Nika Sachs

 4.6 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Schneepoet, Namenlos und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nika Sachs

Nika Sachs ist 1987 in Frankfurt am Main geboren und lebt mit ihrer Familie unweit ihres Geburtsortes. Bereits in der Kindheit und Jugend zeichnete, sang und schrieb die vielseitig kreative Synästhetikerin. Neben Erzählungen und Bilderbüchern für Kinder schreibt sie leidenschaftlich gerne über das Komische und Unkonventionelle des Alltags.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nika Sachs

Cover des Buches Schneepoet (ISBN:9783740731649)

Schneepoet

 (8)
Erschienen am 22.08.2019
Cover des Buches Namenlos (ISBN:9783741205149)

Namenlos

 (4)
Erschienen am 20.11.2018
Cover des Buches Am Horizont Schwarz (ISBN:9783740734312)

Am Horizont Schwarz

 (2)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Abseitsliebe (ISBN:9783740735777)

Abseitsliebe

 (1)
Erschienen am 09.03.2018
Cover des Buches Karmapoet (ISBN:9783740743659)

Karmapoet

 (1)
Erschienen am 23.01.2018

Neue Rezensionen zu Nika Sachs

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Rezension zu "Namenlos" von Nika Sachs

Absolute Leseempfehlung
Mlle-Facettevor 5 Monaten

Eine Novelle, die mich umgehauen hat.
Nicht nur, weil die Geschichte, die Entwicklung so schön ist, sondern vor allem, weil es so sprachgewaltig ist. Mit das Beste, was ich bisher gelesen habe.   Tiefsinnig erzählt, scharfsinnig beobachtet. Eine Melodie an Erzählung, wunderbar geschrieben.

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Rezension zu "Schneepoet" von Nika Sachs

Manische Depression, Sex und Drogen
Ambermoonvor einem Jahr

Ich bin Lukas.
Neunundzwanzig, manisch depressiv und Vollidiot mit Hang zum Exzess, der Schizo-Gespräche mit seinem Karma führt und Tagebuch schreibt.

Bisher bestand mein Leben aus zwei Ländern, zwei Namen, einer Menge kreativer Inkompetenz und zu vielen Fehlentscheidungen. Eine davon war, mich von Inga zu trennen. Danach habe ich erfolglos versucht, zu kompensieren, es in achtzehn Jahren nicht geschafft zu haben, ihr zu erzählen, dass ich nicht nur ein paar psychische Probleme, sondern auch noch einen Zwillingsbruder habe ... (Klappentext)

"Mein Blick geht starr geradeaus, in die Waschmaschine.
Ich fühle mich auch wie im Schleudergang: neunzig Grad Kochwäsche, aber die Gedanken werden trotzdem nicht sauber."
(S. 12)

Luc ist am Boden zerstört. Die Beziehung zu seiner Jugendliebe Inga hat er beendet, da er sich selbst finden, seine Depressionen in den Griff und eine Familienangelegenheit klären muss. Doch ohne Inga fehlt ihm der Halt und er stürzt in ein tiefes Loch. Drogen, Alkohol und Sex bestimmen nun sein Leben. Sein Zwillingsbruder Silas, der ihm fremd geworden ist und zu dem er nun wieder Nähe sucht, macht das ganze auch nicht besser und sein Inneres aufräumen hat er sich ebenfalls leichter vorgestellt. Wird Luc seinen Weg zu sich selbst finden?

Ich hätte beim Lesen des Klappentextes auf mein Bauchgefühl hören sollen, denn dieser Roman war so gar nichts für mich. Ich kann mit Liebesromanen, Gefühlsduselei, Erotik- und Depri-Romanen nämlich prinzipiell nichts anfangen und Bücher aus diesem Genre werden von mir immer mit einem großen Bogen umgangen. "Schneepoet" habe ich jedoch mit inniger Empfehlung und Überschwang geschenkt bekommen und ich dachte: "Na wenn diese Freundin so davon begeistert ist, dann kann es mir doch auch durchaus gefallen." Ich wollte diesen Roman wirklich mögen, stürzte mich also voller Freude darauf, denn auch aufgrund aller weiteren Rezensionen musste es sich hier um einen abgefahrenen Selbstfindungstripp eines Charakters fern von 08/15 handeln und einer Story, welche witzig, fesselnd und tiefsinnig zugleich ist.

Anfangs fand ich die Charaktere und vor allem Luc gelungen, die Story fesselnd und die Gedanken des Protagonisten auch durchaus tiefsinnig, ehrlich und witzig zugleich. Die Autorin schafft es hervorragend die manische Depression und die Gedanken eines Betroffenen in Worte zu fassen, dieser Krankheit ein Bild zu geben und dies mit all ihren verschiedenen Facetten. Luc ist ein Getriebener, entwurzelt, orientierungslos und rastlos, aber doch auf der Stelle tretend, gleichzeitig sich im Kreis drehend und mit einem leeren Kopf voller Gedanken. Dies äußerst sich bei ihm in Panikattacken, Realitätsverweigerung, Drogen- und Alkoholmissbrauch und einer pathologischen BDSM-Beziehung, inklusive Psychospielchen, sprich - die Flucht in Exzesse jeglicher Art, um sich entweder zu spüren oder um sich gar nicht mehr zu spüren. Wie gesagt - hervorragende und vor allem authentische Schilderung.

"Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass mich jemand umarmt, weil ich mich mal wieder nicht mehr echt fühle.
Ich löse mich auf, mein Körper ist freigestellt von sämtlichen bisher bekannten Gesetzen; wattig, schwer, kratzig, durchsichtig."
(S. 30)

Ab der Mitte des Buches wird dieses ständige emotionale Auf und Ab dann aber auch langweilig und nervig. Es ist immer die selbe Leier - Inga-Mimimi, Sex und Exzesse, unterbrochen von ironisch-sarkastischen Gedankengängen, welche das Ganze mit der Zeit auch nicht mehr auflockern konnten und dann ebenfalls nervte.
Wie auch Luc bleibt die Story auf der Stelle kleben und entwickelt sich ebenso wenig weiter wie unser Protagonist - auf der Stelle und orientierungslos im Kreis drehend. Bis zum Ende hin erfolgt keine Entwicklung des Protagonisten, kein Licht am Ende des Tunnels, bis zum Ende hin bedrückend, depressiv-nervend.
Zudem wimmelt die Story von psychisch labilen Figuren und dies ist das was ich ebenfalls zu bemängeln habe. Ich hätte mir zu all diesen kaputten Charakteren einen positiven und ausgleichenden Gegenpol gewünscht, jemanden dem es nicht dreckig geht oder psychisch im Eck' ist. So eine Person sucht man hier jedoch vergeblich.
Dann noch ständig diese Sex-Geschichten. Irgendwann war mir diese Fickerei echt zu viel, selbst um diese Art von Flucht und Exzess begreiflich zu machen.

"Ich wünschte, ich könnte einen Schalter umlegen und die Unvernunft in mir abstellen, vor mir zu flüchten, damit ich mich der Herausforderung des Lebens stelle.
Aber so sehr ich es mir auch wünsche, zu funktionieren, ich tu es nicht.
Meine Gedanken sind schwer wie Zement und verhindern den Aufschwung, den ich bräuchte, um etwas besser zu machen."
(S. 78)

Einzig der Schreib- und Erzählstil der Autorin konnten mich dazu bewegen dieses Buch zu Ende zu lesen. Dies und die Hoffnung auf eine Wendung, bzw. Entwicklung des Charakters Luc. Alle anderen Figuren waren mir im Grunde ziemlich egal. Der Schreibstil ist klar und flüssig, enthält gleichzeitig eine poetische Sprachgewalt und riss mich doch irgendwie mit, sodass ich bis zum Ende durchhielt.

Fazit:
Es mag an meinem Genre-Geschmack liegen, daran, dass ich um Liebes-, Erotik- und Depri-Romane prinzipiell einen großen Bogen mache, aber "Schneepoet" war leider so gar nicht mein Fall.
Das wirklich Faszinierende daran war für mich, wie die Autorin es schafft der manischen Depression ein Gesicht zu geben, diese begreiflich zu machen, inkl. Symptome nach außen. Authentisch und ohne Blatt vor dem Mund, ohne zu beschönigen. Doch alles andere war mir einfach too much and always the same.
Diese Reihe werde ich also nicht weiter verfolgen und nehme nun wieder gehörigen Abstand zu diesem Genre. Es ist einfach nichts für mich.

© Pink Anemone (inkl. Spoiler, Leseprobe und Autoren-Info)

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Rezension zu "Namenlos" von Nika Sachs

Rückwärts-Bedürfnis
wortberauschtvor einem Jahr

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Nicht mal 90 Seiten umfasst diese einnehmende Novelle, doch mal eben weg lesen lässt sie sich absolut nicht. Ich ziehe meinen Hut, diese emotionale Intelligenz der Autorin haute mich erneut um. Bin ich schon völlig ihrem Luc-Versum verfallen, hat sie es auch mit ihrem Debüt geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen.

"Wie weit kann man einen Menschen kennen und lieben lernen, ohne seinen Namen zu kennen."
(Seite 68)

Zwei Protagonist*innen. Ein Mann. Eine Frau. Keine Namen. Mit dieser Geschichte weckt Nika Sachs eine Sehnsucht! Ein Gespräch, unbekannte Variablen. Kein oberflächlicher Smalltalk! Eine Begegnung die direkt in die Tiefe geht, kein umeinander herum schwirren, Bewegen auf zerbrechlichem Eis.

Rückwärts kennenlernen. Ohne Floskeln, ohne Oberflächlichkeit. Sich innerhalb eines kleinen Zeitraums tief berühren, das Gegenüber in seinem Denken greifen können. In den großen (Welt)Anschauungen und den kleinen Bedürfnissen.

"Zartbitter, weil alles im Leben doch irgendwie zart und bitter ist …"
(Seite 52)

Mich hat schon der Klappentext neugierig gemacht und die Geschichte darin ist anders. Nicht nur die Art der Annäherung der zwei Protagonist*innen, auch das Erzählen. Zwischen Wortwitz und humorvollen Szenen besteht die Novelle vor allem aus einem Bedürfnis nach Nähe. Wortgewandt wird eine leicht experimentelle Szenerie aufgebaut, die mich alles um mich herum vergessen ließ, mich neugierig machte wie weit die Zwei gehen können und werden.

Eine sehr kleine Buchbesprechung zu einem kleinen Büchlein. Doch die Optik ist wie die Namen nur Schall und Rauch. Innerhalb der Buchdeckel verbirgt sich eine wundervolle und einehmende Geschichte die eine Sehnsucht erweckt!

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