Nightmaker Fading Colors

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Inhaltsangabe zu „Fading Colors“ von Nightmaker

In der Welt der Katzenmenschen haben diejenigen mit einfarbigem Fell das Sagen und jene mit drei oder mehr Fellfarben gehören zur untersten Gesellschaftsschicht. Eines Tages fällt dem 'Reinblüter' Tavis das Handy des 'Gefleckten' Alik mit verfänglichen Fotos darauf in die Hände und seine Neugier ist geweckt: Wie genau lieben sich zwei Kater? Alik misstraut Tavis zwar, doch nimmt er ihn mit in seine Welt, die bunter und gefährlicher ist als alles, was Tavis vorher kannte.

Eine wundervolle Liebesgeschichte mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Absolute Leseempfehlung!

— Maya-chan

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    Fading Colors

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. January 2017 um 14:39

    Tavis fällt das Handy von Alik mit eindeutigen Fotos in die Hände. Dadurch kommen beide ins Gespräch. Beide sind Katzenmenschen, Tavis ist jedoch Reinblüter und hat nur eine Fellfarbe, während Alik zu den Gefleckten gehört, deren Fell mehrere Farben beinhaltet. In der Welt der Katzenmenschen werden Reinblütler aufgrund ihres einfarbigen Felles hoch angesehen. Gefleckte Katzenmenschen werden diskriminiert, ausgelacht und haben keine Rechte. Doch Alik und Tavis freunden sich an, obwohl sie in komplett verschiedenen Welten aufgewachsen sind. Langsam spüren beide, dass sie weitaus mehr füreinander empfinden als nur bloße Freundschaft. Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass Tavis jahrelang zu Hause bleiben musste, da er ein schwaches Herz hat. Alik kriegt einen großen Schrecken, als er die Tabletten sieht. Denn bei den Tabletten handelt es sich nicht um Tabletten um Herzschmerzen zu behandeln, sondern um Fellfärbemittel. Diese Mittel machen die Katzenmenschen abhängig und schwächen das Herz. Eine Absetzung der Tabletten würde tödlich enden. Tavis ist sichtlich enttäuscht und konfrontiert seine Eltern mit der neuen Erkenntnis. Diese erzählen ihm, wie grausam die Welt ist und wie schwer das Leben für einen Gefleckten ist. Sie wollten ihm mit dem Fellfärbemittel nur ein einfacheres Leben ermöglichen. Mir hat der Manga sehr gut gefallen. Die Handlung und auch die Zeichnungen sind einfach nur gelungen. Besonders die Thematik und die Message dahinter haben mich sehr beeindruckt. Die Einteilung in Gefleckte und Reinblütler kann man auch auf unsere Gesellschaft beziehen. Solange man mit der Masse schwimmt, wird man nicht mit unangenehmen Dingen konfrontiert. Sticht man jedoch aus der Masse hervor, und sei es nur eine andere Meinung oder ein ungewöhnliches Hobby, wird man verspottet und von anderen Menschen ausgegrenzt. Die Thematik hat mich sehr an den Manga "Jibun Jishin" von Nina Werner erinnert. Ich finde es so toll, dass Nightmaker ein so ernstes Thema in ihrem Manga behandelt. Auch den Titel "Fading Colors" finde ich toll, da es in der Geschihte um Farben, sprich das Aussehen der Katzenmenschen geht. "Fading" (deutsch für verblassen) würde ich so interpretieren, dass das Aussehen in der Geschichte in den Hintergrund rückt und mehr der Fokus auf die inneren Werte gelegt wird. Ich kann das neue Werk von Nightmaker auf jeden Fall weiterempfehlen! :D

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  • Eine wundervolle Liebesgeschichte mit gesellschaftskritischem Hintergrund

    Fading Colors

    Maya-chan

    12. September 2015 um 20:18

    Die Story: Achtung: Dieser Abschnitt der Bewertung kann Spoiler enthalten! Fading Colors spielt in einer Welt, in der die Gesellschaft aus Katzenmenschen besteht. Während jene mit einfarbigem Fell angesehene Mitglieder dieser Gesellschaft sind, werden die Mehrfarbigen, die sogenannten "Gefleckten", ausgeschlossen und verachtet. In den Augen der einfarbigen Katzenmenschen sind diese minderwertig und zählen zur untersten Gesellschaftsschicht. Als der einfarbige Tavis eines Tages ein Handy findet und sich anschließend mit dessen Besitzer trifft, um es ihm wieder zurückzugeben, prallen zwei Welten aufeinander. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Alik, der dreifarbige Karte, dem das Handy gehört, gehört nicht nur einem niederen Stand an, sondern ist auch schwul. Tavis ist vom ersten Moment an von Alik fasziniert. Nach und nach taucht er immer mehr in dessen Leben ein und erkennt dabei, was es heißt als Gefleckter ums tägliche Überleben kämpfen zu müssen. Je mehr Zeit er mit Alik verbringt, desto mehr nähern sich die beiden an. Doch hat ihre Liebe eine Chance? Und was hat es mit den komischen Tabletten auf sich, die Tavis ständig einnehmen muss? Der Zeichenstil: Der Zeichenstil hat mir wirklich gut gefallen. Nicht nur wegen der niedlichen Katzenohren ;) Die Panels sind klar strukturiert, sodass es dem Leser leicht fällt der Story zu folgen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und gut voneinander zu unterscheiden. Dabei wurde nicht nur Wert auf die optische Ausarbeitung der Hauptcharaktere gelegt, sondern auch auf die der Nebencharaktere. Jede Figur hat ihre ganz eigenen Merkmale, die ihren Charakter unterstreichen und sie von den anderen Charakteren unterscheidet. Man merkt, dass sich die Mangaka hierzu viele Gedanken gemacht hat. Auffällig ist, dass viele Panels nur einen weißen Hintergrund haben, oder mit einer Rasterfolie versehen sind. Aufwändige Hintergründe gibt es nur wenige, doch dort wo sie eingesetzt werden, sind sie dafür umso detailreicher und unterstützen die Atmosphäre der Szene. Der Fokus liegt eher auf der Mimik und Gestik der Charaktere. Dieses sind dafür umso ausdrucksstärker. Meine Meinung: Mir hat Fading Colors richtig gut gefallen. Zum einen wegen der tollen Liebesgeschichte zwischen Tavis und Alik, zum anderen wegen der gesellschaftskritischen Handlung. Die Geschichte hält uns den Spiegel vor. Denn auch in unserer Gesellschaft gibt es viele, die ausgeschlossen sind, weil sie zum Beispiel anders aussehen oder eine andere Lebensweise haben. Doch traut man sich, einmal einen Blick in das Leben dieser Menschen zu werfen, so stellt man oft fest, dass die vermeintlich "anderen" sich gar nicht wirklich so sehr von uns unterscheiden. Traut man sich, die Grenze, die wir allein in unseren Köpfen gezogen haben, einmal zu überschreiten, so lernt man sogar viele nette Menschen kennen. Zusätzlich spielt Fading Colors in diesem Zusammenhang noch mit einem weiteren Element, nämlich dem Wunsch des Einzelnen, wie alle anderen sein zu wollen. Zusammen mit Tavis entdeckt der Leser jedoch, dass es besser ist, zu sich selbst zu stehen und dass Individualität etwas ist, das einen einzigartig macht. Mein Fazit: Unbedingt lesen!

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