Nils Honne Corporate Anarchy

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Inhaltsangabe zu „Corporate Anarchy“ von Nils Honne

Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen

Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet
– mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert.
Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job.

Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei
einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt.

Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als
selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin
erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.

Spannend und tiefgründig

— MissSweety86

Großartig. Es hat mich häufig inne halten lassen, um über die eine oder andere Handlung nachzudenken und meine Haltung dazu herauszufinden.

— kleinesohr

Ein ungewöhnlicher Ökothriller der sich nicht davor scheut, dem Leser ins Gesicht zu sagen wie schlecht er ist und zum Nachdenken anregt.

— StMoonlight

Sagenhafter Thriller, Überraschung inclusive

— Bücherwurm

Beeindruckendes Debüt und ein Thriller, der einen so schnell nicht mehr loslässt

— ech

Wer Thriller mit Foltern und anderen Grausamkeiten mag, der wird hier fündig. Mir war die Handlung wenig unglaubwürdig. Zu viel versprochen

— Wedma

Eine neuartige, gelungene Mischung - nachdenklich machend und spannend! Meine Erwartungen wurden jedenfalls erfüllt...

— vanessabln

Ein Blick in die Abgründe menschlichen Handelns und der schmale Grat zwischen Protest und Terrorismus. Einseitig, aber herausragend intensiv

— louella2209

Gut durchdacht,stimmig. Für mich leider nicht immer leicht zu lesen, da der Schreibstil für mich sehr gewöhnungsbedürftig war,aber sonst top

— trollchen

Aktuelle Themen aus Wirtschaft und Politik verpackt in einem Roman mit hohem Tempo unerwarteten Wendungen und Spannung bis zum Ende .

— jawolf35

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  • Corporate Anarchy

    Corporate Anarchy

    MissSweety86

    15. October 2017 um 13:29

    Inhalt Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet – mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job. Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt. Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.Meinung Ich fand das Buch  recht spannend hätte nicht gedacht das es so gut ist. Die ganzen Details und Hintergründe sind dem Autor sehr gut gelungen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Fazit Lesenswert und spannend "Corporate Anarchy " von Nils Honne ist im Divan Verlag erschienen. Hat 256 Seiten und kostet als Taschenbuch 15,90€ und als ebook 6,99€.

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  • Ganz großes Kino!

    Corporate Anarchy

    bieberbruda

    29. January 2017 um 22:43

    Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen - Corporate Anarchy erinnert an Palahniuk's "Fight Club" und kann dem Vergleich durchaus standhalten!Inhalt:Marvin ist Werbetexter und hat die Schnauze voll von der Konsumgesellschaft und den Lügen, die er und seine Kollegen verbreiten. Er beginnt seine eigene kleine Revolte, um der Korruption und den Lügen zu entkommen - das beginnt von kleinen, versteckten Botschaften in der Werbung und eskaliert in der sabotierten Präsentation eines wichtigen Großauftrages, die ihm letztendlich den Job kostet. Als er bei einer Demo zwischen die Fronten gerät, trifft er auf den charismatischen Lennart, der ihn unter seine Fittiche nimmt und in eine gefährliche Welt einführt. Gemeinsam mit einer handvoll Aktivisten beginnen sie einen gefährlichen Kreuzzug gegen die Mächtigen der Welt...Meine Meinung:Das Buch startet mit einem Ausblick in Marvins düstere Zukunft. Doch wie ist es zu dem tragischen Ereignis gekommen, dass ihm das Leben kosten könnte? Mit diesem cleveren Einstieg hat mich der Autor direkt gefesselt!Man begleitet Marvin bei einem Streifzug durch einen Supermarkt, bei dem er Thunfischdosen mit entsprechenden Aufklebern versieht. Er will es den unbedarften Käufern schwer machen und sie zum Nachdenken anregen. Man merkt schnell, dass er in seiner Situation ohnmächtig fühlt und der Konsumgesellschaft und seiner Ungerechtigkeit entkommen möchte. Sein eigenes Zitat bringt es auf den Punkt:"Wissen ist Macht. Aber zu viel Wissen macht machtlos."Als er dann in der Werbeagentur ausgerechnet einen Ölkonzern zufriedenstellen soll, wird es ihm zu viel: Er sabotiert den Auftrag und wird fristlos gekündigt! Das Aufeinandertreffen von ihm und Lennart kam genau zur richtigen Zeit! Viel zu spät bemerkt Marvin, dass das skrupellose Vorgehen der "Kritischen Masse" auch nicht die Antwort auf das derzeitige Weltgeschehen sein kann...Das Buch regt wirklich zum Nachdenken an! Praktisch jeder weiß, dass unser heutiger Lebensstil in der Konsumgesellschaft nicht okay ist und dass man schleunigst gegensteuern müsste. Und dennoch passiert es nicht..."Die drei schlimmsten Lügen der Menschheitsgeschichte:1) Es ist nur ein Job.2) Das macht doch jeder.3) So ist die Welt nunmal."Kaum zu glauben, dass es sich hier um ein Romandebüt handelt! Interessanterweise ist der Autor übrigens selbst Werbetexter und Konzeptionist für Werbekampagnen - ich hoffe er schreibt weiter Bücher und schließt sich keiner Aktivistengruppe an.FazitGanz großes Kino! Corporate Anarchy ist eine Art "Fight Club 2.0" und ein ebenso spannender wie intelligenter Thriller, den man gelesen haben sollte. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne!

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  • Leserunde zu "Corporate Anarchy" von Nils Honne

    Corporate Anarchy

    Divan_Verlag

    Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job.Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt.Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.Zum Autor:Nils Honne ist in Wien geboren und aufgewachsen. Als Werbetexter und Konzeptionist betreute er zahlreiche internationale Marken und entwickelte preisgekrönte Kampagnen. Seit 2009 arbeitet er als selbständiger Werbetexter und Autor in Berlin. Corporate Anarchy ist sein erster Roman. Für diese Leserunde verlosen wir 15 Exemplare von "Corporate Anarchy" unter allen, die in dieses spannende und aktuelle Buch eintauchen wollen. Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet, müsst ihr euch dafür über den "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, indem ihr bis zum 30.10. auf diese Frage antwortet:Warum interessiert euch dieses Buch?Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten zeitnah direkt nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Schön ist es für den Verlag außerdem, wenn ihr eure Rezensionen auch auf Amazon veröffentlicht.Bitte beachtet, dass wir nur Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.Viel Spaß und viel Glück!Susanne

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    • 214
  • Vegeltung zur Rettung der Welt

    Corporate Anarchy

    StMoonlight

    15. January 2017 um 13:08

    Am Anfang des Buches dachte ich noch so etwas wie „Oh man, dass kann ja nicht gut werden.“, da mir schon alleine die benutzte Sprache nicht gefallen hat. Die Menschen, besonders der Hauptprotagonist, reden umgangssprachlich. So heißt es nicht „übergeben“, sondern „kotzen“. Es wird absolut kein Blatt vor den Mund genommen. Klar, es ist definitiv authentisch, jedoch auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, rechnet der Leser ja eher nicht damit. Der Einstieg ist etwas wirr und ich musste mich erst einmal zurechtfinden. Der Leser lernt hier einen Mann kennen, welcher ein wenig paranoid erscheint. Marvin hat genug von der Konsumgesellschaft, er sieht überall Lügen und Verrat. (Wer sich mit den Hintergründen seines Konsums beschäftigt wird ihm uneingeschränkt Recht geben!) Blöd nur das Marvin Werbetexter ist und damit ja einen Teil zu der „Lügenverbreitung“ beiträgt. Dann kommt der Tag an dem seine Werbeagentur den Auftrag bekommt für einen Ölfirma eine Kampagne zu starten. Es passiert ein Unglück das Vertuscht werden soll – und den Werbetexter dazu bringt aufzubegehren und nicht nur sein Leben zu verändern, sondern sich aktiv einzumischen. Es beginnt relativ harmlos, doch dann trifft Marvin auf einen Gleichgesinnten, der ihn zu einer Demonstration einlädt – und schon ist der junge Mann in einem Strudel gefangen, der ihn immer weiter hinabzieht, in eine Welt aus Macht, Lügen, Verrat, Qual und Leid. Das Kredo der Gruppierung ist einfach: „Gleiches mit Gleiches vergelten“. Wer von den „Mächtigen“ etwas getan hat, was anderen geschadet hat (oder noch immer schadet), der MUSS bestraft werden. Keine Gnade! Wichtig dabei ist, dass die Menschen am Leben bleiben, denn die Aktivisten hoffen dadurch abzuschrecken. Anfangs ist der Ex-Werbetexter noch total begeistert, doch dann werden die Taten immer extremer und der Anführer scheint ein dunkles Geheimnis mit sich zu tragen. Aus der anfänglichen Leidenschaft wird bald ein tiefer Abgrund aus Angst. Für Marvin gibt es nur eine Möglichkeit den Wahnsinn zu stoppen … ~°~ Fazit ~°~ Ein Roman der in die Abgründe der menschlichen Seele entführt: Tierleid, Tierqualen, Verpestung, .... Ein ungewöhnlicher Ökothriller der sich nicht davor scheut, dem Leser ins Gesicht zu sagen wie schlecht er ist (und ihn dazu bringt sein Verhalten zu überdenken)

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  • Thriller

    Corporate Anarchy

    Bücherwurm

    10. January 2017 um 16:08

    "Corporate Anarchy" von Nils Honne hat mich gleich mehrfach überrascht. Da ich vom divan Verlag mehrere Bücher zu liegen hatte, hatte ich dieses Buch erst mal liegen lassen, die Inhaltsangabe fand ich nicht annähernd interessant wie die der anderen Bücher .... weit gefehlt. Es ist mit Abstand das Beste der drei Gelesenen, auch wenn der Inhalt oft trocken und langatmig scheint. Es beginnt sehr humorvoll: Der Leser lernt Marvin kennen, einen jungen Mann, der an unserer Konsumgesellschaft mit den Lügen, Korruptionen und Umweltgiften verzweifelt. Beeindruckend, in wie vielen Themen der junge Mann Hintergrundwissen besitzt, wo er Inhalttsstoffe nach Gefahrenklasse und Nebenwirkungen kennt, und mit was er sich neben seinem Beruf als Werbetexter alles beschäftigt. Es grenzt schon an wahnhaftem Verhalten und schon auf den ersten Seiten hätte ich mir psychologische Begleitung oder wenigstens Gleichgesinnte mit festerer Bodenhaftung für Marvin gewünscht. Auf einer Demo eskaliert ein Streit zwischen Demonstrierenden und der Polizei und Marvin erhält vermeintliche Hilfe. Er wird gerettet und kommt in eine Art Kommune der Aussteiger, die sich die Rettung der Menschheit als Ziel gesetzt hat. Die Umsetzung und die Methoden lassen zweifeln und haben mich auf ganz andere Art beschäftigt: Ob Schwerverbrecher oder Firmenchef, wessen Ansichten sind "richtig"? Wer ist fähig falsches Tun zu erkennen und sein Verhalten zu ändern? Und wer redet sich seine Taten einfach nur schön? Und wie kann man Leute bekehren, ab wann und wie setzt eine Erkenntnis des Falsch-Verhaltens ein?!? Mich hat das sehr beschäftigt, da ja oft Schwerverbrecher offenbar geläutert in die Freiheit entlassen werden, aber woran erkennt man, dass diese Erkenntnis wirklich echt ist?!? Mit dem Anfang des Romans nimmt der Autor das Ende scheinbar vorneweg, aber der Weg dahin ist manchmal wirklich spannend, auch wenn langatmig, so doch nötig und in sich logisch und schlüssig ... und am Ende ist dann doch vieles nicht so, wie es anfänglich schien. Ich finde diese Thematik mit der Art der Umsetzung einfach genial! Ich wusste nicht, dass wir auch in Deutschland Autoren haben, die ernsthafte Missstände amüsant und spannend ohne erhobenen Zeigefinger vermitteln können und nach drei Romanen steht der divan Verlag für mich an wichtiger, vorderer Stelle, wenn es um interessante, aktuelle Themen in spannenden und lesenswerten Romanen geht. Weiter so!

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  • Recht oder Unrecht

    Corporate Anarchy

    Stranger

    30. December 2016 um 00:52

    "Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet – mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job. Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt. Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat."Das Buch beginnt mit einem recht langsamen Tempo. Die Welt wird aus der Sicht von Marvin gezeigt, der eine recht kritische Haltung gegenüber der Gesellschaft hat und dies auch im verborgenen versucht zu ändern. Eines Tages muss er allerdings ein Werbevideo für ein Unternehmen machen, dass er zu sehr verachtet um es nicht zu sabotieren und verliert als folge seinen Job. Bei einer Demo lernt er dann Lennard kennen, der zu seinem besten Freund wird und Anführer einer Rebellengruppe ist. Sein Ziel ist es diese "verdorbene Welt" zu verbessernAufgrund von bestimmten Ereignissen beschließt Marvin sich Lennard anzuschließen.Bis hierhin war mir Marvin recht unsympathisch. Er kam mir eher wie ein Spießer vor und ein Feigling. Zudem kam mir sein Verhalten recht übertrieben vor. Deshalb konnte ich Anfangs noch keine Bindung zu Marvin aufbauen.Bei Lennard lernt Marvin, dass er die Welt doch ändern kann und wird zur Marionette Lennards. Was zu Beginn recht harmlos beginnt endet mit Entführung, Folter und letztenendes auch bei Mord.Intressant waren hier dei Gedankengänge Marvins. Der Autor  konnte sehr gut die Zwiespalt in Marvins Kopf schildern. Marvin, der zuvor ein unschuldiger Werbetexter war wird bevor er sich versieht zu einem Terroristen. Man kann förmlich den Kampf spüren, der in den Kopf des Protagonisten läuft und man versteht und kann auch teils seine Handlung nachvollziehen. Ab hier konnte ich mich auch mit ihm anfreunden.Gegen Ende steigt dann die Spannung umso mehr auf. Die Handlungen überschlagen sich und man merkt zu was für ein Mensch sich Marvin über die Zeit entwickelt hat.Fazit: Der Autor Nils Honne schafft mit seinem Debüt ein Werk, dass einem dazu zwingt die Welt mit etwas anderen Augen als zuvor zu sehen. Die Gesellschaftskritik die er da ausübt ist nicht ohne. Zudem lernt der Leser eine neue Seite an sich selber kennen. Ich muste festestellen, dass ich mit Lennards Gruppe ab und zu sympathisiert habe. Trotz der ganzen Kritik an diese Welt verdeutlicht Nils Honne mit intressanten Dialogen und Situationsausgängen, dass Selbstjustiz keine richtige Lösung sein kann und, dass der Draht zwischen Gerecht und Unrecht ziemlich schmal sein kann.Das Buch ist aufjedenfall eine Leseempfehlung wert.

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  • Beeindruckendes Debüt und ein Thriller, der einen so schnell nicht mehr loslässt

    Corporate Anarchy

    ech

    13. December 2016 um 15:57

    Marvin ist ein junger Mann, der an den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen unserer Welt schier verzweifelt. So sehr er auch versucht, die Gier und die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft zu bekämpfen, immer wieder rennt er vor Mauern und muss seine eigene Machtlosigkeit in diesem gnadenlosen System erkennen. Zuletzt verliert er sogar seinen Job als Werbetexter, als er einen Großauftrag sabotiert, den er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Als ihm der charismatische Lennard bei einer Demonstration aus einer brenzlichen Lage hilft und ihn anschließend mit zu seinen Freunden vom Camp Zukunft nimmt, sieht Marvin endlich Licht am Ende des Tunnels. Lennard zeigt ihm den scheinbar einzigen möglichen Weg zu Veränderungen auf: den Weg der Gewalt. Marvin bricht alle Brücken hinter sich ab und schließt sich der Gruppe an. Nach einigen erfolgreichen Aktionen überkommen ihn aber erste Zweifel. Kann es sein, das ihm ein furchtbaren Fehler unterlaufen ist und er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat ? Nils Honne gelingt hier ein beeindruckendes Debüt, das mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Die Geschichte beginnt relativ ruhig und nimmt sich Zeit, seine Charaktere und ihre Hintergründe ausführlich vorzustellen. In diesem Rahmen lässt es der Autor auch nicht an einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik fehlen.Das Buch ist durchgehend aus der Perspektive von Marvin geschrieben, so das wir beim Lesen besonders an seiner Gedankenwelt mit all seinen Nöten und Ängsten hautnah teilhaben können. Aber auch die anderen Mitglieder der Gruppe werden gut und glaubwürdig charakterisiert.Ungefähr in der Mitte des Buches kippt die Stimmung dann endgültig und entwickelt sich zu einem echten Triller, der ein gehöriges Maß an Tempo, überraschenden Wendungen, Spannung und Dramatik in die Geschichte einbringt und so konsequent auf ein furioses Finale zusteuert.Das Besondere an diesem Buch ist, das hier die üblichen Gut-und-Böse-Denkweisen nicht mehr funktionieren. Die Manager und Wirtschaftsbosse, die von Lennard, Marvin und Co. bei ihren Aktionen ins Visier genommen werden, entpuppen sich fast ausnahmslos als skrupelose Vertreter einer fast schon menschenverachtenden Politik und man ertappt sich beim Lesen mehr als einmal dabei, das man den Motiven der Gruppe innerlich durchaus zustimmen kann, auch wenn man weiß, das die von ihnen eingeschlagenen Wege, ihre Ziele zu erreichen, mehr als fragwürdig sind und auch nicht zu einer andauernden Veränderung der Verhältnisse führen können.Ein Thriller, der mich überzeugt hat, und ein Autor, den man sich merken sollte.

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  • Etwas anders

    Corporate Anarchy

    JessicaLiest

    12. December 2016 um 19:54

    Der Inhalt:Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern. Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.Das Cover ist schlicht in Schwarz und Weiß gehalten. Dennoch bin ich so darauf aufmerksam geworden. Hinter einem so schlichten Cover muss sich eine aufregende Geschichte verbergen, so zumindest mein Gedanke. Ich finde ich sehr gelungen. Der Inhalt lässt schon mal etwas erahnen, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Buch handelt. So war es auch in der Tat. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, aber dennoch anspruchsvoll. Die Charaktere finde ich gut gewählt, aber ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Für mich hätten sie ruhig mehr ausgearbeitet werden können, damit sie mich während der Handlung „packen“ können. Teilweise waren es mir zu viele Fakten, aber einige Stellen waren sehr interessant.Es macht auf jeden Fall nachdenklich und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

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  • Viel Lärm…

    Corporate Anarchy

    Wedma

    06. December 2016 um 16:16

    Klappentext fasst die Ausgangssituation gut zusammen. Marvin, der die unzumutbare Lage der Nation ändern will und im Alleingang nichts als Ärger mit der Polizei erreicht hat, schließt er sich einer Gruppe an, deren Anführer anfangs verspricht, dass die ganzen Aktionen nur dazu da wären, Denkzettel zu verpassen und umsichtigeres Verhalten der Betreffenden zu fördern. Aber schon bald geht es ganz anders zu. Grausige Folter stehen auf dem Tagesplan. Und bis zum Morden ist auch nicht mehr weit. In etwa bis zur Hälfte wird es so getan, als ob es solche Gruppen noch nie gegeben hätte, als ob diese Zelle etwas ganz Neues zuwege brächte, dabei ist Ähnlichkeit mit RAF und anderen Organisationen dieser Art, angepasst an die heutigen Gegebenheiten, kaum zu übersehen. In der zweiten Hälfte erlebt man Folter en Detail. Nach paar Fällen, die schon recht krass ausfielen, kamen noch weitere, noch grausamere dazu. Dabei tauchte die Frage auf: Und warum muss ich es so genau wissen? Diese Ausführlichkeit grenzte deutlich an Effekthaschrei. Die Figurenentwicklung war mir zumindest fragwürdig: Seltsam, dass Marvin, der anfangs einen äußerst kritischen Verstand zur Schau getragen hat, diesen in der Gruppe los ist, macht alles mit und mutiert zum treuen Handlanger. Hin und wieder hinterfragt er die Taten, wird aber vertröstet und um den kleinen Finger gewickelt. Zum Schluss aber wird er plötzlich als dem Anführer ebenbürtich hingestellt, wohl um ein effektvolles Finale zu ermöglichen. Die Frauenfiguren, davon gibt es nicht viele, sind recht schwach. Sophie, eine Aktivistin der Gruppe, die recht oft auftritt, blieb für mich schemenhaft und blutleer bis zum Schluss.  Dagegen war die Entwicklung des Anführers der Terrorgruppe recht gut gelungen: Vom hilfsbereiten Freund zum skrupellosen Geschäftsführer, quasi vom Paulus zum Saulus, der nicht viel anders ist, als diejenigen, die er foltert und zum Einlenken zwingt, bloß sein in mühsamer Kleinarbeit aufgebautes Geschäft ist eine Ecke fragwürdiger als all die anderen. Recht treffend fand ich auch die gesellschaftskritischen Schilderungen. Da werden dem Leser die Dinge plastisch vor Augen geführt, vor denen er im Alltag gerne die Augen schließt. Die Schreibe an sich ist schon auf gut geübtem Niveau. Aber! Die Handlung erschien mir, gerade an wichtigen Wendepunkten, oft unglaubwürdig. Egal, was die Gruppe anstellt, wie komplex die Aufgaben sind, alles gelingt ihr ganz vorzüglich: das Rankommen an die ganz hoch angesiedelten Wirtschaftsbosse, die Finanzierung und Koordination der Gruppe und ihrer europaweiten Unterstützer inklusive. Stark übertrieben, überzeichnet kamen mir manche Szenen vor, als ob die Aufgabe auch hier war auf eine, eher recht primitive Art, Eindruck zu schinden. Besonders in der zweiten Hälfte tauchte oft die Frage auf: Ist es jetzt Verherrlichung des Terrors? Aufruf zur hemmungslosen Selbstjustiz? Die jungen Leute haben eine aus ihrer Sicht sinnvolle Aufgabe gefunden und gehen voll darin auf. Ein wichtiger Punkt ist die schwache Aussage des Romans insg. Er fängt packend an. Marvins Sicht der Dinge ist sehr gesellschaftskritisch und man ist gespannt, wohin all sein Wissen über die Verseuchung der Erde, über das rabiate Vorgehen der Industriekonzerne, über die Manipulation der öffentlichen Meinung, etc. führen wird. Es ist also ein Wahnsinnsversprechen, der einen in die Geschichte hineinzieht und die Handlung erst gespannt verfolgen lässt. Leider verliert sich die Spannung in der bereits erwähnten Effekthascherei und Unglaubwürdigkeit, das anfangs abgegebene Versprechen verläuft sich im Sande. Man am Ende wird mit wohl bekannten Platituden abgefrühstückt. Fazit: Es ist so ziemlich das Gegenteil davon, was sich ein Wohlfühlbuch nennt. Wer grausige Thriller mit ausführlichen Folterschilderungen und mit Sprengstoff in die Luft gejagten Kindern mag, oder ins Nichts führende Gesellschaftskritik, der wird hier fündig. Bei den nervigen Stoffwiederholungen und seltsamen Formulierungen, die ins Ressort unzureichendes Korrektorat fallen, muss man dann das Auge zudrücken. Bei der wenig augenfreundlichen Schrift tut man das automatisch. Drei Sterne mit guter Portion Wohlwollen.

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  • Der Wille zur Veränderung

    Corporate Anarchy

    Maddinliest

    03. December 2016 um 17:51

    Ein beeindruckender und fesselnder Thriller, der die Gesellschaft mit ihrem Konsumverhalten und Machtstreben an den Pranger stellt.Marvin arbeitet als Werbetexter. Immer wieder kommt es bei ihm in seinem Beruf zu Gewissenskonflikten, da er die verlogene Scheinwelt aufrechterhalten soll. Bei einer Kampagne für einen Ölkonzern kann er nicht mehr über seinen Schatten springen und bringt den Vertrag durch sein Verhalten zum Platzen. Die Reaktion hierauf ist seine fristlose Kündigung. Hiermit nimmt sein Schicksal seinen Lauf. Durch einen Zufall landet er in einer Gruppe von Aktivisten, die sich für Gerechtigkeit und Umwelt einsetzen. Er wird ein Teil dieser Kommune und gemeinsam versuchen die Welt zu verändern. Wie wet sind sie bereit dafür zu gehen?Nils Honne hat mit "Corporate Anarchy" einen außergewöhnlichen und fesselnden Thriller mit Tiefgang geschrieben. Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht des Hauptprotagonisten Marvin. Dieser wird als idealistischer und kompromissloser Aktivist beschrieben. Sein unbequemer Charakter lässt den Leser zumindest zu Beginn des Buches nicht leicht mit ihm sympathisieren. Sehr spannend ist aber die Entwicklung dieses Charakters im Kreise der Kommune zu beobachten. Immer wieder stellt sich die Frage, wie weit die Personen und in erster Linie auch Marvin bereit sind zu gehen, ihre Interessen durchzusetzen. Gerade diese Frage hält den Spannungs-Faktor auf einem hohen Niveau. Auch das vermeintlich vorher-sehbare Finale weiß noch zu überraschen und hat mich als Leser nachdenklich zurückgelassen.Mir hat "Corporate Anarchy" sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen Thriller der ganz anderen Art und wirkt auf seine Art auch sehr authentisch. Gerade aufgrund dieser Besonderheit spreche ich hier gerne eine Leseempfehlung aus und bewerte das Buch mit verdienten fünf von fünf Sternen.

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  • Spannend, intelligent und anspruchsvoll

    Corporate Anarchy

    mordsbuch

    30. November 2016 um 10:04

    BuchinfoCorporate Anarchy - Gier ist tödlich - Nils HonneTaschenbuch - 256 Seiten - ISBN-13: 978-3863270384Verlag: Divan - Veröffentlichung: 15. Oktober 2016EUR 15,90KurzbeschreibungVom Durchschnittsbürger zum TerroristenMarvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job.Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt.Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.BewertungCorporate Anarchy ist der Debütroman von Nils Honne.Ich muss sagen, ein wirklich gelungener Start. Das Buch mit der Geschichte rund um Marvin hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Der Autor hat sich bei der Story wirklich etwas einfallen lassen. Mich als Leser hat das Buch auch lange Zeit danach noch beschäftigt.Nils Honne hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Auch wenn er am Anfang gewöhnungsbedürftig war, so passt er aber perfekt zu der Geschichte, die anspruchsvoll ist.Die Spannung war von der ersten Seite an da und steigerte sich durch überraschende Wendungen immer weiter. Man darf auf einige Überraschungen gespannt sein.Die Charakter werden von Nils Honne detailliert beschrieben. Allen voran natürlich Hauptprotagonist Marvin, aus dessen Sicht man des Geschehen liest. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen.Fazit: Klasse Debüt! Spannend, intelligent und anspruchsvoll. Hierfür gebe ich gerne meine Leseempfehlung. 

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  • Die "Kritische Masse"

    Corporate Anarchy

    louella2209

    29. November 2016 um 11:05

    „Wissen ist Macht. Aber zu viel Wissen macht machtlos. Nichts hat mich mehr aus der Bahn geworfen als diese einfache Erkenntnis. Am Anfang meiner Misere stand der Wunsch nach einer besseren Welt.“ Zitat S. 13 Marvin ist ein junger Mann mit idealistischen Zielen. Er möchte mit seiner Überzeugung, den ausgebeuteten Planeten, zu einer besseren Welt machen. Doch als Einzelner steht er ausgeliefert einer Übermacht von Wirtschaftsbossen, Pharmakonzernen und Ölmultis gegenüber. Frustration macht sich breit. Bis er bei einer Demo, in einen gefährlichen Konflikt mit der Polizei gerät, aus dem ihn Lennard befreit. Er erlangt sein Bewusstsein auf einem Grundstück, inmitten einer Gemeinschaft, die auf den ersten Blick, einer Kommune gleicht. Das „Camp Zukunft“ handelt und lebt, mit denselben Überzeugungen, wie Marvin. Sie versorgen sich hauptsächlich selbst und kehren dem kommerziellen Konsum den Rücken. Die Anführer üben eine starke Anziehungskraft auf Marvin aus, endlich fühlt er sich verstanden und sie geben ihm das Gefühl, gemeinsam etwas bewirken zu können. Aus dem „Camp Zukunft“ wird die „Kritische Masse“ und sie machen sich auf, um einen weitreichenden Rachefeldzug gegen die Verantwortlichen von Hungersnot, Umweltverschmutzung und Massensterben zu starten. Ehe sich Marvin versieht, befindet er sich in einer Maschinerie, dessen Folgen er nicht mehr aufhalten kann. „Weißt du, was die wahre Krise unserer Zeit ist?, fragte Lennard. „Die Krise der Moral, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Energiekrise, Politikkrise, Umweltkrise, das sind alles nur verschiedene Köpfe desselben Monsters. In Wahrheit durchleben wir eine Krise der Werte.“ Zitat S. 128 Der Autor Nils Honne versteht sich darin packend und vielseitig zu schreiben. Der Erzählstil passt sich immer der jeweiligen Situation an, in der sich Hauptprotagonist Marvin gerade befindet. Seine Erfahrungen und Empfindungen bilden das Fundament der Story. Man erlebt die Handlung ausschließlich aus Marvins Perspektive. Dadurch baut man, als Leser, natürlich schnell eine Bindung zu seiner Figur auf und erlebt seine Entwicklung sozusagen hautnah mit. Dieser Beobachtung begegnet man sehr schnell mit Sorge, Fassungslosigkeit und späteres Entsetzen. Man sieht den Abgrund auf den Marvin zusteuert direkt vor sich und die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Marvin ist, von Beginn an, ein schwieriger Charakter. Seine Werte sind sehr idealistisch, aber sein Lebensstil wird zunehmend von Mißtrauen geprägt, die teilweise sogar in paranoide Angszustände ausarten. Erst im Schoß der Gruppe, rund um Lennard, baut er Vertrauen auf und verpasst den Moment, die Gruppe mißtrauisch zu beäugen. Durch seine radikalisierte Weltanschauung ist er sehr empfänglich für geschickte Manipulation. Lennard ist als Persönlichkeit, auch sehr stark, fast schon überzeichnet. Er verfügt über ein krankhaftes Geltungsbedürfnis und weiß mit seiner harten Eloquenz zu überzeugen. Mit seinem „Camp Zukunft“ liest er, gemeinsam mit den Geschwistern Vincent und Sophie, Bedürftige auf, um sie an die Gruppe zu binden. Sie perfektionieren ihre Gruppendynamik und spannen strategisch ein weit verteiltes Netzwerk. Der menschliche Glauben hängt, hier, immer am seidenen Faden und es wird schonungslos aufgezeigt, wie schmal der Grat zwischen Protest und Terror ist. Hier wurde ein äußerst brisantes Thema aufgefasst, denn, wie oft schon, wurden in der Vergangenheit, scheinbare „Spinner“ und Gegner des Systems gnadenlos unterschätzt. Es brodelt gewaltig in den Gesellschaftsschichten, auch hier bei uns und die „Kritische Masse“, wie hier im Roman beschrieben, zeigt Alternativen auf. Eine schleichende Bedrohung! Egal wie man zu diesem Thema steht, der Roman hinterlässt auf jeden Fall seine Spuren. 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung

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  • Ein Roman, der zum Thriller wird und einzigartig ist

    Corporate Anarchy

    vanessabln

    25. November 2016 um 22:17

    Die Inhaltsangabe dieses Debüts hatte mich aufgrund der realistischen Thematik sehr angesprochen. Tatsächlich ist es ein Buch, das ich mit keinem anderem, das ich bisher gelesen habe (und das sind nicht wenige) vergleichen kann. Somit ist es einzigartig im wahrsten Sinne des Wortes, extrem in der Ausgestaltung einer Idee und durchaus nicht fernab der Realität. Am Anfang des Romans, der sich immer mehr zum Thriller entwickelt, befindet sich der Werbetexter Marvin in einer Art Lebenskrise. Er feiert berufliche Erfolge, mit dessen Inhalten er sich privat nicht identifizieren kann. Das geht sogar soweit, dass er ironischerweise nachts heimlich die eigenen Werbeplakate verunschönt (alleine diese Idee des Autors fand ich schon bemerkenswert). Marvin fühlt sich rastlos und sieht mehr als andere, dass etwas schiefläuft in der Welt, in der Profit wichtiger ist als Menschenleben und die Erhaltung der Umwelt (im Buch werden Beispiele dazu sachlich ausgeführt). Mit kleinen Aktionen versucht Marvin seine Mitmenschen zum kritischen Denken zu bewegen. Als er nach einer Demo von dem charismatischen Lennard gerettet wird, schlägt Marvins Lebens eine neue Richtung ein. Denn dieser führt eine Gruppe an, die extreme Ansichten teilt und auch große Taten nicht scheut. Marvin wird immer mehr zum Mitläufer, der schließlich zwischen Überzeugung und Zweifel schwankt. Obwohl er manchmal im Vergleich zu Lennard wie ein kleines Kind wirkt, sind seine Gefühle und Gedanken immer wieder gut nachvollziehbar, so dass das Buch auch zu seinem Psychogramm wird. Die anderen Mitglieder der „Kritischen Masse“, wie sich die Gruppe nennt, fand ich ebenso gut und nachvollziehbar gezeichnet. Aufgrund des anspruchsvollen und dichten Schreibstils las sich das Buch zunächst nicht schnell. Es hat bei mir 282 Seiten (anders als angegeben), die ziemlich klein bedruckt sind. Der Schreibstil ändert sich im Verlauf des Buches ein wenig, was möglicherweise am immer nüchterner werdenden Inhalt, also der bitteren Realität des Geschehens anstatt der anfangs romantischen Vorstellungen einer „besseren Welt“ zusammenhängt. Der Roman macht in vielerlei Hinsicht nachdenklich und ist zugleich sehr spannend, da es immer wieder Überraschungen gibt. Zimperlich geht es hier nicht zu, so dass man auf einiges gefasst sein muss. Insgesamt ein gelungenes Debüt, das man nicht so schnell vergisst und das somit aus der Masse herausragt! Ein klein wenig hat es mich an "Farm der Tiere" erinnert...

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  • Nils Honne - Corporate Anarchy

    Corporate Anarchy

    miss_mesmerized

    20. November 2016 um 14:35

    Marvin hat einen durchschnittlichen Job bei einer Werbeagentur, führt ein durchschnittliches Leben und fällt auch sonst nicht weiter in der Masse auf. Mehr und mehr beschleicht ihn jedoch der Eindruck, dass die da oben alles bestimmen und Leute wie er, am unteren Ende, nur da sind, um deren Reichtum und Macht zu erhalten. Er widersetzt sich im Kleinen, geht auf Demos, schreibt Beschwerdemails, startet Internetkampagnen – ohne Erfolg. Dann gerät sein Leben plötzlich durcheinander, er schmeißt seinen Job hin und schließt sich einer autonomen Gruppe an, die nicht nur reden will, sondern etwas tut, um diese Gesellschaft zu retten. Lennard, der Anführer führt ihn ein in die Arbeitsweisen, er zeigt ihm, wie man Molotow-Cocktails baut und erfolgreich einsetzt. Mit ihm und den anderen kämpft Marvin fortan für eine bessere Welt – koste es, was es wolle.Das Thema finde ich ungemein spannend: wie ticken Menschen, die sich in der Gesellschaft machtlos fühlen und daher beschließen, sich außerhalb der Normen und des Rechts zu bewegen, um ihre Interessen sichtbar zu machen und ihren Willen durchzusetzen. Man kennt diese Gruppierungen nur aus den Schlagzeilen, mal sind es vermummte Steinewerfer auf Demonstrationen, mal gelingt es Splittergruppen eine aufmerksamkeitserregende Aktion zu Ende zu führen. Aber Einblick erhält man selten. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Marvin bleibt als Figur zu blass. Zu Beginn kommen seine Motive und das Gefühl der Machtlosigkeit noch ganz gut zum Tragen und motivieren glaubhaft seine Aktionen. Doch dann wird er zum Mitläufer, der nichts hinterfragt, zum Teil liebestoll hinterherläuft und nur noch Befehle ausführt, ohne von seinem Verstand Gebrauch zu machen. Zum einen finde ich solche Figuren langweilig, zum anderen erscheint es mir nicht stimmig, dass jemand, der zuvor ohne fremde Hilfe Strukturen und Missstände erkennen konnte, nun zum kopflosen Mitmacher avanciert. Auch die Motive der anderen Figuren der Gruppierung stellen sich schon bald als weit weniger gesellschaftskritisch heraus als man vermuten könnte, im Gegenteil, ganz persönliche Beweggründe sowie eine offenkundige psychische Erkrankung des Anführers begründen ihr Handeln. Das ist mir zu wenig für einen relevanten Roman. Eine stimmige Sicht auf die Lage der Nation, fundierte Argumentationen hätten über die begrenzt glaubwürdigen Aktionen (problemlos können sie an höchste Wirtschaftsbosse herankommen etc.) hinwegtrösten können, aber gerade hier liegt die große Schwäche des Romans, weil sie sich einer wirklichen Aussage entzieht. Es sei denn, Ziel war es alle anders oder linksautonom denkenden sollten pauschal als Irre dargestellt werden, die eben nichts Relevantes zu sagen haben.

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  • Irgendwie anders

    Corporate Anarchy

    trollchen

    19. November 2016 um 20:06

    Corporate AnarchyIch durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und danke dem Divan Verlag für das Leseexemplar. Herausgeber ist Divan (15. Oktober 2016) und hat 256 Seiten. Kurzinhalt: Vom Durchschnittsbürger zum TerroristenMarvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job.Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt.Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat.Meine Meinung: Als ich den Klappentext las, habe ich mir gedacht, dieses Buch musst du lesen. Aber leider habe ich das Buch nicht ganz so verschlungen, wie ich es dachte, denn es ist stellenweise sehr schlecht geschrieben, dass man nicht so richtig wußte, was mir das Buch sagen möchte. Für mich war es sehr schwer verständlich und nicht flüssig genug geschrieben. Ab der Hälfte des Buches habe ich mich langsam daran gewöhnt, aber ich habe ziemlich lange für das Lesen gebraucht. Es wird immer temporeicher das Buch und auch die vielen Dinge, die so hervorragend beschrieben werden, sind einfach toll, wie zum Beispiel die Gier der Menschen, die Macht, die sie besitzen wollen, aber auch die Gerechtigkeit kommen nicht zu kurz. Und noch zu erwähnen, der Terror, die manchen Gewaltszenen werden sehr detailliert beschrieben, dies ist nichts für zarte Leser. Es ist ja auch ein sehr ernstes Thema und auch bedrückend und dies ist aber gut gelungen, da man eigentlich der ganzen Geschichte richtig folgen kann und dass sie sehr realistisch klingt, also durchaus kann sie so passieren. Auch wenn der Inhalt manchmal schwer verständlich ist und auch nicht immer leicht zu lesen ist, ist es ein gutes, besonderes Buch. Mein Fazit: Leider könnte die Schrift etwas größer sein, aber sonst ist an dem Buch kaum etwas zu ändern. Gut durchdacht, stimmig. Für mich leider nicht immer leicht zu lesen, das der Schreibstil für mich sehr gewöhnungsbedürftig war, aber sonst alles top. Ich vergebe 4 gute Sterne, für ein tolles Buch, was sehr aufrüttelt und mich auch sehr nachdenklich macht.

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