Nikola Hahn Die Detektivin

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Inhaltsangabe zu „Die Detektivin“ von Nikola Hahn

Das mysteriöse Verschwinden eines Dienstmädchens verwickelt die junge Victoria in einen atemberaubenden Fall. Die rebellische Tochter aus großbürgerlichem Hause entdeckt eine neue Leidenschaft: die Kriminalistik. Nikola Hahn erzählt die Geschichte einer unkonventionellen Frau im Frankfurt des ausgehenden 19. Jahrhunderts und lässt die faszinierenden Anfänge moderner Kriminalistik lebendig werden.

Richtig Klasse! Unterhaltung im besten Sinne und sehr empfehlenswert!

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  • Historischer Kriminalfall

    Die Detektivin
    Herbstrose

    Herbstrose

    1882, Frankfurt/Main: Victoria Könitz, Tochter einer Kaufmannsfamilie der Frankfurter Oberschicht, entspricht zum Leidwesen ihrer Eltern nicht den üblichen Erwartungen. Sie möchte nicht “Heiraten und Kinder bekommen“, ihre heimliche Leidenschaft sind kriminalistische Fachbücher und Detektivgeschichten. Als nun plötzlich das Dienstmädchen ihrer Tante spurlos verschwindet wittert sie ihre Chance und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.                                                                                                                 Kommissar Richard Biddling, frisch von Berlin nach Frankfurt versetzt, soll zusammen mit Wachtmeister Heiner Braun den aktuellen Vermisstenfall aufklären. Doch Biddling interessiert sich mehr für die zehn Jahre zurückliegenden und bisher nicht aufgeklärten Morde des >Stadtwaldwürgers< … Die Autorin Nicola Hahn, selbst Hauptkommissarin bei der hessischen Kriminalpolizei und jetzige Leiterin für Fortbildung an der Polizeiakademie Hessen, weiß genau, worüber sie schreibt. Das Buch zeichnet sich durch hervorragende Recherchearbeit, sowohl zur Kriminalistik im ausgehenden 19. Jahrhundert, als auch zu den örtlichen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit, aus. Ein ausführlicher Nachweis der verwendeten Quellen findet sich im Anhang, ebenso eine kurze Geschichte zur Entwicklung der Kriminalistik und ein Abdruck des Nachrufs auf den auch im Buch agierenden Polizeirat Dr. Rumpff. Der Kriminalfall selbst kommt etwas schleppend in Fahrt, lässt einem aber, wenn man sich erst mal eingelesen hat, nicht mehr los. Logischer Aufbau und unerwartete Wendungen erhöhen die Spannung. Erzählt wird aus zwei Sichtweisen, man begleitet „Die Detektivin“ Victoria bei ihrer Beweissuche und ist gleichzeitig Zeuge, wie Kommissar Biddling und Wachtmeister Braun sich auf Spurensuche begeben. Überaus detailliert und vielschichtig sind die Charaktere beschrieben, deren Anzahl erfreulicherweise sehr übersichtlich ist. Die Autorin gewährt dem Leser einen Blick hinter die Fassaden der damaligen „feinen Gesellschaft“, deren Frauen nicht nur züchtig den heimischen Herd hüteten und deren Männer keineswegs so ehrbar waren wie sie den Anschein erwecken wollten. Dabei wird einiges aufgedeckt, das man so nicht vermutet hätte. Ebenso plastisch wie glaubhaft wird auch das alte Frankfurt vorgestellt, so dass der Leser jederzeit den Eindruck hat, am Ort des Geschehens dabei zu sein. Fazit: Ein spannender historischer Kriminal- und Gesellschaftsroman mit viel Lokalkolorit – ein Lesevergnügen nicht nur für Krimifans.

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    • 3
  • Die Detektivin

    Die Detektivin
    clary999

    clary999

    „Die Kriminalistik, zur Aufklärung von Straftaten und Überführung von Tätern, entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.“ „Kurzbeschreibung: Frankfurt am Main, 1882: Glashaus nennen die Kinder die Orangerie, die Dr. Könitz seiner Frau vor vielen Jahren als Hochzeitsgeschenk erbauen ließ. Dass das imposante Gebäude nicht nur der Lieblingsplatz von Sophia Könitz ist, sondern ein schreckliches Geheimnis birgt, ahnt niemand, als nach einem fröhlichen Volksfest die fünfzehnjährige Dienstmagd Emilie verschwindet. Während der preußische Kriminalkommissar Richard Biddling von einem Vermisstenfall ausgeht, ist Victoria, die Nichte von Dr. Könitz, die zum Entsetzen ihrer Mutter lieber Mordgeschichten von Edgar Allan Poe und Abhandlungen über Leichenerscheinungen liest, statt sich Klavierspiel und Stickarbeiten zu widmen, davon überzeugt, dass Emilie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Als unter mysteriösen Umständen eine Frauenleiche aus dem Main geländet wird, führen die Spuren plötzlich in die Vergangenheit: Gibt es eine Verbindung zwischen der unbekannten Toten, dem verschwundenen Dienstmädchen und den grausamen Taten des „Stadtwaldwürgers“, der vor zehn Jahren in Frankfurt sein Unwesen trieb und niemals gefasst werden konnte? ...“ meine Meinung: In den ersten Seiten des Buches ist die Spannung noch etwas niedrig, steigt dann aber nach und nach an. Das Hausmädchen Emilie ist verschwunden. Die höhere Bürgerstochter Victoria Könitz, 23 Jahre alt, findet Hinweise, die auf ein Verbrechen hin deuten. Ihre Neugierde ist geweckt. Der junge preußische Kriminalkommissar Richard Biddling ist von ihrer Einmischung überhaupt nicht begeistert, aber der liebenswürdige Kriminalschutzmann Heiner Braun weiß durchaus Victorias Hilfe zu schätzen. Ihr Wissen, aus „verbotenen“ Büchern, über die neuesten Ermittlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel „Fingerbilder“, und ihr detektivischer Spürsinn bringen einige Geheimnisse zu tage. Ein ungewöhnliches Dreier-Team, das sich aber sehr gut ergänzt. Victoria muss natürlich heimlich nach Indizien suchen, weil ihre Familie sehr auf Etikette achtet. Die interessanten Haupt- und Nebenpersonen sind lebendig beschrieben. Die verschiedenen „Rollen“ in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts sind überzeugend erzählt worden. Besonders die Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter ohne jegliches Mitspracherecht. Eine Situation gegen die sich Victoria mit ihren eigenen Mitteln wehrt. „Sticken, Nähen, Klavierspielen, Französisch lernen-Damit durfte man sich als höhere Bürgerstochter beschäftigen.“ Zitat aus dem Buch Seite 183 Ein spannender Kriminalfall mit überraschenden Ereignissen! Historische Hintergründe über das damaligen Leben und den Anfängen der modernen Kriminalistik sind unterhaltsam eingefügt. Sehr lesenswert! 4 Sterne

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    • 9
    monerl

    monerl

    25. March 2015 um 00:52
    clary999 schreibt den Fortsetzungsroman "Die Farbe von Kristall" habe ich auch noch nicht gelesen, soll aber sehr gut sein :)

    danke! muss mal danach schauen. mein RuB freut sich... ;-)

  • Roman über eine junge Frau, die sich den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit nicht beugt

    Die Detektivin
    PMelittaM

    PMelittaM

    Frankfurt/Main 1882: Victoria Könitz will sich den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit nicht beugen, heiraten und Kinder bekommen reicht ihr nicht. Als das Dienstmädchen ihrer Tante spurlos verschwindet, ermittelt sie auf eigene Faust. Der aus Berlin nach Frankfurt versetzte Kommissar Richard Biddling glaubt, der Stadtwaldwürger hätte wieder zugeschlagen und öffnet die vor zehn Jahren geschlossene Akte erneut, doch auch er kann nicht so handeln, wie er gerne möchte. Victoria und Richard geraten schnell aneinander ... Nikola Hahn, selbst bei der Polizei tätig, erzählt nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die mit ihrer Rolle in der Gesellschaft nicht zufrieden ist und deshalb aus ihren gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen möchte, sie lässt uns auch einen Blick in die Kriminalgeschichte tun und erzählt z. B. über die Entdeckung der Fingerabdrücke. Im Anhang geht die Autorin dann etwas weitergehend darauf ein. Mir selbst hätte es allerdings besser gefallen, im Roman selbst mehr darüber zu erfahren. Die Charaktere sind sehr anschaulich gezeichnet, ich konnte sie mir bildlich vorstellen. Victoria wirkt oft etwas übertrieben und nervig, ich konnte ihr Handeln aber meist gut nachvollziehen und fand sie sehr mutig, vor allem, nachdem klar wurde, wie weit sie wirklich geht … Der Kriminalfall ist logisch aufgebaut, hält ein paar Überraschungen bereit und ist teilweise recht spannend. Leider hält sich die Spannung nicht durchgehend, manchmal zieht sich der Roman etwas zu sehr. Besonders gut gefallen hat mir das Ende, auch wenn es nicht wirklich authentisch wirkt für die damalige Zeit. Der historische Part ist gut recherchiert, mir hat besonders gefallen, dass auch einige historische Persönlichkeiten „mitspielen“ durften, wie etwa Dr. Heinrich Hoffmann, der Autor des „Struwwelpeter“, schön hätte ich ein Personenregister gefunden, in dem diese Persönlichkeiten etwas näher vorgestellt werden. Immerhin gibt es einen Quellennachweis, die erwähnten Bücher lassen sich sicher gut für eigene Recherchen nutzen (Jürgen Thorwald kann ich selbst empfehlen). Insgesamt hat mir der Roman ganz gut gefallen, Genreliebhabern kann er empfohlen werden. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich aufrunde.

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    • 2
  • Eine informative kriminalistische Erzählung

    Die Detektivin
    Rusty78

    Rusty78

    Nicola Hahn entführt uns in das Frankfurt zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Damen noch hübsch, dumm, fruchtbar und still zu sein hatten und die Männer die Klugen waren, die die Entscheidungen trafen. Wir lernen Victoria Könitz kennen, eine junge, hübsche Frau aus großbürgerlichem Hause. Sie fühlt sich zuhause nicht wohl, denn sie ist klug und belesen, obwohl sie sich ihre Lektüre heimlich aus der Bibliothek ihres Onkels „besorgen“ muss, denn sie interessiert sich für Kriminalistik, die zu dieser Zeit gerade in den Kinderschuhen steckt. Ihre Familie, allen voran ihre Eltern, können Victoria so nicht akzeptieren. Sie hätten ihre Tochter lieber gut verheiratet, auf jeden Fall sollte sie lieber handarbeiten und musizieren, anstatt sich in Dinge einzumischen, die sie nichts angehen. Als ein Dienstmädchen ihrer Tante Sophia verschwindet, ist Victoria natürlich mitten im Geschehen und mischt sich in die Ermittlungen ein. Sie ist viel moderner eingestellt, als ihre Umgebung das gerne hätte – und so gerät sie auch mit dem preußischen Kriminalkommissar Biddling aneinander, der sich anfangs nur rudimentär mit dem Verschwinden des Dienstmädchens auseinandersetzen will. Er ist schließlich hauptsächlich nach Frankfurt gekommen, um den alten Fall des „Stadtwaldwürgers“ neu aufzurollen – dies verschweigt er allerdings in seiner Dienststelle wohlweislich. Biddling versucht, sich in Frankfurt zurechtzufinden, muss aber feststellen, dass Preußen hier immer noch nicht wirklich gern gesehen sind. Erst als er in seinem respektlosen Untergebenen Heiner Braun einen Freund und Kollegen findet, kommt er auch mit seinen Ermittlungen weiter – und auch in der Vermisstensache, die dem arroganten aber irgendwie interessanten Fräulein Könitz so am Herzen liegt. Meinung Die Autorin weiß wovon sie schreibt: sie ist selbst Kriminalhauptkommissarin und eines ihrer Steckenpferde ist die Geschichte. Sie beschreibt das damalige Frankfurt, die Äppelwoi-Schänken und die Frankfurter so anschaulich und ihre Charaktere sind so authentisch und unterschiedlich, dass das Buch ein reiner Lesegenuss ist. Man erfährt viel über die Anfänge der Kriminalistik, zum Beispiel über die Fingerabdrucktechnik. Über jedem Kapitel sind Zitate aus einem alten "criminalistischen" Buch gesetzt, die viel Informationen bieten und einen erst recht in die damalige Zeit versetzen. Die Spannung bleibt kontinuierlich hoch, und man darf sich auf einige unerwartete Wendungen gefasst machen. Ein solider, spannender und sehr informativer Kriminalroman, der mir sehr gut gefallen hat!

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    • 3
    clary999

    clary999

    23. September 2014 um 16:45
  • Buchverlosung zu "Die Detektivin" von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    Nikola_Hahn

    Nikola_Hahn

    * * * UPDATE (14.1.2014) * * * Auch wenn die Gewinner gezogen sind: Da es (aus Zeitgründen) keine Leserunde zum Roman gibt, dürfen hier gerne Fragen zum Buch gestellt oder Anmerkungen gemacht werden. Ich wünsche allen Gewinnern viel Freude beim Lesen! - Nikola Hahn   + + + Für Krimifans: Mitraten und einen spannenden Roman gewinnen! + + + Im Dezember 2013 erschien Nikola Hahns Erfolgsroman "Die Detektivin" in einer vollständig überarbeiteten Neuausgabe als eBook. Autorin und Verlag sind gespannt, wie die "neue Detektivin" den Lesern gefällt und verlosen neun eBooks im Kindle-Format an alle, die die neue Ausgabe lesen (und bei Amazon) rezensieren möchten und die folgende Frage beantworten: Wie lautet der Fachausdruck für das "Fingerabdruckverfahren", das Nikola Hahn in "Die Detektivin" beschreibt? In den Lostopf kommen alle, die bis zum 12. Januar 2014 (Mitternacht) das Lösungswort über diese Adresse an den Verlag schicken. Wer mitmachen möchte, bitte unbedingt diese Hinweise beachten: Bitte meldet Euch nur an, wenn Ihr das Buch zeitnah lesen und rezensieren könnt. In den Lostopf kommen nur Einsendungen, die über die genannte Adresse eingehen und das richtige Lösungswort enthalten. Das hier abgebildete Titelbild ist das der Print-Ausgabe. Das Cover der eBook-Ausgabe wird als Foto angefügt. Der Roman ist auch im epub-Format erhältlich - verlost werden aber ausschließlich Exemplare im Kindle-Format. Diese können aber (mittels der kostenlosen Kindle-App) auch von Lesern, die keinen Kindle haben, auf dem PC, dem Tablet oder Smartphone gelesen werden.   Und dieses Buch gibt`s zu gewinnen: Nikola Hahn. Die Detektivin. Kriminalroman Erschienen in der Reihe "Krimis zur Kriminalistik": eine Reise zu den faszinierenden Anfängen der Kriminalistik - und des Kriminalromans. Zum Buch Frankfurt am Main, 1882: "Glashaus" nennen die Kinder die Orangerie, die Dr. Könitz seiner Frau vor vielen Jahren als Hochzeitsgeschenk erbauen ließ. Dass das imposante Gebäude nicht nur der Lieblingsplatz von Sophia Könitz ist, sondern ein schreckliches Geheimnis birgt, ahnt niemand, als nach einem fröhlichen Volksfest die fünfzehnjährige Dienstmagd Emilie verschwindet. Während der preußische Kriminalkommissar Richard Biddling von einem Vermisstenfall ausgeht, ist Victoria, die Nichte von Dr. Könitz, die zum Entsetzen ihrer Mutter lieber Mordgeschichten von Edgar Allan Poe und Abhandlungen über Leichenerscheinungen liest, statt sich Klavierspiel und Stickarbeiten zu widmen, davon überzeugt, dass Emilie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Als unter mysteriösen Umständen eine Frauenleiche aus dem Main geländet wird, führen die Spuren plötzlich in die Vergangenheit: Gibt es eine Verbindung zwischen der unbekannten Toten, dem verschwundenen Dienstmädchen und den grausamen Taten des "Stadtwaldwürgers", der vor zehn Jahren in Frankfurt sein Unwesen trieb und nie gefasst werden konnte? Warum weigern sich Dr. Könitz und seine Frau, über einen Unfall zu sprechen, den Victorias Schwester im Glashaus hatte? Und was sind das für geheimnisvolle Stimmen, die nachts im Garten zu hören sind? Ein blutiger Fingerabdruck scheint auf die richtige Fährte zu führen, aber niemand außer Victoria erkennt, welche entsetzliche Geschichte diese Spur erzählt ... Zur Autorin Nikola Hahn, Jahrgang 1963, gehörte zu den ersten Frauen, die in die hessische Bereitschaftspolizei eingestellt wurden. Nach ihrem Wechsel zur Kriminalpolizei arbeitete sie als Ermittlerin in den Kommissariaten für Geldfälschung, Tötungsdelikte, Raub und Erpressung. Heute konzipiert und leitet die Kriminalhauptkommissarin Fortbildungsseminare an der Polizeiakademie Hessen; ihr Arbeitsschwerpunkt ist Vernehmungstaktik. Zur Buchdetailseite (mit Leseprobe) im Verlag Informationen zur Reihe "Krimis zur Kriminalistik" Link zum Gewinnspiel  

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    • 58
  • "Die Detektivin" von Nikola Hahn, vollständig überarbeitete Ebook Ausgabe

    Die Detektivin
    kriminudel

    kriminudel

    12. March 2014 um 11:57

    Das Buch: Frankfurt am Main, 1882: Glashaus nennen die Kinder die Orangerie, die Dr. Könitz seiner Frau vor vielen Jahren als Hochzeitsgeschenk erbauen ließ. Dass das imposante Gebäude nicht nur der Lieblingsplatz von Sophia Könitz ist, sondern ein schreckliches Geheimnis birgt, ahnt niemand, als nach einem fröhlichen Volksfest die fünfzehnjährige Dienstmagd Emilie verschwindet. Während der preußische Kriminalkommissar Richard Biddling von einem Vermisstenfall ausgeht, ist Victoria, die Nichte von Dr. Könitz, die zum Entsetzen ihrer Mutter lieber Mordgeschichten von Edgar Allan Poe und Abhandlungen über Leichenerscheinungen liest, statt sich Klavierspiel und Stickarbeiten zu widmen, davon überzeugt, dass Emilie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Als unter mysteriösen Umständen eine Frauenleiche aus dem Main geländet wird, führen die Spuren plötzlich in die Vergangenheit: Gibt es eine Verbindung zwischen der unbekannten Toten, dem verschwundenen Dienstmädchen und den grausamen Taten des »Stadtwaldwürgers«, der vor zehn Jahren in Frankfurt sein Unwesen trieb und niemals gefasst werden konnte? Warum weigern sich Dr. Könitz und seine Frau, über einen Unfall zu sprechen, den Victorias Schwester im Glashaus hatte? Und was sind das für geheimnisvolle Stimmen, die nachts im Garten zu hören sind? Ein blutiger Fingerabdruck scheint auf die richtige Fährte zu führen, aber niemand außer Victoria erkennt, welche entsetzliche Geschichte diese Spur erzählt ... Die Autorin: Nikola Hahn, Jahrgang 1963, gehörte zu den ersten Frauen, die in die hessische Bereitschaftspolizei eingestellt wurden. Nach ihrem Wechsel zur Kriminalpolizei arbeitete sie als Ermittlerin in den Kommissariaten Geldfälschung, Tötungsdelikte, Raub und Erpressung. Heute konzipiert und leitet die Kriminalhauptkommissarin Fortbildungsseminare an der Polizeiakademie Hessen; ihr Arbeitsschwerpunkt ist Vernehmungstaktik. Nebenberuflich absolvierte Nikola Hahn eine Ausbildung in belletristischem und journalistischem Schreiben sowie in Karikatur- und Pressezeichnen; sie arbeitete als Lokaljournalistin und in der Redaktion der Hessischen Polizeirundschau. Als Autorin und Schriftstellerin ist Nikola Hahn nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt; außer Fachtexten publiziert sie Lyrik, Märchen, Kurzprosa und Romane. Meine Meinung: "Die Detektivin" habe ich bereits vor einigen Jahren als Taschenbuch gelesen und war damals schon begeistert. Nun konnte ich die vollständig überarbeitete Neuausgabe in der Reihe "Krimis zur Kriminalistik" als Ebook-Ausgabe lesen und war auch heute wieder begeistert. Nikola Hahn nimmt die Leser mit ins "alte Frankfurt" und beschreibt diese Zeit so gut, dass ich mir diese Zeit direkt vorstellen konnte. Das Frauenbild war damals natürlich ganz anders als in der heutigen Zeit und ich bin sehr froh, dass es sich so gewandelt hat. Die Hauptfigur Viktoria ist erfrischend anders und durch sie lernen wir Leser Dinge aus der Kriminalistik kennen, die in dieser Zeit ihren Ursprung fanden und noch heute eine sehr wichtige Rolle bei der Aufklärung von Kriminalfällen spielen. Sehr gut gefallen hat mir auch das Vorwort zu jedem Kapitel aus dem Handbuch für Kriminalistik aus der damaligen Zeit. Nikola Hahn ist für mich die vielseitigste Autorin die ich kenne und jedes ihrer Bücher hat mir viele schöne Lesestunden beschert. Deshalb gibt es von mir 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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  • Victoria ermittelt auf eigene Faust

    Die Detektivin
    ejtnaj

    ejtnaj

    Die Kaufmannstochter Victoria Könitz lehnt sich gegen die gängigen Gegebenheiten die eine höhere Tochter tun darf und soll auf. Denn sie will nicht nur als Zierde ihres Mannes gelten, sondern auch ihren Kopf für das eigene Denken benutzen. Auch tut es ihr die Kriminalistik an, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie auf eigene Faust zu recherchieren beginnt als das Dienstmädchen ihrer Tante plötzlich verschwindet. Dadurch lernt sie auch den Kommissar Richard Biddling kennen, der von ihr und ihrer Art nicht sonderlich begeistert ist, aber auch auf ihre Mithilfe nicht verzichten kann. Was dann aber alles ans Tageslicht gebracht wird, damit hätte wirklich niemand gerechnet und Victoria fällt es immer schwerer sich für eine Seite zu entscheiden. Dieses Buch ist schon vor einigen Jahren als Taschenbuch im Ullsteinverlag erschienen und jetzt eben als Ebook. Ich muss gestehen, dass ich von der Autorin Nicola Hahn bis jetzt leider noch nichts gelesen habe, was ich aber nun nachholen werde. Das Buch ist zwar ein Historischer Kriminalroman, aber er könnte auch als Gesellschaftsroman gesehen werden, denn man erfährt auch sehr viel aus der Familie von Victoria und man so auch erfährt, wie eine höhere Tochter lebt und wie es ist wenn man nicht ins gängige Gesellschaftsbild passt. Aber auch die Kriminalistik kommt in der Geschichte nicht zu kurz, man erfährt beim Lesen sehr viel wie damals ein Kommissar zu recherchieren beginnt und wie er dabei vorgeht. Man erfährt aber auch wie damals die Polizei überhaupt aufgestellt war und wie dort die Arbeit aufgeteilt war. Was mir aber auch gefallen hat, war wie auch die Stadt Frankfurt beschrieben wurde, denn so wurde einem als Leser auch die Geschichte der Stadt nahe gebracht und man konnte sich doch sein eigenes Bild von der ganzen Stadt machen. Alle Figuren in dem Roman waren so detailliert beschrieben, dass man sie sich beim Lesen sehr gut vorstellen konnte, hier war es auch egal ob es eine Figur war die nur ganz kurz in der Geschichte auftaucht oder ob sie eine durchgehende Rolle hatte. Ebenso waren auch die Handlungsorte sehr genau beschrieben und man meinte beim Lesen wirklich alles bis ins kleinste Detail vor Augen zu haben. Der Spannungsbogen war auch bis zum Schluss erhalten, zwar hatte ich zwischendurch auch so meine Ideen, aber mit diesem Ausgang hätte ich wirklich nicht gerechnet. Was es mit dem Wäldchestag auf sich hat, wusste ich auch nicht und ich nehme sogar an, dass dies meine Frankfurter Verwandtschaft auch nicht weiß. Dass die Autorin Nikola Hahn vom Fach ist, denn sie ist Kommissarin, hat man zwar gemerkt, aber alles war wirklich so aufgeteilt, das die Mischung für den Leser genau richtig war. Alles in allem hat mich das Buch wirklich sehr begeistert und ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen. Ich hoffe nur, dass es nicht zu lange dauert bis die Fortsetzung als Ebook zu haben ist. __________________

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    • 3
  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. 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    • 2011
  • Rezension zu "Die Detektivin" von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    Nikola_Hahn

    Nikola_Hahn

    22. May 2012 um 00:15

    "Die Detektivin" war mein Debütroman - eine Geschichte über die Anfänge der Kriminalistik und des Kriminalromans in Deutschland. Das Buch erschien zuerst als Hardcover bei Marion von Schröder, danach in unzähligen Covervarianten, Taschenbuch-, Sonder- und Neuausgaben, sowohl bei Ullstein alsauch bei Heyne, dass ich selbst mittlerweile den Überblick verloren habe. Für die Cover konnte ich nichts - die hat der Verlag ausgesucht. Und bei der "Lippenstiftvariante" war ich heilfroh, als das Buch endlich ausverkauft war.

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  • Rezension zu "Die Detektivin" von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    beowulf

    beowulf

    28. November 2011 um 22:02

    Die Geschichte die Nicola Hahn erzählt, die die beginnende Kriminalwissenschaft zum Thema hat, die Vermessungen nach Bertillion, die Fingerabdrücke, aber auch Tatortuntersuchungen und der Beginn der Rechtsmedizin, ist faszinierend. Das ganze vermischt sie so erfrischend mit dem Frankfurter Milieu einerseits und dem in ihrer Hauptfigur dargestellten langsamen Wiedererwachen der Frau aus der Rolle des unselbständigen Wesens ohne dabei die Spannung des Kriminalfalles zu vernachlässigen, dass ein höchst unterhaltsamer, sehr spannungsreicher Roman dabei herauskommt.

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  • Rezension zu "Die Detektivin" von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. September 2011 um 16:39

    Inhalt: Frankfurt im ausgehenden 19. Jahrhundert, Wäldchestag: Das Dienstmädchen Emilie verschwindet auf sehr mysteriöse Art und Weise. Das Interesse der 23 jährigen rebellischen Victoira Könitz, eine Tochter einer reichen Frankfurter Kaufmannsfamilie, ist geweckt. Nicht nur zum Missfallen der eigenen Familie, sondern auch des neu aus Preußen angekommenen Kommissars Richard Biddling, mischt sich Victoria in die polizeilichen Ermittlungen ein. Und damit nicht genug, sie beginnte eigene Nachforschungen anzustellen und setzt alles daran, das verschwundene Diesntmädchen ihrer Tante wieder zu finden. Meinung: Das Buch "Die Detektivin" zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Es besticht nicht nur durch kriminalistische Spannung, sondern auch durch viel Witz und Sarkasmus. Nikola Hahn hat in diesem Buch nicht nur eine fiktive Geschichte geschaffen. Sie zeigt die Gesellschaft des 19. Jahrhundert und viel wichtiger, sie hat dieses Werk zugleich mit den Anfängen der modernen Kriminalistik verbunden, wie beispielsweise das Einführen des Fingerabdrucks. Fazit: Geschichtsunterricht der Kriminalistik mittels einer amüsanten Lektüre. Nikola Hahns erster Roman ist ein reines Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Die Detektivin" von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    Chrisu

    Chrisu

    11. August 2010 um 12:29

    Ein Dienstmädchen ist verschwunden und es wird ein Verbrechen vermutet, das Zusammenhänge mit 2 Mordfällen vor 10 Jahren zeigt. Victoria, die Tochter aus großbürgerlichem Haus will sich nicht damit abfinden, dass sie nur Klavier spielen, Tischdecken sticken und brave Dame spielen soll, sondern begibt sich als Junge verkleidet in die Welt der Männer und hilft der Polizei die Morde aufzudecken, obwohl sie damit gegen alle Regeln der Etikette verstößt. Ein faszinierender historischer Krimi, der Einblick in die Damenwelt des 19. Jh. zeigt, die Arbeitsweise der Polizei wiedergibt und auch die Entwicklung der Fingerabdrücke zeigt. Wirklich sehr interessant.

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  • Rezension zu "Die Detektivin" von Nikola Hahn

    Die Detektivin
    Sonoris

    Sonoris

    19. April 2009 um 18:07

    „Warum fällt es den Menschen bloß so schwer, über gesellschaftliche Standesunterschiede hinweg Toleranz und Verständnis zu zeigen?“. Mit dieser Frage, die Nikola Hahn in diesem vorliegenden Roman „Die Detektivin“ Dr. Heinrich Hoffmann in den Mund legt, zeigt sie, wie wichtig für die Bürger u. a. im 19 Jh. „Standesdünkel und Separatismus“ sind. Geboren aus diesem Standesdünkel sowie den Werten und Normen heraus, entsteht eine Doppelmoral, die der Familie Könitz Leid und gar Tod beschert. In dieser Familie, die aus einem Netz von Intrigen und Lügen besteht, wächst die junge Victoria heran, die unter dieser Heuchelei einer heilen Familie leidet. Sie wehrt sich mit von ihrem Vater ausgesuchten jungen Männern verehelicht zu werden, sie wehrt sich ihrer zugedachten Rolle der Frau mit ihren Aufgaben und Pflichten. Daraus erwächst die Unzufriedenheit eine Frau zu sein. Sie möchte die Vorzüge des männlichen Geschlechts genießen können: Lesen, was sie mag, ohne Einschränkungen; behandelt werden als vollwertiger Mensch, nicht wie ein „kränkelnden Säugling (…), der beim geringsten Luftzug dahinzusiechen droht“ (S. 392). So macht sie sich ungeachtet der gesellschaftlichen Werte und Normen auf die Suche nach der Wahrheit ihrer Kindheit. Recht schnell begibt man sich mit Nikola Hahn auf die Reise ins ausgehende 19. Jahrhundert und mit Victoria auf die Suche nach den verborgenen Ereignissen innerhalb der Familie Könitz. Immer tiefer wird der Leser in das Netz und den Erlebnissen von Victoria und dem Hauptkommissar Biddling, der seine eigene Geschichte bearbeitet, gezogen. Auf keiner Seite des über 500 Seiten dicken Buches lässt Nikola Hahn dabei den Leser mit Beschreibungen oder langweiligem Geschwafel verschnaufen. Sie lässt ihn mitfühlend an den Ereignissen und der Stimmung dieser Zeit teilhaben. Die Frankfurter Rundschau bemerkt dazu treffend: „Nikola Hahns Freude am historischen Ereignis wird für den Leser zum Erlebnis!“ In diesem Roman „Die Detektivin“ vereint Nikola Hahn aber nicht nur eine Liebes- und Familiengeschichte. Darüber hinaus erzählt sie spannend und sehr gut recherchiert die Anfänge der Kriminalistik und die damalige Entdeckung neuer Methoden zur Bekämpfung von Verbrechen. Die an den Kapitelanfängen gestellten Zitate entnommen aus dem Werk von W. Stieber „Practisches Lehrbuch der Criminal-Polizei, 1860“ geben zusätzliche Informationen bezüglich der damaligen Methoden und der gesellschaftlichen Werte. Bei diesem wundervollen Debutroman von Nikola Hahn habe ich das Gefühl - obwohl ich sehr konzentriert und aufmerksam gelesen habe - nicht alles erfasst zu haben. Es hinterlässt bei mir das Gefühl, das ich, wenn ich das Buch noch einmal lese, noch viel darin entdecken werde. So freue ich mich sehr ihrem zweiten Roman „Die Farbe von Kristall“ zu lesen und mich in das 20. Jahrhundert zu begeben und abermals mit Victoria und dem Hauptkommissar Biddling sowie seinem Kollegen Braun auf Verbrecherjagd zu gehen.

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