Das Lavendelzimmer

von Nina George 
4,2 Sterne bei453 Bewertungen
Das Lavendelzimmer
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Positiv (348):
MargareteRosens avatar

Eine literarische Apotheke - für jeden Gefühlszustand gibt es ein Buch!

Kritisch (38):
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Schöner Ansatz, leider nicht meins

Alle 453 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Lavendelzimmer"

Ein unwiderstehlicher Roman über die Macht der Bücher, die Liebe und die Magie des südlichen Lichts: „Das Lavendelzimmer“ – ein internationaler Bestseller, übersetzt in 30 Sprachen, gefeiert von der Presse wie von Lesern weltweit.
Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der 'literarischen Apotheke', verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.
"Dieser Geschichte wohnt ein unglaublich feiner Zauber inne." Christine Westermann (WDR)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426509777
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.04.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.11.2013 bei Argon Verlag erschienen.

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    MargareteRosens avatar
    MargareteRosenvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Eine literarische Apotheke - für jeden Gefühlszustand gibt es ein Buch!
    Eine literarische Apotheke

    “Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” dieses Zitat von Herrmann Hesse ist der Schlüssel zu diesem wunderbar berührenden Buch. Nina George zeigt uns, welche Wünsche tief in uns verborgen sind und wiederentdeckt werden möchten.

    Nina George hat schon in “Mondspielerin” den Weg zu sich selbst auf wunderbar achtsame Weise in einer sehr berührenden Geschichte umgesetzt. “Das Lavendelzimmer” beleuchtet die Liebe und unsere Vorstellung davon auf eine andere Weise.

    Ein sensibles Buch über die Wirrungen der Liebe, die Medizin der Bücher und die verschlungenen Pfade der Selbstfindung.

    Lieben ist eigentlich sehr einfach. Der Liebe treu zu bleiben, ist eine Charaktereigenschaft. Oder?
    Jean Perdu verkauft Bücher auf seinem Schiff “Die literarische Apotheke”. Er weiß genau welches Buch für welche “Krankheit” geeignet ist. Meist sind es Gefühle und Emotionen, die geheilt werden möchten. In der Verabreichung “literarischer Medizin” ist er perfekt.
    Doch sein eigenes Herz kann er seit 20 Jahren nicht heilen. Aus Angst vor Verletzung weigerte er sich bisher den letzen Brief seiner großen Liebe zu lesen.

    Doch die Begegnungen mit neuen Nachbarn bringen ihn dazu, sich seiner Ängste und Hoffnungen zu stellen. So lichtet er ganz spontan den Anker seines Schiffes und macht sich auf dem Wasserweg auf sich seiner alte Liebe zu stellen.

    Schnell findet er Gefährten. Menschen, die genau wie er, auf der Suche nach Erfüllung und Liebe sind. Nina George versteht es hier eine bunte Pallette von Gefühlen mit menschlichen Schicksalen zu verknüpfen und unerwartete Einsichten und Lebensweisenheiten zu offenbaren. Sie läßt uns die Stärke der Liebe und Freundschaft spüren. Und letztendlich geht es in dieser wunderschönen Geschichte um Abschiednehmen. Abschied von alten Einsichten, Gefühlen, Beziehungen und alles neu zu sortieren, so dass ein Weg in ein zufriedenes und wertvolles Leben möglich wird.


    Zitat aus Seite 268 Jean Perdu dachte an Hesses Stufen , Die meisten Menschen kannten natürlich diesen Satz “Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …” Doch die Ergänzung “der uns beschützt und der uns hilft zu leben” kannten nur noch wenige – und dass es bei Hesse nicht um Neuanfang ging, verstand fast niemand.
    Sondern um die Bereitschaft zum Abschied.
    Abschied von Gewohnheiten.
    Abschied von Illusionen.
    Abschied von einem Leben, das längst vorbei und in dem man selbst nur noch eine Hülle war, in der sich ab und an ein Seufzer regte.

    Anders als “Die Mondspielerin“, die eher frauliche Aspekte aufzeigt, bringt uns Nina George in “Das Lavendelzimmer” der männlichen Weise zu lieben näher. In jeder Zeile ist ihre Liebe zu den Menschen, Büchern und der französischen Landschaft mit seinen ganz speziellen kulturellen Eigenheiten zu spüren.

    “Das Lavendelzimmer” ist eine magische Reise zu sich selbst. Und bevor das Ziel erreicht werden kann, sind so manche Untiefen zu durchschiffen. Doch gibt es auf dieser Reise auch viele schöne und berührende Momente.

    Fazit: Ein stilles und tiefsinniges Buch, voller Liebe und Menschlichkeit! Es hat mich verzaubert!


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    natti_ Lesemauss avatar
    natti_ Lesemausvor 3 Monaten
    Das Lavendelzimmer

    Inhalt:
    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Der Buchhändler Jean Perdu verkauft auf seinem Bücherschiff Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor einundzwanzig Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief - den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.

    Meinung:
    ein wirklich schönes Cover, das gleich ins Auge fällt. Mit Lavendel, in einem shönen Farbton.
    Eine wirklich tolle Geschichte die Fesselt und einen mitreißt. Ideal für den Urlaub oder den Sommer.
    Eine Geschichte über Liebe, Vergänglichkeit und Selbstfindung.
    Besonders toll fand ich am Ende des Buches die Rezpte. Ein guter Einfall.
    Die kursive Schriftform wenn aus Manons perspektive erzählt wurde, fand ich auch besonders toll.
    Zudem lernen etwas von Frankreich kennen, wunderschön.
    Eine besonders tolle Geschichte, mit einer wunderschönen Idee dahinter.

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    buchjunkies avatar
    buchjunkievor 4 Monaten
    Über die Macht der Bücher und die Liebe


    Eine Hommage an die Liebe und das Leben! Und an die Liebe zu Büchern!

    Ganz ehrlich, ich hatte ein wenig Kitsch erwartet , aber jetzt nach dem Lesen tut es mir leid, dass dieses Buch vier Jahre lang ein trauriges Dasein in meinem Bücherregal geführt hat.


    Jean Perdu ist Buchhändler, doch kein gewöhnlicher. Auf seinem Bücherschiff verkauft er Romane wie Medizin.Er weiss genau, welche Krankheit mit welchem Buch gelindert werden kann. Nur sich selbst vermag er nicht zu helfen. Er hat sich vom Leben zurückgezogen, seit er vor einundzwanzig Jahren von seiner Geliebten Manon verlassen wurde, während er schlief. Seitdem war sein Leben farblos und langweiligen Routinen unterworfen.
    Doch als Catherine neben ihm einzieht und Jean ihr einen Tisch von ihm schenkte, ist alles anders. In der Schublade des Tisches war ein Brief von Manon, der dort über zwanzig Jahre darauf wartete, gelesen zu werden. Und zwischen Catherine und Jean entwickelt sich mehr als nur Nachbarschaft.
    Aus einer Laune heraus , löst Jean die Leinen seines Bücherschiffes und beginnt eine Reise zurück in sein Leben und in die Provence.


    Viel Gefühl und wunderschöne Worte stecken in diesem Roman, der mich verzaubert hat.
    Mit feinem Humor und gespickt mit vielen eindrucksvollen Zitaten führt die Autorin durch die Geschichte.
    Aufgelockert wird die Geschichte durch den Reisegefährten von Jean, Max Jordan, ein junger Schriftsteller , der in einer waghalsigen Aktion in letzter Minute auf das Bücherschiff springt.

    Ein großartiger, zauberhafter Roman, den ich gerne weiterempfehle!

    “Der einzige Fehler ist nur das so viele, hauptsächlich Frauen, denken, ihr Körper müsste perfekt sein, um geliebt zu werden.. Dabei muss er nur lieben können . Und sich lieben lassen.“

    Kommentare: 5
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    Buecherbotes avatar
    Buecherbotevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch, das sehr ans Herz geht
    Einfühlsames Buch über das Leben, die Liebe und den Tod

    "Das Lavendelzimmer" nimmt uns mit auf eine Reise - nicht nur äußerlich, auf einem Bibliotheksschiff von der Seine bis nach Südfrankreich. Sondern auch innerlich - von einem kalten, vertrockneten Ort ohne Liebe, voller Enttäuschung, Angst und Wut hin zu einem Ort der Hoffnung auf Liebe und Wiedergutmachung.
    Ein wunderschöner Roman, von dem man sich nur wünscht, dass er nie aufhören möge.

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    renees avatar
    reneevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: zauberhaft !!!!
    zauberhaft !!!


    Ein wunderschöner Roman über das Verlassen werden, der sich in einem eher unscheinbaren Äußeren verbirgt. Hätte ich dieses Buch nicht empfohlen bekommen, ich hätte es mir wahrscheinlich nicht angesehen. Es ist mir dann doch etwas zu niedlich vom Äußeren. Ich weiß, man sollte nicht nach dem äußeren Schein gehen. Aber manchmal kann ich schlecht über meinen Schatten springen. Aber das ist ja eigentlich auch eine Geschmacksfrage.


    Ein Buchhändler (Monsieur Perdu), der seine Buchhandlung mit dem Namen "Die literarische Apotheke" auf einem Schiff untergebracht hat und der jedem Besucher seines Ladens ansieht/erfühlt wie es ihm geht, um ihm postwendend das richtige Buch zu überreichen, zur Heilung sozusagen. Was für eine wunderschöne Idee ! Wenn es nur so einfach wäre !
    In seinem Wohnhaus zieht eine neue Mieterin ein, die nach langer Zeit von ihrem Mann verlassen wurde und nun vor dem Nichts steht. Durch die Concierge und eine Mitmieterin des Hauses wird er gefragt, ob er nicht einen Tisch für diese Dame zum Verschenken hätte. Dies bringt bei ihm lange verschlossene Gefühle/Empfindungen zu tage. Der Tisch steht nämlich in einem seit 21 Jahren verschlossenem Zimmer, dem Lavendelzimmer. Er wurde vor 21 Jahren von seiner großen Liebe (Manon) verlassen, über Nacht, ohne miteinander geredet zu haben. Sie hatte ihm nur einen Brief auf den Tisch gelegt. Das veränderte Monsieur Perdu nachhaltig, er verschloss das Zimmer und auch sich selbst. Durch die jetzige Situation öffnet er das Zimmer um für die Nachbarin den Tisch zu holen. Diese findet in der Schublade den Brief (er hatte damals nicht die Kraft ihn zu öffnen und zu lesen, verstaute ihn erstmal in der Tischschublade), übergibt ihn Monsieur Perdu und er wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Letztendlich liest er den Brief und macht sich mit seinem Bücherschiff und einigen skurrilen Charakteren auf den Weg von Paris in die Provence (Manons Heimat). Ein Roadtrip in Frankreich, nicht auf der Straße, sondern zu Wasser.


    Dieses Buch hat mich verzaubert. Es liest sich überaus flüssig und ist in keiner Weise kitschig geschrieben. Sondern eher überaus einfallsreich und sehr humorvoll. Ich habe sehr viel Lachen und Schmunzeln müssen. Der Schreibstil ist einfach, aber wunderschön. Er regt viel zum Nachdenken an. Und immer wieder Verweise auf andere Bücher. Wundervoll !!!


    "Eine Hommage an die Macht der Bücher und des Lesens, an die Liebe und an die Magie des südlichen Lichts!"

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 10 Monaten
    Das Lavendelzimmer

    Der Pariser Buchhändler Jean Perdu verkauft bestimmte Bücher nur an bestimmte Menschen. Er allein entscheidet, welches Buch zu seinem Kunden passt. Nur für sein eigenes Leben scheint es keine geeignete Lektüre zu geben. Seit jener unglücklichen Liebe vor 21 Jahren verläuft sein Leben gleichförmig, von einer tiefen Enttäuschung durchzogen. Den Brief, den sie ihm hinterließ, hat er nie gelesen. Bis jetzt, als eine neue Nachbarin die Wohnung bezieht. Und was in diesem Brief steht, verändert ihn und das Leben vieler weiterer Menschen. Jean Perdu bricht auf und findet lange nicht an sein Ziel. Bis es schließlich zu ihm kommt.

    Der Anfang des Buches ist sehr gelungen. Nach nur wenigen Seiten, möchte man wissen, wie es mit Jean Perdu weitergehen wird. Ob er jemals an seiner Großen Enzyklopädie der Kleinen Gefühle weiterarbeiten und jemals ein Buch für seine eigene Seele finden wird. Jean Perdu trägt schwer an einer vergangenen Liebe von vor über 20 Jahren. Sein Leben scheint seitdem still zu stehen.

    Es ist ein Buch voller anregender Gedanken, ein Roadmovie (ob zu Schiff, per Auto oder zu Fuß) und ganz nebenbei ein kleiner Reiseführer durch Frankreich. Es spendet Trost und zeigt einem, dass man in dunklen Stunden nicht allein auf der Welt ist. Es ist ein Buch über Bücher, über Musik und Tango, über Gefühle, das Leben selbst, die Liebe, über Sprache, Trauer und über die Menschen ganz allgemein. Eine schöne Geschichte voll Poesie zum Lauschen an so manch schönen Sommerabenden, vielleicht so gar in einem Lavendel-Garten. Bestimmt ewas für immer noch Verliebte, Traurige, weil verlassen oder einfach nur träumende Zuhörer.

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Jahr
    Zauberhaft

    Der Buchhändler Jean Perdu erhält nach etlichen Jahren eine Nachricht einer verlorenen Liebe, die sein ganzes Leben umwirft. Er löst buchstäblich alle Leinen und geht mit einem Hausboot auf die Reise zu sich selbst. So einfach wäre wohl der Inhalt des Buches skizziert. Aber so einfach ist es natürlich nicht, denn Perdu lebt ja nicht im luftleeren Raum. Und gerade das Drumherum ist es, was diesen Roman so zauberhaft macht: die vorbeiziehenden Dörfer, Städchen und Landschaften, die Personen am Wegesrand, die ihn mal länger, mal kürzer begleiten. Da wäre der junge Bestseller-Autor Max Jordan, auf der Flucht vor seinen Fans und mit seiner Schreibblockade hadernd oder Cuneo, der Italiener, der seit Jahrzehnten Frankreichs Kanäle nach seiner großen Liebe absucht, die er einst auf einem Hausboot traf.

    Nina George schafft es, auch an schwerer wiegende Lebensthemen heranzugehen ohne den luftig-leichten, fließenden Ton zu verlieren, der dieses Buch ausmacht. So entwickelt die Geschichte ihren eigenen Sog, ihren ganz eigenen Erzählfluss, der den Leser einfach mitnimmt auf die Reise durch Frankreich und Perdus Leben, ihn mitfühlen, mitzittern, mithadern und -weinen lässt.

    "Dieser Geschichte wohnt ein unglaublich feiner Zauber inne." meint Christine Westermann und beschreibt damit das Gefühl, das auch ich beim Lesen hatte. Das Gefühl, in eine Welt einzutauchen, in der man Schmerz fühlen und auch loslassen darf, in der das Leben intensiver, die Liebe strahlender und Freundschaft etwas Festes und Unvergängliches ist.

    Ein nettes Beiwerk sind die angehängten Listen mit Rezepten der Gerichte, die Jeans Reise begleiten und der Bücher, die, als Jean Perdus literarische Notapotheke bezeichnet, bei allerlei Leiden und passenden oder unpassenden Gefühlen helfen sollen.

    Auch wenn das Buch schon 2013 erschienen ist, für mich zählt es zu den Leseentdeckungen des Jahres und ich werde es sicherlich nicht nur einmal lesen und genauso sicher auch anderen als Leseempfehlung ans Herz legen.

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    EifelBuecherwurms avatar
    EifelBuecherwurmvor einem Jahr
    Es hat mich verzaubert!

    Inhalt:

    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.

    Design:

    So minimalistisch und schön. Ich habe mich sofort in das Cover verliebt. Passend zum Titel "Das Lavendelzimmer" ist die Schrift in Lila gehalten. Ein paar Lavendel-Zweige liegen auf einem hölzernen Untergrund. Für mich hatte das direkt etwas vom Mittelmeer.

    Meine Meinung:

    Bisher habe ich Romane wie diesen nicht so auf dem Schirm gehabt. Der Grund, warum ich mir dieses Hörbuch kaufte war einfach: es gab vor Ort kein Anderes was ich nicht schon hatte, und daher griff ich zu diesem, da mir das Cover so gut gefiel. Als sich die Imhaltsangabe auch noch ansprechend anhörte, kaufte ich es kurzerhand. Und dies stellte sich als Glücksgriff heraus.

    Jean Perdu ist ein besonderer Buchhändler. Seine Buchhandlung befindet sich auf einem Schiff und Bücher verkauft er wie Medizin. Er erkennt woran die Menschen leiden und hat immer das passende Buch zur Hand. Nur bei sich selbst kommt er nicht weiter. Erst die Ankunft einer neuen Nachbarin reißt ihn aus seiner gewohnten Lethargie und stößt ihn hinaus ins Leben. Er macht sich auf den Weg zu sich selbst und findet dabei nicht nur sich selbst, sondern auch gute Freunde an seiner Seite.

    In diesem Buch findet jeder Leser ein Stück von sich selbst. Es ist poetisch-philosophisch und arbeitet mit so viel Gefühl und Menschlichkeit. Es ist eine kleine, kostbare Perle. So ein Buch habe ich noch nie gelesen!

    Der Sprecher passt perfekt zum Buch. Er ist total beruhigend und hat mich direkt zum Träumen gebracht. Abends im Bett wäre das Hörbuch vermutlich nichts gewesen, weil ich sicher sofort eingeschlafen wäre. Aber so habe ich auf dem Weg zur Arbeit dem sehr sympathischen Sprecher verzaubert zugehört.

    Einen Teil des Buches spricht die Autorin selbst. Mit ihrer Stimme konnte ich mich nicht so gut anfreuden, sie hat für mich einfach nicht zur Person gepasst. Aber da die Szenen nicht sehr lang und auch nicht häufig waren konnte ich damit leben. Es hat nur vom Gefühl her den Hörspaß etwas unterbrochen.

    Dieses Buch ist Sehnsucht pur. Die Erzählweise ist so plastisch und überdeutlich, dass ich die Gerüche fast wahrnehmen konnte. Immer wieder berichtet die Autorin so detailliert von der Umgebung und allem rund um Jean, dass es besser ist als jeder Film.

    Schön fand ich auch, dass es nicht nur um Jean Perdu geht. Wir erfahren allerlei über die Personen um ihn herum. Unterschiedliche Charaktere, die zunächst überhaupt nicht zueinander passen, treten eine Reise an. Jeder für sich, aber auf Teilen der Strecke gemeinsam. Eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft rund um Jean entsteht. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und geht unterschiedlich damit um. Aber sie stehen einander bei und können sich aufeinander verlassen.

    Manche Kleinigkeiten fand ich von den Charakteren her doof, Anderes wieder total klasse. Aber so ist das auch im wahren Leben. Nicht alles an einer Person kann einem gefallen.

    Fazit:

    Dieses Buch hat mich verzaubert. Ich kann es schwer in Worte fassen. Es war wie ein ruhiger und besonnener Hafen, in den ich nach einem stressigen Tag einlaufen konnte. Es hat auf einfache Weise philosophisch anspruchsvolle und zwischenmenschliche Dinge beleuchtet und analysiert. Und das ohne belehrend zu sein. Dazu die liebenswerten Charaktere, die schöne Landschaft und der interessante Inhalt. Da kann ich nur gute 4 von 5 Sternen vergeben!

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor einem Jahr
    Gelungen

    "Das Lavendelzimmer" ist eine schöne, bewegende Geschichte über sehr verschiedene Charaktere, die ihre Vergangenheit verarbeiten müssen, um in die Zukunft blicken zu können. Dass Bücher eine wichtige Rolle spielen, ist ein willkommener Bonus, der das Buch nur bereichert.

    Der Protagonist hat vor mehr als zwanzig Jahren eine Frau verloren, die er sehr geliebt hat, ohne aber die genauen Umstände zu kennen. Nun erfährt er davon und es reißt ihm den Boden unter den Füßen weg und reißt alte Wunden wieder auf. Er bricht auf eine Reise auf, auf der er sich nicht nur selbst wieder findet, sondern auch unbezahlbare Erfahrungen, echte Freunde und einige wichtige Weisheiten über das Leben.
    Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und keiner ist unbedingt 'gewöhnlich'. Es sind unterschiedliche Lebensvorstellungen vertreten, aber keine wird abgeurteilt - alle sind gleichwertig und bedeutsam und werden akzeptiert. Selbst die Nebenfiguren, denen Jean auf seiner Reise begegnet und die er nur kurz trifft, haben alle Eigenschaften, die sie einzigartig machen und alle Erfahrungen bringen ihn weiter. Das hat mir gefallen.

    Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen und er hat etwas poetisches. Die Handlung ist atmosphärisch dicht und an verschiedenen Stellen emotional und bewegend. Der Weg, den die Charaktere gehen müssen, ist nicht immer leicht, aber notwendig und das wurde schön vermittelt. Dazu gibt es auch unterhaltsame Momente, sodass die Geschichte keineswegs bedrückend, sondern schön und trotz der schweren Themen hoffnungsvoll ist.

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    vormis avatar
    vormivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hier ist alles an Gefühlen vorhanden, die volle Bandbreite - ein tolles Buch!!!
    Das Lavendelzimmer

    Ein unwiderstehlicher Roman über die Macht der Bücher, die Liebe und die Magie des südlichen Lichts: „Das Lavendelzimmer“ – ein internationaler Bestseller, übersetzt in 30 Sprachen, gefeiert von der Presse wie von Lesern weltweit. 
    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben.


    Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben. 

    Inhaltsangabe auf amazon


    Ein so herrliches Buch, vollgepackt mit der ganzen Bandbreite an Emotionen.
    Atmosphärisch dicht und besonders für alle bibliophilen unter uns eine Offenbarung. Wer möchte nicht gerne mit einer schwimmenden Buchhandlung die Seine entlang fahren?
    Auf der Suche nach der Vergangenheit...
    Ein Buch zum immer wieder lesen, einfach so toll geschrieben.
    Das muss man unbedingt gelesen haben...

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Du suchst noch nach der perfekten Lektüre für den Lesesommer? Dann solltest du unbedingt einen Blick auf die neue "Genau Meins"-Kollektion des Knaur Verlags werfen. Reise mit "Als wir unsterblich waren" von Charlotte Roth zurück ins Westberlin des Jahres 1989, begleite den Buchhändler Jean Perdu in "Das Lavendelzimmer" von Nina George auf der Suche nach einer vergangenen Liebe oder begib dich mit Kirsty Warks Roman "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" auf die sturmumtoste Insel Arran, im Westen Schottlands.

    Der Sommer kann also definitiv kommen und passend dazu haben wir uns eine schöne Aktion überlegt, bei der du die Möglichkeit hast, eine von 5 exklusiven "Genau Meins"- Leseboxen zu gewinnen. Jede Box hat 3 Schubladen, in denen sich jeweils die oben vorgestellen Bücher befinden. Ein wahres Schatzkästchen an Büchern also!

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    Natürlich sind wir neugierig, auf welches der 3 Bücher du schon am gespanntesten bist! Verrate uns, wenn du hier deinen Link postest, doch gleich mit, für welches Buch du dich entscheiden würdest, wenn du die Qual der Wahl aus diesen drei Romanen hättest! In den "Genau Meins"-Leseboxen sind später trotzdem alle Bücher enthalten.
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    vormis avatar
    Leider gibt es hier keine Bücher zu gewinnen, denn wir haben uns in der Gruppe Serien-Leserunden zusammengefunden und hatten das Buch zu Hause liegen.  Wer es also auch noch bei sich rumsubben hat, kann sich uns gerne anschließen:-)  Wir starten am 6. Oktober Zur Gruppe Serien-Leserunden geht's hier http://www.lovelybooks.de/gruppe/1083663533/serien_leserunden/themen/
    Ajanas avatar
    Letzter Beitrag von  Ajanavor 4 Jahren
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    DieBuchkolumnistins avatar
    Nina George stürmte mit ihrem Roman "Das Lavendelzimmer" soeben die Bestsellerlisten und trotz vollem Terminkalender nimmt sie sich die Zeit und beantwortet am Freitag, 06. September 2013 Eure Fragen zu ihrem wunderbaren Roman rund um die Liebe und die Liebe zur Literatur:

    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.  LESEPROBE

    Gemeinsam mit dem Verlag Droemer Knaur verlosen wir unter allen Fragestellern 5x den Roman "Das Lavendelzimmer"! Nina George wird aufgrund eines wichtigen Termins Eure Fragen erst am späten Nachmittag bis Abend beantworten können und wir freuen uns, dass sie trotzdem für uns und für Euch Zeit findet! Viel Spaß beim Austausch!

    Mehr über die Autorin:
    Nina George, geboren 1973, arbeitet seit 1992 als freie Journalistin, Schriftstellerin und Kolumnistin. George schreibt Wissenschaftsthriller und Romane, Reportagen, Kurzgeschichten sowie Kolumnen. Ihr Roman „Die Mondspielerin“ erhielt 2011 die DeLiA, den Preis für den besten Liebesroman. Für ihren Kurzkrimi „Das Spiel ihres Lebens“ wurde Nina George 2012 mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet. Unter ihrem Pseudonym Anne West gehört Nina George zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Erotikautorinnen. Nina George ist verheiratet mit dem Schriftsteller Jens J. Kramer und lebt im Hamburger Grindelviertel. Mehr über die Autorin unter www.ninageorge.de.


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