"Psychotherapie ohne Fachgedöns" von Nike Hilber ist ein Sachbuch, Ratgeber, der Einblicke in di Praxis der Psychotherapie geben will. Das ganze leicht, unterhaltsam und auch für Laien verständlich. Schafft das die Autorin? Ich finde, ja.
Die Autorin erklärt, warum dieses Buch so wichtig ist, warum sie es geschrieben hat und stellt sich vor. Eine Psychotherapie ist kein Grund mehr, sich zu schämen oder schlecht zu fühlen und doch geht es vielen im Umgang damit noch so, über vieles wird geschwiegen, was die Angst aus Unkenntnis noch erhöht. Mit solchen, jeglichen, Vorurteilen räumt die Autorin hier auf. Das gelingt ihr gut.
Anhand von Fallbeispielen nimmt sie uns mit in ihre Praxis und es geht um Themen wie Angst, Scham, Einsamkeit, Schmerz und Wut, Emotionen, die jeder kennt, die aber überhand nehmen können, das Leben beherrschen.
Es gibt Erklärungen, wie diese Gefühle entstehen und auch Übungen zur Selbstreflexion. Sie kann das Ganze wirklich gut und einfach erklären, die Beispiele helfen dabei sehr.
Durch die lockere Art, das leichte erzählen wird jede Angst vor Therapien genommen, das Verständnis, was dahinter steckt, hilft viel dabei.
Nike Hilber
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Nike Hilber
Psychotherapie ohne Fachgedöns*
Neue Rezensionen zu Nike Hilber
„Psychotherapie ohne Fachgedöns“
Therapiemomente miterleben und für die eigene Entwicklung nutzen
von Nike Hilber aus dem Kösel Verlag
Für mich ein persönlicher Blickwinkel auf ein hilfreiches Thema der Psychotherapie
Ein Buch, was ich jedem nur empfehlen kann, der sich für das Thema der Psychotherapie interessiert. Bereits die Einführung ist so interessant zu lesen und auch die Beweggründe der Autorin, machen das Buch zu etwas ganz Besonderen. Aber tatsächlich hat es bei mir etwas angedauert bis ich es gewagt habe dieses Buch zu lesen. Vielleicht habe ich unbewusst befürchtet, dass etwas zum Vorschein kommt, dem ich lieber nicht begegnen möchte. Geht es aber nicht genau darum, weshalb der Psychotherapie aus dem Weg gegangen wird, um vielleicht festzustellen, dass da etwas im Argen liegt? Aber genau da setzt dieses Buch echte Maßstäbe an und räumt mit verkehrten Glaubenssätzen auf und eröffnet somit einen offenen Weg zur Psychotherapie. Natürlich kann die Autorin nicht auf alle Themen eingehen, dennoch liest sich sofort, dass Nike Hilpert tiefgehend und mit viel Einfühlsamkeit sowie Empathie ihren Beruf erfahrbar macht. Gleich zu Beginn gibt es eine große Passage, die die Beweggründe der Autorin für uns Leser: innen sichtbar macht. Darüber hinaus bedient Nike Hilpert vier große Emotionen wie Scham, Angst oder Einsamkeit. Mithilfe dieser Gefühle lässt sie uns in Themen und Settings der Psychotherapie Einblicke erhaschen. Wichtige Begrifflichkeiten, die wir alle schon einmal im Zusammenhang der Psychotherapie gehört, haben werden hier anschaulich aufbereitet und erklärt. Am Ende eines jeden Themas lädt die Autorin zu einer praktischen Übung ein. Die wie ich finde, einen nicht überfordern, dennoch aufschlussreich sind. Es lohnt sich wirklich sich für dieses Buch Zeit zu nehmen. Von mir eine überzeugte Leseempfehlung!
"Psychotherapien sind Schutzräume, in denen das Unsagbare sagbar werden kann. In denen das Unfühlbare fühlbar werden kann. In denen das Undenkbare denkbar werden kann. Und in denen das Unvorstellbare vorstellbar werden kann." (S. 7)
„Psychisch krank? Ich doch nicht.“
Ein Satz, den viele denken – bis das Leben eine andere Sprache spricht.
Doch früher oder später können wir alle zu Patienten werden, denn eine Garantie für psychische Gesundheit gibt es nicht.
Was trocken klingt, ist bittere Realität: Millionen Menschen leiden – oft still, oft unerkannt. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 9.200 Menschen durch Suizid – das sind mehr als durch Autounfälle, Drogen und AIDS zusammen. Eine stille Tragödie, die zeigt: Psychische Erkrankungen sind keine Randerscheinung. Sie sind mitten unter uns.
Dieses Buch schaut nicht weg. Es schaut hin. Und es zeigt, warum wir alle betroffen sind – oder es eines Tages sein könnten.
Denn wie wir heute lieben, streiten oder uns binden, hängt stark davon ab, was wir in früheren Beziehungen (Eltern, Partnerschaften, Freundschaften) erlebt und oft nie wirklich verarbeitet haben.
Beispielsweise reagieren wir manchmal auf eine Situation emotional besonders intensiv, weil sie alte, unbewältigte Erfahrungen wachrüttelt. Was dann schmerzt, ist nicht nur das Jetzt, sondern ein tief verankerter Kernschmerz, der in uns schlummert.
Nike Hilber widmet ihre „Therapiemomente zum Miterleben“ fünf zentralen Themen: Angst, Scham, Einsamkeit, Schmerz und Wut. In diesen Kapiteln kommen fiktive Patienten als authentische Fallbeispiele aus dem psychotherapeutischen Alltag zu Wort.
Dabei zeigt sie eindrucksvoll, welche Dynamiken entstehen, wenn wir unseren emotionalen Ballast über Jahre hinweg hinunterschlucken und totschweigen.
Mit gerade mal 184 Seiten ist das Buch überschaubar – doch insbesondere die Einblicke in die Lebenswelten der Betroffenen hätten pointierter gestaltet sein können.
Insgesamt empfehle ich „Psychotherapie ohne Fachgedöns“ aufgrund des klaren, leicht zugänglichen Stils und der unverkrampften Sprache besonders Neueinsteigern, die ohne Fachjargon und ohne tiefgehende Komplexität einen unkomplizierten Zugang zum Thema suchen.
Gleichzeitig liefert es auch für Psychologie-Enthusiasten vereinzelt inspirierende Ansätze und überraschende Impulse, die neue Perspektiven eröffnen und zum Nachdenken einladen.
Gespräche aus der Community
Psychotherapie ohne Fachgedöns dient mit seinen Geschichten über therapeutische Schlüsselmomente als Inspiration für Kopf und Herz sowie für ein tiefes Verständnis der Beziehung zu sich selbst und den Mitmenschen.
Ein sehr schönes, sehr interessantes Kapitel. Ich finde es super, dass das Buch hier einen Einblick in die Erfahrung und Gedanken eines Neupatienten gibt. Ich denke die Überlegungen von Aron kann man gut nachvollziehen und es spiegelt sicher ein breites Allgemeinbild von Menschen mit ängstlichen Persönlichkeitsstrukturen wieder. Ich werde das Kapitel sicher noch ein paar Mal lesen und vielleicht ein paar Notizen für meine Arbeit machen. Für mich ist es sehr hilfreich präsent zu haben, was Menschen in neuen Therapiesituationen durch den Kopf geht und wie Ängste durch kurze Sätze der Therapeutin abgebaut werden können. Toll geschildert.
Mir gefallen auch die Definitionen der Symptome, die Erklärung warum Psychotherapeuten auch Therapie brauchen können und der Exkurs in Richtung Träume. Vielfältig und weiterhin leicht zu lesen. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Besonders weil ich Angst und Scham immer ziemlich ähnlich eingeordnet habe. Vielleicht gibt es hier für mich ja mehr Aufschluss zu entdecken, warum dies nicht in einem Kapitel abgedeckt wurde.
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