Rabenblut - Nur einen Flügelschlag entfernt

von Nikola Hotel 
4,4 Sterne bei140 Bewertungen
Rabenblut - Nur einen Flügelschlag entfernt
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (122):
Sabine_Marxs avatar

Eine super Geschichte über das Leben und die Freundschaft.

Kritisch (6):
Rubines avatar

Langweilig, wenn man schon andere Gestaltwandler-Fantasy kennt.

Alle 140 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Rabenblut - Nur einen Flügelschlag entfernt"

Jeden Tag durchstreift Isa den Wald auf der Suche nach Luchsen – sie kontrolliert Fallen und verfolgt die Fährten der Wildtiere. Nur einen Flügelschlag von ihr entfernt lebt Alexej in der Geborgenheit eines Rabenschwarms. Es ist ein kalter November, als er durch den Angriff eines Hunderudels schwer verletzt wird und Isa ihn findet. Sie verliebt sich in Alexej, der sein zerrissenes Leben vor ihr verheimlicht. Doch von einem Tag auf den anderen verschwindet er in den Wäldern, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenig später sucht ein Kolkrabe Isas Nähe – ein Wolfsvogel, der dieselben blauen Augen hat wie ihr Alexej … »Rabenblut - Einen Flügelschlag entfernt« wurde im November 2012 erstveröffentlicht. Die lieferbare Ausgabe wurde neu lektoriert und gestaltet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781507805022
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:02.02.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    TheUjulalas avatar
    TheUjulalavor einem Monat
    Kurzmeinung: Fantasievoll, mystisch und spannend in ausgefeiltem Sprachstil. Seit längerem hat mich ein Buch nicht mehr so gepackt wie dieses hier!
    Fantasievoll, mystisch und spannend in ausgefeiltem Sprachstil.

    Dieses Buch dümpelte schon eine ganze Weile auf meinem SuB, denn von Nikola Hotel hatte ich bisher noch nichts gelesen. Meine Bloggerfreundin Nicola empfahl mir aber dieses Buch mit Nachdruck. Und da ich weiß, dass wir beide einen extrem ähnlichen Geschmack haben, landete es kurzerhand gleich ganz oben auf dem Stapel. Und nach meinem Desaster mit "Das Reich der Sieben Höfe“ musste ein gutes Buch her. Nichts ist schlimmer, dass ein Folgebuch einem die Lesekrise vertieft. Und es hat gewirkt!

    Coverbild

    Das in blaumonochrom gehaltene Titelbild zeigt ein junges Mädchen mit in Gesicht verwuschelten langen Haaren und einem Raben. Für das Cover ist das Bürosüd in München zuständig, von dem mir in letzter Zeit schon einige Cover in die Hände gefallen ist. Die Aufteilung der Elemtent mit der Platzierung der Schrift finde ich gelungen. Als Font wurde eine einfache Serifen gewählt, die sich hier zurücknimmt aber gut harmoniert. Mir gefällt das Cover sehr gut, denn es ist nicht übermäßig überladen und ausgefallen.

    Handlung

    In Alexej schlagen 2 Herzen. Als Kolkrabe lebt er mit seinem Rabenschwarm im böhmischen Wald. Doch bei einem ihrer Raubzüge mit ihrem verbündeten Wolf werden die Raben von einem Hunderudel angegriffen. Und Alexej schwer verletzt muss sich in seine menschliche Gestalt verwandeln.

    Die deutsche Studentin Isabeau verschlägt es durch ihr Praktikum in ein Naturreservat in Böhmen. Doch in der Nacht passiert etwas ungewönhliches. Ein verletzter, nackter Mann wurde mitten im böhmischen Wald gefunden, in der Hand ein toter Rabe. Alexejs manchmal merkwürdiges Verhalten gibt Isa immer mehr Rätsel auf, aber trotzdem fühlen sich beide immer mehr zueinander hingezogen. Doch plötzlich ist Alexej verschwunden und Isa bekommt Besuch von einem zutraulichen Raben.

    Buchlayout / eBook

    Die ca. 448 Seiten sind in angenehme 35 Kapitel eingeteilt. Jedes Kapitel enthält einen Titel und den Namen, aus dessen Sicht das Kapitel erzählt. Die Perspektive wechselt bei jedem Kapitel. Die Titel bestehen immer nur aus einem zusammengesetzten Wort ohne Nummer.

    Idee / Plot

    Ein Formwandler in Gestalt eines Raben - das erinnert mich sehr stark an das Märchen „Die Sieben Raben“, welches ich als Kind sehr geliebt habe. Diese Urban-Fantasy spielt zudem in Böhmen, eine sagenumwobene Gegend mit sehr altem Kulturstand. Ein altes Familiengeschlecht mit einem mystischem Geheimnis, zwei Herzen in einem Körper: Ein Rabenherz und ein Menschenherz in der Brust der Männer, die sich als Jugendliche das erste Mal in Raben verwandeln und sich als Schwarm im Wald zurück ziehen. Denn es gibt auch Feinde, die diesem Rabenclan nach dem Leben trachten.

    Besonders hervorzuheben ist die Idee, dass der Leser schon zu Beginn in Alexejs Geheimnis eingeweiht ist aber aus Isas Perspektive ebenfalls im Dunklen tappt, denn die Zusammenhänge werden nur peu à peu eingeführt.

    Emotionen / Protagonisten

    Ich finde Isabeau in ihrem Verhalten authentisch und sympathisch. Sie ist reflektiert aber auch sehr gefühlvoll. Die Rätsel um Alexej und sein Verschwinden lassen Isabeau keine Ruhe. Auf der Spurensuche im Wald schließt sie Freundschaft mit einem jungen Raben, der sie immer wieder besucht und begleitet.

    Alexej ist geheimnisvoll und nach und nach erfährt man als Leser mehr von seinen Problemen. Ich konnte seine Verzweiflung unheimlich gut nachvollziehen und verstehen. Die Trauer um seinen Rabenfreund und die Gefühle zu Isa waren für mich absolut präsent und nicht übertrieben.

    Die Liebesbeziehung entwickelt sich sanft aber für mich sehr gut nachfühlbar. Es gab ganz tolle, gefühlvolle Momente zwischen den beiden.

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Die abwechselnde Perspektive hilft dem Leser die Geschichte in einem runden Verlauf nachvollziehen zu können. Die Spannung wird zunächst sanft aufgebaut, der Leser erhält stückchenweise mehr Einblick in die Zusammenhänge. Mir hat der Handlungsaufbau unheimlich gut gefallen, es ist zwischendurch traurig, herzzerreissend aber auch witzig und vor allem einfach nur schön. Zum Ende hin wird es noch mal sehr spannend und dann absolut dramatisch. Es hat mich total gepackt und mitgerissen.

    Szenerie / Setting

    Böhmen ist für mich absolut passend für diese mystisch dramatische Geschichte. Da ich selber familiäre Verbindung zu Böhmen und Mähren habe, hat mir das besonders gut gefallen. Endlich mal ein anderer Ort als England oder Amerika. Wunderschöne Landschaften und Wälder mit einer sehr alten Kultur und reichhaltiger Sagenlandschaft. Aber auch der historische Hintergrund dieser Region (Vertreibung der Deutschen) greift Nikola Hotel hier auf und macht dieses Buch sehr kompakt. Die Mystik in diesem Buch kommt bei mir sehr gut an. Nikola Hotel hat es geschafft, die Umgebung unheimlich bildhaft und passend zu beschreiben, lässt aber genügend Freiraum für die eigene Phantasie.

    Sprache / Schreibstil

    Wir erleben beide Perspektiven als Ich-Erzähler im Präteritum. Nikola Hotel hat eine wunderbare Sprache, sehr metaphernreich, ausgefeilt und mit Niveau. Ich konnte mir durch Nikolas bildlicher Darstellung zum Beispiel Alexejs Verwandlung authentisch vorstellen und seine Gefühle dabei nachempfinden.

    FAZIT

    Fantasievolle und mystische Liebesgeschichte. Gerade Nikolas Sprache und die Idee der Geschichte haben mir unheimlich gut gefallen und ließen mich ohne große Längen durch die Seiten fliegen. Seit längerem hat mich ein Buch nicht mehr so gepackt wie dieses hier!

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    Rubines avatar
    Rubinevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Langweilig, wenn man schon andere Gestaltwandler-Fantasy kennt.
    Hatte viel mehr erwartet

    Leider bin ich von diesem Buch wirklich enttäuscht. Ich verstehe nicht, weshalb die Autorin die Geschichte so aufgebaut hat. Wenn ich wenigstens mit der Protagonistin hätte mitfiebern können, um das Geheimnis um Alexej lüften zu können, hätte das Buch ja noch Sinn gemacht. Aber so ist es reine Situationsbeschreibung und durchgehend langweilig bis zum Ende. Nicht einmal die Liebesgeschichte ist gut.
    Zwischendurch gibt es den ein oder anderen schönen Moment, dann aber viel zu kurz und zu wenige davon. Es hat mich einfach nicht berührt und schließlich auch nicht mehr interessiert, wie es weitergeht. Es bietet keine neuen Ideen und nichts, was irgendwie bemerkenswert oder außergewöhnlich wäre. Das Buch ist sehr weit von guter Fantasy entfernt und hat sich für mich nicht gelohnt.

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    BeaRas avatar
    BeaRavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch vieler Facetten: Fantasy, eine Liebesgeschichte, Krimi mit Hochspannung, historische Hintergründe, wundervolle Naturbeschreibungen.
    Ein Buch, das viel mehr als eine Fantasy-Liebesgeschichte ist

    Cover:

    Da ich noch die erste Version habe – das Buch erschien 2012 als „Rabenblut drängt“ und wurde später neu lektoriert und gestaltet als „Rabenblut – Nur einen Flügelschlag entfernt“ herausgegeben – komme ich in den Genuss von zwei verschiedenen Covern zu diesem Buch.

    Cover zu „Rabenblut drängt“:

    In der unteren Bildhälfte befindet sich ein Stadtausschnitt mit einer Brücke und einigen Gebäuden im Hintergrund, in der oberen ein großer Rabe, der das Cover durch seine Präsenz auch dominiert. Bei dem Stadtausschnitt handelt es sich vermutlich – ich bin da nicht sehr bewandert – um Prag, da die Stadt in der Handlung einer der wichtigsten Handlungsorte ist.

    Cover zu „Rabenblut – Nur einen Flügelschlag entfernt“:

    Das Cover wird von einer Frau und einem Raben vor einem diffusen, nebelartigen Hintergrund dominiert. Der Frau, vermutlich Isa, sind die langen Haare ins Gesicht geweht, während der Rabe ihr zugewandt in der Luft verharrt, mit schlagenden Schwingen. Im Hintergrund sind andere Raben zu erkennen.

    Ich finde es schön, dass Isa auf dem neuen Cover auch ihren Platz gefunden hat, während das Cover zu „Rabenblut drängt“ sehr auf den Raben konzentriert ist. Dennoch muss ich sagen, dass mir persönlich das ältere Cover besser gefällt.

    Meine Meinung:

    Erstmals habe ich „Rabenblut“ noch als „Rabenblut drängt“ gelesen und habe es damals erst auf den zweiten Blick für mich entdeckt. Bei meinem ersten Versuch es zu lesen fand ich keinen Zugang zu dem Buch und habe es aus dem Grund sehr frühzeitig abgebrochen. Bei meinem zweiten Versuch einige Wochen später war ich offener und hatte keinerlei Probleme in das Buch einzusteigen und habe es dann sehr genossen. Auch diesmal, bei der zweiten vollständigen Lektüre, hatte ich keinerlei Probleme in das Buch zu finden. Ich glaube meine zwei Hauptprobleme bei meinem ersten Versuch waren zum Einen mich auf die Geschichte an sich zu dem Zeitpunkt einzulassen und zum Anderen zu begreifen, dass der Einstieg aus der Sicht eines Raben geschrieben wurde. So viel zu meiner Vorgeschichte mit „Rabenblut – Nur einen Flügelschlag entfernt“.

    Zunächst möchte ich sagen, dass ich „Rabenblut“ sehr komplex finde. Auf den knapp 450 Seiten begegnet einem unglaublich viel: Fantasy, eine Liebesgeschichte, Krimi mit Hochspannung, historische Hintergründe, wundervolle Naturbeschreibungen und auch Hintergründe zu Fauna und Flora. Alles ist sehr gut recherchiert und perfekt ineinander verwoben. Man lebt, zittert und leidet mit den Protagonisten mit und erweitert so ganz nebenbei auch noch seine Kenntnisse. Ich finde das ist eine sehr große Leistung der Autorin.

    Auch die Charaktere hat Nikola Hotel wunderbar ausgearbeitet:

    Alexej, der durch seine Lebensgeschichte und seine zwei Naturen zerrissen ist und nach und nach seinen Glauben an sich selbst zurück erlangt; Isa, die stur ist und manchmal auch ein wenig im Selbstmitleid versinkt, aber auf der anderen Seite auch unglaublich tough ist, sich durchbeißt und nie aufgibt einen Weg zu ihrem Ziel zu finden.
    Auch die Nebencharaktere sind toll: Jaro – mein Liebling der Geschichte – der herzlich und jugendlich unbedarft sein Leben angeht und in Alexejs starrem Selbstbild Risse zu Tage fördert; Marek und Lara, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber so viel Herzlichkeit versprühen, dass man sich mit ihnen einfach nur wohlfühlen kann – obwohl ich Isa auch so manches Mal verstehen konnte, wenn sie über Lara aufgebracht war. Und Nikolaus, der Alexej bedingungslos beisteht und ihm ein richtig guter Freund ist.

    Der Schreibstil von Nikola Hotel ist etwas komplexer, allerdings passt er sehr gut zum Inhalt und ist dennoch flüssig zu lesen. Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte aus der Sicht beider Protagonisten, durch abwechselnde Kapitel, erzählt wurde. Dadurch konnte man sich noch mehr in sie hinein fühlen, was insbesondere bei Alexej von Vorteil war.

    Leseempfehlung:

    Nikola Hotel hat mit „Rabenblut – Nur einen Flügelschlag entfernt“ ein Buch geschaffen, das viel mehr als eine Fantasy-Liebesgeschichte ist. Mich hat es begeistert, weil es so viele Facetten hatte und mein Leserherz mit jeder einzelnen davon angesprochen hat. Ich kann nur 5 Sterne vergeben und das Buch jedem interessierten Leser ans Herz legen. Ich persönlich freue mich nun darauf in Kürze den Folgeband „Rabentod“ zu lesen.

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    Mayylinns avatar
    Mayylinnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gute Idee, allerdings sind manche Stellen sehr langatmig, während die Charaktere merkwürdig blass bleiben.
    Rabenblut - Nur einen Flügelschlag entfernt

    Inhalt:

    Isabeau, genannte Isa, macht ein Praktikum in einem Naturschutzgebiet in Tschechien. Täglich durchstreift sie den Wald nach Luchsspuren und kontrolliert Fallen. Eines Nachts wird ihr Vorgesetzer Marek zu einem Notfall gerufen; mehrere Hunde haben einen Wolf und einen Raben angefallen. Der Schauplatz ist mehr als blutig, doch das verwunderlichste ist der junge Mann, der schwer verletzt und nackt den toten Raben in den Armen hält. Alexej, als welcher sich der Fremde vorstellt, verbringt viele Wochen im Naturschutzgebiet; er und Isa verlieben sich in einander. Doch Alexej hat ein Gehemnis, das nicht nur seine ganze Familie zerstört hat - er darf Isa nicht wiedersehen, denn sein Rabenblut drängt...


    Meine Meinung:

    Die Geschichte um Isa und Alexej ist eine lose Verarbeitung des Films "Der Tag des Falken" auf den zwischendurch angespielt wird. Neben der Beschreibung der Natur, spielt daher auch die Magie eine große Rolle in diesem Roman.
    Tatsächlich hat mich das Buch nach Beendigung ein wenig nachdenklich zurück gelassen. Die ersten zwei Tage wusste ich nicht, was ich genau von "Rabenblut" hielt oder dachte...
    An sich hat mir die Geschichte von Alexej und Isa gut gefallen. Insbesondere Alexej und seine Liebe zur Musik sind ausgesprochen gut herausgearbeitet worden. Leider wirkt Isa, die ja eigentlich auch Protagonistin sein soll, seltsam farblos. Von ihr hatte ich keine richtige Vorstellung. Während Alexej mir beinahe aus den SEiten des Buches entgegen gesprungen kam, blieb Isa trotz der vielen Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt sind, fern und distanziert. Auch andere Charaktere wie Lara oder Marek waren konturlos, während Nikolaus und Alexejs Schwarm, insbesondere Jaro, mir beim Lesen lebhaft vor Augen standen.
    Die Grundidee ist wirklich gut, leider hapert es, insbesondere im Mittelteil an der Umsetzung. Die Handlung ist teilweise sehr langamtig, seiteweise passiert nichts, oder nur belangloses. Gegen Ende wird das Buch wieder richtig spannend, auch wenn mich die Auflösung ein wenig unzufrieden zurück gelassen hat.
    Für mich war das Ende keineswegs offen und ich frage mich, ob ich den zweiten Band lesen werde. Wenn überhaupt werde ich ein paar Wochen verstreichen lassen, damit sich die Geschichte noch mehr setzen kann.
    Ich bin mir nicht sicher, ob meine drei Sterne dem Buch gerecht werden, denn es ist wirklich gut geschrieben, aber ich muss Punkte abziehen für die langamtige Handlung, das merkwürdige Ende und die farblose Isa...
    Daher wohl wirklich 3/5 Sterne für "Rabenblut" von Nicola Hotel.

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    LiehsaHs avatar
    LiehsaHvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, originell, liebevoll... Eine der besten Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe!
    Eine gefühlvoll-magische Liebesgeschichte


    Erster Satz: 

    Meine Augen schlossen sich gegen meinen Willen.


    Meinung: 

    Das Cover ist wunderschön. Es passt zur Geschichte und enthält wundervolle Farben.

    Auch der Titel wurde ansprechend gestaltet. Tatsächlich habe ich das Buch auf der LLC in erster Linie deswegen mitgenommen, ohne mich um den Inhalt zu kümmern. ^-^" Dabei ist der Inhalt sonst ausschlaggebend!

    Erzählt wird durchgängig aus der Ich-Perspektive, welche kapitelweise zwischen Alexej und Isa wechselt.

    Der Stil ist sehr gut lesbar. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Sichtweisen der beiden Protagonisten unterscheiden. Alexej redet etwas geschwollener und bildhafter.

    Die Geschichte startet mit einem Prolog, welcher einen Ausschnitt der späteren Handlung zeigt. Eine gut gewählte Stelle, die Lust auf mehr macht. Ein Epilog beendet diesen Band und legt einen der Konflikte des Folgebandes dar, den ich auf jeden Fall lesen möchte!
    Die Handlung gefällt mir ziemlich gut. Schauplatz ist Tschechien und es wird darauf geachtet, dass Isa als Deutsche manche Unterhaltungen nicht versteht. Ein großes Plus! Der Roman spielt in einer liebevoll und realistische gestalteten Welt, sofern man das bei Fantasy-Geschichten sagen kann. Auch die Sache mit den Kolkrabenwandlern und deren historische Verknüpfungen ist interessant. Dadurch bleibt die Spannung grundsätzlich erhalten und erfährt durch den Romance-Anteil einen zusätzlichen Kick. Leider gibt es im Mittelteil den typischen "Er ist weg"-Breakdown. Wer verliebt sich in ein paar Wochen dermaßen in eine andere Person? Mein Liebeskonzept ist da einfach anders.
    Dafür gab es später eine Szene, die in vielen Romanen dieses oder des Gay-Genres versaut werden, hier aber logisch und sinnvoll einfließt. Es hat alles darauf hingearbeitet und wirkte nicht an den Haaren herbeigezogen.
    Das "Blut" im Titel lässt vielleicht auch schon darauf schließen: Es gibt durchaus gewaltsame und blutige Szenen. Mir haben sie nichts ausgemacht, weil sie angemessen beschrieben und sinnvoll eingebracht wurden.
    Interessant ist vielleicht auch noch, dass man viel über Kolkraben und das Leben in einem Nationalpark lernt. Auch Pflanzen und Tiere finden Beachtung. Das passiert nicht belehrend, sondern ganz nebenbei, weil es einfach zur Geschichte gehört. Auch Musik ist ein Thema.

    Isabeau ist ein offener und mutiger Charakter. Alexej wirft sie ganz schön aus der Bahn, aber sie rafft sich wieder auf und kämpft.
    Alexej tritt natürlich als undurchschaubarer, gutaussehender Typ auf. Durch seine Sichtweise wird das zum Glück eingeschränkt, sonst wäre die Gefahr groß, ihn zu einem Stereotyp zu machen. Mich wundert nur, dass er keine Narben hat, was bei seinem Lebensstil aber nur logisch wäre. Oder warum wurden sie nie erwähnt?
    Jaro ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich frage mich, wie sich sein Verhältnis zu Isa noch entwickeln wird.
    Auch die anderen Figuren waren wohl durchdacht und gut in die Handlung integriert. Zumindest kann man das von den Charakteren sagen, die wichtig für den Plot sind. Je weiter man sich vom Kern der Geschichte wegbewegt, desto plakativer werden die Personen. Aber das ist nichts Neues oder Verwunderliches. Ich bin gespannt, wen man im zweiten Band besser kennenlernen darf!


    Fazit: 4*
    Dieser Trilogie-Auftakt ist sehr gut gelungen! Ich bin Alexej und Isabeau gerne in ihre Welt gefolgt und bin gespannt auf den zweiten Band. Eine empfehlenswerte und nicht allzu genretypische Geschichte.

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    Sandra-Andrea-Hubers avatar
    Sandra-Andrea-Hubervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine phantastische Geschichte mit zarten, feinsinnigen Klängen und einer Liebe der besonderen Art.
    Ein Märchen in den Wäldern Böhmens

    „Rabenblut“ ist, so könnte man sagen, ein zeitgenössisches Märchen. Magie, Liebe, besondere Vögel, ein besonderer Wald, zwei ausdrucksstarke Hauptcharaktere und ein Geheimnis - all das hat dieser Roman zu bieten. Vergleicht man den Handlungsverlauf mit anderen Storys, in denen ein großer Knall dem nächsten folgt und ständig neue Gegner auf der Bildfläche erscheinen, kommt dieser Roman auf leiseren Sohlen bzw. Flügeln daher. Nikola Hotels roter Faden ist subtil, leise und bedächtig, was ihn jedoch nicht weniger fesselnd macht. Mit zarten Klängen zieht sie den Leser in ihren Bann und erzählt die Geschichte von Isabeau, Spitzname Isa, und Alexej, dem tschechischen Rabenmann, dessen männliche Familienmitglieder ein (Blut)Erbe in sich tragen. Durch das Erzähltempo und dadurch, dass die Autorin viel Wert auf die Gefühle ihrer Hauptcharaktere und die Details des äußeren Rahmens legt, schafft sie es den Leser tief in die Geschichte eintauchen zu lassen.

    Der Wald in Böhmen/Tschechien ist wohl der größte Schauplatz dieser Geschichte. Während des Lesens fühlte ich mich, als wäre ich weit weg von Zuhause. Fort vom Alltag, allem Lärm und Trubel. Ich war im Wald, umgeben von der dort herrschenden Ruhe, dem Geruch, dem Grün der Bäume. Es war wie ein Erholungsurlaub in der Natur, obwohl ich mein Zimmer nicht verlassen habe. Dieser Funken sprang vor allem deshalb so intensiv über, weil die Autorin das Walderlebnis so authentisch und detailreich beschrieben hat. Man spürt, dass sie fühlt, was sie schreibt; sich geistig an dem Ort aufhält, von dem sie berichtet. Generell ist alles, was die Autorin schreibt, so lebendig beschrieben, dass es einem vorkommt, als wäre man mittendrin, als würde man selbst als Rabe seine Kreise ziehen und auf die Welt unter sich blicken …

    Neben dem Schwerpunkt Wald überträgt die Autorin auch die Begeisterung und den Zauber der (klassischen) Musik auf ihre Leser, der ihrem männlichen Hauptcharakter Alexej ins Wesen gewebt ist. Man spürt, dass die Musik der Autorin viel bedeutet; vielleicht hat man deshalb das Gefühl, dass die Geschichte eine eigene Melodie hat.

    Isa und Alexej muss man einfach gern haben. Dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt wird, gibt einem die Möglichkeit genauer in ihre Köpfe und Herzen zu sehen und das Gefühlschaos, das beide durchleben, noch besser mitzuerleben. Es bleibt jedoch nicht bei diesen symphytischen Protagonisten; die Nebencharaktere stehen dem in nichts nach.

    FAZIT

    „Rabenblut“ ist eine phantastische Geschichte mit zarten, feinsinnigen Klängen und einer Liebe der besonderen Art. Wer ein Liebhaber von Raben, Wäldern, Tschechien und klassischer Musik ist und zudem eine gefühlvolle und eindringliche Atmosphäre zu schätzen weiß, für den ist dieser Roman praktisch Pflichtlektüre. Mich hat die Geschichte verzaubert und das wird gewiss auch der zweite Teil der Trilogie tun.

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor 3 Jahren
    Bildgewaltig, atmosphärisch und so toll ...

    Isa möchte Biologin werden und hilft dazu in einer Forschungsstation im Wald aus. Bei einem Hilferuf von einem Bauern fährt sie mit ihrem Chef Marek los und findet einen verletzten nackten Mann vor, der einen schwarzen Raben in den Armen hält. Der Fremde wird sofort ins Krankenhaus gebracht und versorgt, aber was vorgefallen und wer er ist, bleibt immer noch im Dunklen. Er, Alexej, kann sich nämlich an nichts erinnern. Isa bleibt misstrauisch und nimmt ihm das nicht ab, sie will mehr über ihn wissen. Dass sie sich dabei von ihm angezogen fühlt, ignoriert sie eine Weile. Aber ihre Gefühle fahren Karussell und je mehr sie sich es zugesteht, umso mehr scheint ihr Alexej zu entgleiten. Was verbirgt er vor Isa? Warum hat er so einige Eigenarten? Warum möchte er von sich nichts preisgeben? Und schlägt Isas Herz allein schneller?
    Was habe ich denn hier für einen Buchschatz gefunden. Okay es war ein ebook, aber ich muss mir das wirklich noch überlegen, ob es so bleiben soll. Nikola Hotel hat mich mit ihrer Geschichte verzaubert, oder umgehauen? Sucht es euch aus. Sie schreibt über Dinge, die ich genauso faszinierend finde und verstrickte mich so in eine Geschichte, die ich nicht erwartet hätte, aber umso mehr in mich aufgesogen habe.

    Erzählt wird das alles abwechselnd aus Isa und Alexejs Sicht und ich weiß jetzt gar nicht, mit wem ich anfangen soll. Na gut, Ladys first! Isa liebt die Natur, sie ist lieber für sich, als mit vielen Menschen zusammen, sucht gern die Einsamkeit und genießt die Ruhe. Sie ist ein natürlicher Typ, der sich aus Äußerlichkeiten nichts macht und lieber hinter die Fassade guckt. Dazu kommt noch, dass sie sehr hartnäckig sein kann und wenn sie sich was in den Kopf setzt, wird das mit allen Konsequenzen durchgezogen. Außerdem ist sie noch klug, feinfühlig und ich muss sagen, mir unglaublich sympathisch. Ich mochte ihren kritischen Blick, die Fettnäpfe in die sie sich stürzte und ihre Unbeholfenheit in Alexejs Nähe. Man nahm ihr ihre Faszination für diesen Mann voll ab und auch ihre Verliebtheit. Nur durch ihren sturen Kopf erleben wir die schönsten Szenen, dafür darf sie gern mal übers Ziel hinausschießen.

    Alexej, seufz, was soll ich sagen, ein tragischer Mann, den man ständig beschützen möchte. Wieder so eine männliche Figur, der auch ich verfallen wäre. Klar schaut er auch noch gut aus, aber was mich total angesprochen hat, ist diese Melancholie, diese Traurigkeit, die an ihn haftet und aus ihm noch mehr den geheimnisvollen Mann macht. Er ist ein Kerl, der eigentlich für die Musik lebt und diese doch nicht ausleben darf, denn sein Schicksal ist ein anderes und er muss mit einem Fluch leben, der ihn von unserer Welt abschneidet. Er glaubt sich mit allem abgefunden und arrangiert zu haben und trifft dann auf Isa. Sie lässt in ihn Hoffnung aufblühen, aber Angst, Selbstkontrolle und Verantwortung knebeln seine Träume und Wünsche. Er ist nun mal der, der er ist, und will es stillschweigend hinnehmen, ohne zu kämpfen. Alexej ist vorsichtig und das macht uns Lesern manchmal rasend. Dieser Mann versucht so sehr sein Schicksal zu tragen, das er gar keinen Ausweg sucht und so wollte ich ihn ständig anstupsen, schütteln und umarmen. Seinen Part zu lesen ist manchmal wirklich nicht einfach, aber man kann einfach nicht aufhören.

    Aber was dieses Buch wirklich ausmacht, sind die wunderbaren Beschreibungen, was habe ich alles erlebt, ich bin durch den Wald barfuß gelaufen, bin durch die Lüfte geflogen und habe den Wind gespürt, ich war bei einem Konzert dabei und habe die Musik förmlich in mir klingen gehört und ja, leidenschaftlich geküsst, wird natürlich auch. Nikola Hotel schafft eine ganz besondere Atmosphäre, düster, wie der Nebel im verhangenen Wald, festlich mit Ballkleid und Kerzenlicht und unheimlich in den dunklen Straßen vom Prag. Sie beschreibt das alles so bildlich, dass ich ständig Kopfkino hatte. Außerdem trifft sie bei mir auf ganz viele kleine Leidenschaften, so habe ich auch eine Schwäche für klassische Musik, bestimmte Filme, Edgar Allan Poe und romantische geheimnisvolle Städte. Sie trifft bei ganz vielen Dingen genau meinen Nerv und ich war so sehr in der Geschichte, dass ich wirklich durchgerauscht bin. Unglaublich, es hat mir so viel Spaß gemacht und ich mag mehr davon haben. Gott sein Dank kommt bald Teil zwei raus, da hat sich das späte Entdecken auf eine andere Weise bezahlbar gemacht.

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    Jen_loves_reading_bookss avatar
    Jen_loves_reading_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch vermittelt eine Atmosphäre, in die man sofort abtauchen kann. Sehr lesenswert.
    Sehr lesenswert !!!


    "Rabenblut - Nur einen Flügelschlag entfernt"

    von

    "Nikola Hotel"


    Inhalt/ Klappentext:

    Jeden Tag durchstreift Isa den Wald auf der Suche nach Luchsen - sie kontrolliert Fallen und verfolgt die Fährten der Wildtiere. Nur einen Flügelschlag von ihr entfernt ,lebt Alexej in der Geborgenheit eines Rabenschwarmes. Es ist ein kalter November, als er durch den Angriff eines Hunderudels schwer verletzt wird und Isa ihn findet. Sie verliebt sich in Alexej, der sein zerrissenes Leben vor ihr verheimlicht. Doch von einem Tag auf den anderen, verschwindet er in den Wäldern, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenig später sucht ein Kolkrabe Isas Nähe, ein Wolfsvogel, der dieselben blauen Augen hat wie Alexej.

    Zum Cover:

    Perfekt gewählt. Passend zum Thema des Buches, würd ich sagen. Beschreiben brauche ich es ja nicht, man sieht´s ja oben.

    Die Story und ihre Charaktere:

    Die Handlung hatte mich schon nach den ersten Zeilen gefangen genommen. Rabenblut hat eine unheimlich tolle Atmosphäre, in die ich direkt abtauchen konnte. Die Protagonisten , habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. ( Obwohl man natürlich auf dieses Klischee, von wegen: trauriger Adonis trifft auf die etwas trottelige Natürlichkeit in Person , durchaus verzichten könnte.) Die Protagonisten sind meines Erachtens toll herausgearbeitet und waren mir von Anfang an sympathisch.

    Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Alexej und Isa erzählt, was mir sehr gut gefallen hatte, da man manche Situationen gleich aus deren Sichtweise, die natürlich von den beiden unterschiedlich aufgefasst wurden, erklärt wurde.

    Der Erzählstil ist dynamisch. Das Ganze kommt interessant ,ein wenig melancholisch ,aber mitreißend daher.
    Ich habe dieses Buch in kurzer Zeit verschlungen.

    Fazit:

    Mich hat dieses Buch mehr als überrascht und fasziniert.
    Wie gesagt, die Atmosphäre in dem Buch hatte mich gleich gepackt. Ich hatte einige Rezis dazu durchgelesen und war erstaunt darüber, wie unterschiedlich die Meinungen dazu waren ,dabei blende ich die bösen, persönlich angreifenden mal aus ( ich frag mich immer was das soll?) und schließe mich den größeren Teil, nämlich den positiven Rezis an. Ich kann es kaum erwarten, den 2. Teil  "Rabentod" , der diesen April erscheint, endlich zu lesen.

    Empfehlung:

    Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!
    Für Fans von Liebesgeschichten, mit ein bisschen Fantasy, die mal keine Vampire oder Werwölfe sind.
    SEHR LESENSWERT !!!
    5 von 5 Sternen

    Kommentare: 1
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    Shaylanas avatar
    Shaylanavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leise, still und melancholisch. Eine Geschichte über das Menschlich sein, eine zarte Liebe mitten im tschechischem Wald.
    Ein gelungener Mix aus Fantasy, Entscheidungen und Leidenschaft

    Wenn ich das Buch in kurzen Wörtern beschreiben soll: leise, still, melancholisch. Es passiert wenig Action, wirft aber einige Fragen auf: Was hat es mit den Raben auf sich? Wer will ihnen etwas antun? Was wird aus Isa und Alexej? Diese Fragen halten beim Lesen. Die Stimmung und die Umgebung, die das Buch umgibt, lassen einen nicht mehr los.

    Die Geschichte spielt in Tschechien. Isa ist eine deutsche Studentin, die für ein Jahr dort arbeitet. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren, da ich selbst einmal ein freiwilliges Jahr gemacht habe, zwar auf einem Bauernhof, aber es gab auch Stellen wo man Luchse suchen musste und Brutkästen ausgewertet hat. Der FÖJler hat mir immer seine Geschichten von dort erzählt, das hat mich sehr an ihn erinnert.
    Auch, dass die Tschechen durchaus ein wenig Deutsch konnten ist realistisch. Durch meinen Urlaub in diesem Jahr dort habe ich die Gastfreundschaft und auch die Leidenschaft für Alkohol und die Trinkfestigkeit kennengelernt. Ein paar der tschechischen Wörter kannte ich sogar (ich bekam schon beim Denken an die Aussprache einen Knoten in der Zunge, so ging es Isa in dem Buch auch). Isa hat ansonsten einen recht trockenen Humor, bei dem ich immer wieder schmunzeln musste. Sie gerät in so herrliche Situationen, in der sich jeder selbst wiederfinden kann.
    Auch die anderen Charaktere sind liebevoll ausgeschmückt. Ich kann mir die mütterliche Michaela, die man sich durch einen guten Appetit zur Freundin macht, als auch Lara und Marek bildlich vorstellen.
    Alexej gibt einem einige Rätsel mit auf den Weg. Doch auch er gefällt mir als Charakter. Kommt er doch durch seine Rabeninstinkte bei allen gut an, ohne sich wirklich in den Vordergrund drängen zu wollen. Hier finde ich auch das Verhalten der Raben gut studiert und erklärt, ebenso die tschechische Geschichte. Ich kenne mich zwar in beiden Themengebieten kaum aus, fand die Grundlagen jedoch schlüssig.

    Das Buch wird im Wechsel von Isa und Alexej erzählt. Die Handlung schließt aneinander an, sodass sich nichts wiederholt (bis auf eine kurze Szene, bei der man schon fast darauf gelauert hat). So bekommt man einen Einblick in beider Sicht- und Denkweisen und Geschichten. Die Sprache ist klar und verständlich. Die Bilder im Kopf bauen sich unaufdringlich auf und ohne es bewusst zu Beabsichtigen, hat man ein genaues Bild im Kopf. In meinem Bild lag nur die ganze Zeit Schnee, dabei war im Buch nie die Rede davon. Ich assoziiere Kälte aber meist mit Schnee, das muss wohl daran liegen. Das schöne Cover trägt vielleicht auch dazu bei.

    Das Buch hat mich von Anfang an Begeistert. Ich war nicht gierig und aufgewühlt es weiterzulesen, nein, es hat eine gewisse Ruhe in mir hinterlassen und ich konnte ganz in der tschechischen Umgebung und den Charakteren aufgehen. Gestaltwandler, ein Feind, die Leidenschaft zur klassischen Musik und eine zarte Liebe. Eine Geschichte über das Menschlich fühlen und die Instinkte in uns. 

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    missmisterslandvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Großartig. Melancholisch. Fantastisch. Lesenswert.
    Großartig. Melancholisch. Fantastisch. Lesenswert.

    Inhalt:
    Isa und Marek, ihr Chef, entdecken einen schwer verletzten Mann, der einen toten Raben im Arm hält. Einen Kolkrabe. Der beherrschte, zerrissene Alexej fasziniert sie. Als die beiden sich näher kommen, verschwindet Alexej in den Wäldern, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenig später aber sucht ein Kolkrabe die Nähe der jungen Frau. Sie gewinnt das Vertrauen des Rabenvogels, und obgleich es keine logische Erklärung dafür gibt, ahnt sie, dass eine Verbindung zwischen Alexej und diesem Raben bestehen muss.

    Meine Meinung:
    Die Beschreibung ist treffend, aber man hat eine Ahnung wie es weiter geht.
    Oft kann man bei Büchern den Verlauf der Geschichte vorausahnen. Hier nicht!

    Ich wurde richtig hineingezogen in die Geschichte und das von der ersten Seite an.

    Mit Isa bin ich durch den düsteren, lebhaften Wald gestreift, mit Alexej bin ich geflogen und habe gelitten.
    Ich habe die wundervolle Musik gehört und die fremden Gerüche in der Nase gehabt. Mit beiden habe ich geliebt.
    Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.

    Die Autorin hat schon durchklingen lassen das es weiter geht mit der Geschichte und ICH KANN ES NICHT ERWARTEN.
    Rabenblut drängt endet nämlich mit einem Cliffhanger - wie gemein!

    Auch wenn es sich erst nach dem typischen "mysteriöser Mann der sich in ein Tier verwandelt" "armes Mädchen das sich unserblich verliebt" anhört ist dieses Buch um einiges besser als Ähnliche des Genres.

    Diese Autorin muss man in Auge behalten!
    Eine dicke dicke Kaufempfehlung!
    Der Preis ist (nicht) gerechtfertigt. Das Buch ist auf jeden Fall mehr wert!

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