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Gottes unfassbare Wege

 (6)
Neu erschienen am 02.10.2018 als Taschenbuch bei Brunnen.

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Rezension zu "Gottes unfassbare Wege" von Nik Ripken

Kann Gott wirklich das Böse besiegen?
LEXIvor 4 Jahren

„Kann Gott wirklich das Böse besiegen? Ist Liebe wirklich stärker als Hass? Wie kann man mitten im Dunkeln Hoffnung bewahren, und wenn es noch so wenig ist? Wie kann der Glaube in einem Irrenhaus wie Somalia überleben? Wie kann ein Christ das überfließende, sieghafte Leben, das Jesus verheißen hat, an Orten in unserer Welt leben, die die reinste Hölle sind? Funktioniert das Christentum auch in Ländern, die nicht westlich, gutbürgerlich und wohlgeordnet sind? Und wenn ja, wie?“

Der Ich-Erzähler schreibt zum Schutze der Identität vieler Menschen, die in seinem Buch vorkommen, unter dem Pseudonym Nik Ripken und berichtet zunächst von seiner ärmlichen Kindheit auf einer Farm im ländlichen Kentucky, wo er bei seinen Eltern und inmitten seiner sechs Geschwister aufwuchs. Von seinen Eltern bekam er einen ausgeprägten Sinn für Familienzusammenhalt, Ehrlichkeit, persönliche Verantwortung, Eigenständigkeit und solide Arbeitsethik als Basis mit auf den Weg. Kontakt zum Glauben hatte er lediglich durch die Sonntagsschule sowie den anschließenden Gottesdienst. Nach seinem achtzehnten Lebensjahr verließ er sein Elternhaus, um zu studieren, und als er eine junge Frau namens Ruth kennen lernte, war es für ihn wie ein Geschenk Gottes. Er verliebte sich bereits bei der ersten Begegnung in die junge Pastorentochter und fand in ihr die Frau fürs Leben. Danach ging Nik Ripken mit seiner Frau nach Afrika – und erlebte dort als Pastor eine tiefe Glaubenskrise. Nach einem Aufenthalt in Hargeysa wagte er sich als einer der ersten christlichen Helfer in die somalische Hauptstadt Mogadischu, wo nach dem blutigen Bürgerkrieg unvorstellbare Grausamkeit und Leiden herrschten. Ein somalisches Sprichwort, das ihm einer seiner einheimischen Mitarbeiter nahe brachte, zeugte in kurzen Worten vom Ausmaß des Schreckens: „Ich und Somalia gegen die Welt; ich und mein Clan gegen Somalia; ich und meine Familie gegen meinen Clan; ich und mein Bruder gegen meine Familie; ich gegen meinen Bruder“.

Der Autor wird mit dahin dämmernden Lebenden und hoffnungslosen leeren Augen, unzähligen Leichen am Wegesrand und in den Hütten verhungerter Menschen konfrontiert, wo nichts anderes mehr zu tun blieb, als sie vorsichtig inmitten der verminten Straßen und Wege zu bergen, und zu begraben. Die Plünderungen, Vergewaltigungen, Misshandlungen und Folter in Somalia schilderte er als Albtraum der Gewalt und des Wahnsinns, eine Hölle des Bösen, eine Welt ohne genügend Nahrung, um zu überleben, eine Welt, in der die Kinder nicht zur Schule gehen konnten und ihre Eltern kaum damit rechneten, dass sie das Erwachsenenalter erreichen würden. Ripken musste halb verhungerte kleine brüllende Bündel Mensch aus den Armen ihrer toten Mütter nehmen, die vor Hunger und Entkräftung starben, während sie ihre Babys stillten. Durch den fanatischen Glauben der Einwohner Somalias an die Überlegenheit des Islams und deren völlige Ablehnung des Christentums wurden die Hilfseinsätze des Autors zu höchst riskanten Unternehmen, für die viele seiner somalischen Helfer mit dem Leben bezahlten. Ripken stand vor dem Problem, in einem Land, wo christliche Mission gesetzlich verboten war, offen über Jesus zu reden. Und er erkannte auch rasch, dass die Menschen in Somalia zwar dringend Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Schutz vor den Elementen benötigten, dass sie aber beinahe ebenso dringend jemanden brauchten, der für sie da war, ihnen zuhörte, dem sie ihre Geschichte erzählen konnten. Durch einfaches Zuhören und Gespräche „von Mensch zu Mensch“ konnte er ihnen ein Stück Menschenwürde zurückgeben.

Ripkens Problem war es jedoch, angesichts all dieses Elends nicht abzu- stumpfen, die Gefühle zu stählen, ohne das sein Herz dabei hart würde. Seine Hilfseinsätze waren tägliche körperliche und emotionale Schwerst-arbeit, während rings um ihn herum das Rattern der Gewehre und die Blitze explodierender Granaten zu hören war. Einzig sein Glaube an Gott und der Rückzug zu seiner Ehefrau Ruth und seinen drei Söhnen Shane, Timothy und Andrew gaben ihm die Kraft, weiter zu machen. Die Pastorentochter war der Stützpunkt seiner Hilfsorganisation, Mutter seiner Kinder und fungierte als Familienmanagerin, unterstützte ihren Mann, wo sie nur konnte. Der Autor erlebte in seinen Jahren in Afrika auch persönliche Tragödien, als seine gesamte Familie schwer an Malaria erkrankte, und als sein Sohn Timothy im Alter von nur sechzehn Jahren an einem schlimmen Asthmaanfall starb.

Als Ruth und Nik im Zuge eines Forschungsprojektes freigestellt wurden, besuchten sie ein halbes Dutzend ehemaliger Ostblockstaaten und erkannten, dass der christliche Glaube auch an den schwierigsten, feindseligsten Orten der Welt überleben kann.

In Russland erlebte er beispielsweise hautnah die Christenverfolgung mit, und erzählt unter anderem die tragische Geschichte seines Bekannten Dimitri, der seinen Glauben leben und auch seine Söhne im christlichen Sinne erziehen wollte. Verfolgung war für die Pastoren in solchen Gegenden ebenso etwas Alltägliches wie in Somalia.

Auch in der Ukraine musste er mit ansehen, wie das Regime der kommunistischen Länder versuchte, die Seele oder zumindest die Identität der Menschen, die als Bedrohung galten, zu zerstören. Jahrelange Haft, Folter und Misshandlungen waren an der Tagesordnung.

Der Bericht seines Aufenthalts in China umfasst die Überwachung und Beschattung der so genannten Hausgemeindechristen durch die Polizei und dem unvorstellbar grausamen Vorgehen der Schwangerschaftspolizei, wo Zwangsabtreibungen nur ein Beispiel für den Versuch der Regierung waren, alle Lebensbereiche des Einzelnen zu kontrollieren. Der Glaube an Gott stellte für diese Regierung eine Bedrohung dar, und wurde mit allen Mitteln bekämpft. Nik Ripken betrachtete seine Chinareise als einer der größten Schlüssel- und Wendepunkte seines geistlichen, persönlichen und beruflichen Lebens.

Nach seinem Einsatz in Südostasien resümiert der Autor: „Wir fanden Jesus – und entdeckten, dass er auch im 21. Jahrhundert lebt und handelt. Er offenbart sich in Leben, Worten und in Auferstehungs-glauben verfolgter Christen. Diese Christen leben nicht nur für Jesus, sie leben jeden Tag mit ihm. Und sie haben mir eine ganz neue Perspektive zum Thema „Verfolgung“ geschenkt. „Ich habe nicht auf alle meine Fragen Antworten gefunden. Ich weiß immer noch nicht genau, wohin die Reise geht. Aber ich bin sicher, dass es sich lohnt, die Fragen zu stellen – und dass Gott ein geduldiger, wenn auch zuweilen anspruchsvoller Lehrer ist“.

Dieses Buch hat mich mit seinen grauenhaften Details über die Zustände nach dem Bürgerkrieg in Somalia und der Grausamkeit der Christenverfolgung in den ehemaligen Ostblockstaaten tief betroffen gemacht. Der schonungslose und offene Bericht des Autors kann den Leser unmöglich unberührt lassen, Nik Ripkens mutiger Einsatz verlangt großen Respekt und Bewunderung ab. Inhaltlich kann ich dieses Buch jedem Menschen ans Herz legen, der einmal einen Blick „über den Tellerrand“ riskieren und über beinahe unvorstellbare Zustände in ein wenig entfernteren Regionen dieser Welt lesen möchte. Mein Abzug eines Bewertungssternes ist auf dem sprunghaften Schreibstil des Autors begründet (unvermittelter Wechsel in der Zeit und der Perspektive). Hier wären Orts- bzw. Jahreszahlangaben hilfreich gewesen.

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Minnis avatar

Rezension zu "Gottes unfassbare Wege" von Nik Ripken

Unfassbar ist das richtige Wort
Minnivor 5 Jahren

Ich habe ein neues Lieblingsbuch. :)

Nik Ripken (Pseudonym) schreibt in seinem Buch "Gottes unfassbare Wege" über eine geistliche Reise, die ihn durch mehrere Länder führt und ihn über die Situation verfolgter Christen und Gottes Wesen lehrt.

Mit seiner Frau Ruth ging Nik als Missionar nach Somalia, ein Land, das von Bürgerkrieg, Gewalt und Armut regiert wird. Unweigerlich kommen ihm Fragen auf wie "Warum lässt Gott so viel Leid zu?", "Ist Gott überhaupt noch in Ländern wie Somalia, oder hat selbst er es lange verlassen?" In dieser Zeit erlebt Nik viel Gewalt. Einmal traf er sich mit ein paar somalischen Christen zum Abendmahl und kurz darauf wurden alle ermordet. Als dann auch noch sein Sohn starb, kehrten er und seine Frau entmutigt nach Amerika zurück.
Der zweite Teil des Buches beschreibt Niks Entschluss, die Situation der verfolgten Christen in anderen Ländern kennenzulernen. Was Nik nun erfuhr, sind schier unglaubliche Geschichten. Christen aus Russland, dem Ostblock, China und weiteren Ländern erzählen ihm von ihrer Zeit in Verfolgung und Gefängnis. Von Unterdrückungen und Foltern. Und wie gerade dies ihren Glauben geschärft hat und zum Erblühen gebracht hat.

War der erste Teil des Buches noch irgendwie bedrückend und traurig (manches ist mir sehr zu Herzen gegangen!), so gibt der zweite Teil Hoffnung und fordert heraus. Nik kommt zu einigen wichtigen Schlüssen, wie: "Je stärker die Verfolgung, desto stärker ist das geistliche Leben der Gläubigen." (S. 161) Da kommt man unweigerlich als Christ ins Nachdenken. Warum ist es für uns in der westlichen Kultur schon so schlimm, wenn man für seinen Glauben ausgelacht oder nicht für ernst genommen wird?

Das Buch ist sehr fließend geschrieben. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich es bestimmt innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, weil der Schreibstil einfach und der Inhalt mitreißend ist.

Ich werde das Buch auf jeden Fall wärmstens an Familie und Freunde weiterempfehlen und werde die Aussage eines Christen aus Osteuropa bestimmt nicht so schnell vergessen:

"Gib nie in der Freiheit das auf, was wir in der schlimmsten Verfolgung nicht aufgegeben haben - unser Zeugnis von der Macht der Auferstehung Jesu Christi!" (S. 205)

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danzlmoidls avatar

Rezension zu "Gottes unfassbare Wege" von Nik Ripken

Geschichten, die berühren und erschrecken zugleich
danzlmoidlvor 5 Jahren

Inhalt:
Nik Ripken erfährt Gott als Jugendlicher auf ungewöhnliche Weise und folgt später seinem Ruf nach Somalia. Doch die Not und Dunkelheit in dem Bürgerkriegsland erschüttern sein Vertrauen auf Gott: Wirkt Jesus als Auferstandener heute überhaupt noch? Dann lernt er in China, in der ehemaligen Sowjetunion und islamisch geprägten Ländern Christen kennen, die Verfolgung im Glauben durchgestanden haben. Durch diese Begegnungen wird sein Glaube radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender und tief berührender Bericht. Gekürzt: Nik Ripken erfährt Gott auf ungewöhnliche Weise. Als er Nothilfe in Somalia leistet, wird sein Vertrauen jedoch tief erschüttert: Wirkt Jesus heute überhaupt noch? Dann begegnet er in China, Russland und islamischen Ländern Christen, die Verfolgung durchgestanden haben. Sein Glaube wird radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender Bericht.


Meine Meinung:
Als ich mit dem Buch angefangen habe, war ich erst etwas skeptisch. Christenverfolgung??? Wo kann das denn so stark praktiziert werden.
Jetzt bin ich schlauer. In seinem Buch beschreibt Nik Ripken (ein Pseudonym um sich zu schützen - wer das Buch liest, wird verstehen warum) im ersten Teil seine Erlebnisse in Somalia. Trotz Christenverfolgung, gibt es dort immer noch genügend Christen, die es sich nicht nehmen lassen an Gott und Jesus zu glauben und auch zu beten. 
Diese Umstände werden in diesem Buch so faszinierend und erschreckend zugleich dargestellt. 

Der zweite Teil in diesem Buch handelt allerdings nicht mehr von Missionsarbeit, sondern von einer Reise durch die ganze Welt um mit Christen in den verschiedensten Ländern in Kontakt zu treten und ihr Leben mitten in der Christenverfolgung näher kennen zu lernen. Auch hier kann man nur sagen, dass diese Geschichten jeden Christen berühren. Man kann wirklich froh sein, in einem Land leben zu dürfen, in dem es keine Verfolgung gibt und man seinen Glauben frei und ohne Einschränkungen praktizieren kann. 

Fazit:
Ein Buch gefüllt mir wahren Geschichten über die Christenverfolgung in der ganzen Welt. Auf jeden Fall lesenswert. 

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Der christliche Brunnen Verlag hat zusammen mit Open Doors einige sehr interessante Bücher herausgegeben, eines davon ist:


Gottes unfassbare Wege von Nik Ripken/Gregg Lewis









Zum Inhalt:





Handelt Gott heute noch?

Als Jugendlicher erfährt Nik Ripken Gott auf ungewöhnliche Weise. Er nimmt seinen Ruf an und geht 1992 nach Somalia. Fassungslos erlebt er die Not und Dunkelheit in dem Bürgerkriegsland. Dort gewinnt er das Vertrauen vieler Menschen und erfährt tiefe Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Doch die Verhältnisse in Somalia erschüttern sein Vertrauen auf Gott: Wirkt Jesus als Auferstandener heute überhaupt noch? Oder ist das mit Gott alles bloß noch Geschichte? Erst als Ripken Christen kennenlernt, die Verfolgung im Glauben durchgestanden haben, findet er neue Hoffnung: In der ehemaligen Sowjetunion, in China und islamisch geprägten Staaten verschwinden seine tiefen Zweifel an einen lebendigen Gott. In mehreren muslimischen Ländern erlebt er staunend, dass Jesus wie in der Apostelgeschichte in Träumen und Visionen wirkt. Durch die Begegnungen mit verfolgten Christen wird Ripkens Glaube radikal verwandelt und erneuert. Dies ist sein spannender und aufwühlender Bericht.

Ich fühlte mich von Niks Schilderungen in die Zeit der ersten Apostel zurückversetzt. und doch geschieht das alles in unserer Zeit! aus dem Vorwort von Markus Rode


Infos zu den Autoren:


Nik Ripken


Nik Ripken ist ein Pseudonym, das der Autor zum Schutz seiner Kontaktpersonen gewählt hat.


Gregg Lewis


Gregg Lewis, Journalist und Autor sowie Coautor von mehr als 50 Büchern, lebt in Rome, Georgia / USA.



Ein Blick auf die Homepage von Open Doors:

http://www.opendoors.de/



Von den Bewerbern hätte ich gerne gewußt, ob sie sich schon mal mit dem Thema Christenverfolgung beschäftigt und darüber gelesen/gehört haben  ?











Voraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde in allen Abschnitten und das Schreiben einer Rezension. Die Rezension bitte möglichst weit verbreiten, darüber freut sich auch der Verlag . Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde !



Bitte bewerbt euch bis zum 28.08.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 29.08. im Laufe des Tages.





















danzlmoidls avatar
Letzter Beitrag von  danzlmoidlvor 5 Jahren
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