Nicolette Bohn Realistische Mörder in Krimis und Thrillern

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Inhaltsangabe zu „Realistische Mörder in Krimis und Thrillern“ von Nicolette Bohn

Hannibal Lector, Jack the Ripper und Norman Bates haben Krimi- und Thrillergeschichte geschrieben und erzeugen bei Generationen von Lesern immer aufs Neue ein Gänsehautgefühl. Es sind Figuren, die man nicht mehr vergisst, die sich ihren Lesern einprägen. Doch welche Vorbilder hatten sie in der Realität und – sind diese Figuren in dieser Form tatsächlich vorstellbar oder wurde hier die Realität zu Gunsten von Spannungseffekten verfremdet und übersteigert? An welchen Aspekten tatsächlicher Mördertypen können sich Thriller- und Krimiautoren orientieren, um ihren Kunstfiguren den „Odem des Lebens“ einzuhauchen ohne dabei die Realität völlig aus den Augen zu verlieren? Frei nach dem Motto „Das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten“ wird in diesem Schreibratgeber der Versuch unternommen, reale Täterfiguren Tathergänge, Motive und Tatorte so darzustellen, dass Autoren von Spannungsliteratur daraus Anregungen zur dramaturgischen Gestaltung eigener Krimi- und Thrillerideen entnehmen können und um diese so spannend, aber gleichzeitig auch so realitätsgetreu wie möglich an die Leser zu vermitteln.

Originelle Idee zur Optimierung von Spannungsliteratur mit realitätsbezogenen Beispielen

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

Eher ein Krimiüberblick, denn Schreibratgeber. Birgt Potential, bleibt aber weit hinter den Möglichkeiten zurück.

— Pageturner
Pageturner

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  • Rezension zu "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" von Nicolette Bohn

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    27. February 2015 um 23:19

    Was läge näher als sich die Wirklichkeit als beste Inspirationsquelle zu wählen und mit Hilfe realer Gewalttaten zu lernen, wie man die Authentizität auf fiktive Charaktere überträgt? Was könnte glaubwürdiger und mitreißender sein als real geschehene Verbrechen? Die im Thrillergenre versierte Autorin untersucht verschiedene Kategorien von Mördern wie Amokläufer, mordende Genies, Serienmörder, Kannibalen, mordende Ärzte und psychisch kranke Mörder auf ihre Besonderheiten und deren Nutzung für die Charaktererstellung hin. Auch die Tatorte, Motive und Täterwerdung finden Einzug in die Erläuterungen und illustrieren anschaulich, wie eine Gewalttäterkarriere ihren Anfang nimmt. Meist mit selbiger, begleitet von sexueller und psychischer Misshandlung, Vernachlässigung, traumatischen Erlebnissen, sozialer Isolation und schlechten Erfahrungen, die sich über die Jahre von einer latenten Bedrohung zu einer unmittelbaren Lebensgefahr für potentielle Opfer auswachsen. So wird aus dem Quälen von Insekten irgendwann das Ausweiden von Menschen samt Schändung derer Leichen. Es werden die Kategorien von Tätergruppen nicht nur dargestellt, sondern auch die Möglichkeiten, sie am effektivsten und glaubwürdigsten einzusetzen erklärt. Je nach favorisiertem Untergenre kann man dadurch die optimale Variante oder auch Mischform finden, die sich der Szenerie und Thematik am organischsten einfügt. Auch die beschriebenen Stärken und Schwächen des jeweiligen Typus helfen dabei, sie von vornherein richtig und nachvollziehbar in einen Plot zu verweben und sie nicht nur dem Spannungsbogen dienlich, sondern auch realistisch handeln zu lassen. Am unerklärlichsten wirken die mit einer relativ normalen Kindheit und Jugend gesegneten Täter, die sozial integriert, Familienväter und scheinbar ohne Makel sind. Je besser das zweite Gesicht versteckt und die wahren Emotionen verborgen liegen, desto fassungsloser finden sich die Kollegen, Nachbarn und Angehörigen nach der Entlarvung des Täters wieder. Es frappiert, wie häufig reale Vorbilder bereits für Krimis und Psychothriller entliehen worden sind. Von Hannibal Lecter in Schweigen der Lämmer über einen ganzen Reigen anderer Romane kann man zum Teil erstaunliche Parallelen zu echten Tätern erkennen. Wen wundert es, dass die Authentizität mit der Fachkompetenz des Autors im forensischen Sektor steigt und die Krönung in den Werken sowohl literarisch begabter als auch spezifisch ausgebildeter Schriftsteller liegt. Für Anfänger hingegen ist allein der glaubwürdige Entwurf eines Antagonisten ein überaus komplexes Unterfangen. Gerade in einer Zeit in der das Krimi-, Thriller- und Psychothrillergenre sowohl boomt als auch Grenzen überschreitet, die vor einigen Jahren noch nicht hätten angerührt werden können, werden sehr hohe Standards gesetzt. Zwei Beispiele für die Relevanz eines guten Hintergrundwissens bieten die erfolgreichen Autoren Chris Carter, eigentlich forensischer Psychologe und Tess Gerritsen, eigentlich Internisten. Aber neben den Experten schaffen auch fortgeschrittenere Laien, unter anderem Journalisten, die im Zuge von Recherchen auf Neulande der Spannungsliteratur stoßen, den Durchbruch als Schriftsteller. Wie so oft könnten sich angehende Literaten im Nachhinein an die Stirn schlagen und mutmaßen, warum die nur auszugrabende, offensichtliche Idee nicht die eigene war. Unter dem Aspekt, sich die Realität für kreative Prozesse nutzbar zu machen, dürfen ruhig noch mehr Ratgeber selbigen Couleurs mit anderen Schwerpunktsetzungen folgen. Denkbar wäre sowohl ein auf einem einzelnen Tätertypus zentriertes Werk als auch die Beleuchtung weiterer Tätergruppen wie weiblichen Mördern und Serienmördern, Eifersuchts- und Liebestätern oder kriminellen Polizisten und Ermittlungsbeamten. Auf einem glaubwürdigen, weil auf echten Tatsachen fußendem Fundament lassen sich noch mannigfache, fiktive Elemente einweben. Und das mit der Gewissheit, an einem soliden Grundgerüst im Nachhinein keine frustrierenden und zeitraubenden Änderungen mehr vornehmen zu müssen, wie es bei rein fiktionalen Werken ohne Anleihen aus der Realität passieren kann.

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  • Leserunde zu "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" von Nicolette Bohn

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hallo Liebe Krimi und Thriller-Freunde! Nicolette Bohn hat bei uns im Sieben Verlag diesen Monat einen interessanten Schreibratgeber veröffentlicht. Diesen wollen wir euch nicht vorenthalten. Frei nach dem Motto „Das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten“ wird in diesem Schreibratgeber der Versuch unternommen, reale Täterfiguren Tathergänge, Motive und Tatorte so darzustellen, dass Autoren von Spannungsliteratur daraus Anregungen zur dramaturgischen Gestaltung eigener Krimi- und Thrillerideen entnehmen können und um diese so spannend, aber gleichzeitig auch so realitätsgetreu wie möglich an die Leser zu vermitteln. Hannibal Lector, Jack the Ripper und Norman Bates haben Krimi- und Thrillergeschichte geschrieben und erzeugen bei Generationen von Lesern immer aufs Neue ein Gänsehautgefühl. Es sind Figuren, die man nicht mehr vergisst, die sich ihren Lesern einprägen. Doch welche Vorbilder hatten sie in der Realität und – sind diese Figuren in dieser Form tatsächlich vorstellbar oder wurde hier die Realität zugunsten von Spannungseffekten verfremdet und übersteigert? An welchen Aspekten tatsächlicher Mördertypen können sich Thriller- und Krimiautoren orientieren, um ihren Kunstfiguren den „Odem des Lebens“ einzuhauchen ohne dabei die Realität völlig aus den Augen zu verlieren? Zur Autorin Schon in der Kindheit war Nicolette Bohn von Büchern und vom Lesen so fasziniert, dass sie im Alter von sieben Jahren bereits ein Berufsziel benennen konnte: Ich werde einmal Schriftstellerin. Inzwischen – mehr als drei Jahrzehnte später – ist dieser Traum Wirklichkeit geworden. Das erste veröffentlichte Buch trägt den Titel „Plötzlich war es kein Spiel mehr ...“ und ist im Patmos Verlag Düsseldorf erschienen. Der Roman, der sich an jugendliche Leser ab 12 Jahren richtet, wurde mit dem „Jugendfriedenspreis für Nachwuchsautoren“ ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Hochmotiviert durch diesen Erfolg absolvierte Nicolette Bohn nach dem Abitur ein Studium der Germanistik, Sprachwissenschaft und Medienpädagogik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, promovierte zum Dr. phil im Fachbereich „Kinder- und Jugendliteratur“ und konzentrierte sich – neben ihrer universitären Ausbildung – vor allem auf den Bereich des kreativen Schreibens. Nach einem Stipendiatenjahr an der Drehbuchwerkstatt der Filmhochschule München und weiteren Buchveröffentlichungen, ist Nicolette Bohn gegenwärtig als freiberufliche Buchautorin, Drehbuchautorin und als Studienleiterin an Deutschlands größter Autorenschule, Schule des Schreibens, tätig. Nicolette Bohn beschäftigt sich – neben dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern und Drehbüchern – mit der Dokumentation wahrer Kriminalfälle. Hier stellt sie vor allem die Frage nach der Psyche der Täter und wie es zu dieser Situation kommen konnte. http://www.ngo-online.de/2010/09/4/die-pragung-der-morder/ Auf diese Erkenntnisse, die Nicolette Bohn im Verlauf ihrer schriftstellerischen Arbeit in diesem Bereich gewonnen hat, baut auch der Schreibratgeber „Realistische Mörder in Krimis und Thrillern“ auf, der sich an Krimi- und Thrillerautoren richtet. Also ist weiss nicht wie sich das für euch anhört, aber ich bin nun selbst neugierig geworden. Wenn ihr diesen Ratgeber nun gerne in der Leserunde lesen und rezensieren möchtet, dann bewerbt euch bis zum 18.7.2013 für eines der 6 Rezensionsexemplaren zur Leserunde. (3x Print & 3x E-Book im Wunschformat) Bitte gebt bei der Bewerbung an ob ihr einen Reader habt. Frage: Ich würde sehr gerne von euch wissen, welche bekannte Krimi/Thriller Figur euch am besten im Gedächnis geblieben ist. Gerne könnt ihr auch hier weiter in unserem Programm stöbern  Sieben Verlag Ich freu mich drauf, euch hier in der Leserunde zu sehen :-)                                                                       Eure Katja

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  • Realistische Mörder in Krimis und Thrillern

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    micluvsds

    micluvsds

    07. August 2013 um 13:13

    In diesem Buch werden in drei Teilen und einem größeren Anhang  Mörder und Morde beschrieben. Angefangen von den verschiedenen Mörder-Kategorien mit realen Fallbeispielen über die Kriminalgeschichte in der Literatur bis hin zum Vergleich von Realität und Fiktion werden viele Informationen gegeben. Auch wird ein Überblick über unterschiedliche Formen der Kirminalromans und des Thrillern gegeben, und Aufstellungen über die Merkmale fiktiver Täter. Das Buch wird als Schreibratgeber bezeichnet. daher habe ich erwartet, dass es eben das auch ist: Ein Ratgeber zum Schreiben. So wirklich gefunden habe ich den Ratgeber nach der Lektüre in diesem Buch noch nicht. Die Beispiele für die realistischen Mörder sind zwar recht interessant, dennoch werden viele Sachen im Buch häufiger wiederholt, und ich fand es teils sehr unübersichtlich. Ein Zurückblättern, um den Bezug herzustellen, war für mich auch teilweise nötig. Die Erklärungen zu den einzelnen Typen des Kriminalromans waren mir in einigen Punkten zu kurz und ging zu wenig in die Tiefe.  Die Aufstellung der einzelnen Mördertypen und die Erläuterungen der Charaktereigenschaften in Bezug auf den Plot kamen dem schreibratgeber noch am nächsten, nahmen aber nicht einmal ein Viertel des Buches ein. Die geführten Interviews wiederholten nur bereits erwähnte Fakten, und bei den Beispielen im Anhang hatte ich teilweise das Gefühl, dass es der Autorin bei einigen Sachen um Eigenwerbung ging. Fazit: In Teilen interessant zu lesen, aber unter einem Schreibratgeber stelle ich mir etwas anderes vor.

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  • Leider nur an der Oberfläche gekratzt

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    Pageturner

    Pageturner

    06. August 2013 um 18:05

    Neben dem Schreiben von Kinder,- Jugend, und Drehbüchern beschäftigt sich Nicolette Bohn auch mit der Dokumentation wahrer Kriminalfälle. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist sie als Studienleiterin an Deutschlands größter Autorenschule, Schule des Schreibens, tätig ist. Der vorliegende Schreibratgeber gliedert sich in drei Hauptteile. Der erste Teil widmet sich den verschiedenen Mördertypen sowie deren Hauptmerkmale und nimmt Bezug zu realen Fällen. So werden nicht nur Mördertypen wie Kannibale, Serienmörder, Ärzte als Mörder etc., sondern auch die Familiengeschichten und Tatorte einbezogen. Der zweite Teil widmet sich den verschiedenen Krimiformen und landestypischen Unterschieden. Er geht dann zur Perspektivenwahl, Backstory sowie der fiktiven Anlage möglicher Mördertypen über und macht an dieser Stelle mit der Auflistung der Charaktereigenschaften und deren Bedeutung für den Handlungsplot einen Sprung zurück zum ersten Teil des Buchs. Der dritte Abschnitt wendet sich der Romanvorlage des Hannibal Lecter, aus der Feder von Thomas Harris zu, und zeigt am Filmbeispiel die Mischform von Tätertypen. Abschließende Buch- oder Interviewauszüge ergänzen die vorherigen Buchteile. Fazit: Ein für mich in sich nicht stringentes Werk, das aus meiner Sicht wenig mit einem Schreibratgeber gemein hat. Aufgezeigten Beispielen fehlt ein Fazit, oft viel zu kurze Kapitel wirken wie nur schnell angerissen und ständige Wiederholungen verderben einem schnell den Spaß. Konkrete Anleitungen zur eigenen Story Schritt für Schritt (auf den Krimi bezogen), oder Dinge wie Stil und Schreibprozesse, vielleicht gar Aufgabenstellungen wird der Leser hier vergeblich suchen. Ebenfalls Hinweise auf die Anlage eines Manuskripts und der möglichen Darreichungsform als Vorschritt zur Veröffentlichung. Schade, denn dieses Buch hat sicherlich Potential, wartet jedoch nur mit wenig interessanten Unterkapiteln auf. Als grober Überblick über die Krimi- und Thrillerformen mag das Buch ausreichen. Von mir leider nur zwei Sterne.

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  • Rezension zu Nicolette Bohn – „Realistische Mörder in Krimis und Thrillern. Schreibratgeber“

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized


    • 3
  • Rezension zu Nicolette Bohn – „Realistische Mörder in Krimis und Thrillern. Schreibratgeber“

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    29. July 2013 um 10:16


  • Lesenswert für Krimi-Neuautoren

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    Teewurst

    Teewurst

    28. July 2013 um 17:23

    Ein Krimi braucht einen Mörder – glasklar. Wer seinen fiktiven Killer mehrdimensional anlegen möchte, kann in diesem Buch wertvolle Einblicke erlangen. Kannibalen, Ärzte als Mörder, Serienmörder, psychisch kranke Mörder, Amokläufer, Stalker und mordende Genies – in diese Kategorien unterteilt die Autorin und stellt Motive, Lebensgeschichten und Tatorte der realen Verbrechen vor. Mir ist bei der Lektüre so mancher Schauer über den Rücken gelaufen - weil das Gelesene eben nicht der Fantasie entspringt, sondern wirklich passiert ist. True-Crime-Belesene mögen jetzt mit den Augen rollen,  aber die Zusammenstellung bietet Erstautoren eine gute Auswahl für einen beängstigend authentischen Krimi-Mörder. Auch für Motive, die jenseits von Habgier, Rache oder Affekt liegen. Die Einteilungen der Täter sind naturgegeben nicht trennscharf, zerrüttete Familien, Missbrauch und andere Traumata in der Kindheit, Perversität und psychische Störungen beeinflussen mehr oder weniger alle Motive. Intelligenz ist dabei ein gefährlicher Komplize - nur so können die Morde (zunächst) unentdeckt bleiben oder die Mörder falsche Fährten legen... Ein guter Umriss zur ersten Orientierung für den Autoren- Neuling, um herauszufiltern: Was will ich, was will ich nicht? Wie vermeide ich, meine Figuren eindimensional anzulegen? Es zeigt außerdem: Ein guter Kriminalroman oder Thriller bedeutet jede Menge Arbeit. Vor allem, wenn man nicht nur den Charakter der Ermittler vielschichtig gestalten will, sondern auch den Mörder eingehender beleuchten will. Nicht zuletzt ist es also eine Authentizität, die einem - zumindest mir - das kalte Gruseln bringt, wie die O-Töne der echten Mörder zeigen, mit denen das Buch endet. Widerlich, verstörend, unfassbar - beängstigend. Denn oft waren die Vielfachtäter als Familienväter sozial integriert, unauffällig, charmant – es könnte also durchaus der nette Typ von nebenan sein, der die Leser immer wieder aufs Neue das Fürchten lehrt…

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  • Erstes Recherchebuch

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern
    Terpentine

    Terpentine

    23. July 2013 um 22:45

    "Realistische Mörder in Krimis und Thrillern" beginnt mit den Kannibalen und endet mit einer Danksagung. Dazwischen bekommt der Leser Einblicke in wirklich erschreckende Szenarien. Die zahlreichen Beispiel realer Mörder und ihrer Geschichten schockieren, helfen aber sehr, sich einer fiktiven Figur für die eigene Mördergeschichte zu nähern. Da es aber sicher noch sehr viele Varianten von Täterprofilen gibt, bleibt es dem Leser, bzw. zukünftigen Autor überlassen, sich aus der Auswahl an "Mörderarten" (wie auch immer man das nennen soll) die Inspiration zu holen, die er für seine Figur benötigt. Die Auswahl im Buch: Kannibalen, Ärzte, Serienmörder, Psychisch kranke Mörder (wobei man sich schon fragt, ob nicht alle Mörder irgendwie psychisch krank sind), Amokläufer, Stalker, Genies. Im zweiten Teil des Buches, genannt "B" gibt es Tipps und Anregungen rund um das Schreiben von Spannungsliteratur. Besonders für Anfänger ist hier einiges zu finden, das hilft, eine gut funktionierende Figur zu erschaffen. Teil "C" bietet praktische Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich über Mörder und Mordern geschrieben werden kann. Mein Fazit: Für einen ersten umfassenden Einblick in die schreckliche "Welt" der Mörder eignet sich das Buch sehr gut. Ein angehender Autor findet ausreichend Material, um für sich eine Entscheidung zu treffen, wie er seinen fiktiven Mörder ausarbeiten will. Allerdings finde ich die Auswahl der "Mördertypen" nicht so gelungen, da z. B. Stalker eher selten morden, Kannibalismus ebenfalls eher selten ist, Mord aus Habgier, Rache, sexueller Unbefriedigung uvm. sicher häufiger passiert. Mir sind die Erläuterungen zu den "Mördertypen" zu einfach gestrickt. Teilweise gibt es Zusammenfassungen, die wirklich großartig sind. Doch wären diese realistisch, würde sich die Polizei freuen, könnte sie die angehenden Mörder schon aus den Kindergärten ausfiltern (Tiere quälen, Misshandlungen in der Kindheit). Was mich irritiert hat, ist das wirklich sehr lange Inhaltsverzeichnis. Ich habe beim EBook ewig geblättert, um endlich die erste Seite lesen zu dürfen. Aber es gibt ja auch eine Menge Inhalt in diesem Buch.

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