Raus aufs Land

von Niklas Kämpargard 
4,4 Sterne bei5 Bewertungen
Raus aufs Land
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Ein schönes Buch mit jede Menge Tipps und Anregungen, die man auch als Städter umsetzten kann.

D

Sehr schön und wertig mit tollen Tipps

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Inhaltsangabe zu "Raus aufs Land"

Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen

Je stärker sich die Technik in unserem Leben ausbreitet und je moderner unsere Häuser und Wohnungen werden, desto größer wird das Bedürfnis nach Selbstversorgung und Selbstgemachtem. Woher kommt die Nahrung, die wir zu uns nehmen, und wie haben die Tiere gelebt, deren Fleisch wir essen? Welche Pestizide befinden sich im Müsli unserer Kinder? Wie kann ich Energie sparen und meinen Beitrag zu einer nachhaltigen Lebensweise liefern? Wie kann ich unabhängiger von der Nahrungsmittelindustrie und ihren wirtschaftlichen Interessen leben? Welche Weisheiten und Erfahrungen unserer Vorfahren, die bereits in Vergessenheit geraten sind, können uns heute bei der Bewältigung unseres Alltags helfen?
Fragen wie diese brachten den Journalisten Niklas Kämpargård dazu, nach und nach sein Leben zu ändern, um sich mit seiner Familie auf einem Bauernhof auf dem Land niederzulassen und wieder näher an der Natur und den Jahreszeiten zu sein. In seinem Buch versammelt er 100 Projekte – klein und groß, die Anregungen sowie praktische und handfeste Hinweise bieten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783421040565
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:DVA
Erscheinungsdatum:27.02.2017

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    Kinderbuchkistes avatar
    Kinderbuchkistevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes Buch mit jede Menge Tipps und Anregungen, die man auch als Städter umsetzten kann.
    Ein schönes Buch mit jede Menge Tipps und Anregungen, die man auch als Städter umsetzten kann

    Das neue  alte Landleben


    Den Wunsch wieder naturverbundener und bewusster zu leben wir immer stärker. Viele versuchen sich einen Wunsch nach Landidyll zu erfüllen, einige holen ein Stück Landleben in die Stadt sei es mit Gärtnern, Gemüseanbau, Hühnerhaltung, Imkern oder ähnlichem.
    Bewusste Ernährung, zu sehen woher die Produkte kommen, biologischer Anbau, alles Themen die uns heute mehr denn je beschäftigen. So auch den Autor dieses Buches, der in einem längeren Prozess letztendlich mit seiner Familie auf den Land angekommen ist und versucht naturverbundener und bewusst zu leben.
    Als ich den Titel laß und so ging es auch anderen in unserem Team, da dachte ich / wir sofort an ein Standartwerk mit dem wir groß geworden sind und das viele von uns als Sehnsuchtsbuch empfunden haben. Ich rede von John Seymours Buch " Das Leben auf dem Lande" und später dann "Das neue Buch vom Leben auf dem Lande" in dem Seymour in seinem autarken Leben auf einem Bauernhof ,mit Besinnung auf unsere Vorfahren, berichtete.
    Nun liegt mir Niklas Kämpargård  vor und ich beginne im Inhaltsverzeichnis zu lesen.
    - Gärtnern ohne Gift
    -essbare Kräuter
    - alt bewährte Hausmittel
    - Frische Ernte auch im Winter
    Da wird von Schafen, Hühnern, Bienen, Pferden und Schweinen gesprochen. Von ihrer Funktion als Nutztier und Helfer. Es wird auf das Heumachen eingegangen, Fell und Leder gerben, Nähen und Werken mit diesen Rohstoffen.
    Von Fleischverarbeitung, Räuchern, Wurst machen. Von Obstsorten, veredeln Saft machen und Obst und Gemüse verarbeiten in den unterschiedlichsten Formen, von selbstgebrautem Bier vom Brotmachen auch mit Malztreber.
    "Pflanzen selbst kultivieren" ein großer Themenbereich der auch im Buch einen hohen Stellenwert einnimmt. Vom Samen sammeln über das Vorkeimen, über Kartoffeln im Pflanztopf vorkeimen und Tomaten in Eimern ziehen über den richtigen Standort, das Bestäuben, Pflanzenschutz bis hin zum Gewächshaus und das Einlagern wird alles angesprochen.
    "Der natürliche Garten" von dem Anlegen einer Naturwiese über Vögel und Insekten, Schneckenplage, Garten und Felder bewässern, Nistkästen bauen bis zum Füttern der Vögel im Winter.
     Ein ganz wichtiger Punkt um unabhängig auf dem Land leben zu können ist das selbst bauen. Sei es das Anlegen einer Windschutzhecke oder das Bauen eines Zauns oder aber auch das Verlegen von Kopfsteinpflaster, wenn man möglichst autark leben möchte muss man handwerklich nicht nur ein gewisses Geschick haben sondern auch in guter körperlicher Verfassung, denn Landleben ist kein Idyll sondern auch harte Arbeit.
    Auch das Kapitel Bau wird daher hier ausführlich beleuchtet.
    Im Grunde sind es mit einigen Ausnahmen tatsächlich Dinge mit denen sich auch John Seymour damals beschäftigte, diese aber auf unsere moderne aktuelle Zeit fokussiert.
    Anders und unglaublich spannend fanden wir den Themenbereich "Altbewährte Methoden" würde man meinen, dass hier eigentlich ehr an Seymour gedacht werden müsste so liegt man falsch denn hier geht es nicht nur um kompostieren, Fruchtfolge- und Felderwirtschaft sondern auch darum, wie man Seife und Shampoo selbst herstellt, einer Mückenplage Herr wird oder Ratten und Mäuse vom Haus fernhält. Letzteres ist übrigens auch für Städter interessant.
    Niklas Kämpargård geht in seinem Buch aber auch auf das Fällen von Bäumen und das Holzverarbeiten ein. Ein Thema was Seymour überhaupt nicht  in Betracht zog sind "Strom und Fahrzeuge". Trotz Landidyll leben wir im 21. Jahrhundert  und Dank Solarenergie und Photovoltaik und einer Fahrzeugtechnik ist es uns heute möglich ökologisch gut zu leben ohne auf Komfort zu verzichten.
    Er hat es geschafft ein Buch zu erarbeiten, es mit Fotos zu füllen und uns von seinem Leben anschaulich zu berichten und gleichzeitig auch Anleitungen zum selber tun zu geben. Dabei erzählt er  auf eine besondere Art, die uns Lesern das Gefühl gibt er spräche direkt mit uns. Anschaulich und ausdrucksstark bekommen wir so einen guten Einblick in sein Leben mit allem Positiven aber auch Negativen. Letztendlich ist es unglaublich erfüllenden in der Lage zu sein sich selbst weitestgehend selbst zu versorgen.

    Und so haben wir hier ein recht dickes Buch mit vielen Informationen, das einfach Spaß macht zu lesen und darin zu blättern, denn hier stimmt einfach alles von der Aufmachung, über die Umsetzung und die Informationen die es bietet bis hin zum haptischen Erlebnis, denn es fühlt sich dank dickerer Seiten und natürlich wirkender Farbe und  leichter Prägung auch noch richtig gut an.
    Auch ist es ein schöner Bildband, denn die Fotos  vermitteln nicht nur einen Eindruck sondern sind auch künstlerisch eine Augenweide.
    +
    Jeder der sich in irgendeiner Form für das Landleben und die Selbstversorgung interessiert wird an diesem Buch viel Freunde haben.
    Wir waren alle sehr begeistert!

    Was uns am besten gefallen hat?
    Jedem hat etwas anders gefallen!
    Hier eine kleine Sammlung zusammengestellt von  sechs Lesern:
    Annett gefiel das Rezept für das Malztresterbrot so gut, dass sie es gleich mehrfach nach backte und auch die Lederschuhe wurden von ihr gleich nach genäht.
    Luna kochte nach Anleitung des Buches Saft und braute mit Mattes Bier dessen Trester Annett dann zum Brot backen nutzte.
    Jochen verbiss sich an der Umsetzung des Dachdeckens mit Naturmaterialien und so entstand ein neuer Hühnerstall mit Reetdach. Hühnerluxus pur!
    Dieter meinte er müsse unbedingt ein Notstromaggregat organisieren, das es defekt war störte ihn nicht und mit etwas Tüfteln und technischem Sachverstand gelang es ihm tatsächlich das Teil ans Laufen zu bringen.
    Udo unser Kräuterkundiger liebte das Kapitel  hierüber ja und ich, ich habe gleich begonnen eine Kochgrube zu bauen und wir alle zusammen haben sogar noch Hirsch- Chorizo nach dem Rezept auf Seite 57 gemacht. Das war ein Spaß und lecker!!
    *
    In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß mit dem Buch!
    Man muss übrigens nicht auf dem Land leben um dies alles nach zu machen

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    D
    DiewirklichwichtigenDingevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr schön und wertig mit tollen Tipps
    Ein tolles Einsteigerbuch mit wertigem Design

    Einband, Äußeres

    Das Buch hat einen tollen Einband und ein schönes Cover. Es ist am Rücken mit Halbleinen gebunden und Vorder- und Rückseite bestehen aus dickem Papier. Die Schrift und die Bilder sind

    Das Buch wirkt es sehr hochwertig und die Materialien, Farben und Bilder unterstreichen den Naturbezug. Mich hat es sofort überzeugt.

    Meine Rezension:

    Wir leben hier recht ländlich. Die Idee von der Selbstversorgung geistert hier schon eine Weile in unseren Köpfen herum, im Alltag ist es allerdings doch recht schwierig umzusetzen. Man muss sicherlich im normalen Leben nicht auf komplette Selbstversorgung umsteigen, aber auch kleine Schritte in diese Richtung sind ein Anfang und es macht Spaß, sich damit zu befassen.

    In diesem Buch werden nun 100 Schritte zu einem naturverbundenen Leben gezeigt.

    Die Themen sind aufgeteilt in 10 Oberbegriffe.

    Grüne Wohltäter
    Gärtnern ohne Gift, Heilkräuter, Haltbarmachen von Lebensmitteln Nutztiere
    Von Bienen, Ziegen, Schweinen und deren Nutzung Frisches Fleisch auf dem Tisch
    Schlachten, Räuchern und Kochen Obst und Gemüse
    Obstsorten und deren Nutzung, Birkensaft und Bier brauen Pflanzen selbst kultivieren
    Pflanzen vermehren, Anbau, Düngung, Einlagern Der natürliche Garten
    Nistkästen, Naturwiesen, Regenwasser sammeln Planung und Konstruktion
    Hecken, Zäune und Mauern Scheunen und andere Nebengebäude
    Ställe, Schuppen, Außentoiletten Altbewährte Methoden
    Brennholz machen, Wetterkunde, Fruchtfolge Strom und Fahrzeuge
    Notstromaggregate, Zugmaschinen und Solaranlangen

    Wie man sieht, bleiben hier thematisch keine Wünsche offen. Kämpargård zeigt in kurzen Kapiteln eine Übersicht über das jeweilige Thema. Man bekommt Impulse und Ideen und an vielen Stellen gut Tipps. Wenn das Interesse für ein Thema geweckt wurde, muss man natürlich anderweitig tiefer einsteigen.

    Mein Beispiel – Die Bienen:

    Es wird kurz erklärt, warum es sinnvoll ist, Bienen zu halten. Eben nicht nur für den Honig, sondern vor allem für die Bestäubung der Nutzpflanzen. Es gibt eine kleine Einführung in das Bienenleben und eine Übersicht über gute Bienenweiden. Das reicht für die Idee und jeder, der nun auf die Idee kommt, dass das was für ihn sein könnte, wird sich anderweitig näher informieren.

    Die Fotos zu den jeweiligen Themen sind einfach gehalten und auch hier zeigt sich in der Schlichtheit die Naturnähe. Auf vielen Fotos ist der Fokus interessant eingestellt, so dass vieles auf dem Bild unscharf bleibt und nur die Hauptsache betont wird.

    Fazit:

    Ich werde auf jeden Fall demnächst Holunderblütensirup ansetzen, beim Einpflanzen von Tomatenpflanzen eine Brennessel mit einbuddeln (als Dünger) und bei den Schädlingen, die meine Gewächshauspflanzen befallen können, bin ich jetzt auch auf der sichereren Seite.
    Das ist ein ganz tolles Buch, in dem ich sicher noch ganz viel schmökern und aus dem ich ganz viele Tipps mitnehmen werde.
    Eine klare Empfehlung von mir!

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    78sunnys avatar
    78sunnyvor 2 Jahren
    toller Einstieg

    Die Aufmachung ist wirklich klasse. Das Buch sieht vor allem durch den in Stoff gehüllten Buchrücken edel aus. Aber auch die raue Oberfläche und die eingestanzten Buchstaben, machen es zu einem wahrem Hingucker. Auch innen wirkt das Buch urig. Es hat dicke Seiten und die Bilder sind ebenfalls eher natürlich und matt gehalten. Alles in allem macht es ein sehr abgerundetes, schönes Bild.


    Inhaltlich hat es mir zwar sehr gut gefallen, aber ich habe auch ein paar kleine Kritikpunkte. Das Buch hat eine sehr große Bandbreite an Tipps für Leute, die gerade aufs Land ziehen oder sich einen Garten zugelegt haben. Man findet hier alle von Kräutersammeln, Hausrezepten, natürlichen Hausmittelchen, Gartentipps, Hinweise zur Kleintierhalten (auch Schlachtung), landwirtschaftliche Maschinen, Dekoration, Zäune... Daher eignet sich das Buch als tolle Lektüre für zwischendurch, für neue Ideen und Anregungen. Die Kritik, die ich allerdings angeben muss, ist die Intensität der Themen. Es werden zwar Unmengen an Themen behandelt, aber teilweise nur sehr oberflächlich. Ich würde es fast nur als Denkanstöße bezeichnen. Wenn einem ein Thema näher interessiert, muss man sich meist weiterführende Information anderweitig besorgen. Zum Beispiel gibt es ein Kapitel zur Anwendung verschiedener Kräuter. Allerdings gibt es weder Bilder noch genauere Beschreibungen zu ihnen. Mein zweiter Kritikpunkt ist das Fehlen eines roten Fadens bzw. eine vernünftigen Kategorisierung zum schnellen Auffinden bestimmter Themen. Es gibt zwar eine grobe Einteilung der Themen, aber vieles überschneidet sich und man muss erst eine Weile suchen, um etwas bestimmtes zu finden. Das ganze Buch ist wirklich so aufgebaut und geschrieben, als würde einem ein 'alter Hase' gemütlich am Kaffeetisch erklären, was man alles wissen sollte wenn man auf dem Land wohnt.


    Ich denke keinen Leser werden wirklich alle Tipps im Buch interessieren. Dafür sind die Themen zu weit gefächert. Wie schon erwähnt findet man wirklich tolle Haushalts- und Gartentipps und Rezepte. Diese waren für mich am interessantesten. Aber es gibt auch viele Tipps, die sich auf Viehzucht, Ackerbau und Haus-, Hof- und Gartengestaltung beziehen. Die habe ich eher überflogen. Wer aber tatsächlich aufs Land zieht, wird froh über diese Tipps sein.


    Es erklärt sich eigentlich von selbst, dass hier alles ökologisch und nachhaltig beschrieben wird. Von Unkrautbekämpfung über Düngung und Saatgut. Auch viele Alternativen, die einem als Besitzer eines Grundstückes auf dem Dorf zur Verfügung stehen, werden im Buch erläutert. So findet man Anleitungen zum Bau eines Erdkellers, unterirdische Kühlschränke, Gewächshäusern, Außentoiletten und vielem mehr. Genauso findet man Anleitung zum Bau von Ställen, Wegen, natürlichen Windschutz, Hecken...


    Die Rezepte werden sehr gut erklärt und das Buch enthält genau das, was ich mir davon erhofft habe. Unter anderem findet man Rezepte zu Brot, Apfelmost, Sauerkraut und sogar Bier. Alles wird sehr gut erklärt


    *Fazit:*

    4 von 5 Sternen

    Das Buch ist ideal für Leser, die gerade frisch aufs Land gezogen sind oder dies vorhaben. Es liefert einem tolle Tipps für die Anfangszeit oder auch neue alternative Ideen für Leser, die schön länger auf dem Land leben. Aber selbst für Kleingartenbesitzer oder Leser, die einiges selbst herstellen möchten, enthält das Buch jede Menge wertvoller Tipps.



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    M
    michael_lehmann-papevor 2 Jahren
    Wenn man es dann wirklich will

    Wenn man es dann wirklich will

    Landzeitschriften haben Konjunktur, das Leben auf dem Land nicht. Nachhaltigkeit wird ein zentrales Thema, doch im individuellen Leben vor allem in den westlichen Gesellschaften schlägt das, wenn überhaupt, dann eher als „Modeerscheinungen“ was Ernährung und Stil angeht, durch.

    Wer nun aber wirklich mit dem Gedanken spielt, hier deutlichere Schritte gehen zu wollen, wer sich dann gar „aufs Land“ zu begeben gedenkt, der sollte dieses Buch zunächst in Ruhe wahrnehmen. Vordergründig mit 100 klaren Ratschläge zum „Selbstversorgen“ versehen und damit in die Richtung eines „Do it yourself“ Ratgebers gehend, schwingen doch in den vielfachen Tipps auch die entsprechenden Grundhaltungen und die zu erwarteten Lebensumstände mit, die das „Landleben“ als „Selbstversorger“ sehr griffig vor den Augen des Lesers entstehen lassen.

    „Wenn Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten kommen und Wildbret, Pilze und Feuerholz aus dem Wald hinter dem Haus, dann erfüllt einen das schon mit einem gewissen Stolz“.

    Wobei der Autor den unschätzbaren Vorteil noch besitzt, auf einem Bauernhof aufgewachsen zu sein, so dass ihm vielfache Abläufe von Kindheit an bekannt und vertraut sind.

    „Eigentlich gibt es keine bessere Schule, als einen Bauernhof“. Zumindest nicht, wenn man sich möglichst autark halten möchte. Das sieht bei einem Städter mit einem Messer zum Ausweiden vor einem Reh zunächst sicher ganz anders aus, aber das wäre durchaus erlernbar, wie nicht nur das Buch eindeutig aufweist.

    Dezidiert nun nennt Kämparsgard Selbsthilfe und Selbstversorger als Adressaten seines Buches und für diese ist hier auch der eigentliche Nutzen zu finden.

    Sei es, Pflanzenselbst zu kultivieren (von den Stecklingen über den Dünger bis zur Bestäubung). Sei es, Fleisch eigenhändig zu erjagen und zuzubereiten, Obs und Gemüse zu pflanzen und zu ernten, ohne künstliche Zusätze tu Gärtnern oder Nutztiere zu halten (und auch Fell und Leder selbst zu Gerben und dies dann zu verarbeiten).

    Ruhig, sachlich und informativ führt Kämpargard in das Thema ein und verleibt durchgehend konsequent praktisch. Ein Nachschlagwerk für die einzelnen Tätigkeiten und Vorhaben zur Selbstversorgung ist dabei entstanden, mit denen vom Traktor Fahren bis zum Instandsetzen von Haus und Schuppen, von Aussaat und Ernte über den Umgang und die Verwertung von Nutz- und Wildtieren so ziemlich alles zu finden ist, was jemanden erwartet, der sich selbst versorgen möchte.

    Sachkundig und interessant zu lesen, durchaus auch realistisch entgegen so mancher „schöner Wohnen auf dem Land“ -Idylle, sind hier Basics des Bewirtschaftens eines Bauernhofes versammelt, die durchgehend hilfreich daherkommen.

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    Hexchen123s avatar
    Hexchen123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nach dieser Lektüre weiß ich, dass jeder ein naturnahes Leben führen kann
    Praxiserprobte Tipps von einem Aussteiger

    Schon seit Jahren beobachte ich, dass immer mehr Menschen sich nach dem Ursprünglichen sehnen. Umkehren, back to the roots. Doch nicht jeder kann es sich leisten oder hat den Mut dazu, sein Leben radikal zu ändern, seine Zelte abzubrechen und ganz neu anzufangen.

    „Raus aufs Land“ beantwortet wohl die 100 wichtigsten Fragen, wie man sein Leben naturnaher gestalten kann. Auch ohne Bauernhof und ohne Garten. Jeder kann etwas beitragen, um sich wieder mit der Natur zu verbinden, egal ob im großen oder kleinen Stil.

    Aufgebaut ist das Buch in die folgenden Kapitel:

    Grüne Wohltäter
    Nutztiere
    Frisches Fleisch auf dem Tisch
    Obst und Gemüse
    Pflanzen selbst kultivieren
    Der natürliche Garten
    Planung und Konstruktion
    Scheunen und andere Nebengebäude
    Altbewährte Methoden
    Strom und Fahrzeuge

    Der Autor erklärt dem Leser anschaulich und mit tollen Fotos so ziemlich alles, was man selbermachen kann. Vom giftfreien Garten über essbare Wildkräuter, vom Haltbarmachen bis zur Viehaltung, die Herstellung von Wurst und Schinken, Verwertung von Obst und Gemüse, Pflanzen selber anbauen, Frühbeete, Bewässerung, Holzzäune, Ställe, altes Großmutterwissen und vieles mehr. Mir fällt keine Frage, welche nicht ausführlich beantwortet wurde.

    Niklas Kämpargard hat den Schritt gewagt. Er ist mit seiner Familie auf einen Bauernhof gezogen und es erfüllt ihn jedesmal mit Stolz, wenn er sein eigenes Obst und Gemüse ernten kann, sein Brennholz schlagen oder sich um seine Tiere kümmern darf. Dieses praktische Wissen gibt er nun an uns Leser weiter und so kann der eine oder andere Fehler vermieden werden.

    Fazit

    Ein gelungenes Buch, welches sich mit der Selbstversorgung und dem Selbertun beschäftigt. Dabei ist es unerheblich, ob man nur einen kleinen Balkon oder Garten hat oder das Glück, einen großen Hof sein Eigen nennen zu können. „Raus aufs Land“ ist ein wertvoller Ratgeber für alle, die gerne ihr eigens Ding machen wollen.

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