Niki Glattauer Best of Schule

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Inhaltsangabe zu „Best of Schule“ von Niki Glattauer

NMS, AHS, Elite-, Gesamt-, Baum- oder gar keine Schule? Alle reden über das, was draufstehen soll, Niki Glattauer sagt, was drin ist. Der Bestsellerautor schildert auf humorvolle Weise das nicht immer lustige Leben hinter geschlossenen Klassentüren. Er bricht eine Lanze für die Lehrerinnen (Männer mitgemeint) und legt den Kreidefinger in die Wunden des Systems. – Jessica, nimm deine Deutschsachen heraus! – Das Wörterbuch auch? Ich hab das Wörterbuch nämlich zu Hause vergessen. – Du hast dein Wörterbuch nach Hause mitgenommen? Das freut mich! Für welche Aufgabe hast du es denn gebraucht? – Aufgabe? – Ich meine, wofür hast du es gebraucht? – Nicht ich. Mein Bruder. Fürs Fliegenklatschen. Er sagt, dafür braucht man ein Buch. Und selber hat er keines mehr. – Willst du mir damit sagen, dass dein Bruder keine eigenen Bücher hat? – Schon, aber es ist ihm aus dem Fenster gefallen. Leider war es dann hin.

War nicht wirklich meins.

— Keri
Keri

Eine Zusammenfassung über das mehr schlecht als recht funktionierende österreichische Schulsystem.

— Sikal
Sikal

Interessant und regt zum Nachdenken an, konnte mich aber nicht komplett begeistern!

— Nelebooks
Nelebooks

Interessante & lustige Schul(einblicke)

— CindyAB
CindyAB

Worst of Schule - das österreichische Schulsystem

— camilla1303
camilla1303

Leider konnte das Buch mich nicht überzeugen

— testmaus
testmaus

interessant, informativ und humorvoll

— annlu
annlu

Schule und Reformen - egal ob Österreich oder Deutschland - die Zustände scheinen ähnlich zu sein....

— Zwillingsmama2015
Zwillingsmama2015

Defizite im Schulsystem und im Elternhaus - unterhaltsam auf den Punkt gebracht. Als Lehrer und Vater weiß der Autor wovon er spricht

— Julitraum
Julitraum

Spannender Einblick ins österreichische Schulsystem.

— seschat
seschat

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  • Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    ACHTUNG! DIES IST EINE CHALLENGE UND KEINE VERLOSUNG ODER LESERUNDE! 
 ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!  Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017 Ein neues Jahr bricht an und wir wollen es bunt und farbenfroh machen. Wie auch in den letzten Jahren, wird jeder Monat einer anderen Farbe gewidmet. Auch die Zusatzaufgaben kommen wieder zum Einsatz, jedoch in etwas anderer Form als bisher.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere  Farbe im Vordergrund. 
Lest dazu ein Buch, dessen Cover vorrangig in der vorgegebenen Farbe gehalten ist. Dabei gilt als Richtwert etwa 2/3 des Covers sollen in dieser Farbe sein. Die Farbbücher müssen im Monat der entsprechenden Farbe gelesen werden, sonst zählen sie nicht.    Es gibt noch  Zusatzaufgaben, die ihr in Kombination mit dem „Farbbuch“ lösen könnt. Diese Aufgaben sind (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anfang bekannt und können beliebig mit den Farben kombiniert werden. Jede Zusatzaufgabe darf nur einmal gelöst werden!  Es gibt 13 Zusatzaufgaben, von denen ihr (logischerweise) nur maximal 12 lösen könnt (jeden Monat ein Buch). Warum ich 13 Aufgaben stelle? Weil ihr so etwas mehr Entscheidungsfreiraum habt.  Die Zusatzaufgaben MÜSSEN in Kombination mit einem Farbbuch gelesen werden - Lest ihr ein Buch, das nur die Zusatzaufgabe erfüllt, zählt dies leider nicht.  Zusatzaufgaben dürfen nachträglich nicht getauscht werden! Einmal gelöst, ist die Aufgabe aus dem Spiel.  Es gelten für diese Challenge alle Bücher, die mehr als 100 Seiten haben (es gilt immer die von euch gelesene Ausgabe).  Punkte  Für jedes  Farbbuch, das im richtigen Monat gelesen wurde gibt es  1 Punkt.  Für jede  Zusatzaufgabe, die in Kombination mit einem Farbbuch gelesen wurde gibt es noch  +1 Punkt.  Somit kann man im Monat maximal 2 Punkte bekommen.  BEISPIEL April: Grün  Ich lese „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ von Eva Völler.  Damit bekomme ich 1 Punkt für die Farbe.  Zusätzlich erfüllt es das Kriterium „Von einer Frau geschrieben“. Dafür erhalte ich ebenfalls 1 Punkt.  Damit habe ich im April insgesamt 2 Punkte gesammelt.  FARBEN Januar : Bunt Februar : Weiß März :  Gelb April : Grün Mai: Metallic / Glitzer Juni : Blau Juli : Lila / Violett August : Rosa / Pink September : Rot Oktober : Orange November : Braun Dezember : Schwarz ZUSATZAUFGABEN 1 ) Ein Buch, das verfilmt wurde. 2) Ein Buch, das mehr als 550g wiegt. 3) Ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. 4) Ein Buch, das in Afrika, Asien oder Südamerika spielt. 5) Ein Buch mit Feuer oder Wasser auf dem Cover oder im Titel.  6) Ein Buch, dessen Autor mindestens 3 weitere Bücher veröffentlicht hat.  7) Ein Buch mit einer Zahl im Titel. 8) Ein Buch eines Autors, von dem du noch nichts gelesen hast. 9) Ein Buch, das vor 1950 erstmalig erschienen ist. 10) Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat (nennt den Preis). 11) Ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. 12) Ein Klassiker  13) Ein Buch, das der zweite Teil einer Reihe ist WIE MACHE ICH MIT?  Erstellt einen Sammelbeitrag im Unterforum „Sammelbeitrag“ (BITTE NICHT UNTER „Bewerbung“!)  Schickt mir den Link zum Sammelbeitrag bitte in einer Nachricht!  Lest fleißig eure Bücher und sammelt Punkte! Tragt diese anschließend in euren Sammelbeitrag ein. Ihr könnt jederzeit in diese Challenge einsteigen, könnt aber nur ab dem aktuellen Monat mitmachen.  Noch Fragen?  Dann stellt diese gerne bei „Fragen & Antworten“. Antworten zu bereits gestellten Fragen werde ich dort im ersten Beitrag sammeln.  Seid ihr euch unsicher, ob euer Buch die Farbvorgabe erfüllt? Dann schaut im entsprechenden Thema nach. Dort tummeln sich viele liebe, hilfsbereite Menschen, die euch gerne weiterhelfen.  In den Monatsthemen könnt ihr euch zudem auch gerne über die Zusatzaufgaben, etc. austauschen.  Alles klar?  Dann freue ich mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch ein farbenfrohes Jahr 2017!  Teilnehmerliste:  Aramara ban-aislingeach BeEe26 BlueSunset  booksvillavintage _Buchliebhaberin_ Car_Pe ClaraOswald Code-between-lines EnysBooks Gutti93 janaka  Johanna_Jay  Joo117 josie28 JulesWhetherther Kady katha_strophe kleinechaotin Kodabaer Kuhni77 LadySamira091062 lesebiene27 LostHope2000 louella2209 LubaBo mareike91  Mirijane MissSnorkfraeulein Mrs_Nanny_Ogg Nelebooks  papaverorosso PMelittaM Ponybuchfee QueenSize  sansol ScheckTina SomeBody StefanieFreigericht stebec sursulapitschi Talathiel Vucha zhera

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  • Auf unterhaltsame Weise aufklärend und hoffentlich mit Wirkung

    Best of Schule
    coala_books

    coala_books

    01. November 2016 um 11:59

    Wer ist heutzutage nicht mehr verwirrt, wenn er an das Schulsystem denkt. Ob nun in Deutschland oder Österreich oder andere Länder – das System ist komplex und nahezu undurschaubar. Der Autor nimmt das bei in seinem Buch das Schulsystem in Österreich unter die Lupe und deckt Missstände auf. Dies geschieht allerdings auf höchst amüsante Weise, die mit jeder Menge Sarkasmus daherkommt – einfach nur herrlich. Die Botschaft kommt in dieser Form meiner Meinung nach noch viel besser an, da das doch etwas anstrengende Thema nicht so trocken daherkommt, sondern locker und unterhaltsam präsentiert und dadurch hoffentlich noch mehr gelesen und überdacht wird. Denn es ist definitiv notwendig.Der Schreibstil ist locker, leicht und amüsant. Kurze und prägnante Kapitel erleichtern das Lesen und durch die Abwechslung vieler unterschiedlicher Formen wie tollen Schüler-Lehrer-Dialogen, Kolumnen, Essays und Interviews kommt hier definitiv keine Langeweile auf, sodass das Buch wahrlich schneller gelesen wird, als zunächst angenommen. Man merkt, dass trotz der komödiantischen Ausmachung jede Menge Substanz und Recherche in dem Buch steckt. Das Buch schafft es daher nicht nur zu unterhalten, sondern vor allen auch zum Nachdenken anzuregen und hoffentlich auch zur Diskussion und zum Austausch. Denn Missstände erkannt ist nur der erste Schritt zur Lösung. Das Buch berichtet zwar über das Schulsystem Österreichs, vieles kann meiner Meinung nach jedoch auch für andere Schulsysteme gesehen werden, besonders in Deutschland.Ein wirklich fundiertes und aufklärendes Buch zum österreichischen Schulsystem, welches Missstände aufdeckt und hoffentlich als Denkanstoß genutzt wird. Dabei kommt es jedoch auf höchst unterhaltsame Weise und mit jeder Menge Witz und Charme daher, sodass gute Unterhaltung auch bei diesem Thema sichergestellt ist, denn es sollte jeden etwas angehen, ob nun selbst im Moment betroffen oder nicht.

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  • Rezension zu dem Buch „Best of Schule“

    Best of Schule
    Keri

    Keri

    27. October 2016 um 20:12

    Autor: Niki Glattauer Verlag: Kremayr & Scheriau Inhalt: Der Bestsellerautor Niki Glattauer schildert in diesem Buch auf humorvolle Weise das nicht immer lustige Leben hinter geschlossenen Klassentüren. Meine Meinung: Das Cover ist passend zu dem Thema aber es hat mir trotzdem nicht ganz zugesagt. Für manche Wörter im Buch gibt es Erklärungen was positiv ist, aber gleichzeitig ist es negativ das man dafür nach ganz hinten blättern muss. Es ist etwas komplizierter geschrieben und handelt hauptsächlich von ernsteren Themen. Zwischendurch gibt es kleine Geschichten aus der Schule die meist recht witzig sind. Nach einer Zeit fangen die ganzen Abkürzungen und Fachbegriffe an zu nerven und es wird bei manchen Themen sehr weit ausgeholt. Fazit: Ich denke dieses Buch kann österreichischen Lehrern gut gefallen aber für den „normalen“ Bürger ist es dann vielleicht doch nicht so passend. Man sollte sich für dieses Thema schon sehr interessieren, damit das Buch einen gut gefällt. Insgesamt hat mich dieses Buch nicht besonders mitgenommen.

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  • Best of Glattauer?

    Best of Schule
    Sikal

    Sikal

    13. October 2016 um 08:21

    Der österreichische Autor Niki Glattauer, selbst Lehrer sowie auch Vater zweier schulpflichtiger Kinder, plaudert aus dem Nähkästchen. Durch seine journalistische Vorerfahrung ist er geübt darin, Dinge auf den Punkt zu bringen, oft mit einer gehörigen Prise Sarkasmus. Ich kenne bereits einige Bücher von ihm (Leider hat Lukas … Band 1 und 2, Der engagierte Lehrer und seine Feinde) und war gespannt auf sein neuestes Werk zum immer noch desolaten – pardon reformerschöpften – österreichischen Schulsystem. Als langjähriger Lehrer ist Glattauer mit den Sitten und Gebräuchen der Schule bestens vertraut, seine Episoden aus dem Schulalltag locken zwar ein Schmunzeln hervor – sind bei genauerer Betrachtung, ganz Glattauer „Zum Weinen lustig, zum Lachen traurig.“ Ich muss gestehen, dass der Großteil des Buches wirklich traurig stimmt – und das hat keinesfalls mit den schriftstellerischen Qualitäten eines Herrn Glattauer zu tun… Dass bestimmte Schulsprengel mit dem hohen Anteil nicht-deutsch-als-Muttersprache-sprechender-Schüler zu kämpfen haben, ist allgemein bekannt. Wahrlich nicht lustig, doch hier stößt man nicht nur auf das Unverständnis der Politik, sondern auch der Gesellschaft. Oder warum sollen die doch alle mal in Pause deitsch sprechen, wenn es ja auch mich türkisch-bosnisch-serbisch-deutschem Kauderwelsch geht? Dass Lehrkräfte überfordert sind und letztendlich den geringsten Aufwand betreiben, um selbst nicht aufgeben zu müssen, ist nur zu verständlich. Da bleibt kein Nerv mehr für Talentförderung und Individualisierung! Besonders schlimm finde ich, dass es im 21. Jahrhundert immer noch „dazugehört“ von Bildungsvererbung zu sprechen, dass Kinder ohne bildungsnahe Eltern kaum Chancen auf eine gute Ausbildung haben, dass Kinder nicht ganz selbstverständlich Kinder sein dürfen und ein Recht darauf haben, ihre Talente auszuleben. Ob eine Gesamtschule hier die Lösung wäre? Laut Glattauer ja – und wenn man seine Argumente liest, erscheinen diese plausibel. So ganz überzeugen konnte er mich nun doch nicht, vielmehr würde ich ein Modulsystem im Schulwesen bevorzugen (analog den Oberstufen im Gymnasium), um hier den Kindern einen breiten Pool anzulegen, aus dem die Schülerinnen und Schüler schöpfen dürfen. Und hier darf es keinen Unterschied machen, ob Gymnasium, Hauptschule, NMS usw. Auf jeden Fall möchte ich mich Glattauers Meinung zur Ganztagesschule anschließen. Mein Sohn ist in einer Ganztagesschule und es war für alle Beteiligten (mich eingeschlossen) die richtige Entscheidung (wenn auch keine leichte). Dass Glattauer etwas zu sagen hat, ist unbestritten. Seine Aspekte sollen zum Nachdenken – und hoffentlich auch Handeln – anregen, um aus einem hoffnungslos überforderten Lehrerteam, motivierte und engagierte Lebensbegleiter und letztendlich hoffnungslos desinteressierten und abwesenden Schülerinnen bzw. Schülern begeisterte und einbringende Jugendliche zu machen. Hier ist die Politik gefordert, um endlich Stellung zu beziehen und Handlungen zu setzen. Für Glattauer-Neulinge absolute Leseempfehlung, für Kenner gibt es hier nichts Neues zu entdecken.

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  • Best of Schule

    Best of Schule
    Nelebooks

    Nelebooks

    08. October 2016 um 18:59

    Allgemein: Die Schriftart auf dem Cover gefällt mir gut. Das Cover selbst passt zum Thema. Der Schreibstil ist angenehm.Meinung: Da ich in Deutschland zur Schule gegangen bin und das Buch über Österreich berichtet, ist es interessant, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu finden. Auch regt es zum nachdenken an und was man selbst eigentlich vom Schulsystem erwartet und wie es besser wäre. Natürlich ist vieles anders als in Deutschland und somit schwerer verständlich. Eine gute Abwechslung sind die Erfahrungen des Autors aus dem Schulalltag (Dialoge etc.), was aber auch erschreckend ist, dass dies anscheinend wirklich so auftritt. Stellenweise hat es sich etwas gezogen, auch da es mich als Deutsche eigentlich nicht betrifft und ich es daher recht distanziert gelesen habe. Interessant fand ich als ehemalige Schülern aber auch die Sichtweise eines Lehrers mal näher gebracht zu bekommen.Fazit: Für alle, die Lehrer sind oder Österreicher oder welche, die sich für das österreichische Schulsystem interessieren ist es auf alle Fälle zu empfehlen.(c) Nelebooks

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  • Best of Schule

    Best of Schule
    CindyAB

    CindyAB

    04. October 2016 um 17:38

    Der Autor verweist in den vorliegenden Buch auf die Mißstände in den Schulen (Österreich) denen laut seiner Sicht dringend mit neuen Reformen entgegen gewirkt werden sollte. Hierbei erfährt man allerhand politisches,/schulisches Hinterwissen, was allerdings schwerer nachvollziehbar ist wenn mann nich in Österreich zu hause ist bzw. sich mit den Gegebenheiten auskennt. Bei einigen Mißständen findet man sich durchaus wieder, die in D ganz ähnlich zu sein scheinen. Aufgelockert wird das ganze durch Schuldialoge und Erfahrungen die der Autor gesammelt hat, hier kommt man doch desöfteren zum Schmunzeln. Der Schreibstil ist unterhaltsam eine gute Mischung aus Fakten und Unterhaltung. An manchen Stellen etwas langatmig. Ein interessanter Bericht über die aktuelle Schulsituation in Österreich.

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  • Worst of Schule - das österreichische Schulsystem

    Best of Schule
    camilla1303

    camilla1303

    01. October 2016 um 20:45

    Passend zum Schulanfang hat der Autor Niki Glattauer ein neues Buch zum Thema Schule veröffentlicht. Niki Glattauer lebt als Lehrer und Buchautor in Wien, hat selbst zwei schulpflichtige Kinder und kennt somit beide Seiten der Misere, die der Lehrer und die der Eltern. „NMS, AHS, Elite-, Gesamt-, Baum- oder gar keine Schule? Alle reden über das, was draufstehen soll, Niki Glattauer sagt, was drin ist. Der Bestsellerautor schildert auf humorvolle Weise das nicht immer lustige Leben hinter geschlossenen Klassentüren. Er bricht eine Lanze für die Lehrerinnen (Männer mitgemeint) und legt den Kreidefinger in die Wunden des Systems. – Jessica, nimm deine Deutschsachen heraus! – Das Wörterbuch auch? Ich hab das Wörterbuch nämlich zu Hause vergessen. – Du hast dein Wörterbuch nach Hause mitgenommen? Das freut mich! Für welche Aufgabe hast du es denn gebraucht? – Aufgabe? – Ich meine, wofür hast du es gebraucht? – Nicht ich. Mein Bruder. Fürs Fliegenklatschen. Er sagt, dafür braucht man ein Buch. Und selber hat er keines mehr. – Willst du mir damit sagen, dass dein Bruder keine eigenen Bücher hat? – Schon, aber es ist ihm aus dem Fenster gefallen. Leider war es dann hin.“, so die Inhaltsangabe zum Buch „Best of Schule – Zum Weinen lustig, zum Lachen traurig“. Und ich finde schon, dass allein die Inhaltsangabe den Untertitel des Buches trifft. Man weiß nicht, ob es sich bei der Schülerin Jessica und ihren fliegen-klatschenden Bruder ohne Bücher um überspitzte Satire handelt und man lachen soll, oder ob man als Mutter von zwei Kindern, die noch nicht im schulpflichtigen Alter sind, Angst vor der Schule haben soll und diese Beschreibung eines Lehrers, für bare Münze halten kann. Wenn zweiteres zutrifft, wäre mir eher zum Weinen zumute. Das Buch behandelt ein ernstes Thema, das Bildungssystem in Österreich, das leider trotz der vielen Reformen im Schulsystem, noch immer nicht das Beste ist. In den Schulen tummeln sich von den Eltern überforderte und kaum geförderte Kinder, Kinder die nicht einmal ihre Muttersprache beherrschen und welche, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben. Dem Lehrer gegenüber fehlt Respekt, dem Unterricht gegenüber das Interesse. Wen wundert es also noch, dass Österreich zu den Schlusslichtern bei der PISA-Studie gehört, eine Thematik, die Niki Glattauer nicht nur einmal im Buch aufgreift. Die Anekdoten aus dem eigenen Schulalltag heitern das Buch zwar immer wieder auf, aber die Dialoge zwischen Lehrern und Schüler sind, obwohl komisch, traurig und erschreckend. Ich kann das Buch vor allem anderen Lehrern empfehlen oder Lesern, die mit dem österreichischen Schulsystem vertraut sind und darüber lachen können. „Best of Schule – Zum Weinen lustig, zum Lachen traurig“ ist ein Buch, welches die Defizite im österreichischen Schulsystem aufzeigt und viele Lösungsansätze vorschlägt, die wahrscheinlich so auch in der nächsten Schulreform nicht umgesetzt werden.

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  • Schule in Österreich

    Best of Schule
    histeriker

    histeriker

    01. October 2016 um 17:05

    Inhalt:NMS, AHS, Elite-, Gesamt-, Baum- oder gar keine Schule? Alle reden über das, was draufstehen soll, Niki Glattauer sagt, was drin ist. Der Bestsellerautor schildert auf humorvolle Weise das nicht immer lustige Leben hinter geschlossenen Klassentüren. Er bricht eine Lanze für die Lehrerinnen (Männer mitgemeint) und legt den Kreidefinger in die Wunden des Systems.Bewertung:Ich bin selber mit dem Schulsystem von Innen vertraut, auch wenn in Norddeutschland. Daher sind mir viele der Situationen bekannt und ich kann mich damit identifizieren. Einige Punkte haben mich aber schon überrascht, z.B. Situation in einigen Bezirken in Wien. Ich finde es aber wichtig, dass darüber offen gesprochen wird. Vor allem die allgemeine Situation in der Schule mit Reformen/Nicht Reformen wurde sehr plastisch dargestellt und kann wahrscheinlich auf viele Schulsystem angewandt werden. Manche Schlussfolgerung vom Autor stimmt nicht mit meiner Meinung überein, manchmal kann ich es aber nachvollziehen und an einigen Stellen hat es mich zum Nachdenken gebracht. Einige Stellen fand ich etwas langatmig und teilweise zu lang, so dass ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen kann.

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  • Falsche Vorstellung vom Klappentext

    Best of Schule
    testmaus

    testmaus

    01. October 2016 um 12:36

    Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut, da ich selbst Kinder im Schulalter habe und ich mich selbst nach an meine Schulzeit erinnern kann, wenigstens so teilweise. Die Beobachtungen welche man machen kann, kenn ich ja nur aus der Schüler- bzw Elternsicht, daher habe ich mich sehr gefreut auch mal die Lehrersicht auf humorvolle Art und Weise kennen zu lernen. Während ich im ersten Teil noch hin und wieder gelacht habe, habe ich mich durch den Rest nur noch durch gequält. Das Thema "PISA" aber auch das Thema "Religionsunterricht" wird so lange durch gekaut, das es gar nicht mehr lustig war.

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    • 3
  • Leserunde zu "Best of Schule" von Niki Glattauer

    Best of Schule
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's? NMS, AHS, Elite-, Gesamt-, Baum- oder gar keine Schule? Alle reden über das, was draufstehen soll, Niki Glattauer sagt, was drin ist. Der Bestsellerautor schildert auf humorvolle Weise das nicht immer lustige Leben hinter geschlossenen Klassentüren. Er bricht eine Lanze für die Lehrerinnen (Männer mitgemeint) und legt den Kreidefinger in die Wunden des Systems. – Jessica, nimm deine Deutschsachen heraus! – Das Wörterbuch auch? Ich hab das Wörterbuch nämlich zu Hause vergessen. – Du hast dein Wörterbuch nach Hause mitgenommen? Das freut mich! Für welche Aufgabe hast du es denn gebraucht? – Aufgabe? – Ich meine, wofür hast du es gebraucht? – Nicht ich. Mein Bruder. Fürs Fliegenklatschen. Er sagt, dafür braucht man ein Buch. Und selber hat er keines mehr. – Willst du mir damit sagen, dass dein Bruder keine eigenen Bücher hat? – Schon, aber es ist ihm aus dem Fenster gefallen. Leider war es dann hin. Niki Glattauerlebt als Lehrer und Buchautor in Wien und ist Vater zweier Schulkinder. Seine Bücher stehen regelmäßig monatelang auf den Bestsellerlisten, „Mitteilungsheft: Leider hat Lukas …“ wurde mit dem österreichischen „Buchliebling 2014“ prämiert. >> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde:  ACHTUNG: Das Buch ist sehr "österreichisch", daher sind vor allem ÖsterreicherInnen besonders dazu eingeladen, sich zu bewerben! Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Schule einmal anders betrachtet

    Best of Schule
    annlu

    annlu

    30. September 2016 um 22:23

    Best of Schule ist eine Kombination aus Kommentaren und Überlegungen zu vielen Themen, die den Alltag in der (österreichischen) Schule prägen. Der Autor ist selbst Lehrer an einer Wiener Schule und beschäftigt sich hier nicht nur mit seinen Erlebnissen rund um Kollegen, Schüler und Eltern – die er als lustige, eingeschobene Fallbeispiele nennt – sondern auch mit dem was dahintersteckt – der Bildungspolitik. Von nicht stattfindenden Schulreformen über Elternarbeit und PISA Studie wirft er sein Augenmerk auf alles, was seiner Meinung nach den heutigen Stand der Schule in Österreich ausmacht. Dabei beginnt er seine Kapitel – die meist einen recht provokativen Titel tragen – mit manchmal recht trockenen Erklärungen. Aber gerade sie sind es, die mir gezeigt haben, mit wie viel Hingabe die Recherchen zum Thema durchgeführt wurden. So wird zitiert, Interviews mit unterschiedlichen, teils echten, teils Möchtegern- Experten wiedergegeben und immer auch wieder alte mit neuen Situationen verglichen. Der informative Stil geht immer wieder in einen humorvollen, manchmal sarkastischen Teil über, der – meiner Ansicht nach – sehr oft die Missstände besser aufgezeigt hat als der theoretische Teil mit dem der Autor seine Kapitel einführt. So wurden sie lockerer und leichter zu lesen. Die Beispiele aus der Praxis entsprachen nicht wirklich meinem Erfahrungsbereich und ich habe mich oft gefragt, was Fiktion ist und was Realität, sie waren es aber – zusammen mit Auszügen aus Artikeln von Gewerkschaftern und unterschiedlichen Schulbotschaftern, die mich sehr interessiert haben. Manche der Diskussionen und Themen waren zwar sehr Österreich-bezogen und wiesen von daher auch die entsprechenden Persönlichkeiten und Namengebungen auf, mit denen ich nicht immer etwas anfangen konnte, dennoch kamen mir viele der Probleme, die (vermeintlich) dahinterstecken sehr bekannt vor. Sie scheinen wohl länderübergreifend auf alle Schulentwicklungen zuzutreffen. Fazit: Der Autor vertritt bestimmte Meinungen zum Thema Schule, mit denen er auch nicht hinter dem Berg hält. Viele Entscheidungen der Politik kritisiert er (wohl zu Recht). Dies ist sein Versuch, darauf aufmerksam zu machen – und das in einer humorvollen Art und Weise. Wenn ich auch nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimmte, so fand ich das Buch dennoch interessant, informativ und doch immer wieder lustig. Wer mit dem Bereich Schule zu tun hat (und wer hat das als eigentlich nicht?) dem kann ich es empfehlen.

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  • Reformen, Reförmchen - alles nichts gebracht....

    Best of Schule
    Zwillingsmama2015

    Zwillingsmama2015

    25. September 2016 um 14:46

    Der Lehrer, Autor und Kolumnist Niki Glattauer hat schon einige Bücher über gescheiterte Schulreformen und die Bildungs-Misere in Österreich geschrieben - "Best of Schule" sei erst einmal sein letztes Buch, bis sich grundlegend was ändert....Sein vorerst letztes Buch ist somit mein erstes Buch von ihm und ich muss sagen, dass ich komplett begeistert bin von seinem Schreibstil und seiner Art einem die Missstände in den österreichen Schulen näher zu bringen - nämlich mit Humor (oft ist es vermutlich auch eine Art von Galgenhumor) und Sarkasmus. Aber anders geht es manchmal auch einfach nicht. Wer schon einige Vorgängerbücher von Herrn Glattauer kennt, wird schon zu beginn darauf hingewiesen, dass ihm das ein oder andere bekannt vorkommen könnte, denn es ist ja nun mal ein "Best of". Fpür mich war wie gesagt alles neu und ich muss sagen, dass man das Buch schwerlich aus der Hand legen kann, wenn man einmal angefangen hat. Das pasiert zum einen durch den wirklich angenehmen Schreibstil (und auch die angenehme Kapitellänge), als auch diurch den wirklich abwechslungsreichen Aufbau in Form von Essays, Schüler-Lehrer-Dialogen, eigenen Erfahrungsberichten, Kolumen und Interviews. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Ich wünsche Herrn Glattauer, dass endlich jemand der Zuständigen seine Forderungen hört und diese vielleciht überdenkt - denn wer kann sich besser über schlechte Umstände äußern als Schüler, Lehrer und Eltern. Und ich muss sagen, dass ich Deutschland und seine Schul-Reförmchen auch hier wiederfinden - wenn auch etwas anders, denke ich, dass es oft um die gleichen Probleme geht. Ein wirklich gutes, beeindruckendes Buch, dass einem die Augen mit Humor zu öffnen vermag!

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  • Zum Weinen lustig, zum Lachen komisch

    Best of Schule
    melanie1984

    melanie1984

    23. September 2016 um 19:08

    Pünktlich zum Schulanfang hat Niki Glattauer sein neues Buch herausgebracht.NMS, AHS, Elite-, Gesamt- oder gar keine Schule? Alle reden über das, was draufstehen soll, Niki Glattauer sagt, was drin ist. Auf humorvolle Weise schildert er Anekdoten aus dem Schulalltag und kritisiert gleichzeitig das österreichische Bildungssystem. Er fordert die Regierung zu einem Umdenken auf.Glattauer traut sich als einer der Wenigen offen Missstände anzusprechen, die in Österreichs Schulen und vor allem im Bildungssystem herrschen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und traut sich Dinge anzusprechen, die sich manche nicht einmal zu denken trauen.Das Buch ist informativ, humorvoll und unterhaltsam zugleich. Besonders genossen habe ich die Passagen, in denen der Autor beschreibt, was sich in Österreichs Klassenzimmern wirklich abspielt.Einzig beim Thema Ganztagsschule muss ich als Hauptpardonneuemittelschullehrerin den Autor etwas kritisieren. Nicht alle Kinder sollen den ganzen Tag in der Schule sitzen müssen, denn auch die Eltern haben einen Beitrag zur Erziehungsarbeit zu leisten. Ich bin Lehrerin und nicht Erzieherin, ich möchte den Kindern Werte und Wissen und nicht richtiges Benehmen vermitteln. Auch bereite ich meine Stunden lieber zu Hause vor, wo ich einen ruhigen und ausreichend großen Arbeitsplatz habe. In einem Raum mit 30 anderen Personen und einem PC ist das leider nicht möglich.Niki Glattauer erklärt, dass dies sein letztes Buch zum Thema Schule sein wird, solange es keine Schulreform gibt, die diesen Namen auch verdient und den dort handelnden Akteuren das Leben nicht erschwert, sondern erleichtert. Dem habe ich nichts hinzuzufügen FAZIT:Ein kritisches und unterhaltsames Buch für alle, die mit dem österreichischen Bildungssystem, besser Bildungsproblem, vertraut sind!

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  • Defizite im Schulsystem und im Elternhaus - unterhaltsam auf den Punkt gebracht

    Best of Schule
    Julitraum

    Julitraum

    18. September 2016 um 15:11

    Der Autor Niki Glattauer lebt als Lehrer und Buchautor in Wien. Er hat selbst zwei schulpflichtige Kinder und kann somit für beide Parteien, also Lehrer und Eltern, sprechen. Seine berufliche Karriere als Lehrer hat er erst relativ spät auf dem 2. Bildungsweg gestartet, vorher war er als Journalist tätig und schreibt auch jetzt noch für verschiedene Tageszeitungen und Magazine.  Sein Schreibstil ist wirklich hervorragend, gut aufgebaut und mitreissend, manchmal überspitzt, dann witzig, kurzum mehr als unterhaltsam. Doch in diesem Buch geht es um ein ernstes Thema, die Schule bzw. das Bildungssystem vornehmlich in Österreich. Als Deutsche konnte ich hier viele erstaunliche Dinge erfahren, die doch etwas anders in Deutschland in Bezug auf die Schule gehandhabt werden. Doch sehr vieles ist auch hier in Deutschland ähnlich. Reformen im Schulwesen, deren Sinn und Zweck oft mehr als fraglich sind, Erwartungen, die an die Schule gestellt werden, die eigentlich im Elternhaus eher angebracht sind und umgekehrt. Die Gegensätze der Eltern, die manchmal in Bezug auf die Schulbildung ihres Kindes mehr als übereifrig sind und ihr Kind nicht fordern sondern überforden. Dann wieder die Eltern, die weder deutsch noch die eigene Muttersprache beherrschen und dem Kind dies auch nicht vermitteln können. Das Kind, das in der Schule dementsprechend nicht zurechtkommt. Der Lehrer soll allen Schülern gerecht werden, doch wie soll das gehen,Wenn Sprachbarrieren bestehen, Respekt und Interesse fehlen.  Die Kinder werden schon früh selektiert und auf verschiedene Schulen empfohlen. Es gibt verschiedene Schularten, doch welche ist das richtige fürs Kind? Sollte man die Kinder nicht länger in einer Gesamtschule zusammenlassen, wo lernstärkere Schüler den lernschwächeren helfen und beide Seiten davon profitieren können? Es gibt genug Beispiele, die ziegen, daß dies ein guter Ansatz ist. Glattauer greift auch oft genug die umstrittene PISA-Studie auf, die leider zeigt, daß Österreich hier ein ziemliches Schlusslicht ist. Glattauer zeigt auch Beispiele anderer Länder, die besser abschneiden und aus welchen Gründen, diese hier erfolgreicher sind. Er scheut sich aber auch nicht davor, Beispiele von Ländern zu zeigen, wo die Kinder mehr gedrillt als unterrichtet werden. Ein kontroverses Thema, doch Glattauer versteht es sehr gut, den Leser in die Materie hineinzubringen und ihm viele Standpunkte klar zu machen. Dabei lockern viele Anekdoten aus seinem Schulalltag oder dem seiner Kolleginnen (erstaunlicherweise sind in Österreich die Mehrheit der Lehrer weiblich!) das Sachbuch auf und die Dialoge zwischen Lehrern und Schüler sind zwar oft genug sehr witzig, aber im Kern tatsächlich traurig und erschreckend. Umso passender der Untertitel des Buches "Zum Weinen lustig, zum Lachen traurig". Für mich vollste Leseempfehlung. Ein Buch, das punktgenau die Defizite im Schulsystem aufzeigt und viele Lösungsansätze vorschlägt.

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  • Passend zum Schulanfang die Pflichtlektüre vom Herrn "Oberlehrer" Glattauer ;-)

    Best of Schule
    awogfli

    awogfli

    18. September 2016 um 05:16

    Dieses Buch war wirklich ganz anderes, als ich es mir vorgestellt hatte, aber diesmal kann ich meine nicht erfüllten Erwartungen gar nicht negativ bewerten. Am Anfang dachte ich mir: "Puh österreichische Schulpolitik, das ist wirklich nur für Lehrer und ein paar Politiker interessant, egal wie bemüht der Autor ist, sowas auch witzig rüberzubringen." Aber ich habe mich tatsächlich geirrt, es wurde immer spannender. Dabei beginnt der Autor mit dem üblichen Lehrergejammere über PISA und sich als Lehrender nicht messen lassen zu wollen, was auf den Universitäten schon seit Jahrzehnten kein Problem darstellt und mich immer wieder verwundert den Kopf schütteln läßt, legt aber dann sehr strukturiert und sachlich fundiert dar, warum die Messmethode bei uns irgendwie falsch angewendet wird. Am Ende darf der Leser sogar einen realen PISA Leseverständnistest absolvieren. Im Prüfungsbeispiel geht es tatsächlich um die Geschichte von Macondo aus Gabriel Garcia Marquez' Roman Hundert Jahre Einsamkeit, dessen komlexe blumige Sprache sicher für den Test des Leseverständnisses von Schüler Otto Normalverbraucher um 2-3 Stufen zu hoch gegriffen ist. Auch die Auswahl der Probanden in die PISA-Stichprobe ist bei uns wenig systematisch - eben typisch österreichisch. Glattauer thematisiert und pointiert messerscharf auch den ewigen österreichischen Zankapfel der Gesamtschule versus der Segregation der geistigen "Eliten" bereits im Alter von 10 Jahren durch die Hauptschule und die AHS. Auch das Problem mancher Schulbezirke und Klassen von Schülern mit nicht Deutscher Muttersprache von 100% durch die Ghettobildung in der Stadtansiedlung und der Umstand, dass solche Kinder dann nicht wie im Idealfall fünf Sprachen sehr gut sprechen (Serbisch, Kroatisch, Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache) sondern eben gar keine Sprache beherrschen, wird ausführlich analysiert. Gewürzt werden diese ernsten Probleme mit Anekdoten live aus dem Schulalltag, passend zum jeweiligen Thema, was dieses Sachbuch ausgezeichnet auflockert. Natürlich gibt es auch ausreichend Lehrer Selbstmitleid in diesem Buch, wie arm und ausgebrannt diese Menschen sind, die 3 Monate Urlaub im Jahr haben, im Alter recht gut verdienend frustriert auf die Pensionierung warten, aber Glattauer geht auch durchaus manchmal kritisch mit den Umständen um und erklärt auch in einigen Fällen sehr anschaulich die Gründe für diesen Frust. Ich selbst bin ja diesbezüglich sehr kritisch eingestellt, denn ich durfte ja von 1997-2000 mehr als 1000 Lehrer im Fachgebiet Internet auf der Uni ausbilden und muss sagen, dass ich noch nie vorher als auch nachher derartig demotivierte, arbeitsscheue und lernunwillige Studentengruppen im Rahmen der Erwachsenenbildung gehabt habe. Als in einem Kurs zur Homepagegestaltung an der Schule eine Hausübung anstand, gab es jedesmal einen Aufstand - Sowas! Von einem Lehrer eine Hausübung verlangen! Die prinzipielle Einstellung dieser Berufsgruppe, die unsere Kinder unterrichten sollte, zur Weiterbildung und dem lebenslangen Lernen war gelinde gesagt äußerst fragwürdig und zwar bedauerlicherweise beileibe nicht nur im Rahmen von Einzelfällen. Deshalb beurteile ich das Gejammere auch in diesem Buch etwas strenger, denn es nervt mich einfach extrem, da ich die dahinterstehende Einstellung auch live kennenlernen durfte. Fazit: Auf jeden Fall ist dieses Buch für Österreicher sehr relevant, spannend und informativ, ich habe keine Ahnung, ob dies auch für meine deutschen Buchfreunde gilt, denn ich hab die Befürchtung, dass die schulpolitischen Probleme und Spezifika tatsächlich hausgemacht österreichisch sind und für die deutsche Situation wenig Relevanz aufweisen. So würde ich für Österreicher sogar zu 3,5 Sternen tendieren.

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