Nikolaus Heidelbach Ein Buch für Bruno

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Inhaltsangabe zu „Ein Buch für Bruno“ von Nikolaus Heidelbach

Mit viel Witz und großartigen Bildern erzählt der Meister der Inszenierung von Ulla Herz und Bruno Würfel und ihrem großen gemeinsamen Abenteuer, das in der Bibliothek beginnt. Ein Lieblingsbilderbuch von Nikolaus Heidelbach - spannend, kurios, großartig.

Im Deutschunterricht sehr gut als Sprechanlass nutzbar.Ab ca. 1/3 des Buches hört der Text auf und der Leser muss anhand der Bilder erzählen

— Nachtkauz

empfohlen im Fach "Deutsch" von Nicole Kalteis

— 1KCbakip

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  • Der Leser wird zum Autor seiner eigenen Geschichte

    Ein Buch für Bruno

    Nachtkauz

    05. September 2013 um 23:22

    Was ist das für ein Buch, in dem Schlangen und andere gefährliche Dinge lebendig werden und einen beißen? Und was passiert, wenn man wie Ulla und Bruno ganz in eine Geschichte eintaucht? Nikolaus Heidelbach bringt in diesem Buch zwei Kinder zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ulla Herz verbringt ihre Zeit gerne in der großen Bibliothek ihres Vaters, während Bruno Würfel, der für Ulla nicht besonders viel übrig hat, lieber mit seinem Rollbrett umherfährt. Doch jedes Mal, wenn er etwas neues bekommen hat, klingelt er bei Ulla und zeigt es ihr. Da er danach jedes Mal gleich wieder abhaut, muss sich Ulla etwas ausdenken um ihn zum Bleiben zu überreden. Ihre Bücher findet er alle langweilig und auch die gefährlichen Bücher ihre Vaters können ihn nicht begeistern. Deshalb versucht sie es eines Tages mit dem Buch. Es ist ein großes, schweres, blaues Buch, das ganz oben im Regal steht. Und – es ist ein Zauberbuch. Denn alles da drin kann lebendig werden. Man muss es sehr vorsichtig lesen. Beim letzten Mal als Ulla es sich angesehen hat kamen Schlangen heraus und haben sie am Hals, dort wo jetzt ein Pflaster sitzt, gebissen. Natürlich glaubt Bruno ihr nicht ganz und möchte sich mit eigenen Augen überzeugen. Und damit beginnt die abenteurliche Reise der Beiden, denn noch während Ulla anfängt vorzulesen tauchen sie sprichwörtlich in das Buch ein. Bis zu diesem Zeitpunkt entspricht das Bilderbuch den gängigen Vorstellungen, die man von einem Vorlesebuch hat. Es hat ein für Kinder geeignetes Format, große farbige Bilder und jeweils unter den Bildern den dazu passenden Text. Doch nach den ersten fünf Seiten taucht der Leser, ebenso wie Ulla und Bruno in die Geschichte ein und beginnt sie selbst fortzusetzen. Das Buch wird nun ausschließlich über Bilder weitererzählt und der Betrachter wird zum Autor seiner eigenen Geschichte, die er anhand der Bilder entwickeln kann. Erst auf der letzten Seite, nachdem Ulla und Bruno sich mit Hilfe eines Lesebändchens wieder aus dem Buch heraus gezogen haben, wird der abschließende Dialog wieder in Textform erzählt. Das Bilderbuch lebt von der Fantasie und Erzählkunst des Lesers und erhällt als solches auch erst durch ein Gespräch mit anderen seine volle Funktion. Im Gespräch erkennt der Leser, dass es bei ein und derselben Geschichte unterschiedliche Auslegungsmöglichkeiten geben kann. Unterschiedliche Erzählstile, mal dialogisch, mal eher beschreibend oder erklärend können erfahren werden. Die Aufteilung des Buches in einen Vorleseteil und einen frei erzählbaren Bereich eignet sich herrvoragend für Vorlesesituationen zu zweit oder in einer Gruppe. Die Kinder können ihrer Fantasie freien Lauf lassen oder sich streng an die Bilder halten. Unabhängig davon wie sie sich entscheiden, können auch Nichtleser aktiv an diesem Bilderbuch teilhaben und ein Gespür für den Aufbau eines Buches und Textinformation enthallten. Sie müssen sich in andere hineinversetzen und überlegen, welche Einzelheiten für die Zuhörer notwendig sind um die Geschichte, die sie erzählen, zu verstehen. Fazit:  Ein wunderschönes Buch, eine tolle Idee und wenn man die Kinder frei erzählen lässt, ganz viele einzigartige Geschichten :D

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