Nina Hoss

Lebenslauf von Nina Hoss

Nina Hoss, 1975 in Stuttgart geboren, erlangte 1996 erste Bekanntheit in der Neuverfilmung von "Das Mädchen Rosemarie" von Bernd Eichinger. 1999 schloss Hoss ihr Schauspielstudium an der renommierten Ernst-Busch-Schule in Berlin ab. Neben Engagements am Deutschen Theater und an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin ist sie auch in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen, u. a. in Doris Dörries "Nackt" und in "Die weiße Massai". 2003 und 2005 erhielt sie den Grimme-Preis in Gold, für "Toter Mann" und "Wolfsburg". Für ihre Hauptrolle im Kinofilm "Yella" wurde Hoss 2008 mit dem Deutschen Filmpreis und dem silbernen Bären auf der Berlinale ausgezeichnet. Im gleichen Jahr spielte sie in "Anonyma – Eine Frau in Berlin" die Hauptrolle. 2012 erschien der Kinofilm "Barbara" von Christian Petzold. 2014 war sie in "Phoenix", "A Most Wanted Man" und der hochgelobten US-Serie "Homeland" zu sehen. Für den Hörverlag ist sie in Anna Enquists "Die Betäubung" und Tania Blixens "Jenseits von Afrika" zu hören.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nina Hoss

Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783829122597)

Ruhm

 (29)
Erschienen am 15.01.2009
Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783844520231)

Gehe hin, stelle einen Wächter

 (10)
Erschienen am 21.07.2015
Cover des Buches Der Liebhaber (ISBN: 9783742419040)

Der Liebhaber

 (5)
Erschienen am 18.03.2021
Cover des Buches Wir sind die Nacht (ISBN: 9783867176804)

Wir sind die Nacht

 (5)
Erschienen am 27.10.2010
Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783899402803)

Die Glasglocke

 (4)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Jenseits von Afrika (ISBN: 9783844516180)

Jenseits von Afrika

 (4)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Otherland. Das Hörspiel (ISBN: 9783867178198)

Otherland. Das Hörspiel

 (3)
Erschienen am 07.11.2011
Cover des Buches Elf Arten der Einsamkeit (ISBN: 9783036911991)

Elf Arten der Einsamkeit

 (2)
Erschienen am 07.03.2008

Neue Rezensionen zu Nina Hoss

Cover des Buches Der Liebhaber (ISBN: 9783742419040)Nelebookss avatar

Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

Interessant und schön gelesen von Nina Hoss.
Nelebooksvor 8 Monaten

Inhalt (LB): "In »Der Liebhaber« träumt sich die Ich-Erzählerin zurück in ihre Jugend im Indochina der 30er-Jahre, erinnert sich dabei an die enorme Enge in der vaterlosen Familie. Zufluchtsort wird für die 15-jährige Französin ein abgedunkeltes Zimmer im geschäftigen Saigon. Dort trifft sie sich heimlich mit einem chinesischen Millionärssohn, der fast doppelt so alt ist wie sie."

Cover: Das Cover ist verspielt und passt zum Genre. Auch finde ich durch das Verspielte, Mädchenhafte passt es sehr gut zu der Geschichte, da die Protagonistin in den erzählten Erinnerungen noch recht jung ist.

Sprecherin: Nina Hoss liest wirklich sehr gut, so dass ich ganz in die Geschichte abtauchen konnte.

Meinung: Die Erinnerungen aus der Kindheit und Jugend werden erzählt - dem Aufwachsen mit ihren Brüdern bei der Mutter. Es ist stilistisch in einer guten Sprache geschrieben und dadurch nicht ganz so leicht wie manch moderne Bücher zu lesen/verstehen. Die Erinnerungen mit den entsprechenden Gedanken dazu empfand ich als sehr interessant, unterhaltend, aber teilweise auch etwas abstrakt für mich, in welche Richtung die Gedanken abtriften (auch sehr krass). Mit der Protagonistin wurde ich in der Hinsicht nicht warm, als dass ich mich nicht in sie hineinversetzt habe, aber ich habe alles interessiert von außen betrachtet. Dies ist ein kurzweiliges, interessantes und auch etwas andersartiges Hörbuch.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783899402803)efells avatar

Rezension zu "Die Glasglocke" von Sylvia Plath

Sehr tiefgehend
efellvor 4 Jahren



Die Amerikanerin Sylvia Plath (1932 - 1963), "die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation" (John Updike), hat mit ihrem einzigen Roman, der im Jahr ihres Selbstmordes erschien, ein Jahrhundertbuch geschrieben, das auch heute nichts von seiner beklemmenden Faszination verloren hat.
"Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte." Die Collegestudentin Esther Greenwood, von Preisen und Stipendien überhäuft, verbringt im "schwarzen Sommer" von 1953 einen Monat als Volontärin einer Modezeitschrift in New York. Schonungslos protokolliert sie ihre Existenzkrise.

Wunderbare Sprache, schöne Bilder

Im ersten Teil begleitet man noch die Collegestudentin mit ihren vielfältigen Möglichkeiten - die ganze Welt steht ihr offen, aber allmählich nehmen die Selbstmordgedanken überhand, sodass sie in eine Klink muss - in einer Glasglocke lebt. - eine sehr schöne Assoziation für eine Psychose, dieses Bild werde ich mir merken. Es hat mich sehr berührt, wie sie über ihre eigenen Probleme schreibt, über den Selbstmord ihrer "Freundin" (Die Autorin hat bald nach dem Schreiben wirklich Selbstmord begannen, auch das Schreiben darüber konnte sie nicht abhalten - sehr tragisch!), über die Tage in der Klinik, die unwirksamen Behandlungen - InsulinTherapie - die Angst vor den Elektroschocks, das Ausgegrenzt sein - hat sich da seit 1963 etwas geändert?

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Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783844520231)NiWas avatar

Rezension zu "Gehe hin, stelle einen Wächter" von Harper Lee

Vater und Tochter
NiWavor 4 Jahren

Jean Louise Finch macht einige Tage Urlaub in ihrer Heimatstadt Maycomb. Aus dem multikulturellem New York treibt es sie ins konservative Alabama zurück, wo sie schon früher auf die Grenzen der Toleranz ihrer Mitmenschen traf.

Denn Jean Louise Finch ist niemand anders als Scout, das kleine Mädchen, das im Weltklassiker „Wer die Nachtigall stört …“ tausende Herzen im Sturm erobert hat.

Demzufolge handelt es sich um eine Art Fortsetzungsroman, der kaum unabhängig gelesen werden kann. Meiner Meinung nach ist es notwendig, die Figuren bereits zu kennen, damit man der Handlung folgen kann.

Im Vordergrund steht wieder der Schwarz-Weiß-Konflikt. Dieser Roman behandelt die Südstaaten, die Rassentrennung und wie die Menschen in den 1950er-Jahren mit diesem Thema umgegangen sind. Gleichzeitig beschäftigt sich die Autorin mit einem Vater-Tochter-Konflikt. Sie beleuchtet genau diesen Moment, in dem Kinder - egal welchen Alters - begreifen, dass ihre Eltern doch nicht allmächtig und über alles erhaben sind.

Scout kommt aus New York nach Maycomb, Alabama zurück und muss der Wahrheit ins Gesicht blicken. Der Zauber der Kindheit ist verflogen und sie ist nun eine erwachsene Frau, die vieles mit anderen Augen sieht. Die Rassentrennung wird in Maycomb nach wie vor konsequent umgesetzt, dennoch zeigt sich, dass liberalere Wege eingeschlagen werden. Die Schwarzen finden langsam zu einer gewissen Selbstbestimmtheit, während die meisten Weißen diesen Veränderungen sehr skeptisch gegenüberstehen.

Das Wiedersehen mit Scout ist wunderbar! Oft stellt man sich beim Lesen die hypothetische Frage, was wohl aus diesem oder jenen Charakter geworden ist. In „Gehe hin, stelle einen Wächter“ gibt die Autorin selbst die Antwort darauf. Über manche Entwicklungen bin ich sehr traurig gewesen, weil ich mir doch bessere bzw. andere Lebenswege erhofft hatte. Trotzdem empfinde ich sie allesamt als authentisch und es wurde sehr glaubwürdig rübergebracht.

Im Vordergrund der Handlung steht Scout und wie sich ihre magische Welt der Realität beugen muss. Vorbei sind die Tage, in denen sie mit ihrem Bruder auf der Veranda herum getobt ist, beantwortet die Fragen, auf die ihr Vater Atticus immer die richtige Antwort hatte, und gewesen die Momente, in denen sie sich hingebungsvoll in die liebevollen, schwarzen Arme von Haushälterin Calpurnia geworfen hat.

Der Erzählstil ist sehr ruhig und besteht aus vielen Dialogen, wobei es zum Ende hin schon eher Monologe werden. Dabei hatte ich manchmal das Gefühl, dass dieser Roman noch nicht fertig geschrieben ist. Oft wirkt es wie ein Entwurf, aus dem nie eine Endfassung wurde. Nichtsdestotrotz hat mich Scouts Rückkehr nach Maycomb aufgewühlt und es war schön, sich gemeinsam mit ihr an ihre Jugend zu erinnern. Denn so manche Episoden daraus sind ein herzliches Lachen wert.

Ich habe gehört, dass Harper Lee dieses Buch eigentlich nicht veröffentlichen wollte und kann schon verstehen, dass sich die Autorin einige Zeit geziert hat. Denn es ist ihr natürlich nicht gelungen, die dichte Atmosphäre ihres Meisterwerks aufrecht zu erhalten. Weder die Magie der Kindheit noch die drückende Hitze der Südstaaten konnte ein weiteres Mal von ihr eingefangen werden, dennoch bleibt ein beachtlicher Roman, der gut zu hören und bestimmt auch zu lesen ist.

Scout ist erwachsen geworden und die Welt hat sich verändert. Ob sie für Jean Louise Finch besser geworden ist, muss man beim Lesen oder Hören aber schon selbst erfahren.

Wem „Wer die Nachtigall stört …“ gefallen hat und gern wissen möchte, was aus dem kleinen Wildfgang Scout geworden ist, dem rate ich zu dem Buch zu greifen. Auch wenn es dem Vergleich mit Harper Lees Meisterwerk keinesfalls Stand hält, regt es doch zum Nachdenken an.

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