Nikola Hahn Die Detektivin

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Inhaltsangabe zu „Die Detektivin“ von Nikola Hahn

Frankfurt am Main, 1882: »Glashaus« nennen die Kinder die Orangerie, die Dr. Könitz seiner Frau vor vielen Jahren als Hochzeitsgeschenk bauen ließ. Dass das imposante Gebäude nicht nur der Lieblingsplatz von Sophia Könitz ist, sondern ein schreckliches Geheimnis birgt, ahnt niemand, als nach einem fröhlichen Volksfest die 15-jährige Dienstmagd Emilie verschwindet. Während der preußische Kriminalkommissar Richard Biddling von einem Vermisstenfall ausgeht, ist Victoria, die Nichte von Dr. Könitz, die zum Entsetzen ihrer Mutter lieber Mordgeschichten von Edgar Allan Poe und Abhandlungen über Leichenerscheinungen liest, statt sich Klavierspiel und Stickarbeiten zu widmen, davon überzeugt, dass Emilie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Als unter mysteriösen Umständen eine Frauenleiche aus dem Main geländet wird, führen die Spuren plötzlich in die Vergangenheit: Gibt es eine Verbindung zwischen der unbekannten Toten, dem verschwundenen Dienstmädchen und den grausamen Taten des »Stadtwaldwürgers«, der vor zehn Jahren in Frankfurt sein Unwesen trieb und nie gefasst werden konnte? Warum weigern sich Dr. Könitz und seine Frau, über einen Unfall zu sprechen, den Victorias Schwester im Glashaus hatte? Und was sind das für geheimnisvolle Stimmen, die nachts im Garten zu hören sind? Ein blutiger Fingerabdruck scheint auf die richtige Fährte zu führen, aber niemand außer Victoria erkennt, welche entsetzliche Geschichte diese Spur erzählt … Vollständig überarbeitete u. neu gesetzte Schmuckausgabe mit historischem Stadtplan im Hardcover-Großformat (ca. 17 x 24 cm).

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  • Die Detektivin von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    Angellika

    Angellika

    23. November 2016 um 14:12

    Titel:Die Detektivin Autorin: Nikola Hahn Erschienen am : 02.05.2016 Verlag : Thoni-Verlag ISBN: 9783944177540 Sprache: Deutsch Genre: Historische Romane/Krimi Inhalt: Viktoria Könitz fühlt sich im Jahr 1882 nicht wohl. Während alle anderen sich zu feinen Damen herausputzen und auf einen wohlhabenden Mann warten. Will sie auf ihren 24 Geburtstag warten, um dann entweder allein zu leben oder ihren Mann selbst aussuchen zu dürfen. Bis dahin wehrt sie jeden Bewerber, den ihre Eltern ihr präsentieren, ab. Bei ihrer Tante fühlt sie sich am wohlsten. Von ihr bekommt sie die Liebe, die ihr ihre Mutter verwehrt. Und in der Bibliothek ihres Onkels "leiht" sie sich Bücher, die laut ihrer Mutter den Geist einer Dame verwirren, aus. Als dann das Hausmädchen, Emelie, ihrer Tante verschwindet, wittert sie einen Kriminalfall. Den leitenden Ermitteler, Richard Biddling, findet sie schwer von Verstand. Versucht ihm jedoch ihre Ermittlungen nahe zu bringen. Als ihr Cousin, der schon vor 10 Jahren verdächtigt wurde am Mord von zwei jungen Frauen schuld zu sein, wieder ins Visier der Ermittler gerät, versucht sie seine Unschuld zu beweisen. Kommt gleichzeitig aber dem verheirateten Ermittler immer näher. Dieser hält sie jedoch für eine verwöhnte und zickige junge Frau...und Frauen kann man nicht Ernst nehmen, da diese nur zum Kindererziehen da sind. Als dann Emelies Leiche auftaucht, will Richard den Täter endlich fassen. Doch hat der Verdächtige ein Alibi, da er sich nicht in der Stadt aufgehalten haben soll. Richard hofft, dass Viktoria ihm helfen kann, doch diese findet heraus, dass Richard der Sohn des vor zehn Jahren ermittelnden Komissars ist, der das Leben ihrer Familie beinahe zerstört hatte. ... Meine Meinung: Die fast 500 Seiten habe ich innerhalb von zwei Tagen förmlich aufgesogen. Viktorias Geschichte wird so lebensnah und emotional erzählt, dass man im Frankfurt des 19 Jahrhunderts zu sein scheint. Die Stellung der Frau wird sehr gut beschrieben, sodass ich richtiges Mitleid mit Viktoria hatte. Auch wird die Stellung des Mannes deutlich gemacht. Die soziale Ungerechtigkeit war einfach erschreckend. Die kleinen Schritte der Gerichtsmedizin und Forensik werden hier in kleinen Portionen aufgezeigt. Dabei sind diese jedoch gut in das Geschehen eingearbeitet, sodass diese sogar Spannung ins Buch bringen. Ein sehr lohnenswertes Buch für Krimi-, historische Romane- und Liebesroman Liebhaber. ---------------------- http://libri-mundi.blogspot.de/2016/11/die-detektivin-von-nikola-hahn.html

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  • Ermittlungen in einer brennenden Stadt

    Der Angstmann
    Barbara62

    Barbara62

    Im Gegensatz zu den meisten historischen Romanen lese ich historische Krimis sehr gerne. Die Einbettung des Kriminalfalls in einen geschichtlichen Kontext, die langsamere Gangart der Ermittlungen durch die eingeschränkten technischen Möglichkeiten und die dadurch bedingte größere Bedeutung des polizeilichen Spürsinns und der Intuition der Ermittler machen für mich den Reiz dieses Genres aus. Wenn der Krimi dann auch noch so atmosphärisch und spannend wie Der Angstmann von Frank Goldammer geschrieben ist, und der Verlag sowohl bei der Gestaltung als auch beim Klappentext gute Arbeit geleistet hat, sind alle meine Erwartungen erfüllt. Formal gliedert sich der klug aufgebaute historische Dresden-Krimi in zwei Teile. Der erste Teil spielt vom November 1944 bis zur völligen Zerstörung durch britische Bomber am 13. Februar 1945, der zweite nach der Besetzung durch die Russen im Mai 1945. Über beide Teile hinweg treibt ein brutaler Frauenmörder sein Unwesen, der mehrere Krankenschwestern bestialisch hinrichtet und die Leichen inszeniert. Kriminalinspektor Max Heller, ein aufrechter, sympathischer Polizist, der nie in die Partei eingetreten ist, dem es nur um Wahrheit und darum geht, den Menschen Gerechtigkeit zu verschaffen und gesellschaftliche Werte zu erhalten, ermittelt unter widrigsten äußeren Bedingungen. Nicht nur, dass im ersten Teil fast alle Kollegen an der Front sind, es weder Blitzlichtbirnen noch Benzin gibt, auch ein strammer Nazi-Vorgesetzter ohne polizeiliche Kenntnisse, aber mit einem unerschütterlichen Glauben an den Endsieg, erschweren seine Arbeit. Der offensichtlich pathologische Täter schlägt immer wieder während des Fliegeralarms zu und in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 kommt Heller ihm ganz nah, ohne ihn stellen zu können. Im zweiten Teil hat die russische Besatzungsmacht die deutsche Polizei aufgelöst und es braucht Hellers ganze Überzeugungskraft, um an der Seite eines mehr am Aufgreifen von Nazis interessierten russischen Kommissars die Ermittlungen weiterführen zu dürfen – bis zum überaus spannenden Showdown... Trotz der gruseligen Stimmung und des sehr fesselnden Schlussteils mit einer für mich ebenso überraschenden wie befriedigenden Auflösung ist Der Angstmann kein Thriller, denn Frank Goldammer widmet dem historischen Hintergrund großen Raum. Für mich ist genau diese sehr ausführliche, atmosphärische Schilderung der Lebensbedingungen in Dresden vor, während und nach der Zerstörung die große Stärke des Buches und ich fand sie zu keiner Zeit langatmig. Besonders die Situation vor der Zerstörung, als jeden Tag große Mengen von Flüchtlingen aus dem Osten in die Stadt strömten und unvorstellbares Chaos, Not und Verzweiflung herrschten, fand ich sehr interessant, genauso wie die Beschreibung der Zerstörungen und der russischen Besatzungszeit, während der zu Hunger und Elend auch noch eine unvorstellbare Angst der Bevölkerung kam. Max Heller taugt für mich zum Serien-Ermittler und ich freue mich schon auf weitere Bände mit ihm!

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    31. October 2016 um 19:50
  • Historischer Kriminalfall

    Die Detektivin
    Herbstrose

    Herbstrose

    1882, Frankfurt/Main: Victoria Könitz, Tochter einer Kaufmannsfamilie der Frankfurter Oberschicht, entspricht zum Leidwesen ihrer Eltern nicht den üblichen Erwartungen. Sie möchte nicht “Heiraten und Kinder bekommen“, ihre heimliche Leidenschaft sind kriminalistische Fachbücher und Detektivgeschichten. Als nun plötzlich das Dienstmädchen ihrer Tante spurlos verschwindet wittert sie ihre Chance und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.                                                                                                                 Kommissar Richard Biddling, frisch von Berlin nach Frankfurt versetzt, soll zusammen mit Wachtmeister Heiner Braun den aktuellen Vermisstenfall aufklären. Doch Biddling interessiert sich mehr für die zehn Jahre zurückliegenden und bisher nicht aufgeklärten Morde des >Stadtwaldwürgers< … Die Autorin Nicola Hahn, selbst Hauptkommissarin bei der hessischen Kriminalpolizei und jetzige Leiterin für Fortbildung an der Polizeiakademie Hessen, weiß genau, worüber sie schreibt. Das Buch zeichnet sich durch hervorragende Recherchearbeit, sowohl zur Kriminalistik im ausgehenden 19. Jahrhundert, als auch zu den örtlichen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit, aus. Ein ausführlicher Nachweis der verwendeten Quellen findet sich im Anhang, ebenso eine kurze Geschichte zur Entwicklung der Kriminalistik und ein Abdruck des Nachrufs auf den auch im Buch agierenden Polizeirat Dr. Rumpff. Der Kriminalfall selbst kommt etwas schleppend in Fahrt, lässt einem aber, wenn man sich erst mal eingelesen hat, nicht mehr los. Logischer Aufbau und unerwartete Wendungen erhöhen die Spannung. Erzählt wird aus zwei Sichtweisen, man begleitet „Die Detektivin“ Victoria bei ihrer Beweissuche und ist gleichzeitig Zeuge, wie Kommissar Biddling und Wachtmeister Braun sich auf Spurensuche begeben. Überaus detailliert und vielschichtig sind die Charaktere beschrieben, deren Anzahl erfreulicherweise sehr übersichtlich ist. Die Autorin gewährt dem Leser einen Blick hinter die Fassaden der damaligen „feinen Gesellschaft“, deren Frauen nicht nur züchtig den heimischen Herd hüteten und deren Männer keineswegs so ehrbar waren wie sie den Anschein erwecken wollten. Dabei wird einiges aufgedeckt, das man so nicht vermutet hätte. Ebenso plastisch wie glaubhaft wird auch das alte Frankfurt vorgestellt, so dass der Leser jederzeit den Eindruck hat, am Ort des Geschehens dabei zu sein. Fazit: Ein spannender historischer Kriminal- und Gesellschaftsroman mit viel Lokalkolorit – ein Lesevergnügen nicht nur für Krimifans.

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