Nicole Trope

 4.4 Sterne bei 32 Bewertungen

Lebenslauf von Nicole Trope

Emotionale Romane mit ernsten Themen: Die Autorin hat ihr Studium der Rechtswissenschaften abgebrochen, da ihr damaliger Professor betonte, Jura habe nichts mit Geschichte zu tun. Sie entschied sich für einen Wechsel und wurde Lehrerin. In den Schulferien arbeitete sie an ihrer Karriere als Schriftstellerin und absolvierte ein Studium der Kinderliteratur. Doch erst die Geburt ihres ersten Kindes ermöglichte ihr, sich beruflich vollkommen auf das Schreiben zu konzentrieren. Ihr Debütroman „The Boy under the Table“ erschien 2012. Jedoch erst der dritte Roman „The Secrets in Silence“ (2014) wurde im Jahr 2017 unter dem Titel „Die Wahrheit über meine Tochter“ ins Deutsche übersetzt und erzählt die Geschichte von Tara, die ihr Baby und ihre Sprache verloren hat. Der 2018 erschienene Roman „Das Finkenmädchen“ behandelt ebenfalls ein ernstes Thema: Es geht um Kinder, die um ihre Kindheit betrogen werden, Wut, Rache und die Macht der Versöhnung. Nicole Trope lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Sydney.

Alle Bücher von Nicole Trope

Cover des Buches Das Finkenmädchen (ISBN:9783404176823)

Das Finkenmädchen

 (30)
Erschienen am 25.05.2018
Cover des Buches Die Wahrheit über meine Tochter (ISBN:9783404175475)

Die Wahrheit über meine Tochter

 (2)
Erschienen am 25.08.2017

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Rezension zu "Das Finkenmädchen" von Nicole Trope

Ein leises Buch über ein ernstes Thema
anushkavor 10 Monaten

Birdy hat ein Aggressionsproblem. Weil sie ihrer Mutter gegenüber gewalttätig geworden ist, aber geistig nicht ihrem Alter entsprechend entwickelt ist, ist sie in einer offeneren Gefängniseinrichtung. Birdy versucht, ihre Wut in den Griff zu bekommen oder sie zumindest niemanden merken zu lassen, damit sie bald ihre Strafe beendet hat und zu ihrer kleinen Tochter zurückkehren kann. Doch die Wut schwelt weiter. Und sie findet ein neues Ziel, als Rose in ihre Einrichtung verlegt wird. Denn Rose kennt sie noch aus Kindertagen ...
... doch Rose erkennt Birdy nicht, obwohl Birdy 25 Jahre zuvor als 7-jähriges Nachbarskind bei ihr ein- und ausging. Sie hat selbst damit zu kämpfen, dass nach Jahrzehnten der Ehe nun ihr Mann Simon, ein berühmter Fernsehmoderator, tot ist. Und Rose wurde wegen Totschlags an ihm verurteilt.

"Das Finkenmädchen" widmet sich einem sehr ernsten Thema mit sehr einfühlsamen, leisen Tönen. Es geht nicht um die großen Effekte, nicht um Voyeurismus und Schockmomente. Das Buch beeindruckt eher dadurch, dass es Beklemmung auslöst, dass es nicht um die krassen Verhaltensweisen, sondern eher kleinere Grenzüberschreitungen geht. Die Geschichte lässt sich gut lesen, der Stil ist flüssig und man ist von Anfang an mitten in der Geschichte. Die Figuren sind authentisch und lebensecht gezeichnet. Die Motive aller Figuren sind nachvollziehbar, sowie ihre Zweifel und Wünsche. Auch wenn relativ schnell klar ist, worum es geht, bleibt bis zum Schluss ein Spannungsbogen erhalten und eine gewisse Tragik für die meisten der Figuren.

"Das Finkenmädchen" ist ein sehr einfühlsames Buch, das keine großen Effekte braucht um empathisch mit einem schrecklichen Thema umzugehen und die Folgen für alle Leidtragenden zu veranschaulichen und dennoch die Kriterien für einen guten Unterhaltungsroman zu erfüllen.

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Rezension zu "Das Finkenmädchen" von Nicole Trope

Eine brührende und nachhaltige Geschichte
Luelue83vor einem Jahr

Der Verlag bezeichnet das Buch als Frauenroman aber ich empfinde die Geschichte eher als Spannungsroman über eine tragische Kindheit. Hier wird nicht nur Kindesmissbrauch thematisiert sondern es geht vor allem um Schuld, Reue und Sühne aller Beteiligten als Folge jahrelanger Übergriffe.

Der Roman beschreibt das Leben zweier Frauen, das unterschiedlicher nicht sein können. Dafür verwendet die Autorin 2 Schreibstile um die beiden Hauptcharakteren zu formen und Ihre Besonderheiten zu unterstreichen. Speziell die Sicht der Ehefrau des Täters finde ich sehr außergewöhnlich und interessant. Dadurch werden Fragen wie „ was hätte Sie mitbekommen müssen“ oder „trägt Sie Mitschuld?“, solche die man aus den Medien ja kennt, aufgegriffen, und erhält die Chance diese für sich zu erörtern.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass der Schreibstil trotz seiner Vielseitigkeit und des emotionalen Themas ein bisschen zu flach und ausdrucksarm war. Vor allem am Ende habe ich einen emotionalen Knall vermisst.  

Die Geschichte und die Ausarbeitung der Thematik hat mir aber sehr gut gefallen. Die Charakteren sind realitätsnah beschrieben und Ihre Handlungen sind meiner Meinung nach sehr authentisch. Es gibt einige Stellen im Buch die erschreckend und auch grausam sind obwohl Sie nicht im Detail beschrieben werden. Aber ich denke, dass dies dieses erschütternde Thema einfach mit sich bringt.

Das Cover und der Klappentext wollten auf den ersten Blick für mich nicht zusammenpassen aber jetzt, am Ende der Geschichte, finde ich die Finken und die Farbenpracht großartig ausgewählt. Die Geschichte hinterlässt mich nachdenklich,  hoffnungsvoll und traurig zugleich.

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Rezension zu "Das Finkenmädchen" von Nicole Trope

Das Finkenmädchen
StephaniePvor einem Jahr

Felicity und Rose waren Nachbarskinder. Fünfundzwanzig Jahre nachdem sie sich das letzte Mal gesehen haben treffen sie erneut aufeinander. Felicity hat allerdings jeden Tag an Rose gedacht und mit jedem Tag ist ihre Wut gewachsen, da Rose sie damals beschützen hätte müssen, doch das hat sie nicht. Jetzt scheint es sogar so, als würde Rose ihre ehemalige Nachbarin nicht einmal mehr erkennen. Felicity schwört Rache. Sie wird schon dafür sorgen, dass sich Rose an sie erinnert und für ihr damaliges Verhalten büßt.

 

Nicole Tropes Roman konnte mich persönlich leider nicht überzeugen. Die Grundidee finde ich sehr interessant, allerdings war die Umsetzung meiner Meinung nach viel zu langatmig. Für mich kam weder Spannung auf noch konnte mich die Handlung mitreißen oder fesseln. Ganz im Gegenteil war ich von Anfang bis Ende gelangweilt und musste mich richtig überwinden weiterzulesen.  Ich stand mehrmals kurz davor das Buch abzubrechen. Der Ausgang der Geschichte gefiel mir zwar, allerdings konnte das die vorherigen Längen nicht entschädigen.

 

Die einzelnen Protagonisten werden erst im Laufe des Buches klarer. Zunächst erfährt man häppchenweise etwas über ihr Leben und nach und nach werden die Vergangenheit und Lebensumstände offenbart. Anfangs haben mir diese kleinen Geheimnisse noch gut gefallen, allerdings war ich im Laufe des Buches zunehmend genervt. Zudem waren mir ausnahmslos alle Protagonisten unsympathisch und vor allem Felicity wirkte auf mich konstruiert.

 

„Das Finkenmädchen“ war mein erstes Buch von Nicole Trope und konnte mich leider in keinster Weise überzeugen. Aus diesem Grund werde ich in Zukunft keine Bücher der Autorin mehr lesen. Da vielen anderen Lesern das Buch allerdings sehr gut gefallen hat, gehe ich davon aus, dass ich einfach nicht die Zielgruppe für diesen Roman bin.

 

FAZIT:
„Das Finkenmädchen“ hat eine faszinierende Grundidee, deren Umsetzung mich persönlich allerdings nicht anspricht. Da es mich große Überwindung gekostet hat weiterzulesen, aber das Ende gelungen war, kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

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