Nikodemus Schnabel

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf

Pater Nikodemus Schnabel wurde 1978 als Claudius Schnabel geboren und wuchs (evangelisch) in einer Künstlerfamilie auf. Er studierte Theologie in Fulda, Jerusalem, München, Münster und Wien und ist promovierter Liturgiewissenschaftler und Ostkirchenkundler. 2003 trat er in die Benediktiner-Abtei Dormitio im Herzen Jerusalems ein. Im Jahre 2013 wurde er dort zum Priester geweiht. Von 2016-2018 leitete er die beiden Klöster der Abtei in Jerusalem und am See Genezareth. 2018-2019 war er im Auswärtigen Amt in Berlin als Berater "Religion und Außenpolitik" tätig. Im ZDF moderiert er das Format "Ein guter Grund zu feiern ..." und bereiste mit Markus Lanz "Heilige Orte". In seinem Buch "Zuhause im Niemandsland" hat er über die Schwierigkeiten in seiner Wahlheimat berichtet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nikodemus Schnabel

Cover des Buches Zuhause im Niemandsland (ISBN: 9783776682007)

Zuhause im Niemandsland

 (2)
Erschienen am 17.01.2017

Neue Rezensionen zu Nikodemus Schnabel

Cover des Buches Zuhause im Niemandsland (ISBN: 9783776682007)
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Rezension zu "Zuhause im Niemandsland" von Nikodemus Schnabel

Sehr interessant
peedeevor 3 Jahren

Pater Nikodemus Schnabel ist mit 24 Jahren in das Benediktinerkloster Dormitio auf dem Berg Zion im sogenannten „Niemandsland“ zwischen Israel und Palästina eingetreten. Er erzählt von seinem Leben als Mönch und der besonderen Situation der Gläubigen in Jerusalem.

Erster Eindruck: Ein schlicht gehaltenes Cover mit zwei beeindruckenden Stadt-Fotos – gefällt mir sehr gut.

Ich habe vor ein paar Tagen das neuste Buch von Pater Nikodemus gelesen („#FragEinenMönch“) und so wurde mein Interesse an seinem früheren Buch „Zuhause im Niemandsland“ geweckt. Im vorliegenden Buch werden Themen wie Jerusalem, die Christen allgemein, die Dormitio-Abtei oder auch die Hooligans der Religion angesprochen.
Sein Kloster ist die deutschsprachige Benediktinerabtei Dormitio Beatae Mariae Virginis. Wie ich im erstgenannten Buch erfahren habe, wählt man als Benediktiner ein Kloster, wo man sodann ein Leben lang bleibt. Pater Nikodemus hat sich für Jerusalem entschieden – eine Stadt, die er gerne auch mit einer Diva vergleicht. Nur zwei Prozent der dortigen Gläubigen sind Christen. Die grössten Gruppierungen sind Juden und Muslime nebst vielen anderen Konfessionen. Wer in Jerusalem wohnt, wird häufig auf seine politische Haltung angesprochen. Pater Nikodemus betont, dass er weder pro-israelisch noch pro-palästinensisch ist, sondern pro-Mensch – ein schönes Bild.
In Jerusalem gibt es sechs christliche Konfessionen: griechisch-orthodox, armenisch-apostolisch, römisch-katholisch, koptisch-orthodox, syrisch-orthodox und äthiopisch-orthodox. Mir war nicht bewusst, wie viele Ausrichtungen es doch gibt.
In seinem Kloster sind zum Zeitpunkt der Bucherscheinung 23 Mönche, was ein Höchststand in der über einhundertjährigen Klostergeschichte bedeutete. Mit seinen damals 36 Jahren gehört er altersmässig zum Mittelfeld.
Die Benediktiner legen das Gelübde „Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam“ ab.

Es war für mich sehr spannend, weitere Einblicke in das Leben eines Benediktiners und die Situation in Jerusalem zu erhalten. Mich hat irritiert, dass Adjektive wie „katholisch“ vielfach grossgeschrieben wurden, auch wenn sie keinen Namen oder stehenden Begriff ausdrückten, wie z.B. „der Katholische Pfarrer“ oder „meine Katholischen Kollegen“. Von mir gibt es 4 Sterne.

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