Nicoletta Giampietro

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Niemand weiß, dass du hier bist

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Neu erschienen am 01.03.2019 als Hardcover bei Piper.

Niemand weiß, dass du hier bist

Neu erschienen am 01.03.2019 als Hörbuch bei OSTERWOLDaudio.

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Niemand weiß, dass du hier bist

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Erschienen am 01.03.2019
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Erschienen am 01.03.2019

Neue Rezensionen zu Nicoletta Giampietro

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I

Rezension zu "Niemand weiß, dass du hier bist" von Nicoletta Giampietro

Sehr berührende Geschichte über den 12jährigen Lorenzo, seine Familie und Freunde
Isabell47vor einem Tag

Der zwölfjährige Lorenzo wird von seiner Mutter zu ihrem Vater, ihrer Schwester und der Haushälterin Cesarina 1942  nach Siena geschickt. Er denkt zunächst noch, dass er dort nur die Sommerferien verbringen soll, bis er begreift, dass er dort bleiben soll, bis der Krieg zu Ende ist. Doch der Krieg und der Faschismus machen auch vor Siena nicht halt. Es kommt zu Gewalttaten, Hunger,.... Verfolgung anders Denkender.....
Als Lorenzo in Siena ankommt, 12 Jahre alt, ist er stolz auf seinen Vater, der Offizier ist und ist von der „Idee“ des Krieges überzeugt. Nun lernt er immer mehr die Realität und die Folgen des Krieges kennen. Außerdem freundet er sich mit Daniele an, einem jüdischem Jungen. Nicht nur das Leben von Lorenzo verändert sich, sondern auch das Leben der anderen Mitmenschen. Ein Leben geprägt von Freundschaft, Liebe, Enttäuschung, Mut, Verzweiflung.....
Dieser Roman hat mich sofort sehr gepackt.  Die Geschichte spielt hauptsächlich im Zeitraum von 1942 bis Kriegsende, gibt aber auch einen kurzen Einblick in das Leben 21 Jahre später. Ich habe viel über das Leben damals in Italien erfahren bzw. wie unterschiedlich die Menschen tickten, wie viele Facetten jeder Einzelne hatte.  Zwischendurch standen mir die Tränen in den Augen und doch vermittelt die Geschichte trotz all des Grauenvollen in gewisser Weise Hoffnung. Bezogen auf heute frage ich mich, in wie weit dieses gefährliche Gedankengut und solche Gesinnungen schon wieder Einzug gehalten haben. Wäre ich so mutig wie Cesarina, Tante Chiara, Lorenzo......oder …...?
Ein absolut geniales Buch, was mich zutiefst berührt hat, hoffentlich sehr viele Leser findet, denn es rüttelt uns wach, holt uns aus der „Komfortzone“.

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Rezension zu "Niemand weiß, dass du hier bist" von Nicoletta Giampietro

Lorenzo, ein Junge, der viel zu schnell erwachsen werden muss ...
engineerwifevor 5 Tagen

Und wieder ein Buch zu einem Thema, das nie und niemals in Vergessenheit geraten darf. Der Zweite Weltkrieg mit seinen Auswirkungen wird von Nicoletta Giampetro durch die Augen eins zwölfjährigen Jungen unter die Lupe genommen. Lorenzo, der von seinen Eltern in den vermeintlich sicheren Hafen Sienas verfrachtet wird. Er scheint auch erst ganz gefesselt vom Krieg, dem Faschismus und vor allem der Ehre für sein Vaterland. Bis dahin hatte er mit seinen Eltern in Tripolis- damals unter italienischer Kolonialherrschaft - gewohnt, hatte in Hakim einen besten arabischen Freund und verehrte vor allem seinen Vater, der unter Rommel als Berufsoffizier neben den Deutschen in der Wüste kämpfte. Er wünscht sich älter zu sein, damit auch er zur kämpfenden Truppe einrücken kann. Doch – wie der Klappentext bereits verrät – wirft sein Freund, der Judenjunge Daniele, viele seiner Ansichten über den Haufen. Wir soll er die Verschleppung der Juden nun noch mit seinem Gewissen vereinbaren? Es ist ganz wunderbar, wenn auch oft traurig und erschütternd, zu sehen, auf welche Art die Autorin mit diesem Thema umgeht. Wieder einmal konnte ich auch so ganz nebenbei viele Lücken bezüglich der italienischen Geschichte schließen. Muss ich doch offen zugegeben, dass mir selbst der Begriff Faschist nicht wirklich klar war. Lange rätselte ich, wie das Buch wohl enden wird. Wird es einen Rundumschlag mit Happy Ends geben? Wie könnte man das lösen, ohne ins Kitschige abzudriften? Ihr, die ihr das Buch vielleicht noch nicht gelesen habt, dürft euch freuen. Mir hat Nicoletta Gänsehautfeeling beschafft und ich habe das Buch ganz gerührt zugeklappt. 

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Rezension zu "Niemand weiß, dass du hier bist" von Nicoletta Giampietro

Hätten wir doch nur mehr von diesen kleinen Helden...
katikatharinenhofvor 5 Tagen

Eigentlich sollte Lorenzo eine unbeschwerte Kindheit erleben, doch zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges bliebt dies ein eher frommer Wunsch. Damit er halbwegs unbeschadet die Kriegswirren übersteht, schickt ihn seine Mutter zu seinem Großvater und seiner Tante in die Toskana. Dieser Landstrich scheint noch friedlich zu sein und von den erschütternden Ereignissen weitestgehend verschont.
Lorenzo schließt schnell Freundschaft mit Franco, der ebenso wie er, seine faschistische Begeisterung teilt.
Doch diese Leidenschaft  bekommt Risse, als Lorenzo Daniele kennenlernt, einen jüdischen Jungen. Droht bald  nicht nur Daniele die Gefahr, die von den Deutschen ausgeht...

Ich lese gerne Debütromane, weil ich mich voller Neugier auf die Geschichten stürze, die noch völlig unverbraucht und noch nicht  angepasst wirken. Dieses Buch habe ich empfohlen bekommen und bin dankbar für diesen Rat.
Nicoletta Giampietros Geschichte  geht mir unter die Haut, lässt meine Tränen fließen und ich möchte einfach nur, dass dieser ganze Irrsinn, dem sie Leben einhaucht, endlich aufhört und Lorenzo unbedarft seine Kindheit genießen und Kind sein kann.
Lorenzo verdient meinen ganzen Respekt wie er, trotz seines jungen Alters, hier zum Held wird und ich wünsche mir, es gäbe mehr solche kleine Helden in unserem Alltag. Denn leider ist der braune Sumpf immer mehr auf dem Vormarsch und ich frage mich, hat man denn aus der Vergangenheit nichts gelernt ?
Dieses Buch will einfach gelesen werden, es schreit förmlich nach Aufmerksamkeit, weil es mit aller Deutlichkeit aufzeigt, zu was ein Kind fähig sein kann, wenn es nicht mit blindem Fanatismus benebelt wird und tiefe, echte Freundschaft in seinem Herz Einzug hält.
Ich möchte Lorenzo einfach nur zur Seite stehen, wenn er sich für Daniele einsetzt, ihm trotz der kargen Mahlzeiten immer noch von seinen letzten Bissen abgibt und ihm so vor dem Verhungern bewahrt. Seinen Einfallsreichtum, den der kleine Mann dabei an den Tag legt, finde ich bemerkenswert.
 Ich möchte Lorenzo die Hand reichen, wenn er mal wieder nicht weiter weiß und Angst haben muss, dass sein Geheimnis entdeckt wird. Dieses Kind verdient meinen ganzen Respekt, meine Anerkennung, meine Liebe. Was dieser Junge selbstlos geleistet hat, ist einfach nicht mit Worten zu beschreiben. 
Natürlich gibt es auch andere erwähnenswerte Charaktere, aber dieses Buch steht und fällt nun mal mit dem Jungen. Und so bleiben die andere Figuren für mich zwar wichtig Persönlichkeiten, spielen aber nur (das ist meine persönliche Meinung) eine untergeordnete Rolle. Sie vervollständigen die Handlung, lassen mich manchmal mit Staunen zurück (gerade der deutsche Offizier, der bei der Rettungsaktion Lorenzo hilft...das hätte ich so nicht erwartet) und lassen die Geschichte rund werden.
Ich kann gar nicht anders, mein Herz fliegt Lorenzo einfach nur zu und ich folge dieser Geschichte so gebannt, dass ich nur schwer in die Wirklichkeit zurückfinde. Es sind die vielen wagemutigen Aktionen, die ergreifenden und packenden Szenen, die mich hier immer wieder durchschütteln und zum Taschentuch greifen lassen.  Gerade die letzten Seiten haben mir einen dicken Kloß im Hals verursacht und ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten - die Autorin lässt uns daran teilhaben, was aus den Beteiligten geworden ist. Emotionaler kann ein Buch nicht enden.


Passend dazu fällt mir ein Lied von Herbert Grönemeyer ein : "Die Welt gehört in Kinderhände".

Ich glaube, Grönemeyer besingt unseren kleinen Lorenzo :-)


Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Leseexemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung  beeinflusst.


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Gespräche aus der Community

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Was kann Freundschaft in einem System der Unmenschlichkeit bewirken?


Der zwölfjährige Lorenzo soll bei seiner Tante in Siena unterkommen, bis der Krieg vorüber ist. Die Toskana gilt als sicher. Mit seinem neuen Freund Franco träumt Lorenzo vom glorreichen Triumph des faschistischen Italiens. Doch die Begegnung mit Daniele bringt seine Überzeugungen ins Wanken. Daniele ist Jude. Als die Stadt schließlich von den Deutschen besetzt wird, schweben er und seine Eltern in großer Gefahr. Und Lorenzo trifft eine folgenreiche Entscheidung …
Nicoletta Giampietro beschreibt atmosphärisch und warm das Leben in Siena während des Zweiten Weltkrieges. Sie entwirft dabei ein Panorama der italienischen Gesellschaft und erzählt gekonnt und einfühlsam eine Geschichte der Menschlichkeit in Zeiten der Unmenschlichkeit.

Über das Buch:
Siena, 1942. Der zwölfjährige Lorenzo soll den Krieg bei seinem Großvater und seiner Tante Chiara in der Toskana überstehen. Noch ist es hier friedlich. Auf den weiten Plätzen der verwinkelten, alten Stadt freundet er sich mit Franco an, der seine glühende Verehrung für den Duce teilt. Doch die Begeisterung bekommt erste Risse, als er Daniele kennenlernt. Daniele ist Jude. Als schließlich die Deutschen Siena besetzen und beginnen, jüdische Familien zu deportieren, kann Lorenzo nicht tatenlos zusehen. Doch seine Entscheidung bringt nicht nur die Freundschaft zu Franco in Gefahr, sondern auch seine Familie und ihn selbst.

Eine große, hoffnungsvolle Geschichte über Mut und Freundschaften, die größer sind als jede Ideologie.

Für neugierige Leser vergeben wir 30 Exemplare dieses berührenden Romans. Bewerbt euch über den »Jetzt bewerben«-Button bis zum 25.02.2019 und antwortet auf folgende Frage:

Würdet ihr euer Leben für einen anderen Menschen riskieren?

Wir sind gespannt auf Ihre Antworten!
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