Nigel Slater

 4.4 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Einfach genießen, Das Küchentagebuch. und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das Wintertagebuch

 (2)
Neu erschienen am 13.09.2018 als Hardcover bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Nigel Slater

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Einfach genießen

Einfach genießen

 (4)
Erschienen am 26.08.2015
Das Küchentagebuch.

Das Küchentagebuch.

 (4)
Erschienen am 29.12.2014
Eat

Eat

 (3)
Erschienen am 28.10.2015
Tender. Gemüse

Tender. Gemüse

 (3)
Erschienen am 13.09.2012
Das Wintertagebuch

Das Wintertagebuch

 (2)
Erschienen am 13.09.2018
Ein Jahr lang gut essen

Ein Jahr lang gut essen

 (2)
Erschienen am 17.10.2016
Einfach geniessen

Einfach geniessen

 (2)
Erschienen am 01.09.2006
Halbe Portion

Halbe Portion

 (3)
Erschienen am 12.07.2011

Neue Rezensionen zu Nigel Slater

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Jetztkochtsies avatar

Rezension zu "Das Wintertagebuch" von Nigel Slater

Es ist Winter
Jetztkochtsievor einem Monat


Schon seit einiger Zeit wartet dieser Blogpost auf den richtigen Moment der Veröffentlichung, nämlich kühlere Temperaturen. Heute hat der Mr. die Winterreifen auf die Autos gezogen und verkündet, dass jetzt Herbst ist.

Wohl gemerkt bei strahlendem Sonnenschein und 19 Grad.

Ich schließe mich seinem Beschluss hiermit an und beschließe, dass es Zeit ist das Wintertagebuch von Nigel Slater zu rezensieren.

Wer mir hier schon länger folgt, der weiß, dass ich ein ganz großer Fan der Kochbücher von Nigel Slater bin. Sei es "Einfach Genießen", "EAT", "Tender" und "Das Küchentagebuch" haben mich allesamt begeistert, entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an sein neues Werk: "Das Wintertagebuch".

Vorab bei der Aufmachung hat der Dumont Buchverlag sich mal wieder übertroffen. Ein wunderschöner schwarzer Einband mit kupferfarbenem Druck. Tolle Haptik, tolle Optik. Dazu zwei Lesebändchen und ein sehr dickes und hochwertiges Papier, das sich beim Umblättern gut zwischen den Fingern anfühlt.

Bereits mit seinem ersten Satz, hat Slater mich ""Du darfst alt werden, paß nur auf, dass du nie erwachsen wirst." Das ist etwas, was gerade mir, die letztlich erst wieder im Flamingokleidchen in einer wichtigen beruflichen Besprechung erschien natürlich wie aus dem Herzen gesprochen, na gut, es hat nicht viel mit einem Kochbuch zu tun, außer dass es wichtig ist, uns Neugierde und Experimentierfreude zu erhalten.

Wie schon bei seinen anderen Büchern, gelingt es Slater auch hier einen schönen Mittelweg zwischen Kochbuch und Erzählband zu finden. Ein wenig erinnert es an einen Adventskalender, den man vorlesen und nachkochen kann, denn vom 01.November bis zum 2. Februar gibt es für fast jeden Tag Informationen, Erzählungen, Rezepte und Ideen.

Nächste Woche ist der 01. November und wer sich die Wintermonate mit Nigel Slater vertreiben will, so wie ich es tun werde, der hat noch genug Zeit, sich das Buch zu besorgen.

Mein Plan ist tatsächlich jeden Tag etwas zum Buch auf Instagram oder Twitter zu posten. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das durchhalte, oder ob man mich danach durch den Saal rollen kann, weil ich bei all den Leckereien ordentlich Winterspeck angesetzt habe.

Tatsächlich feiere ich ja im November meinen Geburtstag und eines der Gerichte habe ich bereits vorbereitet und es war beim Durchblättern des Buches auch sofort klar, was das sein würde.

In meinem Kühlschrank stehen nun schon seit ein paar Wochen die Feigen mit Ahornsirup und Anis und ziehen gut durch in ihrem Bett aus Wodka und trockenem Weißwein... Schon zweimal habe ich mich dabei erwischt, wie ich mir ein klitzekleines Bißchen abgezapft habe um es über mein Vanilleeis zu gießen. Die Feigen schmecken fantastisch.

Wie üblich kommt Slater bei seinen Rezepten mit wenigen, aber erlesenen Zutaten aus, die wunderbar harmonieren und toll kombiniert sind.

Beim Durchblättern des Buches ist mir keine Zutat aufgefallen, die nicht im gut sortierten Supermarkt erhältlich wäre. Die Rezepte decken eigentlich jede Geschmacksrichtung ab, von süß bis salzig, von leicht bis kräftig, von warn bis kalt ist alles dabei. Der Mr ist ja ein sehr heikler Esser, hier sah ich bei keinem Gericht ein Problem.

Aber wie ich schon sagte, das Buch ist viel mehr als ein Kochbuch.

Slater ist ein großer Erzähler, er schwelgt in Worten, wie ich in seinen Gerichten. Er erzählte etwas zu Weihnachten, winterlichen Bräuchen, berichtet von Feiern und der Wintersonnenwende. Hier wird ganz schleichend, Wissen vernittelt und Freude am Genuß weitergegeben. Sowas mag ich sehr.

Neben den Feigen hat mich auch die Birnen-Nelken und Orangen Granita sehr angemacht, auch ungewöhnlichere Wintergerichte, wie Aubergine mit Linsen und Basilikum ließen mir das Wasser im Mund zusammen laufen.

Plätzchen und Stollenrezepte gibt es genauso, wie ihre Geschichten in diesem Buch.

Ihr merkt, ich bin erneut begeistert. Die Bilder senden eine fantastische Botschaft, dieses Buch steckt voller Gemütlichkeit, heißem Punsch und Zimtkeksen. Obwohl das Wetter überhaupt nicht danach aussieht, wäre ich dann jetzt soweit, der Winter kann dann bitte jetzt sofort kommen. Ich möchte Rumtopf schlürfen, Anisplätzchen essen und Weihnachtsgans in den Ofen schieben und das nur, weil Herr Slater davon mit seinen wunderbaren Worten gesprochen hat.

Ja, mit dieser Art von Buch wird nicht jeder warm, manchem behagt es nicht, dass in einem Kochbuch auch literarische Texte sind, mancher findet die Struktur nicht straff genug oder der Bilder zu wenige und zu wenig eindeutig, ganz ehrlich, das hier ist eine ganz andere Art von Buch, es bezaubert, es sättigt beim Lesen und es macht mich rund um glücklich.

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raven1711s avatar

Rezension zu "Ein Jahr lang gut essen" von Nigel Slater

Inspirierend
raven1711vor 2 Jahren

Klappentext:
Frei nach diesem Wahlspruch hat Nigel Slater sein jüngstes Werk zusammengestellt: Anhand von 250 neuen Rezepten führt er durch das Jahr und teilt seine Neugier, seinen Appetit und seine Freude, andere mit guten Gerichten zu beglücken, mit dem Leser.
Schweinekottelet mit Rhabarber-Chutney im Januar, gegrillter Grünspargel mit Zitronenpüree im Mai, Langustinen mit Parmesan-Butter und Chili im August und Gnocchi mit Sahne und Dolcelatte-Käse im Dezember. Was nach komplizierter Gourmetküche klingt, erklärt Slater in seinen sinnlichen und unterhaltsamen Texten auf lebendige und leicht verständliche Weise, gespickt mit Anekdoten und grundsätzlichen Überlegungen zur Bedeutung von gutem Essen.
Und für Abende, an denen es schnell gehen muss, finden sich zwischen den Tagebucheinträgen vier Jahreszeitenkapitel mit saisonalen Alltagsgerichten, denen man sich auch nach einem langen Arbeitstag noch gewachsen fühlt.
Und wie immer gilt: Die Rezepte sind nicht in Stein gemeißelt, sondern können und sollen ergänzt, verändert und nach den eigenen Wünschen interpretiert werden.

Meinung:
Ein Jahr lang gut essen, das hört sich doch verdammt gut an. Und dementsprechend neugierig klappte ich dieses Koch-Tagebuch auf. Denn wie schon in den Küchentagenbüchern von Nigel Slater ist auch dieses Buch nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein sehr persönlicher Einblick in Nigel Slaters Leben und seine Küche.
Wie der Titel schon verrät startet Slater im Januar, gibt Einblick, wie er zu den Ideen seiner Rezepte kommt und stellt natürlich noch seine Variante des Gerichts vor. Variante triftt es dabei ziemlich genau, denn gleichzeitig zu seinem Grundrezept zeigt er oft auch noch Abwandlungen auf, wie man das Rezept erweitern, verändern und indivualisieren kann. Somit kann man seine Rezepte sehr gut als Basis und Denkanstoß nutzen.
Aber auch bei der Rezepteinteilung merkt man, dass man es hier nicht mit einem klassischen Kochbuch zu tun hat. Eine Aufgliederung nach Vorspeise, Hauptgang oder Nachtisch findet man nicht im Buch, dafür lädt es aber wunderbar zum Schmöckern, Durchblättern und Reinlesen ein. Oft habe ich das Buch in die Hand genommen, um es an einer beliebigen Stelle aufzuschlagen, auf der Suche nach Inspiration, die ich oft auch gefunden habe. Neben den bunt durchmischten Gerichten gibt es auch eine Zusammenstellung von saisonalen Gerichten, gegliedert nach den Jahreszeiten und somit perfektes Soul-Food :)
Die Rezepte selber sind gut und übersichtlich geschrieben, die Mengenangaben sind klar, die Zutaten zumeist alltäglich und kaum exotisch, was der Beschaffbarkeit enorm entgegen kommt. Auch die Arbeitsschritte sind verständlich und klar erklärt, so dass man auch als Anfänger gut mit den Rezepten zurecht kommen sollte. Allerdings merkt man den Gerichten auch an, dass sie von einem Engländer kreiert wurden, denn man stolpert hier doch über die eine oder andere typische englische Eigenart ;) Die Fotos im Buch sind schlicht und auf die Gerichte fokussiert gehalten, der hochwertige Leineneinband machen das Buch schon fast zu schade, um es beim Kochen neben dem Herd liegen zu lassen.

Fazit:
Ein Jahr lang gut essen ist kein klassisches Kochbuch, vielmehr eine Inspirationsquelle mit vielen interessanten Ideen und Rezeptvorschlägen. Aufgelockert mit persönlichen Anekdoten und Erlebnissen des Autors, fühlt es sich an, als würde man ein Tagebuch lesen. Zwar sind die Rezepte mir persönlich manchmal zu "englisch", doch auch immer wieder inspirierend. Perfekt zum Durchstöbern und immer wieder in die Hand nehmen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die DuMont Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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Haverss avatar

Rezension zu "Ein Jahr lang gut essen" von Nigel Slater

Kochen und Essen auf der Basis von gutem Geschmack und Vergnügen
Haversvor 2 Jahren

Nachhaltig einkaufen, kochen mit Produkten, die gerade zu diesem Zeitpunkt überall erhältlich sind. Gerichte genießen, die zur Jahreszeit passen. Die im Herbst / Winter wärmen und im Frühling / Sommer erfrischen. Nach der Arbeit nicht stundenlang am Herd stehen, um etwas Schmackhaftes zuzubereiten. Anregungen und Inspirationen, um neue Geschmackserlebnisse mit dem zu kreieren, was sich im Kühlschrank und der Vorratskammer finden lässt.

All diese Punkte sind mir beim täglichen Kochen wichtig. Und in Nigel Slater habe ich eine verwandte Seele gefunden, der genau dies in seinen Rezeptvorschlägen umsetzt. Mit „Ein Jahr lang gut essen“ liegt nun der dritte Band seiner Kitchen Diaries vor, und wie immer ist es ein gewichtiges Werk in sehr schöner Ausstattung, das sich wohltuend von üblichen Kochbüchern abhebt.

Gegliedert sind die Gerichte nach den Jahreszeiten sowie den Monaten und orientieren sich an dem Angebot der Märkte zu diesen Zeitpunkten. Den gravierenden Unterschied machen die Texte. Anders als bei den meisten Veröffentlichungen in diesem Bereich werden die Zubereitungen nicht auf den üblichen Doppelseiten mit Zutaten und gegenüberliegendem Bild des fertigen Gerichts präsentiert (was akzeptabel ist, leider ist aber mittlerweile den meisten Kochbuchautoren der Personenkult wichtiger als das Ergebnis ihrer Arbeit). In den Kitchen Diaries ist das anders, hier steht immer das Produkt im Mittelpunkt. Ergänzt wird dies durch Slaters persönliche, zuweilen fast schon philosophische Gedanken zu den Themen, die Kochen und Essen streifen. Von daher ist für mich „Ein Jahr lang gut essen“ fast schon ein täglicher Begleiter und weit mehr als ein bloßes Kochbuch.

Die Rezepte selbst sind weitgehend unkompliziert und mit einem überschaubaren Zeitaufwand zu realisieren. Es ist nicht notwendig, sich sklavisch an die Zutatenliste zu halten, man sollte sie eher als Vorschlag und/oder Inspiration verstehen. Manchmal lohnt es sich aber, auch ungewöhnliche Kombinationen auszuprobieren, die dem Esser völlig neue Geschmackserlebnisse bescheren. In seinen Rezepten gibt es von allem etwas, denn Slater ist weder Veganer noch Vegetarier. Und folgendes Zitat scheint mir ein schöner Abschluss, verkörpert es doch auch meine Einstellung zum Kochen und Essen:

„Ja, ich esse Kuchen, und Eiscreme, und Fleisch. Ich esse Kekse und Brot und trinke auch Alkohol. Mehr noch: All das nehme ich ohne einen Funken von Schuldgefühlen zu mir. Und dennoch finde ich meine Essgewohnheiten eher achtsam als achtlos. Ich interessiere mich brennend dafür, wo mein Essen herkommt und welche langfristigen Wirkungen es für mich und den Planeten hat(….)Mir gefällt der Gedanke, dass meine Einstellung zum Kochen und Essen auf der Basis von gutem Geschmack und Vergnügen beruht, nicht auf Verehrung und Ehrfurcht.“

Essen ist Genießen und nicht nur bloße Nahrungsaufnahme. Dieses Credo teile ich uneingeschränkt mit Nigel Slater. Und deshalb gibt es auch für „“Ein Jahr lang gut essen“, den dritten Teil der Kitchen Diaries, von mir wieder die volle Punktzahl!

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