Nina Böhmer

 3,5 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Nina Böhmer

Nina Böhmer, Jahrgang 1992, ist in Brandenburg geboren und aufgewachsen. Nach der Schule machte sie ihren Abschluss als staatlich anerkannte Sozialassistentin, arbeitet danach für einen Pflegedienst und begann 2012 ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Seitdem arbeitet sie in Berliner Krankenhäusern. Nina Böhmer wusste schon als Kind, dass sie einmal einen Beruf ausüben wollte, mit dem sie Menschen hilft. Heute wünscht sie sich nichts mehr, als dass der Staat sich stärker für das Gesundheitssystem und ihren Berufsstand einsetzt. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde sie durch ihre Wutbotschaft »Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken«, die sie am 23. März 2020 auf Facebook postete.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nina Böhmer

Neue Rezensionen zu Nina Böhmer

Cover des Buches Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken (ISBN: 9783749900923)C

Rezension zu "Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken" von Nina Böhmer

Auf den Punkt gebracht
Claudi73vor 8 Monaten

Euren Applaus könnt ihr Euch sonst wo hin stecken 

Vorab: Ich habe bevor ich es angefangen habe zu lesen , die paar Kurz Rezensionen gelesen und konnte teilweise nur mit dem Kopfschütteln,wer da schrieb das dieses Buch nicht lesenswert sei.   

Nina Böhmer,Krankenschwester mit Herz und Verstand, Emphatie zu ihrem Beruf,  schrieb dieses Buch ,nachdem auch sie in den Genuss der Kurzarbeit kam, da der normale Krankenhaus Betrieb, aufgrund des Covid 19 in vielen Kliniken runtergefahren wurde. 

Zuvor machte Nina bereits auf Facebook über das Desaster in unserem Gesundheitssystem aufmerksam. 

Das Buch erzählt über ihre Ausbildung in der Pflege,  über die Notstände im Gesundheitssystem,mangelnde Pfleger und Krankenschwestern,  Arbeitsbedingungen und über die verpennte Regierung.  

In jedem Punkt spricht sie mir und sicherlich vielen Menschen, die täglich in Krankenhäusern Altenheimen oder ambulanten Pflegediensten arbeiten aus der Seele.Es muss was passieren. 

Und das nicht nur während einer Pandemie Gut gemacht Nina . 5 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟 





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Cover des Buches Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken (ISBN: 9783749900923)K

Rezension zu "Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken" von Nina Böhmer

Buch über den „Patienten“ deutsches Gesundheitswesen
Kate17vor einem Jahr

„Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken“ ist das Buch zu einem Wut-Posting auf Facebook der Krankenschwester Nina Böhmer, in dem sie sich Luft zum Thema Pflegenotstand gemacht hat.

In ihrem Buch, das sie in der Zeit der Kurzarbeit schreiben konnte, vertieft sie das Thema noch. Von allen Missständen im Pflegebereich, die sie zu Recht anprangert, höre ich auch immer wieder von meinem Mann, der seit 25 Jahren als Krankenpfleger arbeitet.

Nina Böhmer schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, aber dadurch fehlte dem Buch für mich leider manchmal der rote Faden. 

Wer jedoch behauptet, die Autorin reite nur auf der Corona-Welle, hat das Buch und das Anliegen von Nina Böhmer nicht verstanden. 

Ja, durch Corona ist unser viel gepriesenes Gesundheitswesen endlich mehr in den Focus der Öffentlichkeit geraten. Und auch die eklatanten Mängel wurden endlich mal öffentlich genannt: Krankenhäuser werden kaputtgespart, wichtige Ausrüstung fehlt, es gibt viel zu wenige Pflegekräfte, und die, die es gibt, sind hoffnungslos überlastet und werden, angesichts dessen, was sie leisten, schlecht bezahlt. (Und das betrifft nicht nur die Pflegeberufe, sondern leider auch andere „systemrelevanten Berufe“.)

Der Profit darf einfach nicht im Vordergrund stehen, wenn es um die Gesundheit geht. Deutschland ist bis jetzt zum Glück in der Corona-Krise glimpflich davongekommen und die Politiker klopfen sich auf die Schulter. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter des Gesundheitswesens immer noch nicht ernst genommen werden; dass die Anfälligkeit unseres Gesundheitswesens weder von den Politikern noch vom Großteil der Gesellschaft immer noch nicht richtig erkannt und sich der Sache angenommen wird. Leider denken viele, im Gesundheitswesen gehe es zu wie in den einschlägigen (furchtbaren), deutschen Krankenhausserien. Wird man dann im Krankheitsfall mit der harten Realität konfrontiert, schimpft man auf die „faulen, unfähigen Schwestern“ und sieht oft nicht, dass alle am Limit arbeiten.

Auf die miesen Rahmenbedingungen, durch die u. a. die Politik das Gesundheitswesen zu Sparmaßnahmen zwingt oder z.B. auf die immer umfangreicheren Dokumentationspflichten, die einen Großteil der Arbeitszeit des Pflegepersonals auffrisst und immer weniger Zeit für den Patienten lassen, meckert dann niemand, denn das wird von der Gesellschaft bisher gar nicht wahrgenommen.

Nina Böhmer zeigt mit ihrem Buch einen Teil der Missstände auf und ist in der Hinsicht wirklich lesenswert. Nur habe ich leider, genau wie die Autorin am Ende des Buches auch, wenig Hoffnung, dass verstanden wurde, dass sich in der Gesundheitspolitik grundlegend etwas ändern muss. Nur Klatschen hilft da leider gar nicht…

Vielen Dank an den Harper Collins Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Cover des Buches Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken (ISBN: 9783749900923)sleepwalker1303s avatar

Rezension zu "Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken" von Nina Böhmer

Starkes Thema - schwaches Buch
sleepwalker1303vor einem Jahr

„Euren Applaus könnt ihr euch wohin stecken“ ist der erweiterte Wutbrief der Krankenschwester Nina Böhmer. Ihr ursprünglicher Wutbrief erschien bei Facebook, wo sie sich am 23. März 2020 Luft zum Thema „Pflegenotstand“ machte. So weit so gut, so wichtig, so richtig.

Aber in ihrem Buch, das sie in der Zeit der Kurzarbeit schreiben konnte, schießt sie meiner Meinung nach manchmal übers Ziel hinaus und manchmal fehlt das Konzept und der rote Faden. Der Inhalt ist ja reichlich bekannt, bedrückend und macht fassungslos und wütend. Krankenhäuser werden kaputtgespart, Ausrüstung fehlt, die Pflegekräfte sind neben den gesundheitlichen Risiken und der Arbeitsüberlastung auch noch (sexuellen) Belästigungen ausgesetzt. Deutschland hat zu wenige Pflegekräfte und die, die es gibt, werden viel zu schlecht bezahlt, wie viele andere „systemrelevante“ Berufe auch. Und das nicht erst seit Corona. In dem Punkt stimme ich der Autorin vollumfänglich zu und sie hat natürlich auch Recht mit der Aussage, dass Klatschen vom Balkon nicht hilft. 

Dass die Verfasserin des Buchs schreibt wie ihr der Schnabel gewachsen ist, kann man schon am Titel erkennen. Das ist einerseits authentisch und vielleicht sogar charmant. Andererseits aber manchmal falsch und ärgerlich, vor allem ihre Wortwahl finde ich einer Krankenschwester nicht würdig. So schreibt sie über „Corona-Hysterie“, Planlosigkeit, „Panikmache“ und die Deutschen an sich als Merkels „Fußvolk“, da klingt sie schon fast wie die Verschwörungstheoretiker, die aktuell ihr Unwesen treiben. Am Anfang des Buchs beschreibt sie die Angst um ihren asthmakranken Freund und stellt sich selbst als leicht hypochondrisch dar, als jemand, der beim leisesten Krankheitszeichen zu kolloidalem Silber oder „Silberwasser“ greift (etwas, das keinen erwiesenen Nutzen hat und selbst von der FDA als „Quacksalberei“ bezeichnet wird). Später schreibt sie plötzlich  „Ich hatte keine Angst vor dem Coronavirus. Die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen ebenso wenig.“, schreibt über „Gerede und Getue der Politiker, die immer mehr Maßnahmen verhängten und meine Reise zu Sam gefährdeten“ und für sie war „die Regierung von Angela Merkel eine viel größere Bedrohung als das Virus Covid-19.“ – purer Egoismus in diesem Fall.   

„Hysterie und Panik wurden in Berlins Krankenhäusern auf merkwürdige Weise sichtbar. Viele Menschen machten sich wegen des Coronavirus ins Hemd“, „Die Situation nahm beinahe schizophrene Züge an“ – nicht nur, dass sie jeden, der (berechtigte) Angst vor dem Virus hat/te, praktisch als Schisser und Angsthasen angreift, sie verwendet auch noch den Begriff „schizophren“ in diesem Zusammenhang völlig falsch. Sie greift das Robert-Koch-Institut wegen „seltsamer Empfehlungen“ an, sieht sich selbst in ihren Freiheiten eingeschränkt, fragte sich auch, „ob das rigorose Schließen aller Schulen, Kitas, Cafés, Restaurants und kleiner Konzertsäle notwendig war.“ Mit Blick auf die Zahlen, vor allem in den USA, würde ich sagen: ja. 

Alles in allem ist das Thema des Buchs unstrittig enorm wichtig und es muss darüber geschrieben werden, es muss diskutiert werden und man muss alle Hebel in Bewegung setzen, dass sich an den Umständen irgendwann mal etwas ändert, vor allem angesichts der Tatsache, dass Versprechen von Seiten der Politik praktisch ständig gebrochen werden (siehe Corona-Bonus für Pflegekräfte). Aber ob ein solches Buch hilft, weiß ich auch nicht. Mir sind in dem Buch zu wenige Fakten und Zahlen, der Rest ist purer Rant. Für das Thema von mir 5 Sterne, für die Umsetzung 1, im Mittel 3. 

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