Nicole Strüber Die erste Bindung

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Inhaltsangabe zu „Die erste Bindung“ von Nicole Strüber

Das menschliche Gehirn ist dafür verantwortlich, wie wir fühlen und wie wir uns verhalten. Aber warum tickt das Gehirn bei jedem unterschiedlich? Warum kann der eine gut mit Stress umgehen und der andere nicht? Dieses Buch erklärt, wie Gehirn und Persönlichkeit eines Menschen durch seine Gene und seine vorgeburtlichen und frühkindlichen Erfahrungen geprägt werden und warum vor allem die frühen Bindungserfahrungen so wichtig für die weitere Entwicklung sind.

- Dauerstress schadet der Entwicklung des kindlichen Gehirns. Nimmt die Mutter das schreiende Kind in die Arme, wird das Hormon Oxytocin freigesetzt, das den Stress wieder abbaut.

- Auch bei werdenden Vätern kommt es zu hormonellen Veränderungen. Sie werden fürsorglicher, aggressives Verhalten und Imponiergehabe nehmen ab.

- Nicht die frühe Krippenbetreuung fördert die soziale Kompetenz kleiner Kinder, sondern sichere Bindungsbeziehungen lassen das soziale Gehirn reifen.

Eine absolute Empfehlung! Eignet sich wunderbar zur Einführung ins Thema und bietet einen vorbildlich strukturierten Überblick.

— 101844

Pflichtlektüre für werdende Eltern!

— MinaRico

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    Die erste Bindung

    101844

    15. May 2017 um 14:13

    Nicole Strüber hat ihr Buch sehr gut strukturiert. Zu dem Vorwort von Gerhard Roth gibt es noch eine Einleitung die auf das Kommende vorbereitet ohne zuviel vorweg zu nehmen. Die Kapitel sind kurz und übersichtlich. Es gibt in kleine Absätze, die den Lesenden die Wahl lassen, Exkurse in die aktuelle Forschung zu unternehmen, im Detail etwas nachzulesen oder auch nur die knappe Zusammenfassung des Themas für sich mitzunehmen. Diese Struktur erhöht das Lesevergnügen ungemein. Hinzu unterstützen Illustrationen das Verständnis etwas komplexerer Inhalte. Die ersten vier Kapitel widmen sich ganz dem Kind und die folgenden drei den Eltern.Die Autorin benennt die enormen gesellschaftlichen und auch eigenen Anforderungen und Ängste an und von Eltern. Für diese bietet sie im Folgenden immer wieder Anregungen und Handlungsoptionen. Neuronale Vorgänge anhand vieler Beispiele und Abbildungen anschaulich erklärt. Dabei zeichnen sich die Beispiele durch eine sehr konkrete Beziehung zur Lebenswelt von Eltern und Kindern aus. Zudem sind sie meist sehr humorvoll wiedergegeben. Nicole Strüber wendet sich auch der großen Frage zu, was nun entscheidender ist: Gene oder Umfeld. Ihr Lösungsansatz verdeutlicht, das verschiedenen Dispositionen durch Genvarianz in Wechselwirkung mit der Umwelt die Charakterbildung des Menschen maßgeblich beeinflussen. Ein wirklich spannendes Thema! Um einem gewissen Determinismus vorzubeugen, betont Nicole Strüber, dass alles kann und nichts muss. Auch pränatale negative Einflüsse können postnatal relativiert werden. Interessant ist auch der Abschnitt über die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen und ob diese genuin sind. Etwas kritisch beurteile ich die Bedingungen, die Nicole Strüber für das optimale Stillen eines Kindes aufführt.Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das aufklärt und für interessante Diskussionen sorgen kann.

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  • Pfichtlektüre für werdende Eltern!

    Die erste Bindung

    MinaRico

    04. April 2017 um 19:27

    Die wohl wichtigsten (möglicherweise auch prägendsten) Abschnitte unseres Lebens sind laut der Autorin die 9 Monate vor und die ersten Lebensjahre nach der Geburt. In dieser Zeit werden die neurobiologischen Grundlagen der körperlichen und geistigen Entwicklung des Kindes geschaffen. Schnell wird dem Leser klar, dass Gene und persönliche Erfahrungen eine große Rolle dabei spielen, wie wir und unser Gehirn sich entwickeln. Dass Stress schadet (nicht nur dem ungeborenen Kind) ist schon lange erwiesen. Aber warum das so ist, was Stress für Auswirkungen auf das (ungeborene) Kind hat, dies wird in diesem Buch eindrucksvoll erläutert. Das Hormon, welches sich wie ein roter Faden durch das Werk zieht, ist Oxytocin. Beim Kuscheln und Trösten wird dieses Hormon bei Mutter und Kind ausgeschüttet, der Stress abgebaut. Das Kind fühlt sich gut aufgehoben und entwickelt eine sichere Bindung zur Mutter. Dies wiederum bedingt eine glückliche und zufriedene Kindheit und später eine gut entwickelte, stabile Persönlichkeit mit hoher Sozialkompetenz. Interessant ist hierbei sicherlich, dass die meisten Mütter eine angeborene Intuition haben und wissen, was zu tun ist, wenn es dem Baby augenscheinlich nicht gut geht. Feinfühligkeit ist dabei wohl mit das Wichtigste, um die Bindung zu stärken. Mütter reflektieren das Verhalten des Babys und reagieren entsprechend darauf. Sicherlich ist dies nicht bei allen Müttern der Fall, so kann die ein oder andere Mutter tatsächlich selber keine sichere Bindung erlebt haben oder auch möglicherweise überfordert von einem schreienden oder quengelnden Baby sein. Auch diese Verhaltensweisen und die Folgen werden in diesem Buch thematisiert. Wie beeinflussen unsere Gene und Umwelteinflüsse das ungeborene Kind? Was passiert im Gehirn der Mutter während der Schwangerschaft (und danach)? Was bedeutet eine frühe Kita-Betreuung für das Kind? Und was ist mit dem Vater? Alle diese Fragen (und weitaus mehr) werden in Nicole Strübers Werk ausführlich beantwortet. Der Vater kommt in diesem Buch wahrlich nicht zu kurz und es ist tröstlich zu erfahren, dass Väter ebenso hormonellen Veränderungen unterliegen und dem Kind auch feinfühlig begegnen können. Nicole Strüber schafft es, dem Leser ein doch recht komplexes Thema verständlich und spannend zu präsentieren, gepaart mit Studien und kurzen, aber gehaltvoll aufbereiteten Forschungsergebnissen und das auf einem hohen Niveau. Dies geschieht stets ohne Bewertungen oder Verurteilungen und sehr einfühlsam. Das Buch ist in 7 Kapitel unterteilt, die sukzessive aufeinander aufbauen: 1. Einleitung: Was wollen wir?2. Das Gehirn und das Ich: Ein Überblick3. Erste Schritte in Richtung Persönlichkeit4. Das kindliche Gehirn: Wie Bindung die Persönlichkeit reifen lässt5. Das elterliche Gehirn: Auf Bindung eingestellt6. Was bedeutet das alles für uns Eltern?7. Ausblick: Das Bedürfnis des Gehirns nach Bindung und die Gesellschaft Jedes Kapitel wird nochmals kurz zusammengefasst, bevor es ans nächste Kapitel geht. Für mich persönlich ziehe ich die Erkenntnis, dass ich meinem Baby, welches in ein paar Monaten zur Welt kommen wird, das geben werde, was es am meisten braucht: Liebe, Sicherheit, Trost, also eine sichere Bindung! Das ist kein Hexenwerk und wird meinem Kind so viel Wichtiges mit auf den weiteren Lebensweg geben. Das Schöne dabei ist: ich gehe mit weniger Angst in die Mutterschaft und dafür danke ich der Autorin von Herzen. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für werdenden Eltern sein! 

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