Nils Mohl

 4.3 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor von Es war einmal Indianerland, Stadtrandritter und weiteren Büchern.
Nils Mohl

Lebenslauf von Nils Mohl

Nils Mohl lebt im Hamburger Stadtteil Jenfeld und besitzt einen Campingwagen auf der Nordseeinsel Amrum. Er studierte in Kiel, Tübingen, Berlin und Weimar, veröffentlichte Theaterstücke, mehrfach preisgekrönte Kurzgeschichten und Romane. Neben dem Schreiben ist er Angestellter in der Reklamewirtschaft und unterrichtet kreatives Schreiben. Für seinen Roman "Es war einmal Indianerland" wurde er u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet – ein Buch, das "wie das Erwachsenwerden selber ist: Harte Szenenwechsel schlagen ein wie ein Unwetter. Ein Blitz. Ein Donner. Und was am Ende bleibt, das ist die Ruhe. Die Ruhe nach dem Sturm. Überwältigend und völlig unerwartet … Peng." So SPIEGEL ONLINE.

Alle Bücher von Nils Mohl

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Nils MohlEs war einmal Indianerland
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Es war einmal Indianerland
Es war einmal Indianerland
 (32)
Erschienen am 01.02.2011
Nils MohlStadtrandritter
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Stadtrandritter
Stadtrandritter
 (15)
Erschienen am 01.11.2013
Nils MohlMOGEL
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MOGEL
MOGEL
 (7)
Erschienen am 01.10.2014
Nils MohlKasse 53
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Kasse 53
Kasse 53
 (4)
Erschienen am 19.12.2014
Nils MohlIch wäre tendenziell für ein Happy End
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Ich wäre tendenziell für ein Happy End
Ich wäre tendenziell für ein Happy End
 (3)
Erschienen am 29.04.2009
Nils MohlBallade von dünnen Männern
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Ballade von dünnen Männern
Ballade von dünnen Männern
 (1)
Erschienen am 01.03.2010
Nils MohlHigh & Low Level Litbizz
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High & Low Level Litbizz
High & Low Level Litbizz
 (1)
Erschienen am 01.05.2006
Nils MohlSchön, dass du da warst
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Schön, dass du da warst
Schön, dass du da warst
 (1)
Erschienen am 01.10.2013

Interview mit Nils Mohl

Das kreative Ergebnis der Lovelybooks-Leserunde zu Nils Mohls aktuellem Werk „Es war einmal Indianderland“, entstanden in Zusammenarbeit aller Mitglieder.

Sophia!: Angst Adrenalin Affenhitze ... Der Text steckt voller Symbole, Methapern und überzeugt durch einen unglaublich kunstvollen Umgang mit Sprache. Wie lernt man so zu schreiben? Und bezogen auf das Buch: Wie kam die Idee zustande, die Story in dieser sprachlichen Form umzusetzen?

Viel lesen. Viel ausprobieren. Viel löschen und wegschmeißen. Und dann noch mehr lesen und ausprobieren und löschen und wegschmeißen. Das sagen zwar alle. Aber an dieser Stelle stimmt das. Ausnahmsweise. Wobei es mir tatsächlich erstaunlich leicht viel, für Indianerland eine Sprache zu finden. Ich hatte diesen Westernmetaphernfundus zum Beispiel, der unheimlich reichhaltig ist, und darüber war ich schon sehr froh. Es gibt ja Autoren, die zu glauben scheinen, ein Erzähler wirkt dann umheimlich jugendlich, wenn in jedem Absatz möglichst engmaschig Kraftausdrücke eingewebt werden. Oder, noch schlimmer, diese Romane, in denen vermeintlicher Jugendjargon auftaucht. Sorry, aber ultrauncool, muss ich sagen. Contraendkrass, ehrlich. Weil damit immer auch schon das Verfallsdatum in die Texte eingeschrieben ist. Das wollte ich auf keinen Fall. Ich wollte die Sprache künstlich, damit die Haltung umso "echter" wirkt. (Was jetzt leider kein toller Satz ist.) Kleine Anekdote vielleicht noch: Ich habe mir regelrecht einen Sport daraus gemacht, ohne bestimmte Wörter auszukommen. Selbst das Wort "Scheiße" taucht nicht einmal auf. Zum Ausgleich durfte Ponyhof dann einen einzigen befreienden Fluch ausstoßen. Er ist ja Hirnakrobat von der Uni. Da geht das wohl in Ordnung.

merlin78: Wie kommt man auf die Idee, einen so ungewöhnlichen Roman zu schreiben?

Berufstehos? ... Okay, die Frage ist natürlich sauschwer zu beantworten. Sprechen wir jetzt über den Inhalt, die Form oder die Sprache? Oder über alles zusammen? Tatsächlich wollte ich gerne einen Roman schreiben, der für mich dieses besondere Alter noch einmal lebendig macht. Ich wollte noch mal 17 sein. Mit allem Drum und Dran. Der Rest war dann beinah ein Kinderspiel. Und bei Lesungen kalauere ich mit Blick auf Jackie und Edda gerne, für Männer im fortgeschrittenen Alter ist es ganz natürlich und wahnsinnig aufregend, über junge Frauen nachzudenken. Die Männer sind sofort mit einem Höhöhö dabei. Und die Frauen verstehen dann, dass es um Dinge wie Vergänglichkeit, verpasste Möglichkeiten, den Zauber des Moments und so weiter geht. Aber jetzt bin ich schon sehr weit weg von der Frage. Und würde gerne zurückfragen: Was ist denn so ungewöhnlich an dem Roman?

WolfgangB: "Hattest Du die Geschichte / den Plot vor Arbeitsbeginn bereits detailliert im Kopf oder nur eine Ahnung davon?"

Ich brauchte einen Roman, ich brauchte einen 17-jährigen, ich brauchte eine Geschichte mit Pepp. Was ich hatte, waren zwei alte Kurzgeschichten, den Kopf voller Filme und den Tipp von einem Freund, der da lautete: Indianer gehen immer. Im Nachhinein fragt man sich tatsächlich oft selbst, wie konnte das gelingen? Denn, sollte es eine Formel geben, würde man sie ja gerne beim nächsten Mal wieder zur Hand nehmen. Nur für den Fall …

merlin78: Guten Morgen, zunächst der Schreibstil mit der direkten Anrede mit Gedankenstrichen. Dann der Aufbau des Romans mit den verschiedenen Zeiten. Und nicht zu vergessen, die verschiedenen Charaktere, mit denen er sich auseinander setzt (Mauser als Person und der Indianer). Ich habe noch nie, einen vergleichbaren Roman gelesen und bin wirklich begeistert.

Ah! Das wollte ich natürlich bloß noch einmal hören. Und ich muss natürlich gestehen, dass die große Kunst letztlich ist, alles, was man so kennt, neu zusammenzubasteln. Es gab vor mir zum Beispiel Tarantino und davor vor allem William Faulkner, die beide dem linearen Erzählen ordentlich in den Hintern getreten haben. Was mir gefällt, weil auch unsere Wahrnehmung und Erinnerung nur scheinbar lineal funktionieren. (Kann man leicht ausprobieren. Aufgabe: Bitte einmal schnell die letzte Woche Revue passieren lassen.) Dann gab es vor mir zum Beispiel Fight Club und vor allem Hermann Hesses Demian, Erzählungen, in denen die Sache mit der Identität ziemlich kreativ gehandhabt wird. Aus gutem Grund. Und das konnte ich für meine Geschichte ebenfalls gut gebrauchen. Es ist besser, wenn Romanfiguren jermanden zum Reden haben. Ob es den "wirklich" gibt, ist ja nicht so wichtig. Man muss es allerdings als Leser schlucken können, wenn die Sache dann auffliegt. Und das ist der Haken an der Sache, glaube ich. Denn natürlich spricht man nicht täglich mit Indianern oder einem Alter Ego. Wobei, wer weiß. Im übertragenen Sinne befinde ich mich ja ständig im Dialog mit dem Kram, der sich in mir angesammelt hat im Laufe des Lebens. Ein Beispiel: Neulich musste ich eingestehen, dass der Roman, an dem ich arbeite und von dem schon 400 Seiten geschrieben waren, einfach nicht so funktioniert, wie ich mir das gedacht hatte. Ich habe mir dann zwar nicht die Frage gestellt, was würde Old Shatterhand wohl an meiner Stelle tun. Aber natürlich weiß ich, dass ich den Kopf auch deshalb nicht in den Sand stecke, weil ich heldenhaftes Verhalten á la Winnetou früh verinnerlicht habe. Das mag bekloppt sein, aber ich eifere, fürchte ich, ziemlich dämlichen Vorbildern nach, von denen Old Shatterhand wohl noch eines der besseren ist. Das Gute daran: Ich bin nicht allein. Und Literatur kann das darstellen und auf den Punkt bringen, ohne dass es albern wirkt. Behaupte ich jetzt mal kühn.

Eifelmini: Hast du die Geschichte zunächst chronologisch aufgebaut und dann nach und nach "zerstückelt" und hin- und hergespult? Oder stand für dich der Aufbau des Buches gleich fest und du hast die Kapitel in der Reihenfolge geschrieben, in der sie im Buch sind?

Okay, wo fange ich mit der Antwort an? Vielleicht mit meiner Lieblingsanekdote. Als ich noch gar nicht richtig mit dem Roman angefangen hatte, hat ein Freund zu mir gesagt: Indianer gehen immer. Und dieser Scherz hat ziemlich viel Schwung in die Sache gebracht. Zu einem anständigen Western gehört schließlich ein Showdown. Schurken gehören natürlich dazu. Waffen. Es geht auf einer anderen Ebene auch immer um die Reise an eine Grenze. Und so weiter. Was ich damals schon wusste: Es sollte um einen 17-jährigen am Stadtrand gehen. Es gab bereits Figuren. Auch Teile der Handlung. Die Jungs am Strand, die versetzt werden. Die Idee mit den Postkarten von Edda. Den Mord. Plötzlich konnte ich das alles aber viel besser zusammenbasteln. Und das passiert bei mir immer erst im Kopf, weil das schrecklich bequem ist. Ich liege dafür meist so rum, gucke Filme, denke nebenher vor mich hin, bis ich eine vage Vorstellung von allem habe – und wirklich kein Weg mehr am (äußerst lästigen) Aufschreiben vorbeiführt. Das sah dann ungefähr so aus. Erst Intro und die beiden Anfangsszenen. Als nächstes tatsächlich eine Art Chronologie, in der ich skizziert habe, was alles wann passieren muss. (Drei, vier Seiten waren das, mehr nicht, eher weniger.) Schließlich habe ich das Ganze noch grob in mögliche Abschnitte aufgeteilt und einfach weitergemacht. Stück für Stück. Beinah in der heutigen Reihenfolge. Geleitet von Bauchgefühl und Kalkül. Was sollte man im Moment unbedingt wissen als Leser? Und was „rockt“ wohl am meisten? Ja, ich glaube, so ähnlich war das.

WolfgangB: Und vor allem - was war die Motivation, den Roman in der vorliegenden Form zu gestalten?

Wie wäre es mit: Um ernst genommen zu werden. Man könnte auch sagen: Die Form ist das Trojanische Pferd, mit dem die Romanbotschaften, wenn es sie denn gibt, in die Festung hineingeschoben werden, oder?

katerineverdeen: Was bitte ist ein falscher Käfer?

Edda hat ihr rotes Auto mit schwarzen Punkten bemalt. Es sieht also aus wie ein Marienkäfer. Aber ein VW-Käfer ist es nicht. PS: Größere und kleinere Tiere tauchen ja immer wieder in dem Buch auf, speziell aber Insekten.

Sophia!: Wie kam es zur Gestaltung des Covers? Wurde es dir vorgelegt oder war eine Mitsprache möglich?

Meine beiden Bücher vor Indianerland sind ja bei kleineren Verlagen erschienen und dort habe ich selbst die Vorschläge für das Cover machen dürfen. Ich bin, was das angeht, wirklich eine Plage. Habe allerdings auch das große Glück, Raphael Schils zu kennen, einen fantastischen Illustrator und Werbegrafiker, der aus meinen Ideen etwas macht, das (meist) nicht nur mir gefällt. Und so war das auch bei Indianerland.

Sophia!: An der Universität Hamburg unterrichtest du "Schreibtechniken". Was kann man sich darunter vorstellen? Und vor allen Dingen: Wie lehrt man eine solche Kreativität? Gibt es bestimmte "klassische" Übungen oder hast du den Lehrplan selbst entworfen?

Am Ende des Kurses bedanke ich mich bei den Teilnehmern stets mit dem Bekenntnis, dass ich unter Garantie mehr gelernt habe als sie. Und das ist keineswegs bloß eine launige Feststellung oder hanseatisches Understatement. Inhaltlich geht es, grob gesagt, um das Geschichtenerzählen in verschiedenen Formen. Die Studierende schreiben Kurzgeschichten und Rezensionen, Texten Werbeanzeigen und entwerfen Geschäftsbriefe. Ziel ist es dabei, klar zu machen, wie Texte grundsätzlich funktionieren. Nämlich immer als ein Zusammenspiel aus Inhalt, Form und Stil. Zu dieser müden Weisheit gibt es selbstverständlich jede Menge Futter in Form von Beispielen, goldenen Regeln, die andere bereits ersonnen haben, und viel Arbeit am Text. Und das ist das vielleicht Entscheidende: Zu lernen, wie man die eigenen Geschichten und Sätze betrachtet versteht verbessert. Und kürzt. Kürzen ist überhaupt sehr wichtig. Mehr verrate ich aber nicht, bis ich (Achtung, großer Brüller jetzt) mein bahnbrechendes Lehrwerk zum Thema veröffentlicht habe.

Sophia!: Lesen die Studenten deine Werke? ;)

Ich verbiete es ihnen nicht. Aber ich weise, ehrlich gesagt, nicht einmal darauf hin, dass es diese Werke gibt. Es geht schließlich nicht um mich, sondern um die, die da vor mir sitzen. Und um deren Texte. (Klar, das soll jetzt einfach nur wahnsinnig bescheiden klingen. In Wahrheit weiß ich natürlich, dass die ohnehin clever genug sind, nach ihrem Dozenten zu googlen, wenn die merken, der erzählt nicht bloß Müll.)

Sophia!: In deinen Büchern geht es zumeist ums Erwachsenwerden und die geballte Ladung unterschiedlichster Emotionen und Erfahrungen, die die Protagonisten in dieser Zeit durchleben. Wie ist deine Einstellung zur Jugend? Schwierige Phase oder beneidenswerter Ausnahmezustand?

Ein Leben reicht sowieso nicht. Nie. Deshalb ist auch allen mein Neid sicher, die statistisch noch mehr von ihrem übrig haben als ich. Davon aber abgesehen: Jugendliche sind ja auch nur Menschen. Und damit auf jeden Fall schon mal sehr taugliche Protagonisten. Vielleicht sind es sogar besonders attraktive Protagonisten, weil man ihnen als Leser (aus nostalgischen Gründen) gerne die Daumen drückt. Was ich allerdings wirklich glaube: Es hat für einen Romanautoren keinen Sinn, die Jugend zu verklären. Es bringt umgekehrt auch nichts, die Sorgen und Probleme Heranwachsender unnötig zu dramatisieren. Anders gesagt: Man ist kein besserer Mensch, weil man 17 ist. Aber auch kein schlechterer. Ich fürchte sogar, die vielen Widersprüche des erwachsenen Lebens unterscheiden sich leider gar nicht groß von denen, die einem schon am Ende der Pubertät begegnen. Sie sind halt mit 15, 16, 17, 18 für einen selbst meist relativ neu. Aber prickelnde Lösungen gibt es für bestimmte Dinge einfach (auch später) nicht. Alle haben wir Angst. Obwohl wir das nicht wollen. Alle sind wir auf die eine oder andere Weise einsam. Obwohl wir auch darauf gar nicht scharf sind. Manche meinen, Literatur hilft in diesen Fällen zuweilen. Als Autor werde ich mich davor hüten, das jetzt jemandem auszureden.

Neue Rezensionen zu Nils Mohl

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Rezension zu "Es war einmal Indianerland" von Nils Mohl

Wilde Achterbahnfahrt zur Selbstfindung
Yllinvor 7 Monaten

Es war einmal Indianerland (Bd. 1)


Autor
: Nils Mohl
Genre: Jugendliteratur, Slice of Life
Erschienen: 1. Februar 2011
Seiten: 448
Einband: Taschenbuch
Verlag: rowohlt Rotfuchs
ISBN: 978-3-499-21552-0
Preis : 12,99 € [DE], 13,40€ [A]

Rating: ♥♥♥ ♥ ♥


INHALT

"Stell dir vor, du bist 17 und lebst in den Hochhäusern am Stadtrand. Der Sommer ist heiß. Es ist Mittwochnacht, als dir Jackie den Kopf verdreht. Im Freibad. Fuchsrotes Haar. Sandbraune Haut. Stell dir vor, wie dir die Funken aus den Fingern sprühen vor Glück. Und plötzlich fliegt die Welt aus den Angeln: Zöllner erwürgt seine Frau. Edda, die 21-Jährige aus der Videothek, stellt dir nach. Mauser steigt mit Kondor in den Ring. Immer wieder meinst du, diesen Indianer mit der Adlerfederkrone zu sehen. Und dann zieht zum Showdown ein geradezu biblisches Gewitter auf – fühlt es sich so an, erwachsen zu werden?"  - Quelle: Verlag

COVER ♥♥♥

Über das Cover gibt es in diesem Fall nur recht wenig zu sagen: Es ist abstrakt und schlicht gehalten und verrät dadurch nur wenig über den tatsächlichen Inhalt des Buches. Mit dem Titel scheint es zunächst gar nicht zu korrelieren - im Gegenteil -, statt indigener Stereotype finden wir hier eine Darstellung, die ihnen komplett entgegen zu stehen schein: Der Blick in einen pastell-gelben Himmel, gerahmt von Hochhäusern in mattem Grün und knalligem Rot. So untypisch wie in Assoziation mit dem 'Indianer'-Bild des Titels bleibt es auch als Repräsentation eines städtischen Häuserblocks - die geradezu fröhlichen Farben kontrastieren den triste Grau, dass der Betrachter erwartet, geben den beiden Gebäuden einen angenehmen, aber deutlich surrealen Farbton. Mit etwas Fantasie könnte man in der symmetrischen Form der Hochhäuser auch Ansätze einer Federkrone erkennen, wie man sie aus eurozentristischen Karl-May-Adaptionen kennt. Beides passt auf jeden Fall wunderbar zum Inhalt des Buches, der unter anderem zwischen Großstadt-Wüste, kunterbuntem Drogentreiben und einem Indianerhäuptling rangiert. Als Käufer spricht mich das Cover allerdings eher weniger an, eben weil es auf den ersten Blick so schrecklich wenig aussagekräftig ist.

CHARAKTERE ♥♥♥♥♥

Mauser: Wer bin ich eigentlich? Der 17-Jährige Junge aus dem Hochhaus-Block weiß selbst nicht so recht, wohin mit sich: Eigentlich sollte er sich auf den nächsten großen Boxkampf vorbereiten, auf den er sich schon so lange freut, doch dann kommt ihm etwas dazwischen, das niemand hätte ahnen können - sein Vater, Zöllner, tötet im Streit Mausers Stiefmutter und macht sich anschließend aus Angst vor der Polizei aus dem Staub. Von jetzt auf gleich ist Mauser ganz allein auf der Welt und der Vater, von dem er immer dachte, dass er ihm ähnlich sein wolle, lässt ihn im Stich. Plötzlich erkennt er nicht einmal mehr wer er wirklich ist: Im Dialog mit 'Mauser', seinem alten Boxer-Ich und Sohn des Mörders Zöllner, begibt sich das Ich, das einmal Mauser gewesen sein muss, auf die Suche nach sich selbst. Die unterbewusste Verarbeitung der schrecklichen Vorkommnisse passiert dabei so geschickt, dass sie den Leser nach und nach auf die Spur bringt, welche psychologische Anstrengung es für den Jugendlichen kosten mag, diesen Schock zu verarbeiten. Geschickt unterscheidet Nils Mohl zwischen 'Ich', als verletzlichen, unsicheren und konturlosen Kern des Protagonisten, und 'Mauser', als selbstbewusste, starke Maske, die sich das 'Ich' hin und wieder überstülpt, wenn es sich selbst verteidigen muss. In Mauser findet 'Ich' gleichermaßen einen Schutz, etwas hinter dem er sich verstecken, jemanden, den er vorschicken kann, wie auch ein verlorenes Selbst, das es erst noch wiederzufinden gilt. Dabei behilflich sind ihm auch die beiden Mädchen, Jackie und Edda, die ihn in den letzten Tagen dieses Sommers begleiten: Jackie, die so perfekt ist und eigentlich viel besser zu Mauser, dem Abziehbild seines Mörder-Vaters passen würde, und Edda, die dem 'Ich' eigentlich all das gibt, was es braucht: Halt, Nähe, Unterstützung und Gleichberechtigung. Autor Nils Mohl schafft es auf wunderbare, faszinierende Weise diesen Charakter zu porträtieren und ihn dabei zu begleiten, wie aus seinem Ungleichgewicht langsam ein Gleichgewicht wird.

Jackie & Edda: In 'Es war einmal Indianerland' geht es nicht um Jackie oder Edda, nicht um Zöllner oder Ponyhof, es geht um Mauser. Und alle anderen Charaktere erscheinen gegen ihn wie rein funktional gesetzte Figuren, wie Wellen im Ungleichgewicht des Jugendlichen, nicht aber wie individuelle Charaktere. Jackie beispielsweise ist die wunderschöne, perfekte, rothaarige Vorstadtbraut aus dem Villenviertel, die nicht nur leicht zu haben, sondern eigentlich auch ziemlich langweilig ist. Sie bleibt über den Roman hinweg flach und wenig ausgebaut, denn im Zentrum steht Mausers (sexuelle) Gier nach dem, was er sich selbst verwehrt - wir haben also immer wiederkehrende Beschreibungen ihres Äußeren, ihres Geruchs, ihrer Stimme, ihrer Makellosigkeit, und nur sehr selten mal einen Einblick in ihre tatsächliche Gefühlswelt.
Edda dagegen weiß ganz genau, wen sie vor sich hat, als sie Mause in der Videothek das erste Mal begegnet. Mit ihrer Wildschweinbrosche, ihrer Brille, ihren Strickjacken und Kleidchen wirkt sie zunächst wie das genaue Gegenteil von Jackie, hat aber mit der Zeit eine ganz ähnliche Wirkung auf den Protagonisten. Anders als Jackie ist sie nicht einseitig beschränkt und stets auf sich selbst und ihre Schönheit fixiert, sie ist auch Mauser fixiert - und zwar auf das weiche, verletzliche 'Ich', das mit voranschreiten des Romans immer mehr an Präsenz gewinnt. Sie ist liebenswert, intelligent, humorvoll und aufregend im Sinne von 'anders' - und vielleicht auch ein bisschen gruselig, weil sie Mauser geradezu zu verfolgen scheint. Auch wenn wir wenig über ihren familiären Hintergrund erfahren, lernen wir Edda rein gefühlsmäßig wesentlich besser kennen als Jackie, denn sie offenbart ihre Gefühle nicht nur auf handgeschriebenen Postkarten, die sie Mauser immer wieder zusteckt, sie gerät auch als eine der wenigen Figuren im Roman in eine direkte Auseinandersetzung mit ihm.
Die Mädchen stellen beide auf unterschiedliche Weise Lebensabschnitte des Protagonisten dar - anhand ihrer Eigenschaften lassen sich die psychologischen und Reife bedingten Fortschritte Mausers gut ablesen; denn so wie er sich in ihnen spiegelt, spiegeln sie sich auch in ihm wieder.

SCHREIBSTIL ♥♥♥♥♥

Zugegeben, Nils Mohls Schreibstil ist äußerst gewöhnungsbedürftig. Kurze, stakkatoartige Satzstrukturen, knappe Beschreibungen, schlagfertige Dialoge und viele Szenen-Schnitte, die ohne sichtbare Kennzeichnungen durch einen Absatz passieren. Auf diese Weise scheint der Text geradezu vor sich hin zu fließen - und manchmal kennt man sich (zurecht!) in der Zeit- und Handlungsstruktur des Romans überhaupt nicht mehr aus, bevor die einzelnen Fäden am Schluss wieder zusammenfließen. Die jugendliche Sprache ist hier und dort etwas altmodisch, aber im großen und ganzen überraschend natürlich getroffen, sodass ich mich als Mitte-20-Jährige überraschend zuhause gefühlt habe. Bloß, dass der Autor zu lasten der Authentizität beinahe komplett auf Schimpfwörter verzichtet, was der Textästhetik wiederum sehr zu Gute kommt. Während sich der Schreibstil am Anfang noch ungewohnt holprig anfühlt, entwickelte er sich für mich im Lauf des Romans zu einem sanften, fast lyrischen Fluss - ich gewöhnte mich an die Sprache, wie ich mich an den wortkargen, etwas seltsamen Mauser und sein 'Ich' gewöhnte - und die Seiten flogen bloß so dahin, als hätte ich nie etwas anderes getan. Am eindringlichsten fiel mir die großartige Fähigkeit des Autors auf, kleinste Bewegungen und Details in so wenigen Worten und Sätzen zusammenzubringen und trotzdem ein so präzises, natürliches Bild des beschriebenen vor das innere Auge zu projizieren.Ich glaube ich habe noch nie im Leben eine authentischere, natürlichere Darstellung eines Musik-Festivals gesehen bzw. gelesen wie in 'Es war einmal Indianerland' - die Stimmung, die Gerüche, die Eindrücke, die bei einem Festival auf einen einprasseln waren trotz der minimalistischen Beschreibungen so wahnsinnig plastisch, dass man meinen könnte, man stünde direkt hinter Mauser im Matsch.

HANDLUNG ♥♥♥♥

Um der Handlung von 'Es war einmal Indianerland' folgen zu können, muss man dem Buch zunächst etwas Zeit geben. Was wie eine banale, jugendliche Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer psychologisch so authentischen und spannenden Geschichte über einen Jungen, der erst alles verliert - sogar sich selbst - und dann einen Weg findet, sich auf die ein oder andere Art wiederzuholen, was er verloren hat. Dazu bedarf es allerdings zunächst etwas Geduld, denn der Roman gliedert sich nicht nur in zwei Teile, die jeweils einen Entwicklungsstatus des jugendlichen Mauser darstellen, sondern zunächst auch eine scheinbar beliebige Reihenfolge der Kapitel. Wie bei einem Ton- oder Videoband spult die Geschichte im Erzählstrang vor und zurück, mal bloß 24 Stunden, mal drei, vier oder fünf Tage. Zusätzlich finden innerhalb der Kapitel Zeitsprünge im Sinne von nicht gekennzeichneten Erinnerungen statt, sodass man sich den Roman im Großen und Ganzen wie ein riesiges Puzzle vorstellen kann, dass sich erst mit zunehmenden Lesefortschritt nach und nach zusammensetzt. Ab der zweiten Hälfte des Romans hat man bereits ein ganz gutes Gefühl dafür, was wann wie und wo im zeitlichen Ablauf der Handlung geschehen sein muss, um ein kohärentes Ganzes zu ergeben. Dazu ist aber stets die Mitarbeit und das Mitdenken des Lesers gefragt. Wer sich von der chaotischen Reihenfolge der Kapitel frustrieren lässt, wird es eventuell schwer haben, einen Zugang zum Roman zu finden. Generell ist die Geschichte, die Nils Mohl in seinem Roman erzählt, eine tragische und eine sehr spannende, die leider erst Zeit braucht, um so richtig in Fahrt zu kommen. Ich selbst brauchte mindestens 150 von 350 Seiten, um mich überhaupt orientieren zu können. Es fühlt sich ein bisschen an wie die steile Auffahrt bei einer Achterbahn, die unendlich lange zu dauern scheint - doch was danach kommt, ist die Mühe allemal wert!

GESAMTWERTUNG ♥♥♥♥♥

Ich habe 'Es war einmal Indianerland' im Rahmen einer Vorlesung zu Kinder- und Jugendliteratur und deren filmische Adaptionen gelesen und war zugegebenermaßen zunächst skeptisch, ob dieser Roman etwas für mich ist. Schließlich habe mich (un)wissentlich eher auf fantastische Jugendliteratur spezialisiert, weil mir realistische Jugendliteratur oftmals zu sehr unter die Haut geht. 'Es war einmal Indianerland' geht unter die Haut - aber auf eine positive, fast aufputschende Weise. Ich habe mich nicht nur aufgrund der jugendnahen Sprache und der natürlichen, authentischen Beschreibungen wie zuhause gefühlt, sondern auch, weil ich das Gefühl hatte, dass Autor Nils Mohl hier den Nerv meiner Generation trifft. Schließlich war ich, als der Roman 2011 erschien, 17 Jahre alt. Die psychologische Entwicklung der Selbstfindung ist zwar in Mausers Fall ein Extrembeispiel, betrifft aber - mal mehr und mal weniger - jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten. An viele der Gedanken, Gefühle und Probleme, die der Protagonist mit sich selbst hat, kann ich mich noch heute sehr gut erinnern; manche von ihnen sind vielleicht sogar bis heute noch präsent. 'Es war einmal Indianerland' war für mich, wie bereits beschrieben, eine Achterbahnfahrt: Die Geschichte und ihre Sprache haben lange gebraucht, mich für sich zu gewinnen, aber als ich einmal drin war, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Für mich ist dieses Buch eine absolute Empfehlung für jeden, der etwas Mut zur Selbsterprobung hat!

Spannung
Romantik
Humor
Gewalt
Action

- Eure Bücherfüchsin

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S

Rezension zu "Stadtrandritter" von Nils Mohl

Stadtrandritter
Samtpfotevor 2 Jahren

Meine Meinung:
Ich habe mir vor dem Lesen überhaupt kein Bild von "Stadtrandritter" gemacht und wollte mich von diesem Buch einfach nur überraschen lassen. Das ist dem Buch auch sofort gelungen. In viele unterschiedlich lange - zuerst wirr und dann immer logischer angeordnet scheinende - Kapitel gegliedert, macht es dieses Buch dem Leser nicht ganz einfach, es auf Anhieb zu verstehen. Zwischenhalte, Personen, die sich selber vorstellen und einige Seiten Bonusmaterial könnten darauf hin deuten, dass dieses Buch eigentlich ein Film sein will. "Verfilme mich" scheint schon ganz von Anfang zwischen den Zeilen zu stehen. Ich bin mir aber fast sicher, dass diese offensichtliche Provokation eher versucht, mit den Genres zu spielen, als dass der Autor es nötig hat, dieses Buch auf der Leinwand zu sehen. Es ist nämlich schon für sich selbst stehend ganz grosses Kino und ich denke nicht, dass ein Film diesen unendlich vielen Details, Verzierungen und Extras gerecht werden könnte.
Aber was will das Buch dann? Was will der Autor uns damit sagen?
In erster Linie ist "Stadtrandritter" eine epische Geschichte voller Liebe, Verzweiflung, Schmerz und Glaube, die unterhaltsam und atemlos spannend ist und ein unglaublich intimes Bild der jungen Protagonisten zeichnet, so, als würde der Autor genau wissen, von was er schreibt. Dieser Roman hat einen ziemlich hohen Anspruch an den Leser und liest sich deshalb nicht einfach zwischen zwei Meetings, sondern schreit förmlich nach Aufmerksamkeit. Es scheint mir aber so, als würde dieses Buch verstanden werden wollen. Es ist nicht einfach ein Stück Kunst, welches verwirren, verblüffen und schockieren will, es ist ein Stück Kunst mit einem tieferen Sinn, das gelesen, diskutiert, und nicht mehr vergessen werden will.
"Stadtrandritter" von Nils Mohl zeigt uns, dass nichts im Leben immer genau so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und dass jede Gewissheit hinterfragt oder sogar umgangen werden kann. Der Glaube wird in diesem Buch häufig aber nie missionarisch thematisiert. Jede Figur hat eine eigene Auffassung von der Kirche, von Gott und vom Glauben. Dabei geht es aber häufig nicht um einen Glauben im religiösen Sinn, sondern um den Glauben an sich selbst und andere, das Vertrauen auf die eigene Stärke und darauf, dass es für jede noch so vertrackte Situation einen Ausweg geben kann, wenn man nur intensiv genug sucht und bereit ist, Kompromisse zu machen.

Fazit:
"Stadtrandritter" ist der zweite aber für sich stehende Teil der Trilogie Liebe-Glaube-Hoffnung und hat mich so überzeugt, dass ich mir den ersten Teil sofort bestellt habe. Unkonventionell, überraschend und episch lässt dieser Roman den Leser mit der Lust auf mehr zurück.

Zusätzliche Infos:
Autor: Nils Mohl
Taschenbuch: 688 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-499-21614-5

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indianers avatar

Rezension zu "Stadtrandritter" von Nils Mohl

Zwischen Himmel, Hölle und Hochhäusern
indianervor 5 Jahren

Junge trifft Mädchen. Die grundlegendste Sache der Welt ist schon unendlich oft erzählt worden. Doch noch nie so... anders.

Sylvester und Merle sind die Hauptpersonen in "Stadtrandritter" von Nils Mohl. Der unabhängige Fortsetzungsroman von "Es war einmal Indianerland" spielt wieder in einer Hochhaussiedlung, selbstverständlich am Stadtrand. Merle kommt nach einem Auslandsjahr wieder in das Viertel. Sie trifft Sylvester wieder, quasi ihre "Jugendliebe" aus der Konfirmantengruppe. Doch der hat mittlerweile eine andere Freundin: Domino, die beste Freundin seiner verstorbenen Schwester Kitty. Und trotzdem funkt es wieder, die beiden sehen sich bei den "Knappentreffen" in der evangelischen Gemeinde und sind Gruppenleiter der neuen Konfigruppe. Bekannte Figuren wie der Kleingangster Kondor, Mauser und die grundsympathische Edda mischen wieder mit, aber auch neue Persönlichkeiten wie der attraktive, sehr sehr sehr moderne Pfarrer Christian kommen hinzu. Im Laufe des Sommers stellen sich alle Figuren den Problemen und Ängsten ihres Lebens, schlagen sich durch Gefühle, Gedanken, Glaubensfragen und allem, was das Leben noch so für sie bereithält.

Doch das besondere an diesem Buch ist abgesehen von den tiefgründigen Figuren und angesprochenen existenziellen Fragen der Schreibstil.              Da Mohl nicht mehr ganz so stockend, fast stichpunktartig wie im Indianerland schreibt, bekommen seine wunderschönen Wortschöpfungen und Metaphern noch mehr Leben. Die Zeitsprünge geben dem Buch eine Dichte in Handlung und Gefühlen.

Also: kaum Kritikpunkte. Als gute Katholikin sollte ich wohl das Verhalten des Pastors kritisieren, aufschreien, das Buch direkt in die Hölle schicken. Doch wenn man sich als Leser an den unkonventionellen Stellen dieses ohnehin unkonventionellen Buches festbeißt und nicht über sie nachdenkt, verdirbt man sich eines der besten Bücher des Jahres. Und jeder weiß, das bis jetzt noch kein Gott den perfekten Menschen geschaffen hat. Am perfekten Buch sind wir jetzt allerdings schon verdammt nah dran.

 

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Gespräche aus der Community

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www.nilsmohl.de/deinclip

Als Dankeschön gibt es ein Manuskriptseite – ein handschriftliches Unikat!
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Letzter Beitrag von  RosaSarahvor 5 Jahren
gute Idee
Zum Thema
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Vorableserunde

STADTRANDRITTER



Ein Roman über Verlust, Eifersucht, Träume und Enttäuschungen.
Ein Roman über das Erwachsenwerden.
Ein Roman.

Und ein 690-Seiten-Klotz.



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Stadtrandritter ist soeben in den Druck gegangen. Und Rowohlt spendiert
für 25 Testleser sozusagen die ersten Bücher, die dann ausgeliefert
werden. Auf Wunsch auch E-Books (epubs). 10 der Leseexemplare sind für Blogger reserviert – wenn ihr also Blogger seid und euch bewerbt, dann also bitte euren Bloglink nicht vergessen.

Meine Frage:

  • Angenommen, du würdest einen Roman mit dem Titel "Stadtrandritter" schreiben, was dürfte nicht fehlen?

Zugbrücke runter, Helm auf und durch:  Die Antwort ist die Bewerbung. Bis zum 21.9. um 20 Uhr ist Zeit – und am 22.9. ermittelt die Glücksfee, wer sich bald über Post freuen darf.

Ich bin gespannt!

Herzlich

Nils Mohl



__

Buchtrailer:

Hier anschauen.


Klappentext:


- Ein Ausflug in deinen Kopf, das wäre, glaube ich, ein Abenteuer!

"Mädchen trifft Junge wieder. Traum wird Wirklichkeit wird Alptraum. Am Stadtrand, dort, wo die Hochhäuser stehen. Ein Fest wirft seine Schatten voraus, und der Herbst kommt. Laub fällt. Regen, Regen, Regen. Und am Ende gerät die Zeit aus dem Takt, steht die Kirche in Flammen. Ein Kurzschluss? Brandstiftung? Die Folge all der Kreuzzüge, die im Namen von Eifersucht, Trauer, Rache und Überzeugung geführt wurden? Die Frage, die bleibt: Was, wenn sich alle bisherigen Gewissheiten in Rauch auflösen. Woran überhaupt glauben? Mohls neuer Roman, der für sich
stehende zweite Teil seiner Liebe-Glaube- Hoffnung-Trilogie, ist ein
atemberaubendes, genresprengendes Epos, das dem mehrfach preisgekrönten Vorgänger „Es war einmal Indianerland“ in nichts nachsteht."


Nils Mohl, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hamburg. Für seinen letzten Roman «Es war einmal Indianerland» wurde er u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und letztes Jahr mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

__

Mehr über das Buch hier.

Oder auf Facebook hier.

Mehr über die Entstehung des Romans und den Autor hier.
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Letzter Beitrag von  NilsMohlvor 5 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Nils Mohl wurde am 31. Juli 1971 in Hamburg geboren.

Nils Mohl im Netz:

Community-Statistik

in 85 Bibliotheken

auf 16 Wunschlisten

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