Nicolette Bohn

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Rezension zu "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" von Nicolette Bohn

Einen realistischen Mörder gestalten
Livillavor 5 Monaten

Der Ratgeber geht nicht allgemein um Krimischreiben, sondern speziell um die Gestaltung des Täters.

Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert. Einige Teile – etwa die eingestreuten Interviews und die Beschreibung der Tätertypen oder der Teil mit der Kriminalliteratur sind locker geschrieben und interessant zu lesen.

Und der Rest? Mit dem kann man als Kriminalautor arbeiten Nachlesen, was Tätertypen antreibt, welche Fantasien sie bewegen, was eine mögliche Background-Story für einen Täter sein könnte. Das Buch liefert eine Fülle an Material und Anregungen für eigene Überlegungen.

Mein Fazit: Ein Ratgeber zum Nachschlagen und Nachlesen mit vielen Anregungen – hilfreich beim Erstellen einen realistischen fiktiven Täters samt Background und Motivation.

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Rezension zu "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" von Nicolette Bohn

Rezension zu "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" von Nicolette Bohn
Mario_Veraguthvor 4 Jahren

Was läge näher als sich die Wirklichkeit als beste Inspirationsquelle zu wählen und mit Hilfe realer Gewalttaten zu lernen, wie man die Authentizität auf fiktive Charaktere überträgt? Was könnte glaubwürdiger und mitreißender sein als real geschehene Verbrechen? Die im Thrillergenre versierte Autorin untersucht verschiedene Kategorien von Mördern wie Amokläufer, mordende Genies, Serienmörder, Kannibalen, mordende Ärzte und psychisch kranke Mörder auf ihre Besonderheiten und deren Nutzung für die Charaktererstellung hin.

Auch die Tatorte, Motive und Täterwerdung finden Einzug in die Erläuterungen und illustrieren anschaulich, wie eine Gewalttäterkarriere ihren Anfang nimmt. Meist mit selbiger, begleitet von sexueller und psychischer Misshandlung, Vernachlässigung, traumatischen Erlebnissen, sozialer Isolation und schlechten Erfahrungen, die sich über die Jahre von einer latenten Bedrohung zu einer unmittelbaren Lebensgefahr für potentielle Opfer auswachsen. So wird aus dem Quälen von Insekten irgendwann das Ausweiden von Menschen samt Schändung derer Leichen.

Es werden die Kategorien von Tätergruppen nicht nur dargestellt, sondern auch die Möglichkeiten, sie am effektivsten und glaubwürdigsten einzusetzen erklärt. Je nach favorisiertem Untergenre kann man dadurch die optimale Variante oder auch Mischform finden, die sich der Szenerie und Thematik am organischsten einfügt. Auch die beschriebenen Stärken und Schwächen des jeweiligen Typus helfen dabei, sie von vornherein richtig und nachvollziehbar in einen Plot zu verweben und sie nicht nur dem Spannungsbogen dienlich, sondern auch realistisch handeln zu lassen.

Am unerklärlichsten wirken die mit einer relativ normalen Kindheit und Jugend gesegneten Täter, die sozial integriert, Familienväter und scheinbar ohne Makel sind. Je besser das zweite Gesicht versteckt und die wahren Emotionen verborgen liegen, desto fassungsloser finden sich die Kollegen, Nachbarn und Angehörigen nach der Entlarvung des Täters wieder.

Es frappiert, wie häufig reale Vorbilder bereits für Krimis und Psychothriller entliehen worden sind. Von Hannibal Lecter in Schweigen der Lämmer über einen ganzen Reigen anderer Romane kann man zum Teil erstaunliche Parallelen zu echten Tätern erkennen.

Wen wundert es, dass die Authentizität mit der Fachkompetenz des Autors im forensischen Sektor steigt und die Krönung in den Werken sowohl literarisch begabter als auch spezifisch ausgebildeter Schriftsteller liegt. Für Anfänger hingegen ist allein der glaubwürdige Entwurf eines Antagonisten ein überaus komplexes Unterfangen. Gerade in einer Zeit in der das Krimi-, Thriller- und Psychothrillergenre sowohl boomt als auch Grenzen überschreitet, die vor einigen Jahren noch nicht hätten angerührt werden können, werden sehr hohe Standards gesetzt.

Zwei Beispiele für die Relevanz eines guten Hintergrundwissens bieten die erfolgreichen Autoren Chris Carter, eigentlich forensischer Psychologe und Tess Gerritsen, eigentlich Internisten. Aber neben den Experten schaffen auch fortgeschrittenere Laien, unter anderem Journalisten, die im Zuge von Recherchen auf Neulande der Spannungsliteratur stoßen, den Durchbruch als Schriftsteller. Wie so oft könnten sich angehende Literaten im Nachhinein an die Stirn schlagen und mutmaßen, warum die nur auszugrabende, offensichtliche Idee nicht die eigene war.

Unter dem Aspekt, sich die Realität für kreative Prozesse nutzbar zu machen, dürfen ruhig noch mehr Ratgeber selbigen Couleurs mit anderen Schwerpunktsetzungen folgen. Denkbar wäre sowohl ein auf einem einzelnen Tätertypus zentriertes Werk als auch die Beleuchtung weiterer Tätergruppen wie weiblichen Mördern und Serienmördern, Eifersuchts- und Liebestätern oder kriminellen Polizisten und Ermittlungsbeamten.

Auf einem glaubwürdigen, weil auf echten Tatsachen fußendem Fundament lassen sich noch mannigfache, fiktive Elemente einweben. Und das mit der Gewissheit, an einem soliden Grundgerüst im Nachhinein keine frustrierenden und zeitraubenden Änderungen mehr vornehmen zu müssen, wie es bei rein fiktionalen Werken ohne Anleihen aus der Realität passieren kann.

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Rezension zu "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" von Nicolette Bohn

Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
micluvsdsvor 6 Jahren

In diesem Buch werden in drei Teilen und einem größeren Anhang  Mörder und Morde beschrieben. Angefangen von den verschiedenen Mörder-Kategorien mit realen Fallbeispielen über die Kriminalgeschichte in der Literatur bis hin zum Vergleich von Realität und Fiktion werden viele Informationen gegeben. Auch wird ein Überblick über unterschiedliche Formen der Kirminalromans und des Thrillern gegeben, und Aufstellungen über die Merkmale fiktiver Täter.

Das Buch wird als Schreibratgeber bezeichnet. daher habe ich erwartet, dass es eben das auch ist: Ein Ratgeber zum Schreiben. So wirklich gefunden habe ich den Ratgeber nach der Lektüre in diesem Buch noch nicht. Die Beispiele für die realistischen Mörder sind zwar recht interessant, dennoch werden viele Sachen im Buch häufiger wiederholt, und ich fand es teils sehr unübersichtlich. Ein Zurückblättern, um den Bezug herzustellen, war für mich auch teilweise nötig.
Die Erklärungen zu den einzelnen Typen des Kriminalromans waren mir in einigen Punkten zu kurz und ging zu wenig in die Tiefe.  Die Aufstellung der einzelnen Mördertypen und die Erläuterungen der Charaktereigenschaften in Bezug auf den Plot kamen dem schreibratgeber noch am nächsten, nahmen aber nicht einmal ein Viertel des Buches ein. Die geführten Interviews wiederholten nur bereits erwähnte Fakten, und bei den Beispielen im Anhang hatte ich teilweise das Gefühl, dass es der Autorin bei einigen Sachen um Eigenwerbung ging.
Fazit: In Teilen interessant zu lesen, aber unter einem Schreibratgeber stelle ich mir etwas anderes vor.

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Gespräche aus der Community

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Hallo Liebe Krimi und Thriller-Freunde!


Nicolette Bohn hat bei uns im Sieben Verlag diesen Monat einen interessanten Schreibratgeber veröffentlicht.
Diesen wollen wir euch nicht vorenthalten.



Frei nach dem Motto „Das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten“ wird in diesem Schreibratgeber der Versuch unternommen, reale Täterfiguren Tathergänge, Motive und Tatorte so darzustellen, dass Autoren von Spannungsliteratur daraus Anregungen zur dramaturgischen Gestaltung eigener Krimi- und Thrillerideen entnehmen können und um diese so spannend, aber gleichzeitig auch so realitätsgetreu wie möglich an die Leser zu vermitteln.




Hannibal Lector, Jack the Ripper und Norman Bates haben Krimi- und Thrillergeschichte geschrieben und erzeugen bei Generationen von Lesern immer aufs Neue ein Gänsehautgefühl. Es sind Figuren, die man nicht mehr vergisst, die sich ihren Lesern einprägen. Doch welche Vorbilder hatten sie in der Realität und – sind diese Figuren in dieser Form tatsächlich vorstellbar oder wurde hier die Realität zugunsten von Spannungseffekten verfremdet und übersteigert? An welchen Aspekten tatsächlicher Mördertypen können sich Thriller- und Krimiautoren orientieren, um ihren Kunstfiguren den „Odem des Lebens“ einzuhauchen ohne dabei die Realität völlig aus den Augen zu verlieren?




Zur Autorin


Schon in der Kindheit war Nicolette Bohn von Büchern und vom Lesen so fasziniert, dass sie im Alter von sieben Jahren bereits ein Berufsziel benennen konnte: Ich werde einmal Schriftstellerin. Inzwischen – mehr als drei Jahrzehnte später – ist dieser Traum Wirklichkeit geworden. Das erste veröffentlichte Buch trägt den Titel „Plötzlich war es kein Spiel mehr ...“ und ist im Patmos Verlag Düsseldorf erschienen. Der Roman, der sich an jugendliche Leser ab 12 Jahren richtet, wurde mit dem „Jugendfriedenspreis für Nachwuchsautoren“ ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Hochmotiviert durch diesen Erfolg absolvierte Nicolette Bohn nach dem Abitur ein Studium der Germanistik, Sprachwissenschaft und Medienpädagogik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, promovierte zum Dr. phil im Fachbereich „Kinder- und Jugendliteratur“ und konzentrierte sich – neben ihrer universitären Ausbildung – vor allem auf den Bereich des kreativen Schreibens. Nach einem Stipendiatenjahr an der Drehbuchwerkstatt der Filmhochschule München und weiteren Buchveröffentlichungen, ist Nicolette Bohn gegenwärtig als freiberufliche Buchautorin, Drehbuchautorin und als Studienleiterin an Deutschlands größter Autorenschule, Schule des Schreibens, tätig.
Nicolette Bohn beschäftigt sich – neben dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern und Drehbüchern – mit der Dokumentation wahrer Kriminalfälle. Hier stellt sie vor allem die Frage nach der Psyche der Täter und wie es zu dieser Situation kommen konnte. http://www.ngo-online.de/2010/09/4/die-pragung-der-morder/ Auf diese Erkenntnisse, die Nicolette Bohn im Verlauf ihrer schriftstellerischen Arbeit in diesem Bereich gewonnen hat, baut auch der Schreibratgeber „Realistische Mörder in Krimis und Thrillern“ auf, der sich an Krimi- und Thrillerautoren richtet.



Also ist weiss nicht wie sich das für euch anhört, aber ich bin nun selbst neugierig geworden.
Wenn ihr diesen Ratgeber nun gerne in der Leserunde lesen und rezensieren möchtet, dann bewerbt euch bis zum 18.7.2013 für eines der 6 Rezensionsexemplaren zur Leserunde.
(3x Print & 3x E-Book im Wunschformat)
Bitte gebt bei der Bewerbung an ob ihr einen Reader habt.


Frage:
Ich würde sehr gerne von euch wissen, welche bekannte Krimi/Thriller Figur euch am besten im Gedächnis geblieben ist.


Gerne könnt ihr auch hier weiter in unserem Programm stöbern 
Sieben Verlag

Ich freu mich drauf, euch hier in der Leserunde zu sehen :-)

                                                                      Eure Katja
Letzter Beitrag von  micluvsdsvor 6 Jahren
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