ihr Suni kennenlernen werdet, die einst Magdalene hieß.  Lernt Mathis, den Schokoladenmohr und die eigentümlichen Bewohner von Lorenz' Wandertheater kennen, in dem Licht und Schatten eng beeinander liegen. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch auf die spannende Reise mitnehmen kann und ihr Suni/Magdalene... manchmal heißt sie auch Pusomori, genauso lieben lernt, wie ich sie liebe.... und was ein Pusomori ist, erfahrt ihr aus dem Buch...

    Hier der offizielle Klappentext
    Ein praller historischer Roman über eine Frau, die sich im Hessen des 18. Jahrhunderts ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen muss, von der Erfolgsautorin Nicole Steyer und ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Diskriminierung.

    Einst trug die Zigeunerin Suni einen anderen Namen. Einst wohnte sie in einem Schloss und nicht in Zelten. Aber das war in einem anderen Leben, vor jener Nacht, in der der dunkelhäutige Mathis, den man den "Schokoladen-Jungen" nennt, dem kleinen Mädchen das Leben rettete und die Freunde getrennt wurden.
    Als Suni Jahre später nach Darmstadt zurückkehrt, weckt die vertraute Umgebung verdrängte Erinnerungen. Damit wird Suni erneut zur Gefahr für die Frau, die ihr schon einmal nach dem Leben trachtete … Wird ihr Lebensretter von einst ihr noch einmal helfen können?

    Wer ein Exemplar gewinnt, verpflichtet sich dazu, es innerhalb der nächsten 4 Wochen nach Erhalt zu lesen, sich aktiv in der Leserunde zu beteiligen und das Buch anschließend zu rezensieren. Mindestens hier bei Lovelybooks, gerne aber auch noch woanders.

    Um euch zu bewerben, solltet ihr schon mindestens eine aussagekräftige Rezension hier auf Lovelybooks veröffentlicht haben.

    Querleserins avatar
    Letzter Beitrag von  Querleserinvor einem Jahr
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