Nina Blazon Liebten wir

(173)

Lovelybooks Bewertung

  • 195 Bibliotheken
  • 11 Follower
  • 8 Leser
  • 102 Rezensionen
(79)
(47)
(35)
(9)
(3)

Inhaltsangabe zu „Liebten wir“ von Nina Blazon

Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.

Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, nervige Protagonisten, nervige Nebencharakteren machten das lesen auch nicht viel leichter

— Annabeth_Book

tolle Geschichte über die Vergangenheit, die uns alle irgendwann einholt. Etwas lang mitunter, aber dennoch stimmig

— Valabe

Ziemlich anders als erwartet, aber - trotz einiger Längen in der ersten Hälfte - tatsächlich echt gut.

— Arachn0phobiA

Leider langatmig und von Düsterkeit geprägt, trotz tollem Setting

— foreverandgrace

Eine wunderschöne Geschichte über zwei ganz besondere Frauen.

— hello_marlie

Es fing so gut an und dann zog es sich nur noch wie Kaugummi. Musste leider abbrechen

— sahni

Leider mir zu langatmig. Habe es nach dem ersten Drittel abgebrochen.

— typomanin

Ich habe das Buch auf Seite 106 abgebrochen.

— fraeulein_lovingbooks

Leider nur mittelmäßige Unterhaltung für mich gewesen..

— Minka93

Nie hat Nina Blazon eine so unsympathische und selbstgerechte Protagonistin erschaffen - und mich dennoch so gefesselt!

— JokersLaugh

Stöbern in Romane

Die Farbe von Milch

Ein tolles, berührendes Buch!

Speckelfe

Die Summe aller Möglichkeiten

>>»Das ist das Problem mit dem Leben, dachte Antoine. Dasjenige, das man hat, ist immer zu eng, und das, das man gern hätte, ist zu groß ...

GabiR

Underground Railroad

Erschütternd und aufwühlend, dieses Buch wird mich noch eine Weile beschäftigen

Yolande

Ein Gentleman in Moskau

Ein schönes Buch, das mir mit seiner besonderen Geschichte und der sympathischen Hauptfigur sehr gut gefallen hat. Wundervoll geschrieben!

-nicole-

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

klaraelisa

Das Haus ohne Männer

Nicht schlecht, hat mich aber auch nicht total vom Hocker gehauen

luluslibrary

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Liebten wir

    Liebten wir

    Annabeth_Book

    03. January 2018 um 07:24

    Klappentext:"Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll- aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadenhaften Stellen am Haus"Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Gesichtern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Anio, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise auf Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein andere Mensch.Autorin:Nina Blazon wurde 1969 geboren und lebt heute in Stuttgart, wo sie als freie Journalistin, Autorin  und Texterin arbeitet. Sie wurde schon mit dem Deutschen Phantastikpreis und dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet.Inhalt:Mo ist endlich wieder in einer glücklichen Beziehung. Umso mehr freut sie sich auf die bevorstehende Familienfeier um dort die Familie ihres Freundes Leon zu treffen. Doch dann ändert sich dort alles und Mo haut ab und hat dann auch noch plötzlich Leons Großmutter an der Backe.Erster Satz:So sollte mein Leben nicht enden: Sinken durch Schichten von Dunkelheit, kein Herzschlag mehr, nur die Armbanduhr tickt so laut, dass der See zu beben scheint.Meine Meinung:Auf dieses Buch habe ich mich eigentlich sehr gefreut, da ich ein ziemlicher Nina Blazon Fan bin. Mit diesem Buch habe ich mir damals sogar noch 2 Monate Buchlaufverbot eingehandelt. Umso mehr fand ich es schade, das mich das Buch so enttäuscht hat.Das Cover, hat nicht viel mit dem Inhalt in dem Buch zu tun, hätte mir vielleicht eher dann einen Ausschnitt von Finnland gewünscht. Im allgemeinen habe ich das Buch wirklich nur, wegen der Autorin und dem Klappentext gekauft.Mo, unsere Hauptprotagonistin, war mir auf der einen Seite ziemlich unsympathisch und auf der einen Seite tat sie mir ziemlich leid.Sie hat sich mit ihrer Familie zerstritten und ihre Mutter, starb alles sie noch ein Kleinkind war. Da war ihrer große Schwester noch ihr Rückhalt und immer für sie da, jetzt lässt diese keine Chance aus, Mo bloß zu stellen.Und genau wegen dem flüchtet Mo auch. Sie ist gerade mit ihrem neuen Freund Leon, bei dessen Familie. Als ihre Schwester dort auftaucht. Prompt zerstört diese alles. Doch nicht nur die Schwester war mir unsympathisch. sondern auch der Freund. Man merkt von Anfang an, dass er es nicht gut mit Mo meint und das merkt man auch spätestens an der Stelle, als Mo herausfindet, das er auf der Familienfeier mit ihrer Schwester rumgemacht hat.Auf der ihrer Flucht hat sie plötzlich die Großmutter von Leon mit dabei, die es genauso wie Mo dort auf die Nerven geht und sie möchte unbedingt nach Finnland.Am Anfang war die Zankerei zwischen den zwei noch ganz nett und teilweise auch lustig, aber nach über 100 Seiten dann, eher nervig und man fragt sich als Leser, wann die beiden endlich merken das sie so nicht weiter gekommen.Was sich wieder positiv auf die Geschichte auswirkt, ist die Vergangenheit von Aino. Das ist auch hauptsächlich, der Grund warum ich das Buch überhaupt fertig gelesen habe. Ich wollte wissen war damals im zweiten Weltkrieg, alles in Finnland geschah und warum Aino unbedingt zurück wollte.Auch wollte ich gerne wissen, wie die Mutter von Mo wirklich gestorben ist. Auch hier hatte es wieder seine positive Auswirkung auf die Geschichte.Doch alles in einem fand ich das Buch nicht wirklich prickelnd und es hat mir auch nicht wirklich gefallen. Die Charaktere waren mir fast zu 95% unsympathisch und gingen mir nach einer Weile wirklich auf die Nerven.Wirklich schade, das ich bei diesem Buch so daneben gegriffen habe und hoffe, dass das nächste Buch von der Autorin wieder besser wird. 

    Mehr
  • einmal Vergangenheit und Zurück

    Liebten wir

    Valabe

    30. October 2017 um 12:43

    „Die Wahrheit? Hier? Jetzt? Einfach so? Aber ich muss wirklich noch viel lernen. Zum Beispiel, dass es manchmal leichter wird, wenn man Geheimnisse preisgibt, so traurig und beängstigend sie auch sein mögen.“ Moira, von allen nur Mo genannt, lebt für ihre Kamera und die Fotographie. Besonders die Momente, in denen sich die Menschen unbeobachtet fühlen, zeigen deren wahre Natur und Geheimnisse, so glaubt sie. Vor allem auf Familienfeiern, Hochzeiten etc. gibt es mehr davon zu sehen als man denkt. Als sie selber mit ihrem neuen Freund zu deren Familienfest eingeladen ist, endet dies in einem Desaster. Ein toter Vogel, Fahrerflucht und die scheinbar senile, mürrische 85ig jährige Aino auf dem Beifahrersitz, mehr hat Mo nicht gebraucht um einfach auf´s Gaspedal zu drücken. Die alte Dame zwingt sie auf eine Fähre nach Finnland. Was Mo nicht ahnt, ist, dass diese unfreiwillige Reise nicht nur die Vergangenheit von Aino ans Licht bringt, sondern das sich auch Mo ihren tief ins Unterbewusstsein verdrängten Dämonen stellen muss. Nina Blazon hat mit „Liebten wir“ eine gemeinsame Reise zweier Frauen dargestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So scheint es im ersten Moment. Doch beide verbindet eine Vergangenheit, die viele Jahre tief in ihrem Innern ruhte. Sei es durch die Jahre in Vergessenheit geraten oder aufgrund von Verdrängung. Mo und Aino erinnern ein wenig an Thelma und Luise mit ihrem Road Trip nach Helsinki. Im Laufe des Buches entwickelt sich zwischen den Beiden eine Art Freundschaft, aber auch Hassliebe. Mehr und mehr entdecken beide die Geheimnisse des jeweils anderen. Aino nimmt Mo mit auf eine gedankliche Reise in das Helsinki der 1940iger Jahre, als der Krieg die Stadt und auch Aino´s große Liebe zerstörte. Beide Frauen machen sich auf die Suche nach dem letzten Portrait dieser Liebe und treffen auf dessen Enkel Aarto. Mo verliert sich zunächst in der Suche nach Aino´s großer Liebe. Doch nach und nach rückt auch ihre Pandoras´s Box aus der Vergangenheit immer mehr in die Gegenwart und Mo muss sich den Dämonen ihrer unglücklichen Kindheit stellen. Wenn man nur vom Cover ausgeht mit dem Pink und dem Titel „Liebten wir“, so mag das Buch im ersten Moment vor allem als simpler Liebesroman durchgehen. Doch vielmehr ist es eine Reise in die Vergangenheit mit all seinen schönen, aber auch hässlichen Facetten. Es ist eine Aufarbeitung von Gefühlen, die lange unterschwellig weiterlebten und dabei unterdrückt wurden. Gepaart mit der Melancholie, die Nina Blazon Helsinki ausstrahlen lässt, taucht man als Leser mit ein in die Stimmung des finnischen Tangos und der unterirdischen Bunker zu Kriegszeit. Immer wieder streut die Autorin auch finnische Wörter mit in die Gespräche der Protagonisten ein, die mitunter nicht näher erläutert werden. Dies mag für manchen etwas irritierend sein, aber ich empfand es eher als passend für die Handlung. Da Mo ja überhaupt kein Finnisch spricht, passt es zu der Fremdartigkeit, die Helsinki zunächst auf sie Ausübt. Mit der Zeit lernt auch Mo die Sprache und viele Dinge erschließen sich besser für den Leser. Auch vom Handlungsverlauf empfand ich das Buch als Gelungen. Es war nicht zu vorhersehbar und bis zum Ende spannend. Das Ende mag für manch einen zu offen sein, es ist aber dennoch stimmig mit dem generellen Ton des Buches. Alles in allem ist „Liebten wir“ ein spannendes Buch, welches einen als Mensch, der gerne auch hinter die Fassade der Leute blickt, einige schöne Lesestunden bietet.

    Mehr
  • Liebten wir - bei langwierigen Beginn ist mehr Potential für die schöne & interessante Grundidee da

    Liebten wir

    wbnixe

    03. October 2017 um 13:39

    Inhalt Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch. Meine Meinung Die Geschichte fängt für mich etwas zu schleppend an, nimmt zur Mitte aber Fahrt auf und wird dann auch richtig gut.  Den Anfang fand ich durch die Sprünge innerhalb der Lebensgeschichte von Mo doch etwas befremdlich, was dazu führte, dass ich mich erst zur Mitte hin auf die Geschichte einlassen könnte. Der Wendepunkt von einem sehr anstrengenden Stil zum positiven, findet zeitgleich mit dem Wendepunkt in der Geschichte statt, als Mo mit der eigensinnigen Großmutter sehr überhastet nach Finnland aufbricht. Dies ist der Zeitpunkt, wo dann für mich der annährend gewohnte Schreibstil von Nina Blazon beginnt. Von dort aus taucht man ab in eine schöne (Liebes-) Geschichte, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart spielt. Die Charaktere sind gut beschrieben und Mo, Aino und ein später auftretender Charakter haben ihren Charme und alle ihre eigenen kleinen Ecken und Kanten. Ich denke, dass das Buch mehr Potential hatte, insbesondere da mir die Idee der Geschichte am Ende sehr gut gefällt und interessant gestaltet ist.  Schade, dass der Anfang nicht zum  Niveau des Endes passt. Fazit Ein gutes Buch mit einem etwas langwierigen und langweiligen Beginn, was sich zum Ende hin aber drastisch ändert und zu einer lockeren leichten Geschichte für, wo auch die Liebe eine große Rolle spielt.  Das Ende wäre für mich 4 Sterne wert, leider nicht mit den ersten Kapiteln…

    Mehr
  • Leider langatmig und von Düsterkeit geprägt

    Liebten wir

    foreverandgrace

    30. September 2017 um 20:56

    » Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll - aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus. « Dieses Zitat, das sich auf dem Buchrücken von 'Liebten wir' befindet, hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext skizziert eine Fotografin, die die Details eines Fotos im Blick hat und bei einem Familienfest die Familie ihres Freundes kennenlernen soll. Ich kannte die Autorin zuvor nicht und war umso gespannter, als ich im Zuge einer Leserunde die Chance bekam, das Buch zu lesen. Der Schreibstil Nina Blazons ist etwas Besonderes. Sie spielt mit Worten, erzeugt Poetisches, wie sie gedankenorientierte Sätze mit handfesten Beobachtungen mischt und sich dabei wunderbar passenden, teils neugeschöpften Worten bedient. Die Autorin schafft es, vor allem, da sie für ihre Recherchen zum Buch im Handlungsland Finnland war, authentisch Land und Leute zu beschreiben. Ihre Art zu schreiben war für mich ein gewichtiger Grund, dem Buch nicht ganz negativ gegenüberzustehen. Trotzdem stellte sich mit der Zeit eine gewisse Langatmigkeit ein, in deren Folge ich teilweise Anstrengung aufwenden musste, um weiterzulesen. Die Unvorhersehbarkeit der Geschichte ist aber, was bei Laune hält. Es geht um Aino und Moira ('Mo'), zwei Frauen, die etwas überhastet nach Finnland aufbrechen und obwohl es einen triftigen Grund gibt, weshalb die beiden das tun, ist das Ganze immer noch eine Reise. Leider wirken die teilweise nüchternen, aber absurderweise auch die detaillierten Beschreibungen von Zeit zu Zeit - ohne dass dem tatsächlich so wäre - wie die Ausschnitte aus einer Polizeiakte, als erzähle ein Polizeibeamter dem anderen, was er gesehen hat, geäußerte Gefähle kamen für mich viel zu kurz und ließen nur schwerlich zu, sich den beschriebenen Charakteren voll zu nähern, vor allem, da das charakterliche Bild im Kopf oft mit der nächsten, gegensätzlichen Handlung schon wieder über Bord geworfen wurde. Missgunst und vor allem eine gewisse Aggressivität ist, was die Dialoge zwischen Moira und Aino und die Gedanken, die man als Leser aus Moiras Perspektive mitbekommt, bestimmt. Immer wenn die beiden sich angenähert haben, fuhren sofort Blitze zwischen sie, das Hin und Her, die teilweise abwertenden und abfälligen Umgangsweisen haben mich sprachlos zurückgelassen, insbesondere da Moira die ältere Dame Aino gedanklich mit 'die Alte' anspricht. Ganz gleich, inwiefern dies in manchen Gegenden ein lieblicher Kosename für ältere Leute sein mag - für mich war dieser Begriff immer schon negativ besetzt, sodass das Grundgefühl feindseliger Stimmung nie verebbte. Aus sprachlicher/inhaltlicher Sicht, neben dem Umstand, dass ich ein wirklicher Fan von Nina Blazons Schreibstil geworden bin, möchte ich anmerken, dass mein Lesefluss ab und an davon gestört wurde, dass finnische Wörter, deren Bedeutungen nicht explizit während der Handlung des Buches geklärt wurden, verwendet wurden. Vielleicht eine kleine Sache, aber ich stockte jedes Mal beim Lesen, als Moira, ohne Finnisch zu können, übersetzte. Es wäre schön gewesen, wäre das anders gelöst worden, evtl. durch ein zweckmäßiges Wörterbuch im Bucheinband. Auch subjektive Gedankengänge, die nicht gut nachzuvollziehen waren, störten den Lesefluss. Nina Blazon hat ausnahmslos tolle Charaktere in ihrem Buch verwoben, allerdings bleiben diese statisch. Man könnte den Anfang und das Ende des Buches aneinanderreihen und würde leider keine Veränderung sehen, was insbesondere schade ist, da die Geschichte, die in Finnland ihren Lauf nimmt, durchaus eine verändernde Wirkung hat. Es passiert nichts mit den Charakteren, sie sind vor Beginn und nach Ende des Buches dieselben und allein aufgrund des Klappentexts, der verspricht, dass Moira nach dem Entdecken einer Liebesgeschichte zu einem anderen Menschen wird, habe ich erwartet, eine deutliche Veränderung der Charaktere zu sehen. Eine Veränderung, die nicht eintraf und die unterkühlten, von fehlender Wärme zeugenden Beziehungen genau so zurückließ. Dass man Zitate aus diesem Buch zurückbehält, das passierte bei mir leider nicht - ich frage mich leider immer noch, was genau die Aussage von 'Liebten wir' sein soll. Als Leser bleibt man in nebulöser, über das übliche offene Ende hinausgehender Fragehaltung zurück. Es gibt eine zentrale Aussage und es gibt lebensbejahende, poetische Zeilen, die allerdings durch das überhastete und zu viele Fragen offen lassende Ende zerschlagen werden. Dieses Buch zu lesen war für mich ein stetiges Auf und Ab, manche Abschnitte ließen sich schnell und angenehm lesen, andere Teile eher weniger. Der raue Unterton in den Dialogen forderte Anstrengung und Konzentration, die fehlende Nähe der Protagonisten zueinander den ungewöhnlichen Willen, eine gewisse Distanz zum Buch zu wahren und sich nicht ganz hineinzuvertiefen. Auch wenn es eine schöne, bedeutungsschwere Geschichte ist, die Nina Blazon erzählt und es lange schafft, in den Bann zu ziehen: zeitweise geht sie zu sehr in Richtung eines Kriminalromans, und die vielen Beobachtungen und offenen Fragen sogar in Richtung eines Thrillers. Dieses Buch ist meiner Meinung nach nur bedingt in das Genre der Romane einzuordnen. Außerdem kommt das Thema der Fotografie, das man aufgrund des Klappentextes als zentralen Punkt erachten könnte, leider zu kurz. Ich würde dieses Buch solchen empfehlen, die viel nachdenken und Dinge beobachten, die anderen gar nicht auffallen; manchmal das Gefühl haben, etwas verrückt zu sein. Alle, die eine seichte Liebesgeschichte erwarten, sollten 'Liebten wir' nicht lesen, da es teilweise verwirrend ist und unter Umständen, wer Moiras Verhaltensweisen, wie im Buch deutlich suggeriert, negativ deutet, verstört zurücklässt. Eine Liebesgeschichte, wie Titel und Klappentext versprechen, beherbergt dieses Buch im klassischen Sinne nicht. Es geht um Missgunst, Schuld und verquere Beziehungen. Zu mehr als drei Sternen konnte ich mich leider nicht durchringen, denn letztlich ist 'Liebten wir' inhaltlich, was das obige Zitat verspricht: das simple Aufzeigen von dunklen Abgründen, nicht aber der Prozess, ihnen zu entkommen und sich zu verändern.  

    Mehr
  • Liebten wir

    Liebten wir

    vormi

    22. June 2017 um 22:58

    »Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.« Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.Inhaltsangabe auf amazonIch bin ein grosser Fan von Nina Blazon und dieses Buch wurde mir  noch zusätzlich von meiner besten Freundin empfohlen.Also habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.Aber zu meinem grossen Entsetzen habe ich überhaupt keinen Zugang zu diesem Buch gefunden.Es hat mich überhaupt nicht erreicht, ich fand es eher verstörend und unverständlich. Vielleicht müsste ich es irgendwann später nochmal probieren. aber bis dahin gibt es bestimmt schon mehrere neue Bücher von der Autorin...

    Mehr
  • Liebten wir

    Liebten wir

    hello_marlie

    05. April 2017 um 19:55

    »Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.«Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Moira ist Fotografin und fühlt sich ohne ihre Kamera nicht als Ganzes. Sie hat eine problematische Kindheit hinter sich, weshalb sie so etwas wie Geborgenheit oder elterliche Liebe nie richtig erlebt hat. Aus diesem Grund verliebt sie sich auch eher in die Familie ihres Freundes Leon, als in Leon selbst.Das erste Treffen mit eben dieser Familie verläuft aber so ganz anders als gedacht und mündet in einer Katastrophe, welche den Handlungsstrang der Geschichte jetzt erst richtig vorantreibt.Trotz der über 500 Seiten und der problematischen und manchmal verworrenen Handlungsverläufe ist es eine Geschichte, in die man eintaucht und gar nicht mehr auftauchen will. Man wird regelrecht mitgerissen mit diesen vielschichtigen Charakteren, die man mal mag, mal weniger mag und mit ihren Geschichten und Lebensläufen und deren Gründe, weshalb sie so geworden sind wie sie sind. Feige, gebrochen, demoliert und trotzdem mutig und jeder für sich und auf ganz eigene Art liebenswert und weise.Außerdem bekommt man durch die blumige und lebendige Beschreibung der Handlungsorte richtig Lust auf Finnland und seine Kultur, ein Land in dem bis jetzt keiner meiner gelesenen Bücher gespielt hat.Die Mischung aus Roadtrip, Generationenroman und Selbstfindungsgeschichte lassen einen den Roman nicht so einfach vergessen und haben ihn für mich zu einer bittersüßen und ganz besonderen Geschichte gemacht, die ich mittlerweile sogar zu meinen ganz persönlichen Lesehighlights zählen würde.

    Mehr
  • Liebten wir

    Liebten wir

    fraeulein_lovingbooks

    29. January 2017 um 19:04

    Inhalt Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.(Quelle: Klappentext)Meine Meinung Ich habe das Buch auf Seite 106 abgebrochen, weil ich mich beim Lesen unglaublich gelangweilt habe und überhaupt nicht in die Geschichte reingekommen bin, was vermutlich an den Charakteren lag, mit denen ich überhaupt nicht warm geworden bin.Die ersten Seiten waren wirklich interessant und ich habe mich schon auf viele Feste gefreut, auf denen Mo unterwegs ist und unbekannte Liebschaften aufdeckt. Doch als es Richtung Familienfeier von Leon ging, ging es für die Geschichte bergab.Das Treffen mit der Schwester, die ihn Kind in einer Raucherlounge mitnimmt, sagt ja alles aus. Im Job gepflegt und zuvorkommend um im wahren Leben unverantwortlich und unhöflich, beide zusammen.Die Familienfeier fand ich überspitzt und einfach nur unglaubwürdig dargestellt – ich konnte der Autorin diese Geschichte einfach nicht abkaufen.Der Schreib- und Erzählstil waren auch nicht unbedingt meins, was das Lesen sehr schleppend machte und genau das möchte ich erleben, wenn ich ein Buch in die Hand nehme. Leider keine Lese- oder Kaufempfehlung von mir.  Stern

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  Punkteeilatan123                                 ---   96 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   343 Punkte Frenx51                                     ---  127 Punkte glanzente                                  ---   104 Punkte GrOtEsQuE                               ---   94 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   207,5 Punkte Hortensia13                             ---   199 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  222 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    109 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   153 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   116 Punkte Katykate                                  ---   130 Punkte Kerdie                                      ---   259 Punkte Kleine1984                              ---   190 Punkte Kuhni77                                   ---   155 Punkte KymLuca                                  ---   149 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   306 Punkte Larii_Mausi                              ---    154 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   331 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte miau0815                                 ---   71 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   263 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  163 Punkte Nelebooks                               ---  310 Punkte niknak                                       ----  328 Punkte nordfrau                                   ---   162 Punkte PMelittaM                                 ---   283,5 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   165 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   87 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 80 PunkteSandkuchen                              ---   300 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   209 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   361 Punkte SomeBody                                ---   207,5 Punkte Sommerleser                           ---   244 Punkte StefanieFreigericht                  ---   263,5 Punkte tlow                                            ---   178 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   147 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   202 Punkte Yolande                                       --   233 Punkte

    Mehr
    • 2656
  • "Liebten Wir" von Nina Blazon

    Liebten wir

    dot

    20. November 2016 um 00:22

    Der Roman "Liebten Wir" von Nina Blazon erzählt die Geschichte der leidenschaftlichen Fotografin Moira, die mit ihrem Freund Leon zusammenlebt und nun erstmals bei einer Geburtstagsfeier seines Vaters die Bekanntschaft seiner Familie macht. Sie selbst hat seit frühester Kindheit vergebens ihren Platz in einer Familie gesucht und als Moira's Schwester Danae, mit der sie seit Jahren kaum Kontakt hat, unerwartet beim Familientreffen auftaucht, wird "Mo" mehr und mehr zum Gespött. Als die Situation eskaliert, flieht Mo gemeinsam mit Aino, Leon's an den Rollstuhl gebundene Großmutter, die mit ihr die Chance ergreift, in ihre alte Heimat nach Helsinki zurückzukehren. [...] "Liebten Wir" ist eine äußerst komplexe, authentische und fesselnde Geschichte über das Verdrängen und Verarbeiten der Vergangenheit mit liebenswerten Charakteren, die außerdem einem malerischen Einblick nach Finnland ermöglicht!

    Mehr
  • Liebten wir

    Liebten wir

    Kallisto92

    09. June 2016 um 13:01

    Liebten wir , geschrieben von Nina Blazon hat mich persönlich sofort angesprochen. 1. Gefällt mir die Cover gestaltung des Buches sehr gut und 2. habe ich schon einige Fantasyromane von ihr gelesen und fand den Schreibstil der Autorin der flüssig und mitreißend , sowie die Handlungen der Bücher immer sehr spannend.Liebten wir ist ein anderes Genre , jedoch auch sehr gelungen.In dem Buch geht es um Mo und Aino . Beide begegnen sich durch ungewöhnlicher Weise. Mo ist macht gerne Fotos ,aber ihr Familienleben ist zerrüttet, daher freut sie sich auf das Familienfest ihres Freundes Leon.Aiono ist Leons Großmutter, beide Frauen wagen eine Reise ins Leben von Aiono. Diese geht nach Helsinki. Dort erfährt man viele spannende Dinge, sowie historischen Details zum zweiten Weltkrieg in Finnland.Das einzig schwere ist die Sprache wechselt zwischen Deutsch, Englisch und Finnisch.Fazit, : Ein sehr lesenswerteres und mitreißendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite

    Mehr
  • Ein Glanzstück...

    Liebten wir

    Zwillingsmama2015

    26. April 2016 um 12:05

    Wieso wollte ich das Buch lesen? Ganz ehrlich in erster Linie hat mir die Aufmachung des Buches so gut gefallen, die Wolken, Die Schwalben und die rosa Linien - und ich wollte Nina Blazon auch noch mal eine Chance geben. Als "Liebten wir" bei mir ankam, habe ich erstmal gedacht, ob ich dass schaffe, das Buch ist eine Schwarte mit über 500 Seiten und dennoch nachdem ich angefangen habe, sind die Seiten nur so vor sich hin gefolgen. Der Einstieg war nicht ganz einfach - man bekommt einen ersten Blick auf Moira, Mo, und das was ihr im Leben wichtig ist - ihre KAmera und die Bilder dir sie macht. Sie entdeckt Geheimnisse und Wahrheiten in ihren Fotostrecken und das genau liebt sie. Und Leon, ihren neuen freund, so lange sind sie noch nicht zusammen, aber nun steht bald das aufeinander Treffen mit seiner Familie an. Familie ist ein wichtiges Thema und deshalb will Leon, auch unbedingt Mo`s Schwester Dani kennenlernen. Die Familienfeier läuft aus dem Ruder und plötzlich ist Mo, mit Leons Großmutter Anusch auf der Flucht - Anusch, die einen unbändigen Freiheitsdrang hat und schon lange verschwinden will. Verschwinden um Licht in ihre Vergangenheit zu bringen und eine alte Freundin zu besuchen - auch Mo lebt oft noch in der Vergangenehiet, und kann damit nicht abschließen. Gemeinsam gehen die beiden, so unterschiedlichen Frauen auf Spurensuche, und entdecken, dass in der Vergangenheit nicht alles so wahr, wie es scheint! Ein Buch, dass einfach Spaß macht, auch wenn es nicht immer lustig ist und viele ernste und nicht so lockerleichte Themen beinhaltet - und definitv ein Buch, in dem Frau Blazon zeigt, dass sie auch erwachsen kann. "Liebten wir" ein Buch, dass noch lange in meinem Kopf nachhallen wird...

    Mehr
  • Leider langatmig und düster

    Liebten wir

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. April 2016 um 21:49

    "Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll - aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus."Dieses Zitat, das sich auf dem Buchrücken von 'Liebten wir' befindet, hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext skizziert eine Fotografin, die die Details eines Fotos im Blick hat und bei einem Familienfest die Familie ihres Freundes kennenlernen soll. Ich kannte die Autorin zuvor nicht und war umso gespannter, als ich im Zuge einer Leserunde die Chance bekam, das Buch zu lesen.Der Schreibstil Nina Blazons ist etwas Besonderes. Sie spielt mit Worten, erzeugt beinahe Poetisches, wie sie gedankenorientierte Sätze mit handfesten Beobachtungen mischt und sich dabei wunderbar passenden, teils neugeschöpften Worten bedient. Die Autorin schafft es, vor allem, da sie für ihre Recherchen zum Buch im Handlungsland Finnland war, authentisch Land und Leute zu beschreiben. Ihre Art zu schreiben war für mich ein gewichtiger Grund, dem Buch nicht ganz negativ gegenüberzustehen. Trotzdem stellte sich mit der Zeit eine gewisse Langatmigkeit ein, in deren Folge ich teilweise Anstrengung aufwenden musste, um weiterzulesen. Die Unvorhersehbarkeit der Geschichte ist aber, was bei Laune hält.Es geht um Aino und Moira ('Mo'), zwei Frauen, die etwas überhastet nach Finnland aufbrechen und obwohl es einen triftigen Grund gibt, weshalb die beiden das tun, ist das Ganze immer noch eine Reise. Leider wirken die teilweise nüchternen, aber absurderweise auch die detaillierten Beschreibungen von Zeit zu Zeit - ohne dass dem tatsächlich so wäre - wie die Ausschnitte aus einer Polizeiakte, als erzähle ein Polizeibeamter dem anderen, was er gesehen hat, geäußerte Gefähle kamen für mich viel zu kurz und ließen nur schwerlich zu, sich den beschriebenen Charakteren voll zu nähern, vor allem, da das charakterliche Bild im Kopf oft mit der nächsten, gegensätzlichen Handlung schon wieder über Bord geworfen wurde.Missgunst und vor allem eine gewisse Aggressivität ist, was die Dialoge zwischen Moira und Aino und die Gedanken, die man als Leser aus Moiras Perspektive mitbekommt, bestimmt. Immer wenn die beiden sich angenähert haben, fuhren sofort Blitze zwischen sie, das Hin und Her, die teilweise abwertenden und abfälligen Umgangsweisen haben mich sprachlos zurückgelassen, insbesondere da Moira die ältere Dame Aino gedanklich mit 'die Alte' anspricht. Ganz gleich, inwiefern dies in manchen Gegenden ein lieblicher Kosename für ältere Leute sein mag - für mich war dieser Begriff immer schon negativ besetzt, sodass das Grundgefühl feindseliger Stimmung nie verebbte.Aus sprachlicher/inhaltlicher Sicht, neben dem Umstand, dass ich ein wirklicher Fan von Nina Blazons Schreibstil geworden bin, möchte ich anmerken, dass mein Lesefluss ab und an davon gestört wurde, dass finnische Wörter, deren Bedeutungen nicht explizit während der Handlung des Buches geklärt wurden, verwendet wurden. Vielleicht eine kleine Sache, aber ich stockte jedes Mal beim Lesen, als Moira, ohne Finnisch zu können, übersetzte. Es wäre schön gewesen, wäre das anders gelöst worden, evtl. durch ein zweckmäßiges Wörterbuch im Bucheinband. Auch subjektive Gedankengänge, die nicht gut nachzuvollziehen waren, störten den Lesefluss.Nina Blazon hat ausnahmslos tolle Charaktere in ihrem Buch verwoben, allerdings bleiben diese statisch. Man könnte den Anfang und das Ende des Buches aneinanderreihen und würde leider keine Veränderung sehen, was insbesondere schade ist, da die Geschichte, die in Finnland ihren Lauf nimmt, durchaus eine verändernde Wirkung hat. Es passiert nichts mit den Charakteren, sie sind vor Beginn und nach Ende des Buches dieselben und allein aufgrund des Klappentexts, der verspricht, dass Moira nach dem Entdecken einer Liebesgeschichte zu einem anderen Menschen wird, habe ich erwartet, eine deutliche Veränderung der Charaktere zu sehen. Eine Veränderung, die nicht eintraf und die unterkühlten, von fehlender Wärme zeugenden Beziehungen genau so zurückließ.Dass man Zitate aus diesem Buch zurückbehält, das passierte bei mir leider nicht - ich frage mich leider immer noch, was genau die Aussage von 'Liebten wir' sein soll. Als Leser bleibt man in nebulöser, über das übliche offene Ende hinausgehender Fragehaltung zurück. Es gibt eine zentrale Aussage und es gibt lebensbejahende, poetische Zeilen, die allerdings durch das überhastete und zu viele Fragen offen lassende Ende zerschlagen werden.Dieses Buch zu lesen war für mich ein stetiges Auf und Ab, manche Abschnitte ließen sich schnell und angenehm lesen, andere Teile eher weniger. Der raue Unterton in den Dialogen forderte Anstrengung und Konzentration, die fehlende Nähe der Protagonisten zueinander den ungewöhnlichen Willen, eine gewisse Distanz zum Buch zu wahren und sich nicht ganz hineinzuvertiefen. Auch wenn es eine schöne, bedeutungsschwere Geschichte ist, die Nina Blazon erzählt und es lange schafft, in den Bann zu ziehen: zeitweise geht sie zu sehr in Richtung eines Kriminalromans, und die vielen Beobachtungen und offenen Fragen sogar in Richtung eines Thrillers. Dieses Buch ist meiner Meinung nach nur bedingt in das Genre der Romane einzuordnen. Außerdem kommt das Thema der Fotografie, das man aufgrund des Klappentextes als zentralen Punkt erachten könnte, leider zu kurz.Ich würde dieses Buch solchen empfehlen, die viel nachdenken und Dinge beobachten, die anderen gar nicht auffallen; manchmal das Gefühl haben, etwas verrückt zu sein. Alle, die eine seichte Liebesgeschichte erwarten, sollten 'Liebten wir' nicht lesen, da es teilweise verwirrend ist und unter Umständen, wer Moiras Verhaltensweisen, wie im Buch deutlich suggeriert, negativ deutet, verstört zurücklässt. Eine Liebesgeschichte, wie Titel und Klappentext versprechen, beherbergt dieses Buch im klassischen Sinne nicht. Es geht um Missgunst, Schuld und verquere Beziehungen.Zu mehr als drei Sternen konnte ich mich leider nicht durchringen, denn letztlich ist 'Liebten wir' inhaltlich, was das obige Zitat verspricht: das simple Aufzeigen von dunklen Abgründen, nicht aber der Prozess, ihnen zu entkommen und sich zu verändern.

    Mehr
  • Liebten wir

    Liebten wir

    leniks

    28. March 2016 um 15:27

    Ich habe das Hörbuch hier bei vorablesen gewonnen. Nun endlich habe ich es komplett durch. Die Geschichte rund um Moira, genannt Mo ist gut geschrieben. Moira ist Fotografin, keine ausgebildete zwar, aber trotzdem sehr gut in ihrem tun. Sie sieht die Menschen und Landschaften die sie fotografiert durch ihre Kamera. Was für sie gut ist, denn so stellt sie Ähnlichkeiten und Unterschiede auf den Bildern mit der Wirklichkeit fest. Moira geht mit ihrem Freund Leon zu einer Familienfeier. Seine Familie kennt sie noch nicht, und es kommt wie es kommen muss, zu Zwistigkeiten zwischen Ihr und Leons Familie. Auf dem Weg zur Feier holen sie noch Leons Oma Aino ab, welche im Rollstuhl sitzt. Nach einem Streit zwischen Leon und Mo möchte Mo nur noch weg und fährt mit dessen Auto weg. Im Auto sitzt Leons Oma. Sie möchte auch weg und zwar noch einmal dahin wo sie ihre Kindheit verbracht hast, nach Helsinki. Während der Reise versuchen beide ihr Leben an manchen Stellen aufzuarbeiten. Mo bekommt kurz vor der Reise einen Brief zugeschickt, in dem sie erfährt das ihre frühere Freundin Susanne verstorben ist und etwas für sie hinterlassen hat und Aino ist ein Kriegskind und auf der Suche nach einer Freundin aus dieser Zeit. Die Reise ist sehr schön erzählt auch die Landschaft wird gut erklärt. Man möchte gerne auch mal so eine Reise machen, natürlich ohne die Probleme die Mo und Aino während der Reise haben. Die Sprecherin, welche das Hörbuch eingelesen hat trifft die Worte mit ihrer Stimme sehr gut. An einigen Stellen musste ich auch lächeln. Das Cover ist schlicht gehalten. Das Ende des Romans fand ich selbst sehr unbefriedend, vielleicht gibt es ja noch einen zweiten Teil. Ich vergebe für dieses Buch drei Sterne.

    Mehr
  • Langatmig und düster

    Liebten wir

    OmaInge

    03. March 2016 um 18:49

    Inhalt:  Mo liebt ihren Beruf als Fotografin und fängt mit ihren Bildern mehr ein als nur die abgebildeten Menschen. Sie selber träumt von einem harmonischen Familienleben. Zusammen mit ihrem Freund Leon fährt sie zu einer Familienfeier von Leons Familie. Leider nimmt die Feier eine schlechte Wendung und Mo flüchtet (ungewollt) mit Leons Großmutter nach Helsinki. Sie soll dort Aino (Leons Großmutter) helfen jemanden aus deren Vergangenheit zu finden. Die beiden Frauen sind grundverschieden und es dauert lange bis sie Vertrauen zueinander finden. Mein Leseeindruck:  Die Charaktere sind gut herausgearbeitet obwohl es mir sehr schwer gefallen ist mit Mo „warm zu werden“. Ihre Vergangenheit, die in Rückblenden beschrieben wird, ist ziemlich verwirrend und ich habe, ehrlich gesagt, den roten Faden nicht so recht gefunden. Aino, die Mo eigentlich nur ausnutzen will um von ihrer Familie wegzukommen, ist eine schrullige alte Frau. Sympathisch ist sie mir nicht geworden. Auch ihre Lebensgeschichte kommt nach und nach zum Vorschein. Die Beschreibung von dem Leben in Helsinki in der Gegenwart und in der Vergangenheit hat mir gut gefallen. Aber der Umgang der Protagonisten unter- und miteinander hat mir zunehmend das Lesevergnügen genommen. Auch finde ich die ganze Geschichte zu langatmig und zu düster. Der Schreibstil ist flüssig, aber die allzu detaillierten Schilderungen von Orten stört mich etwas. Das gewählte Bild fürs Cover entspricht der Handlung nicht. Ich hätte bei rosa Wölkchen und Schwalben eine (glücklichere) Liebes- und Lebensgeschichte erwartet.

    Mehr
  • Auf den ersten Blick: 2 unterschiedliche Frauen

    Liebten wir

    SummseBee

    23. February 2016 um 15:38

    Mo ist Fotografin und versteckt sich nur allzu gern hinter ihrer Kamera. Sie beobachtet Menschen und ihre Familien hinter ihrem Kameraobjektiv und deckt dabei manch scheinbares Geheimnis auf. Ihr innigster Wunsch ist es endlich zu einer Familie zu gehören, die sie selbst nie richtig hatte. Als das Familientreffen ihres Freundes Leon ansteht scheint sie ihrem Ziel zum Greifen nah. Doch es kommt alles anders als geplant... Bei der Familienfeier jagt eine Katastrophe die nächste und Mo sieht sich mit ihrer alptraumhaften Vergangenheit konfrontiert und möchte nur noch flüchten. Das tut sie kurzerhand auch. Sie schnappt sich Leons Wagen und fährt los. An Bord Leons Großmutter Aino, die unbedingt nach Helsinki will um den Geheimnissen ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Da Mo eh nicht weiß wo sie hin soll erklärt sie sich bereit Aino nach Helsinki zu begleiten. Die beiden erleben eine aufwühlende Reise, bei der traurige und bewegende Geheimnisse aus der Vergangenheit der beiden ans Licht kommen. Im Laufe der Geschichte wird ein Puzzleteil ans nächste gereiht und bis zum Schluss bleibt es spannend was noch passieren wird und was in der Vergangenheit wirklich passiert ist. Dabei erfährt man viel über Mo und Aino und schließt sie ins Herz. Besonders schön fand ich die Entwicklung der Beziehung der beiden zueinander. Auch noch Tage nach dem lesen lässt mich diese besondere Geschichte nicht los. Eine sehr schöne Geschichte, die Nina Blazon mit ihrem tollen Schreibstil wunderbar umgesetzt hat. Ich bin begeistert :)    

    Mehr
    • 2
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks