Nika Lubitsch Das 5. Gebot

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Inhaltsangabe zu „Das 5. Gebot“ von Nika Lubitsch

Die Engländerin Vicky findet im Berliner Grunewald eine Leiche, die aussieht wie ihre Zwillingsschwester. Als ihre Mutter in England getötet wird und Vicky mit viel Glück einen Mordanschlag überlebt, ahnt sie, dass es ein dunkles Familiengeheimnis geben muss. Die Suche nach der Wahrheit führt Vicky quer durch Europa und weit zurück in die Vergangenheit. Es beginnt ein Wettlauf mit dem Tod. „Das 5. Gebot“ ist der zweite Kriminalroman von Nika Lubitsch, die mit „Der 7. Tag“ den deutschen Kindle-Bestseller des Jahres 2012 geschrieben hat. Auch mit ihrem zweiten E-book eroberte die Berliner Autorin innerhalb kürzester Zeit Platz 1 der Krimi-Bestsellerliste. (Quelle:'Flexibler Einband/03.05.2013')

Ein toller Krimi rund um ein Familiengeheimnis.

— Bilie
Bilie

Was denkst Du, wenn du eine Leiche findest und glaubst, in einen Spiegel zu schauen?

— MartinaSchein
MartinaSchein

Etwas verwirrender, zu konstruierter Thriller über ein Familiengeheimnis rund um die RAF.

— Hortensia13
Hortensia13

Ein spannender Thriller um ein Familiengeheimnis

— Buchdaisy
Buchdaisy

Von Beginn an sehr rasant und spannend erzählter Krimi, dessen Story jedoch im Hinblick auf die Themenvielfalt etwas zu überladen wirkt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Wieder ein absolut lesenswertes Nika-Lubitsch-Buch

    Das 5. Gebot
    Bilie

    Bilie

    01. November 2016 um 13:38

    Nach dem ersten Roman von Nika Lubitsch "Der 7. Tag" habe ich mir schon bald den nächsten Krimi von ihr gekauft - und wurde nicht enttäuscht.Sehr gefreut hat mich dabei erst einmal, dass die Haupthandlung wieder in Berlin stattfindet und ich mich mit den Schauplätzen sehr vertraut gefühlt habe. Manchmal wirkt die Handlung etwas zu konstruiert und zu sehr "zurecht gebogen" , aber alles in allem kann ich das Buch nur weiter empfehlen. Aber Vorsicht: Nika Lubitsch macht süchtig! 

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  • Was denkst Du, wenn du eine Leiche findest und glaubst, in einen Spiegel zu schauen?

    Das 5. Gebot
    MartinaSchein

    MartinaSchein

    25. October 2016 um 17:54

    Das 5. Gebot hielt mich vom Anfang des Buches bis zu seinem Schluss gefangen. Und das nicht nur, weil dieses Gebot in der Geschichte gleich mehrfach gebrochen wird. Dieses Buch ist wie bereits »Der 7. Tag« spannend und temporeich geschrieben. Oftmals hatte ich den Eindruck, nur so durch die Handlungen zu fliegen, wozu der flüssige Schreibstil nicht unerheblich beigetragen hat. Erneut habe ich meinen Reader erst nach dem letzten Satz aus der Hand gelegt.Wie schon im ersten Buch setzt Nika auf Amateure als Ermittler und nicht auf Kommissare, Inspektoren oder Privatdetektive. Zusammen mit einem Freund versucht die Protagonistin Vicky das Geheimnis um ihre Familie – vor allem aber um ihre ermordete Zwillingsschwester – von der sie nichts weiß – zu lüften.Außer dem Ich-Blickwinkel von Vicky wird die Story auch aus der Perspektive anderer Figuren erzählt, was in meinen Augen schön zur Auflockerung beiträgt.Trotz ihrer Komplexität besitzt die Geschichte eine durchgehende und stimmige Handlung.Die Protagonisten sind sehr glaubwürdig dargestellt und beschrieben. Die psychische Belastung der Protagonistin auf der Flucht vor ihren Mördern und den daraus resultierenden Fehlern (bei ihrem Mann auf der Arbeit anzurufen war mein erster Gedanke) ist sehr gut gezeichnet und nachvollziehbar. Auch, dass sie keine Heldin a la Lara Croft ist, sondern eine ganz normale Frau mit Stärken und Schwächen, macht die Geschehnisse glaubwürdig.Die weiteren beteiligten Personen, wie Vickys Mutter, Vickys Mann George, ihren Freund Leo, der ihr ohne groß zu fragen hilft sowie Dominique Durand, der Verlobte von Isabelle kommen ebenfalls sehr sympathisch rüber und wirken auch authentisch.Die Gedankensplitter des großen alten Fuchses Gerhard Grunwald über seine ›Frauensammlung‹ haben bei mir zu Beginn des eBooks andere Assoziationen ausgelöst und mich auf eine falsche Fährte geführt. Zunächst habe ich ihn für einen psychopathischen Verbrecher gehalten.Sehr interessant fand ich die Sprünge in die Vergangenheit. Nika Lubitsch hat ferner die beiden historische Ereignisse aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die damals aktuellen Themen RAF und Jonestown in Guyana, geschickt eingeflochten.Die Auflösung empfand ich als überraschend und keineswegs vorhersehbar, was das Buch für mich gleich noch einmal so gut macht.

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  • Du sollst nicht töten

    Das 5. Gebot
    Hortensia13

    Hortensia13

    01. August 2016 um 10:39

    Vicky geht jeden Morgen laufen, rund um den Schlachtensee. Eines Morgens stolpert sie über eine Frauenleiche, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Von da an scheint ein tödlicher Zufall nach dem anderen zu geschehen. Bis Vicky feststellen muss, dass das keine Zufälle sind, sonder jemand will sie umbringen. Sie macht sich auf die Suche nach einem möglichen Mordmotiv und kommt einem unheimlichen Familiengeheimnis auf die Spur. Die Geschichte fand ich zu konstruiert und gewollt. Sie war lange zu verwirrend, um als Leser richtig folgen zu können. Hauptthematik des Buches sind die 70iger Jahre in Deutschland mit der Terrororganisation RAF. Leider nicht gelungen.

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  • Ein Krimi der alles für einen Thriller mitbringt

    Das 5. Gebot
    Natalie77

    Natalie77

    25. July 2013 um 23:01

    Inhalt: Vicky stolpert beim joggen über eine Leiche die aussieht wie sie. Das ist aber unmöglich denn sie ist ein Einzelkind. Kurz darauf wird ihre Mutter bei einem Einbruch getötet. Als dann auch ein Anschlag auf Vicky verübt wird wird ihr klar das irgendetwas nicht stimmt. Scheinbar hat es jemand auf sie abgesehen. Sie flüchtet und versucht raus zu finden wer ihr Schaden will. Meine Meinung: Das 5. Gebot ist das zweite Buch von Nika Lubitsch und für mich war er noch ein tick besser wie der erste Band. Hier gibt es keine klassische Ermittlungsarbeit. Vicky geht den Dingen mit Hilfe ihres Freundes Leo selber auf den Grund. Dabei macht sie den ein oder anderen Fehler der sie wieder ins Visier der Verfolger bringt. manch eine Reaktion von ihr kann man nicht so ganz verstehen habe ich aber einfach mit der Flucht erklärt. Nika Lubitsch hat die Protagonisten sehr authentisch dargestellt. Vicky ist auf der Flucht das ist eine große psychische Belastung und dann denkt man manchmal nicht an das Naheliegenste. So versucht sie ihren Mann zu erreichen aber versucht es nicht bei ihm an der Arbeit. Solche Fehler machen diese Flucht aber noch realer. Vicky ist keine Superheldin sondern eine normale Frau die versucht am Leben zu bleiben und dabei noch raus zu finden was überhaupt los ist. Dabei kommen verblüffende Geschehnisse aus der Vergangenheit zu Tage. Es gibt noch andere wichtige Personen. George der Mann von Vicky der sich wundert warum sie sich nicht meldet aber sich zunächst nicht viel dabei denkt. Die Umstände sind so das sie sich nicht erreichen können, ob eigenes Verschulden oder ausgeklügelter Plan ist immer verschieden. Dann ist da Leo, ihn fand ich witzig und als Freund hätte ihn jeder gerne. Ohne hinterfragen ist er da und unterstützt Vicky. Da lässt er alles stehen und liegen und ist eine große Stütze. Er bringt ein wenig Lockerheit in die Geschichte. Diese Lockerheit tut gut zwischen all dem Ernsten was die Morde, die Flucht und alles andere mit sich bringt. Die Spannung ist recht schnell vorhanden und reißt auch nie ab. Ich hätte dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen wenn ich nicht noch anderes hätte tun müssen. Überhaupt lies es sich wieder sehr leicht lesen was an den kurzen Kapiteln, der großen Schrift und natürlich an dem flüssigen Schreibstil liegt. Das Ende kommt zum richtigen Zeitpunkt. Die Auflösung ist eine Überraschung und wäre so für mich nie zu erahnen gewesen. Das Buch ist wie auch schon der Vorgänger in sich abgeschlossen und kann in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Mein Fazit: Das Buch ist als Kriminalroman ausgeschrieben bringt aber alles für einen guten Thriller mit.

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  • Für Thriller-Fans zu empfehlen

    Das 5. Gebot
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    24. July 2013 um 11:39

    Die Engländerin Victoria McIntosh findet in Berlin Grunewald eine Leiche, die aussieht wie sie selbst. Völlig geschockt flieht sie vom Tatort. Als ihre Mutter kurze Zeit darauf in England getötet wird und sie selbst nur knapp einem Mordanschlag entkommt, ahnt Vicky, dass es ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit geben muss. Die Suche nach der Wahrheit führt Vicky quer durch Europa. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn sie ist nun manchen Menschen im Weg und soll sterben. Das zweite Buch von Nika Lubitsch, ist nun vom Umfang her schon einiges dicker, konnte mich mit seiner Handlung aber leider nicht so überzeugen, wie das erste Buch. Victoria McIntosh ist Engländerin die wegen der beruflichen Karriere ihres Mannes nach Berlin gezogen ist. Beim Joggen an einem See stößt sie auf eine weibliche Leiche, die ihr selbst wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Scheinbar ihre Zwillingsschwester, dabei ist sie als Einzelkind aufgewachsen. Nur kurz danach wird ihre Mutter in England getötet. Der scheinbare Autounfall war in Wahrheit ein tödlicher Mordanschlag. Vicky ist entsetzt und entkommt selbst nur knapp dem Tod. Wer hat es auf sie abgesehen? Und welche Geheimnisse birgt ihre Vergangenheit? Nika Lubitsch spinnt hier eine interessante Geschichte, die hauptsächlich in England und Frankreich spielt. Ihr Schreibstil ist wieder sehr spannend und temporeich und zwingt den Leser das Buch nicht aus der Hand zu legen. Victoria und ihr Mann sind mir allerdings beide nicht sympathisch, weswegen es mir schwer viel mich mit den Protagonisten verbunden zu fühlen und vollkommen in die Handlung einzutauchen.  Die Basis der Handlung sind wahre Begebenheiten, die ich trotzdem im Zusammenhang irgendwie nicht so ansprechend fand, dass mich diese Geschichte vollkommen faszinieren konnte. Was anfangs spannend begann, verliert sich im Lauf der Geschichte und wird unglaubwürdig.  Vicky verliert also ihr Handy, ihr Mann ebenso. Kurz zuvor sagt Vicky sie kann ihren Mann nicht in der Firma anrufen, da er dies nicht so gerne mag. Einige Seiten später ruft sie ihn wie selbstverständlich in der Firma an und tut ganz verwundert, weil sie nicht früher drauf gekommen ist. Andererseits tut sie dies aber auch erst nach einer Woche. In dieser Notsituation würde doch jeder normale Mensch sofort alles Mögliche versuchen um den Mann zu erreichen, oder nicht? Als sich Vicky dann auch noch bei einem ihrer besten Freunde versteckt, sucht ihr Mann sie überall, aber nicht bei ihm. Auch irgendwie unglaubwürdig. Das sind alles Kleinigkeiten, die einen Handlungsablauf aber dennoch stören und nicht ganz zueinander passen. Das Ende ist mir dann zu verwirrend und durcheinander. Musste manches zweimal lesen um den Zusammenhang genau zu verstehen und zu folgen. Dass die Autorin das besser kann, hat sie mit ihrem ersten Buch bewiesen. Fazit: Ein durchaus lesbares Buch, das besonders für Thriller-Fans interessant ist. Allerdings wird man auch nichts verpassen, wenn man dieses Buch erst mal links liegen lässt. Wenn Nika Lubitsch, dann lieber zum ersten Buch "Der 7. Tag" greifen.

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  • Du sollst nicht töten

    Das 5. Gebot
    Bellexr

    Bellexr

    08. July 2013 um 17:20

    In letzter Zeit plagt die Engländerin Vicky immer wieder ein Alptraum aus Kindertagen. Auch an diesen Morgen wacht sie weinend auf und beschließt kurzentschlossen, im Morgengrauen joggen zu gehen. Durch die Schreie einer Frau im Berliner Grunewald aufmerksam geworden, entdeckt Vicky im Gebüsch eine Leiche. Die ermordete Frau sieht genauso aus wie sie. Voller Panik flieht die Anwältin nach Hause. Ihr Ehemann glaubt an eine Sinnestäuschung. Als kurz darauf ihre Mutter stirbt, reist Vicky nach England und entgeht dort nur knapp einem Mordanschlag. Bei ihrer anschließenden Suche nach dem Grund für den Anschlag wie auch dem rätselhaften Tod ihrer Mutter, stößt Vicky auf ein altes Familiengeheimnis, dass jemand allerdings unbedingt geheim zu halten versucht. Ein tödlicher Wettlauf quer durch Europa beginnt. Die Engländerin Viktoria McIntosh lebt zusammen mit ihrem Ehemann seit einem guten halben Jahr in Berlin und gewöhnt sich so langsam ein. Ihren Beruf als Rechtsanwältin hat sie zugunsten der Familienplanung und noch mangelnder Deutschkenntnisse vorerst aufgegeben und vertreibt sich die Zeit derweil mit joggen und Deutsch lernen. Als sie eines Morgens die Leiche einer Frau findet, welche wie ihre Zwillingsschwester aussieht, ändert sich das geruhsame Leben von Vicky dramatisch. Der Fokus des Krimis liegt bei den gefahrvollen Erlebnissen von Vicky, jedoch sind auch immer wieder einige kurze Handlungsstränge eingebaut, die anfangs sehr verwirren. Immer wieder erzählt ein Mann von unterschiedlichen Menschen, zumeist Frauen, welche er gekannt hat und die gestorben sind. Hat er diese Menschen getötet, sind sie einem Unfall zum Opfer gefallen oder einen natürlichen Tod gestorben? Gerade der Sprachstil lässt Letzteres eher nicht vermuten, die Lösung präsentiert sich einem ziemlich am Ende. Allerdings waren mir dann die Bezeichnungen, welche der Mann für die Frauen benutzte, absolut unverständlich bzw. empfand ich sie als unpassend. Wenn man sehr genau liest, kann man zudem mithilfe einer weiteren kurzen Szene schnell auf den Täter und dessen Motiv schließen, dies nimmt jedoch kaum die Spannung aus dem Krimi. Die Story selbst gestaltet sich von Beginn an sehr rasant, spannend und rätselhaft. Fesselnd und unterhaltsam erzählt Nika Lubitsch die Flucht von Vicky quer durch Berlin, Großbritannien und Frankreich. Je länger die Geschichte jedoch dauert, umso überladener kam sie mir vor. Es geht zum einen um den Massenselbstmord und Massenmord  von Jonestown im Jahr 1978 in Guyana. Die RAF ist ein weiteres Thema, wie auch die Lehmann-Pleite und auch die ETA hat einen Minipart inne. Das war mir irgendwann alles ein wenig zu viel des Guten, zumal auf alle Themen mehr oder weniger nur am Rande eingegangen wurde. Und auch das Verhalten des Täters am Ende des Krimis war mir dann doch etwas zu simpel umgesetzt, bedenkt man den Aufwand, welchen er im Vorfeld betrieben hat. Gelungen sind die Charakterzeichnungen. Vicky, bisher eine sozial engagierte Anwältin, langweilt sich mehr oder weniger in Berlin. Ihrem Selbstbewusstsein bekommt dies auf Dauer auch nicht so gut, sie fühlt sich unausgefüllt. Der Tod ihrer Mutter geht ihr sehr nahe und diese Gefühle wie auch ihre Angst vor dem unbekannten Täter beschreibt Nika Lubitsch sehr einfühlsam und glaubwürdig. Besonders gut hat mir allerdings der beste Freund von Vicky gefallen, der sie tatkräftig bei der Lösung des Falls unterstützt. Der Londoner Theaterkritiker ist wirklich der beste Freund, den sich eine Frau nur wünschen kann, ausgestattet mit einem herrlich trockenen, oftmals auch zynischen Humor und sehr pragmatisch veranlagt. Fazit: Ein von Beginn an sehr rasant und spannend erzählter Krimi, dessen Story mir jedoch im Hinblick auf die Themenvielfalt etwas zu überladen war.

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  • Wer ist die Tote im Grunewald?

    Das 5. Gebot
    Girdie

    Girdie

    04. July 2013 um 21:21

    „Das 5. Gebot“ ist ein Kriminalroman aus der Feder von Nika Lubitsch. Er umfasst 280 Seiten inklusive Prolog, 63 Kapiteln und Epilog. Der Titel des Buchs bezieht sich auf das fünfte Gebot der Christen und Juden „Du sollst nicht töten“, das in dieser Erzählung einige Male gebrochen wird. Das Cover ist im gleichen Stil mit auffälligen roten Elementen auf weißem Grund gestaltet wie das sehr erfolgreiche Buch der Autorin „Der 7. Tag“, inhaltlich jedoch ganz verschieden davon. Ein abgebildetes Giftfläschchen bezieht sich auf ein Ereignis, das im Buch geschildert wird, bei dem wichtige Personen dieses Romans aufgrund ihrer Erkrankung dem Tod durch Gift entgehen. Ein altes Foto aus den 1950er Jahren zeigt eine junge Frau, die die Mutter der Protagonisten sein könnte, um die sich ein Geheimnis rankt. Die Erzählung beginnt in der Gegenwart. Vicky McIntosh ist Britin und von Beruf Rechtsanwältin. Ihren Beruf übt sie jedoch zur Zeit nicht aus, weil sie vor einem halben Jahr mit ihrem Mann nach Berlin gezogen ist und bisher keine geeignete Stelle gefunden hat, was eventuell an ihren fehlenden Sprachkenntnissen liegt. Bei ihrer morgendlichen Joggingrunde wird sie von einer hysterischen Frau auf deren Fund aufmerksam gemacht und fällt dabei förmlich über eine Leiche. Zu ihrem Entsetzen sieht sie, dass die Tote ihr sehr ähnlich sieht, wie eine Zwillingsschwester. Doch das kann nicht sein, denn sie ist das Einzelkind einer allein erziehenden Mutter aufgewachsen. Ihr Vater ist kurz vor ihrer Geburt verstorben. Dann erhält sie die Nachricht, dass in das Haus ihrer Mutter Fiona  in England eingebrochen und diese dabei schwer verletzt wurde. Fiona stirbt noch vor Vickys Eintreffen. Und dann hat Vicky einen schweren Verkehrsunfall. Sie stellt sich die Frage, ob ihr jemand nach dem Leben trachtet. Und war der Tod ihrer Mutter auch beabsichtigt? Vicky begibt sich auf die Suche nach möglichen Zusammenhängen. Die von Nika Lubitsch erdachte Geschichte ist komplex, folgt jedoch einer durchgehenden Handlung. Der Sprachstil ist nicht immer besonders ausgefeilt. Gerade zu Beginn hat mich die fließende deutsche Sprache ohne britische gesetzte Akzente der doch kaum deutsch sprechenden Vicky irritiert. Der Roman hat mich aber vom Aufbau fasziniert, vor allem die Fantasie der Autorin zwei historische Ereignisse zur Auflösung des Falls einfließen zu lassen. Die Autorin führt mit kurzen Zwischenkapiteln, in denen eine männliche Person, ohne zu viel verraten zu wollen, über seine besondere „Frauensammlung“ spricht, den Leser zunächst auf eine falsche Fährte beim Hintergrund für die Verbrechen. Diese Kapitel sind mit Frauennamen betitelt. Vorne im Buch findet sich ein Inhaltsverzeichnis. Wer Vicky und ihrem Mann bei ihrem Aufklärungsversuch begleiten möchte, folgt den Kapiteln mit Ortsangaben. Es wäre allerdings schade, irgendein Kapitel beim Lesen auszulassen. Insgesamt lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen. Nicht nur Vicky ist eine interessante Persönlichkeit, sondern auch ihr britischer Freund aus Jugendtagen, der ihr hilfreich zur Seite steht. Aber nicht alle Charaktere sind leicht in gut oder böse einzuordnen, sonst wäre die Aufdeckung der Zusammenhänge zu einfach. Etwas einseitig ist am Schluss die Nichterreichbarkeit der Personen untereinander dargestellt. Insgesamt gesehen, konnte mich die spannende und vor allem fein gesponnene Story überzeugen und ich vergebe gerne eine Leseempfehlung.

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  • Ich will mehr :)

    Das 5. Gebot
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer


    • 3
  • Mit kleineren Einschränkungen empfehlenswert

    Das 5. Gebot
    santina

    santina

    07. April 2013 um 19:26

    Zum Inhalt: Die Engländerin Vicky lebt mit ihrem Mann seit kurzer Zeit in Berlin. Sie hat noch keine Arbeit gefunden und so vertreibt sie sich ihre Zeit unter anderem mit Joggen. Im Wald entdeckt sie eine Leiche, doch noch bevor die Polizei eintrifft, flieht sie, denn die ermordete Frau könnte ihre Zwillingsschwester sein, so ähnlich sieht sie ihr. Als kurz darauf ihre Mutter in England ermordet wird, glaubt Vicky nicht mehr an einen Zufall und begibt sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, doch damit auch von Tag zu Tag mehr in Gefahr. Und als ob das nicht ausreicht, gefährdet sie auch noch das Leben Anderer… Meine Meinung: Die Handlung des Buches hat mir insgesamt gut gefallen und der Spannungsbogen wurde so gut gehalten, dass ich den Reader gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Allerdings gibt es einige Punkte die für mich nicht schlüssig waren, wodurch die Geschichte hin und wieder an Glaubwürdigkeit verloren hat. Keine Erklärung habe ich ausserdem dafür gefunden, dass ein Mann über seinen Hass auf Frauen erzählt hat. Gegen Ende des Buches wurde mir zwar klar, wer dieser Mann ist, aber warum er die jeweiligen Frauen gehasst und sie als Luder bezeichnet hat, habe ich nicht verstanden und fand es auch eher seltsam, vor allem, wenn man berücksichtigt, in welcher Beziehung er zu diesen Frauen stand oder steht. (Leider kann ich nicht näher darauf eingehen, weil das schon viel vom Ende des Buches vorweg und damit an Spannung nehmen würde.) Trotz dieser Einschränkungen gebe ich vier von fünf Sternen, einfach deshalb, weil das der Spannung des eBooks keinen Abbruch getan hat.

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  • Rezension zu "Das 5. Gebot" von Nika Lubitsch

    Das 5. Gebot
    marcusjohanus

    marcusjohanus

    04. March 2013 um 14:43

    Beim Joggen um den Berliner Schlachtensee findet die Britin Vicky die Leiche einer Frau, die ihr bis auf's Haar gleicht. Damit nicht genug. Kurz darauf wird ihre Mutter in England getötet. Während sie wegen der Beerdigung wieder zu Hause ist, versagen die Bremsen ihres Autos. Ein Zufall? Eher nicht, denn im Krankenhaus fühlt sich Vicky verfolgt. War die Tote ihre Zwillingsschwester, von der Vicky bisher nichts wusste? Wer will ihre Familie auslöschen - und warum? Bei der Suche nach Antworten stößt Vicky auf ein altes Familiengeheimnis und muss entdecken, dass sie nicht die ist, die sie bisher zu sein glaubte. Auch der zweite Roman von Nika Lubitsch strotzt vor Geheimnissen und Spannung. Wer Spaß an Mysterien hat, verworrene Plots mit einer geradlinigen Erzählweise mag, der wird an "Das 5. Gebot" seine Freude haben. Mir hat der Roman gut gefallen. "Der 7. Tag" hatte mir gerade wegen seiner unkonventionellen Erzählhaltung gefallen. Da die Story von "Das 5. Gebot" komplizierter ist, hat die Autorin die richtige Entscheidung getroffen, hier eine geradlinige Erzählweise zu wählen. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht, weswegen ich ihr erstes Buch nach wie vor ein wenig besser finde.

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  • Rezension zu "Das 5. Gebot" von Nika Lubitsch

    Das 5. Gebot
    Argent

    Argent

    16. February 2013 um 20:53

    Beim Joggen stösst Vicky McIntosh auf eine Tote, die aussieht wie sie. Von diesem Moment an überschlagen sich die Ereignisse. Ihre Mutter wird von einem Einbrecher ermordet. Sofort reist Vicky von Berlin zurück in ihre Heimat England. Kaum angekommen gerät sie in einen Autounfall. Bals schon erkennt Vicky, dass der Unfall gar kein Unfall war, sondern dass es jemand auf ihr Leben abgesehen hat. Aber warum? Das 5. Gebot ist von der ersten Seite an spannend. Obwohl dem Leser schnell klar wird, dass Vicky wohl eine Zwillingsschwester haben muss, bleibt der Rest im Dunkeln. Ich finde die Überraschungselemente sind sehr gut gelungen. Die Geschichte ist nicht vorhersehbar. Der Leser wird durch die Zwischenkapitel ordentlich in die Irre geführt. Die Figuren sind für mich alle sehr glaubhaft beschrieben. Beim schwulen Freund Leo wird zwar ordentlich in die Klischee-Kiste gegriffen, macht aber die Figur keineswegs unsympathisch oder nervig. Einziger Kritikpunkt für mich die ganze Luder-Sache, die passte dann am Ende irgendwie dann doch nicht so zur Person dahinter – fand ich. Mir ist klar warum die Autorin das so geschrieben hat, aber trotzdem sehe ich einfach nicht den Zusammenhang zu jener Figur die dieses Wort so oft verwendet… Mehr kann ich dazu nicht sagen, sonst plaudere ich aus dem Nähkästchen… Mein Fazit: Ein spannender, unterhaltsamer und nicht vorhersehbarer Roman. Ich kaufe mir jetzt noch „Der 7. Tag“. Der soll ja bei weitem besser sein als das 5. Gebot (und das fand ich schon gut). Heisst mich erwartet ein spitzen Buch…

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  • Rezension zu "Das 5. Gebot" von Nika Lubitsch

    Das 5. Gebot
    Ignatia

    Ignatia

    08. February 2013 um 18:04

    Ich fand das Buch von der ersten Seite an sehr spannend. man ist direkt im geschehen drin, kann sich gut in die Personen hinein versetzen.
    Ebenso hatte ich am Anfang einen Verdacht, der aber lange nicht bestätigt oder dementiert wurde. Alleine um das herauszufinden muss man weiterlesen ;)