Niels Birbaumer , Robert F. Schmidt Biologische Psychologie (Springer Lehrbuch)

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Inhaltsangabe zu „Biologische Psychologie (Springer Lehrbuch)“ von Niels Birbaumer

Am Gehirn einer Person lässt sich erkennen, ob sie lieber Pop-Musik oder Klassik hört. Denn bei Mozart oder Beethoven sind die EEG-Muster im Gehirn wesentlich komplexer als bei einem einfach gestrickten Pop-Song. Mediziner und Psychologen messen die elektrischen Ströme im Gehirn und können erkennen, womit sich eine Person beschäftigt: ob sie leidenschaftlich gern Geige spielt oder Schach, ob sie ein guter Kopfrechner ist oder ein großes Sprachentalent. Im Lehrbuch <i>Biologische Psychologie</i> wimmelt es geradezu von Beispielen, die eines belegen sollen: Das Gehirn eines Menschen steuert sein Verhalten. Die hirnphysiologischen Abläufe regulieren alles -- Schlafrhythmus und Hungergefühl, Lernvorgänge und sexuelle Lust. Und auch so fern vom Gehirn liegende Organe wie Magen oder Herz sind nicht frei von zentralnervöser Beeinflussung.<p> Welche hormonellen Prozesse werden vom Gehirn aus gesteuert, wie wirken sich negative Gedanken auf den Herzschlag aus, was verändert sich im Gehirn beim Erlernen einer Zeichensprache und worin unterscheidet sich das Gehirn eines Psychopathen vom Gehirn eines Normalbürgers? Antworten auf Fragen wie diese suchen der Tübinger Psychologe Nils Birbaumer und der Würzburger Physiologe Robert Schmidt. Dabei gelingt ihnen ein Kunststück. Sie machen deutlich, welche Sonderstellung das menschliche Gehirn hat und zeigen zugleich, wie sehr das Gehirn doch mit anderen Organen zusammenarbeitet und diese beeinflusst. So hängt etwa der Blutdruck eines Menschen davon ab, wie im Gehirn dieses Menschen Angst auslösende Reize verarbeitet werden.<p> Das Buch ist jetzt in der fünften Auflage erschienen. An Umfang hat es kaum gewonnen, dafür ist es besser strukturiert als zuvor. Jedem Kapitel ist ein gesondertes Literaturverzeichnis angehängt, und es finden sich zahlreiche Fallgeschichten von Menschen, die zum Beispiel an Alzheimer erkrankt sind, unter Schlafstörung leiden oder liebend gerne Schokolade essen. Diese Beispiele sind gute Aufhänger, um hirnphysiologische Prozesse allgemein zu erklären -- und sie helfen dem Leser dabei, einen Bezug zu sich selbst und zu seiner Lebenswelt herzustellen. <i>--Nikolas Westerhoff</i>
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