Ende des 19. Jahrhunderts in Frankfurt: Ein Dienstmädchen verschwindet am bekannten Wäldchestag spurlos – es fehlt jede Spur ! Victoria, die erwachsene und „rebellische“ Tochter der angesehenen Familie Könitz, kennt nicht nur das Dienstmädchen, sondern ist auch sehr interessiert an Kriminologie. Doch nicht nur die Kriminologie hat es ihr angetan, sie will und kann sich nicht mit der Rolle der „braven und sittsamen“ Hausdame abfinden, sie will mehr – und beweisen, dass Frauen viel mehr können, als die Männer ihnen zutrauen. Nicht immer leicht, denn natürlich eckt sie damit nicht nur in ihrer Familie an – ist sie doch im heiratsfähigen Alter....
Kein Wunder, dass es der Fall des verlorenen Dienstmädchens Emilie ihr besonders angetan hat, immerhin sind die Dienstherren von Emilie niemand anderes als ihre geliebte Tante Sophie und Onkel Könitz. Victoria begibt sich auf Spurensuche und merkt schnell, dass auch die Kommissare eine weibliche Detektivin nicht ernst nehmen. Wird sie sie davon überzeugen können, dass in Frauen mehr steckt als das Sticken von Decken, gesellschaftliche Pflichten usw...?
Dieser historische Krimi ist weit mehr als ein spannender Kriminalfall: Er zeigt, wie man Ende des 19. Jahrhunderts bei Verbrechen ermittelte, sogar einen Einblick in die Wurzeln der Fingerdruck-Ermittlung wird gegeben. Nicht weniger interessant sind die historischen Geschichten, die Kommissar Braun aus Frankfurt seinem neuen Kollegen erzählt: „Die Legende erzählt“ viele Frankfurter Hintergrundgeschichten zu Gebäuden wie dem Römer und lassen das alte Frankfurt lebendig werden.
Mir hat dieser historische Frankfurter Krimi sehr gut gefallen – flüssig erzählt, spannend bis zum Schluss und mit historischen Fakten und Einblicken. Sehr gelungen und lesenswert – top !






















