Nik Ripken , Gregg Lewis Gottes unfassbare Wege

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Inhaltsangabe zu „Gottes unfassbare Wege“ von Nik Ripken

Nik Ripken erfährt Gott als Jugendlicher auf ungewöhnliche Weise und folgt später seinem Ruf nach Somalia. Doch die Not und Dunkelheit in dem Bürgerkriegsland erschüttern sein Vertrauen auf Gott: Wirkt Jesus als Auferstandener heute überhaupt noch? Dann lernt er in China, in der ehemaligen Sowjetunion und islamisch geprägten Ländern Christen kennen, die Verfolgung im Glauben durchgestanden haben. Durch diese Begegnungen wird sein Glaube radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender und tief berührender Bericht. Gekürzt: Nik Ripken erfährt Gott auf ungewöhnliche Weise. Als er Nothilfe in Somalia leistet, wird sein Vertrauen jedoch tief erschüttert: Wirkt Jesus heute überhaupt noch? Dann begegnet er in China, Russland und islamischen Ländern Christen, die Verfolgung durchgestanden haben. Sein Glaube wird radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender Bericht.

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    Gottes unfassbare Wege
    Minni

    Minni

    Ich habe ein neues Lieblingsbuch. :) Nik Ripken (Pseudonym) schreibt in seinem Buch "Gottes unfassbare Wege" über eine geistliche Reise, die ihn durch mehrere Länder führt und ihn über die Situation verfolgter Christen und Gottes Wesen lehrt. Mit seiner Frau Ruth ging Nik als Missionar nach Somalia, ein Land, das von Bürgerkrieg, Gewalt und Armut regiert wird. Unweigerlich kommen ihm Fragen auf wie "Warum lässt Gott so viel Leid zu?", "Ist Gott überhaupt noch in Ländern wie Somalia, oder hat selbst er es lange verlassen?" In dieser Zeit erlebt Nik viel Gewalt. Einmal traf er sich mit ein paar somalischen Christen zum Abendmahl und kurz darauf wurden alle ermordet. Als dann auch noch sein Sohn starb, kehrten er und seine Frau entmutigt nach Amerika zurück. Der zweite Teil des Buches beschreibt Niks Entschluss, die Situation der verfolgten Christen in anderen Ländern kennenzulernen. Was Nik nun erfuhr, sind schier unglaubliche Geschichten. Christen aus Russland, dem Ostblock, China und weiteren Ländern erzählen ihm von ihrer Zeit in Verfolgung und Gefängnis. Von Unterdrückungen und Foltern. Und wie gerade dies ihren Glauben geschärft hat und zum Erblühen gebracht hat. War der erste Teil des Buches noch irgendwie bedrückend und traurig (manches ist mir sehr zu Herzen gegangen!), so gibt der zweite Teil Hoffnung und fordert heraus. Nik kommt zu einigen wichtigen Schlüssen, wie: "Je stärker die Verfolgung, desto stärker ist das geistliche Leben der Gläubigen." (S. 161) Da kommt man unweigerlich als Christ ins Nachdenken. Warum ist es für uns in der westlichen Kultur schon so schlimm, wenn man für seinen Glauben ausgelacht oder nicht für ernst genommen wird? Das Buch ist sehr fließend geschrieben. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich es bestimmt innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, weil der Schreibstil einfach und der Inhalt mitreißend ist. Ich werde das Buch auf jeden Fall wärmstens an Familie und Freunde weiterempfehlen und werde die Aussage eines Christen aus Osteuropa bestimmt nicht so schnell vergessen: "Gib nie in der Freiheit das auf, was wir in der schlimmsten Verfolgung nicht aufgegeben haben - unser Zeugnis von der Macht der Auferstehung Jesu Christi!" (S. 205)

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  • Kann Gott wirklich das Böse besiegen?

    Gottes unfassbare Wege
    LEXI

    LEXI

    „Kann Gott wirklich das Böse besiegen? Ist Liebe wirklich stärker als Hass? Wie kann man mitten im Dunkeln Hoffnung bewahren, und wenn es noch so wenig ist? Wie kann der Glaube in einem Irrenhaus wie Somalia überleben? Wie kann ein Christ das überfließende, sieghafte Leben, das Jesus verheißen hat, an Orten in unserer Welt leben, die die reinste Hölle sind? Funktioniert das Christentum auch in Ländern, die nicht westlich, gutbürgerlich und wohlgeordnet sind? Und wenn ja, wie?“ Der Ich-Erzähler schreibt zum Schutze der Identität vieler Menschen, die in seinem Buch vorkommen, unter dem Pseudonym Nik Ripken und berichtet zunächst von seiner ärmlichen Kindheit auf einer Farm im ländlichen Kentucky, wo er bei seinen Eltern und inmitten seiner sechs Geschwister aufwuchs. Von seinen Eltern bekam er einen ausgeprägten Sinn für Familienzusammenhalt, Ehrlichkeit, persönliche Verantwortung, Eigenständigkeit und solide Arbeitsethik als Basis mit auf den Weg. Kontakt zum Glauben hatte er lediglich durch die Sonntagsschule sowie den anschließenden Gottesdienst. Nach seinem achtzehnten Lebensjahr verließ er sein Elternhaus, um zu studieren, und als er eine junge Frau namens Ruth kennen lernte, war es für ihn wie ein Geschenk Gottes. Er verliebte sich bereits bei der ersten Begegnung in die junge Pastorentochter und fand in ihr die Frau fürs Leben. Danach ging Nik Ripken mit seiner Frau nach Afrika – und erlebte dort als Pastor eine tiefe Glaubenskrise. Nach einem Aufenthalt in Hargeysa wagte er sich als einer der ersten christlichen Helfer in die somalische Hauptstadt Mogadischu, wo nach dem blutigen Bürgerkrieg unvorstellbare Grausamkeit und Leiden herrschten. Ein somalisches Sprichwort, das ihm einer seiner einheimischen Mitarbeiter nahe brachte, zeugte in kurzen Worten vom Ausmaß des Schreckens: „Ich und Somalia gegen die Welt; ich und mein Clan gegen Somalia; ich und meine Familie gegen meinen Clan; ich und mein Bruder gegen meine Familie; ich gegen meinen Bruder“. Der Autor wird mit dahin dämmernden Lebenden und hoffnungslosen leeren Augen, unzähligen Leichen am Wegesrand und in den Hütten verhungerter Menschen konfrontiert, wo nichts anderes mehr zu tun blieb, als sie vorsichtig inmitten der verminten Straßen und Wege zu bergen, und zu begraben. Die Plünderungen, Vergewaltigungen, Misshandlungen und Folter in Somalia schilderte er als Albtraum der Gewalt und des Wahnsinns, eine Hölle des Bösen, eine Welt ohne genügend Nahrung, um zu überleben, eine Welt, in der die Kinder nicht zur Schule gehen konnten und ihre Eltern kaum damit rechneten, dass sie das Erwachsenenalter erreichen würden. Ripken musste halb verhungerte kleine brüllende Bündel Mensch aus den Armen ihrer toten Mütter nehmen, die vor Hunger und Entkräftung starben, während sie ihre Babys stillten. Durch den fanatischen Glauben der Einwohner Somalias an die Überlegenheit des Islams und deren völlige Ablehnung des Christentums wurden die Hilfseinsätze des Autors zu höchst riskanten Unternehmen, für die viele seiner somalischen Helfer mit dem Leben bezahlten. Ripken stand vor dem Problem, in einem Land, wo christliche Mission gesetzlich verboten war, offen über Jesus zu reden. Und er erkannte auch rasch, dass die Menschen in Somalia zwar dringend Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Schutz vor den Elementen benötigten, dass sie aber beinahe ebenso dringend jemanden brauchten, der für sie da war, ihnen zuhörte, dem sie ihre Geschichte erzählen konnten. Durch einfaches Zuhören und Gespräche „von Mensch zu Mensch“ konnte er ihnen ein Stück Menschenwürde zurückgeben. Ripkens Problem war es jedoch, angesichts all dieses Elends nicht abzu- stumpfen, die Gefühle zu stählen, ohne das sein Herz dabei hart würde. Seine Hilfseinsätze waren tägliche körperliche und emotionale Schwerst-arbeit, während rings um ihn herum das Rattern der Gewehre und die Blitze explodierender Granaten zu hören war. Einzig sein Glaube an Gott und der Rückzug zu seiner Ehefrau Ruth und seinen drei Söhnen Shane, Timothy und Andrew gaben ihm die Kraft, weiter zu machen. Die Pastorentochter war der Stützpunkt seiner Hilfsorganisation, Mutter seiner Kinder und fungierte als Familienmanagerin, unterstützte ihren Mann, wo sie nur konnte. Der Autor erlebte in seinen Jahren in Afrika auch persönliche Tragödien, als seine gesamte Familie schwer an Malaria erkrankte, und als sein Sohn Timothy im Alter von nur sechzehn Jahren an einem schlimmen Asthmaanfall starb. Als Ruth und Nik im Zuge eines Forschungsprojektes freigestellt wurden, besuchten sie ein halbes Dutzend ehemaliger Ostblockstaaten und erkannten, dass der christliche Glaube auch an den schwierigsten, feindseligsten Orten der Welt überleben kann. In Russland erlebte er beispielsweise hautnah die Christenverfolgung mit, und erzählt unter anderem die tragische Geschichte seines Bekannten Dimitri, der seinen Glauben leben und auch seine Söhne im christlichen Sinne erziehen wollte. Verfolgung war für die Pastoren in solchen Gegenden ebenso etwas Alltägliches wie in Somalia. Auch in der Ukraine musste er mit ansehen, wie das Regime der kommunistischen Länder versuchte, die Seele oder zumindest die Identität der Menschen, die als Bedrohung galten, zu zerstören. Jahrelange Haft, Folter und Misshandlungen waren an der Tagesordnung. Der Bericht seines Aufenthalts in China umfasst die Überwachung und Beschattung der so genannten Hausgemeindechristen durch die Polizei und dem unvorstellbar grausamen Vorgehen der Schwangerschaftspolizei, wo Zwangsabtreibungen nur ein Beispiel für den Versuch der Regierung waren, alle Lebensbereiche des Einzelnen zu kontrollieren. Der Glaube an Gott stellte für diese Regierung eine Bedrohung dar, und wurde mit allen Mitteln bekämpft. Nik Ripken betrachtete seine Chinareise als einer der größten Schlüssel- und Wendepunkte seines geistlichen, persönlichen und beruflichen Lebens. Nach seinem Einsatz in Südostasien resümiert der Autor: „Wir fanden Jesus – und entdeckten, dass er auch im 21. Jahrhundert lebt und handelt. Er offenbart sich in Leben, Worten und in Auferstehungs-glauben verfolgter Christen. Diese Christen leben nicht nur für Jesus, sie leben jeden Tag mit ihm. Und sie haben mir eine ganz neue Perspektive zum Thema „Verfolgung“ geschenkt. „Ich habe nicht auf alle meine Fragen Antworten gefunden. Ich weiß immer noch nicht genau, wohin die Reise geht. Aber ich bin sicher, dass es sich lohnt, die Fragen zu stellen – und dass Gott ein geduldiger, wenn auch zuweilen anspruchsvoller Lehrer ist“. Dieses Buch hat mich mit seinen grauenhaften Details über die Zustände nach dem Bürgerkrieg in Somalia und der Grausamkeit der Christenverfolgung in den ehemaligen Ostblockstaaten tief betroffen gemacht. Der schonungslose und offene Bericht des Autors kann den Leser unmöglich unberührt lassen, Nik Ripkens mutiger Einsatz verlangt großen Respekt und Bewunderung ab. Inhaltlich kann ich dieses Buch jedem Menschen ans Herz legen, der einmal einen Blick „über den Tellerrand“ riskieren und über beinahe unvorstellbare Zustände in ein wenig entfernteren Regionen dieser Welt lesen möchte. Mein Abzug eines Bewertungssternes ist auf dem sprunghaften Schreibstil des Autors begründet (unvermittelter Wechsel in der Zeit und der Perspektive). Hier wären Orts- bzw. Jahreszahlangaben hilfreich gewesen.

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    • 2
    Floh

    Floh

    14. August 2014 um 07:26
  • Leserunde zu "Gottes unfassbare Wege" von Nik Ripken

    Gottes unfassbare Wege
    Arwen10

    Arwen10

    Der christliche Brunnen Verlag hat zusammen mit Open Doors einige sehr interessante Bücher herausgegeben, eines davon ist: Gottes unfassbare Wege von Nik Ripken/Gregg Lewis Zum Inhalt: Handelt Gott heute noch? Als Jugendlicher erfährt Nik Ripken Gott auf ungewöhnliche Weise. Er nimmt seinen Ruf an und geht 1992 nach Somalia. Fassungslos erlebt er die Not und Dunkelheit in dem Bürgerkriegsland. Dort gewinnt er das Vertrauen vieler Menschen und erfährt tiefe Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Doch die Verhältnisse in Somalia erschüttern sein Vertrauen auf Gott: Wirkt Jesus als Auferstandener heute überhaupt noch? Oder ist das mit Gott alles bloß noch Geschichte? Erst als Ripken Christen kennenlernt, die Verfolgung im Glauben durchgestanden haben, findet er neue Hoffnung: In der ehemaligen Sowjetunion, in China und islamisch geprägten Staaten verschwinden seine tiefen Zweifel an einen lebendigen Gott. In mehreren muslimischen Ländern erlebt er staunend, dass Jesus wie in der Apostelgeschichte in Träumen und Visionen wirkt. Durch die Begegnungen mit verfolgten Christen wird Ripkens Glaube radikal verwandelt und erneuert. Dies ist sein spannender und aufwühlender Bericht. Ich fühlte mich von Niks Schilderungen in die Zeit der ersten Apostel zurückversetzt. und doch geschieht das alles in unserer Zeit! aus dem Vorwort von Markus Rode Infos zu den Autoren: Nik Ripken Nik Ripken ist ein Pseudonym, das der Autor zum Schutz seiner Kontaktpersonen gewählt hat. Gregg Lewis Gregg Lewis, Journalist und Autor sowie Coautor von mehr als 50 Büchern, lebt in Rome, Georgia / USA. Ein Blick auf die Homepage von Open Doors: http://www.opendoors.de/ Von den Bewerbern hätte ich gerne gewußt, ob sie sich schon mal mit dem Thema Christenverfolgung beschäftigt und darüber gelesen/gehört haben  ? Voraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde in allen Abschnitten und das Schreiben einer Rezension. Die Rezension bitte möglichst weit verbreiten, darüber freut sich auch der Verlag . Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Bitte bewerbt euch bis zum 28.08.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 29.08. im Laufe des Tages.

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    • 61
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    14. October 2013 um 13:05
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    Minni schreibt Diese Heilungswunder und so haben mich auch fasziniert. Ich habe zwar schon ein paar Mal gehört, dass gerade solche Visionen von Jesus öfters in islamischen Ländern vorkommen, aber irgendwie ist ...

    Das habe ich mir auch gedacht!

  • Ein aufrüttelnder Bericht

    Gottes unfassbare Wege
    SiCollier

    SiCollier

    Verfolgung, das ist für uns wie die Sonne, die im Osten aufgeht. Sie kommt immer wieder. Das ist unser Alltag, das ist nichts Besonderes oder Unerwartetes. (Seite 170) Meine Meinung „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Joh 18.36) Selten habe ich eine so eindrückliche Auslegung dieses Jesuszitats gefunden wie hier durch dieses Buch, das in zwei Teile zerfällt: in die Zeit des Autors in Afrika und die dann folgenden Reisen durch die ganze Welt. Den Missionsbefehl Jesu („Geht hinaus in alle Welt“) hat der Autor wörtlich genommen, auch wenn das teilweise jahrelang hieß, kein Wort über Glauben und Religion zu verlieren und darauf zu hoffen, daß die selbstlose Hilfe ein Beispiel ist, das für sich selbst spricht. Nik Ripken ist ein Pseudonym. Und wenn man das Buch liest, wird man sehr schnell verstehen, weshalb er - auch Jahre nach den berichteten Ereignissen - seine Identität verbergen muß. Denn für seine Gesprächspartner oder auch die Menschen, denen er geholfen hat, könnte es sonst gefährlich werden - lebensgefährlich, wie mehrfach im Buch nachzulesen ist. So liest man auf Seite 128f von einem Leserbrief und Antwort des Herausgebers der Zeitung auf die Frage, weshalb man somalische Christen töten sollte. Er schrieb sinngemäß, daß es nicht „kosteneffektiv“ sei, die Ausländer (gemeint sind die Helfer) umzubringen, weil die dann zu Martyrern würden. Besser brächte man die somalischen Christen um, weil dann die Ausländer ausreisen würden, weil sie nicht ansehen könnten, wie ihre Glaubensbrüder umgebracht würden. In ausreichend nüchterner Sprache, so daß das zu ertragen ist, erzählt der Autor von seinem eigenen Werdegang wie auch seiner Tätigkeit in Afrika, vor allem Somalia. Er berichtet von dem unsäglichen Leid und den Clankriegen, die es oft unmöglich machen, den betroffenen Menschen zu helfen. Nach der Rückkehr in die USA widmete sich Ripken einem anderen Projekt: er ist viele Jahre lang in Länder gereist, in denen Christen (oft systematisch) verfolgt wurden und werden,um mit den Betroffenen zu sprechen und zu lernen, wie sie unter solchen Bedingungen überlebt haben. Dabei kam er nach Rußland, in Länder des ehemaligen Warschauer Paktes, aber auch nach China oder islamische Länder. Die Betroffenen, mit denen er unter teilweise widrigen Umständen sprechen konnte, erzählen von Verfolgungen, die mich an die Zeit der ersten Christen hat denken lassen. Jesus hat solches ja vorausgesagt - und es hat sich offensichtlich bis heute daran nichts geändert. Gleichzeitig machen diese Berichte deutlich, unter welch fast schon paradiesisch zu nennenden Umständen wir Christen hier in den westlichen Ländern leben. Sicher gibt es eine zunehmende Säkularisierung, die teilweise bis hin zur Christen- und/oder Glaubensfeindlichkeit geht. Aber mit Schwierigkeiten und Verfolgung, wie viele unserer Glaubensbrüder und -schwestern in anderen Ländern dieser Erde (Mitgliedsstaaten der UN!) zu tun haben, sind wir hier (noch?) verschont. In meiner Rezi zu Davis T. Bunns und Janette Okes Buch „Die Flamme der Hoffnung“ habe ich u. a. über das „Feuer der Begeisterung“ geschrieben: Wie überhaupt seinerzeit jenes Feuer, das heute weithin erloschen zu sein scheint, allgegenwärtig brannte. Irgendwann beim Lesen stellte sich mir die Frage, wann dieses Feuer eigentlich heruntergebrannt, die Begeisterung verschwunden und sich eine Art „statisches Leben“, in dem für Wunder kein Platz mehr war, eingestellt hatte. Wenn man „Gottes unfassbare Wege“ liest wird man unversehens darauf gestoßen, daß eben dieses „Feuer“ auch heute noch so stark brennt wie vor rund zweitausend Jahren. Immer mehr hat sich mir der Eindruck aufgedrängt, daß starre Organisation, daß ein Eintauchen zu sehr in „diese Welt“ schädlich für den Glauben ist, und es uns Christen vermutlich gut täte, ein ordentliches Stück von „dieser Welt“ abzurücken. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Was dieser Satz bedeutet, welche Sprengkraft in ihm enthalten ist (vgl. Seite 272f), durchzieht dieses Buch wie ein Leitmotiv, was den Leser zwingt, immer wieder die eigene Denkweise, die eigene Position infrage zu stellen. Gerade für uns in „sicheren Ländern“ lesenswert. Denn wegen des Besitzes einer Bibel kommt hier niemand ins Gefängnis oder wird gar umgebracht. Ganz im Gegensatz etwa zu China oder Somalia. Kurzfassung In nüchterner Sprache ein eindrücklicher Bericht aus erster Hand über die Schwierigkeiten, Menschen in Kriegsgebieten helfen zu wollen sowie Leid und (Christen-)Verfolgung in unseren Tagen. Lesenswert gerade für uns, die wir das nur aus den Nachrichten kennen.

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    • 2
  • Geschichten, die berühren und erschrecken zugleich

    Gottes unfassbare Wege
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    28. September 2013 um 20:07

    Inhalt: Nik Ripken erfährt Gott als Jugendlicher auf ungewöhnliche Weise und folgt später seinem Ruf nach Somalia. Doch die Not und Dunkelheit in dem Bürgerkriegsland erschüttern sein Vertrauen auf Gott: Wirkt Jesus als Auferstandener heute überhaupt noch? Dann lernt er in China, in der ehemaligen Sowjetunion und islamisch geprägten Ländern Christen kennen, die Verfolgung im Glauben durchgestanden haben. Durch diese Begegnungen wird sein Glaube radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender und tief berührender Bericht. Gekürzt: Nik Ripken erfährt Gott auf ungewöhnliche Weise. Als er Nothilfe in Somalia leistet, wird sein Vertrauen jedoch tief erschüttert: Wirkt Jesus heute überhaupt noch? Dann begegnet er in China, Russland und islamischen Ländern Christen, die Verfolgung durchgestanden haben. Sein Glaube wird radikal verwandelt und erneuert. Hier sein spannender Bericht. Meine Meinung: Als ich mit dem Buch angefangen habe, war ich erst etwas skeptisch. Christenverfolgung??? Wo kann das denn so stark praktiziert werden. Jetzt bin ich schlauer. In seinem Buch beschreibt Nik Ripken (ein Pseudonym um sich zu schützen - wer das Buch liest, wird verstehen warum) im ersten Teil seine Erlebnisse in Somalia. Trotz Christenverfolgung, gibt es dort immer noch genügend Christen, die es sich nicht nehmen lassen an Gott und Jesus zu glauben und auch zu beten.  Diese Umstände werden in diesem Buch so faszinierend und erschreckend zugleich dargestellt.  Der zweite Teil in diesem Buch handelt allerdings nicht mehr von Missionsarbeit, sondern von einer Reise durch die ganze Welt um mit Christen in den verschiedensten Ländern in Kontakt zu treten und ihr Leben mitten in der Christenverfolgung näher kennen zu lernen. Auch hier kann man nur sagen, dass diese Geschichten jeden Christen berühren. Man kann wirklich froh sein, in einem Land leben zu dürfen, in dem es keine Verfolgung gibt und man seinen Glauben frei und ohne Einschränkungen praktizieren kann.  Fazit: Ein Buch gefüllt mir wahren Geschichten über die Christenverfolgung in der ganzen Welt. Auf jeden Fall lesenswert. 

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  • Wow! Was für ein bewegendes und herausforderndes Buch!

    Gottes unfassbare Wege
    cho-ice

    cho-ice

    18. July 2013 um 18:27

    Fast hätte ich dieses Buch verpasst. Der Titel und insbesondere der Untertitel hatten mich wenig angesprochen; ich dachte: „Das kenne ich alles schon.“ Doch dann wurde ich förmlich von Gott auf dieses Werk gestoßen, als ich den Ausschnitt eines Vortrags des Autoren Nik Ripken sah. Ich war völlig fasziniert von diesem kleinen Mann, der wirklich unfassbare Geschichten erzählte, und so wusste ich: Dieses Buch muss ich lesen! Und meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. „Gottes unfassbare Wege“ ist ein außergewöhnliches Buch. Es ist eine der spannendsten Biografien, die ich je gelesen habe (und ich liebe Biografien!). Gleichzeitig ist es ein Buch voller wahrer Geschichten von anderen Menschen, denen Nik (übrigens ein Pseudonym zum Schutz seiner Kontaktpersonen) auf der ganzen Welt begegnet ist. Und bei alldem ist es ebenso ein zutiefst geistliches Buch, das die großen Fragen nach dem Warum und der Souveränität Gottes stellt und den Leser nicht so bleiben lässt, wie er ist. Der Beginn von Niks Weg mit Gott ist schon eine unglaubliche Geschichte für sich. Gott ruft ihn im Jugendalter ganz persönlich und kaum bekehrt ist er schon auf der Bibelschule. Dort begegnet er auch seiner zukünftigen Frau Ruth, die einen klaren Ruf in die Mission hat. Schon bald ist klar, dass dies auch Niks Herzensanliegen ist und so reisen die Ripkens aus ihrem Heimatland, den USA, nach Afrika. Dort dienen sie zunächst in Malawi und Südafrika, bevor sich ihnen die Türen nach Somalia öffnen. Was sie dort erleben bringt sie an ihre seelischen, geistlichen und körperlichen Grenzen. Nach sechs Jahren müssen sie das vom Bürgerkrieg gezeichnete Land mit ihrer Organisation wieder verlassen und kehren in die USA zurück, innerlich gebrochen und aufgewühlt. Dort reift in ihnen der Gedanke, mit Christen auf der ganzen Welt zu sprechen, die ihr Christsein unter ähnlich extremen Bedingungen leben wie in Somalia. Gott versorgt sie mit den nötigen Mitteln und so lernen sie Christen aus der ehemaligen Sowjetunion, China und islamisch geprägten Ländern kennen. Die Lebensgeschichten dieser Menschen werden für sie zu einer neuen Hoffnung, dass Gott heute immer noch wirkt und erfahrbar ist, auch unter schwierigsten Bedingungen. Die Schlüsse, die sie daraus ziehen, sind brandaktuell und im besten Sinne beunruhigend. Sehr ehrlich stellen sie sich der Frage, warum die Christen in der westlichen Welt eine völlig andere Sicht von Verfolgung haben als die Menschen, die tatsächlich verfolgt werden. Die unfassbaren Wege Gottes (wörtlich übersetzt lautet der englische Titel: „Der Wahnsinn Gottes“) rauben einem beim Lesen schier den Atem und machen doch gleichzeitig Mut, selbst mehr für Jesus zu wagen. Ein wichtiges und gleichzeitig literarisch ausgesprochen gelungenes Buch – ich empfehle es jedem, der spannende (wahre) Geschichten mag, jedem, der für Gott etwas bewegen will (für angehende Missionare sollte dieses Buch Pflichtlektüre werden!) und auch jedem, der in seinem Leben und Glauben an seine Grenzen gekommen ist und neue Inspiration braucht.

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