Nils Mohl Stadtrandritter

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Inhaltsangabe zu „Stadtrandritter“ von Nils Mohl

– Ein Ausflug in deinen Kopf, das wäre, glaube ich, ein Abenteuer! Mädchen trifft Junge wieder. Traum wird Wirklichkeit wird Albtraum. Am Stadtrand, dort, wo die Hochhäuser stehen. Ein Fest wirft seine Schatten voraus, und der Herbst kommt. Laub fällt. Regen, Regen, Regen. Und am Ende gerät die Zeit aus dem Takt, steht die Kirche in Flammen. Ein Kurzschluss? Brandstiftung? Die Folge all der Kreuzzüge, die im Namen von Eifersucht, Trauer, Rache und Überzeugung geführt wurden? Die Frage, die bleibt: Was, wenn sich alle bisherigen Gewissheiten in Rauch auflösen? Woran überhaupt glauben?

Unkonventionell, überraschend und episch

— Samtpfote
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  • Stadtrandritter

    Stadtrandritter
    Samtpfote

    Samtpfote

    22. April 2016 um 22:35

    Meine Meinung: Ich habe mir vor dem Lesen überhaupt kein Bild von "Stadtrandritter" gemacht und wollte mich von diesem Buch einfach nur überraschen lassen. Das ist dem Buch auch sofort gelungen. In viele unterschiedlich lange - zuerst wirr und dann immer logischer angeordnet scheinende - Kapitel gegliedert, macht es dieses Buch dem Leser nicht ganz einfach, es auf Anhieb zu verstehen. Zwischenhalte, Personen, die sich selber vorstellen und einige Seiten Bonusmaterial könnten darauf hin deuten, dass dieses Buch eigentlich ein Film sein will. "Verfilme mich" scheint schon ganz von Anfang zwischen den Zeilen zu stehen. Ich bin mir aber fast sicher, dass diese offensichtliche Provokation eher versucht, mit den Genres zu spielen, als dass der Autor es nötig hat, dieses Buch auf der Leinwand zu sehen. Es ist nämlich schon für sich selbst stehend ganz grosses Kino und ich denke nicht, dass ein Film diesen unendlich vielen Details, Verzierungen und Extras gerecht werden könnte. Aber was will das Buch dann? Was will der Autor uns damit sagen? In erster Linie ist "Stadtrandritter" eine epische Geschichte voller Liebe, Verzweiflung, Schmerz und Glaube, die unterhaltsam und atemlos spannend ist und ein unglaublich intimes Bild der jungen Protagonisten zeichnet, so, als würde der Autor genau wissen, von was er schreibt. Dieser Roman hat einen ziemlich hohen Anspruch an den Leser und liest sich deshalb nicht einfach zwischen zwei Meetings, sondern schreit förmlich nach Aufmerksamkeit. Es scheint mir aber so, als würde dieses Buch verstanden werden wollen. Es ist nicht einfach ein Stück Kunst, welches verwirren, verblüffen und schockieren will, es ist ein Stück Kunst mit einem tieferen Sinn, das gelesen, diskutiert, und nicht mehr vergessen werden will. "Stadtrandritter" von Nils Mohl zeigt uns, dass nichts im Leben immer genau so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und dass jede Gewissheit hinterfragt oder sogar umgangen werden kann. Der Glaube wird in diesem Buch häufig aber nie missionarisch thematisiert. Jede Figur hat eine eigene Auffassung von der Kirche, von Gott und vom Glauben. Dabei geht es aber häufig nicht um einen Glauben im religiösen Sinn, sondern um den Glauben an sich selbst und andere, das Vertrauen auf die eigene Stärke und darauf, dass es für jede noch so vertrackte Situation einen Ausweg geben kann, wenn man nur intensiv genug sucht und bereit ist, Kompromisse zu machen. Fazit: "Stadtrandritter" ist der zweite aber für sich stehende Teil der Trilogie Liebe-Glaube-Hoffnung und hat mich so überzeugt, dass ich mir den ersten Teil sofort bestellt habe. Unkonventionell, überraschend und episch lässt dieser Roman den Leser mit der Lust auf mehr zurück. Zusätzliche Infos: Autor: Nils Mohl Taschenbuch: 688 Seiten Verlag: Rowohlt Taschenbuch Sprache: Deutsch ISBN 978-3-499-21614-5

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  • Zwischen Himmel, Hölle und Hochhäusern

    Stadtrandritter
    indianer

    indianer

    26. January 2014 um 18:55

    Junge trifft Mädchen. Die grundlegendste Sache der Welt ist schon unendlich oft erzählt worden. Doch noch nie so... anders. Sylvester und Merle sind die Hauptpersonen in "Stadtrandritter" von Nils Mohl. Der unabhängige Fortsetzungsroman von "Es war einmal Indianerland" spielt wieder in einer Hochhaussiedlung, selbstverständlich am Stadtrand. Merle kommt nach einem Auslandsjahr wieder in das Viertel. Sie trifft Sylvester wieder, quasi ihre "Jugendliebe" aus der Konfirmantengruppe. Doch der hat mittlerweile eine andere Freundin: Domino, die beste Freundin seiner verstorbenen Schwester Kitty. Und trotzdem funkt es wieder, die beiden sehen sich bei den "Knappentreffen" in der evangelischen Gemeinde und sind Gruppenleiter der neuen Konfigruppe. Bekannte Figuren wie der Kleingangster Kondor, Mauser und die grundsympathische Edda mischen wieder mit, aber auch neue Persönlichkeiten wie der attraktive, sehr sehr sehr moderne Pfarrer Christian kommen hinzu. Im Laufe des Sommers stellen sich alle Figuren den Problemen und Ängsten ihres Lebens, schlagen sich durch Gefühle, Gedanken, Glaubensfragen und allem, was das Leben noch so für sie bereithält. Doch das besondere an diesem Buch ist abgesehen von den tiefgründigen Figuren und angesprochenen existenziellen Fragen der Schreibstil.              Da Mohl nicht mehr ganz so stockend, fast stichpunktartig wie im Indianerland schreibt, bekommen seine wunderschönen Wortschöpfungen und Metaphern noch mehr Leben. Die Zeitsprünge geben dem Buch eine Dichte in Handlung und Gefühlen. Also: kaum Kritikpunkte. Als gute Katholikin sollte ich wohl das Verhalten des Pastors kritisieren, aufschreien, das Buch direkt in die Hölle schicken. Doch wenn man sich als Leser an den unkonventionellen Stellen dieses ohnehin unkonventionellen Buches festbeißt und nicht über sie nachdenkt, verdirbt man sich eines der besten Bücher des Jahres. Und jeder weiß, das bis jetzt noch kein Gott den perfekten Menschen geschaffen hat. Am perfekten Buch sind wir jetzt allerdings schon verdammt nah dran.  

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  • Stadtrandritter wird 688 Clips – mach mit!

    NilsMohl

    NilsMohl

    24. January 2014 um 09:40

    www.nilsmohl.de/deinclip Als Dankeschön gibt es ein Manuskriptseite – ein handschriftliches Unikat!

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  • Leserunde zu "Stadtrandritter" von Nils Mohl

    Stadtrandritter
    NilsMohl

    NilsMohl

    Vorableserunde STADTRANDRITTER Ein Roman über Verlust, Eifersucht, Träume und Enttäuschungen. Ein Roman über das Erwachsenwerden. Ein Roman. Und ein 690-Seiten-Klotz. Liebe Leserinnen, liebe Leser, Stadtrandritter ist soeben in den Druck gegangen. Und Rowohlt spendiert für 25 Testleser sozusagen die ersten Bücher, die dann ausgeliefert werden. Auf Wunsch auch E-Books (epubs). 10 der Leseexemplare sind für Blogger reserviert – wenn ihr also Blogger seid und euch bewerbt, dann also bitte euren Bloglink nicht vergessen. Meine Frage: Angenommen, du würdest einen Roman mit dem Titel "Stadtrandritter" schreiben, was dürfte nicht fehlen? Zugbrücke runter, Helm auf und durch:  Die Antwort ist die Bewerbung. Bis zum 21.9. um 20 Uhr ist Zeit – und am 22.9. ermittelt die Glücksfee, wer sich bald über Post freuen darf. Ich bin gespannt! Herzlich Nils Mohl __ Buchtrailer: Hier anschauen. Klappentext: - Ein Ausflug in deinen Kopf, das wäre, glaube ich, ein Abenteuer! "Mädchen trifft Junge wieder. Traum wird Wirklichkeit wird Alptraum. Am Stadtrand, dort, wo die Hochhäuser stehen. Ein Fest wirft seine Schatten voraus, und der Herbst kommt. Laub fällt. Regen, Regen, Regen. Und am Ende gerät die Zeit aus dem Takt, steht die Kirche in Flammen. Ein Kurzschluss? Brandstiftung? Die Folge all der Kreuzzüge, die im Namen von Eifersucht, Trauer, Rache und Überzeugung geführt wurden? Die Frage, die bleibt: Was, wenn sich alle bisherigen Gewissheiten in Rauch auflösen. Woran überhaupt glauben? Mohls neuer Roman, der für sich stehende zweite Teil seiner Liebe-Glaube- Hoffnung-Trilogie, ist ein atemberaubendes, genresprengendes Epos, das dem mehrfach preisgekrönten Vorgänger „Es war einmal Indianerland“ in nichts nachsteht." Nils Mohl, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hamburg. Für seinen letzten Roman «Es war einmal Indianerland» wurde er u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und letztes Jahr mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. __ Mehr über das Buch hier. Oder auf Facebook hier. Mehr über die Entstehung des Romans und den Autor hier.

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    • 209
    NilsMohl

    NilsMohl

    24. January 2014 um 09:23
  • Ein Jugendbuch abseits des Mainstream

    Stadtrandritter
    PetitaPapallona

    PetitaPapallona

    04. December 2013 um 15:00

    Ich gehöre ja zu den Menschen, die sehr gerne Jugendbücher lesen. Sicherlich auch weil diese genau für meine Altersklasse gemacht sind. Ich gehöre aber auch zu den Menschen, die sich häufig darüber beschweren, dass  a) die Stories meistens ziemlich einfach gestrickt sind und b) auch die Sprache eher von Klarheit dominiert wird. Stilmittel begegnen mir eher weniger.  Vielleicht ist das ja auch nur mein subjektiver Eindruck durch die vielen Klassiker, die ich für die Schule lesen muss, nur bewerte ich halt ein Buch aufgrund dessen. Stadtrandritter tanzt da aber völlig aus der Reihe. Tiefgründige Themen mit einer sehr vereinfachten aber total zu dem Buch passenden Sprache - ich war komplett begeistert. Ein Jahr lang war Merle weg und als sie wiederkommt hat sich so einiges verändert. Silvesters Schwester Kitty ist gestorben und dieser ist nun mit Domino zusammen. Doch als Merle zurückkommt flammen alte Gefühle und Erinnerungen wieder auf. Immerhin hatten sie einen Kuss zusammen.  Das Themen Glaube und Film waren sehr gut untergebracht, sie waren zwar allgegenwärtig aber nicht zu aufdringlich.  Auch den Schreibstil mochte ich sehr, er passte sehr gut zu den Charakteren und verhinderte, dass die ganze Geschichte zu dramatisch und kitschig wurde.  Das Buch ist auf jeden Fall anders und hat viele verschiedene Fassetten, so wie auch die Charaktere viele verschiedene Seiten haben und man auch nicht immer einverstanden mit ihnen ist (zumindest mir ging es da so).  Ich würde es auf jeden Fall allen empfehlen, die auch mal gerne abseits vom Mainstream lesen und sich auch für etwas ernstere Themen interessieren - speziell in Jugendbüchern.

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  • Stadtrandritter

    Stadtrandritter
    Pixibuch

    Pixibuch

    30. November 2013 um 23:08

    Es wird als Jugendbuch bezeichnet. Dieses Jugendbuch ist aber durchaus auch für Erwachsene geeignet. Das Buch ist im Stil eines Filmscripts geschrieben, was durchaus positiv zu bewerten ist. Stadtrandritter ist der zweiten Teil einer Trilogie. Man braucht nicht unbedingt den ersten Teil gelesen zu haben (Indianerland) um das Geschehen begreifen zu können. Denn im zweiten Teil wird viel erklärt und so ist es überhaupt kein Problem, hier anzufangen. Merle von der Aue und Silvester Lanzen treffen sich nach einem Jahr wieder. Merle hat das ganze Jahr im Ausland verbracht. Inzwischen ist aber Silvester fest mit derälteren Domino zusammen, der besten Freundin seiner Schwester Kitty. Kitty ist gestorben und zwar an einer Gehirnblutung. Silvester und seine Mutter sind der Meinung, dass Kitty gerettet werden hätte können, wenn ihr die anderen rechtzeitig geholfen hätten. Silvesters Mutter ist völlig neben der Kappe, sie nimmt Tabletten zur Beruhigung, seit Kitty tot ist. Kittys Freund hat bis jetzt bei den Lanzen gewohnt, hat auch eine Beziehung mit der Mutter gehabt, doch nun  ist er verschwunden, fort. Niemand hat ihn mehr gesehen. Hier wird das Leben in einem Vorort von Hamburg beschrieben, wo die sozial schwachen in riesigen Bienenwaben, sprich Hochhäusern, mit kleinen Zimmern und verdreckten Eingängen wohnen. Kotzübel. Es wird von Bross III erzählt, der Inhaber eines Getränkeladens ist und hier das Sagen hat. Er schreckt vor nichts zurück. Da gibt es auch noch Kondor, er ist wohnsitzlos und lebt in einem Autowrack. Wegen einer undurchsichtigen Geschichte fackelt Boss III nicht lange und säbelt Kondor einen Finger weg. Da sind die Zwillinge, minderbegabt, aber immer zur Stelle, wenn es was zu machen gibt, was nicht legal ist. Merle und Silvester sind in er kirchlichen Jugendgruppe. Deren Leiter ist der Pastor Christian. Der aber läßt keine Gelegebnheit aus, Merle zu begrabschen und der Merle gefällt dies auch noch. Sie gehen auf die Konfirmantenfreizeit, wo alles eskaliert. Plötzlich ist Kittys Kater Prinz verschwunden und ein paar Tage später der Hund Lümmel von Bross III. Silvester wird von Bross und dessen Clique unsagbar mißhandelt. Näher will ich hier auf das Thema nicht eingehen. In dem Buch ist es Spätsommer, dann Herbt, Es regnet und regnet und regnet, was der Stimmung hier gerecht wird. Eigentlich will ich hier nicht mehr verraten. Aber der Ausgang ist nichg so happy. Dieses Buch  hat viel Tiefe und erfordert totale Konzentration. Man kann es nicht so schnell zwischen Türe und Angel lesen. Aber man erfährt hier sehr viel. Ich persönlich kann nur sagen, dass das Lesen von Stadtrandritter eine totale Bereicherung ist.

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  • Stadtrandritter

    Stadtrandritter
    Blaustern

    Blaustern

    21. November 2013 um 21:14

    Merle von Aue ist wieder da und arbeitet in der Eisdiele. Ein Jahr lang war sie im Ausland, um Erfahrungen zu sammeln. Nun trifft sie Silvester wieder, den sie nach einem Kuss nie wirklich vergessen konnte. Doch Silvester hat schon seit einiger Zeit eine Freundin. Domino. Sie ist die beste Freundin seiner verstorbenen Schwester Kitty. Der Tod von Kitty hat Silvester schwer getroffen. Auch seine Mutter kommt mit dem Verlust ihrer Tochter nicht klar. Derweil sucht Silvester nach Kittys verschwundener Katze und macht dabei Entdeckungen, die zu ihrem Tode führten. Außerdem ist Silvester oft in der Kirchengemeinde zu finden, wo sich eine große Katastrophe zusammenbraut. „Stadtrandritter“ ist ein ganz außergewöhnliches Buch, ein Buch in der Art, wie ich es noch nie gelesen habe. Die Kapitel, hier werden sie Aventiuren genannt, sind hier nicht zusammenhängend geordnet, sondern kunterbunt durcheinander und auch von der Länge her sehr unterschiedlich. Anfangs war das Durchblicken etwas schwierig, aber dann gut zu verstehen. Ein Buch zum Nebenbeilesen ist es allerdings nicht. Die Geschichte wird teils aus Merles, teils aus Silvesters Perspektive erzählt, wobei Silvesters Part durchweg spannend ist und Merle vielmehr von Beziehungen spricht. Die Aufmachung des Buches mit dem eingefügten Bonusmaterial ist sehr interessant. Thematisch geht es um Liebe, Trauer und an den Glauben an sich selbst, denn aus jeder noch so verzweifelten Situation gibt es irgendeinen Ausweg. Nichts scheint so zu sein, wie es aussieht. Die Charaktere sind glaubhaft menschlich beschrieben, so kann man auch hier nicht bei jedem Protagonisten ins Gedächtnis gucken. Das lässt sie rätselhaft bleiben. „Stadtrandritter“ ist der zweite Band der Trilogie und unterhaltsam mit einem tieferen Sinn.

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  • Das Thema ist nicht Glaube, eher Unglaube

    Stadtrandritter
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    15. November 2013 um 18:55

    Geschafft! Endlich geschafft! Mit viel Disziplin und einer ganzen Reihe anderer Bücher zum "Mut anlesen" zwischendrin. Dieses Buch hat auf alle Fälle gute Chancen, sich unter die größten Katastrophen der letzten dreißig Jahre einzuordnen - und dabei einen guten Platz zu schaffen. Man sollte sich nicht für Bücher bewerben, zu denen es keine Leseprobe gibt. Das war ein Fehler, und ich habe es schon bitter bereut. Die Sprache ist das eine. Ich habe nichts gegen Programmcode, aber alles an seinem Platz; ich halte auch Adjektive nicht für das Wichtigste am Schreiben, aber wenn sie so selten sind, daß das einem Ereignis gleichkommt, ist das für mich nicht mehr reizvoll. Anspruchsvolle Bücher liebe ich, darin kann ich mich vertiefen. Aber der Anspruch sollte sich auch auf den Inhalt erstrecken und nicht alle möglichen Irrungen und Wirrungen glorifizieren - und nebenher nur noch Luftblasen bieten. Der Pastor, eine der Hauptpersonen im Buch, predigt auf einer Beerdigung(!), die Trauer soll die LebensWUT wecken (S. 200)! Wer hat denn schon solchen Blödsinn gehört? Eine Beerdigung ist die beste Möglichkeit, die Teilnehmer darauf aufmerksam zu machen, daß auch ihr Leben ein Ende hat und sie sich darauf vorbereiten müssen, für das, was sie getan haben, Rechenschaft abzulegen. Stattdessen ist die wiedergegebene Predigt leerer als Luft. Erschreckend! Der Pfarrer raucht (S. 348 u.a.), trinkt (S. 273 u.a.), benimmt sich auf sexueller Ebene völlig daneben (S. 258 und vor allem am Schluß) - aber erdreistet sich trotzdem, sich als Vertreter Gottes auf Erden betrachten zu lassen. Seine Predigten sind leer, die Gute Botschaft kommt nicht vor. Dieser Mann hat offensichtlich überhaupt keine Ahnung vom Inhalt des Evangeliums. Die Protagonistin Merle kommentiert über den Pastor: "Ein Erwachsener, bei dem man nicht sieht, wie sich der Aufziehschlüssel im Rücken dreht (S. 214)." Gemeint ist es sicherlich nicht, aber ich verstehe es so, daß man den Schlüssel nur nicht sieht. Denn dieser Pastor hat offensichtlich seinen Beruf nicht verstanden und wäre besser etwas ohne Kundenkontakt geworden. Als Zeichen dafür findet in dieser Gemeinde (gibt es da keine Presbyter, Gemeindeälteste oder was auch immer?) der Konfirmandenunterricht nur einmal im Monat statt. Das dann sicherlich auch nur ein Jahr lang, was den kirchlichen Unterricht auf eine handvoll Stunden insgesamt zusammenschrumpfen läßt. Wie sollen auf diese Art verantwortliche Gemeindeglieder erzogen werden? Was aber wohl auch nicht die Absicht ist, denn es wird sich lustig gehengelassen. Man gewinnt nicht den Eindruck, hier wird Evangelium verdeutlicht oder auch nur verkündigt. Manche Szenen haben mich fatal an "Der Agent des Satans" von Mike Warnke erinnert, ein Tatsachenbericht, bei dem man frösteln kann. Genau auf dieser Ebene bewegt sich dieses Buch. Die "Stadtrandritter" sind gar keine Ritter. Der Name kommt vom Tisch im Büro des Pastors, und Ritter werden außer ein paarmal in Bezug auf die Jugendmitarbeiter nur am Ende kurz erwähnt. Aber der Pastor ist auch kein richtiger Pastor, kein Hirte der Schafe. Er vertritt eher die ältere Generation, die den Sinn im Leben noch nicht entdeckt hat. Das ganze Buch ist ein Irrlicht. Es soll um Glauben gehen, aber es kommt keiner vor. Nur Kleingangster, die andere quälen, in Kirchengebäuden und sonstwie saufende und rauchende Jugendliche, aus dem Ruder laufende Veranstaltungen und was man sich sonst noch vorstellen kann, um anständige Eltern zu verschrecken. Eine heiße Empfehlung von mir, dieses Buch nicht zu lesen!

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  • Stadtrandritter

    Stadtrandritter
    Samtpfote

    Samtpfote

    15. November 2013 um 14:29

    Stadtrandritter - Nils Mohl   Beschreibung:  Feuer, Eifersucht und Glaube, fühlt es sich so an, erwachsen zu werden? Ein Ausflug in deinen Kopf, das wäre, glaube ich, ein Abenteuer! Mädchen trifft Junge wieder. Traum wird Wirklichkeit wird Alptraum. Am Stadtrand, dort, wo die Hochhäuser stehen. Ein Fest wirft seine Schatten voraus, und der Herbst kommt. Laub fällt. Regen, Regen, Regen. Und am Ende gerät die Zeit aus dem Takt, steht die Kirche in Flammen. Ein Kurzschluss? Brandstiftung? Die Folge all der Kreuzzüge, die im Namen von Eifersucht, Trauer, Rache und Überzeugung geführt wurden? Die Frage, die bleibt: Was, wenn sich alle bisherigen Gewissheiten in Rauch auflösen. Woran überhaupt glauben?   Inhalt: Merle von Aue und Silvester Lanzen. Merle mag Silvester, Silvester ist mit Domino zusammen und mag Merle, eine Ausgangslage, die für alle Beteiligten nicht ganz einfach ist. Aber eigentlich geht es ja gar nicht um die grosse Liebe, sondern ist viel komplizierter. Da ist nämlich auch noch Kitty, Silvesters Schwester, deren Tod ihn komplett aus der Bahn geworfen hat und die er schmerzlich vermisst. Nur langsam findet er wieder in sein Leben zurück und muss sich dabei ständig Sorgen um seine Mutter machen, die mit dem Verlust ihrer Tochter noch immer nicht klar kommt. Die Mitarbeiter der Kirchgemeinde, die sich als Anspielung an mittelalterliche Tafelrunden Knappen nennen, sind Merle und Silvester eine grosse Hilfe. Die Jugendarbeit gibt ihrem Leben Strukturen und Verantwortung und darum ist es gar nicht so schlimm, wenn man manchmal mitten in der Nacht und einsam auf einem Hochhausdach am Stadtrand sitzt, weil man nicht weiss, wohin man sonst gehen soll. Als wäre alles nicht schon genug verstrickt, ist da auch noch Kondor, der - vielleicht, vielleicht aber auch nicht - etwas mit dem rätselhaften Verschwinden von Kittys Katze zu tun hat und dessen zwielichtige Vergangenheit ihn immer wieder einholt. Meine Meinung: Ich habe mir vor dem Lesen überhaupt kein Bild von "Stadtrandritter" gemacht und wollte mich von diesem Buch einfach nur überraschen lassen. Das ist dem Buch auch sofort gelungen. In viele unterschiedlich lange - zuerst wirr und dann immer logischer angeordnet scheinende - Kapitel gegliedert, macht es dieses Buch dem Leser nicht ganz einfach, es auf Anhieb zu verstehen. Zwischenhalte, Personen, die sich selber vorstellen und einige Seiten Bonusmaterial könnten darauf hin deuten, dass dieses Buch eigentlich ein Film sein will. "Verfilme mich" scheint schon ganz von Anfang zwischen den Zeilen zu stehen. Ich bin mir aber fast sicher, dass diese offensichtliche Provokation eher versucht, mit den Genres zu spielen, als dass der Autor es nötig hat, dieses Buch auf der Leinwand zu sehen. Es ist nämlich schon für sich selbst stehend ganz grosses Kino und ich denke nicht, dass ein Film diesen unendlich vielen Details, Verzierungen und Extras gerecht werden könnte. Aber was will das Buch dann? Was will der Autor uns damit sagen? In erster Linie ist "Stadtrandritter" eine epische Geschichte voller Liebe, Verzweiflung, Schmerz und Glaube, die unterhaltsam und atemlos spannend ist und ein unglaublich intimes Bild der jungen Protagonisten zeichnet, so, als würde der Autor genau wissen, von was er schreibt. Dieser Roman hat einen ziemlich hohen Anspruch an den Leser und liest sich deshalb nicht einfach zwischen zwei Meetings, sondern schreit förmlich nach Aufmerksamkeit. Es scheint mir aber so, als würde dieses Buch verstanden werden wollen. Es ist nicht einfach ein Stück Kunst, welches verwirren, verblüffen und schockieren will, es ist ein Stück Kunst mit einem tieferen Sinn, das gelesen, diskutiert, und nicht mehr vergessen werden will. "Stadtrandritter" von Nils Mohl zeigt uns, dass nichts im Leben immer genau so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und dass jede Gewissheit hinterfragt oder sogar umgangen werden kann. Der Glaube wird in diesem Buch häufig aber nie missionarisch thematisiert. Jede Figur hat eine eigene Auffassung von der Kirche, von Gott und vom Glauben. Dabei geht es aber häufig nicht um einen Glauben im religiösen Sinn, sondern um den Glauben an sich selbst und andere, das Vertrauen auf die eigene Stärke und darauf, dass es für jede noch so vertrackte Situation einen Ausweg geben kann, wenn man nur intensiv genug sucht und bereit ist, Kompromisse zu machen. Fazit: "Stadtrandritter" ist der zweite aber für sich stehende Teil der Trilogie Liebe-Glaube-Hoffnung und hat mich so überzeugt, dass ich mir den ersten Teil sofort bestellt habe. Unkonventionell, überraschend und episch lässt dieser Roman den Leser mit der Lust auf mehr zurück. Zusätzliche Infos: Autor: Nils Mohl Taschenbuch: 688 Seiten Verlag: Rowohlt Taschenbuch Sprache: Deutsch ISBN 978-3-499-21614-5

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  • Stadtrandritter (Nils Mohl)

    Stadtrandritter
    LieLu

    LieLu

    14. November 2013 um 11:16

    Rowohlt Taschenbuchverlag Der Autor Nils Mohl wurde 1971 geboren und lebt mit seiner Familie in Hamburg im Stadtteil Jenfeld. Er hat einen Sohn und zwei Töchter. Nach seinem Studium arbeitete er unter anderem im Baugewerbe, im Einzelhandel und der Logistikbranche. Er unterrichtete auch als Dozent an der Universität Hamburg. Derzeit ist er Angestellter in einer Reklamefirma. Er besitzt zudem einen Campingwagen auf der Nordseeinsel Amrum. Sein Debüt feierte er mit Es war einmal Indianerland. Ein Ausflug in deinen Kopf, das wäre, glaube ich, ein Abenteuer. Als Silvesters Schwester Kitty stirbt, kann ihm niemand helfen. Nicht seine Mutter, die der Unfall genauso mitnimmt, nicht seine Freundin Domino, nicht Kittys Freund Borzag. Niemand. Silvester flüchtet sich in Gedanken um den Tod Kittys … Dann ist da noch Merle, sie taucht nach einem halben Jahr nichts-von-sich-hören-lassen, in Silvesters Leben wieder auf und bringt seine Gefühle völlig durcheinander. Eigentlich ist er doch mit Kittys bester Freundin Domino zusammen. Silvester verbringt viel Zeit in der Kirchgemeinde, wo auch Merle des Öfteren auftaucht. Domino kann das gar nicht verstehen. Pastor Kamp ist Seelentröster und Freund. Doch dann kommt Merle die Idee für ein Fest… Fazit Ein unglaublich schnelllebiges Buch, welches im Drehbuchformat geschrieben ist. Oft nur in Gedankenstrichen, nicht in Sätzen. Der Schreib- und Erzählstil ist so schnell, dass der Lese teilweise das Gefühl hat nicht hinterher zu kommen. Das ist einerseits faszinierend, andererseits auch ein wenig verwirrend. Dazu kommen die Personen, die man erst einmal zuordnen muss. Das auf den ersten Blick etwas retro wirkende Cover ist sehr interessant und passt sowohl zum Titel, als auch zum Inhalt. Die Hochhäuser symbolisieren vielleicht die Anonymität der Stadt, in welcher sich kaum einer, außer Silvester für Kittys Tod interessiert. Die Kreuze symbolisieren diesen Tod. Pink und Lila zeigen die Großstadt, die mit ihrem Wirken, ihrer Lautstärke und Abgedrehtheit nun noch stärker auf Silvester hereinbricht. Interessant sind auch die Unterteilungen der Kapitel in Aventuiren, welches die mittelhochdeutsche Bezeichnung für „Abenteuer“ sind. Ein tolles Buch, welches durch seine Schnelllebigkeit überzeugt, mich jedoch an einigen Stellen gehörig durcheinander brachte.

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  • Erwachsen werden?

    Stadtrandritter
    LarsGunmann

    LarsGunmann

    03. November 2013 um 18:16

    Stadtrandritter von Nils Mohl ist der zweite Teil seiner »Liebe Glaube Hoffnung«-Trilogie. Dass man zum Verständnis den ersten Teil nicht gelesen haben muss, kann ich so unterschreiben. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, und hatte keine Verständnisprobleme. Die Geschichten sind somit wohl voneinander abgekoppelt, allerdings treten Charaktere aus dem ersten Buch »Es war einmal Indianerland« auch in »Stadtrandritter« auf. Ein Mehrwert also, für Leser des ersten Bandes. So viel sei schon gesagt: »Es war einmal Indianerland« (ausgezeichnet mit dem Jugendliteraturpreis 2012) steht ganz oben auf meinem Bücher-Wunschzettel. Das aber nur zur Einleitung. Da ich Bücher nicht zum Zeit totschlagen brauche, sondern die Zeit meistens mich tot schlägt, bin ich immer auf der Suche nach besonderen Geschichten und Romanen, die ja, das gewisse Etwas haben. In der Erwachsenenliteratur findet man auf der einen Seite oft pseudoliterarisches, abgehobenes Zeug, bei dem sich Kritiker und Autoren gegenseitig die Schultern tätscheln, und auf der anderen Seite jede Menge Bücher, die alle nach ähnlichem Schema gestrickt sind. Ich will jetzt nicht sagen, dass man in der Erwachsenenliteratur keine besonderen Bücher finden kann, nein, zum Glück ist dem nicht so. Nein, ich denke vielmehr, dass es in der Jugendliteratur einfacher ist, solche Bücher zu finden. Ja, ich denke, hier wird es eher »geduldet« wenn anspruchsvoll und unterhaltsam nicht als Gegensatz auftreten. Worum geht es in Stadtrandritter? Merle von Aue und Silvester Lanzen treffen sich wieder und es funkt zwischen den beiden. Silvester hat jedoch schon eine Freundin, und auch Merle wird von anderen männlichen Wesen nicht ignoriert. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus Merle- und aus Silvester-Perspektive erzählt, ungewöhnlicherweise im Präsens. Merle ist dabei eine Ich-Erzählerin, die Silvester im Text mit du ansprichst. Auch dass die wörtliche Rede nicht in Anführungszeichen steht, sondern lediglich mit einem Gedankenstrich, ist zunächst etwas ungewöhnlich, aber kein Hindernis in die Geschichte zu finden. Schon am Anfang nimmt das Buch dabei vorweg, dass die Geschichte auf eine große Katastrophe hinausläuft, auf den Brand der Kirche. Hier hat Nils Mohl seinen Figuren immer wieder Streichhölzer und Feuerzeuge in die Hand bzw. Taschen gesteckt, in Wahrheit spielen die Charaktere aber ganz anders mit dem Feuer. Silvester, dessen Kapitel bis kurz vor Ende denen von Merle immer etwas voraus sind, ist auf der Suche nach der verschwundenen Katze seiner toten Schwester Kitty. Dabei entdeckt er neue Einzelheiten über die Geschehnisse, die zu Kittys Tod führten, und droht sich selbst in einem Rachefeldzug zu verlieren. Während Silvester also die Spannung über das ganze Buch hinweg aufrechterhält (nicht selten gibt es einen Cliffhanger), behandeln Merles Kapitel eher die Liebesgeschichte zwischen ihr und Silvester, sowie die Geschehnisse in der Jugendgruppe der Gemeinde. Das wird so geschickt erzählt , dass man hinterher bei Merle oft interessante Details erfährt, die zuvor bei Silvester nur angedeutet wurden, oder man Antworten auf zuvor aufgekommene Fragen erhält – dramaturgisch sehr gelungen. In beiden Zeitebenen eine wichtige Nebenfigur: Der so gut wie obdachlose Kondor (es sei denn, man betrachtet ein Autowrack als ein Zuhause), der Schwierigkeiten magisch anzuziehen scheint. Immer wieder gibt es Anspielungen auf alte Sagen, z.B. die Artus-Legende, so dass das Thema »Märchen und Abenteuer« schön die ganze Geschichte durchsetzt. Gefallen hat mir auch die ganze Aufmachung des Buches, so findet man die Zeichen für Play, Pause, Stopp und Spulen an den passenden Stellen, nachgestellte Szenen und Bonusmaterial unterbrechen hier und da die Aventiuren (wie die Kapitel hier genannt werden), geben Zusatzinfos oder führen die Geschichte aus einer anderen Perspektive (z.B. aus Kondors) weiter. Stadtrandritter stellt einige Fragen, auch die nach dem Glauben. Ist es wirklich so, dass jemand an nichts glaubt, nur weil er es behauptet? Auf der einen Seite ist da Pfarrer Kamp, der modern und sympathisch wirkt, auf der anderen Seite Brand III, der Getränkebasarinhaber, für den eine ganze Bande inklusive Kondor TÜV-Plaketten klaut, und der einen Loyalitätsbruch nicht ungesühnt lässt. Doch die beiden repräsentieren nicht Gut und Böse, denn so harmlos die Geschichte anfängt, so differenziert endet sie, denn schließlich hat jeder Mensch seine guten und schlechten Seiten. Somit kann ich Stadtrandritter nur empfehlen, und ich finde es immer noch unglaublich, dass dieses Buch fast 700 Seiten hat. Die vergehen fast wie im Flug, während ich schon Bücher gelesen habe, bei denen nicht mal 300 bzw. sogar 100 Seiten zu viel waren. »Indianerland« muss ich daher unbedingt nachholen, und ich bin auch schon auf den dritten Teil gespannt. Ich dachte mir, was könnte Nils Mohl außer Rittern und Indianern wohl noch so als Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen thematisch einbauen, was würde in seine Zeit passen. Ich hatte da so eine Idee, und glaube auf der Homepage des Autors bestätigt worden zu sein, aber ich lass mich auch gerne überraschen. Erwachsen werden kann so einiges bedeuten. Auf solche Bücher verzichten? Sicher nicht!

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  • Liebe

    Stadtrandritter
    Sweetybeanie

    Sweetybeanie

    30. October 2013 um 09:33

    "Stadtrandritter" ist der nachfolgende Band nach "Es war einmal Indianerland". Sylvester und Merle haben sich ein Jahr lang nicht gesehen, doch nun steht sie wieder vor ihm und die alten Gefühle melden sich zurück. Doch Silvester ist schon mit Domino zusammen und Merle möchte gerne eine ernsthafte Beziehung. Doch es geht nicht nur um die Liebe, man trifft viele interessante Personen in der Geschichte von Nils Mohl, man erfährt viel über die Gefühle und Gedanken der einzelnen Charaktere und wird so schnell in die Geschichte mit einbezogen. Der Aufbau der Geschichte war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nach einer Weile hatte ich mich daran gewöhnt. Das Cover ist richtig schön knallig gestaltet, gefällt mir gut, fällt ins Auge. FAZIT: Eine schöne Geschichte, die mir nach anfänglichen Startschwierigkeiten richtig gut gefallen hat. Kann ich nur weiterempfehlen

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  • Ein wundervolles Buch

    Stadtrandritter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Inhalt Nachdem Merle von Aue ein Jahr lang im Ausland war, um Neues zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln, jobbt sie wieder in der Eisdiele und trifft auch wieder auf Silvester Lanzen. Silvester, den sie vor vielen Jahren geküsst hatte - eine Erinnerung, die sie nicht vergessen kann. Doch Silvester hat unterdessen eine neue Freundin: Domino, die beste Freundin seiner verstorbenen Schwester Kitty, deren Tod ein tiefes Loch in sein Leben gerissen hat. Silvester ist häufig bei den Knappen, also der Kirchgemeinde. Der Pastor Kamp, welcher sehr attraktiv und sportlich ist und sich so gar nicht wie ein üblicher Pastor verhält, ist gleichzeitig Seelentröster und Freund. Auch Merle ist hin und wieder bei den Knappen-Treffen mit von der Partie. Schließlich hat sie die Idee für ein Fest... Meinung "Stadtrandritter" von Nils Mohl ist definitiv ein Buch, das anders ist, anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Es ist ein Buch, dass sich in keine Schublade pressen lässt und davon nur profitieren kann.  Obwohl die Kapitel - eigentlich Aventiuren - keineswegs chronologisch aufeinander folgen, sondern der Leser stets umhergewirbelt wird, war ich an keiner Stelle verwirrt. Eine kleine Einlesezeit war wie bei jedem anderen Roman notwendig - mehr jedoch nicht. Schnell habe ich mich zurecht gefunden. Besonders hat mir gefallen, dass die Charaktere stets geheimnisvoll blieben und nicht bis ins Detail beschrieben wurden - denn das ist für diese wundervolle Geschichte auch nicht von Nöten. Sämtliche Aktionen und Reaktionen sind dennoch nachvollziehbar für mich als Leser.  Fazit Das Buch ist definitiv empfehlenswert, denn es beschert nicht nur schöne, tiefsinnige und kurzweilige Lesestunden, nein, die Lektüre ist wirklich eine kleine Bereicherung für den Alltag. Daher klare 5/5 Sterne von mir!

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    NilsMohl

    NilsMohl

    23. October 2013 um 21:30
    Ein LovelyBooks-Nutzer schreibt "Stadtrandritter" von Nils Mohl ist definitiv ein Buch, das anders ist, anders als alles, was ich bisher gelesen habe.

    Was für ein Kompliment. Ich freu mich!

  • Ein Roman, der in keine Schublade passt.

    Stadtrandritter
    MrsAmy

    MrsAmy

    23. October 2013 um 08:28

    Merle von Aue trifft Silvester Lanzen. Ein Jahr war sie fort, im Ausland, hat Erfahrungen gesammelt. Jetzt jobbt sie wieder nebenbei in der Eisdiele. In der Erinnerung ein Kuss mit Silvester vor vielen Jahren – ohne Bedeutung? Silvester derweil ist seit über einem Jahr mit Domino zusammen. Der besten Freundin seiner verstorbenen Schwester Kitty. Ihr Tod hat ein Loch ins Leben gerissen – bei ihm, Domino und seiner Mutter – mancher tänzelt am Rand. Wenn Silvester nicht zur Schule geht und nicht bei Domino ist, dann ist er bei den Knappen – der Kirchgemeinde. Kamp, der ungemein attraktive und sportliche Pastor, leitet dieselbe – ist Seelentröster, Freund – weniger, wie man sich einen Pastor gemeinhin so vorstellt. Auch Merle kommt nun manchmal zu den Knappentreffen oder auch zum Kinoabend. Sie pflanzt die Idee eines Festes – Höhepunkt und Untergang zugleich. Nils Mohls Roman „Stadtrandritter“ ist kein gewöhnliches Buch. Es ist anders, verweigert sich jeder Schublade und hat viele Facetten. Der Rezipient wird in ein buntes Kaleidoskop aus Personen und Lebenswegen geworfen. Bleibt sich aber nie selbst überlassen. Die Zeit ist relativ. Die Kapitel – hier: Aventiuren – folgen nicht chronologisch aufeinander. Vor, zurück, kein Stillstand  – doch bei allem kommt keine Verwirrung auf, nach kurzer Orientierung findet man sich im Strom der Zeit zurecht. Die Charaktere sind nicht immer klar gezeichnet, dabei erscheint dies nie als Mangel, sondern eher als Tribut ans Leben, an den Menschen, dessen Charakter auch niemals vollständig zu erkennen sein wird. Die Zeitspanne des Romans ist an sich nicht groß – das Ende eines Sommers und der Herbst. Und doch pulsiert es vor Leben. Um was es geht? Das ist schwer zu sagen. Natürlich um Liebe, aber um die eine große? Eher nicht. Um Familie – ja auch, vor allem aber um das satte Leben, dessen Wege keiner vorhersehen kann – besonders nicht, wenn man gerade erst 17 Jahre alt ist.

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  • Leserunde zu "Es war einmal Indianerland" von Nils Mohl

    Es war einmal Indianerland
    NilsMohl

    NilsMohl

    "Stell dir vor, du bist 17 und lebst in den Hochhäusern am Stadtrand. Der Sommer ist heiß. Es ist Mittwochnacht, als dir Jackie den Kopf verdreht. Im Freibad. Fuchsrotes Haar. Sandbraune Haut. Stell dir vor, wie dir die Funken aus den Fingern sprühen vor Glück. Und plötzlich fliegt die Welt aus den Angeln: Zöllner erwürgt seine Frau. Edda, die 21-Jährige aus der Videothek, stellt dir nach. Mauser steigt mit Kondor in den Ring. Immer wieder meinst du, diesen Indianer mit der Adlerfederkrone zu sehen. Und dann zieht zum Showdown ein geradezu biblisches Gewitter auf – fühlt es sich so an, erwachsen zu werden?" Das ist der Klappentext. Und der Roman, der in der Sparte "Jugendbuch" bei Rowohlt erschienen ist, sollte für mich u. a. immer auch wie eine Art Fibel funktionieren, in der man auch mit 27, 47, 67 und so weiter lesen kann, um noch einmal zu erleben, wie sich das anfühlt, 17 zu sein. Also: WIE IST, WAR ODER WIRD DAS MIT 17? Das ist die Preisfrage. Und wer Lust hat, Testleser zu werden, mitzudiskutieren und eine Rezension am Ende zu schreiben, darf die jetzt beantworten. 17 Exemplare gibt es zu gewinnen. Ich bin gespannt! Achso: Und am 7.9. werden die Gewinner ermittelt …

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