Nina Hoss

 4 Sterne bei 64 Bewertungen

Lebenslauf von Nina Hoss

Nina Hoss, geboren 1975, steht regelmäßig auf der Theaterbühne und ist im TV oder Kino zu sehen, z.B. in „Barbara“, „Wir sind die Nacht“ oder „Anonyma – Eine Frau in Berlin“. Für ihre Hauptrolle in „Yella“ wurde sie 2008 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. 2003 und 2005 erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis in Gold.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nina Hoss

Cover des Buches Ruhm, 1 MP3-CD (ISBN: 0602537088591)

Ruhm, 1 MP3-CD

 (29)
Erschienen am 11.10.2012
Cover des Buches Zur See (ISBN: 9783837160680)

Zur See

 (13)
Erschienen am 28.09.2022
Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783844520231)

Gehe hin, stelle einen Wächter

 (12)
Erschienen am 21.07.2015
Cover des Buches Der Liebhaber (ISBN: 9783742419040)

Der Liebhaber

 (6)
Erschienen am 18.03.2021
Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783899402803)

Die Glasglocke

 (5)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Wir sind die Nacht (ISBN: 9783867176804)

Wir sind die Nacht

 (5)
Erschienen am 27.10.2010
Cover des Buches Jenseits von Afrika (ISBN: 9783844516180)

Jenseits von Afrika

 (4)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Otherland. Das Hörspiel (ISBN: 9783867178198)

Otherland. Das Hörspiel

 (3)
Erschienen am 07.11.2011

Neue Rezensionen zu Nina Hoss

Cover des Buches Zur See (ISBN: 9783837160680)
Farasts avatar

Rezension zu "Zur See" von Dörte Hansen

Insel im Wandel der Zeit
Farastvor 5 Tagen

Was für ein wunderbares Buch, bei dem kein Wort zu viel oder zu wenig ist. Ich habe voller Interesse über den Wandel der Zeit gehört und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Inselbewohner, am Beispiel der Familie Sander. Konnte man früher noch gut von Fischfang leben, ist jetzt der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Aber auch die Art des Tourismus ändert sich wieder und den Inselbewohnern bleibt nichts anderes übrig, als sich immer wieder dem anzupassen. Auch damit, dass immer mehr Festlandbewohner Immobilien als Ferienhäuser kaufen. Und das ist nur ein Teil der Auswirkungen, die ich hier beschreiben möchte. 

Ließen die Protagonisten mich anfänglich eher kalt, änderte sich das mit jeder neuen Information. Die Familie hat ja wirklich kein herzliches Verhältnis zueinander. Man spricht fast nicht miteinander. Mit Worten und Gefühlen scheint man sparsam umzugehen. Und doch war ich letzten Endes fasziniert davon, wie mir Dörte Hansen mit so wenigen Worten eine Familie so nah bringen konnte. Bis zum Schluss setzte sich das Mosaik der Lebensgeschichten Stück für Stück zusammen. Nachdenklich machte mich auch, was Tourismus für eine Insel bedeutet, in all seinen Facetten.

Auch die Randfiguren und deren Lebensentwürfe habe ich mit Spannung verfolgt. Da war beispielsweise der evangelische Pfarrer, der sich berufen fühlte auf die Insel zu gehen und der Gemeinde zu dienen. Der Preis war hoch. 

 

Nina Hoss war die perfekte Wahl als Sprecherin für das Buch. Sie konnte mich mit ihrer unaufgeregten Erzählweise in die Geschichte hineinziehen. Ließ mir aber auch gleichzeitig genug Freiraum meine eigenen Interpretationen zu ziehen. 

 

Für mich verdiente 4,5 Sterne.

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Cover des Buches Zur See (ISBN: 9783837160680)
kalligraphins avatar

Rezension zu "Zur See" von Dörte Hansen

Vom Ende einer Zeit irgendwo in Norddeutschland
kalligraphinvor 21 Tagen

„Auf allen Inseln gibt es einen, der die Sagen kennt. Die alten und die neuen Mythen. All die wahren, halbwegs wahren, frei erfundenen Geschichten über diese See, die Menschen, ihre Schiffe, ihre Angst. Er muss sie weitersagen, ob er möchte oder nicht, denn die Geschichten suchen den Erzähler aus. Nicht umgekehrt. Auf dieser Insel ist es Rykmer Sander, der die Sagen kennt.“ (4%)

Rykmer und seine jüngeren Geschwister Eske und Henrik sind bereits auf dieser Nordseeinsel geboren, von der wir nicht genau erfahren, welche es ist oder ob es sich um eine fiktive Insel handelt. Sie sind inzwischen erwachsen und führen ihre eigenen Leben. Aber - auf dieser Insel. Sie sind nicht weggezogen. Jeder von ihnen repräsentiert eine Urtümlichkeit des Insellebens. Rykmer, der bereits zur See gefahren ist und all die Geschichten über die See kennt. Eske, die sich für „die Inselsprache“, den Dialekt, der langsam in Vergessenheit gerät, begeistert und die alten Insulaner pflegt und sie oftmals inklusive der alten Geschichten und Sprache zu Grabe tragen muss. Und Henrik, der Jüngste, der eine tiefe Verbundenheit zum Meer und zur Natur empfindet, eins mit ihr zu sein scheint.

Ihre Eltern Hanne und Jens haben sich seit einigen Jahren auseinander gelebt. Sind den Anforderungen an die typischen Insulanerrollen nicht ganz gerecht geworden. Eine feste Verbundenheit bleibt. Es wird über dieses Auseinanderdriften nie gesprochen. Genauso kommentarlos nähert man sich nach Jahren wieder an. Nix gewesen.

Derlei Beziehungsgeflechte gibt es viele in Dörte Hansens drittem Roman. Die Geschichten der Figuren sind eng verwoben mit der Geschichte der Insel, die auf ein Ende zuzugehen scheint.

So schließt Hansens dritter Roman thematisch an die beiden Vorgänger an: Auch darin wird das Ende einer Zeit beschrieben. Das Ende einer Zeit irgendwo in Norddeutschland.

„Zur See“ hat mich noch ein wenig mehr aufgewühlt als die beiden Vorgängerromane. Dabei halte ich alle ihrer Bücher für absolut herausragend. Man findet immer Figuren (oder zumindest Teile von ihnen), mit denen man sich identifizieren kann. Sieht sich in einer ähnlichen Beziehung und begreift plötzlich viel mehr darüber. 

Die zwischenmenschlichen Beziehungen scheinen gleichzeitig besonders und alltäglich. Sie werden akzeptiert und fast schon liebevoll betrachtet in ihrer Einzigartigkeit und Kauzigkeit.

Als Norddeutsche fühlt man sich vermutlich noch mehr angesprochen von diesen Geschichten. Die Schroffheit der Personen und der Natur; der Wandel hin zu einer globalisierten Welt, der auch entlegenen Regionen Norddeutschlands allmählich die jahrhundertealten Eigenheiten nimmt.

„Zur See“ werde ich noch viele Male verschenken. Eine wunderbare Geschichte!

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Cover des Buches Zur See (ISBN: B0BDZ8GJXW)
Gi_Rostes avatar

Rezension zu "Zur See" von Dörte Hansen

Leben einer Inselfamilie
Gi_Rostevor 23 Tagen

In diesem Hörbuch geht es um das Leben der Inselfamilie Sander, die schon seit Generationen auf der kleinen Nordseeinsel lebt, stellvertretend wohl für die meisten Heimischen. Im ruhigen, typischen, norddeutschen Sprachstil erfahre ich mehr über Mutter Hanne, ihre drei Kinder, den Pastor und seine Frau, usw.. Ich darf mir ihre Gedanken anhören, verstehe ihre Reaktionen und ertappe mich dabei, dass ich mir, obwohl nicht anwesend, wie ein Störenfried auf der Insel vorkomme. Wer auf ein Ziel wartet, auf das hingearbeitet wird, der wird enttäuscht. Es wird lediglich das Leben in Momentaufnahmen beschrieben. Wer geht, wer bleibt, wieso läuft denn der Pastor? Interessant, ja, aber für mich nichts, was ich mir nochmal anhören möchte. Frau Hoss als Erzählerin passt sich an, spricht betont und deutlich, aber ohne viele Gefühlsregungen, gut gemacht. Was deutlich wird ist, dass die Urlauber zwar verhasst sind, aber doch geduldet werden. Ob ich nochmal auf eine Nordseeinsel fahren werde, muss ich mir allerdings noch gut überlegen.

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