Nina George Das Traumbuch

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Inhaltsangabe zu „Das Traumbuch“ von Nina George

Können uns falsche Entscheidungen glücklich machen? Das Leben besteht aus der Summe stündlicher Entscheidungen. Doch welche sind richtig? Welche führen zu Glück, Liebe, Freundschaft – welche zu Verzweiflung und Einsamkeit? Mit dieser existenziellen Frage ringen die Verlegerin Eddie, der Kriegsreporter Henri und der hochsensible Teenager Sam, als Henri nach einem Unfall ins Koma fällt.

2,5 von 5 Sternen - man muss sich drauf einlassen können, was mir erst ab der zweiten Hälfte gelungen ist.

— Literaturchaos
Literaturchaos

Unerträglich traurig und unglaublich schön. Mein Herz ist in Stücke gesprungen und wurde neu zusammen gesetzt... ein tolles Buch!

— Alina97
Alina97

Philosophisch, tiefgehend, berührend. Sehr melancholisch und schwer, nicht fließend genug. Interessant, nachdenklich, zeitweise zäh!

— Raven
Raven

Manchmal war es schwierig Realität und Komatraum auseinander zu halten. Aber ansonsten ist das Buch einfach nur berührend!

— RoccosMom
RoccosMom

Interessantes Buch, emotional, sprachlich sehr stark, aber auch verwirrend durch verwaschene Grenzen von Realität und Koma!

— YvetteH
YvetteH

Sehr emotionale Geschicht mit traurig schönem Ende

— xxnickimausxx
xxnickimausxx

DiesesBuch hat mich von Anfang bisEnde gefangen&berührt - für die ausführlicheRezension nehme ich mir deshalbZeit: für die richtigenWorte<3

— cheshirecatannett
cheshirecatannett

Sehr emotional. Eine umfangreiche Palette der Gefühle kommt hier zum Einsatz!

— Frieda-Anna
Frieda-Anna

Ein Meisterwerk der Emotionen!

— Monika58097
Monika58097

Lieben und Bleiben? Lieben und sich nicht einlassen können oder wollen - und was am Ende des Lebens wichtig war. Gewesen wäre.

— PiaZiefle
PiaZiefle

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  • Eine Geschichte voller Drama und Spekulationen

    Das Traumbuch
    Literaturchaos

    Literaturchaos

    20. September 2017 um 11:29

    Dies ist eines jener Bücher, die zum richtigen Zeitpunkt kommen müssen, auf die man sich richtig einlassen muss. Denn anders als ein spannender Thriller oder ein witziger Unterhaltungsroman, die man ja eigentlich jederzeit so weglesen kann, muss man für dieses Buch wirklich in Stimmung sein. Und vor allem braucht man Ruhe um sich herum, um es zu lesen und zu verstehen. "Das Traumbuch" ist ein sehr leises Buch, melancholisch und zu Herzen gehend. Und genau damit hatte ich zu Anfang meine Probleme. Die Geschichte dieses Romans handelt von Henri, einem ehemaligen Kriegsreporter, der im Koma liegt, von seinem hypersensiblen Teenager-Sohn Sam,  der ihn bisher nicht kennt und von Henris Ex-Freundin Eddie. Jeder der drei hat sein Päckchen zu tragen, jeder hat Probleme, mit dem Leben klarzukommen und von Frohnaturen kann hier überhaupt nicht die Rede sein. Und genau das machte es für mich sehr schwierig, dieses Buch zu mögen. Denn ich liebe Protagonisten, die richtig fies und hinterhältig sind - diese drei hingegen sind passiv und schleichen geradezu auf Zehenspitzen durch den Roman.   - "Sam hat sich in den Stuhl gekrallt, während Dr. Saul sein gesamtes akademisches Fachwissen auf uns regnen lässt. Samuel nutzt das Wissen nicht. Er will etwas anderes. Vielleicht Hoffnung. Und Hoffnung ist nicht aus Wissen gemacht." - Zitat Seite 88 Die Handlung spielt größtenteils auf der Intensivstation,  auf der Henri nach einem Unfall im Koma liegt. Und hier fängt die Autorin nun an, zu spekulieren: Was passiert mit einem Koma-Patienten? Wie viel von dem, was um ihn herum geschieht, bekommt er mit? Träumt er? Hat er Nahtod-Erfahrungen? Ist er geistig anwesend und kann sich nur nicht mitteilen? Eddie, die Henri nach einem Streit vor einigen Jahren aus dem Haus jagte, besucht ihn jeden Tag im Krankenhaus und man fragt sich, warum? Warum übernimmt sie für ihren Ex, der sie nicht genug liebte, um sein Leben mit ihr zu teilen, so viel Verantwortung, dass sie im Notfall über Leben oder Tod entscheiden muss? Und das, obwohl sie längst einen neuen Lebenspartner hat? Warum schrieb Henri einst Eddies Namen in die Patientenverfügung, obwohl er ihr vor den Kopf geknallt hatte, dass er sie nicht liebt und zu dem Zeitpunkt schon von ihr getrennt war? Was bringt einen blitzgescheiten und hochsensiblen Teenager dazu, die Schule zu schwänzen und wichtige Prüfungen zu versäumen, um seinen Vater, den er überhaupt nicht kennt, der nie da war, tagtäglich im Krankenhaus zu besuchen? Dieses Buch ging für mich persönlich erst nach der Hälfte, nämlich nach etwa 200 Seiten, richtig los. Ich muss gestehen, dass ich es mehrmals abbrechen wollte, im Endeffekt aber nun doch froh bin, dass ich durchgehalten habe. Denn die Geschichte entwickelt sich und mit ihr entwickeln sich die Protagonisten, wachsen zusammen und über sich hinaus.   - "...das ist die Magie der Literatur. Wir lesen eine Geschichte, und danach ist etwas anders. Was, das wissen wir nicht, oder warum, durch welchen Satz, das wissen wir auch nicht. Und dennoch hat sich die Welt verwandelt und wird nie mehr dieselbe sein wie vorher. Manchmal merken wir es erst Jahre später, dass ein Buch der Riss in unserer Realität war, durch den wir, nichtsahnend, entkommen sind aus Kleinigkeit und Mutlosigkeit." - Zitat Seite 111   Sprachlich ist "Das Traumbuch" größtenteils sehr poetisch und blumig geschrieben - für mich persönlich definitiv zuviel des Guten, denn mir gefällt ein klarer Stil, der Tacheles redet weitaus besser. Bis kurz vorm Ende ist noch alles völlig offen, dann aber herrscht Taschentuchalarm, bzw. dann wird es extrem rührselig. Da ich die erste Hälfte vom "Traumbuch" nicht mochte, die zweite Hälfte dann aber doch recht gern gelesen habe, lautet MEIN FAZIT hier: 2,5/5 STERNEN  

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  • Phantastisch im wahrsten Sinne des Wortes

    Das Traumbuch
    tonks

    tonks

    26. May 2017 um 16:34

    Ich würde Nina Georges "Traumbuch" tatsächlich gerne in das Genre der Phantastik einsortieren, jenes Genre, in dem auch der Verlag von Eddie, eine der Hauptfiguren des Romans, verlegt. Phantastik, das ist keine Fantasy, sagt Eddie: "Keine Elfen, keine Orks, keine Vampire. Sondern Utopien und Dystopien. Geschichten von Parallelrealitäten (...) Alles, was nur drei Schritte neben unserer Wirklichkeit sein könnte und eine wissenschaftlich fundierte Form des Wunderbaren darstellt."Ich sage das so ausdrücklich gleich zu Anfang, weil es für mich den Unterschied macht zwischen einem Stern und fünf Sternen. Wenn das ganze Buch zu 100% für bare Münze zu nehmen wäre, dann wäre mir einiges zu abgehoben: Dass tote Menschen uns in unseren Träumen besuchen können, dass es einen Ort gibt zwischen Leben und Tod, der aussieht wie ein Meer, dass zwei Menschen, die sich nie begegnet sind, aber beide im Koma liegen, sich an diesem Ort kennenlernen können. Das sind spannende Gedankenspiele, an die ich glauben möchte, aber an die ich nicht glauben müssen möchte. Ich habe das Gefühl, dass das "Traumbuch" mir die Wahl lässt, es als phantastische, wunderbare Parallelwelt zu sehen, in der es möglich ist, und mich gleichzeitig hoffen lässt, dass es auch in unserer Welt möglich ist.Wenn ich also ausschließe, dass Nina George einen gefühsduseligen Esoterik-Roman geschrieben hat, dann hat mir dieses Buch so viel gegeben. Es hat zu mir - vor allem in der Lebenssituation, in der ich mich gerade befinde - wirklich gesprochen wie nur wenige andere Bücher. Über das Leben und Entscheidungen, die unser Leben prägen. Über den Tod. Über die Liebe. Über Beziehungen.

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  • Zwischen Tod und Leben

    Das Traumbuch
    MikkaG

    MikkaG

    05. April 2017 um 19:39

    Handlung: »Ich liebe dich, ich will dich, für immer und darüber hinaus, für dieses und für alle anderen Leben.« »Ich dich nicht.« Manchmal sind es die dramatischen Ereignisse, oft sind es aber auch die unbedachten Entscheidungen, die zu Wendepunkten im Leben werden; die Weichen werden neu gestellt, und danach gibt es kein Zurück mehr. Ein einziges kleines Wort hätte für Henri Skinner alles verändern können: wie wäre sein Leben verlaufen, hätte er stattdessen mit »Ich dich auch« geantwortet?Das Buch beginnt damit, dass Henri sich aufmacht, seinen 13-jährigen Sohn Sam zum allerersten Mal zu treffen - aber auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt rettet er ein Leben, wird daraufhin selber schwer verletzt und fällt ins Koma.46 Tage lang erlebt er im halb-bewussten Dämmerzustand unzählige Variationen seines Lebens, in jeder davon hat Henri an einem bestimmten Wendepunkt eine andere Entscheidung getroffen. Währenddessen sitzen zwei Menschen hoffnungsvoll an seinem Bett: die Liebe seines Lebens, Eddie, der er mit seinem 'Ich dich nicht' das Herz gebrochen hat, und sein hochsensibler Sohn Sam, der sich immer danach gesehnt hat, seinen Vater kennenzulernen und jetzt Angst hat, zu spät zu kommen.Meine Meinung: Nina George beschäftigt sich hier mit grundlegenden existentiellen Fragen: mit nichts Geringerem als der Suche nach dem Sinn des Leben, der Angst vor dem Tod, dem Zweifel daran, ob man die Welt auf seine eigene Art zu einem besseren Ort gemacht hat, der lähmenden Furcht, man könne sein Leben verschwendet haben... Aber sie schreibt darüber nicht aus philosophischer Distanz oder klingt wie eines dieser beschaulichen Geschenkbüchlein, sondern erzählt eine Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt und trotzdem mitten aus dem Leben gegriffen scheint.Allerdings enthält das Buch auch eine Prise Phantastik, eine Spur Märchen, einen Hauch von Poesie. Ein Neurologe würde beim Lesen vielleicht milde lächelnd den Kopf schütteln und sagen: Nonsens, ein Komapatient ist gar nicht fähig zu solch komplexen Gedanken, und andere Leben träumen kann er schon mal gar nicht... Das ist Wunschdenken. Das ist Realitätsflucht.Ich konnte mich jedoch wunderbar darauf einlassen, denn Nina George lässt alles, was geschieht, vollkommen plausibel klingen, und dennoch originell und fantasievoll und einzigartig.Ein Großteil des Buches spielt sich in den Köpfen der drei Hauptcharaktere ab, die sich alle kaum aus Henris Krankenzimmer fortbewegen. Aber das funktioniert und es ist trotzdem spannend, weil sie außergewöhnliche Menschen sind, die lebendig und vielschichtig geschildert werden und auf ihre jeweilige Art sehr liebenswert sind.Henri war früher Kriegsreporter, und auch nachdem er diese Karriere an den Nagel hing, blieb er ein Getriebener, der nirgends wirklich zur Ruhe kam.Eddie ist Verlegerin und ihr kleiner Verlag hat sich spezialisiert auf Phantastik - nicht Fantasy, wie sie rigoros betont. Keine Zwergen, Elfen, Vampire und so weiter. Dafür aber alles, "was nur drei Schritte neben unserer Wirklichkeit sein könnte". Sam ist 13 und schon Mitglied der Mensa,dem internationalen Netzwerk für Hochbegabte. Er ist Synästhetiker: Zahlen haben für ihn nicht nur eine Farbe, sondern auch eine Persönlichkeit, er kann Lügen sehen und Gefühle schmecken. Bei Menschen im Koma kann er fühlen, ob sie gerade nah an der Oberfläche sind oder ganz weit weg.Später kommt noch ein weiterer Charakter hinzu: die 12-jährige Maddie, die ein Stockwerk über dem Zimmer von Henris Vater im Wachkoma liegt. Sam verirrt sich eines Tages dort hinein und weiß direkt: ohne dieses Mädchen will er nicht mehr sein, nie mehr.Das hätte furchtbar kitschig werden können, war aber unglaublich rührend. Überhaupt werden die Beziehungen zwischen diesen vollkommen unterschiedlichen Menschen intensiv und überzeugend beschrieben.Was mich aber am meisten an diesem Buch begeistert hat, war der lyrische Schreibstil, der großartige Metaphern und Bilder findet und dabei mit einer ungeheuren Eindringlichkeit Emotionen vermittelt, ohne jemals ins Pathos abzudriften. Ob es jetzt gerade lustig ist oder traurig, es ist immer authentisch und glaubhaft - und gleichzeitig irgendwie drei Schritte neben der Wirklichkeit.Fazit:Drei Menschen kommen in einem Krankenzimmer auf der Komastation zusammen: Henri, Eddie und Sam. Henri ist der Koma-Patient, Eddie die Liebe seines Lebens und Sam sein 13-jähriger Sohn. Nur, dass Henri Eddie schon vor Jahren vergrault hat und Sam noch nie begegnet ist...Die Autorin erzählt eine Geschichte der leisen Töne, in der es um die Entscheidungen geht, die unser Leben verändern. Was wäre wenn...? Henri erlebt im Koma sein Leben immer wieder neu, während Eddie und Sam versuchen, ihn ins Leben zurückzuholen. Und das ist trotz der Thematik nicht deprimierend, sondern bezaubernd wie ein Märchen und auch in traurigen Szenen immer behutsam positiv. Der Schreibstil ist von einer ganz eigenen, außergewöhnlichen Schönheit. 

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  • Melancholische Schwere!

    Das Traumbuch
    Raven

    Raven

    13. March 2017 um 00:23

    "Das Traumbuch" von Nina George ist in der Printausgabe 416 Seiten lang und bei Knaur erschienen.Das Buch gibt es als Print, Hörbuch und im Ebookformat. In der Ebookausgabe ist das Buch schön übersichtlich gegliedert und einfach zu lesen. Welche Entscheidungen sind richtig und welche sind falsch? Wann ist es zu spät? Gibt es doch noch einen Weg in eine positive Richtung? Manchmal wird aus Glück, Liebe und Freundschaft, Einsamkeit und Verzweiflung. Mit den tiefgehenden Fragen des Lebens müssen sich Verlegerin Eddie (Die Exfreundin von Henri), Sam (Sohn von Henri, den er nie gesehen hat) und Henri selbst, der Kriegsreporter, stellen. Henri wollte endlich nach vielen Jahren seinen Sohn sehen und sich mit ihm treffen. Doch genau an diesem Tag landet er durch einen Unfall im Koma. Sam und Eddie erfahren über Umwege von seinem Zustand und lernen sich im Krankenhaus kennen. Beide möchten Eddie helfen und jeder muss für sich Entscheidungen treffen und sich lebenswichtige und lebensverändernde Fragen stellen. Das Buch ist sehr philosophisch und tiefgehend, was mir sehr gefallen hat. Man kommt ins Grübeln und reflektiert sein eigenes Leben. Interessant ist die Begabung von Sam und die Beschreibungen aus Henris Sicht aus dem Koma heraus. Einige Emotionen werden angesprochen, aber es überwiegt die Melancholie und die Schwere im Buch. Keine Schwere im Sinne des Verständnisses, sondern eine erdrückende Schwere, die einem die Luft zum Atmen nimmt und sich auf die Brust während des Lesens legt. Leider bleibt diese tiefe Schwere konstant und lässt kaum Raum für andere Gefühle. Dadurch ändert sich nicht viel und irgendwann wird es zäh und ich musste dann immer wieder mich überwinden weiterzulesen. Leider hab ich für das Buch wirklich lange gebraucht und war dann zum Schluss auch froh das ich es beendet hatte. Es ist wirklich nicht schlecht und das Thema ist sehr interessant, aber es ist kein Buch welches man schnell lesen kann und welches durch Spannung fesselt. Ich lese eigentlich neben rasanten Büchern auch gerne Klassiker, Prosa und Literatur, aber dieses Werk blieb für meinen Geschmack im Mittelfeld. Fazit: Philosophisches, tiefgehendes, melancholisches Werk, welches nachdenklich stimmt und sich wie ein Stein auf die Brust legt. Interessantes Thema, jedoch mit wenig Spannung und zu wenig emotionaler Abwechslung. Nach einer Weile ist es nur noch melancholisch zäh. Keine Literatur für Zwischendurch. Von mir gibt's eine mittlere Bewertung!

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  • eBook Kommentar zu Das Traumbuch von Nina George

    Das Traumbuch
    anika

    anika

    via eBook 'Das Traumbuch'

    absolut lesenswert

    • 9
  • eine traurig schöne Geschichte

    Das Traumbuch
    DasBuchmonster

    DasBuchmonster

    28. February 2017 um 11:13

    Inhalt:     Sam lädt seinen leiblichen Vater, den er bisher noch nie gesehen hat zum Vater und Sohn Tag seiner Schule ein. Sein Vater, Henri, ist auch auf dem Weg zu diesem Termin, sein Herz gefüllt mit Dingen, die er in Zukunft anders machen möchte, doch auf dem Weg zur Schule geschieht etwas Schreckliches: ein Kind stürzt in den Fluss. Henri rettet das Kind, wird jedoch ein paar Sekunden später überfahren von einem unachtsamen Autofahrer. Henri liegt fortan im Koma und Sam, der bei sich selbst die Schuld sucht, besucht Henri jeden Tag. Sam, sein Sohn und Eddie, seine Exfreundin begleiten Henri auf eine unwirtliche Reise durch sein Bewusstsein. Ob sie es schaffen, ihn zurück zu holen?       Der Schreibstil:     Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht. In dem Buch gibt es mehrfache Perspektivenwechsel zwischen Sam, Henri, Eddie und Mariefrance (Sams Mutter). Dadurch entwickelt sich in dem Buch eine steigende Spannung und man ist in jeder Perspektive mit dem Charakter stark verbunden und erkennt seine Beweggründe. Der Schreibstil hat mir vieles erleichtert, da er sowohl von Traurigkeit stammt als auch von eine Leichtigkeit, die gerade bei Sam und Eddie sehr gut zur Geltung kommt.       Die Charaktere:     In jedem Fall haben mir die Charaktere sehr gut gefallen. Sam als Synästhetiker hat mir insbesondere gut gefallen, da er noch mal ein wenig durch seine Beschreibungen das Bewusstsein für das Zusammenspiel der Welt öffnet. Er als Junge erkennt sehr viel mehr als wir Erwachsenen und ist dabei weise ohne veraltet zu wirken.   Eddie ist ein Herzchen, so eine Freundin hätte ich gerne wie Eddie. Sie ist stark, eigensinnig und man kann sich auf sie verlassen. In diesem Buch ist Eddie meine Heldin, was sie alles für Henri aufgeben möchte und die Opfer, die sie bringt, haben mich sehr berührt. Auch ihre Gefühle zu Sam, diese Offenheit, die vermisse ich schon sehr unter den wahren Menschen.   Mariefrance, Sams Mutter, dagegen hat mich schon teilweise super aggressiv gemacht. Sie kommt mir jähzornig und rachsüchtig vor. Sie will die Nummer eins sein, kein Platz für einen Vater. Noch dazu trimmt sie Sam, diesen sensiblen wunderbaren Jungen, auf einer Eliteschule, wo sie doch weiß, dass sein Vater im Krankenhaus ist. Und dann nimmt sie noch nicht mal die Veränderung ihres Jungen wahr? Blind davon getrieben, ihren Jungen auf "die richtige Bahn" zu bringen. Noch dazu schließt sie Sam aus dem Familienleben aus. Wie gemein ist das denn? Erstmal nicht wollen, dass Sam eine Familie hat und seinen Vater kennen lernt und dann auch noch Sam abkapseln von seinem Stiefvater und dem Halbbruder? Nein also Mariefrance hat es bei mir echt verscherzt. Am Ende sieht sie es ein, was für mich jedoch viel zu wenig war.     Die Geschichte:   Die Story hat mir gut gefallen. Die Dramaturgie wurde sehr gut aufgebaut, Stück für Stück, sodass es für den Leser nicht zu viel war. Noch dazu haben mir die verschiedenen Möglichkeiten des Lebens als Parallelwelten sehr gut gefallen. Etwas Symbolik war auch drin, nur nicht zu viel, sodass man sich nicht überlastet fühlte.  Der Ablauf der Geschichte war makellos, ich kann an keiner Stelle sagen, dass etwas nicht gepasst hätte. Es war eine permanente Anspannung vorhanden, die sich immer mehr verinnerlicht hat bis zu dem Punkt, an dem es zum Ausbruch aller Gefühle kommt, was meiner Meinung nach perfekt arrangiert war.     Von mir gibt es daher die volle Monsterpunktzahl

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  • Emotionen auf höchstem Niveau

    Das Traumbuch
    jala68

    jala68

    25. February 2017 um 22:35

    Henri kennt seinen 13 jährigen Sohn Sam nicht, weil die Mutter nie wollte, dass sie sich kennenlernen. Doch Sam möchte seinen Vater endlich kennenlernen, also lädt er ihn zu einer Schulveranstaltung ein. Auf dem Weg dahin hat Henri einen Unfall und er fällt ins Koma. Ohne das Wissen seiner Mutter, schwänzt Sam jeden Tag ein oder zwei Schulstunden und verbringt diese Zeit am Krankenbett seines Vaters. Als Synästhetiker empfindet es die Welt viel intensiver als normale Menschen. Daher kann er „fühlen“, wie sich sein im Koma fühlt und das er nicht tot ist. Eines Tages begegnet er Ed (Edwina) am Krankenbett von Sam. Ed und Henri hatten vor ein paar Jahren eine sehr intensive Liebesbeziehung. Diese Beziehung endete, als Ed Henri ihre Liebe gesteht und er ihr sagt, dass er diese Gefühle nicht erwidert. Trotzdem hat Henri Ed in einer Patentenverfügung als seine Vertreterin eingetragen. Die Geschichte wir abwechselnd aus der Ich-Perspektive der drei Protagonisten erzählt. Dies macht alles noch intensiver. Die Gedanken und Gefühlen gehen ungefiltert auf den Leser über. Henri - der sich im „Dazwischen“ verirrt und immer wieder Versionen seines Lebens erlebt. Versionen die waren und Versionen die hätten sein können. Ed - die gedanklich in die Zeit mit Henri zurück geworfen wird. Alle Gefühle, die sie überwunden geglaubt hatte, kommen wieder hoch. Und nun soll sie über sein Leben entscheiden. Sam - der hypersensible Junge, der endlich seinen Vater kennenlernen wollte und den er nun auf so unerwartete Weise kennenlernt. Und dann lernt er auch noch Maddie, eine andere Patientin kennen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat mich sehr berührt. Alle drei Protogonisten gehen einen mit ihren Gedanken und Gefühlen sehr nahe. Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sternen und werde bestimmt weitere Bücher der Autorin lesen.

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  • Sehr verwirrend

    Das Traumbuch
    Muhadib

    Muhadib

    25. February 2017 um 14:52

    Es ist verwirrend, wirr und traurig zugleich.  So stell ich mir Koma vor. Es ist schockierend für beide Seiten, den Angehörigen und dem Patienten. Keiner kann ja genau sagen,was der Patient wirklich mitbekommt oder im Koma sieht. Da werden sich viele drum streiten,wahrscheinlich. Ich fand es interessant so ein Einblick zu bekommen, eine andere Sicht der Dinge. Für mich war es keine leichte  Geschichte , sie verwirrt den Leser. Ich weiß gar nicht wie ich meine Gefühle beschreiben soll, die ich durch das Buch empfunden hab.    Der Schreibstil ist gut, ich bekam Eindrücke von den Protagonisten, wie sie sich fühlen und auch die Vergangenheit aller. Dadurch kam manchmal das Gefühl des Verwirrt seins auf. 

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  • Traum oder Koma oder doch Realität?!

    Das Traumbuch
    xxnickimausxx

    xxnickimausxx

    23. February 2017 um 20:22

    Das Traumbuch ist ein Roman der deutschen Autorin Nina George, die unter anderm auch Titel wie "Das Lavendelzimmer" oder "Die Mondspielerin" veröffentlich. Die Geschihte handelt von drei Protagonisten, die zwischen Sein und Nicht-Sein hin und her wechseln. Henri rettet ein Mädchen vor dem Ertrinken und fällt dabei selbst ins Koma. Er lebt in der Welt zwischen Leben und Tod, Wach und Schlaf - immer wieder wandert er zwischen dem Hier und Jetzt und dieser Nicht-Welt hin und her. Er träumt von seinem bisherigen Leben und dann auch wieder nicht und versucht sich ins Jetzt zurückzukämpfen... Der 13-Jährige Sam sein Sohn und hört Klänge, Musik und Stimmen in Farben, also Synästhetiker. Zahlen ebenso Buchstaben und Charaktereigenschaften. Er lebt in seiner eigenen "Mehr-Welt" der Farben. Eddie leidet sehr unter der Situation Henri wieder zu sehen. Sie litt sehr an der Trennung und ihn so zu sehen katapultiert sie zurück in die Zeit, als ihr Vater in Krankenhaus starb. Der schüchterne Sam lernt im Krankenhaus unverhofft die Patientin Madelyn kennen, die durch einen Unfall wahrscheinlich nie wieder Ballett tanzen kann... Zu aller erst wird die Geschichte aus drei Perspektiven, nämlich aus Henris, Sams, und aus Eddies Sicht erzählt. Das Geschehen wird in der Ich-Form auf sehr beeindruckende Weise geschildert - Gedanken und Emotionen werden sehr detailiert und mit vielen Metaphern beschrieben. Dadurch erhält man einen genauen Eindruck in die Gefühlswelt der Person, was meiner Meinung nach der Autorin sehr gut gelungen ist. Im Allgemein ist der Schreibstil sehr fließend und regt dadurch zum weiteren Nachdenken an. Die Autorin schreibt auf hohem Niveau und es geht einem die Geschichte durch ihre Vielfalt, das Gefühlschaos der Protagonisten und durch die ausführlichen Schilderungen der Gedanken sowie Zustände eindeutig nahe. Weiters werden die Protagnostin auf sympatische Weise beschrieben und man kann sich schnell mit allen identifizieren und fiebert bis zum Ende mit. Vor allem die Koma- und Traumwelt wird auf beeindruckende Weise beschrieben. Das Wegschweben, der Kampf um Leben oder das Aufgeben wird auf verschiedenen Ebenen erläutert und man spürt förmlich beim Lesen, wie es dem/der Protagnisten/Protagonistin ergeht. Zum Schluss ist das Ende ein wirklich schön, aber trauriges und der Ausgang war eindeutig unerwartet. Meiner Meinung nach hat dies auch den Reiz von diesem Buch verstärkt. Fazit: Das Traum Buch ist eine fantastische Geschichte, die einerseits auf schöne und abstrakte Weise das Hier und Jetzt sowie die Traum-/Komawelt schildert und andererseits sehr emotional und nachdenklich macht. Ich kann das Buch von Nina George jedem empfehlen, der auf Geschichten steht, die auf hohem Niveau geschildert werden, die nachdenklich machen und die einem ans Herz gehen.   Das Traumbuch erhält von mir 5 von 5 Sternen. (Ein Dank an jellybooks.de für das Rezensionsexemplar.)

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  • Wo bist du?

    Das Traumbuch
    walli007

    walli007

    18. February 2017 um 07:57

    Der 13jährige Sam hat seinen Vater Henri nie kennengelernt, etwas, das er unbedingt ändern will. Er schreibt ihm, doch der Vater taucht nicht auf. Sam erfährt, dass sein Vater einen schweren Unfall hatte und im künstlichen Koma liegt. Jeden Tag besucht Sam seinen Vater und im Krankenhaus trifft er auf Eddie, die früher mit Henri zusammen war. Eddie, die Henri nie ganz loslassen konnte, obwohl er ihr das Herz gebrochen hat. Gemeinsam betreuen sie Henri im Krankenhaus und haben Hoffnung, dass er bald wieder gesund wird. Doch als sich die Ärzte entschließen, Henri aus dem künstlichen Koma zu wecken, erleidet er einen Herzstillstand, nach dem er dann tatsächlich ins Koma fällt. Was geschieht, wenn man so zwischen Leben und Tod ist? Gibt es da überhaupt irgendetwas? Wer kann das so genau sagen? Ist es eher ein traumloser Schlaf, wie an- und ausgeknipst, wie eine Narkose? Oder betritt man eine andere Welt, die da ist, der man aber nicht entfliehen kann? Wie viel Kraft und Willen braucht es, um zurück zu kommen. Können die Liebsten merken, wenn man da ist und doch nicht da? Wie schwer fällt es, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen? Fragen, über den Tod und das Sterben, denen man nicht entrinnen kann. Jeder erlebt den Moment, in dem ein lieber Mensch stirbt. Manchmal früher, manchmal später, aber keinem bleibt die Erfahrung erspart. Welche Vorstellung von dem davor, dem danach oder dem dazwischen hat man oder möchte man haben. Dem Toten schließlich sieht man an, dass die Seele nicht mehr da ist. Hat sie sich in nichts aufgelöst oder bleibt sie und kann sie etwas mitnehmen? Gefühlvoll und mitreißend beschreibt Nina George die Zeit nach Henris Unfall jeweils aus der Perspektive der beteiligten Personen. Sie malt deren Gedanken, Wünsche, Gefühle und Hoffnungen. Der 13jährige Sam ist eine ganz besondere Persönlichkeit, außerordentlich intelligent und empfindsam. Man wünscht sich, ein wenig so zu sein wie er. Man wünscht sich, so kämpfen zu können wie er. Man wünscht sich eine zweite Chance für Eddie und Henri. Man saugt den Inhalt der Seiten des Buches auf. Man spürt den Schmerz und die Hoffnung. Eigentlich möchte man, dass jeden Tag die Sonne scheint. Man bleibt ergriffen und nachdenklich zurück. 4,5 Sterne

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    • 2
  • Geht nicht mit leerem Herzen

    Das Traumbuch
    cheshirecatannett

    cheshirecatannett

    17. February 2017 um 15:40

    Ich möchte "Das Traumbuch" von Nina George jedem ans Herz legen. Ich habe es schnell durchgelesen, weil ich es schwer zur Seite legen konnte und es hat sich in mein Herz geschlichen und großen Eindruck hinterlassen. Es wandert zu meinen neuen Lieblingsbüchern. Der Leser steigt schon ab Seite eins in ein packendes, berührendes, heldenhaftes Szenario, das tragisch endet und weshalb man unbedingt weiter lesen will. In dem Buch geht es um Henri, der Kriegsreporter ist, Vater und Geliebter. Er fällt ins Koma. Sein Sohn Sam ist hochbegabt und nimmt Klänge, Menschen, Orte und Gefühle als Farben wahr. Ich möchte so wenig wie möglich zu den Beziehungen zwischen Henri und Sam und der weiteren, wichtigen Figur Edwina sagen, denn Seite für Seite saugt man stückchenweise neue Informationen auf, die einem einen detaillierten Einblick in das Leben der Figuren geben. Alle sind sie voller Stärken und Schwächen und haben eigene Lebensgeschichten. Das Buch ist poetisch geschrieben, wie ich finde - was mich am meisten abgeholt hat. Nina George erzählt in ihrem Roman von den unbekannten Welten zwischen Leben und Tod, Realität und Traum. Sie wechselt gekonnt Perspektiven, Realität, Traum, Zwischenwelt. In einem Kapitel befindet man sich mit Henri in einer Art Komatraum - zurück in der Zeit als er im Krieg Sams Mutter kennenlernte und plötzlich liest man das weitere Kapitel, denkt sich erst: "Hä.. das Kapitel davor hat doch genauso angefangen, habe ich mich verblättert? Ist das ein Druckfehler?" und plötzlich merkt man: Moment mal..hier sind doch Kleinigkeiten anders.. Und ahnt Kapitel für Kapitel in was für einem verwirrten und verlorenen Zustand Henri sich befindet. Es fällt einem schwer zuzuordnen, was nun wahr ist und was nicht, die Außenfiguren helfen einem Stück für Stück ins Bild zu rücken und man fängt an mit zu leiden, zu hoffen und das Buch zu lieben. Kleiner Auszug gefällig? - "Wir können Glück mitnehmen. Und Liebe. Alle schönen Stunden des ganzen Lebens, all das Licht, das wir in Ruhe betrachten, und den guten Duft und das Lachen und die Freundschaft. Sämtliche Küsse und das liebkosende Streicheln und den Gesang. Den Wind im Gesicht, den Tango. Die Musik, das Knacken des herbstlichen Grases, angefrorenen Tau der Nacht. Sternenfunkeln und Zufriedenheit, Mut und Großzügigkeit. All das kann man mitnehmen. All das ist dazwischen. 'Geht nicht mit leerem Herzen', flüstere ich..." Wirklich, ich liebes es.

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  • sehr berührend

    Das Traumbuch
    VroniCaspar

    VroniCaspar

    13. February 2017 um 14:55

    Das Traumbuch von Nina George Für mich ist es ein äußerst berührender Liebesroman an das Leben. Zwischen Verzweiflung und Bangen keimt immer wieder ein Funke der Hoffnung, und wenn er noch so klein ist. Es ist ein Drama um Henri, der, endlich auf dem Weg zu seinem unbekannten Sohn Sam, angefahren wird, Herzstillstand erleidet, reanimiert wird und ins Koma fällt. Sam, ein äußerst sensibler Junge, der verzweifelt versucht zu seinem Vater ins Unterbewusstsein durchzudringen, jetzt wo er ihn endlich gefunden hat. Und Eddie. Vor Jahren war Henri ihr einziger Geliebter, er entschied sich damals gegen sie, und doch hat er sie in seiner Patientenverfügung ermächtigt über Leben und Tod zu entscheiden. Ein magischer Bann geht von Anfang an von diesen Zeilen aus. Ein grandioser Roman voller Emotionen und Enttäuschungen um das Ringen über Leben und Tod. Unglaublich einfühlsam mit leisen und beeindruckenden Tönen wird aus der Schattenwelt zwischen dem Hier und Jetzt und dem Danach erzählt. Die Protagonisten mit ihren Gefühlen und Gedanken klar und unmissverständlich realistisch für mich nachvollziehbar. Es ist mein erster Roman von Nina George aber ich bin tief beeindruckt über das Empfinden der Autorin und die Ausdrucksweise in der mir vor Augen geführt wird, wie verletzlich und machtlos wir im Grunde doch sind. Ein Roman der mich nachdenklich stimmt und mir auch nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Wer denkt schon gerne an den Tod, obwohl er zu jeden einmal kommt. Nina George hat ein sehr bewegendes Thema aufgegriffen und gekonnt umgesetzt.

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  • Ein Meisterwerk der Emotionen!

    Das Traumbuch
    Monika58097

    Monika58097

    01. January 2017 um 17:13

    „Das Traumbuch“ von Nina George, es ist ein so ungewöhnliches Buch. Da ist der Kriegsreporter Henri, der auf dem Weg zu seinem Sohn bei der Rettung eines kleinen Mädchens selbst verunglückt und ins Koma fällt. Henri, der seinen Sohn bisher nur einmal in seinem Leben sehen durfte. Sam, der dreizehnjährige, hochsensible Junge, der seinen Vater zum Vater-und-Sohn-Tag in seine Schule eingeladen hat und nun vergeblich auf ihn wartet. Edwinna, genannt Eddie, die von Henri in der Patientenverfügung ernannt wurde, sich um seine Belange zu kümmern, sollte ihm etwas passieren. Eddie, die davon nichts wusste, hatten die beiden sich doch längst getrennt. Und dann ist da noch Maddie, das Mädchen in Sams Alter, das sich ebenfalls im Koma befindet. Sam hat sie durch Zufall „entdeckt“ und fühlt sich wie magisch von ihr angezogen. „Das Traumbuch“ - es ist die fesselnde und tief bewegende Geschichte von Menschen, die sich im Koma befinden, in einer Zwischenwelt, einer Welt zwischen Leben und Tod, einer Welt, die nicht greifbar ist. Es ist auch die Geschichte von Menschen, die um ihre Lieben kämpfen. Mit großer erzählerischer Kraft und ganz viel Einfühlungsvermögen zieht Nina George den Leser in die Geschichte hinein. Man fiebert mit, man kämpft mit, man versucht selbst den Personen Mut zuzusprechen. Wie oft habe ich mir gedacht: „Ja, Henri, du schaffst es! Gleich hast du es!“ Die Gedanken, die Gefühle, die Träume. Realität und Träume verwischen. Was ist wahr? Was ist geträumt? Die Träume, immer wieder erscheinen sie, sie wiederholen sich, immer wieder etwas anders. Nina George fesselt mit präsiser Sprache, teilweise mit so einer Wortgewalt, dass mir der Atem wegblieb. Ein Meisterwerk der Emotionen voll poetischer Kraft! Dennoch ist es eine leise Geschichte, eine Geschichte, die zutiefst berührt. Beim Lesen der letzten Worte liefen die Tränen. Ich war traurig. Ich war glücklich. Selten habe ich so ein außergewöhnliches Buch gelesen!

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  • Das Traumbuch

    Das Traumbuch
    Kleine8310

    Kleine8310

    10. October 2016 um 22:41

    Buchidee:   Die Buchidee ist nicht komplett neuartig, aber in dieser Art der Umsetzung hatte ich zuvor noch keinen anderen Roman gelesen.     Handlung: Die Handlung ist durch die verschiedenen Charaktere und ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Eigenheiten sehr interessant gestaltet. Auch die Fantastischen Elemente beziehungsweise das Paranormale wurden gekonnt gestaltet und in die normale Rahmenhandlung integriert, sodass eine vielschichtige Geschichte entstanden ist! Schreibstil:  Der Schreibstil von Nina George hat mir schon in ihren vorigen Büchern gut gefallen und auch in "Das Traumbuch" konnte sie mich mit den bildhaften und immer schön einfühlsamen Beschreibungen durchaus erreichen.   Charaktere:  Die Charaktere wurden sehr schön ausgearbeitet und sie wirkten auch authentisch auf mich. Besonders mochte ich Sam, aber auch Henri, der in dieser Geschichte die größte Entwicklung durchläuft hat mir wirklich gut gefallen. Ich fand es schön zu sehen wie sich die jeweiligen Charaktere entwickeln! Spannung:  Bei der Spannung gab es bei dieser Geschichte noch ein bisschen Luft nach oben. Der Spannungsbogen wurde die meiste Zeit zwar gut gehalten, aber er war nicht wirklich hoch angesetzt, sodass ich mir hier doch etwas mehr dichte und fesselnde Passagen gewünscht hätte! Emotionen:  Die Emotionen bringt Nina George wirklich schön rüber. Die Beschreibungen der Situationen sind detailliert und laden den Leser/die Leserin regelrecht zum mitfühlen ein. Auf manchen könnte es vielleicht ein bisschen zu emotionsgeladen wirken, aber ich fand es zu der Thematik noch passend!   "Das Traumbuch" ist eine emotionale und schöne Geschichte, in denen die Charaktere eine deutliche Entwicklung durchlaufen und die mir tolle Lesestunden beschert hat!  

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  • Leben in einer Parallelwelt

    Das Traumbuch
    Nela77

    Nela77

    08. July 2016 um 20:43

    Henri - ein Mann, der endlich das Richtige tun will. Eddie - eine Frau, die plötzlich wieder mit der vergangenen Liebe ihres Lebens konfrontiert wird. Sam - ein außergewöhnlicher Junge, der mehr spürt als andere, der seinen Vater sucht und dabei viel mehr findet. Durch einen tragischen Unfall, in dessen Folge Henri ins Koma fällt, treffen seine ehemalige Freundin Eddie und sein Sohn Sam, den er nie zuvor getroffen hat, aufeinander. Alle drei erleben diese Tage sehr intensiv zwischen Hoffnung, Angst, Schmerz und Sehnsucht. Gleichzeitig werden Themen wie Schuld und die Rolle des Vaters allgemein gestreift. Was ist richtig und wie beeinflussen einzelne Entscheidungen das ganze Leben. Nina George schildert auf außergewöhnliche, eindrucksvolle Art den Zustand zwischen Leben und Tod. Sie entwickelt sprachgewaltige, phantasievolle Beschreibungen mit ungewöhnlichen Worten und die Bilder, die sie verwendet, sind wie aus einer anderen Welt. Was fühlt ein Mensch im Koma? Wie ist der Übergang zwischen Leben und Sterben? Die Autorin lässt uns in eine Welt blicken, die parallel und doch völlig getrennt vom normalen Leben existiert. Ihre Sprache ist lebendig, schnell, manchmal fast atemlos. Ein sehr intensives Buch, das berührt, bewegt und sicher lange nachwirkt.

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