Nika Sachs

 4.8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Schneepoet, Namenlos und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Namenlos

 (3)
Neu erschienen am 20.11.2018 als Hardcover bei Books on Demand.

Alle Bücher von Nika Sachs

Schneepoet

Schneepoet

 (7)
Erschienen am 30.11.2017
Namenlos

Namenlos

 (3)
Erschienen am 20.11.2018
Karmapoet

Karmapoet

 (1)
Erschienen am 23.01.2018
Abseitsliebe

Abseitsliebe

 (1)
Erschienen am 09.03.2018
Am Horizont Schwarz

Am Horizont Schwarz

 (1)
Erschienen am 10.09.2018

Neue Rezensionen zu Nika Sachs

Neu

Rezension zu "Namenlos" von Nika Sachs

Rückwärts-Bedürfnis
Janna_KeJasBlogvor 2 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Nicht mal 90 Seiten umfasst diese einnehmende Novelle, doch mal eben weg lesen lässt sie sich absolut nicht. Ich ziehe meinen Hut, diese emotionale Intelligenz der Autorin haute mich erneut um. Bin ich schon völlig ihrem Luc-Versum verfallen, hat sie es auch mit ihrem Debüt geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen.

"Wie weit kann man einen Menschen kennen und lieben lernen, ohne seinen Namen zu kennen."
(Seite 68)

Zwei Protagonist*innen. Ein Mann. Eine Frau. Keine Namen. Mit dieser Geschichte weckt Nika Sachs eine Sehnsucht! Ein Gespräch, unbekannte Variablen. Kein oberflächlicher Smalltalk! Eine Begegnung die direkt in die Tiefe geht, kein umeinander herum schwirren, Bewegen auf zerbrechlichem Eis.

Rückwärts kennenlernen. Ohne Floskeln, ohne Oberflächlichkeit. Sich innerhalb eines kleinen Zeitraums tief berühren, das Gegenüber in seinem Denken greifen können. In den großen (Welt)Anschauungen und den kleinen Bedürfnissen.

"Zartbitter, weil alles im Leben doch irgendwie zart und bitter ist …"
(Seite 52)

Mich hat schon der Klappentext neugierig gemacht und die Geschichte darin ist anders. Nicht nur die Art der Annäherung der zwei Protagonist*innen, auch das Erzählen. Zwischen Wortwitz und humorvollen Szenen besteht die Novelle vor allem aus einem Bedürfnis nach Nähe. Wortgewandt wird eine leicht experimentelle Szenerie aufgebaut, die mich alles um mich herum vergessen ließ, mich neugierig machte wie weit die Zwei gehen können und werden.

Eine sehr kleine Buchbesprechung zu einem kleinen Büchlein. Doch die Optik ist wie die Namen nur Schall und Rauch. Innerhalb der Buchdeckel verbirgt sich eine wundervolle und einehmende Geschichte die eine Sehnsucht erweckt!

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Rezension zu "Abseitsliebe" von Nika Sachs

Textsexuell
Janna_KeJasBlogvor 4 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Was soll ich sagen?! Die Autorin begeistert mich jedes Mal aufs neue und diesmal war es noch intensiver als sonst! Nicht nur Luc kommt in diesem Band zu Wort, auch Inga und Silas erhalten viel Raum. Zunächst betrachtete ich es leicht kritisch, bin ich doch ein absoluter Luc-Fan, doch auch Silas und Inga zogen mich in ihren Bann.

Je nachdem, ob man den Roman „Am Horizont Schwarz“(Prequel zur Reihe), dazu zählt oder nicht (ich tue es!), ist dies Band 4 der Reihe und ich muss leider sagen, wer die vorherigen Bücher nicht kennt, aber noch lesen will, sollte hier aufhören und lieber meine Rezension zu „Schneepoet“ (Band 1) oder „Am Horizont Schwarz“ (aus Ingas Perspektive) lesen.

| Randnotiz |
Es gibt sogar das ein oder andere so genannte ‚Easter Egg‘  (Versteckte oder auch offensichtliche Besonderheiten) zu entdecken. Achtung, Spoiler bezüglich meiner entdeckten: Auch wenn ich bislang noch nichts von ihm gelesen habe, ist Benjamin Spang mir natürlich ein bekannter Name. Auch für Luc und Inga ist er mit seinem Buch „Blut gegen Blut“ nicht unbekannt. Ebenso trifft man auf Nicole Neubauers Ermittler Brandl aus der „Waechter-Reihe„. Eine wirklich feine Begegnung zwischen ihm und Luc! SPOILER ENDE

So, nun aber zum eigentlichen Buch. Das Buch spielt zeitlich einige Kapitel lang (ca. die ersten 40 Seiten) vor dem Vorgänger „Karmapoet„, um die Geschichte dann dort anzuknüpfen und weiter zu erzählen. Es wiederholt sich jedoch nichts aus dem vorherigen Band, sondern erzählt von noch unbekannten Situationen. Ein ungewohnt offener Silas.

Schon die Vorgänger sind emotional, doch diesmal war es Gefühlslooping par excellence! Die Beziehungen sind verflochten, die Gedanken ein Karussell, die Geschichte textsexuell! Dieses Wort aus dem Buch gibt die Geschichte sehr gut auf so vielen unterschiedlichen Ebenen wieder. Das Lesen ist wie ein Rausch, man mag kaum aufhören. Die Beziehungen sind sexuell aufgeladen und knistern emotional. Die Geschichte fordert nicht nur die Protagonist*innen, sondern auch die Leser*innen. Ich begann mich selbst darin zu finden, konnte mich hineinfühlen, auch wenn ich es nicht selbst erlebt habe. Situationen werden betrachtet, eigene Beobachtungen dazugestellt. Die Autorin spinnt reale Situationen in eine fiktive Geschichte, und schafft es so, die Leser*innen zum Nachdenken anzuregen.

"Wie schnell die Rollen vertauscht sein können, wenn sich die Konstellation der Menschen ändert – spannend und befremdlich"
(S. 52)

Es geht nicht einfach um Liebesbeziehungen, dann wäre es keine Buchreihe die ich so verschlingen würde. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, ihr Konstrukt, und diese existieren nicht ohne Gefühle und ohne Chaos. Die Autorin konstruiert eine Beziehung in der Beziehung, schildert Situationen die wahrscheinlich kaum ein*e Leser*in so erlebt hat. Dennoch sind die Gedanken der Protagonist*innen, ihre Situationen und ihr Erleben, absolut nachvollziehbar. So oder so ähnlich hat man bereist selbst gefühlt. Selbstzweifel, Selbsthass, Selbstfindung. All dies so einnehmend in Worte gefasst, dass ich einfach nur vollständig eintauchen konnte. Es fordert! Kannte man bislang vor allem die Perspektive von Luc, sind es diesmal besonders Silas und Inga, die ihre Gedanken mit uns teilen. Dem stand ich zunächst skeptisch gegenüber, da ich Luc wirklich mehr als gerne lese. Doch durch das Kapitel „Schwarm“ hat sich dies sehr schnell relativiert. Eine Begegnung zwischen Silas und Inga die Spuren hinterlässt.


"Zwischen Nacht und Tag, wenn die Realität einfach nicht existiert. Da sind alle Bedürfnisse ehrlich."
(Seite 71)

Das Buch besteht aus Bedürfnissen. Aus Wollen. Sehnsüchte und Ängste. Die Protagonist*innen gehen erschreckend erwachsen mit ihrer Problemwelt um, doch dies macht die Geschichte dennoch nicht unrealistisch. Es berührt, es schüttelt durch. Diesmal nicht nur Luc und sein Gedankenkarussell, sondern ebenso die von Inga und Silas. Und von allen anderen die sich innerhalb dieses Konstruktes bewegen. So sind es nicht nur der Lebensschmerz und die Lebenslust die im Buch thematisiert werden, sondern auch die Lust an Leidenschaft. (An dieser Stelle könnte man meine letzten Worte auch doppeldeutig interpretieren, denn zwischen der Leidenschaft, wird auch Leid erschafft).

Erotische Szenen sind keine Seltenheit mehr in Filmen und Büchern. Diese jedoch ästhetisch darzustellen ist eine Kunst – so zu mindestens für mich! Nicht ein aneinanderreihen an nackter Haut und Küssen, sondern die Tiefe dessen erfassen und skizzieren, das ist Erotik und ebendies findet sich in den Büchern von Nika Sachs.

"Es ist wie Tanzen, eine Choreographie aus Bedürfnissen und Sehnsüchten."
(Seite 133)

So sinnlich ist das gesamte Buch. Und manchmal auch die nüchterne Wahrheit. Das Existieren zwischen Alltag und Träumen. Das Leben zwischen Verantwortung und Freiheit. Inmitten von Liebe und Schmerz. Besonders das Kapitel „Nachtklar“ forderte mich emotional sehr! Das Leben von Luc und Inga wieder einmal auf den Kopf gestellt – von außen, wie von innen. Die Frage, ob eine*r von ihnen zerbrechen wird an diesen Verflechtungen, nicht nur in Bezug auf diese Beiden, sondern in Hinblick auf alle verstrickten Personen, wabert von Beginn an durch die Seiten. Und doch hat das Lesen eine gewisse Leichtigkeit, wird durch Humor und nebensächlichen Erzählsträngen aufgelockert. Neues Lieblingswort? Check! – „Ginspirit“ (S. 236). Bedürfnis nach einem Kinderbuch geweckt? Check! – Silas und sein kreativer Schreibprozess (S. 277).

Die Art wie Nika Sachs diese Geschichte erzählt, ist eine ganz eigene Poesie. Aus Worten eine Kunstform erschaffen, indem sie mit eben diesen spielt und sie neu erschafft. Sie verführt zum Abtauchen, nachdenken und hinterfragen! Gesamtfazit zu den bisher erschienenen Büchern dieser Reihe? Leider Geil!

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Rezension zu "Am Horizont Schwarz" von Nika Sachs

Luc mal anders
Janna_KeJasBlogvor 5 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de

Dieser Band gehört zu der Reihe um Luc, könnte jedoch unabhängig gelesen werden. Zum einen spielt die Geschichte zeitlich vor dem ersten und dritten Band und zum anderen ist dieses Buch auch ganz anders. Ich würde fast schon sagen, dass es sich auch bei den Jugendromanen einordnen könnte, finde es aber eher unpassend, da die weiteren Bände absolut nicht für das Alter gedacht und geschrieben sind. Und es wird nicht aus der Perspektive von Luc geschrieben, sondern aus der Sicht von Inga.

Bei diesem Band jedoch hatte ich ein paar Stolpersteine, denn zu sehr war ich es gewohnt Lucs Gedanken zu lauschen, im Rahmen einer Geschichte für Erwachsene. Hier traf ich auf Teenager. Dies klingt nun sehr kritisch, was es aber nicht gänzlich ist, ich musste mich nur einfach umorientieren. Und eines muss ich der Autorin lassen, sie hat sich wundervoll in die Gefühlswelt und Gedanken dieses Alters hineinversetzt.

Inga, gerade 15 und frisch verliebt in ihren besten Freund. Seit Sandkastentagen sind die beiden unzertrennlich und eben dieser Satz, sowie auch Teile des Klappentextes lassen auf einer Liebesgeschichte wie so viele andere schließen. Absolut nicht! Nika Sachs schreibt keine typischen Liebesbeziehungen, auch nicht bei Teenagern und eben deshalb liebe ich ihre Romane!

"Wir standen im Flur und zerstörten ziemlich zärtlich unsere Freundschaft."
(Seite 16)

Als ich mich in diesen Perspektivwechsel hineingelesen hatte, traf ich auf eben so viel Tiefgang, wie ich es von dem ersten und dritten Band bereits gewohnt bin. Ich durfte Inga von einer ganz anderen Seite kennen lernen. Ihre Gedanken, ihr Sein und ihr Wissen um das Verhalten um Luc. Nur kann sie es nicht greifen, verstehen. Inga ist mit ihren 15 Jahren sehr umsichtig, nimmt ihre Welt bewusst wahr und hinterfragt viele Dinge. Natürlich treffen wir ein junges Mädchen, welches gerade zur Frau heranwächst und ebenso agiert und reagiert. Dennoch ist Inga kein typischer Teenager, denn sie nimmt ihre Umwelt anders wahr, sie verbindet mit ihr verschiedene Farben.

Ingas Heranwachsen vom Teenager zur jungen Frau ist deutlich herauszulesen. In manchen Situationen wollte ich sie am liebsten schütteln, sagen dass sich das relativiert und in anderen Szenen war ich überwältigt von ihrem Gedankengang. Das Leben ist nie leicht, doch besonders dieses Alter ist geprägt von unzähligen Veränderungen, Neuentdeckungen und dem verlieren in sich selbst. Dieses Buch ist nicht so melancholisch wie sein Vorgänger und doch werden Ängste nicht beschönigt. Ja, man kann die Bücher unabhängig lesen, aber dann würde man nicht so viele Kleinigkeiten entdecken, die mir beim Lesen begegneten. Und ich denke ich verrate kein Geheimnis, ich bin Luc und seinen Bücher verfallen, es lohnt sich also wirklich zu der Reihe zu greifen.

Eine Randnotiz, die ich mich kaum traue auszusprechen … ich konnte mich bei der ein oder andere Szene so gut in Ingas Eltern hineinversetzen, erschreckend! *lach So ist da eben, wenn man selbst einen Teenager zu Hause hat, man findet diesen und sich selbst in solchen Büchern wieder.

Aber es ist kein typischer Jugendroman nach Schema F. Es ist ein Roman, aus der Sicht einer Jugendlichen, die die Welt in Farben sieht und vieles in Frage stellt. Eine Protagonistin die sich dem Klischee entzieht und somit erfrischend ist zwischen all den Schubladen-Charakterisierungen!

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