Niki Glattauer Leider hat Lukas schon wieder ...

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Inhaltsangabe zu „Leider hat Lukas schon wieder ...“ von Niki Glattauer

Lukas ist nach seinem Ski-Unfall zurück in der Schule, und es geht Schlag auf Schlag: Zuerst wird er aus heiterem Himmel zum Klassensprecher gewählt. „Bine! unser Sohn! Noch dazu einstimmig!“ – „Super! "– „Bine, das kann nur eine Falle sein.“ Sabine Gruber sieht rot, als sie aufgefordert wird, das Werkstück ihres Sohnes, einen Topflappen, fertig zu nähen. „Siehst du, Walter, das ist Schule: eine Handarbeitslehrerin, die davon ausgeht, dass Mütter Nähmaschinen besitzen.“ Vater Gruber erblasst, als er bei einem Spaziergang im Park in Lukas’ Freund Niko den Kopf einer Handyräuber-Bande ausmacht … Und dann findet er in Lukas’ Schultasche auch noch einen heißen Liebesbrief an seinen Sohn, offensichtlich verfasst von einem Mitschüler! – Bine, kann es sein, dass Lukas schwul ist? – Na und? Conchita Wurst ist auch schwul. – Und? – Nix und. Wer hat mehr Erfolg – die Wurst oder du? Und dann tust du als Vater manchmal Sachen, von denen du nie gedacht hättest, dass du sie je tun würdest. Ich lass mir von meinem bald 14-jährigen Sohn die Schultasche ins Wohnzimmer bringen und auf dem Tisch ausleeren …

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  • Eine durchaus gelungene Fortsetzung aus dem Hause Gruber

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lukas kehrt von seinem Schiausflug zurück – mit Beinbruch. Doch schützt ihn und die Grubers diese Tatsache nicht vor weiteren interessanten Begebenheiten aus dem manchmal etwas irren Schulalltag… Nachdem ich den leicht übergewichtigen Schüler und seine Familie bereits im Hörbuch des ersten Teils („Mitteilungsheft: Leider hat Lukas…“) kennenlernen durfte, habe ich mich natürlich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Lange hatte ich überlegt, ob ich wieder auf das Hörbuch warten soll, doch kam mir eine Leserunde auf lovelybooks entgegen und nahm mir die Entscheidung ab ;-). Und seid euch sicher: Ich wurde nicht enttäuscht! Dieses Mal durfte ich die Texte lesen, das „Mitteilungsheft“ ist toll illustriert. Hm, über die Art der Zeichnungen kann man sich nun streiten, ich hätte sie mir ehrlich gesagt … Naja, anders vorgestellt… Den Genuss der Dialoge zwischen Eltern und Lehrern, Eltern und Lukas, aber auch den Eltern untereinander hat das aber nicht geschmälert – hier kam mir sicher entgegen, dass ich die Stimmen der Beteiligten noch aus dem Hörbuch im Ohr hatte. So konnte ich selbst bei kleinen Fehlern in der „Spiegelstrich-Kommunikation“ leicht durchblicken, was los ist, wer spricht usw. Ja, die Unterhaltungen werden nicht in der üblichen Art und Weise aufgezeigt, sondern nur anhand von Spiegelstrichen, so dass der Leser stets aufmerksam folgen muss, um den Faden nicht zu verlieren. Dazu gibt es Passagen, in denen die Lehrer über das Mitteilungsheft mit Familie Gruber kommunizieren – jeder mit seinen Eigenheiten ;-). Und als Krönung schildert Familienoberhaupt Walter Gruber in einer Art Tagebuch die interfamiliären Geschehnisse. Insgesamt habe ich dieses Buch sehr genossen und hoffe schon jetzt auf Teil drei – dann vielleicht mit Lukas‘ jüngeren Schwester Laura in der Hauptrolle? ;-)

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    • 3
  • Leserunde zu "Leider hat Lukas schon wieder ..." von Niki Glattauer

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's? Lukas ist nach seinem Ski-Unfall zurück in der Schule, und es geht Schlag auf  Schlag: Zuerst wird er aus heiterem Himmel zum Klassensprecher gewählt. „Bine! Unser Sohn! Noch dazu einstimmig!“ – „Super! "– „Bine, das kann nur eine Falle sein.“ Sabine Gruber sieht rot, als sie aufgefordert wird, das Werkstück ihres Sohnes, einen Topflappen, fertig zu nähen. „Siehst du, Walter, das ist Schule: eine Handarbeitslehrerin, die davon ausgeht, dass Mütter Nähmaschinen besitzen.“ Vater Gruber erblasst, als er bei einem Spaziergang im Park in Lukas’ Freund Niko den Kopf einer Handyräuber-Bande ausmacht … Und dann findet er in Lukas’ Schultasche auch noch einen heißen Liebesbrief an seinen Sohn, offensichtlich verfasst von einem Mitschüler! – Bine, kann es sein, dass Lukas schwul ist? – Na und? Conchita Wurst ist auch schwul. – Und? – Nix und. Wer hat mehr Erfolg – die Wurst oder du? Und dann tust du als Vater manchmal Sachen, von denen du nie gedacht hättest, dass du sie je tun würdest. Ich lass mir von meinem bald 14-jährigen Sohn die Schultasche ins  Wohnzimmer bringen und auf dem Tisch ausleeren … Erscheinungstermin: 28. August 2015 Niki Glattauer lebt als Lehrer und Buchautor in Wien. Er ist außerdem Kolumnist beim „Kurier“ – und Vater zweier Schulkinder. Seine Bücher stehen regelmäßig monatelang auf den Bestsellerlisten, „Mitteilungsheft: Leider hat Lukas …“ wurde mit dem österreichischen „Buchliebling 2014“ prämiert.>> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 24. August 2015 für eines von 20 Leseexemplaren von "Leider hat Lukas schon wieder ...". Sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.  Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!  > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 257
  • gute, witzige Fortsetzung des Schulalltags einer Familie

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    lisam

    lisam

    30. October 2015 um 14:04

    Das zweite Mitteilungsheft der Familie Gruber schließt nahtlos an den ersten Band an, aber man kann auch ohne Vorkenntnisse ins Geschehen einsteigen. Das Klima im Hause Gruber war in den letzten Woche super, da der 13-jährige Lukas nach seinem Ski-Unfall leider nicht in die Schule gehen konnte. Da es ihm gesundheitlich wieder möglich ist, geht Familie Gruber wieder gemeinsam mit Lukas in die Schule. Und die Kommunikation/Streiterei mit den Lehrerinnen und Lehrern geht via Mitteilungsheft in die nächste Runde. Vater Gruber bemüht sich den pubertierenten Sohn positiv durchs Schuljahr zu bringen, die antiquierten Anforderungen der Lehrerinnen und Lehrer so gut wie möglich zu erfüllen und seine Frau im Zaum zu halten, damit die Lage in der Schule nicht wieder eskaliert. Unter anderem ein Topflappen, der im Werkunterricht angefertigt wird und dann von Mutter Gruber fertiggestellt werden soll, erhitzt das Klima. Auch die Fortsetzung des Mitteilungshefts hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Mischung aus der Korrespondenz mit der Schule, Vater Grubers Schultagebuch und die Streitereien in der Famile zeigen die Auswirkungen des Schullebens eines Kindes auf die gesamte Familie.

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  • Von Smart-Trotteln, Topflappen und anderen Katastrophen…

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Sikal

    Sikal

    10. October 2015 um 09:04

    Wer den ersten Band/das erste Semester Lukas‘ in der 3a Revue passieren ließ, kommt nicht umhin auch das 2. Semester der Familie Gruber und ihrer Schulgeschichten zu verfolgen. Wer Band eins noch nicht kennt, wird dennoch mitleiden, -lachen oder auch –weinen (doch versprochen – auch der erste Band ist eine Wucht). „Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ – Wobei mir damals noch nicht klar war, ob ich das tote Pferd bin oder der Reiter. Jetzt weiß ich es: Ich war der Sattel! Nebenrolle und Arschkarte in einem. Unter mir der Rücken des Pferdes, genannt Schule, auf mir der Hintern meines Sohnes, genannt Schüler.“ Niki Glattauer, selbst Lehrer aber auch Vater, lässt uns mit diesem Buch wieder teilhaben an der Odyssee der Familie Gruber, die ihren Sohn Lukas irgendwie durch die 3a bringen soll. Kein einfaches Unterfangen, wenn man Lukas Leistungen betrachtet. Seine intrinsische Motivation ist eher weit unter Null angesiedelt, beschäftigt er sich doch hauptsächlich mit seinem Smart-Trottel und der virtuellen Welt. Dass dieses apathische Verhalten erstens das Mitteilungsheft füllt und zweitens die Konflikte zwischen Bine und Wawa erfrischen, versteht sich von selbst. Während Bine für Lukas einen Topflappen fertigstellen soll, Wawa eine vermeintliche Handyräuberbande ausmacht und Lukas auch noch Liebesbriefe von einem Schulfreund bekommt, wird Lukas auch noch zum Klassensprecher gewählt – eine Falle? Dass Marie-Claire in Babykarenz ist, verschärft die Sachlage noch zusehends. Die Geschichten quer durch das Mitteilungsheft und das Computertagebuch versprechen einen enormen „Wiedererkennungswert“. Jeder, der selbst Kinder in unserem Schulsystem unterbringen muss, findet Episoden, die – wenngleich überspitzt – erkennen lassen, mit welchem Aberwitz sich unsere Kinder und deren Eltern täglich konfrontiert sehen. Oder versteht man die Sinnhaftigkeit von einem Notensystem, das innerhalb einer Schulstufe Unterschiede wie vertiefend und grundlegend darbietet? Wie sagt Glattauer „Wenn ein Kind in Österreich in die Schule kommt, kommen zugleich auch die Eltern in die Schule.“ Wie wahr, wie wahr – wenn man bedenkt, dass WIR Schularbeit haben, WIR einen Topflappen nähen und WIR dann noch zum KEL-Gespräch dürfen. Oder sollen WIR vorab noch schnell das Referat vorbereiten? Der Autor schreibt mit einer gehörigen Portion Satire und amüsanten Dialogen von wichtigen Themen, die unser leidiges Bildungssystem so mit sich bringt und schafft es, den ernsten Hintergrund humorvoll an den Mann – und natürlich auch an die Frau – zu bringen. Die Illustrationen von Verena Hochleitner unterstreichen einzelne Episoden, visualisieren Gedanken und Probleme des Familien/Schulalltags und sind außerordentlich treffend. Fazit: Ein humorvolles Buch über ein Bildungssystem, das zwar bis zum Umfallen reformiert wird, am eigentlichen Sinn jedoch vorbei marschiert – unseren Kindern Werte und Wissen zu vermitteln, die in die heutige Zeit passen, das Steinzeitdenken abzulegen und Herzensbildung zuzulassen.

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  • erneut wirklich lesenswert...

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    01. October 2015 um 17:11

    Zu allererst: Man kann den zweiten Band auch lesen, wenn man den ersten Band nicht kennt! Ich finde es aber sinnvoller, auch den ersten Band zu kennen, da man die überspitzen Bemerkungen der Mutter in Band 2 deutlich besser verstehen kann, wenn man weiß, was vorher schon alles gelaufen ist! Band 2 setzt genau am Ende des ersten Bandes an und es hat mich sehr interessiert, ob Lukas etwas dazugelernt hat. Oder auch seine Eltern? Oder seine Lehrer? Aus meiner Rezi zu Band 1: “Worum geht es? Es geht prinzipiell mal um Lukas (13)! Er ist derjenige, der sowohl in der Schule seine Lehrer als auch zu Hause seine Eltern zum Verzweifeln bringt, da es schulisch gesehen nicht „so gut“ läuft und er sich nicht wirklich ändert. Das Buch ist eine Darstellung bzw. zum Teil auch überspitzte Auflistung, was alles in einem Schuljahr bei Lukas in der Schule und zu Hause passiert ist. Im Buch selbst wechseln sich der Briefverkehr zwischen Lukas Mutter/ Vater und Lehrern mit den Geschichten aus Lukas Zuhause ab. Man erfährt so auch viel über die Probleme, die Schule im familiären Miteinander anrichtet. Die vielen passenden und unterstützenden Zeichnungen sind klasse und regen schon alleine zum Lachen und Schmunzeln an! (siehe Leseprobe!)” *************************** Auch dieser zweite Band konnte mir vergnügliche Lesestunden bescheren, auch wenn ich nicht mehr so an den Seiten klebte wie beim ersten Mal! Manche Dinge wiederholen sich einfach und waren deshalb auch nicht mehr so lustig oder interessant. Mir persönlich gefällt Lukas Mutter sehr! Sie hat Haare auf der Zunge und nimmt auch gegenüber den Lehrern kein Blatt vor den Mund! Und was soll ich sagen! Die meiste Zeit konnte ich ihr nur zustimmen, auch wenn die Lehrer nicht immer etwas für ihre überspitzen, unsinnigen Forderungen was können. Der Vater selbst ist eigentlich die Coolness in Personen sowohl seinem Sohn als als der Schule gegenüber. Das habe ich an vielen Stellen an ihm bewundert! Lukas selbst ging mir anfangs ein wenig auf die Nerven, da er irgendwie keine Verhaltensänderung zeigt. Will er sich selbst nicht verbessern? Und was soll das eigentlich mit Andi? Ist er wirklich “schwul”? Insgesamt konnte mich das Buch als Mutter und als Lehrer überzeugen! Das Lesen hat Spaß gemacht, auch wenn ich den ersten Teil etwas besser fand. Am besten finde ich immer noch den Emailverkehr zwischen Schule und Lukas Eltern. Davon könnte ich noch viel mehr lesen! (4 / 5) @books-and-cats.de

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  • Alles keksi, doch der Topflappen…

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Buchgespenst

    Buchgespenst

    30. September 2015 um 18:48

    Das neue Schuljahr (pardon: Semester) hat begonnen und damit auch erneut das Marterinstrument des Mitteilungsheftes. Vater Gruber schlägt sich wieder mit dem Schulalltag seines 13jährigen Sohnes Lukas herum. Denn wenn das Kind zur Schule geht, gehen auch die Eltern wieder zur Schule. Eine seltsame Klassensprecherwahl, undurchsichtige Machenschaften eines Mitschülers, ein ominöser Topflappen, der einfach nicht fertig werden will und eine geheimnisvolle erste Liebe namens Andi, die Vater Gruber Kopfzerbrechen bereitet. Und dann sind da noch die schlechten Noten, die sich auch in diesem Schuljahr einfach nicht verbessern wollen. Ein ungewöhnliches Buch über eine (?) Eigenart des österreichischen Schulsystems: das Mitteilungsheft. Ein unschuldiges und grausames kleines Ding, über das Lehrer mit Eltern kommunizieren: schlechte Noten, ungehöriges Benehmen, Ankündigungen von Arbeiten und allem was Eltern (nie) über den Schulalltag ihres Kindes wissen wollen. Österreichische Eigenheiten in Sprachgebrauch und Schulform sind manchmal etwas verwirrend, aber nichts desto trotz ist dieses Buch urkomisch. Wiedererkennungswert auf beiden Seiten garantiert! Immer weiter scheinen Eltern in den Unterricht eingebunden zu werden und plötzlich hat Vater Gruber, stellvertretend für manch geplagtes Elternteil, das Gefühl wieder selbst zur Schule zu gehen. Als Versatz von reinen Dialogen, Mitteilungshefteinträgen, Schultagebuch eines geplagten Vaters, E-Mails und Notizzetteln bietet das Buch einen witzigen und originellen Einblick in Schulalltag und Familienleben von Lucas. Hauptfigur ist sein Vater – Walter Gruber, der als Hausmann die Familie managt und versucht, an allen Fronten zugleich zu sein. Ich habe mich königlich amüsiert und kann das Buch nur weiterempfehlen. Leider sind mir Mutter und Schwester von Lucas komplett unsympathisch gewesen. Die Buntstiftzeichnungen treffen bedauerlicherweise auch nicht meinen Geschmack, aber 4 ½ Sterne vergebe ich trotzdem für das Buch! Der erste Band (man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen) ist Pflichtlektüre und ich hoffe auf einen dritten. Große klasse!

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  • Schule und Eltern: ein satirischer Blick hinter die Kulissen

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    sommerlese

    sommerlese

    "*Niki Glattauer*" hat in seiner "Leider hat Lukas-Reihe" seinen zweiten Band "*Leider hat Lukas schon wieder...*" im "*K&S Verlag*" veröffentlicht. Der freiberufliche Walter Gruber und seine familienernährende Frau Sabine haben mal wieder Probleme mit den Leistungen ihrer pubertären 13jährigen Sohnes Lukas. Walter kommuniziert über das Mitteilungsheft seines Sohnes mit den Lehrern und dem Direktor. Lukas hatte einen Skiunfall und leider die freie Zeit der Genesung nicht zum Aufarbeiten von Defiziten genutzt. Außerdem bekommt er heiße Liebesbriefe von seinem Mitschüler Andi. Vater Gruber ist alarmiert. Als Deutsche ist mir das österreichische Schulsystem nicht bekannt und so waren einige der hier verwendeten Abkürzungen und Fachbegriffe mir nicht geläufig. Mit Klasse 3 ist die entsprechende 7. Klassenstufe im deutschen System gemeint. In der Leserunde gab es hier lobenswerte Informationen. So erfuhr ich, dass ein österreichischer Schüler ein Mitteilungsheft zu führen hat, das Eltern und Lehrer gleichermaßen nutzen können. Ungewohnt waren für mich auch die eigentlich unnötigen Titel und Anreden wie beim Hofrat Doktordoktor. Auch einige Phrasen waren mir fremd, sowie absichtlich eingebaute Fehler im Wortschatz der Lehrer, die mich immer im Lesefluss störten, dann aber belustigten. In diesem Buch geht es um einige Tücken des Schulalltags, die Eltern häufig kennen. Wir tauchen ein in eine österreichische Familie, deren Sohn Lukas durch seine Pubertät nicht gerade ein Leistungsträger seiner Klasse ist. Er ist leicht übergewichtig, hasst Sport und liebt Leberkäsesemmeln. Außerdem steht er in einigen Fächern auf der Kippe und sollte jetzt Gas geben, wenn er versetzt werden will. Lukas befindet sich in einer pubertären Phase, dadurch wird es den Eltern zunehmend schwerer, mit ihm zu reden. Allerdings gelingt es Lukas, über sein Verhalten nachzudenken, sein Eßverhalten zu überdenken und sportliche Einsätze wieder mitzumachen. Am Ende kommt er auch mit seinen Eltern wieder besser klar und das ist doch schon mal ein Ansatz, der sich sehen lassen kann. Das jedes Elternpaar über die Probleme ihrer Kinder in der Schule an ihre harmonischen Grenzen stösst, wird hier nur zu deutlich gezeigt. Allerdings verstehe ich das Ganze eher als eine Art Satire, wenn ich die überspitzt formulierten Briefe deuten soll. Die Schwierigkeiten zwischen den Beteiligten sind schon mehrfach belustigend und mit Witz auf die satirische Spitze getrieben. Es gibt viele Szenen, die man wirklich geniesst. Doch im Ganzen war mir die gesamte Korrespondenz doch zuviel des Guten. Sprache und Schreibstil sind einfach, unterhaltsam satirisch und ein wenig bissig. Einige Fehler sollen wohl einen realistischen Eindruck von Briefkorrespondenz erwecken. Die Illustrationen unterstreichen den Schulcharakter des Buches, sie wirken sehr einfach und ein wenig wie ein Komik, zeigen aber die jeweilige Stimmung überaus deutlich und die Mimik passt auch gut. Wer wissen will, warum Topflappen für Eltern von Schulkindern zu einer nervlichen Zerreißprobe führen können oder was ein typisches Kind mit Immatrikulationshintergrund ist, dem schlage ich dieses Buch als Lektüre vor.

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    • 3
  • Viele werden schmunzeln müssen, ich persönlich mochte es leider nicht so :)

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Jeanne_Darc

    Jeanne_Darc

    24. September 2015 um 18:36

    Ein Mitteilungsheft erregt die Gemüter in Lukas Familie Ist Lukas wirklich so nervtötend im Unterricht oder die Lehrer einfach überfordert mit ihrem Beruf? Und dann wären dann noch diese Ohrfeigengeschichte und die Gerüchte um Lukas Homosexualität, Lukas Geschichte geht in die zweite Runde. Eckdaten zum Buch: Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.08.2015 Verlag : Kremayr & Scheriau ISBN: 9783218009928 208 Seiten Art: Diologie (ohne Vorkenntnisse lesbar) Genre: Humor/Realität/Satire Autor: Niki Glattauer (älterer Bruder von Daniel Glattauer) lebt als Lehrer und Buchautor in Wien. Er ist außerdem Kolumnist beim „Kurier“ – und Vater zweier Schulkinder. Seine Bücher stehen regelmäßig monatelang auf den Bestsellerlisten, „Mitteilungsheft: Leider hat Lukas …“ wurde mit dem österreichischen „Buchliebling 2014“ prämiert. Darum gehts: Lukas ist nach seinem Ski-Unfall zurück in der Schule, und es geht Schlag auf Schlag: Zuerst wird er aus heiterem Himmel zum Klassensprecher gewählt. „Bine! Unser Sohn! Noch dazu einstimmig!“ – „Super! "– „Bine, das kann nur eine Falle sein.“ Sabine Gruber sieht rot, als sie aufgefordert wird, das Werkstück ihres Sohnes, einen Topflappen, fertig zu nähen. „Siehst du, Walter, das ist Schule: eine Handarbeitslehrerin, die davon ausgeht, dass Mütter Nähmaschinen besitzen.“ Cover: Das Cover ist passend zum Inhalt auch wenn es mir persönlich nicht wirklich gefällt und auch das Format empfinde ich als eher unhandlich - aber es hat ja den Sinn äußerlich einem Mitteilungsheft zu gleichen - dennoch nicht mein Fall. Schreibstil: Der pikante und spitze Schreibstil von Niki Glattauer steht dem seinen Bruders um nichts nach, beide Glattauer Brüder verstehen es mit der deutschen Sprache und der Wiener Mundart zu spielen und so jedem Buch einen ganz besonderen Hauch zu verleihen. Leider muss ich zugeben, dass ich mir sehr schwer getan habe mit seinem Schreibstil und ich ihn teilweise als unangenehm empfunden habe. Ebenso die Umsetzung hat mich persönlich nicht wirklich vom Hocker gerissen, natürlich braucht man keine "Wiener Wurzeln" für dieses Buch und es kann jeder lesen, aber ich finde teilweise die Reaktionen der handelnden Personen auch als unpassend speziell jene von der Mutter. Ich glaube mein größtes Problem war einfach das ich diesen Witz von Herrn Glattauer einfach nicht wirklich mochte und es einfach nicht meine Art von Humor war. Meinung: Ich muss sagen ich habe den ersten Teil nicht gelesen, aber ich hatte eigentlich keinen Nachteil davon, natürlich nicht der Optimalfall aber keine Tragik. Wir lernen Lukas kennen und seine Familie und wie wir bereits auf den ersten Seiten feststellen ist Lukas nicht gerade der Schüler, den alle Lehrer mit Handkuss nehmen. Lukas ist eben anders und seine Eltern sind ebenso nicht gerade die einfachsten Personen und so kommt es schon das ein oder andere Mal zu hitzigen Diskussionen im Mitteilungsheft des Jungen oder über Mails. Immer wieder thematisiert auch die Uneinigkeit von Muter und Vater vertritt der Vater eher einen gemäßigten Standpunkt hat die Mutter die Faxen dicke und gibt den Lehrer auch Kontra. Niki Glattauer versteht es mit der Sprache zu spielen und er nutzt dies auch immer wieder in vollen Zügen aus und so entstehen für den Leser sehr interessante Situationen. Ich hatte eben wie bereits erwähnt meine Probleme mit seinem Schreibstil und seinem Witz, jedoch ist das meine persönliche Meinung und ich glaube auch dass das Buch bei anderen ganz anders und viel positiver aufgenommen werden kann, vielleicht einfach weil ich selbst noch viel zu jung bin und selbst keine Kinder habe ;) Fazit: Alles in Allem ein lesenswertes satirisches Werk, dass aber leider nicht mein Fall war, aber ich denke viele andere werden garantiert viel zu lachen haben über dieses köstliche Werk aus der Feder von Niki Glattauer. Cover: 0,4 von 1 Stern Schreibstil: 0,4 von 1 Stern Protagonisten: 0,6 von 1 Stern Thematik: 1,2 von 1 Stern Gesamteindruck 2,6 von 5 möglichen Sternen

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  • Freud und Leid eines 13jährigen Schülers

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    JoJansen

    JoJansen

    Das ist ein satirisches Buch über den österreichischen Schulalltag am Beispiel von Familie Gruber. Die Eltern: Walter (Hausmann und Schriftsteller) und Sabine (Architektin) versuchen ihre Kinder Lukas (13) und Laura (10?) täglich neu zu motivieren, Spaß an der Schule zu haben. Lehrer und Eltern, manchmal auch Schüler, kommunizieren über ein sogenanntes Mitteilungsheft. Das hat es in sich. Da geht es um überlebenswichtige Dinge wie das Absteppen eines Topflappens oder HÜ-Blätter. Und natürlich um Referate, verhauenen Klassenarbeiten, Teilnahme an Projektwochen ... Beim Lesen kamen Erinnerungen an meine eigene Schulzeit wieder hoch. Schon damals war das Mitteilungsheft ein Machtinstruments der Erwachsenen, denen wir Kinder uns hilflos ausgeliefert sahen. 😉Das Buch lebt größtenteils vom abgedruckten Schriftverkehr. Die Eintragungen im Mitteilungsheft werden ergänzt durch E-Mails und private Aufzeichnungen Walters. Auch Dialoge werden des öfteren wiedergegeben, allerdings in der sehr anstrengend zu lesenden Form mit Anstrich vor der Zeile und ohne Kennzeichnung, wer was sagt oder, noch schlimmer, gerade schweigt. Diese Dialoge und das ständige Herumreiten von Lehrern und Eltern auf den selben Themen führte dazu, dass meine Leselust im Laufe des Buches etwas nachließ. Zum Glück gab es noch ein paar spannende Fragen, die wirklich erst ganz zum Schluss aufgeklärt wurden und so zum Weiterlesen motivierten. Offen blieb u.a. ob Frau Söller schwanger ist, was es mit Sabines Praktikantin auf sich hat und ob Walter und Sabine noch Sex miteinander haben.Für Nicht-Österreicher ist es nicht immer einfach, das Schulsystem zu verstehen, nachdem ein 13-jähriger in der NMS (Neue Mittel-Schule) in die 3. Klasse geht, wo KEL-Gespräche stattfinden, und es Einser statt Eins heißt usw. Vermisst habe ich einen Anhang mit Worterklärungen ebenso wie ein Inhaltsverzeichnis mit Kapitelübersicht. Witzig fand ich solche Wortschöpfungen wie "Kinder mit Immatrikulationshintergrund" oder "Monokussion" 😜Alles in allem ein unterhaltsames Büchlein für alle, denen die Mitteilungshefte ihrer eigenen schulpflichtigen Kinder nicht genügen oder die ihre Erinnerungen an die eigene Schulzeit bisher erfolgreich verdrängt haben. Ich gebe 4****

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    • 4
    peedee

    peedee

    22. September 2015 um 17:47
    JoJansen schreibt ...ein sogenanntes Mitteilungsheft. Das hat es in sich. Da geht es um überlebenswichtige Dinge wie das Absteppen eines Topflappens oder HÜ-Blätter.

    Ich musste beim Lesen dieses Abschnittes lachen: solche "überlebenswichtige Dinge"! ;-) Schöne Rezi

  • Leider hat mich dieses Buch nicht komplett überzeugt

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    19. September 2015 um 18:29

    Autor Niki Glattauter ist der Bruder des Schriftstellers Daniel Glattauer und hat nun neben seiner Arbeit als Lehrer selbst mit dem Schreiben begonnen. Das liegt wohl in der Familie. Leider haben mir die Bücher seines Bruders besser gefallen. "Leider hat Lukas schon wieder..." handelt vom österreichischen Schulsystem, stressgeplagten Schülern, Lehrer und Eltern und ist mit ganz vielen tollen Zeichnungen versehen, die das Geschehen etwas lebendiger werden lassen. Ansonsten ist der Stoff nämlich manchmal etwas trocken. Papa Gruber korrespondiert mit den Lehrern seines Sohnes Lukas über das Mitteilungsheft und nebenbei noch mündlich mit seiner Frau, was oft schwer zu verstehen ist, da Gedankenstriche statt Gänsefüßchen benutzt werden. Und wenn mal jemand nichts sagt, dann gibt es zwei Gedankenstriche, was total nervt und unnötig ist. Manchmal sind gar lustige Situationen entstanden, zum Beispiel wenn die Mutter von Lukas dann mal mit den Lehrern kommuniziert hat, oder wenn es um Topflappen ging. Aber so richtig, in seiner Gesamtheit, hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen. Vielleicht bin ich zu wenig Österreicher dafür. Oder Schüler. Oder Lehrer. Oder Elternteil.

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  • Schulsatire & Konflikt auf dem Schlachtfeld des Mitteilungsheftes

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    awogfli

    awogfli

    „Leider hat Lukas schon wieder…“ ist die Fortsetzung des satirischen Erfolgsromans  „Leider hat Lukas..“ von Niki Glattauer, in dem ein geplagter freiberuflicher Künstler-Vater, der von seiner familienernährenden berufstätigen Frau mit den Schulagenden seines renitenten Sohnes beauftragt wird, mit den Lehrern kafkaesk skurril über das Mitteilungsheft des Kindes kommuniziert. An der Situation hat sich nichts geändert, im Gegenteil,  sie ist eskaliert. Lukas ist noch fauler, noch pubertierender und hat sich eine Sprache zugelegt, die man kaum verstehen kann. Die Lehrer sind noch schikanöser und die schulische Laufbahn des Sohnes droht groteskerweise an einem zu spät abgesteppten Topflappen, der renitenterweise auch noch als Unterlage für die tägliche Leberkäsesemmel dient und somit zu schmutzig ist, um als korrektes Werkstück anerkannt zu werden, zu zerschellen. Inhaltlich dazu kommt noch, dass der Fortpflanz zum Klassensprecher gewählt wird, eine kleine Schulkrimigeschichte um abgezogene Handys und die Vermutung des Vaters, dass der Sohn schwul sei. Sehr witzig ist, wie Papa WaWa (diesen Spitznamen hasst er) gleich einem Eiertanz alle diese Probleme: Lukas und seine Schulkalamitäten inklusive romantische Beziehung zu einem Jungen, Lehrer, Elternvertreter, Direktor, Krieg mit der Ehefrau, Krieg der Geschwister Lukas und Laura, etc… unter einen Hut zu bringen versucht – ständig Brände löschend, da beschwichtigend und dort intrigierend, manchmal auch mit klaren Ansagen. Am Ende stellt sich heraus, dass Vati tatsächlich ein Problem hat, anderen Menschen zuzuhören. Was bereits im letzten Teil funktioniert hat, die stilistische Neuerung, wie die Personen im Roman über das Mitteilungsheft kommunizieren (ich glaub ja da hat er sich von seinem berühmten Bruder Daniel Glattauer inspirieren lassen, der einen der ersten E-Mail-Romane geschrieben hat), ist nun nicht mehr so innovativ und prickelnd. Damit geht der Roman den Weg vieler Fortsetzungen, die ein Erfolgskonzept nochmals aufwärmen. Das Sequel ist gut aber nicht mehr so genial. Bedauerlicherweise lässt das letzte Bild mit dem Mitteilungsheft von Laura befürchten, dass die "Suppe" erneut aufgewärmt wird, diesmal mit der Tochter. Den grafischen Stil der Illustrationen mag ich noch immer nicht - prinzipiell finde ich die Idee mit den Zeichnungen hervorragend - aber das ist Geschmackssache. Fazit: Vergnügliche Unterhaltung für alle Eltern, aber auch Lehrer könnten mal reinschauen

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    • 3
  • Immer Ärger mit Lukas...

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    jujumaus

    jujumaus

    15. September 2015 um 23:28

    Nachdem mir bereits "Leider hat Lukas" von Niki Glattauer gut gefallen hat, habe ich jetzt den zweiten Teil gelesen und auch dieser hat mir wieder ein paar schöne Lesestunden beschert. Zum einen mag ich das Schreibformat sehr gerne, denn hier gibt es Mitteilungen aus dem Mitteilungsheft von Lukas, Emails, Gespräche und Tagebucheinträge des Vaters zu lesen. Auch die Schreibweise ist sehr angenehm und, vom österreichischen Dialekt abgesehen, flüssig zu lesen. Am besten haben mir jedoch die zynischen Haltungen der Eltern gegenüber dem Schulsystem gefallen. So wollen sie zum Beispiel nicht verstehen, weshalb ein Junge einen Topflappen häkeln soll und dazu stehen sie auch strikt. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Und natürlich kommt die witzige Enstellung gegenüber der Lehrer auch sehr gut zur Geltung. Im Gegensatz zum ersten Teil kam in diesem Buch auch nie Langeweile auf und es ist wesentlich spannender, weil hier nicht nur Lukas Blödsinn verzapft. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber dennoch vergebe ich "nur" 4 Sterne, was ich nur aus einem Bauchgefühl heraus begründen kann. Ich habe es zwar gerne zur Hand genommen, aber das nicht immer, weil ich nicht immer in der Stimmung für diese Art von Buch war, da es sich nicht ganz so flüssig lesen lässt wie ein Roman.

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  • Leider hat Lukas schon wieder...

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    rewareni

    rewareni

    15. September 2015 um 12:44

    Leider hat Lukas schon wieder… ist ein Fortsetzungsroman der Familie Gruber, die mit ihrem pubertierenden Sohn Lukas wieder einmal von einem Problem ins andere schlittern. Auf humorvolle Weise beschreibt der Autor Geschichten, wie sie in vielen Familien vorkommen können. Vater Gruber steht immer wieder im höflichen, schriftlichen Kontakt mit diversen Lehrern, die sich über Lukas beschweren. Hingegen seine Frau Sabine zeigt mit ihren oft bissigen und zynischen Bemerkungen, dass sie alles andere als einverstanden ist, was die Schule von ihrem Sohn verlangt. Wofür soll es gut sein als Werkarbeit einen Topflappen zu nähen? Und wer sagt, dass man heutzutage eine Nähmaschine besitzen muss? Ein Problem jagt das andere. Kann es sein , dass Lukas schwul ist? Ist er das Oberhaupt einer Handy Räuberbande? Papa Gruber ist verzweifelt. Ständig stehen Beschwerden im Mitteilungsheft. Dumm nur, dass sich Papa und Mama Gruber selbst nicht einig sind, wie die schulischen Probleme gelöst werden sollen. Und so finden immer wieder Grundsatzdiskussionen zwischen den beiden statt, wo zumeist keine zufrieden stellenden Lösungen herauskommen. Dass Lukas noch dazu in einigen Fächern auf Nicht genügend steht trägt natürlich auch nicht zum Hausfrieden bei. Die Geschichten sind witzig und humorvoll aufgearbeitet. Bei manchen Szenen wäre es vielleicht besser gewesen, wenn man den ersten Teil der Familiengeschichte gelesen hätte um den Handlungsablauf besser verstehen zu können. Originell ist, dass das Buch in Form eines Computertagebuches geschrieben ist. Und dass man wie in einem Mitteilungsheft den Schriftverkehr zwischen Schule und Familie Gruber mit verfolgen kann. Gestört hat mich das unhandliche Großformat des Buches, das nicht optimal in der Hand liegt. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Es sind oft kurze Sätze die nicht zu Ende geführt werden oder Wörter die nicht ausgeschrieben werden. Dadurch ist flüssiges Lesen kaum möglich. Trotzdem ist es ein unterhaltsamer Lesespaß für die ganze Familie und so wie es am Ende des Buches aussieht, ist ein dritter Teil nicht ausgeschlossen.

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  • Herrlicher Lesespaß, sehr gelungen!

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    Julitraum

    Julitraum

    13. September 2015 um 18:25

    Dies ist zwar der 2. Band um den Schüler Lukas Gruber, der in Österreich zur Schule geht und seine Eltern Sabine und Walter Gruber und die jüngere Schwester Laura, aber auch ohne Kenntnis des 1. Bandes kommt man als Leser gut in die Geschichte hinein. Für mich als Leserin aus Deutschland waren die verschiedenen Abkürzungen und schulischen Bezeichungen, die in Österreich gelten, völliges Neuland, aber äußerst interessant zu erfahren, wie dort der Schulalltag abläuft. Dort gibt es sogenannte Mitteilungshefte, die jeder Schüler mit sich führen muß und in dem die Lehrer Mitteilungen an die Eltern notieren, die diese kommentieren können oder ggf. sogar abzuzeichnen haben. Aus diesen Eintragungen ins Mitteilungsheft von Lukas Gruber, der email-Korrespondenz des eifrigen Vaters Walter Gruber mit den Lehrern seines Sohnes, seinen eigenen Tagebuch-Eintragungen, die er am PC vornimmt, und teilweise auch den herrlich bissigen Eintragungen seiner Frau Sabine ins Mitteilungsheft besteht dieser äußerst amüsante Roman. Lukas ist 13 Jahre, leicht übergewichtig und hat wenig Lust an Schule oder gar am Schulsport, noch weniger sogar am texitlen und technischen Werken. Schon im vorherigen Schuljahr stand er auf der Kippe und durch einen Skiunfall seinerseits, bei dem er für einige Wochen nicht am Unterricht teilnehmen konnte, haben sich natürlich seine schulischen Defizite noch weiter verstärkt. Als er wieder genesen die Schule besucht, bemüht sich seine Klassenlehrerin ebenso wie ihre Kollegen Lukas Eltern auf die Lücken im schulischen Wissen seines Sohnes aufmerksam zu machen. Lukas muß einiges tun und nachholen, denn seine Versetzung ist stark gefährdet. Dazu gehört u. a. auch die Fertigstellung eines Werkstücks im textilen Werken. Hierbei handelt es sich um den verhassten Topflappen, den Lukas einfach nicht zu Ende bringen will oder kann. Auch die Mutter Sabine Gruber will sich den guten Vorschlägen der Lehrerinnen nicht beugen und ihm helfen oder gar eine Nähmaschine anschaffen. All dies gehört für sie in ein anderes Jahrhundert. Ihre bissigen Kommentare ins Mitteilungsheft sind immer wieder ein Highlight beim Lesen. Der Vater, Walter Gruber, stets bemüht, die Wogen zu glätten und Lukas zu motivieren, muß jedoch eine Überraschung nach der anderen erfahren. So wird Lukas, der eigentlich nur einen guten Freund in der Klasse hat, spontan nach seiner Rückkehr in die Schule einstimmig als neuer Klassensprecher gewählt, sehr zum Befremden der Klassenlehrerin. Dann entdeckt Walter Gruber seltsame Vorkommnisse im Schulpark. Geht es etwa um Handyraub an Mitschülern? Und auch Lukas scheint hier mitzuwirken. Zu guter Letzt gibt es dann noch recht eindeutige Liebesbriefchen an Lukas von seinem neuen Mitschüler, der auch gleichzeitig sein Sitznachbar ist und mit dem Lukas neuerdings mit Eifer in dessen Zuhause Referate und Hausaufgaben vorbereitet. Was ist denn da im Busch? Fühlt sich Lukas etwa zum gleichen Geschlecht hingezogen? Walter Gruber ist in seinem Eifer bald längst überfordert, während seine Frau Sabine alles relativ gelassen sieht, außer es geht um den verhassten Topflappen, dann sieht auch sie rot. Ein herrlicher und sehr gelungener amüsanter Lesespaß mit überraschenden Wendungen und einem Einblick in das etwas antiquiert daherkommende österreichische Schulwesen.

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  • Gruber vs. Schule

    Leider hat Lukas schon wieder ...
    MartinaSuhr

    MartinaSuhr

    11. September 2015 um 21:17

    Das Buch "Leider hat Lukas schon wieder...." von Niki Glattauer ist eine äußerst humorvolle Hommage an die Querelen, die Eltern mit ihren pubertierenden Teenagern im österreichischen Schulsystem durchleben. Zuerst war mir das Textformat, bestehend aus Mitteilungsheft, Email und Gesprächsprotokollen im Onlinetagebuch des Vaters etwas fremd, ebenso wie die Abkürzungen und Fachtermini des österreichischen Schulwesens. Doch nach ein paar Seiten findet man sich recht gut zurecht und genießt einen vielseitigen und  witzigen Auszug aus dem Schulleben einer ganzen Familie. Normalerweise geht man ja davon aus, dass Schulquerelen in erster Linie Probleme des Schülers sind, doch weit gefehlt, in diesem Fall ist eine ganze Familie involviert. Papa Gruber bestreitet einen Zwei-Fronten-Kampf. Auf der einen Seite gegen die fortschrittsfeindlichen Strukturen der Schule, auf der anderen Seite versucht er seine Frau im Zaum zu halten, die sich auf bissige Weise gegen die Emanzipationsfeindlichkeit des konservativen Lehrstuhls wehrt. Der hormongesteuerte Sohn Lukas schleppt sich in typischer Teenager-Manier durch den Schulalltag und seine Schwester bringt mit ihrem etwas anstrengenden Wesen als Nebenfigur immer wieder neuen Zündstoff mit ins Spiel. Neben diesen ganzen spritzigen Geschichten kokettiert Niki Glattauer gekonnt mit der Deutschen Sprache. So trifft österreichischer Dialekt auf grammatisch korrektes Hochdeutsch und der Dativ tötet mal wieder den Genitiv. Ich möchte dieses Buch all denen wärmstens ans Herz legen, die gerne Lachen und vor allem denen, die selbst Kinder haben. Rundum ein gelungenes Buch, das einem beim Lesen ein Dauerlächeln ins Gesicht zaubert.

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