Tod eines Investmentbankers

von Nils Ole Oermann 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Tod eines Investmentbankers
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Inhaltsangabe zu "Tod eines Investmentbankers"

Die Auswüchse der Finanzwirtschaft gefährden seit Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren unseren Wohlstand und unsere Sicherheit. Dafür mitverantwortlich war ein Kulturwandel in den Finanzinstituten, durch den die Mentalität des Investmentbankings führend wurde. Ausgehend von dem bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückten Deutsche Bank-Vorstand Edson Mitchell erzählt Nils Ole Oermann am Beispiel der Deutschen Bank, wie sich dieser Kulturwandel vollzog. Unter Mitchells Führung stieg die Deutsche Bank Mitte der 1990er-Jahre von einem zweitklassigen Marktteilnehmer zum Global Player im Investmentbanking auf – mit Folgen, die noch heute spürbar sind, für die Deutsche Bank und weit darüber hinaus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783451069093
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Verlag Herder
Erscheinungsdatum:17.09.2018

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    uwemetzs avatar
    uwemetzvor 6 Jahren
    Über den Feuerring der Finanzbranche

    Ich habe Nils Ole Oermanns Sittengeschichte der Finanzbranche mit großer Faszination gelesen. Sein Wissen über den Feuerring der Finanzwelt ist profund.

    Der rote Faden im Buch ist die Person Edson Mitchells, der bei einem Absturz seines Privatflugzeugs verunglückte. Mitchell gehörte dem Vorstand der Deutschen Bank an und brachte den bis dato dort unterentwickelten Zweig des Investmentbankings auf Touren und "The Deutsche" an die Spitze. Das Buch schildert jedoch nicht das Leben Mitchells - das war zunächst meine Erwartung und die wird auch durch den Titel angeregt. Sondern es geht tatsächlich um ein Sittenbild des Bankwesens bzw. des Investmentsbereichs. Was dort geschieht, wirkt, als besuchte man einen anderen Planeten, dessen Bewohner uns zwar in vielerlei Hinsicht gleichen, aber letzten Endes ohne wirkliche Gemeinsamkeit mit uns sind.

    Die Faszination des Buches ging für mich von diesem Umstand aus. Die Finanzwelt ist ohne Gemeinsamkeit mit der Welt. Ich konnte nun verstehen, warum im Bankenwesen nach der Wirtschaftskrise kein Umdenken stattfindet. Weil kein Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und der Finanzbranche existiert. Da es diesen Zusammenhang nicht gibt, können Zusammenbrüche, Wirtschaftskrisen und Finanztsunamis auch zu keinem Umdenken führen. Ohne Verantwortungsgefühl keine Rechenschaft, keine Einsicht.

    Manko des Buches ist für mich, dass Oermann zwar mit großem Engagement schreibt und als Autor in seinen Zeilen für mich sichtbar ist - das empfand ich als sehr sympathisch. Stilistisch aber zeigt "Tod eines Investmentbankers" Mängel: Zu lange Sätze; der Autor überfüllt seine Passagen nicht selten. Ungeschickt gesetzte Klammern, Relativsätze, die man hätte besser auflösen sollen und hier und da Sprünge in der Gedankenführung, die offenbar auch das Lektorat von Herder übersprang. Dass die Lesbarkeit des Buches nicht im Vordergrund stand, zeigt auch der Umstand, dass englische Passagen nicht übersetzt wurden; In die Welt und Sprachwelt der Finanzbranche einzutauchen ist kein einfaches Geschäft, auf Englisch allemal. Hier hätte man sich mit Fußnoten behelfen können.

    Trotzdem ist "Tod eines Investmentbankers" die Lektüre wert. Engagement und Kenntnis machen es zu einem wirklich bereichenden Buch.





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