Niko Schiller Jonas & die fliegende Robbe (Jugend-Abenteuer)

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Inhaltsangabe zu „Jonas & die fliegende Robbe (Jugend-Abenteuer)“ von Niko Schiller

Ein Abenteuerroman für Jugendliche und Junggebliebene! Klappentext: Jonas ist ein ängstlicher 10jähriger Junge, der gerne so cool wäre, wie Kevin, der beliebteste Junge an der Schule. Doch eine Laufbahn als ‚Loser‘ scheint für Jonas vorprogrammiert, bis er im Bodensee eine besondere Robbe entdeckt. Sie ist größer, als andere Robben und hat zudem Flügel. Eine Zeit voller Abenteuer steht Jonas bevor … Leseprobe: Der Weg führte ihn zu einem seiner Lieblingsplätze. Büsche verhinderten, dass ihn seine Mutter von der Terrasse aus beobachten konnte. Er hatte einen wunderbaren Blick auf den Bodensee und dort war auch das verlassene Bootshaus, in dem er oft und gerne Zeit verbrachte, um die Gedanken zu ordnen und davon zu träumen, der mutigste Junge Lindaus zu sein oder der Vivien einen Kuss auf die Wange zu geben und ihr den Arm um die Schulter zu legen. Das, was er jetzt vorhatte, würde seiner Mutter fürchterliche Sorgen bereiten und es ihm womöglich verbieten. Er stand einen Meter vor einer mächtigen Kiefer und ballte die Hände zu Fäusten. Da nahm er aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahr. Ein dunkler Schatten war vorüber gehuscht. Er blickte zum Bodensee, dort, wo das Bootshaus stand, und sah sich aufmerksam um. Alles schien natürlich und wie immer. Da war also niemand, das hatte er sich nur eingebildet. Vielleicht war es auch nur eine fliegende Ente. Er wollte sich nun nicht mehr ablenken lassen. Hochkonzentriert betrachtete er den Baum. Den Stamm hoch rennen, sich abstoßen, und nach einem Salto rückwärts wieder auf den Füßen landen. Das konnte doch nicht so schwer sein! Er schloss für einen Moment die Augen und atmete noch einmal kräftig ein und aus. Und nun: Los! Er nahm Anlauf, herumliegende Blätter knirschten unter seinen Schuhen, dann rannte er den Baum gut vier Schritte hoch. Er kam aber nicht mehr zum Salto. Wie ein nasser Kartoffelsack, der von oben herunter geworfen wurde, fiel er zu Boden und auf den Rücken. »Aua«, stöhnte er und fragte sich liegend, was er sich da nun alles gebrochen hatte, während er die Baumkrone betrachtete. Durch die Äste und Blätter glitzerte die Sonne. Bestimmt würden sich gerade ein paar Borkenkäfer über ihn lustig machen. Das war ihm Ansporn, es noch einmal zu versuchen und besser zu machen. Er drückte sich hoch und stellte sich auf. Gleicher Anlauf, gleiches Vorhaben, gleiches Ende. Ein zweites »Aua«. Dieses Mal blieb er liegen und dachte daran, dass er einen Lehrer bräuchte. Jemanden, der ihn seine Grenzen überwinden ließ. Er grübelte und merkte dabei nicht, wie sich ein Schatten aus dem Bodensee näherte. Er hörte ein Rascheln und ein Schmatzen. Was waren das für Geräusche? Er blickte zur Seite und zuckte zusammen, weil ihn erschreckte, was er da sah. Eine gut genährte gut zwei Zentner schwere Robbe mit Schwingen! Das konnte nicht sein! Etwas Urgemütliches ging von dem Tier aus, nichts Furchteinflößendes. Trotzdem war es ein missgebildetes Tier, denn Robben hatten für gewöhnlich keine Schwingen und waren nicht so dick und groß. Das machte die Robbe unberechenbar. Sie fraß Blätter von einem der Büsche neben den Bäumen und schien Jonas nicht zu bemerken. Er wusste nicht, was er tun konnte oder sollte. Liegen bleiben und sich tot stellen? Nachher würde sie ihn entdecken und womöglich fressen? Schreiend davon laufen? »Jonas?« Als die Mutter nach Jonas rief, blickte das Tier erschrocken in die Richtung, aus der der Ruf gekommen war. Es sah Jonas dort liegen und machte zwei, drei langsame Kaubewegungen, bis es schließlich inne hielt. Die Robbenaugen weiteten sich. Der Junge musste schlucken.

Ich habe eine schöne Geschichte über Freundschaft und Mut erwartet und bekommen.

— BieneMa
BieneMa

Kurzweilig! Zwar ein Jugendbuch, aber auch schön für mich zu lesen.

— Alenka81
Alenka81
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    Jonas & die fliegende Robbe (Jugend-Abenteuer)
    BieneMa

    BieneMa

    30. October 2014 um 00:59

    Das Buch war mal etwas ganz anderes. Ich habe eine schöne Geschichte über Freundschaft und Mut erwartet und bekommen. Es ist sehr schön und stimmt nachdenklich, zu sehen, wie sich Jonas und die Robbe "Brownie" immer mehr anfreunden und sich gegenseitig unterstützen. Aber auch Jonas beim Erwachsenwerden zuzusehen. Er ist ein toller Junge und es war schön, zu sehen wie er immer mehr aus sich herauskommt und es allen zeigt, die ihn nicht für voll nehmen. Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen, waren aber teilweise - vor allem die "Bösen" etwas... grob dargestellt. Ich konnte mich in manche nicht so gut hineinversetzen, was aber nicht allzu störend war. Die Handlung war an manchen Stellen ein wenig langweilig, aber wenn ich mich dann aufgerafft hatte, weiter zu lesen, flogen die Seiten auch schon wieder vorbei. Der Schreibfluss ist angenehm, ich konnte durchlesen und es ist zweifellos auch für Jüngere sehr geeignet, da es keine Endlosfachwörter gibt, die ich nachschlagen müsste. Das war sehr entspannend, weil so mein Lesefluss nicht behindert wurde. Ich empfehle das Buch allen, die Geschichten über Freundschaft und das Erwachsenwerden mögen, in denen auch en bisschen Fantasy nicht zu kurz kommt. Schließlich geht es um eine geflügelte Robbe. :)

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  • ein schönes Abenteuer für Jung und Alt ;)

    Jonas & die fliegende Robbe (Jugend-Abenteuer)
    Bibilotta

    Bibilotta

    28. July 2014 um 21:23

    Das Buchcover: Ich war vom Cover sofort hin und weg. Die Robbe mit den Flügeln hat mich sofort neugierig gemacht und ich find sie sowas von knuffig und süß, da musst ich einfach mich in dieses Jugend-Abenteuer stürzen. Die Kulisse, mit dem Wasser und dem Steg im Hintergrund ist mir erst beim zweiten Blick so richtig aufgefallen, so war ich von der Robbe hin und weg. Macht auf mich auf jeden Fall einen spannenden Eindruck … was es mit der Robbe wohl auf sich hat.     Meine Meinung: Es beginnt bei diesem Jugend-Abenteuer mit der Geschichte um die kleine Robbe mit Flügeln .. wie und wo sie gelebt hat und was mit ihr passiert ist bei Helgoland. Nach dem Epilog wird man an den Bodensee entführt (was mich sehr an meine Schwäbische Heimat erinnert und ich mich gleich wohl gefühlt habe). Dort landet die Kleine Robbe nämlich und dort lebt auch Jonas, um den es vordergründig geht in dem Abenteuer. Der Jonas ist ein Junge, der mit den üblichen Dingen zu kämpfen hat. Wie kann man mithalten, wie kann man sich beweisen, wenn andere toll dastehen und er bisher im Hintergrund mit seiner Schüchternheit und seiner Zurückhaltung gelebt hat. Was aber rückwirkend auf seine übervorsichtige Mutter zurückführt (wird in der Geschichte auch kurz, aber deutlich dargestellt). Und damit fängt das Abenteuer eigentlich dann auch schon an … wovon ich nun auch nicht mehr verraten werde. Die Personen, die in der Story vorkommen werden einem manchmal zu schnell vorgeführt. Man muss sich erst mal einen Überblick verschaffen. Teilweise hätte ich da ein bisschen mehr erfahren und vielleicht auch was schonender die Personen kennengelernt. Auch der Wechsel der Handlungen, der Orte oder der Personen fand ich manchmal ein bisschen zu hart, doch im nachhinein gesehen ist das eigentlich eine für mich etwas andere, aber doch gute Aufbauweise. So wird dieses Jugend-Abenteuer auch nicht zu stark in die länge gezogen. Auch hatte ich zwar das Gefühl, dass es oftmals zu *glatt* alles lief, aber mir ist im nachhinein bewusst geworden, dass man sich vor Augen halten muss, für welche Altersklasse, dieses Jugend-Abenteuer eigentlich sein sollte.  Wenn man sich das alles vor Augen hält, dann ist das eine gelungene, runde Geschichte … und ich muss sagen, auch ich mag Brownie(s) sehr gerne   Mein Fazit: Niko Schiller hat hier eine tolle Story geschrieben, die mich erstens an meine Heimat erinnert (die ich ja schon auch ein bisschen hier in Köln vermisse) … und zweitens aufzeigt, wie schön es doch ist ein bisschen Wahrheit bzw. Realität mit einer gesunden Mischung Fantasy zu vermischen. Das Problem der Jugend wurde nur schwach angeschnitten, aber so verpackt, dass sich jeder Junge ( und auch Mädchen) im Alter von 9-12 Jahre gut hineinversetzen kann. Eine Story, die auch einem Erwachsenen, der sich gerne mal wieder in die Jugend zurückversetzen möchte, und auch die Fantasie nicht verloren hat, sehr gefallen kann.

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