Nina Horvath Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe - Die Schattenuhr

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Inhaltsangabe zu „Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe - Die Schattenuhr“ von Nina Horvath

Fünf Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur wandeln auf den Spuren des großen Meisters von Horror und Phantastik. Alle diese Geschichten sind eine Hommage an Edgar Allan Poe.§Entdecken Sie die Überreste des legendären Hauses Usher am Grund eines Sees oder die steinerne Bibliothek, die das Wissen der Menschheit über den Weltuntergang hinaus bewahren soll. Folgen Sie Richard Wagner nach Paris, wo er - wie schon Edgar Allan Poe zuvor - einen blutigen Pakt schließt und als Belohnung die Inspiration zu einem seiner größten Werke erhält. Kommen Sie auf das einsame Anwesen mit der Schattenuhr oder kehren Sie bei Meister Pforr ein. Aber was immer Sie auch tun: Passen Sie auf Ihr Herz auf!§Andreas Gruber: Rue de la Tonnellerie§Matthias Falke: Die steinerne Bibliothek§Olaf Kemmler: Zu Gast bei Meister Pforr§Markus K. Korb: Jenseits des Hauses Usher§Michael Knoke: Die Schattenuhr

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  • Rezension zu "Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe - Die Schattenuhr" von Nina Horvath

    Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe - Die Schattenuhr
    Graf Zahl

    Graf Zahl

    15. November 2011 um 15:24

    Nach langer Zeit habe ich mir wieder mal ein Buch aus dem Blitz Verlag vorgenommen. "Die Schattenuhr" ist eine von Nina Horvath herausgegebene Anthologie mit 5 Geschichten deutscher Autoren. Alle Geschichten sollen eine Art Hommage an Edgar Allen Poe sein, daher der Untertitel "Die bizarre Welt des Edgar Allen Poe. Eine Anthologie verschiedener Autoren zu bewerten, ist immert etwas schwierig, da die Stories naturgemäß von unterschiedlicher Qualität sind. Und das ist auch bei diesem Buch der Fall. Die erste Kurzgeschichte "Rue de la Tonnelerie" von Andreas Gruber ist gediegenes Mittelmaß. Sie handelt von Richard Wagner und seinen Inspirationsquellen. Neben einer Art Namedropping der Pariser Künstler der Mitte des 19. Jahrhunderts fand ich auch gewisse Flapsigkeiten sehr störend. Wenn die Erzählung schon als Tagebuch Wagners daherkommt, dann soll sie auch bitte schön eher im Stil des 19 Jahrhunderts geschrieben sein. Es ist nämlich nicht sonderlich witzig und schon gar nicht vorstellbar, wie sich Wagner über die Einkaufseskapaden seiner Frau in den berühmten Pariser Boutiquen auslässt. Aber ansonsten ist der Ansatz der Geschichte schon recht gut, nur die Umsetzung gefällt mir nicht so besonders. Nach dem was ich bisher von Gruber gelesen hatte, hatte ich mir etwas mehr versprochen. Die nächsten beiden Geschichten haben mich enttäuscht. "Die steinerne Bibliothek" in der ein Forschungsteam in einer Höhle in Mittelasien mit Schriftzeichen versehene Stelen finden, die das Wissen der damaligen Welt (ca. 500 v. Chr) und auch das Ende dersebigen beinhalten, und Markus K. Korbs Geschichte "Jenseits des Hauses Ushers", eine Art Sequel zu Poes Geschichte "Der Untergandg des Hauses Usher", in der ein junger Mann die Überreste des titelgebenden Hauses findet sind weder spannend noch interessant. Sie sind einfach langweilig und vermitteln in keinerlei Weise Athmosphäre. Nach den ersten drei Erzählungen war ich also einigermaßen ernüchtert. Doch die letzten beiden retten das Buch. "Zu Gast bei Meister Pforr" von Olaf Kemmler, eine, wie er selbst schreibt "Schauergeschichte im Stil der Deutschen Romantik", ist einfach großartig. Sie ist zwar eher eine Hommage an E.T.A. Hoffmann als an Poe, aber das tut ja nichts zur Sache. Der Journalist Carl Friedrich Cotta (nicht zu verwechseln mit dem Verleger gleichen Nachnamens) zeigt in seinen Artikeln den meist realen Hintergrund vermeintlicher Geistergeschichten. Bis er in einem kleinen Dorf im Odenwald bei Meister Pforr landet. Wie das ganze aufgelöst wird, kann ich hier natürlich nicht verraten. Aber schon allein diese Kurzgeschichte rechtfertigt den Erwerb des Buches. Den Abschluss der Anthologie liefert die titelgebnde Erzählung "Die Schattenuhr" des leider im letzten Jahr verstorbenen Michael Knoke. Und diese Geschichte zeigt, was für ein großes Talent der Phantastischen Literatur in Deutschland, da verloren gegangen ist.Robert Thompson wird von seinem Bruder und dessen Frau auf ein einsames Anwesen, das ehemals von recht skurrilen Personen bewohnt wurde, eingeladen. Der Gesundheitszustand der beiden Hausherren ist nicht berauschend. Und Robert findet heraus, dass das irgendwie mit dem Haus und seinen ehemaligen Bewohnern zusammenhängen muss. Bei einem großen Fest erfährt Robert das Geheimnis des Hauses... Ich bin selten in letzter Zeit beim Lesen in eine solch düster-morbide Stimmung hineingezogen worden, wie diese Erzählung es getan hat. Nun bleibt natürlich die Frage, was für ein Fazit für die gesamte Anthologie herauskommt: Zwei eher schlechte, eine mittelprächtige und zwei grandiose Erzählungen (die zum Glück auch die beiden längsten sind) ergeben ja eigentlich eher eine mittlere Wertung. Aber da das Buch sehr schön aufgemacht ist und die Titelillustration von Zdzislaw Beksinski wirklich gruselig ist, gebe ich dem Buch 4 von 5 Punkten. Und möchte denjenigen die gerne Phantastische oder Horror-Literatur lesen raten, es auch mal mit deutschen Autoren zu versuchen. Kurzgeschichten wie hier die von Kemmler und Knoke haben viele Leser verdient.

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  • Rezension zu "Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe - Die Schattenuhr" von Nina Horvath

    Die bizarre Welt des Edgar Allan Poe - Die Schattenuhr
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    09. September 2011 um 12:10

    - "Was den gesunden Menschenverstand angeht, so wird das Wort wohl so gebraucht, als hätten alle Menschen den gleichen. Ich aber denke, jeder kann seinen eigenen haben, und wie man sehen wird, hat der Verstand durchaus seine Grenzen." - (Olaf Kemmler: Zu Gast bei Meister Pforr) INHALT: Andreas Gruber: Rue de la Tonnellerie Auf der Flucht vor seinen Gläubigern erreichen Richard Wagner und Minna Planer – einer Einladung Heinrich Heine folgend - 1839 Paris. Inspiriert von Heines Geisterschiff möchte Wagner hier sein Opus vom Fliegenden Holländer komponieren, doch in quält eine Schreibblockade. Frustriert überwirft er sich mir Minna und spricht immer mehr dem Alkohol zu, bis ihn Heine zu einer Zeremonie in die Hinterzimmer des Cafes Juliette einlädt. Eine Zeremonie, der auch der schweigsame Amerikaner bereits beigewohnt hat, der im Cafe Juliette unermüdlich an seinen Manuskripten arbeitet. Matthias Falke: Die steinerne Bibliothek Gerade als der Erzähler die legathenische Smera kennen und lieben lernt, muss er mit einer Expedition in die Mongolei aufbrechen. Unterhalb eines Felsenklosters entdecken die Forscher begraben in Sand eine gigantische Ansammlung riesiger Steine, auf denen nicht nur das komplette Wissen der Menschheit festgehalten ist, sondern auch eine Prophezeiung. Markus K. Korb: Jenseits des Hauses Usher Nicht viele wissen, dass auch Edgar Allan Poes Bruder Roderick ein – wenn auch ungleich mehr selbstverliebter – Autor und Hobbykartograph war. Als der Erzähler in einem von Roderick Poes Büchern einen Hinweis auf ein tatsächlich existierendes Haus Usher entdeckt, ist seine Neugierde geweckt. Heute befindet sich an der bezeichneten Stelle ein See, doch tatsächlich entdeckt der Forschende bei einem Tauchgang die Überreste eines Hauses, das immer mehr Ähnlichkeiten mit dem Haus Usher aus Edgar Allan Poes Erzählung offenbart. Olaf Kemmler: Zu Gast bei Meister Pforr Nachdem Carl Friedrich Cotta bei seiner Zeitung in Ungnade gefallen ist, muss der Reporter über Geistererscheinungen und Ähnliches berichten, dass er bisher stets als Trick entlarven konnte. Auf dem Weg nach Heidelberg, wo ein Apotheker im Ruf steht, Gold machen zu können, hört er in der Kutsche die Geschichte eines Hexenmeisters der in einem kleinen Dorf im Odenwald residieren soll. Der Hexenmeister – so sagt man – baue menschliche Herzen in Maschinen ein, um diese zu beleben. Während einer Rast beschließt Cotta, sich sogleich auf die Suche nach diesem Hexenmeister zu machen. Michael Knoke: Die Schattenuhr Nach langen Jahren ohne Kontakt erhält Robert Thompson unvermittelt eine Einladung seines Bruders George und dessen Frau Claudine, die beiden auf ihrem Anwesen zu besuchen. Das seltsame Haus übt eine bedrückende Stimmung auf Robert aus, das Innere liegt in scheinbar immerwährendem Halbdunkel, Ecken und Winkel scheinen durch Bodenabsenkungen verschoben. Auch George und Claudine wirken zeitweise seltsam abwesend, obwohl die Atmosphäre des Hauses ihre musischen Talente fördert. Während seiner Streifzüge auf dem Anwesen findet Robert bizarre Hinweise auf die Geschichte und die früheren Bewohner des Hauses. - "Im Bett lauschte ich dem kalten Wind, wie er seine Melodie der Hoffnungslosigkeit und Verlorenheit um die spitzen Giebel des Hauses ertönen ließ. Dann fiel ich in einen unruhigen Schlaf, angefüllt mit unverarbeiteten Eindrücken und verborgenen Ängsten, die mir verworrene Albträume bescherten, während der Wind lauter und immer lauter heulte." - (Michael Knoke: Die Schattenuhr) MEINUNG: Mit DIE SCHATTENUHR legt Herausgeberin Nina Horvarth den ersten Band der geplanten Reihe DIE BIZARRE WELT DES EDGAR ALLAN POE vor. Fünf Geschichten sollen den Leser in eben jenes absonderliche Reich entführen, das eher in einem Zustand des Geistes gesehen werden darf, denn in einem geographisch festgelegten Ort. Und tatsächlich gelingt es den fünf Autoren, fiebrige Fantasien zu erschaffen, die in Motiven und Stimmungen den Geschichten Poes ähneln. Bisweilen tritt der dieser sogar - in Andreas Grubers Geschichte, die Fakt und Fiktion um Richard Wagners Zeit in Paris vermischt - in Persona auf. Am ehesten an eine Geschichte Poes angelehnt, ist Markus K. Korbs JENSEITS DES HAUSES USHER (trotz der Namensgleichheit nicht in Markus K. Korbs Anthologie enthalten), in der ein Bewunderer von Poes Werk entdeckt, dass mehr Wahrheit in DER UNTERGANG DES HAUSES USHER steckt, als angenommen. Obwohl das Ende überhastet wirkt, überzeugt die Story mit der Atmosphäre des versunkenen Hauses Usher. Auch die ersten Seiten von Michaels Knokes DIE SCHATTENUHR wiederholen anfänglich die Ankunft von Poes namenlosen Protagonisten auf Haus Usher, bevor die Geschichte eine andere, eigene Richtung einschlägt. Im weiteren Verlauf lässt die Geschichte zwar weitere Assoziationen zu Poe-Geschichten zu (z.B. DIE MASKE DES ROTEN TODES), steht aber grundlegend auf eigenen Beinen. Doch nicht nur Edgar Allan Poes Werk stand Pate für die Geschichten in DIE SCHATTENUHR. Es finden sich ebenso Motive von H. P. Lovecraft (DIE STEINERNE BIBLIOTHEK, DIE SCHATTENUHR) und E. T. A. Hoffmann (ZU GAST BEI MEISTER PFORR). Eine Abwechslung, die der Sammlung eher gut tut als schadet. Atmosphäre und Stimmung triumphieren hier weitestgehend über die Logik. Abgerundet wird der Inhalt von den Biografien der Autoren und der Herausgeberin. Blitz-Hausgrafiker Mark Freier hat für den Hardcoverband ein Motiv des polnischen Künstlers Zdzisław Beksiński - auf dem sich zwei abgemagerte Gestalten (Leichname ?) in inniger Umarmung befinden - in ein stimmiges Titellayout gebettet. Eingefasst ist Motiv und Titelschrift von einem fein ziselierten Rahmen, der dem Cover das Aussehen eines fleckigen, altertümlichen Folianten verleiht. Teil 2 ist bereits in Planung. FAZIT: Ein edel gestalteter Band mit Geschichten, die ganz im Geiste Poes stehen, ohne sich an bekannte Plots anzubiedern.

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