Nina Katrin Straßner

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen

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Nina Katrin StraßnerKeine Kinder sind auch keine Lösung
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Keine Kinder sind auch keine Lösung
Keine Kinder sind auch keine Lösung
 (3)
Erschienen am 16.03.2017
Nina Katrin StraßnerKeine Kinder sind auch keine Lösung: Schützenhilfe von der Juramama
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Keine Kinder sind auch keine Lösung: Schützenhilfe von der Juramama

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Simi159s avatar

Rezension zu "Keine Kinder sind auch keine Lösung" von Nina Katrin Straßner

Informativ und kurzweilig
Simi159vor einem Jahr

Die Juristin, Nina Straßner, die im Internet durch ihren Blog, die Juramama, bekannt ist. Gibt in ihrem Buch „Keine Kinder sind auch keine Lösung“ nebenbei juristische Tipps in Bezug auf Themen, die direkt oder indirekt mit den lieben Kleinen zu tun hat.

In unterhaltsamen, informativen wie auch kurzweiligen Kapiteln geht es ums einkaufen mit Kindern, Geburt, Elterngeld bis AGG. Nie mit erhobenen Zeigefinger oder von Oben herab, ich weiß was, was ihr nicht wisst, sonder aus dem Leben mit Beispielen und Erlebnissen als  Mutter und Juristin . 

Das ist lustig, wie auch anschaulich, hat man vieles, so oder so ähnlich auch schon erlebt hat, sofern man Kinder hat. 

Locker und lustig lesen sich die einzelnen Episoden und Erlebnisse und zu jedem gibt es dann fundierte Information, was die Rechte und Pflichten angeht, die man als Eltern hat.

Gleichzeitig zeigt die Autorin Stellung, Missstände auf, wo Lücken im System sind, bzw. die Politik nicht richtig nachgedacht hat oder diese vielleicht sogar gar nicht wollte. Nina Straßner bezieht dort Stellung und macht zugleich Vorschläge, wie man die sich dabei auftretenden Konflikte und Nachteile für alle Beteiligten lösen könnte. 

Das hat mir beim lesen imponiert, denn zum Teil kannte, ich die Probleme, wäre aber nie auf solch schlaue, wie auch teilweise einfache Lösung gekommen. 

In diesem Punkt unterscheidet sich dieses Buch von den vielen anderen, die mit netten Geschichten über die lieben Kleinen in den Regalen stehen und verkauft werden. Man lernt hier nicht nur dazu, was das Kleingedruckte und das eigene Recht angeht, sondern wird gleichzeitig noch zum Nachdenken gebracht….

Von mir gibt es für diese informative wie unterhaltsame Lektüre 

 5 STERNE.

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DisasterRecoverys avatar

Rezension zu "Keine Kinder sind auch keine Lösung" von Nina Katrin Straßner

Feuer frei für die Juramama
DisasterRecoveryvor einem Jahr

Ich war sehr gespannt, was mich in diesem Buch erwartet. Schon die Widmung und der Prolog zeigen, dass die Juramama Sinn für Humor und einen angenehmen Hang zu Sarkasmus hat. Ich war direkt angefixt.
Im ersten Kapitel schildert die Autorin farbenfroh eins der Worst Case Szenarios, die Eltern im Alltag fürchten und zwar "Einkaufen mit einem 5 und einer 2-jährigen". Böswillig platzierte Fruchtzwerge, Spielzeug und Süßigkeiten an der Kasse, können einen Einkauf mit Kind schnell mal zu einem nervenaufreibenden Kraftakt werden lassen. Auch die Blicke und schlauen Kommentare der besserwisserischen Unbeteiligten ist mir durchaus aus eigener Erfahrung bekannt. Die Schilderungen der Autorin waren sehr unterhaltsam.
Nach ein paar Seiten, habe ich mich gefragt, ob dieses Buch nur als Selbsthilfe dient, um sich den Frust und Unmut mal von der Seele zu schreiben. Zum Glück machte die Juramama dann genau das, was ich vom Buch erwartete. Es gibt einen Ausflug ins rechtliche Umfeld, angefangen mit Eltern-Kind-Parkplätzen.
Von hier an, hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin jetzt erst so richtig warm gelaufen hat, denn nun geht es ordentlich zur Sache. Wenn es um das Bild des "modernen" Vaters geht, teilt die Autorin fleißig aus. Hier bekommen sogar Siegmar Gabriel und der Playboy ihr Fett weg.
Die Juramama läuft hier wirklich zur Hochform auf und ich musste mich anstrengen, ihren geballten Ausführungen zu folgen, um wirklich nichts zu verpassen.

Kapitel um Kapitel zieht sich dieser Stil durch das gesamte Buch. Die Autorin beschreibt zunächst eine Situation oder einen Sachverhalt aus dem Alltag. Das macht sie mit viel Humor, Sarkasmus, jeder Menge Übertreibung und Dramatik, was mich als Leserin oft schmunzeln lassen hat.
Im Anschluss  liefert sie immer wieder Fakten und rechtliche Hintergründe.
Es waren viele Themen dabei, die ich mit Spannung verfolgt habe (z.B. Kinder belügen zwecks erzieherischer Maßnahmen oder Frauen bei der Bewerberauswahl). Andere wiederum habe ich einfach nur zur Kenntnis genommen (das ganze Schwangerschaftsdrama). Langweilig wurde es aber zu keiner Zeit.
Insgesamt hatte ich erwartet, dass es im Buch hauptsächlich um Kinder geht. Nicht immer, aber zumindest indirekt ist das auch der Fall. Thematisch schwenkt das Ganze eher in Richtung Frauenrolle/ Frauenbild.
Den Epilog habe ich noch mal richtig genossen. Die Autorin erzählt von all ihren guten Vorsätzen bzgl. Kinder kriegen und erziehen und zeigt dann wie die Konfrontation mit der Realität all diese schönen Vorsätze ganz selbstverständlich zunichte macht. Ich habe mich selbst darin oft wiedererkannt. Ein ergreifendes Finale eines sehr unterhaltsamen Sachbuches.


Fazit:
Feuer frei für die Juramama! Mit jeder Menge Humor, Sarkasmus und spitzer Zunge, schießt Nina Katrin Straßner gnadenlos auf Präsidenten, Journalisten, Politiker, Zeitschriften, unfaire Eltern-Kind-Parkplatz-Besetzer und alles was ihr sonst noch vor die Flinte gerät.Mein Eindruck das gesamte Buch über, schwankte zwischen hochspannend, sehr unterhaltsam und leicht anstregend. Leicht anstrengend deshalb, weil einem die vielen Übertreibungen einfach viel Aufmerksamkeit abverlangen und mit der Zeit etwas eintönig wirken (trotz immer neuer wilder Szenarien). Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und auch der rechtlich informative Anteil hat mir gut gefallen. Ich hatte allerdings etwas mehr Themen erwartet, die direkt Kinder betreffen. es wäre außerdem schön gewesen, auch Alleinerziehende in den Fokus zu setzen. Was ich für mich mitnehme: Frauen haben in den letzten Jahren viel erreicht, aber Nina Katrin Straßner zeigt auch deutlich, dass dies kein Grund ist, sich zurück zu lehnen.

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