Nilüfer Türkmen nimmt die Lesenden mit in ihre Kindheit. Sehr ehrlich und offen schildert sie ihre Erlebnisse mit ihrer schizophrenen Mutter und wie sie damit alleine zurecht kommen musste. Das Buch hat mich sehr berührt, die Transperenz der jungen Autorin, ihre ungeschönt realistischen und dennoch liebevollen Einblicke haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Nilüfer Türkmen
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Als Mama mit der Lampe sprach
Als Mama mit der Lampe sprach
Neue Rezensionen zu Nilüfer Türkmen
Das Buch gehört zu einem Genre, welches man eher selten auf Bookstagram sieht, den Erfahrungsbüchern. Hierbei berichten Menschen, ähnlich wie in Biografien, über ihre Lebensgeschichte. Im diesen Fall über die Kindheit und Jugend mit einer Mutter mit einer diagnostizierten Schizophrenie.
Der Einblick ist lehrreich. Jedoch ist mir der Einstieg ins Buch schwer gefallen, manche Textstellen waren etwas trocken. Trotzdem fand ich die Perspektive faszinierend.
Auf Grund der stilistischen Elemente kriegt das Buch von mir 3 von 5 Sterne.
Nelly ist erst vier, als ihr Vater stirbt. Von nun an ist sie allein mit ihrer Mutter. Doch Nellys Mutter ist krank, sie erteilt unsinnige Verbote, impft dem kleinen Mädchen Angst vor Infektionen und Entführern ein. Und sie spricht mit Michael, der in der Lampe wohnt, der eigentlich gar nicht da ist, aber trotzdem alles über die beiden weiß. Nellys Mutter leidet an Schizophrenie, nicht alles, was sie sieht und hört, existiert auch wirklich. Tapfer schlägt sich das Mädchen durch - und versucht zu verstehen, was "wirklich" ist, und was nicht.
Nilüfer Türkmens Erfahrungsbericht ist ein berührendes Zeugnis einer Kindheit und Jugend. Und er lässt uns einen Blick in eine verborgene Welt werfen, die viel mehr Menschen betrifft, als wir gemeinhin glauben.
Die Autorin:
Nilüfer "Nelly" Türkmen schreibt die Geschichte ihrer Kindheit und Jugend unter Klarnamen und mit Erlaubnis der Mutter. Die Studentin der Politik- und Rechtswissenschaften ist in der Aufklärungsarbeit zu psychischen Erkrankungen aktiv und besucht ihre Mutter regelmäßig in dem Heim für betreutes Wohnen, in dem sie heute lebt. Sie wünscht sich, dass wir alle netter mit psychisch kranken Menschen umgehen würden.
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Alle psychischen Krankheiten interessieren mich schon immer. Und ich war gespannt, wie die Autorin das Leben mit so einem erkrankten Menschen schildert.
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Wir lesen das ganze Buch aus Sicht der Tochter. Wir bekommen ihre Gefühle, Gedanken und Ängste mit. Was ich mich am Anfang des Buches noch gefragt habe, warum schreitet da niemand ein? Es geht hier um ein Kleinkind, das in einer sehr bedenklichen Situation aufwächst. Das muss doch jemand mitbekommen haben.
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Doch trotz allem, ist die Liebe zu Mutter ungebrochen. Das ist so bewegend geschildert worden. Wir fest das Band zwischen den beiden ist. Wie stark die Bindung.
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Was mir in diesem Buch aber gefehlt hat, ist die Krankheit an sich. Ich hätte mir noch viel mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Warum die Mutter erkrankt ist, kann nicht geklärt werden. Und auch wenn hier schon sehr skurrile Situationen beschrieben sind, hätte ich mir noch mehr Tiefgang zum Krankheitsverlauf erhofft. Was bringt diese Krankheit mit sich? Was erleben die Betroffenen in so einer Phase? Zum Ende im Nachwort wird kurz darauf eingegangen, war mir aber zu wenig.
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Auch sehr private Briefe sind in diesem Buch enthalten. Sie geben einen guten Einblick in die wirre Gedankenwelt der Mutter. Vieles konnte ich gar nicht verstehen, so unrealistisch war das. Aber man merkt auch diese ständige Angst einer Mutter um ihr Kind.
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Mir hat das Buch gut gefallen. Auch wenn viele Fragen für mich nicht beantwortet werden konnten. Den Alltag mit so einem Patienten bekommt man aber gut geschildert und ich denke für Betroffene kann dieses Buch eine Stütze sein. Daher eine Empfehlung
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