Nikolai W. Gogol Der Mantel. Die Nase.

(44)

Lovelybooks Bewertung

  • 50 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(15)
(18)
(10)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Mantel. Die Nase.“ von Nikolai W. Gogol

Die beiden in Petersburg spielenden grotesk-phantastischen Novellen 'Der Mantel' und 'Die Nase' gehören zum Besten, was Gogol geschrieben hat. Weitere 'Petersburger Novellen' und andere ausgewählte Prosa des Autors in: Nikolaj Gogol, 'Erzählungen' (ISBN 978-3-15-020248-7)

Seit ich diese Geschichte gelesen habe, schaue ich stets nach, ob sich in meinem Brötchen nicht vielleicht eine Nase versteckt hält.

— Jari

Stöbern in Klassiker

Der Tod in Venedig

Recht unterhaltsam, aber auch teilweise langatmig und seltsam.

Nelebooks

Sturmhöhe

Mich hat das Buch fertig gemacht, als würde sich ein dunkler Schleier über einen legen. Ich habe lange gebraucht bis ich es als gut empfand.

Boleynhistoric

Die schönsten Märchen

Wunderbare kleine Sammlung

Sturmhoehe88

Der Kleine Prinz

Ein super süßes kurzes Buch was jedoch sehr zum Nachdenken anregt.

missflowerbook

Jane Austen über die Liebe

Felicitas von Lovenberg präsentiert mit dieser Lektüre eine gelungene Zusammenstellung ausgewählter Zitate aus Jane Austens Meisterwerken.

DoreenGehrke

Die Judenbuche

Ich finde es sehr melancholisch. Aber nicht schlecht

STERNENFUNKELN

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Nikolai Gogol - Die Nase/Der Mantel

    Der Mantel. Die Nase.

    Jari

    27. May 2017 um 20:16

    Mit Gogols Kurzgeschichten kann man sich gelassen mit der russischen Erzähltechnik bekanntmachen und sich dort mal etwas umsehen. Wenn es einem gefällt, kann man alsbald zum nächst grösseren Buch greifen. Für Einsteiger und Neugierige sind diese Texte in meinen Augen sehr empfehlenswert. Wobei man sich vor allem bei der Nase nicht allzu sehr an die Realität klammern sollte. Viel wurde schon über dieses kurze Stück Literatur geschrieben, nachgedankt, interpretiert, aber auf einen grünen Zweig ist dabei noch keiner gekommen. Ich finde, man sollte es als das nehmen, wonach es aussieht: Klamauk, Spass, Unsinn. Seit ich diese Geschichte gelesen habe, schaue ich stets nach, ob sich in meinem Brötchen nicht vielleicht eine Nase versteckt hält. Mir hat das Lesen viel Spass gemacht, eben, weil ich es nicht zu ernst nahm. Es gar nicht ernst nehmen konnte. „Der Mantel“ kommt schon wieder trister und naturalistischer daher. Es ist ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, die extrem fixiert ist auf Äusserlichkeiten und schon mehr als ein Schicksal ist dadurch korrumpiert worden. Doch zum Schluss hin giesst Gogol noch einmal einen kleinen Tropfen Fantasie hinzu, sodass auch der Held dieser Geschichte zu dem kommt, was ihm zusteht. Dies ist auch für den Leser versöhnlicher. Das Ende wäre ansonsten sehr ernüchternd. Realistisch und wahr, aber ernüchternd. Und mit nüchtern möchte ein Russe bestimmt nicht viel zu tun haben (so viel Vorurteil darf sein, wenn sich der Major in der Nase fragt, ob er das Wasser mit dem Vodka verwechselt hat).

    Mehr
  • Rezension zu "Der Mantel. Die Nase," von Nikolaj W. Gogol

    Der Mantel. Die Nase.

    marcelsarman

    Der Mantel Der Beamte Baschmatschkin ist sehr fleißig und lässt sich durch nichts von seiner Arbeit abbringen. Jegliche Einflüsse von außen werden komplett ignoriert und er bearbeitet maschinenhaft seine Schriftstücke. Es bereitet ihm großes Vergnügen, nach Feierabend noch ein Schriftstück abzuschreiben. Doch die Monotonie endet abrupt. Sein Mantel ist kaputt und kann nicht mehr geflickt werden, er muss für 80 Rubel einen neuen Mantel kaufen, um es im kalten Petersburger Winter auszuhalten. Dafür muss er eisern sparen, um seine Schuhsohlen nicht abzunutzen trainiert er sich eine bestimmte Gehtechnik an, das Licht wird nur noch in Ausnahmefällen angeschaltet und auf jegliche Vergnügungen wird verzichtet. Schließlich hat er das Geld für den Mantel beisammen und kauft sich einen neuen Mantel, den er fortan mit großem Stolz trägt. Eines Nachts wird er ihm der neue Mantel gestohlen und er beschließt, sich bei einer „bedeutenden Persönlichkeit“ zu beschweren und den Diebstahl zu melden. Doch er wird nicht ernst genommen und nur angeschrien und gedemütigt. Doch Baschmatschkins Rache ist furchtbar. Die Nase Eines Morgen beim gemütlichen Frühstück findet der Barbier Iwan eine abgeschnittene Nase in seinem Brotlaib. Er gerät in Panik, weil er diese Nase eindeutig seinem Kunden, dem Major Kowaljow, zuordnen kann. Er versucht die Nase zu entsorgen, wird dabei aber immer wieder gestört. Schließlich schmeißt er die Nase kurzerhand von einer Brücke in einen Fluss. Wird dabei aber von einem Polizisten beobachtet und zur Rede gestellt. Major Kowaljow hat unterdessen den Verlust seiner Nase bemerkt und versucht diesen körperlichen Mangel durch ein Tuch zu verbergen. Kowaljow geht in die Kirche, wo er eine erstaunliche Entdeckung macht: ein Staatsrat hat seine Nase im Gesicht. Er meldet den Diebstahl schließlich bei der Polizei und plötzlich taucht der Polizist auf der beobachtet hat, wie Iwan die Nase von der Brücke geworfen hat. Schließlich überreicht der Polizist Kowaljow ein ganz besonderes Geschenk. Bewertung: Die Geschichten werden von einem allwissenden Erzähler berichtet, der sich auch einige Male direkt an den Leser wendet. Realistische und irreale Teile werden geschickt miteinander verwoben. Die Geschichte „Der Mantel“ hat mir deutlich besser gefallen, besonders die Schilderung des kargen Lebens der Hauptfigur ist sehr eindrucksvoll. „Die Nase“ ist leider etwas langatmig und nicht ganz so spannend. Trotzdem ein gutes Buch mit zwei sehr ungewöhnlichen Novellen: 4 Sterne

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Der Mantel. Die Nase." von Nikolai W. Gogol

    Der Mantel. Die Nase.

    FriediM

    11. August 2012 um 17:23

    Achtung, die Rezension bezieht sich nur auf "Die Nase": Aus der bekannten Petersberger Novelle “Die Nase” von Nikolaj Gogol aus dem Jahre 1836 wird man einfach nicht schlau. Die Handlung grotesk und scheinbar ohne Sinn, das Ende wirkt nichtsaussagend. Alles beginnt mit dem Barbier Iwan Jakowlewitsch, der eines schönen Morgens eine Nase in seinem Brot entdeckt. “Brot ist schließlich was Gebackenes, und eine Nase – ist doch was ganz anderes. Das verstehe wer will…!”. Aus Angst von der Polizei des Mordes bezichtigt zu werden versenkt er die Nase in der Newa. Etwa im selben Moment wacht der Kollegienassessor Kowaljow, welcher sich voller Zuversicht schon als Major bezeichnet, auf, um festzustellen, dass er seine Nase verloren hat. Um den Diebstahl zu melden macht er sich auf den Weg zur Polizei und begegnet auf dieser Strecke, in Uniform eines Staatrates, seiner eigenen Nase, welche ihn prompt abweist. Kowaljow beschließt daraufhin eine Zeitungsanzeige aufzugeben, um den Nasendieb zu finden…seine Anfrage bei der Zeitung wird jedoch abgewiesen, denn für “abhanden gekommene Nasen ist der Arzt zuständig”, und eine solche Anzeige würde wohl sowieso niemand ernst nehmen. Kurze Zeit später wird die Nase bei einer Grenzkontrolle festgenommen und dem Kollegienassessor überreicht, jedoch lässt sie sich nicht wieder an seinem Gesicht befestigen. Das Grauen nimmt ein plötzliches Ende, als Kowaljow eines Morgens aufwacht und sich seine Nase einfach wieder in seinem Gesicht befindet. Nach dem Lesen dieser kurzen aber doch amüsanten Novelle fragt man sich ernsthaft, ob der Autor sich mit dem Leser einen gewaltigen Scherz erlaubt hat. Die Geschichte scheint ohne Sinn konstruiert zu sein und nimmt ein unerwartetes und vor allem ernüchterndes und kurzes Ende. Bei genauerer Betrachtung dieser absurden und surrealistischen Novelle des russischsprachigen Autors Nikolaj Gogol fragt man sich natürlich als erstes, wieso das Abhandenkommen der Nase ausgerechnet den Kollegienassessor Kowaljow erwischt hat. Das Symbol der Nase kann als das Ebenbild der eigenen Person gedeutet werden, hierbei darf man auch nicht außer Acht lassen, dass hier die Doppelgängermotivik eines E.T.A. Hoffmanns, der erst in der Spätromantik in Russland bekannt wurde, persifliert wird[1]. So trifft der Leser hier nicht nur auf den Kollegienassessor sondern auch gleichzeitig auf sein eigenes Wunschbild, nämlich den höhergestellten Staatsrat, in Form seiner Nase. Erst als Kowaljow sein Dasein ohne Nase akzeptiert, taucht diese wieder in seinem Gesicht auf. Die Novelle lässt viel Interpretationsraum, dennoch kann man nicht sagen, ob Gogol nicht einfach nur eine sinnfreie und verwirrende Erzählung zu schreiben versucht hat, in welcher der Leser nach einem nicht vorhandenen Sinn sucht. Die Novelle ist surreal, unfassbar komisch und zeigt trotzdem das literarische Talent des Autors, welcher leider viel zu früh aufgrund eines streng religiösen Fastens starb. Mehr auf meinem Blog: vitrinenglas.wordpress.com

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nase / Der Mantel" von Nikolai W. Gogol

    Der Mantel. Die Nase.

    Lesebienchen

    11. August 2011 um 08:57

    Wer Kafkas "Verwandlung" eigenartig fand oder wer bisher noch keinen Zugang zu diesem großartigen Schriftsteller gefunden hat, sollte sich einen kleine Zwischenstation gönnen: Nikolai Gogol. Denn Kafka war wahrlich nicht der erste Schriftsteller mit einem Hang zum Absurden. Nikolai Gogol schafft in der Erzählung "Die Nase" eine gekonnte Vermischung zwischen Alltag und Absurdität. Ein Mann wacht eines Morgens auf und stellt fest, dass seine Nase verschwunden ist. Diese unternimmt bereits einen kleinen Stadtbummel. Dem Leser wird dieses groteske Ereignis wie eine Banalität präsentiert, sodass sich daraus ein sehr eigenwilliger und unterhaltsamer Humor ergibt. Absolut lesenswert und vielleicht ein Einstig in das Kafkaeske!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nase / Der Mantel" von Nikolai W. Gogol

    Der Mantel. Die Nase.

    kirara

    24. December 2010 um 23:43

    Witzig und unterhaltsam und schnell gelesen.

  • Rezension zu "Der Mantel. Die Nase." von Nikolai W. Gogol

    Der Mantel. Die Nase.

    StevenOmen

    13. August 2010 um 05:17

    Meisterhafte Erzählungen Gogols. Speziell "Die Nase" ist ein Juwel. Darum geht es um die Nase von Kollegienassessor Kowalew, die der Barbier Jakowlewitsch abgeschnitten hat. Die Nase entwickelt ein Eigenleben und läuft z.B. auf der Straße herum. Herrlich absurd beschrieben. Wird

  • Rezension zu "Die Nase / Der Mantel" von Nikolai W. Gogol

    Der Mantel. Die Nase.

    Musegirl90

    10. January 2010 um 19:40

    Das Buch ist aufgeteilt in zwei kurze Geschichten, die beiden in St. Petersburg spielen. In der ersten geht es um die verlorene Nase des Kolgienassessor Kowaljow und seiner Suche nach ihr. In der zweiten Geschichte wird die Gschichte von Akaki Akakijewitsch und seinem neuen Mantel erzählt. Beide Geschichten gehören zu Gogols Petersburger Novellen. Ich fand die Geschichten eigentlich ganz gut, auch wenn sie etwas abgedreht sind, vor allem die erste. Man muss sich einfach nur darauf einlassen. Mir gefällt besonders der Schreibstil Gogols, da er den Leser teilweise auch direkt anspricht, und man das Gefühl hat man würde hinter dem Protagonisten herlaufen und der Autor erklärt einem alles, wie der Führer in einem Museum.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks