Das Leben drehen

von Nicole Walter 
3,6 Sterne bei74 Bewertungen
Das Leben drehen
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Positiv (39):
IlonGerMons avatar

Interessantes Thema, aber nicht immer überzeugend.

Kritisch (11):
YaBiaLinas avatar

Fragwürdige Charaktere. Unverständliche Entscheidungen Schreibstil schleppend und quälend. Schade.

Alle 74 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Leben drehen"

'Ich bitte Sie um Ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben.'

Dieser eine Satz und die Begegnung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben mit einem Mal auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche Ärztin, nicht eben noch glücklich verheiratet? Mit Markus, ihrem Markus? Marlene fasst einen Entschluss. Sie wird nicht zulassen, dass Amelie stirbt. Noch ahnt sie nicht, dass sie ausgerechnet von ihrer Rivalin mehr über das Leben lernen kann, als sie je vermutet hat. Denn das, was Amelie in ihr bewegt, lässt sich nicht mehr zurückdrehen.

Das Leben drehen – ein wunderbares Buch, das Schweres leicht erzählt und mit jeder Zeile das Leben feiert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426510612
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2012

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    IlonGerMons avatar
    IlonGerMonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessantes Thema, aber nicht immer überzeugend.
    Ein Hut - und was darunter alles zum Vorschein kommt

    Plötzlich war da dieser Hut in ihrem in ihrem Zimmer, vor ihrem Schreibtisch.

    Und unter diesem Hut Amelie. „Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange. Ich werde sterben“. Das hatte sie gesagt und für Marlene stürzt mit diesen Worten eine bislang als heil geglaubte Welt zusammen.
    Marlene, Ärztin in der Onkologie, ist verheiratet mit Markus, einen erfolgreichen Fotografen. Beiden fordert der Beruf viel Zeit ab und beide gehen in ihren jeweiligen Aufgaben auf. Und plötzlich diese Erkenntnis: Markus betrügt mich, ich habe nichts bemerkt! Habe ich wirklich nichts bemerkt?

    Marlenes Gefühle fahren Achterbahn. Ihr ganzes Weltbild ist aus den Fugen geraten und ihr eigenes Leben erst recht. Sie hat einige Baustellen in ihrer Vergangenheit, die sie jetzt wie ganz selbstverständlich wieder einholen, denen sie sich allerdings erstmals mit einer gewissen Bereitschaft stellt. Nach anfänglicher Hilflosigkeit ist Marlene bereit, Amelie als Patientin auf ihrer Station zu akzeptieren und will mit ihr gemeinsam um das Leben der jungen Frau kämpfen. Markus entpuppt sich als ganz offensichtlicher Feigling, als er von Amelies Krankheit erfährt, reagiert er mit Flucht. Soweit die rein äußerlichen Fakten, das Innenleben aller Beteiligten aber ist sehr viel tiefer betroffen und auch vielschichtiger, als es sich in diesen Äußerlichkeiten zeigen kann.
    Amelie und Marlene empfinden im Laufe der Geschichte mehr und mehr Freundschaft für einander und es gelingt Amelie, Gedanken bei Marlene aufzurufen, denen diese sich bislang beharrlich verweigerte. Jetzt setzt sie sich mit diesen ungeklärten Fragen und Beziehungen aus ihrem Leben, aus ihrer Vergangenheit auseinander und ist in der Lage, Lösungen anzustreben und auch zu finden.

    Bis hierhin bleiben trotz der spannenden und auch anrührenden Geschichte die Charaktere ein wenig distanziert gegenüber der Leserin, das ändert sich allerdings mit dem Auftreten von Amelies Oma, bei der alle gemeinsam einige Zeit in der Toskana verbringen. Mit dieser Frau erlebt der Roman nicht nur in den Handlungen eine gewisse Wendung, sondern hier erscheint unter all den Figuren plötzlich ein richtiger Mensch auf der Bildfläche. Ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit Lebenserfahrung und auch mit einer Einstellung zu Leben und Tod, von der wir uns alle eine Scheibe abschneiden können. Und eine Figur, die mit beiden Beinen auf der Erde steht und im Hier und Jetzt verankert ist.
    Nicht zuletzt diese Figur hat mich dem bis dahin etwas sperrigen Buch versöhnt, ohne diese Oma hätte ich vielleicht irgendwann doch nicht weiter gelesen.

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    Carmen_ILWBs avatar
    Carmen_ILWBvor 2 Jahren
    Hatte mehr erwartet...


    Bei diesem Buch handelt es sich um eines, welches einem mitnehmen und zum Nachdenken anregen kann. Und trotzdem konnte es mich nicht komplett überzeugen, aber dies vor allem deshalb, weil ich einige Gegebenheiten nicht wirklich nachvollziehen konnte.

    Ist es wirklich so, dass die Frau, welchem einem den Mann wegnimmt, zur besten Freundin werden kann?
    Ich weiss es nicht, aber ich kann sicher sagen, dass Marlene auch keine einfache Protagonistin ist. Mit ihrem Leben stimmt einiges nicht, aber durch die ganzen Vorfälle hat sie auf jeden Fall die Chance, unfreiwillig einiges auf zu arbeiten. Wobei sich auch hier zwischendurch Situation ergeben, wo ich sie einfach nur noch schütteln wollte, damit sie merkt, was gerade passiert.

    Aber dann auch so ungeheure Zufälle wie das Wiedersehen mit einem Mann, den man für 2 Minuten gesehen hat, ein Jahr später an einem ganz anderen Ort in Europa, war für mich zu viel, diese Annäherung hätte man sicher realistischer hinbekommen können.

    Bis auf die Oma von Amelie war mir bis zum Schluss auch keiner der Charaktere wirklich sympathisch, sie konnten mich nicht berühren und handelten manchmal völlig unverständlich.

    Die Sprache ist sehr schön und die ganze Geschichte mitfühlend geschrieben, was aufgrund der Thematik sehr gut gepasst hat. Zwischendurch hat es allerdings viele Längen, bei welchen ich mir gewünscht hätte, dass jetzt dann mal wieder was passiert und nicht nur die Welt und das Sein beschrieben wird…

     
    FAZIT

    Buch mit einer grundsätzlich interessanten Geschichte, für mich nur leider nicht realistisch genug umgesetzt. Zudem wurde vieles zu fest in die Länge gezogen, so dass ich nur 3 Sterne vergeben kann.

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    YaBiaLinas avatar
    YaBiaLinavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Fragwürdige Charaktere. Unverständliche Entscheidungen Schreibstil schleppend und quälend. Schade.
    Das negative übertrifft einfach das positive...


    Inhalt:
    Marlene arbeitet in München auf einer Krebststation.                             Eines Tages steht eine,ihr unbekannte Frau,in ihrem Büro und sagt zu ihr: "Ich heiße Amelie und bitte Sie um Ihren Mann.Nicht für lange.Weil ich sterben werde."Und von einem Tag auf dem anderen bricht ihre Welt zusammen.Trotz der Affäre die Amelie mir ihrem Mann Markus hatte,beschließt sie,um das Leben von Amelie zu kämpfen.Und das verändert wohl das Leben aller Beteiligten.

    Hört sich so wohl sehr interessant an.Deswegen habe ich mich auch dazu reiten lassen,dieses Buch zu kaufen.Tja,und für mich war es ein totaler Reinfall.Es gab Stellen im Buch die natürlich lesenswert waren,wie zb: (ACHTUNG SPOILER)

    - das Marlene in ihrem ganzen Leben ihre erste Freundin bekommt
    - das sie über der Kränkung des Betruges steht und Amelie versucht das Leben zu retten
    - das erste mal seit der Beerdigung vor 17 Jahren das Grab ihrer Mutter besucht
    - Kontakt zu ihrem Vater wieder aufbaut
    - endlich loslassen zu können

    Und das alles hat sie Amelie zu verdanken.Mit 35 Jahren fängt sie an,ihr Leben anders zu sehen,Dinge in Frage zu stellen und sich gegenüber Neuem zu öffnen.Auch wenn der Anfang ihr sehr schwer fiel.Was verständlich ist in meinen Augen.

    Aber es gab in meinen Augen auch viel negatives: (ACHTUNG SPOILER)

    - die Affäre zwischen Amelie und Markus,und Amelie wusste von Marlene,schließlich hat sie,sie ja im Krankenhaus aufgesucht
    - Markus ist mit Marlene nochmal ins Bett gegangen,obwohl er wusste das er Amelie liebt,er hatte nur Angst vor dem Tod und wollte Amelie nicht beistehen
    - auch wenn Amelie ihr sehr geholfen hat (Mutter/Vater),finde ich doch das sie sich zu sehr in Marlene ihr Leben eingemischt hat und das Markus ihr zu viel von Marlenes privaten Dingen erzählt hat
    -das alles führte zu einem Nervenzusammenruch bei Marlene,wo sich natürlich keiner die Schuld gab
    - in der Toskana waren sie dann richtig gute Freundinnen bzw wurden sie dazu,aber trotzdem wurde sie hinter ihrem Rücken wieder hintergangen von Markus und Amelie
    - sie flüchtete,kommt wieder und darf sich erstmal eine Schelle einfangen und sich anmotzen lassen etc.....einfach unverständlich in meinen Augen

    Für mich war dieser Schreibstil sehr schleppend und man musste sich regelrecht da durch kämpfen.Als sich alle noch in München aufgehalten haben,ging es noch einigermaßen,aber als sie dann in der Toskana waren,da habe ich mich dann nur noch gequält.

    Die Charaktere waren mir alle samt fragwürdig.Die einzigste,die mir noch einigermaßen normal vorkam war die Oma und die Patientin von Marlene.

    Das Cover ist jetzt kein Highlight.3 Blumen in verschiedene Farben.Ist okay.

    Fazit:

    Dieses Buch hat mir gute Lesezeit gestohlen.Ich bereue es,das ich es gekauft habe und mich dadurch gequält habe,aber leider bin ich nun mal ein Quäler und muss Bücher zu 99% zu Ende lesen.Man hat ja oben einen kleinen Einblick,was mir so gar nicht gefallen hat und was mir doch positiv aufgefallen ist.Jedoch überwiegt das negative einfach mehr in meinen Augen.

    Keine Leseempfehlung von mir

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    pardens avatar
    pardenvor 4 Jahren
    Lebe dein Leben - jetzt!

    LEBE DEIN LEBEN - JETZT!

    Marlene, glücklich verheiratet, arbeitet als erfolgreiche Ärztin im Krankenhaus auf einer Station für Onkologie. Mit dem Gefühl, ihr Leben sei im Lot, betritt sie ihr Arztzimmer - und sieht sich unversehens einer jungen Frau mit auffälligem Hut gegenüber. Amelie stellt sich ihr vor - und bittet sie um ihren Mann. Allerdings nicht für lange, da sie Krebs hat und sterben wird.
    So skurril die Situation auch anmutet: von dem Moment an verändert sich alles. Dinge, Menschen, Überzeugungen, die sicher geglaubt schienen, werden nun in Frage gestellt und stürzen Marlene in ein Chaos. Doch ausgerechnet Amelie, die sich zwischen sie und ihren Mann drängt, führt sie zu den wichtigen Fragen im Leben, und so begibt sich Marlene auf die Suche...


    Seltsamerweise waren alle alten Menschen auf ihren Jugendfotos irgendwie schön. Vielleicht, weil man sie nicht mehr mit anderen verglich, sondern nur noch mit sich selbst. (S. 30)


    Der Leser begleitet Marlene durch ihr Gefühlschaos und beginnt zunehmend, hinter ihre Fassade zu schauen. Eine eher oberflächliche, dem Alltagstrott zum Opfer gefallene Ehe, seit Jahren kein Kontakt mehr zu ihrem Vater, keine Freunde, Erinnerungen, die nur im Keller aufbewahrt werden... Ausgerechnet als Ärztin blendet sie dazu noch das Thema Tod kategorisch aus. Ein Feind, den es zu bekämpfen gilt, vor dem man aber wegläuft oder die Augen schließt, wo es nur geht.
    Trotz der besonderen Umstände beschließt Marlene, Amelie zu helfen und wird ihre behandelnde Ärztin, schließlich ihre Freundin. Amelies lebensbejahende Art und ihre Wege des Denkens und Fühlens führen Marlene vor Augen, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Sie muss sich den Gespenstern ihrer Vergangenheit stellen...


    Ich werde für immer vermissen, was ich mit dir war.


    Leider konnte mich das Buch nicht so überzeugen wie manch anderen Leser. Die Sätze oft abgehackt, gerade zu Anfang, ließen keinen rechten Lesefluss aufkommen. Dazu erschien mir die Geschichte selbst sehr konstruiert, teilweise überaus unglaubhaft. Wieviel "Gutmensch" muss man sein, um wie Marlene solche Verletzungen und die Gefährdung ihrer Ehe wegzustecken und zu vergeben und immer noch an Amelies Seite zu sein?
    Nichtsdestotrotz gerät man mit Marlene ins Nachdenken. Über das Leben, die Liebe, den Mut zu Veränderungen, Krankheit und Tod. Die immer wiederkehrende Einsicht Marlenes: "Wenn du dich anlehnen möchtest, dann lehn dich an die Wand und nicht an Menschen" (S. 124) zeugt von der großen Mauer, die sie zwischen sich und anderen errichtet hat - und als Leser würde man sie gerne einreißen helfen.


    Wenn Menschen schweigen, hört man oft mehr, als wenn sie reden.


    Insgesamt ein emotionales Buch, das mich jedoch nicht wirklich überzeugen konnte. Allerdings bleibt die simple Erkenntnis: "Leben kann man nicht wiederholen" - und so gilt: Lebe Dein Leben - jetzt!



    © Parden

    Kommentare: 7
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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eindrucksvolle Erzählung über das Leben und den Tod, Liebe und Freundschaft!
    Leben und Tod gehören zum Menschen dazu

    "*Nicole Walter*" schrieb den Roman "*Das Leben drehen*" und er erschien im "*Knaur Verlag*" (2012).

    Zitat Seite 179:
    "*Irgendwann braucht man keine Medizin mehr, sondern eine Hand, die einen hält.*"  

    Marlene ist Ärztin auf einer onkologischen Station, da erscheint plötzlich eine Frau mit großem Hut in ihrem Büro. Sie heißt Amelie und bittet Marlene um ihren Mann, für kurze Zeit, da sie sterben wird.
    Marlenes Mann Markus ist Fotograf und hat durch die Verliebtheit zu Amelie sein Leben wieder neu entdeckt. 
    Marlene ist eifersüchtig und enttäuscht, kann sich aber überwinden und überlässt ihren Mann Amelie. Als dieser die aussichtslose Krankheit erfährt, zieht er sich zurück. Doch dann kämpft die Ärztin Marlene um das Leben von Amelie und wird durch die wunderbare Art Amelies zu ihrer Freundin.
    Marlene kann mit ihren Gefühlen schlecht umgehen und erleidet schließlich einen Zusammenbruch.
     
    Dieses Buch beschreibt ganz wunderbar die Freude am Leben, Gefühle wie Angst und Hoffnung, aber auch Abschied nehmen von geliebten Menschen.
    Der Kampf um die Krebspatienten wird so eindringlich geschildert, dass ich mit den Tränen kämpfen musste. So ähnlich habe ich solche Situationen ebenfalls erlebt. Die haltende Hand wird hier zum Sinnbild dieses Buches. Hier wird dem Leser die Sterblichkeit vor Augen geführt, gleichzeitig aber auch in bunten Bildern die Gefühle und Erinnerungen mit den Personen Wert geschätzt. Am Leben drehen können wir nur begrenzt, irgendwann ist für jeden die Zeit des Verlassens gekommen.

    Einfühlsam werden hier Gefühle geschildert, wie Marlene ihren Mann verliert und in ihrer Rivalin eine neue Freundin gewinnt, die sie am Ende wieder verliert, aber doch in ihrem Inneren als Bereicherung ihres eigenen Lebens behält.

    Eine Reise nach Italien lässt stimmungsvolle Bilder entstehen vom Marktleben, Familienfeiern und Strandromantik in dieser Gegend. Doch dieser Abschnitt im Buch ist zu ausufernd erzählt und die Spannung wird dadurch in diesem Teil sehr zäh. 

    Ein eindrucksvoll erzähltes Buch über das Leben, den Tod und die Freundschaft über den Tod hinaus, das nachdenklich macht über den Umgang mit Sterbenden, die Hoffnung von Kranken und das eigene Verhalten. 

    Kommentare: 4
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    dicketillas avatar
    dicketillavor 5 Jahren
    ...tun wir einfach so, als ob wir glücklich sind

    “….tuen wir einfach so, als ob wir glücklich sind, dann sind wir es auch .” (S.300)

    Diesen Satz sagt die krebskranke Amelie zu Marlene,
    wunderbare Worte wie ich finde .

    Marlene, Ärztin auf einer onkologischen Station,
    findet plötzlich eine Frau mit großem Hut in ihrem Büro vor.
    Und diese bittet sie um ihren Mann, für kurze Zeit, da sie sterben wird,
    und er sich anschließend wieder an sie erinnern wird.
    Amelie, wie ein Wesen zwischen den Zeiten, mit einem Gesicht
    wovon man nicht genug bekommen kann.
    Markus , Fotograf , beginnt wieder Bilder mit Leben in ihnen zu machen,
    ausgelöst durch die Unbeschwertheit Amelies.
    Aus Marlene wird eine Verrückte mit Kurzschluss im Hirn,
    eine eifersüchtige Frau, die Angst in sich den geliebten Mann zu verlieren.
    Markus dagegen fühlt sich mit Amelie wieder lebendig,
    daher lässt sich Marlene darauf ein, nur dieser wird von der Krankheit Amelies überrascht und zieht sich zurück. Doch dann überschreitet Marlene eine Grenze, aus der betrogenen Frau, wird die Ärztin,
    die um das Leben ihrer Patientin kämpft.

    Marlene kann mit ihren Gefühlen schlecht umgehen.
    Sie hat den Tod der Mutter , als sie acht war, nie überwunden,
    und die Zurückweisung ihres Vaters verursachte bei ihr dieses nicht zulassen von Nähe, wobei sie diese sehr vermisst. Sie beginnt mit Amelies Augen zu sehen, und schon wurde sie Teil ihres Lebens . So beginnt Marlene endlich ihr eigenes Leben zu führen, und nicht mehr den anderen dabei zuzusehen. Der Strich ist das Wichtigste.
    Der Strich zwischen Geburts -und Sterbedatum, das Leben.
    Diesen Rat hatte Amelie von ihrer Großmutter mitgegeben bekommen.

    Eigentlich besteht das Buch voller wunderbarer Worte,
    die den Sinn, Freude, Glück des Lebens preisen.
    Und dennoch hat man laufend einen dicken Kloß im Hals, ist den Tränen nah. Der Schmerz Marlenes ihren Liebsten verschwinden zu sehen,
    der Kampf mit den Krebspatienten, ihrer Unentschlossenheit,
    aber auch die Sehnsucht Amelies am Leben zu bleiben,
    ihr harter Kampf. Unsere Sterblichkeit vor Augen, und dennoch bis zum letzten Moment Liebe , Freundschaft zu fühlen.
    Was für ein Buch !

    “Wer Angst vor Erfahrungen hat,
    wird nie fliegen lernen.
    Und wer nicht fliegen kann,
    Bleibt wo er ist .” ( S. 190 )

    Wer das Buch “ Glückliche Ehe “ von Rafael Yglesias
    geliebt hat, wird dieses Buch lieben.

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    buchjunkies avatar
    buchjunkievor 5 Jahren
    Das Leben kann man nicht wiederholen

    Über das Buch:Amelie ist eine etwas verrückte, aber liebenswerte Hutmacherin, die sich beharrlich weigert, mit dem Strom zu schwimmen. 
    Marlene ist Ärztin und kämpft tagtäglich um das Leben ihrer Patienten.Ihre Ehe mit dem Fotografen Markus ist soweit gut, nur ein wenig in die Jahre gekommen. 
    Und nun steht Amelie vor ihr und verlangt das schier unmögliche: 
    „Ich bitte Sie um ihren Mann, nicht für lang, weil...Ich muss Sterben.“ 
    Zuerst ist Marlene fassungslos, doch dann lässt sie sich ein auf die quirlige und lebensbejahende Amelie, und auf eine Freundschaft, die ihr ganzes Leben verändert. 

    Der Leser begleitet Marlene durch ihr Gefühlschaos, als sie erfährt, dass ihr Mann ein Verhältnis hat.Marlene trennt sich von ihm und behandelt als Ärztin seine seine krebskranke Geliebte Amelie, mit der sie sich Stück für Stück anfreundet. 

    Nachdem Marlene einen Nervenzusammenbruch erleidet, reist sie mit Amelie zu deren Großmutter in die Toskana.Dort findet Marlene wieder zu sich und verliebt sich schließlich. 
    Doch dann steht eines Tages Markus vor der Tür und sie reist zurück nach Deutschland. Bei Amelie kommt der Krebs zurück. 

    Es ist eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, über das Leben und den Tod. 
    Ein Satz, der immer wieder kehrt:“ Das Leben kann man nicht wiederholen“ 

    Nicole Walter schreibt teilweise in einer sehr blumigen Sprache, die mir nicht immer gefallen hat.Der Roman lässt sich aber flüssig lesen. 

    Das Buch hat mir gefallen, aber ich bin nicht völlig hingerissen. Ein guter Roman,der stellenweise auch zum Nachdenken anregt über das eigene Leben und Sterben

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    B
    bookie2010vor 5 Jahren
    Zeitweilig berührend, mitunter zu konstruiert

    Den Inhalt muss ich hier nicht wiederholen, darüber wurde bereits geschrieben. Marlene, die Heldin, kann nicht loslassen. Auf der Onkologie kämpft sie täglich gegen den Tod an, weil sie als Kind ihre Mutter verloren hat. Die Verbindung zu ihrem Vater hat sie abgebrochen, die Verbindung zu anderen Menschen lässt sie nicht zu.
    Bei der Autorin handelt es sich laut Klappentext um eine überaus erfolgreiche Drehbuchautorin von Film- und Fernsehserien, was man ihrem Erzählstil leider nicht anmerkt. Nicole Walter schreibt für meinen Geschmack zu gewollt "schön", zu gewollt literarisch. Bild reiht sich an Bild, Beschreibung reiht sich an Beschreibung. Der Himmel, die Wolken, die Landschaft.
    Für meinen Geschmack von allem etwas zu viel. Nach der Hälfte ertappte ich mich dabei, die endlosen Wiederholungen und Beschreibungen nur noch zu überfliegen.
    Fazit: An einigen Stellen durchaus berührend, aber insgesamt leider zu konstruiert.

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Leben drehen" von Nicole Walter

    Klappentext
    „Ich bitte Sie um Ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben.“ Dieser eine Satz und die ungewöhnliche Beziehung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben mit einem Mal auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche Ärztin, nicht eben noch glücklich verheiratet? Mit Markus, ihrem Markus?
    Marlene fasst einen Entschluss. Sie wird nicht zulassen, dass Amelie stirbt. Noch ahnt sie nicht, dass sie ausgerechnet von ihrer Rivalin mehr über das Leben lernen kann, als je vermutet hat. Denn das, was Amelie in ihr bewegt, lässt sich nicht mehr zurückdrehen.



    Marlene ist eine erfolgreiche Ärztin. Sie setzt sich für ihre Krebspatienten ein, wo sie nur kann und unterstützt sie bei ihrem Weg. Doch eins kann sie bei all diesem „Unglück“ nicht … Nähe zulassen. Dann taucht eines Tages Amelie in ihrem Büro im Krankenhaus auf und eröffnet ihr, dass sie Marlenes Mann möchte. Nur so lange bis sie stirbt. Marlene ist wie vor den Kopf geschlagen. Ihr Markus hat eine andere? Wie und wann ist das denn passiert? Aus ihrer anfänglichen Ohnmacht, wird dann irgendwann Wut und letztendlich hat sie nur noch den Wunsch Amelie zu heilen. Es beginnt für alle Beteiligten eine intensive Zeit.

    Die Geschichte hat mich sehr berührt. Amelie ist eine junge Frau, die ihr Leben noch vor sich hat und dies auch eigentlich in vollen Zügen genießen wollte. Doch da taucht dieser böse Krebs auf und macht alles zunichte. Trotz ihrer Erkrankung verzweifelt Amelie nie am Leben. Im Gegenteil … sie ist voller Liebe und Wärme und macht Mut an das Leben zu glauben und nicht zu verzweifeln.

    Ein Buch, das mich nicht unberührt lässt, und mich einen Blick auf das eigene Leben werfen lässt. Es gibt viele Denkanstöße in diesem Buch, die mich inspiriert haben und mir zeigen, dass das Leben heute stattfindet und nicht morgen oder gestern.


    „Um in dieser Welt zu leben,
    muss man fähig sein,
    drei Dinge zu tun:
    lieben, was sterblich ist;
    es mit aller Kraft festhalten,
    wissend, dass das eigene Leben davon abhängt;
    und wenn die Zeit kommt, es loszulassen,
    loslassen.“

    Mary Oliver

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Leben drehen" von Nicole Walter

    Dieses Buch hat mich Nächte wach gehalten, weil mein Kopf immer mit dem Inhalt beschäftigt war. Jeder, der einen Krebskranken in der Familie hat, weiß, wie schwierig teilweise der Umgang ist mit dem Kranken und auch mit dem Wahrnehmen der eigenen Person und den Schwierigkeiten, mit der Krankheit selbst sich auseinander zu setzen. Und jeder, der selbst Krebs hat oder hatte, weiß, wie hilflos man sich fühlt, welche Energie man aufbringen muss, um dem Ganzen den Kampf anzusagen.
    Umso beeindruckender war für mich die Feststellung, mit wieviel Sensibilität und Feinfühligkeit die Autorin Nicole Walter mit dem Thema umgegangen ist. Die Charaktere liebevoll beschrieben, die Sprache und der Schreibstil kraftvoll und farbenfroh.
    Dieses Buch ist für mich eines der Highlights des Jahres! Ich werde es bestimmt noch einmal lesen. Bitte unbedingt mehr davon.

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