Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Durch das Setting in Südtirol vermittelt es ein bisschen Urlaubsstimmung, gleichzeitig ist die Handlung nicht so seicht wie man dabei vielleicht erwarten würde. Im Gegenteil, es wird stellenweise sehr ernst und dramatisch, vor allem in den Kapiteln, die die Vergangenheit behandeln. Trotzdem versprüht das Buch auch immer wieder eine gewisse Leichtigkeit und vielleicht ein bisschen Aufbruchstimmung. Die Geschichte der drei Frauen ist sehr unterschiedlich, zeigt aber auch Gemeinsamkeiten auf, da sich alle drei den Widrigkeiten des Lebens mit viel Kraft und Hoffnung entgegenstellen. Fazit: Wohlfühlroman mit Tiefgang.
Nicole Wellemin
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Quelle: Verlag / vlb
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Auf der Flucht vor ihren Problemen landet Lis auf einem Apfelbauernhof in Südtirol. Der Hof gehört Anna.
Zuerst scheint es, als wären die beiden Frauen komplett unterschiedlich, aber immer mehr kommt man in den Genuss wie wundervoll Freundschaft entstehen können. Aber in diesem Roman geht es nicht nur um die beiden Frauen - sondern auch um die Vergangenheit und welchen Einfluss sie auf uns haben kann. Ich finde die Autorin hat ein echtes Händchen. Ihr Schreibstil ist bildhaft, detailreich und bleibt leicht zu lesen - trotz einiger düstere Momente. Ein ganz besonderes Buch für Neuanfänge, ungewöhnliche Freundschaften, aber auch wie man mit Scham- und Schuld umgehen kann.
Ausserdem macht dieses Buch definitiv Lust auf alles, was mit Äpfeln zu tun hat und auf die wunderschöne Landschaft von Südtirol.
Drei Frauen mit drei ganz unterschiedlichen Schicksalen spült das Leben zusammen … Lene, die im Jahr 1943 jung war und von einem Leben auf dem Hof ihres geliebten Elias träumte – Anna, Lenes Enkelin, die viele Jahre später den kargen Hof übernimmt und wie besessen mit ihren einzigartigen Äpfeln experimentiert und schließlich Lis, die sich vom Leben und ihrem Mann zu Recht betrogen fühlt und eigentlich keine Lust hat weiterzumachen. Was verbindet diese drei Frauen? Was können sie voneinander lernen und wie können sie sich gegenseitig helfen?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Autorin Nicole Wellemin mit ihrem Roman „Späte Ernte“, der ein authentisches Bild von Frauenfreundschaft zeichnet, die auch über Generationen hin Bestand haben kann. Einfühlsam behandelt Nicole Wellemin wichtige Themen und zeigt auf, wie wichtig Freundschaft und Ehrlichkeit sein kann und wie man die Hoffnung nie aufgeben darf. Von mir gibt es dafür neben einer Leseempfehlung auch nach reifen Äpfeln duftende fünf von fünf Sternen.
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